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Allman, Devon - turquoise [2013]
Beeindruckend! Musikalisch immens gereift, als Sänger, als Songwriter, als Gitarrist, als Musiker überhaupt, scheint es, als sei Devon Allman endgültig in der Lage, die ihm von seinem berühmten Vater Gregg Allman (The Allman Brothers Band) mitgegebenen (musikalischen) Gene stilgerecht im Sinne der großen Allman'schen Familientradition auszuleben. Er wird immer besser! Nach den Veröffentlichungen mit Honeytribe und der Gründung der grandiosen Bluesrock-/Southern Soul-Supergroup Royal Southern Brotherhood, die im vergangenen Jahr mit einem herausragenden Debut an den Start gingen, folgt nun mit "Turquoise" Devon's erstes Solo-Album - und auch das ist ein absoluter Knüller. Allman nimmt uns mit auf eine wunderbare Reise, die uns, wie sollte es auch anders sein, erneut durch die vielseitigen Gefilde amerikanischer Südstaaten-Musik führt - vom Blues, über herrlichen, gefühlvollen Southern Soul, swampigen Rock, bis hin zu jammigen, temperamentvollen Funk-Grooves. Dabei sind die Songstrukturen stets klar und kompakt, unterschwellig aber dennoch von einem Hauch von Jam-Feeling durchzogen. Sein Songwriting ist extrem stark. Alles kommt irgendwie ungemein locker, harmonisch und natürlich rüber, steckt aber gleichzeitig voller Kraft, wirkt durchaus druckvoll und "tight". Die Melodien sind einfach wunderbar. Musikalisch gibt es durchaus einige Bezüge zu Royal Southern Brotherhood. Deren von Allman vorgetragener und komponierter Song "Left my heart in Memphis" würde beispielsweise auch zu 100 Prozent auf "Turquoise" passen. Zudem hat sich Devon gleich noch seinen Band-Kumpel Yonrico Scott (ex Derek Trucks Band) mit ins Studio geholt, der die Schlaginstrumente bedient. Vervollständigt wird die großartige Rhythmusfraktion von Myles Weeks am Bass. Alle Songs hat Devon Allman selbst komponiert, zwei davon zusammen mit Mike Zito (ebenfalls Royal Southern Brotherhood). Ausfälle sucht man vergebens. Bärenstark beispielsweise der ungemein melodische, harmonische, knackige, sich unwiderstehlich in den Gehörgängen festsetzende straighte Southern Soul-Rocker "When I left home" (tolle Slidegitarren-Arbeit von Gast Luther Dickinson von den North Mississippi Allstars und The Black Crowes), die prächtig groovende, funkige Midtempo-Ballade "Stategy", das herrlich "soulful" vorgetragene "Into the darkness" (schönes Saxophon von Ron Holloway), oder das leicht kubanisch anmutende "Key Lome Pie" - um nur einige dieser klasse Songs explizit zu erwähnen. Enthalten ist darüber hinaus eine extrem starke Coverversion von Tom Petty's und Stevie Nicks' "Stop draggin' my heart around", das Devon Allman im Duett mit der großartigen Bluesrock-Gitarristin Samantha Fish vorträgt. Ja, ja, es bleibt dabei: "The peach didn't fall far from the tree" schrieb einst "Hittin' The Note", das bekannte, den Allmans nahe stehende Jamrock-Magazin über Gregg's Sohnemann. Und das wird hier wirklich eindrucksvoll deutlich. Devon Allman knüpft mit "Turquoise" nahtlos an die famosen Leistungen mit Royal Southern Brotherhood an, musikalisch kompakter und weniger jammig, aber genauso stark. "Great southern music for your soul": Tief beeindruckende, fantastische Vorstellung von Devon Allman!

Das komplette Tracklisting:

1. When I Left Home - 4:05
2. Don't Set Me Free - 3:40
3. Time Machine - 3:39
4. Stop Draggin My Heart Around - 4:45
5. There's No Time - 4:57
6. Strategy - 4:12
7. Homesick - 3:32
8. Into the Darkness - 3:24
9. Key Lime Pie - 3:04
10. Yadira's Lullaby - 2:25
11. Turn Off the World - 4:07

Art-Nr.: 8061
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When I left home
Don't set me free
There's no time
Strategy
Homesick
Into the darkness
Key lime pie

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Blakeman, Shy - long distance man [2010]
5 lange Jahre nach dem vorzüglichen "The Southern Roots Revival" kommt der aus Wyoming stammende, schon vielerorts herumgekommene Shy Blakeman (lebte einige Jahre in Californien, dann in Kilgore/Texas und residiert aktuell in Nashville) endlich mit einem neuen Album, doch das Warten hat sich wahrlich gelohnt. "Long distance man" ist ein bravouröses Werk geworden, das den jungen Mann extrem gereift zeigt und von vorn bis hinten mit phantastischen Songs glänzt. Den Albumtitel des Vorgängers könnte man auch problemlos für das neue Album verwenden, denn er drückt klar und deutlich den Charakter und die Philosophie von Blakeman's großartiger Musik aus. Der Bursche hat irgendwie den Southern Rock im Blut - aber auch den Texas Outlaw-Country und den klassischen, Retro-Countryrock der goldenen Siebziger-Ära. Er möchte diesen "organic Texas Spirit" in seiner Musik zum Ausdruck bringen, ebenso wie "some L.A.-Countryrock-Roots" und vor allem auch einen "big taste of bluesy, swampy Southern Rock", sagt Blakemann. Und wie ihm das gelingt - einfach vorzüglich! Diese voller Seele und Würze steckende Mischung aus Roots-/Country- und Southern Rock mit ihrem Outlaw-Flair und "Renegade"-Charme übt auf den Zuhörer unmittelbar eine gewaltige Anziehungskraft aus, denn das Zeug bleibt nicht nur prächtig hängen, sondern wird auch, neben Blakeman's exzellentem Gesang, von einer Horde herausragender Musiker brillant in Szene gesetzt. Und schaut man mal auf das Line-Up der Instrumentalisten, wird noch einmal unmissverständlich klar in welche Richtung es hier geht: Marc Ford - Electric Guitar (ex-The Black Crowes), Audley Freed - Electric Guitar (ex-The Black Crowes, Cry Of Love), Doug Pettibone - Guitars, Dobro (u.a. Lucinda Williams), Kenny Vaughan - Electric Guitar (u.a. Rodney Crowell, Marty Stuart, Steve Earle), Jason Sutter - Drums, Ted Russell Kamp - Bass, Keyboards, Guitars, Trumpet, Akkordeon, Percussion (ex-Shooter Jennings' 357s), der das Werk auch hervorragend produzierte. Dem gesamten "Stab" gelingt eine einfach wunderbare, völlig natürliche Aufhebung der Grenzen zwischen staubiger Texas Roots-Musik, trockenem, klassischem Countryrock, Outlaw-Country und nahezu lupenreinem, oft schön swampigem Southern Rock! Inspirationen von Kollegen wie Waylon Jennings, Billy Joe Shaver, Poco, Wet Willie, The Black Crowes, The Charlie Daniels Band, The Allman Brothers Band und vor allem Lynyrd Skynyrd sind deutlich spürbar. Auch jüngere Veröffentlichungen, wie die der Brothers Of The Southland oder von Bo Bice passen recht gut ins Bild, wenngleich Blakeman's Musik doch noch ein deutlicheres Retro-Flair anhaftet. Das kommt einfach klasse! Tolle, erdige, Southern-fueled Lead-Gitarren und swampige, kernige Slide-Linien verzieren die Songs, ebenso wie die Klänge eines herrlichen, "verstaubten" Wurlitzer-Klaviers. Wie gesagt, wunderbar retro! Die Siebziger sind allgegenwärtig - und doch klingt alles sehr frisch und zeitgemäss. Los geht's mit dem großartigen, heissen, von einem tollen Waylon-Groove getragenen Outlaw-Countryrocker "Long distance man", dessen wunderbar funky wirkende, kurze Bläser-Fills der Nummer eine Menge Biss verpassen. Vollkommen locker, aber dennoch kraftvoll und dynamisch, kommt der anschliessende, schön flüssig dargebotene honky-tonkin' Roots-/Countryrocker "So many Honky Tonks" aus den Lautsprechern, dessen schönes, laues Southern-Feeling einem überaus geschmackvoll um die Nase weht. Es folgt eine phantastische Coverversion des alten Rusty Wier-Klassikers "Don't it make you wanna dance": Traumhafte Melodik, lockere, aber knackige Dynamik, wundervolles Slide-/Lap Steel-Spiel - ein Roots-/Countryrocker, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Hat erneut eine tiefe Southern-Seele. Klasse Piano-Geklimper! Ruhig, aber dennoch schwül, wird's bei "Dragob fly", einer prächtigen, semi-akustischen Roots-/Swamp-Nummer in einem klasse Banjo-/Acoustic Gitarren-/Akkordeon-/Slide-Gewand, der man, wüsste man es nicht besser, klar und deutlich eine Herkunft aus Louisiana bescheinigen würde. "Late night early morning" hat den Geist von The Band verinnerlicht, während Blakeman und seine Jungs in der Folge, zuunächst mit "Swamp water whiskey" und anschliessend mit "A quarter to three", zwei lupenreine, in vollster Blüte stehende, klassische Southern Rocker, die der besten Lynyrd Skynyrd-Ära entsprungen sein könnten, vom Stapel lassen. Der erste schön swampig mit feurig würzigen Riffs, dreckiger Lead Gitarre, starkem Wulitzer-Klavier im Hintergrund und weiblichem "soulful" Background-Gesang, der zweite mit einem charakteristischen Skynyrd-Groove, einem unterschwelligen Stones-Einschlag, heissen Bläser-Fills und einem brennenden, fetten E-Gitarren-Solo. Da kommt Freude auf! Danach wird die Power etwas runtergefahren. Die wunderschöne, ruhige, entspannte Country-/Americana-Ballade "Cannon ball" steht auf dem Programm. Fliesst mit ihren feinen Mandolinen- und Gitarren-Klängen, der hintergründigen Orgel-Untermalung, dem einsamen Dobro und dem sparsamen Percussion-Spiel locker, leicht und sehr natürlich in unsere Ohren. "Easy goin' woman" ist kerniger Texas Outlaw-/Roots-/Alternate Country an der Schnittstelle Waylon Jennings/Steve Earle und mit dem brodelnden, bluesigen, swampigen "Satin sheets" wird noch einmal mächtig gerockt (toller Groove, fiebrig glühendes Slide-Solo, dezenter Gospel-Touch). Es gibt auf diesem Album keinen Ausfall! Shy Blakeman und seine Mannschaft mit einem ungemein ambitionierten Werk! Retro-Country-/Roots-/Southern-Rock voller Herz und Seele! Wundervoll, wie Blakeman diese Musik in die heutige Zeit transportiert, wie er ihr, trotz aller Ursprünglichkeit, so viel Frische und Leben einhaucht, ohne auch nur einen Hauch an Authentizität einzubüssen. So muss man diese "Mugge" spielen! So lieben wir das! Das "Southern Roots Revival" des Shy Blakeman ist weiter auf dem Vormarsch...

Die komplette Tracklist:

1 Long Distance Man - 3:44   
2 So Many Honky Tonks - 2:46   
3 Don't It Make You Wanna Dance - 3:41   
4 Dragon Fly - 3:40   
5 Late Night Early Morning - 3:42   
6 Swamp Water Whiskey - 3:26   
7 A Quarter To Three - 3:59   
8 Cannon Ball - 3:30   
9 Old Folks Blues - 3:54   
10 Easy Goin' Woman - 3:13   
11 Livin' Proof - 3:49   
12 Satin Sheets - 3:43   
13 Save A Little Room - 4:45

Art-Nr.: 6939
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So many Honky Tonks
Don't it make you wanna dance
Dragon fly
Swamp water whiskey
A quarter to three
Cannon ball
Easy goin' woman

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Dickinson, James Luther And North Mississippi Allstars - i'm just dead i'm not gone [2012]
Klasse Live-Scheibe des am 15. August 2009 verstorbenen, kultigen "Memphis-Producers" und Bluesmusikers James Luther "Jim" Dickinson. Die Aufnahmen stammen aus einem Konzert aus dem New Daisy Theater in der berühmten Beale Street von Memphis/Tennesse, als Dickinson von der großartigen Band seiner beiden Söhne Luther und Cody Dickinson, den North Mississippi Allstars begleitet wurde. Was die "Familie" spielte war großartiger, erdiger, dreckiger Memphis- und Hill Country-Blues im typischen Stil der North Mississippi Allstars, incl. prächtiger Slide Gitarrenarbeit (großartige Soli) von Luther.

Aus der Original-Produktbeschreibung:
Despite Memphis music enigma Jim Dickinson's long, winding, illustrious, and infamous musical career as a musician and producer, he never released a live album. Until now that is. I'm Just Dead, I'm Not Gone fills that gap in his catalog. Recorded in 2006 at the New Daisy Theater on Beale Street in Memphis, the album pairs the music legend on piano and lead vocals with his kids' band, the North Mississippi Allstars (Luther Dickinson, guitar; Cody Dickinson, drums; Chris Chew, bass), and special guest Jimmy Davis on rhythm guitar and backing vocals in a riotous set of blues, R&B, and country covers played at maximum speed and volume. It was all captured in the moment -- without further window dressing -- by Kevin Houston. From the elder Dickinson's poignantly surreal poem that opens Sir Mack Rice's "Money Talks" (in which, at 90 mph, he discusses everything from prayer, George W. Bush, honey, bad whiskey, and money), the proceedings are off to an uproarious start. It's raw and non-stop. While everything here works exactly as it should, there are some real standouts. The snaky blues cover of Buffy Sainte Marie's "Codine" is among the most original readings of the tune ever, with ghostly piano and Luther's deep blues lead guitar. The rocked-up party blues in Furry Lewis' "Kassie Jones" is another. Things get country-fried on Bob Frank's "Red Neck, Blue Collar" and Terry Fell's anthem "Truck Drivin' Man." Closer "Down in Mississippi" features a smoking extended guitar break by Luther, who shines throughout. But the real star is the man the album is named after. His command of the proceedings is no less authoritative than Jerry Lee Lewis' and just as unhinged as Charlie Feathers'. A cursory listen will offer the mistaken impression that this is a glorified bar gig. That said, a slightly deeper one will yield proof of Dickinson's prophetic, historical genius: in his persona and practice, he embodies the crossroads of all American roots song forms, from folk and blues to R&B and rock. His advice for his sons -- ...It's okay to rush, but don't drag..." -- is proven here time and again. At a shade over 42 minutes, I'm Just Dead, I'm Not Gone is a concise yet fully fleshed, sweaty, grimy, gritty exercise in everything that is truly great about rock & roll.

Die komplette Tracklist:

1 Money Talks - 5:35
2 Ax Sweet Mama - 3:55
3 Codine - 6:28
4 Red Neck, Blue Collar - 4:47
5 Kassie Jones, Pt. 1 - 4:55
6 Rooster Blues - 3:05
7 Never Make Your Move Too Soon - 4:01
8 Truck Drivin' Man - 4:24
9 Down In Mississippi - 5:33

Art-Nr.: 7848
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Money talks
Codine
Kassie Jones
Never make your move too soon
Truck drivin' man
Down in Mississippi

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Drive-By Truckers - the big to-do [2010]
Mit neuem Label im Rücken zieht Athen's grandiose "hard" New Southern Rock-/Rootsrock-Band The Drive-By Truckers wieder alle Register ihres scheinbar unerschöpflichen Potenzials. "The Big To-Do", ihr nunmehr achtes Studioalbum, ist, wie schon so oft zuvor, erneut so etwas wie ein kleiner Geniestreich der Truppe um Patterson Hood, ein ungemein inspiriertes, ambitioniertes und auch textlich sehr engagiertes, offenes Werk über die wahre, teils verlogene und "schmutzige" Realität des "post-millenium" Amerikas. Musikalisch gehen die "Truckers" sehr rockig, rau und durchaus laut zu Werke. Die drei Gitarren von Patterson Hood, Mike Cooley und John Neff machen ordentlich Radau und scheppern in prächtiger Neil Young-/Crazy Horse-tauglicher Manier aus den Lautsprecher-Boxen. Die Nähe zu ihren früheren Werken, vor allem "Decoration day" und "Southern Rock opera", ist wieder gegeben, was gleichzietig bedeutet, dass auch ihr ursprünglicher, typischer "New Southern Rock-Esprit" wieder deutlicher ausgeprägt ist. Das Songmaterial ist exzellent, wirkt ungezwungen, herrlich "frei", zwanglos und ungeschliffen in Szene gesetzt. Es sind ihnen wieder ein paar Songperlen gelungen, die einen einfach nur begeistern. Beispielsweise der laute, riffige, Gitarren-dominierte Neo Southern Rocker "Daddy learned to fly", das raue, von kratzigen Crazy Horse-like Gitarren durchzogene "This fucking job" über einen Familienvater , der seinen Job verliert und nicht weiss, wie er seine Familie durchbringen soll, der fetzige, aber sehr eingängige, von Mike Cooley vorgetragene, Southern-inspired Rootsrocker "Birthday boy", der dreckige Honky Tonk-/Roadhouse-Rocker "Get downtown" mit exzellentem Lead Gitarren-Spiel Cooley's, oder der wunderbare Country-infizierte, durchaus melodische, Energie-geladene Roots-/Jam-Rocker "Santa Fe" (verfügt in der Tat über viel Freiraum für ausgeprägte Live-Jams) mit seinem leicht psychedelisch anmutendem, erdigem, rauem Kombinationsspiel aus Lead- und Pedal Steel Guitar. Die Truppe ist in beeindruckender Verfassung (aber wann war sie das nicht?...)! Kommt in schöner Vinyl Replik-Verpackung mit üppigem, 24-setigem Booklet, inklusiver aller Texte. Tolles Teil! AMG's Mark Deming sagt dazu: "The Drive-By Truckers have been the best and smartest hard rock band in America for a while now, but with 'The Big To-Do' they also confirm they're one of the bravest, and they've created a triumphant album out of songs in which folks are forced to look failure square in the eye"! Das unterschreiben wir ohne jeden Einwand!

Das komplette Tracklisting:

1 Daddy Learned to Fly - 4:43   
2 The Fourth Night of My Drinking - 4:45   
3 Birthday Boy - 3:35   
4 Drag the Lake Charlie - 3:16   
5 The Wig He Made Her Wear - 5:47   
6 You Got Another - 5:17   
7 This F***ing Job - 4:58   
8 Get Downtown - 3:12   
9 After the Scene Dies - 4:06   
10 (It's Gonna Be) I Told You So - 2:03   
11 Santa Fe - 3:26   
12 The Flying Wallendas - 5:16   
13 Eyes Like Glue - 3:15

Art-Nr.: 6838
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Daddy learned to fly
Birthday boy
This f***ing job
Get downtown
After the scene dies
Santa Fe

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Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

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Ghost Town Blues Band - dust the dust [2010]
"'Dust the Dust' grinds, stomps and grooves with such intensity that it is reminiscent of some of the best blues sixties or seventies blues-rockers ever offered", heisst es in einem U.S.-Statement zu dem famosen Debut-Album dieses saustarken Power Blues-/Jam-/Bluesrock-Trios aus Memphis/Tennessee. Die Ghost Town Blues Band kann man als ein ungemein kompetentes, authentisch raues, drückendes, kraftvolles "gritty Electric Blues-/Bluesrock-Outfit" bezeichnen, dessen Wurzeln zwar deutlich hörbar in den Sechzigern und Siebzigern liegen, die aber so zwanglos, erfrischend unbekümmert und zeitgemäss aufspielen, dass sie durchaus in der Lage sind, ihre packende Bluesrock-Mugge auch einem jüngeren Publikum schmackhaft zu machen - ähnlich wie es auch die North Mississippi Allstars fertig bringen. Sie spannen einen großen Bogen vom Memphis-Blues, über klassischen Blues und Bluesrock, bis hin zu druckvollem Hill Country Funk, kochendem Delta-/Swamp-Blues und soulful Southern-Blues. Dabei geht es die Band, wie gesagt, schön rau, dreckig und intensiv an. Durch ihre ungeheure Spielfreude, die live immer wieder mal mit ausgedehnten Instrumentalpassagen, vor allen Dingen Gitarrensoli, zelebriert wird, hat sich die Truppe bereits eine große Fanbase und einen prächtigen Ruf in der Jam-Szene erarbeitet. Die Musiker sind absolute Extraklasse! Die Basis für die großartigen Grooves bilden der exzellente Drummer Presten McEwen und Bassist Dusty Skies mit seinen prägnanten,, rootsig "knarrenden" und viel Elektrizität vermittelnden Basslines. Doch im Mittelpunkt steht der charismatische Frontmann Matt Isbell, ein sehr starker Sänger und noch stärkerer Gitarrist, der in der Szene bereits mit einer jüngeren Ausgabe von Gov't Mule's Warren Haynes verglichen wird und dessen Stimme nicht selten an die von Gregg Allman (The Allman Brothers Band) erinnert. Und tatsächlich, diese Vergleiche sind absolut nachvollziehbar. Isbell's Riffs strotzen nur so vor Dreck, Feeling und ursprünglicher Kraft. Seine ausgedehnten Gitarrenausflüge stecken voller Virtuosität, voller Glut, Inspiration und voller Spielfreude. Oftmals steht das Instrument regelrecht unter Starkstrom, dann wieder lässt er ein wunderbar lockeres Solo vom Stapel, ohne dabei auch nur im geringsten an Würze zu verlieren. Er holt aus seiner Gitarre raus, was möglich ist, lässt sie jaulen, krächzen, röhren, quietschen, ergeht sich in rauschendem Wah Wah-Spiel, bringt die Sümpfe mit dem slidenden Bottleneck in Wallung. Er ist ein Mörder-Gitarrist, der darüber hinaus auch noch auf der Bluesharp zu überzeugen vermag und sogar vereinzelt die Tasten der Keyboards bedient, wobie die Band dafür zumeist den Gastmusiker Chris Stephenson einsetzt. Spuren von bluesigen Gov't Mule, bluesigen Allman Brothers und den bereits erwähnten North Mississippi Allstars finden sich immer wieder in der Musik der Ghost Town Blues Band, ebenso wie die solcher Kollegen wie beispielsweise Too Slim and The Taildraggers, The Daddy Mack Blues Band, Swamp Cabbage oder solcher Blues-Legenden wie Little Milton, Robert Johnson und Albert King. Das Album startet mit dem prächtigen, von einem dezenten Stax-Rhythm-Feeling geprägten Memphis Shuffle-/Blues-Boogie "One more whiskey", dominiert von einer dreckigen Bluesharp, um im Anschluß daran mit der ersten von ein paar ausgesuchten, bärenstarken Coverversionen aufzuwarten, denen die Band allerdings jeweils ein vollkommen neues, großartiges Arrangement verpasst. "Come together" von den Beatles steht auf dem Programm, und zwar in einer Hammer-Version! Die Truppe macht daraus einen ultra rauen, vibrierenden, atmosphärisch dichten, elektrisierenden Power Bluesrock-Boogie voller sumpfiger Swamp-Schwüle. Die Drums geben kraftvoll die Richtung vor, Isbell's Gesang ist so etwas von dreckig, ebenso wie dessen kratzige, fulminante E-Gitarre und die glühenden Slide-Einlagen. Hat viel von dem Feeling, das auch die North Mississippi Allstars.verbreiten. "Geil"! Eine weitere, mitreissende Coverversion gibt's von dem alten Traditional "C.C. Rider", aus dem die Band einen phantastischen, mit tollen Orgel-Fills und würzigen, lockeren Riffs ausgetatteten, dezent, funky, aber ungemein "soulful", ambitioniert, kraftvoll und jammig dahin groovenden "Killer" Southern-Bluesrocker kreiert, der schier begeistert. Das lange, exquisite, wunderbare Gitarrensolo Isbell's ist "deep southern-fried" und seine Stimme kann gerade hier ein gewisses Gregg Allman-Timbre nicht leugnen. Eine grandiose Fassung dieses Evergreens, wie sie southern-rockiger und jammiger nicht sein kann. Und aus dem alten Big Joe Williams Memphis Blues-Klassiker "Baby please don't go" lässt die Truppe einen krachenden, straighten, aus allen Zylindern feuernden "High Octane" Bluesrock-Hammer entstehen, der mächtig reinhaut. Doch, das muß man deutlichst unterstreichen, auch die Eigenkompositionen haben es in sich. Und wie! Das Titelstück "Dust the dust" beispielsweise pflügt sich mit Macht und ohne Kompromisse durch die Blues-Äcker des Südens. Was für ein großartiger Groove, begleitet von rauen Riffs und glühender Lead Gitarre. Der von packenden, ausgedehnten, dreckigen, dabei sehr virtuos, vielseitig und emotional gespielten Gitarrenausflügen und -linien (Isbell ist wirklich ein Könner) durchzogene, brillante Southern Slow-Blues "Suga' Mama" hingegen kommt einem vor, als wäre es ein großartig und zeitgemäss inszenierter, alter Klassiker von Little Milton oder Robert Johnson. Das ist seeliger Mississippi Southern-Blues, der einen nicht mehr loslässt. Diese Burschen werden noch für mächtig Furore sorgen. Die Ghost Town Blues Band rockt die "Juke Joints" des Südens und hinterlässt eine zutiefst beeindruckte und begeisterte Anhänger-Schar. Southern-/Jam-/Blues-Rock in einer rauen, zwanglosen Intensität und Güte, wie man ihn wirklich nicht an "jeder Straßenecke" serviert bekommt. Ein Hammer-Debut, das diese Band zu einer DER Entdeckungen des Jahres 2010 werden lässt.

Das komplette Tracklisting:

1 One More Whisky - 3:28   
2 Come Together - 2:41   
3 Dust the Dust - 3:02   
4 C.C. Rider - 5:22   
5 Suga' Mama - 5:27   
6 Comfortable Way - 4:14   
7 Baby Please Don't Go - 3:19   
8 I Put a Spell On You - 4:12   
9 Give Me a Minute - 4:11   
10 Move On - 3:06   
11 Goin' Down - 4:04

Art-Nr.: 7072
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
One more Whisky
Dust the dust
C.C. Rider
Suga' Mama
Comfortable way
Baby please don't go
Move on

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Hoey, Gary - dust & bones [2016]
"Soulful hard rockin' Bluesrock" vom Allerfeinsten! Toll! "World renowned rock guitarist" Gary Hoey, der zudem auch ein hervorragender Sänger und exzellenter Songwriter ist, kommt mit einem gnadenlos starken, packenden, Energie geladenen, viel Dampf und Power ausstrahlenden, "rockin' and rollin'" Bluesrock-Album, wobei sich die Kombination aus Blues und Rock hier im wahrsten Sinne des Wortes die Waage hält. Der ursprünglich aus Boston stammende und heute an der amerikanischen Weslküste lebende Meistergitarrist trat in seiner bewegten Vergangenheit eher mit der Veröffentlichung jeder Menge Instrumentalalben, wie etwa Steve Vai oder Joe Satriani, in Erscheinung, wenngleich Hoeys Werke zum Teil wesentlich rootsiger und sogar Surf-orientiert waren. In den Neunzigern hatte er einen Riesen-Hit mit der Coverversion von "Hocus Pocus", einem der bekanntesten Stücke der holländischen Siebziger Jahre-Formation "Focus" um deren "Gitarrengott" Jan Akkerman. Hoey machte sich im Laufe der Jahre in der Szene einen großen Namen. Er tourte mit Leuten wie Jeff Beck, B.B. King, Dick Dale, Ted Nugent, The Doobie Brothers und Peter Frampton, um nur einige zu nennen, und der amerikanische Billboard listete ihn folgerichtig unter den 100 besten Gitarristen aller Zeiten. In der jüngeren Vergangenheit war Gary Hoey maßgeblich an dem neuen Album "Living like a Runaway" der "Queen Of Metal", Lita Ford, beteiligt, das er auch produzierte. Doch schon immer hatte er auch einen gewissen Hang zum Blues (immer in der Kombination mit kraftvollem Classic Rock), den er öffentlich erstmals mit dem bärenstarken 2013er-Werk "Deja Blues" ausgiebig und mit großer Bravour auslebte. Groß geworden mit der Musik solcher Boston-Acts wie den frühen Aerosmith und der J. Geils Band, beeinflusst von Größen wie Jimi Hendrix, Eric Clapton, Albert King, Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter und Led Zeppelin, gelingt ihm mit "Dust & bones" erneut ein ganz großer Wurf. Welch aussergewöhnlicher, fantastischer Gitarrist Hoey ist, zeigt er hier wieder einmal in vollstem Umfang. Dieser Bursche ist kein "a one trick rock guitar shredder", nein, sein Spiel ist punktgenau, von herausragender Variabilität und Klasse. Aber, und das kommt bei "Dust & bones" abermals klasse zum Vorschein, der Mann ist darüber hinaus ein toller, ausdrucksstarker Sänger mit einer großartigen, leicht angerauten Stimme, der einige der Etablierten der aktuellen Bluesrock-Szene auch diesbezüglich locker in den Schaten stellt. Das Songmaterial ist exzellent und besticht neben dem rockigen, satten Ambiente mit prächtigen Melodien und einem schön saftigen, druckvollen, knackig frischen Sound. Auch Hoey's Band, das sind AJ Pappas am Bass und Matt Scurfield an den Drums, spielt groß auf. Alle harmonieren prächtig miteinander. Was ist das für eine Spielfreude, für eine Leidenschaft. Nicht nur Tracks wie der southern-swampige, dreckige, fette, von wuchtigen Riffs geprägte Opener "Boxcar Blues", der herrlich rollende, rockin' Swing-Boogie "Who's your Daddy" (fesselnde Gitarrenläufe), das mit tollen Riffs, Licks und famosen Soli gespickte, ordentlich abgehende "Born to love you" (kommt wie ein feuriger Mix aus Too Slim and The Taildraggers und ZZ Top), der satte, Slideguitar-getränkte, dem großen Johnny Winter gewidmete Volldampf-Boogie "Steamroller", der fantastische, wunderbar melodische, voller Kraft und Emotionalität dargebotene Slow-Blues "This time tomorrow", das straight rockende "Dust & bones", der brennende, swampige Slideguitar-Blues "Blind faith" (toller Groove, straighte, fette Riffs), oder die bluesige, hinreissende, kraftvolle, von wundervollen Gitarrenläufen durchzogene, zusammen mit Lita Ford im Duett präsentierte Hard Rock-Ballade "Coming home" sind wahre Knüller - nein, das komplette Album ist ein absoluter Bluesrock-Hit. Gary Hoey sagt, er sein mit dieser Musik zu Hause angekommen. Genau das spürt man und hört man auch. Das ist Bluesrock, wie er richtig Laune macht. Eine wirklich brillante Vorstellung von Gary Hoey!

Das komplette Tracklisting:

1. Boxcar Blues - 3:43
2. Who's Your Daddy - 4:15
3. Born To Love You - 3:15
4. Dust & Bones - 4:08
5. Steamroller (tribute to Johnny Winter) - 3:26
6. Coming Home (feat. Lita Ford) - 4:56
7. Ghost Of Yesterday - 3:47
8. This Time Tomorrow - 4:35
9. Back Up Against The Wall - 3:05
10. Blind Faith - 3:12
11. Soul Surfer - 3:42

Art-Nr.: 9246
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Boxcar Blues
Who's your daddy
Born to love you
Steamroller
Coming home
This time tomorrow
Blind faith

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Jacobs Band, Cris - songs for cats and dogs [2012]
Herausragende Musiker stellen auch immer wieder herausragende Bands zusammen. Als sich die in Jam- und Roots-Kreisen gleichermassen verehrte, aus Baltimore stammende Rockband The Bridge im Jahre 2011, kurz nach dem Erscheinen ihres großartigen Albums "National Bohemian" trennte, war die Wehmut groß und man fragte sich schon, was wird wohl aus diesen erstklassigen Musikern werden. Das Rätsel ist gelöst, zumindestens für einen Teil der damaligen Truppe. Cris Jacobs (lead guitars, lead vocals), ehemaliger Frontmann von The Bridge, nahm noch seinen damaligen Drummer Mike Gambone mit und gründete nun mit 3 weiteren, grandiosen Musikern (Bass-Zauberer Jake Leckie, der famose Pedal Steel-Gitarrist Dave Hadley und der zweite Percussionist, Acoustic Gitarrist und Harmonie-Sänger Ed Hough) seine eigene Band, kurzerhand Cris Jacobs Band genannt. Was die mit ihrem Debutalbum abliefern, stellt das Material von The Bridge fast noch in den Schatten. "Songs for cats and dogs" ist ein "Killer"-Teil! Eigentlich ist die Musik der Band gar nicht mal so weit weg von der von The Bridge, und doch tun sich entscheidende Unterschiede auf. Die Ex-Truppe von Jacobs spielte ein "heisses" Gebräu voller "Voodoo-Spirit" aus herzhaften Funk-, Blues- und Roots-Zutaten, oft sehr mächtig und opulent inszeniert. Das führt die Cris Jacobs Band durchaus fort, verzichtet aber, obwohl es zuweilen ordentlich "dampft", auf die ganz große Opulenz und kommt statt dessen mit ihren Arrangements mehr auf den Punkt, wirkt rootsiger, streut wesentlich mehr Americana-Elemente ein, legt einen noch größeren Wert auf Songwriting und Melodik. Was wir hören ist eine hinreissend starke, von großer Vielseitigkeit, jeder Menge "Spirit" und "Feeling" geprägte, mit viel Atmosphäre, Seele und mit großer Spielfreude in Szene gesetzte Blues-, Rock-, Roots-,Swamp-, Southern-, Jam-, Americana-Mixtur, die die immer wieder nach starker, neuer Musik hechelnden Anhänger dieser genannten Genres allesamt von vorn bis hinten begeistern dürfte. Es gibt nicht die Spur eines schwachen Songs. Die Grooves sind mitreissend, nicht zuletzt durch die bärenstark agierende Rhythmussektion mit zum Teil zwei Percussionisten. Ein weiteres Merkmal ist das vorzügliche Zusammenspiel zwischen Jacobs' Lead Gitarre und Hadley's Pedal Steel. Kraftvolle, sehr bluesige und gewaltig rockende Tracks wechseln mit ruhigeren, lockeren, dennoch ebenso spielfreudig dargebotenen Stücken ab. Immer wieder spürt man das Jam-Feeling, ebenso wie diesen Southern-Spirit. Spuren solcher Kollegen wie Anders Osborne, den North Mississippi Allstars, The Allman Brothers Band, Little Feat und John Hiatt, um nur einige zu nennen, sind spürbar, doch die Cris Jacobs Band entwickelt daraus ihr ganz eigenes Ding. Wundervolle Gitarren-Hookline ziehen sich beispielsweise durch den kraftvollen, ordentlich brodelnden, bluesigen Opener "Dragonfly". Tolles Percussionspiel, viel Southernflair und ein massives, dreckiges, schwerblütiges, swampiges Gitarrensolo sind die Zutaten. Der Song bietet herrlichen Jam-Freiraum, ebenso wie eine vorzügliche Melodie. Jacobs' Gesang ist großartig. Ähnlich gelagert geht es weiter. Mit dem schwülen "Mama was a redbone" steht ein grandioser Swamp-/New Orleans-/Southern-/Roots-/Bluesrocker auf dem Programm, der dominiert wird von glühenden Slideguitar-Licks und einem "geilen" Delta-Groove. Jacobs "slidet" einfach wunderbar. Die Sümpfe scheinen direkt hinter der Lautsprecherfront zu liegen. Anders Osborne, The Radiators, Sonny Landreth & Co. lassen grüßen. Dann das wunderschöne "Be my stars", ein herrlich melodischer, von einer dezenten Brise Soul durchwehter, erneut mit feiner Percussion, sowie großartigen Pedal Steel-Einsätzen und prächtigem Zusammenspiel aus akustischen und elektrischen Gitarren in Szene gesetzter Rootsrocker, irgendwo pendelnd zwischen flockiger Westcoast-Frische und souligem Memphis-Sound. Klasse! Eine starke Melodie, ein Hauch von Little Feat (Lowell George-Ära), ein dezenter Southern-/Country-Touch, abermals ein herrlicher Groove, exzellentes Lead Gitarren-Picking und magische Pedal Steel-Linien bestimmern das rootsige, fabelhafte "Little piece of heaven", dass sicher auch The Band Of Heathens in Top-Form prächtig zu Gesicht stünde. Anschließend wird es wieder deutlich druckvoller, härter und bluesiger. "Stoned on you" liegt irgendwo angesiedelt zwischen rauem, massivem Bluesrock von Gov't Mule und Joe Bonamassa. Tolles Southern-Flair! Kocht gewaltig! Sehr stark die glühende Parallel Lead-Gitarre zum Gesang von Jacobs, und der dreckige, schwere Groove. Glänzendes, ausgedehntes Gitarren-Solo von Jacobs. Super auch der jammige, sehr variabel strukturierte, geschickt zwischen laut und leise pendelnde, genauso melodische wie spielfreudige Rootsrocker "Redemption bound" (tolles Slide-Intermezzo), wie auch der voller Lockerheit und Leichtigkeit steckende, einen Hauch von Grateful Dead und The New Riders Of The Purple Sage, aber auch von den The Avett Brothers aufweisende, jammige, herrliche Americana-Rocker "Time's worth a million" (faszinierendes Zusammenspiel von Pedal Steel und lässiger E-Gitarre). Keine Frage, die Cris Jacobs Band hat, wenn sie so weiter macht, eine große Zukunft vor sich. Das Debut jedenfalls ist brillant. Von solchen Songs können wir einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. Dragonfly - 4.19
2. Mama Was a Redbone - 4.01
3. Be My Stars - 4.50
4. Little Piece of Heaven - 3.22
5. Stoned On You - 6.00
6. Let Me Lift Up Your Burden - 5.25
7. Redemption Bound - 5.50
8. Time's Worth a Million - 6.24
9. Saddle Up and Ride - 2.30

Art-Nr.: 8322
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Dragonfly
Mama was a redbone
Be my stars
Little piece of heaven
Stoned on you
Redemption bound
Time's worth a million

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Locash - the fighters [2016]
Klasse Album des Duos Locash, das sind Preston Brust und Chris Lucas, die in der Vergangenheit schon als Locash Cowboys auf sich aufmwerksam machten. "The fighters" bezeichnen manche Experten schon als eines der besten Countryalben des Jahres (zum Beispiel das höchst anerkannte Fanzine "Roughstck" - siehe Original-Review im Anschluß). In der Tat gelingt den beiden eine dynamische, schmissige Kombination aus Tradition und modernem "Feel Good"-Country/Countryrock der jungen, wilden Nashville-Generation. Die Songs gehen bestens in Ohr und stecken voller Hit-Potential, wie ihre erste Nummer 1, das starke "I love this life". Die Burschen kommen rüber wie eine Mischung aus modernen Montgomery Gentry, Justin Moore, Thomas Rhett, Jake Owen, Florida Georgia Line und Luke Bryan. Macht richtig Laune!

Review von "Roughstock" im Original-Wortlaut:

Duo’s Reviver Records debut is the culmination of a lot of hard work and each track on the album represents the band well.
Life is all about the moments where you have a choice to make. Do I keep going or do I move on. For LOCASH’s Preston Brust and Chris Lucas, there is no other choice but to keep going. Much like their good friend Chris Janson, LOCASH’s hard work paid off earlier this year when “I Love This Life” became their first #1 hit (and recently RIAA Gold-certified) and serves as the lead-off hitter for The Fighters. The ear worm is still one of country radio’s most-played songs and is backed up by the hit “I Know Somebody,” a song which hit the Top 30 just this week. That song is one of three outside written tunes, joining “Ring On Every Finger” and the album closing title track “The Fighters.”
This album found the duo working with friend and frequent co-writer Lindsay Rimes serving as their producer and it’s a match made in hillbilly heaven. His production techniques blend the best of modern country music with the traditional sounds of the past into a cohesive blend of vibe-y feel good songs, every one of ‘em a potential radio hit.
“Ring On Every Finger,” from Thomas Rhett, Jesse Frasure and Josh Kear is the kind of song that could easily be a massive hit. The lyrics are sweet in the way a man goes about proposing to the love of his life and there are some clever lyrical moments to go with the jovial melody. “Shipwrecked” is still a powerful ballad that deserves to be heard on the radio and streaming playlists. It’s emotive the production of the record helps it feel grand and epic, as the lyrics demand. “Moonwalkin” and “All Day” feel like LOCASH songs while “God Loves Me More” may on the surface feel like it isn’t a love song but that’s exactly what it is and it’s told in a unique lyrical way.
I actually didn’t think that LOCASH would be able to top the impactful “Shipwrecked” as a song that should be their third single but they did just that with “The Fighters,” a song the band recorded at the end of the album process after asking some songwriting friends to send them one of their best. The song, written by Tom Douglas, Rodney Clawson and Matt Dragstrem is definitely great. There’s a pulsating lyrical grove of stick-to-it’dness in the song and that suits LOCASH perfectly as if there were a song that described the journey to country music stardom for LOCASH, it definitely would be “The Fighters,” a song that anyone who has overcome something in their life will absolutely relate to.
A cohesive album from track one to eleven, LOCASH’s The Fighters is a record which has the duo poised for stardom they seemed destined to achieve from the moment they started recording together all those years ago. This one is definitely one for The Fighters and clearly deserves consideration as one of 2016’s best country album releases. (Matt Bjorke)

Das komplette Tracklisting:

1. I Love This Life - 3:28
2. Ring on Every Finger - 3:32
3. I Know Somebody - 3:17
4. Shipwrecked - 2:53
5. Moonwalkin - 2:31
6. Drunk Drunk - 2:55
7. All Day - 3:14
8. God Loves Me More - 2:59
9. Till the Wheels Fall Off - 3:04
10. Ain't Startin Tonight - 2:50
11. The Fighters - 3:40

Art-Nr.: 9194
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Loveless, Patty - on your way home ~ limited edition with bonus dvd [2003]
Limited Edition mit Bonus-DVD! Wunderbares neues Album von Patty Loveless - ein Country-Hochgenuß! Vor rund zwei Jahren begeisterte sie die Fachwelt und ihre Fans mit dem meisterhaften Bluegrass-/Acoustic Country-Album "Mountain soul", nachdem sie zuvor in ihrer langen Karriere bereits zahlreiche höchst niveauvolle Alben im Mainstream Country-/New Country-Bereich veröffentlicht hatte. Was liegt also näher, als beide Stilrichtungen zu kombinieren! Genau das hat sie bei "On your way home" getan - und zwar mit einem überwältigenden Ergebnis! Das heißt, die deutlich Bluegrass orientierte Basis von "Mountain soul" hat sie beibehalten, doch darüber hinaus integriert sie in ihre Musik zum einen nun wieder knackige Drums und zum anderen elektrische Instrumente, wie vor allen Dingen, zumeist flott, beherzt und quirlig gespielte (Country) E-Gitarre, Steel und elektrischen Bass. Dadurch entsteht ein schön knackiger Background für die klassischen Country-Themen. Dieser semi-akustisch/-elektrische Sound scheint ihr wie auf den Leib geschnitten zu sein. Ja, und Miss Loveless' Stimme? In Top-Form! Klar, rein, emotional und kräftig trägt sie die Songs vor - einfach großartig! Sie ist zu einer der ganz großen Sängerinnen des Country gereift. Sie wirkt immer peppig und temperamentvoll, verläßt dabei aber niemals die traditionellen Pfade. Das Songmaterial, das sie und ihr Ehemann Emory Gordy jr., der, wie immer, das Album auch produzierte, ausgewählt haben, ist vom Allerfeinsten, wobei sich schnelle Stücke und gediegene Blladen in etwa die Waage halten. Alle Songs, auch die erwähnten Balladen, stecken voller Kraft und Feuer, strahlen gleichzeitig aber auch eine unvergleichliche Schönheit und Frische aus. Los geht es mit der prächtigen, von Paul Kennerly und Marty Stuart komponierten, gut in die Beine gehenden, "boot-scootin'", Hillbilly-rockin'/Country/Honky-Tonk-Nummer "Draggin' my heart around", bei der sich schwungvolle Riffs aus akustischen und elektrischen Gitarren mit einer dominanten Fiddle, fetzigem Schlagzeug und herzerfrischenden, quirligen E-Gitarrenläufen von Jedd Hughes (einer von Nashville's neuen Gitarren-Assen) wunderbar ergänzen. Toller Song - man ist sofort gefangen! So muß auf Bluegrass basierender Traditional Country mit elektrischem Pep klingen! Von ähnlicher Kategorie sind Songs wie "I wanna believe", wobei die Instrumentierung noch um eine herrliche Mandoline ergänzt wird, oder auch ihre schmissige Version von Rodney Crowell's "Lovin' all night" mit tollen E-Gitarren-Läufen und abgehenden Drums. Wundervoll gelungen sind beispielsweise auch der traurige Slow Waltz "Born again fool" (die ganze Einsamkeit, die dieses Lied beschreibt, ist in Patty's Stimme zu hören), die herrliche, von einer fantastischen Melodie durchzogene Ballade "The grandpa, that I know", mit Jerry Douglas am Dobro, oder ihre knackige Version von Buddy und Julie Miller's honky-tonkin' "Looking for a heartache like you". Noch ein paar Worte zum Titelstück: "On your way home" ist ein Traum von einer Country-Ballade! Welch eine Melodie! Herausragender, kräftiger Gesang und ein ungemein frisches, wohltuendes Arrangement aus dezenten Gitarren (Acoustic und Electric), Fiddle, zurückhaltender Percussion und Steelguitar lassen den Zuhörer im vollendeten Country-Genuß versinken! Patty Loveless liefert mit ihrem neuen Album ein absolutes Karriere-Highlight ab. Purer, auf Bluegrass-Traditionen aufgebauter, semi-akustischer/-elektrischer Country/New Country auf höchstem Niveau! Eine brillante Leistung! Und als i-Tüpfelchen obendrauf gibt's die Erstausgabe (bis auf weiteres lieferbar) auch noch mit einer limitierten, großartigen Bonus-DVD! Inhalt: 3 Live-Tracks ("Here I am", "Pretty little Miss" und "You'll never leave Harlan alive") im Bluegrass-"Mountain soul"-Stil aus ihrem letzten "Austin City Limits"-Auftritt, sowie das brandneue Video zu "Lovin' all night", der ersten Single aus "On your way home"! Toll! Die DVD ist "Code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar!

Art-Nr.: 1990
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Moreland & Arbuckle - promised land or bust [2016]
Was für eine Würze! Welch ein Feuer! Was für ein drückendes, Southern-rooted Bluesrock-Gewitter! "Raw, dirty, primal and infectiou, sizzling guitar, sturdy vocals and rude harmonica", sagt "USA Today" über das fulminante, kochende Gebräu, dass das bärenstarke "groundbreaking Wichita/Kansas-based" Trio Moreland & Arbuckle (Aaron Moreland - guitars, Dustin Arbuckle - lead vocals & harmonica, Kendall Newby - drums & background vocals) voller Inbrunst, Leidenschaft und musikalischer Klasse hier anrührt, und trifft damit den sprichwörtlichen Nagel punktgenau auf den Kopf. Gitarrist Aaron Moreland bezeichnet die "Mugge" schlicht als “gritty blues and roots rock from the heartland" - und auch das trifft zu. Fest steht, dass sich die Truppe kontinuierlich steigert und, bei all den schon ebenfalls sehr starken Vorgängern, mit "Promised Land Or Bust" nun einen neuen, absoluten musikalischen Höhepunkt ihrer bisherigen Karriere erreicht. Was ist das für ein grandioses Album voller powerndem, fettem, sattem, rauem, den Dreck unter den Fingenägeln spürendem, packendem Delta- und Mississippi Hill Country-Bluesrock, Southern Blues und brodelndem, kernigem Southern-/Roots-Rock! Herrlich! Moreland & Arbuckle, bei diesem Werk im übrigen bei einigen Nummern unterstützt von Keyboarder Scott Williams, Bassist Mark Foley und dem Produzenten Matt Bayles (bei je einem Track mit ebenfalls Keyboards und zusätzlicher Gitarre), leben in ihren mitreissenden Performances hauptsächlich von dem Energie-geladenen, famosen Zusammenspiel von Morelands glühenden Gitarrenläufen (irre starke Soli, teils brodelnde Slide) und Arbuckle's feuriger, dreckiger Bluesharp (die beiden liefern sich immer wieder, sich gegenseitig wunderbar anstachelnde Duelle), in Verbindung mit dem exzellenten, trotz aller Rauheit und ausgelassener, wilder Spielfreude, sehr "vertraut" und mit prächtiger Melodik dargebotenen Songmaterial. Powerndes Drumming und bollernde Basslines sorgen für die entsprechend, zumeist ordentlich hart rockende Basis. Diese Burschen bringen die Juke Joints und Bluesrock-Venues zwischen Kansas und Mississippi mit ihrem rauschenden, Southern-drenched Bluesrock-Elixier sicher mächtig zum Bersten. Hound Dog Taylor, Robert Johnson und Howlin' Wolf gehören zu ihren Einflüssen und genauso finden wir immer wieder Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise Gov't Mule, den North Mississippi Allstars, ZZ Top oder auch einem härter aufspielenden Anders Osborne. Nach dem großartigen, sehr gefälligen, knackig rockenden, gleich mit schön dreckigem Harpspiel, tollem, dynamischem Gitarrensolo und dezentem, hintergründigem Piano-Klimpern aufwartenden Opener "Take me with you (when you go)" und em höllisch abgehenden, die pure Leidenschaft der Band offenbarenden, furiosen Southern-/Blues-Boogie "Mean and evil", hauen die Jungs mit dem wuchtigen, von harten, krachenden, rauen Riffs bestimmten "Hannah", einen dermaßen schwerblütigen Bluesrock-Hammer raus, der seinesgleicehn sucht. Hat Spuren von Led Zeppelin, über Gov't Mule, bis hin zu Too Slim and The Taildraggers. Was graben sich die Power-Riffs in den musikalischen "Dreck". Dazu walzen sich die E-Gitarren kollosaal dirch diese Wahnsinns-Nummer, wie ein unaufhaltsames Schlachtross durch die sumpfigen "Southlands". Sehr stark auch die den eh schon fetten Sound noch voluminöser machende Orgel im Hintergrund. Toller Gesang, tolle Melodie - Bluesrock-Herz, was willst Du mehr? Erstmals ein wenig Erholung gibt es mit der zumindestens etwas ruhiger beginnenden, wunderbar melodischen, rootsigen, Southern-inspirierten Blues-Ballade "Mount comfort", die im weiteren Verlauf aber auch noch an Kraft zulegt, vor allem mittels des glühenden Harp- und Gitarrensolos im Mittelteil. Es gibt noch einen kleinen Ausflug in akustische Gefilde ("Waco avenue"), doch ansonsten wird mit solch famosen Nummern wie beispielsweise dem kochenden Bluesrock-Shuffle "Woman down in Arkansas" (Killer Bluesharp), dem "tighten", von herrlich flüssigen Lead Gitarrenriffs, dreckigen Harpklängen und wummernden Basslines geführten "When the lights are burning low" und dem klasse groovenden, genauso lockeren, wie drückenden, Slide-getränkten, swampigen "Long way home" wieder ordentlich gerockt. Dieses Album ist ein absolutes Genre-Highlight. Wuchtig, druckvoll, mit viel Dampf, aber auch erstklassig strukturiert und randvoll mit starken Melodien "pflügen" sich Moreland & Arbuckle voller Leidenschaft und Seele durch die bluesigen Landschaften des amerikanischen Südens. Macht das eine Freude! Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1. Take Me With You (When You Go) - 4:07
2. Mean And Evil - 3:17
3. Hannah - 4:50
4. When The Lights Are Burning Low - 3:05
5. Woman Down In Arkansas - 4:13
6. Mount Comfort - 4:14
7. Long Did I Hide It - 2:35
8. Waco Avenue - 3:00
9. I'm A King Bee - 2:49
10. Long Way Home - 3:09
11. Why'd She Have To Go (And Let Me Down)? - 3:36

Art-Nr.: 9168
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Take me with you (when you go)
Mean and evil
Hannah
When the lights are burning low
Woman down in Arkansas
Mount comfort
Long way home

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Musgraves, Kacey - golden hour [2018]
Drittes Album der großartigen Kacey Musgraves! MIt diesem, erneut hervorragenden Werk, gelingt es Kacey unter Beibehaltung aller Country-Indikatoren, ihren Sound ein wenig zu erweitern, mit folkig-poppigen Strömungen anzureichern, ohne dabei auch nur ansatzweise im üblichen Nashville Countrypop-Kitsch zu versinken. Ganz im Gegenteil. Was wir hören, sind 13 wundervolle Songperlen mit sehr feinen Melodien, meist gehalten in einem entspannten, lockeren Ambiente, geprägt von exzellenten Songwriter-Qualitäten (bei allen Tracks ist Kacey kompositorisch involviert). Damit erinnert sie durchaus ein wenig an einige ihrer großen Vorbilder, wie etwa Carole King, Emmylou Harris und auch Dolly Parton. Die Songs fangen den Zuhörer regelrecht ein. Kein Frage, auch mit Album Nr. 3 geht die Erfolgsgeschichte von Kacey Musgraves auf höchstem Level weiter. "Just beautiful" - einfach schön!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

It’d have been easy for Kacey Musgraves to continue to make the same kind of albums full of clever wordplay and traditional country influenced songs but for her to continue to grow as an artist, she looked to stalwarts like Carole King, John Hiatt, Emmylou Harris and Dolly Parton to craft Golden Hour, a record that is 100% Kacey but mostly unlike anything we’ve heard from her before. And this is a good thing.
The opening tracks “Slow Burn” and “Lonely Weekend” showcase Musgraves blending all sorts of sonic influences that makes Golden Hour both contemporary and classic 70s singer/songwriter all at the same time. Songwriter/producers Ian Fitchuk (Drew Holcomb, Sean McConnell) and Daniel Tashian (Josh Turner, Patty Griffin) bring those indie influences into the Musgraves stew but they’ve made everything better by their presence. Innovative production choices ("Oh, What A World"), disco throwbacks (“High Horse”) and elegant, lyrically rich ballads (“Rainbow”) showcase the diversity. This isn’t to say that Musgraves doesn’t know she’s releasing a record on a Nashville-based label (MCA Nashville) as she’s still writing with the same writer collective that made up the majority of Same Trailer, Different Park and Pageant Material on half of the album's tracks. The warmest songs on the record include “Butterflies,” “Wonder Woman,” and “Rainbow.” Each song co-written with those A-list songwriters.
There’s clearly an intent by Musgraves, Fitchuk, and Tashian to harness the golden-soaked memories of the 70s as if they were married to Dolly Parton or Lee Ann Womack vocal on songs like “Love Is A Wild Thing,” a beautiful, somewhat melancholic ballad about finding love when you least expect it. “Happy & Sad” is as song with beautiful honesty in the vocal and lyrics as Musgraves clearly wasn’t comfortable about falling in love (with her new husband, singer/songwriter Ruston Kelly). She had built walls to prevent that kind of love and he somehow knocked them out.
There ARE some potential country radio singles on this record, if radio will even play them. I could see “Velvet Elvis” being a radio ditty while “Wonder Woman,” “Butterflies” and “Lonely Weekend” are all worthy potential mainstream country radio hits but Musgraves (who has constantly challenged mainstream country radio with progressive lyrics and a defiant attitude towards their lack of support with female artists). “High Horse” is the best Katy Perry song Katy Perry never wrote, with a disco pop feel, a song which could be a pop radio hit if given a chance and it’s practically begging for a dance club remix for the dance charts and future Drag Queen performances. The closing pair of tunes in “Golden Hour” and “Rainbow” (a McCartney-like song which is waiting to be synched to a film scene and soundtrack) showcase this record well and truly make the album one of the best I’ve heard in the past couple of years.
If you’re willing to sit and digest Golden Hour, you’ll consistently be surprised and delighted by Golden Hour. To me, it’s the best album of Kacey Musgrave’s career to date.
(Matt Bjorke / Roughstock)

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Burn - 4:06
2. Lonely Weekend - 3:46
3. Butterflies - 3:39
4. Oh, What A World - 4:01
5. Mother - 1:18
6. Love Is A Wild Thing - 4:16
7. Space Cowboy - 3:36
8. Happy & Sad - 4:03
9. Velvet Elvis - 2:34
10. Wonder Woman - 4:00
11. High Horse - 3:33
12. Golden Hour - 3:18
13. Rainbow - 3:34

Art-Nr.: 9603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Pinnick Gales Pridgen - same [2013]
"This record is three guys, with music in us, who said, ‘Let’s go for it’. It was built upon raw energy", sagt Doug Pinnick geradezu bescheiden über das Debut von "PGP", doch dieses großartige Werk ist ein mächtiges "Schwergewicht" in jeder Hinsicht. Musikalisch, von der Power und von den beteiligten Künstlern. Pinnick Gales Pridgen ist eine neue Formation gestandener, begnadeter Individualisten, die sich zusammengefunden haben, um ihre musikalischen Roots zu bündeln und zu vereinen. Herausgekommen ist ein bärenstarkes, gemeinschftliches Band-Projekt, das einer "Soupergroup" mehr als würdig ist. Pinnick Gales Pridgen sind King’s X Bassist Doug Pinnick, der geniale Bluesrock Gitarrenhexer Eric Gales und ex-The Mars Volta Drummer Thomas Pridgen. Was die Burschen auf die Beine gestellt haben ist ein massiver, harter, brodelnder Bluesrock-Trip voller Hard Rock-, R & B-, Progressive-, und Psychedelic-Einflüsse, vollgepackt mit musikalischer Klasse und Virtuosität. Jeder bringt sich gleichermassen ein, jeder macht einen exzellenten Job. Und Eric Gales haut wieder einige Gitarrenritte raus, bei denen einem schier der Atem stockt. Alles kommt mit einer gewaltigen Power! Enthält eine furiose Coverversion von Cream's "Sunshine of your love". Ein über 72-minütiger, gnadenlos starker Höllenritt durch die Welt des "high octane cosmic Bluesrocks".

Hier noch ein U.S.-Review im Original:

With a familiar growl on the mic, this trio’s self-titled debut gives the Eric Gales sound a rejuvenated allure. With perhaps a darker perspective manifested in the album, Gales, along with Pinnick (King’s X) and Pridgen (Mars Volta) keep the blues alive and well. The finished product comes off heavier than Gales’ recent solo work, more grunge with, of course, some rhythm and blues in the mix. This could well be credited to his new band mates, bringing along shades of their previous projects. We all know the organized chaos that is The Mars Volta sound, and the high-octane rock King’s X put out.
The licks are hot from the get-go, starting off with “Collateral Damage,” a slow build up to a colossal solo by Gales. Pridgen’s fillers are spot on, adding a layer of structure intrinsic to every track. Pinnick’s bass shines on “Lascivious,” as do his accompanying vocals throughout the album. The trio does Cream proud, in a hard-nosed cover of “Sunshine of Your Love.” The "big hit" of the lot, “Hang On, Big Brother,” is reminiscent of Gales’ prior work, a soulful bluesy track with a meaningful message to boot.
The talent emanating from each member of the trio breeds life to the monster that is PGP. One might correlate it to that of a fire-breathing dragon set to, in the words of Jack Black, melt some faces with their rock. The album is a true testament to the unwavering passion each member brings to the table. A solid set just begging to be heard live.
(Don Tice / Blues Rock Review)

Das komplette Tracklisting:

1. Collateral Damage - 5:07
2. Angels and Aliens - 6:17
3. For Jasmine - 1:17
4. Hang On, Big Brother - 5:08
5. Wishing Well - 5:56
6. Hate Crime - 3:09
7. Lascivious - 5:17
8. Black Jeans - 6:46
9. Sunshine of Your Love - 6:53
10. Been So High (The Only Place To Go Is Down) - 10:23
11. Me and You - 4:45
12. The Greatest Love - 5:45
13. Frightening - 5:19

Art-Nr.: 8054
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Collateral damage
Angels and aliens
Wishing well
Lascivious
Been so high (The only place to go is down)
The greatest love
Frightening

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Thorogood, George & the Destroyers - the dirty dozen [2009]
Das dreckige Dutzend! Großartiger Albumtitel zum großartigen neuen Album von George Thorogood & the Destroyers! "The dirty dozen" ist mit je 6 Titeln in 2 Hälften aufgeteilt: Teil 1 besteht aus 6 im Jahre 2009 brandneu eingespielten Tracks in der aktuellen "Destroyers"-.Besetzung mit, neben George, Jeff Simon-Drums, Bill Blough-Bass, Buddy Leach-Sax und dem begnadeten Gitarristen Jim Suhler. Und die Truppe ist wieder in ihrem Element. Es gibt allerbesten, typischen Thorogood-Stoff, allerbesten "scorching American Bluesrock and Rhytm 'n Boogie Rock 'n Roll", wie ihn seine Fans lieben. Bärenstark beispielsweise seine Fassung von Willie Dixon's "Tail dragger" und Wendel Holmes' "Run myself out of town" - welch ein feiner Boogie.. Oh ja, Thorogood und seines Destroyers lassen den rockin' Blues-Boogie wahrlich wieder hoch leben. Teil 2 des Albums, und auch das ist eine wirklich klasse Sache, beinhaltet 6 ziemlich rare Fan-Favorites, die schon lange "out of print" sind (waren) und bis dato nicht (mehr) auf CD zu bekommen waren. Das Spektrum reicht von Aufnahmen aus dem Jahre 1982 ("Blue highway" - komponiert von Nick Gravenites und David Getz) bis ins Jahr 1993 (eine kochende Fassung von Willie Dixon's "Howlin' for my Baby"). "This album is a real rocker", sagt Thorogood über das neue Werk, und dieser Aussage schließen wir uns vorbehaltlos an. Dieses dreckige Dutzend hat's wirklich in sich!

Das komplette Tracklisting:

1 Tail Dragger - 3:41   
2 Drop Down Mama - 4:20   
3 Run Myself out of Town - 3:03   
4 Born Lover - 4:12   
5 Twenty Dollar Gig - 3:16   
6 Let Me Pass - 3:40   
7 Howlin' for My Baby - 5:13   
8 Highway 49 - 5:47   
9 Six Days on the Road - 4:23   
10 Treat Her Right [Single Version] - 2:59   
11 Hello Little Girl - 3:47   
12 Blue Highway - 4:43

Art-Nr.: 6492
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Too Slim and The Taildraggers - blood moon [2016]
Saitenhexer Tim "Too Slim" Langford und seinen Taildraggers sind in bestechender Form! "Blue moon" heisst das neue Werk - und es ist ein gnadenlos starkes, packendes, wieder einmal an allen Ecken und Enden brodelndes, von dreckigen, fetten, satten Gitarren bestimmtes, wunderbar "saftiges", druckvolles, voller Southern-Esprit steckendes Bluesrock-Meisterwerk. Es scheint so, als würden Langford und seine Freunde (Robert Kearns am Bass und Jeff "Shakey" Fowlkes an den Drums - die kongeniale Rhythmusfraktion des Saitenmagiers), obwohl schon so lange im Geschäft, immer besser. "Blood moon" besticht mit grandiosen Songstrukturen, die einfach klasse hängen bleiben. Die Band schafft einen mitreissenden Spagat uwischen genauso geradlinigen, schnörkellosen wie abwechslungsreichen Arrangements und einer herrlichen, jammigen Spielfreude mit ausgedehnten Instrumentalpassagen und Gitarrenausflügen, bei denen Langford seine herausragenden Künste an den 6 Saiten voller Inbrunst, Virtuosität, Inspiration und Seele in beeindruckendster Art und Weise unter Beweis stellt. Was ist dieser Kerl für ein bemerkenswerter Gitarrist. Seine wunderbaren Gitarrensoli sind voller Feuer, voller "Saft" und "Schmackes", voller Leidenschaft und intensiver Emotionalität. Sie sind dominant, aber, und das ist überaus angenehm, weit von allzu aufegestztem, überbordentem Hochgeschwindigkeits-Gefrickel entfernt. Dieser Mann braucht keine aufschneiderischen Selbstdarstellungs-Orgien. Nein, er weiß, was er kann, und das ist gewaltig. Das ist "pure soulful guitar playing at it's very best". Erinnert an Größen wie Billy Gibbons (ZZ Top), Warren Haynes (Gov't Mule), Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter, den legendären Duane Allman (The Allman Brothers Band).und auch vereinzelt an Leute wie Robin Trower. Auch gesanglich ist Mr. Langford in allerbester Verfassung. Alles wirkt so wunderbar rau, so zwanglos und unberschwert, und bleibt dennoch so hervorragend hängen. Den Anfang macht ein mächtig fetter, von einem dichten, krachenden Gitarrensound umgebener, wie "geölt" abgehender, voller Southern Rock-Power steckender Bluesrocker, der wie ein ordentlich Fahrt aufnehmender "Southern Train" durch die schwülen Landschaften des amerikanischen Südens "brettert", Das glühende, schön lange, unaufdringlich mit glühenden Wah-Wahs angereicherte Gitarrensolo des Meisters ist einfach nur "heiß". "Geiler" Auftakt! Das folgende Titelstück "Blood on the moon" bietet massiven, schwerblütigen, "fleischigen", gewaltig drückenden Blues mit mächtig fetten Gitarrenriffs und einem wuchtig stampfenden Groove. Auch hier ist das Southern Rock-Flair deutlich spürbar. Dieser über 7-minütige Hammer-Song ist durchzogen von einer klasse Melodie, aber auch von grandiosen, brennenden, erdigen Gitarrenausflügen, die den Zuhörer sofort in ihren Bann ziehen. Großartig, wie die Truppe Spielfreude, musikalische Freiheit und für den Zuhörer angenehm aufzunehmende Strukturen unter einen Hut bringt. Packend! Etwas lockerer und flockiger, ohne dabei jedoch an Kraft einzubüßen, wieder mit einer klase Melodie, kommt das feine "Get your goin' out on", während bei dem scharfen "Gypsy" der Druck wieder deutlich zunimmt. Die Gitarrensalven klingen, als seien hier zuweilen zwei oder drei "Gitarreros" am Werk. Langford spielt tierisch stark - und am Ende gar ein wenig psychedelisch. Etwas ruhiger und gediegener, ausgestattet mit traumhaften Gitarrenlinien und exzellenten Acoustic Guitar-Fills geht es bei der wunderbaren Ballade "My body" zu. "Good guys win" hingegen rockt wieder "volles Rohr" und mit jeder Menge "Southern-Dreck". Ein fulminanter Boogie! Wow, das staubt! Und Langfords "guitar is on fire". Too Slim und seine Taildraggers mit einem famosen Werk, das von vorn bis hinten keine Wünsche offen lässt. So muß Southern-fundamentierter Bluesrock klingen: Dreckig, rau, "powerful", spielfreudig, zündend, bestens hängen bleibend und umgeben von einem fetten, massiven, glühenden Gitarren-Feuerwerk. "One hell of an album"!

Das komplette Tracklisting:

1. Evil Mind - 4.03
2. Blood Moon - 7.17
3. Twisted Rails - 7.13
4. Get Your Goin' Out On - 4.45
5. Gypsy - 5.53
6. My Body - 5.22
7. Dream - 4.51
8. Letter - 3.14
9. Good Guys Win - 3.42
10. Twisted Rails (Slight Return) - 2.17

Art-Nr.: 9120
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Evil mind
Blood moon
Twisted rails
Get your goin' out on
Gypsy
My body
Good guys win

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