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Big Kenny - the quiet times of a rock and roll farm boy [2009]
Zweites, prächtig gelungenes Solo-Album von Big Kenny, der einen Hälfte des megaerfolgreichen Duos Big & Rich. Der Weg von William Kenneth Alphin, alias Big Kenny, geboren in Culpeper, Virginia zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten in Nashville's New Country-Szene war zunächst von einigen Tiefschlägen geprägt. Eine Firmenpleite in seinem bis dato bürgerlichen Leben (er hatte eine Konstruktionsfirma) ergab erst die Initialzündung für seine spätere Karriere. Alphin verließ fluchtartig seine Umgebung und zog nach Nashville, wo er kurze Zeit später einen Job bei einer Musikfirma ergatterte. 1999 schien er am Ziel seiner musikalischen Träume angelangt zu sein. Mittlerweile in Big Kenny "umgetauft", unterzeichnete er bei Hollywood Records einen Vertrag für sein erstes Album, das aber nach der Fertigstellung gecancelt wurde und für Jahre in den Archiven verschwand. Kenny gründete danach die Band "LuvjOi", die ihn mit dem ungemein talentierten Gitarrsisten Adam Schoenfeld zusammenbrachte, dem man aufgrund seiner glänzenden Saitenarbeit einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg von Big & Rich bescheinigen kann und der darüber hinaus mittlerweile zu den gefragtesten Studiogitarristen der nashville New Country-Szene zählt. LuvjOi kamen trotz zweier Alben und guten Liveauftritten aber nicht über den Status einer von Insidern geschätzten Band hinaus. Den entscheidenden Durchbruch erlangte Big Kenny erst durch die Bekanntschaft mit John Rich, dem damaligen Bassisten und Zweitsänger von Lonestar. Man tat sich zu dem großartigen. leicht "extravaganten Duo Big & Rich zusammen, deren Erfolgsgeschichte im Rahmen ihrer drei veröffentlichten Alben und einer Live-DVD hinlänglich bekannt ist. Nicht zu vergessen auch ihre kompositorischen Tätigkeit für andere Künstler wie Gretchen Wilson, Jason Aldean, Martina McBride oder Tim McGraw, sowie die Gründung der "MuzikMafia", einem Zusammenschluss diverser Country-Künstler wie u.a. Jon Nicholson, Gretchen Wilson, Cowboy Troy und James Otto. Im Fahrwasser des kommerziellen Big & Rich-Erfolges wurde dann auch Kenny’s Solo-Debüt 2005 nachveröffentlicht. Die scheinbar nicht versiegende Quelle an Ideen beider Protagonisten und die sie verbindende Harmonie gestattete ihnen genug Raum für weitere Solo-Ausflüge. Auch Rich legte im Mai dieses Jahres mit "Son Of A Preacher Man" ein baumstarkes Album hin. Big Kenny, der sich laut eigener Aussage schon wieder aus einem Fundus von über 50 Stücken bedienen konnte, zieht nun mit seinem neuen Werk "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" in ebenso starker Manier nach. Er, der schon immer den extrovertierteren Part des Duos Big & Rich abgab, liefert auch hier ein buntes, farbenfrohes, unglaublich viel positive Energie ausstrahlendes, kurzweiliges, sehr abwechslungsreiches New Country-Album ab, das trotz aller "Extravaganz" (im positiven Sinne), vor guten Songs, großartigen Arrangements und klasse Melodien nur so strotzt.. Schon die eingebundenen, echten indianischen Chorgesänge beim von Kenny mit Jon Nicholson und "3 Doors Down"-Bandmate Brad Arnold komponierten, dezent keltisch anmutenden Opener "Wake Up", bieten einen ersten, tollen Vorgeschmack auf den weiteren bunten Verlauf dieses Werkes. Das sehr melodische, von einer verspielten, wunderbaren E-Gitarre Schoenfeld's begleitete, dabei durchaus knackige "Long After I’m Gone" ist als erste Single ausgekoppelt und bewegt sich momentan in den oberen Dreissig der Billboard-Charts. Was folgt, ist das reinste musikalischeWechselbad, bei dem Alphin aber niemals den roten Faden verliert. Mit "Be Back Home" beispielsweise gibt es plötzlich grassigen "Rural"-Country (mit Banjo, Steel, Fiddle, humorvoller Text), gefolgt vom sich fast in U2-Sphären bewegenden, von Cello- und E-Gitarrenklängen dominierten, überaus atmosphärischen "Less Than Whole" (Kenny singt in großartiger Bono-Manier). Klasse! Zeit zum Durchatmen gewähren die balladeskeren "Go Your Own Way" (Pianotupfer, klassische Streicher, weibliche Harmony-Haucher) und das entspannte "To Find A Heart" (klasse Steelguitar-Solo), beide allerdings mit einem sich stets dynamisch steigernden Verlauf. Gute Laune pur ist Trumpf bei, wie der Titel es schon ausdrückt, "Happy People". Rhythmische Drums, Handclaps, Fiddle Banjo, eine integrierte Hip Hop-Passage knüpfen an die bewährte Big & Rich-Erfolgsrezeptur an. Grandios das anschließende "Drifter". Hier erzeugen Dobro, Banjo und Slidegitarren eine swampig-Delta-bluesige Stimmung, die am Ende in ein psychedelisches Finish der Marke Led Zeppelin (der klasse Gesang Kenny's in Kombination mit Schoenfelds E-Gitarre erinnert an die Art von von Page und Plant) mündet. Das retro-soulige "Free Like Me" und der flockige Countrypopsong "Share The Love" (in Anlehnung an eine von Kenny immer wieder kommunizierte Lebensphilosophie) liessen dann ein extrem abwechslungsreiches, aber trotzdem immer in sich stimmiges Werk ausklingen, käme da nicht wieder mal eine von Big Kenny’s verrückten Ideen zum Tragen. Unter dem Titel "The Whole Experience" folgt dann das komplette Album noch einmal als komplett durchgehender Track. Ein weiteres, lustiges Schmankerl sind die der CD in einer Papphülle beigelegten Blumensamen (mit integrierter Anleitung), nach dem Motto: "Let the music grow"! Abgefahren! So ist erhalt, dieser Big Kenny Alphin! Mit "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" jedenfalls ist dem stimmlich sehr variabel agierenden Burschen ein wunderbar frisches, farbenfrohes New Country-Album gelungen, das auf ganzer Linie überzeugt. Wesentlich mehr, als nur eine willkommene Überbrückung bis zum nächsten Big & Rich-Streich! Dieser "Rock And Roll Farm Boy" hat einfach Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Wake Up - 3:54   
2 Long After I'm Gone - 3:30   
3 Be Back Home - 3:16   
4 Less Than Whole - 4:22   
5 Go Your Own Way - 3:43   
6 To Find a Heart - 3:37   
7 Happy People - 3:41   
8 Drifter - 3:54   
9 Free Like Me - 4:45   
10 Share the Love - 2:54   
11 The Whole Experience - 39:24

Art-Nr.: 6682
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Lawrence, Tracy - good ole days [2017]
"Good ole days"! Ja, ja, die guten alten Zeiten. Genau die lässt "Altmeister" Tracy Lawrence mit seinem neuen Album wieder aufleben - und das gelingt ihm ausgezeichnet. Lawrence, durch und durch Country-Traditionalist, hat eine einige der größten Countrystars der Gegenwart eingeladen, mit ihm gemeinsam noch einmal seine größten Hits vergangener Tage neu einzuspielen. Herausgekommen ist ein Duett-Album feinster, traditioneller Countrymusic der Extraklasse, zeitlos schön und doch auf der Höhe der Zeit. Zusammen mit solchen Leuten wie zum Beispiel Tim McGraw ("Time marches on"), Jason Aldean ("Can't break it to my heart"), Chris Young ("If the good die young"), Luke Bryan ("Sticks and stones"), oder dem gerade außerordentlich erfolgreichen Luke Combs ("If the world had a front porch") erleben seine größten und erfolgreichen Songs noch einmal eine herrliche, richtig spannende Renaissance. Klasse Idee, super umgesetzt! Ein purer Country-Genuß!

Hier die Produktbeschreibung im Original-Wortlaut:

''Good Ole Days'' celebrates country legend Tracy Lawrence's indelible mark on country traditionalism with an album of 11 duets pairing a selection of his most iconic hits with some of country and rock's contemporary superstars and newcomers. ''There's such a hunger out there for the music from my era - I hear that from so many people, so I felt like this was a good time to kind of blend the old and the new,'' said Tracy. ''My first commitment was from my buddy Tim McGraw, who chose to sing 'Time Marches On,' on the new record.'' The collaborative collection also includes guest appearances by Jason Aldean, Big & Rich, Luke Bryan, Luke Combs, Easton Corbin, Dustin Lynch, Tim McGraw, Justin Moore, Kellie Pickler and Chris Young. 3 Doors Down leader Brad Arnold makes his Country music debut on the title track ''Good Ole Days,'' which is the second of the two original songs. Lawrence is humbled by the excitement that his peers brought to the studio with their eagerness to keep each track as pure as the day it was first recorded, with only minor exceptions and a few added new nuances. Tracy is excited to offer the first focus track ''Can't Break It to My Heart,'' the duet with country superstar Jason Aldean. Craig Morgan lends his vocals and heartfelt raw emotion on ''Finally Home,'' one of the two new tracks and an ode to U.S. military members celebrating their enduring service to our country. Tracy and Craig debuted the song together in a performance on the hallowed stage of The Grand Ole Opry® on August 15. A portion of the proceeds from ''Finally Home'' will be donated to Operation Finally Home, a national, non-profit organization providing mortgage-free, custom-built homes to wounded, ill and injured veterans or widows of the fallen, thanks to their unique network of experienced builders, suppliers, and supporters dedicated to honoring heroes with homes. Whether it is celebrating his iconic hits with fresh new tracks or writing material for his next studio record, Lawrence knows if he stopped today he'd already have cemented his place in the pantheon of country-music greats. ''To realize that I'm older now and being looked at by younger kids in the same light as I looked at guys like Strait and Haggard, it's very flattering,'' he notes. ''To know that I've made music that's had that kind of impact on people, well, it's pretty cool.''

Das komplette Tracklisting:

1. Time Marches On (with Tim McGraw) - 3:06
2. Sticks & Stones (with Luke Bryan) - 3:35
3. Alibis (with Justin Moore) - 3:02
4. Can't Break It to My Heart (with Jason Aldean) - 2:57
5. Good Ole Days (with Bard Arnold and Big & Rich) - 3:11
6. If the World Had a Front Porch (with Luke Combs) - 3:01
7. Texas Tornado (with Dustin Lynch) - 3:46
8. Stars over Texas (with Kellie Pickler) - 3:35
9. If the Good Die Young (with Chris Young) - 2:34
10. Paint Me a Birmingham (with Easton Corbin) - 3:37
11. Finally Home (with Craig Morgan) - 3:12

Art-Nr.: 9536
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Rascal Flatts - rewind [2014]
Rascal Flatts mit ihrem nächsten Nr.1-Album! Die komplette Erfolgsgeschichte des beliebten Trios, bestehend aus Gary LeVox, Jay DeMarcus und Joe Don Rooney, aufzuzählen, würde hier absolut den Rahmen sprengen. Erwähnenswert ist aber sicherlich, dass der neue Longplayer "Rewind" der seit 2000 exsistierenden Band nun mehr zum 8. Mal bei insgesamt 9 Werken die Spitzenpostion der Billboard Country-Charts erklommen hat. Lediglich das Debüt belegte "nur" Platz 3. Konstanz ist wohl unbestritten eines der Rezepte ihrer Erfolgsgeschichte. So spricht zum einen das unveränderte Line-up seit der Gründung für sich, aber auch ihre typische Musik, die sich meist nur in Nuancen, dem Verlauf und Anforderungen der Zeit angepasst hat. Rascal Flatts stehen für poppigen melodieträchtigen New Country-Stoff, der fast immer in von Vokalharmonien begleiteten Powerrefrains (so auch hier fast ausnahmslos) mündet. Vielfach von anderen Interpreten kopiert, mit Rascal Flatts bekommt man das Original. Da wird sich wohl auch in den nächsten zwanzig Jahren nichts dran ändern. Und das ist auch gut so. Für "Rewind" hat das Trio wieder ein paar kleinere Überraschungen parat, die allerdings auch wieder nur marginale Auswirkungen mit sich bringen. Zum einen wurde, was die Produzententätigkeit angeht, die fruchtbare Zusammenarbeit der letzten Jahre mit Dann Huff auf ein Minimum reduziert (der saß nur noch beim schönen "Life’s A Song" am Pult). Neu dabei ist dafür der eher im Rockmusikbusiness bekannte Howard Benson (u.a. 3 Doors Down, Motörhead), der sich für 5 der insgesamt 13 Tracks verantwortlich zeichnete. Seine Handschrift trägt vor allem der Opener "Payback", der Rascal Flatts ungewohnt rockig loslegen lässt. Klasse hier die quietschende Fiddle und das recht harte E-Gitarren-Solo. Ansonsten überrascht er eigentlich durch eher ruhigeren Stoff wie das tolle Piano-getränkte "I Have Never Been To Memphis" (auch ein wenig in der Tradition des Superhits "Walkin in Memphis" von Marc Cohn gehalten) und der mit weinender Steel und dezenten Streichern begleiteten Ballade "Aftermath". Für den Rest der Lieder hat diesmal Jay DeMarcus die Regie übernommen und der macht seinen Job genau so gut wie seine beiden prominenten Mitstreiter. Das cabriotaugliche, hitverdächtige "DJ Tonight" (mit schöner, flockiger Mandolinenführung), das seinem Titel alle Ehre machende "Powerful Stuff" (flotter, kräftiger Rhythmus), der southern-rockige Swamper "Honeysuckle Lazy" (herrliches Genre-typisches E-Gitarren-Solo, grandiose Backs von Kim Keyes) und die melancholische Abschlussballade "The Mechanic" (tolle Vokalleistung von Gary LeVox) zählen zu seinen Hohjlights. Nicht zu vergessen natürlich auch der Titelsong "Rewind", mit seinem eigenwillig klingenden, markantem Slideriff und dem allseits bekannten, hitträchitgen Rascal Flatts-Wechsel zwischen ruhiger Strophe und sattem Powerrefrain. Der Song hat dementsprechend bereits ordentlich die Charts durcheinanderwirbelt. Ein echter Ohrwurm. Weiterhin interessant ist, dass neben arrivierten Schreibern wie Jeffrey Steele, Chris De Stefano, Ashley Gorley, Brett James, Ben Hayslip, etc. auch einge auf der Nashville-Songwriter-Agenda eher seltener zu findene Leute wie Aaron Eshuis, Neil Mason, Ryan Hurd, Eric und Ian Holljes, Marcus Hummon, Gregg Wattenberg, Megan Trainor oder Jesse Frasure u. a. involviert wurden, die dann doch für etwas mehr Variation in der Trackliste sorgen. Nichtdestotrotz bleiben Rascal Flatts mit "Rewind" insgesamt ihrer Linie treu und der sich schon abzeichnende Erfolg gibt ihnen wieder einmal recht. Insgesamt ihr bisher stärkstes Album, seit ihrem Wechsel zu Big Machine Records. Texte, Bilder der Protagonisten, Infos über alle beteiligte Musiker (natürlich viele bekannte Nashville-Studio-Größen), Songwriter und weitere involvierte Personen findet man im beigefügten Booklet, bzw. Inlay. Es gilt auch für "Rewind": Wo Rascal Flatts drauf steht, ist auch Rascal Flatts drin. Top stuff! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Payback
2. Rewind
3. I Have Never Been To Memphis
4. DJ Tonight
5. Powerful Stuff
6. Riot
7. Night Of Our Lives
8. I Like The Sound Of That
9. Aftermath
10. I m On Fire
11. Life s A Song
12. Honeysuckle Lazy
13. The Mechanic

Art-Nr.: 8566
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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