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Hogjaw - devil in the details [2008]
Allright, ihr Skynyrd und Hatchet-Jünger, ihr Liebhaber kompromisslosen Gitarren-Southern Rock'n Rolls, "that's for you": Hier haben wir wieder eine dieser neuen, nachrückenden Southern Rock-Bands, die diese Musik genauso zeitlos, wie "powerful", hart und klassisch zelebrieren, das einem um die Zukunft des Genres nun wirklich nicht Bange sein muß! Arizona's Hogjaw "ballern" sich mit ihrem fulminanten Debutalbum "Devil in the details" direkt in die Eliteliga gestandener Southern Rock-Veteranen! "Like a freight-train of massive sound Jonboat Jones (vocals, guitar), Craig Self (lead guitar), Elvis D. (bass) and J. "killer" Kowalski (drums) deliver a full dose of genuine southern-rocking goodness"! Allesamt großartige und gestandene Musiker (von der ersten Minute an spürt man, das hier alles andere als "Greenhorns" am Werke sind) präsentiert das Quintett aus der Wüste des amerikanischen Südwestens eine krachende und kochende "dual guitar-attack", die es in sich hat. Hart, straight und ohne Schnörkel feuern sie uns immer wieder mächtige, massive, "schwergewichtige" Riffs und prächtige, dreckige, herrlich fette, ein gewaltiges Feuer entfachende Gitarrenattacken und -schlachten voller Leidenschaft um die Ohren. Da kommt richtig Freude auf! Gitarrero Craig Self spielt zuweilen wie entfesselt auf. Hogjaw beackern in etwa das Terrain (allerdings deutlich härterer) Lynyrd Skynyrd und vor allem Molly Hatchets, verarbeiten dabei aber zumeist (nehmen wir mal die von mitreißendem Lead Gitarrenspiel der Marke The Outlaws geprägte, großartige und spritzige, country-rockige Coverversion des Jerry Reed-Klassikers "East bound and down" heraus) noch ein paar zusätzliche Anleihen des klassischen Hard- und/oder Stoner-Rocks! Doch der Fokus liegt klar auf lupenreinem Southern-Rock! Von neueren Kollegen kommen einem vergleichsweise manchmal auch Rebel Pride in den Sinn. Was strahlt diese Truppe für eine massive Kraft und Power aus! Das Songmaterial ist große Klasse. Ob abgehende Volldampf-Rocker oder Balladen, die Band hat es einfach drauf! Gleich die ersten drei Nummern "krachen" voller Wucht aus den Boxen: Zunächst der gewaltige, geradlinige, deutlich an Lynyrd Skynyrd erinnernde, bollernde "down and dirty" Southern Rocker "4 lo" mit seinem klasse Gesang und dem fetten, wirbelnden Gitarrensolo im Break (Self's Stil ist gar nicht so weit von dem eines Gary Rossington entfernt), gefolgt von dem fetzigen, prägnanten "El Camino" (wieder Parallelen zu Skynyrd, mit den typischen Riffs und dem typischen Groove, höllisches Gitarrensolo) und dem stahlharten Southern Uptempo-"Killer" "Before Monday come", bei dem sie das Gaspedal durchdrücken, als sei der Leibhaftige persönlich hinter ihnen her. So etwas haben Molly Hatchet schon lange nicht mehr hinbekommen! Bärenstark! Nach diesem fulminanten Auftakt, demonstrieren Hogjaw eindrucksvoll, dass sie es auch ein wenig gemäßigter angehen können, ohne dabei wirklich an Kraft und Substanz zu verlieren. Die erste von 3 großartigen Balladen steht auf dem Programm, jede davon über 6 Minuten lang, eine sogar über 7 Minuten. "The fog" heißt sie, bewegt sich an der Schnittstelle zwischen Skynyrd und Hatchet (deren "Fall of the peacemakers" fällt einem dazu ein), verfügt dazu über ein dezentes Hardrock-Appeal und eine klasse Melodie. Die Gitarrenläufe sind wunderbar! Fett und voller Power werden die 6 Saiten traktiert, um zwischendrin auch immer wieder schöne, lockere "Harmonie-Licks" einzustreuen. Großartig auch das etwas düstere "Swamp" und das exzellente "This whiskey" mit seinem schönen Tempowechsel im Break und den leicht country-infizierten Rhythmen. Und dann heißt es wieder "volle Pulle" voraus: "Gitsum" beispielsweise kommt roh und laut, der abgehende Boogie "Junga" geht ebenfalls keine Kompromisse ein! "Devil in the details" ist im wahrsten Sinne des Wortes ein "Hammer"-Album! Hogjaw donnern einem ihren Southern Rock mit einer Wucht um die Ohren, dass einem, im positivsten Sinne, "Hören und Sehen" vergeht. Verdammt starke Leistung, meine Herren! Die Wüste Arizona's bebt, der Southern Rock lebt! Ein simpler, vielleicht etwas clichéhaft wirkender Zweizeiler, doch er trifft es auf den Punkt!

Art-Nr.: 5781
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
4 lo
El Camino
Before Monday come
The fog
Gitsum
This whiskey

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Howlin Rain - the russian wilds [2012]
Exzellentes Quintett aus San Francisco, das einen tierisch starken, ungemein vielseitigen, im Seventies Blues-/Psychedelic-/Classic Rock fundamentierten, voller Power steckenden Jamrock spielt. Vor einer sehr langen Zeit dominierte einmal der klassische Rock die Musikwelt. Sogar im Radio war der sogenannte Album-Rock etabliert - das waren Stücke mit einer Spieldauer von 5 - 10 Minuten und länger. Großartige Songs, die schon auf den Longplayern der damaligen Bands eine gepflegte Länge aufwiesen, die auf der Bühne aber, gespickt mit von unbändiger Spielfreude und Leidenschaft geprägten Jammings, erst richtig ausgelebt wurden. Genau an diese Zeit docken Howlin Rain an und liefern mit ihrem neuen Werk "The Russian Wilds" einen kleinen Geniestreich dieser Art von Musik ab. Die Seventies leben - auch im 21. Jahrhundert! Wunderbar! Kraftvoll, rau, herrlich dreckig, überaus inspiriert und ambitioniert, dennoch sehr zwanglos, ausgestattet mit höchstem handwerklichen Potential und vorzüglicher Musikalität geht das Quintett um den charismatischen Frontmann Ethan Miller (Lead vocals, guitars, songwriter) unbeirrt seinen Weg durch die vielseitigen Gefilde der von Blues-, Roots,- und Psychedelic-Einflüssen berührten Late Sixties-/Early Sventies Rock-Kultur! Die Einflüsse reichen von Blue Cheer über Led Zeppelin bis hin zu Grateful Dead, The Allman Brothers Band und vor allem Humble Pie. Gerade auch Miller's intensiver Gesang erinnert nicht selten an einen gewissen Steve Marriott. Um ihn herum baut die Band grandiose, ungemein vielseitige Arrangements mit tollen, ausgedehnten Instrumentalpassagen aus rauen Gitarren (super hier auch der zweite Gitarrist Isaiah Mitchell mit fulminanten Soli) und klug integriertem Orgel- und Piano-Spiel. Alles vor dem Hintergrund einer baumstarken Rhythmusfraktion. Beim 8-minütigen Opener "Self made man" beispielsweise hat man das Gefühl, The Allman Brothers Band träfen auf Humble Pie. Satte, krachende Riffs, ausgiebige, schön Southern-getränkte Gitarrenausflüge (teils mit klasse Twin Leads-Momenten), ein alles in die Waagschale werfender Sänger, tolle Rock-Grooves, ein gewisses Hippie-Flair - das sind die Charakteristika dieses packenden Epos' zum Auftakt. Und psychedelische Tupfer hat die Nummer auch noch. Überhaupt gibt es während der Songs zuweilen überaus abwechslungsreiche Wandlungen, ohne das die Band jedoch je den roten Faden verliert. Im Gegenteil! So wird aus dem rockigen, melodischen, genauso bluesig wie psychedelisch angehauchten "Phantom in the valley" (tolle Gitarren- und Orgel-Arbeit) plötzlich ein aufregender, von einem ordentlich Fahrt aufnehmenden Rhythmus angetriebener, Santana-mässiger Latino-Rocker mit einem fetten Finale, das durch den glorreichen Einsatz von Bläsern zusätzlich aufgeheizt wird. Irre stark! Eine ähnlich markante Wandlung gibt's bei "Strange thunder": Beginnt recht balladesk, wie eine von Pink Floyd begleitete Reise durch die "misty mountains" Led Zeppelin's, wechselt nach 5 Minuten aber in einen von tierischem Bass und Drums nach vorn gepeitschten Uptempo Classic-Rocker in bester Thin Lizzy-Manier. Hat dazu noch etwas Soul und Southern-Esprit. Bärenstark auch der zunächst zwischen leisen Tönen und knallharten, wuchtigen Riffs hin und her schwankende Seventies-Bluesrocker "Don't satisfy me now", der zum Ende hin stetig an Intensität gewinnt. Ethan Miller kreischt aus sich heraus, was er zu bieten hat und die sehr southernrockig agierende Gitarrenfraktion feuert aus allen Rohren. Humble Pie treffen auf harte, ungehobelte The Black Crowes und Gov't Mule. Durch das rootsige "Cherokee werewold" schließlich weht gar ein Hauch von indianischer Mystik (tolles Gitarrenspiel) und bei der fantastischen, semi-akutischen Ballade "Collage" erinnern Howlin Rain mit ihrem großartigen, mehrstimmigen Gesang etwas an jammige Crosby, Stills, Nash & Young. Was die Jungs auch anpacken, es gelingt ihnen vorzüglich. Retro durch und durch, und doch auf der Höhe der Zeit! Ein amerikanischer Kritiker fasste seine Rezension am Ende so zusammen: "If anyone wanted a crash course in 70′s album-oriented rock, 'The Russian Wilds' is it". Das unterschreiben wir ohne Vorbehalte! Gratulation an diese saustarke Truppe zu einem fulminanten Album! "Rock isn't dead"! Kein Zweifel!

Hier noch alternativ eine Original U.S.-Rezension:
Howlin Rain frontman/guitarist and songwriter Ethan Miller emerges four years after 2008's Magnificent Fiend with a slew of new bandmates -- keyboardist Joel Robinow is the only holdover -- and working with Rick Rubin as executive producer. Howlin Rain are indeed a different animal than in their previous incarnation. The influences from the '60s and '70s remain even more abundantly there, but are spread out in intricately woven and meticulously constructed songs -- even if they don't sound like it initially. With Earthless guitarist Isaiah Mitchell, drummer Raj Ojha, and bassist Cyrus Comiskey in the fold, the creative leap Howlin Rain have made is surprising. Miller is more disciplined as a writer, arranger, and vocalist. His voice, no longer an instrument that scorches the ears (though it can), borrows from Steve Marriott, Uriah Heep's David Byron, and Deep Purple's Ian Gillan. With Robinow and Mitchell on backing vocals and two female guests (Susan Appe and Mandy Green), the harmonies on these rough-and-rowdy tracks carry their melodies more easily and allow Miller to be more expressive rather than just ragged. The album, selected from more than three hours' worth of material, fits together seamlessly. Heavy guitars and drums, fuzz, effects, organs, Mellotrons, numerous textural elements, and wide-ranging dynamics suggest everything from psych, hard '60s and '70s rock, blues, and even R&B. While opener "Self Made Man" is a straight blues-rocker -- with Miller and Mitchell matching as fine foils on guitar -- "Phantom in the Valley" evokes Quicksilver Messenger Service's acid-drenched narratives that evolve until they transform into early Santana's Latin rock by the last section, complete with a horn section and hand drums. "Cherokee Werewolf," with its funky Rhodes piano and call-and-response female chorus, suggests not only the Humble Pie of Smokin' and Big Brother & the Holding Company, but Little Feat's 1969 debut album with dreamier guitars. "Dark Side" is pure rockist strut circa 1972, while "Beneath Wild Wings" is an intricately constructed nod toward the kind of rock & roll-R&B fusion that was typical in Great Britain in the early '70s. "Walking Through Stone" is overblown, bluesy riff rock with Mitchell pushing his guitar into the red. All of of this is strange and extremely attractive, especially since it shouldn't add up. When the most contemporary tune here is a gorgeous cover of the James Gang's spacy, lilting "Collage," you know you're time-traveling. For all of his obsession with classic rock, Miller is a hell of a songwriter. He combines elements that normally sprawl in tight constructions that sound loose and relaxed. In his new work, passion and feel meet dynamic and melody in equal balance (this is in no small part due to Tim Green's fabulous production). The Russian Wilds is Howlin Rain's most accessible recording, but enormous ambition and musical mastery of rock & roll's mighty past make it an essential one, too. ~ Thom Jurek, Rovi

Das komplette Tracklisting:

1. Self Made Man - 8:00
2. Phantom in the Valley - 7:16
3. Can't Satisfy Me Now - 6:19
4. Cherokee Werewolf - 5:26
5. Strange Thunder - 8:53
6. Plex Reception - :37
7. Dark Side - 5:18
8. Beneath Wild Wings - 4:16
9. Collage - 5:01
10. Walking Through Stone - 6:53
11. ...Still Walking, Still Stone - 3:09

Art-Nr.: 7692
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Self made man
Can't satisfy me now
Cherokee werewolf
Strange thunder
Collage
Walking through stone

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Jason & the Scorchers - wildfires + misfires ~ two decades of outtakes and rarities [2002]
Absolute Festtagsstimmung bei allen Jason & the Scorchers Fans. Zu recht werden sie dieser CD entgegenfiebern, denn hier gibt es über satte 72 Minuten lang eine großartige Ansammlung von Raritäten, Outtakes und seltenen Livetracks aus zwei Jahrzehnten dieser knalligen "Cowpunk"- Band, die aber tatsächlich nichts anderes spielten, als rohen, lauten und derben Gitarren-Rootsrock/Alternate Country-Rock, bevor es diesen Begriff überhaupt gab. Sie waren, wie kaum eine andere Band, schon in den frühen 80iger Jahren in der Lage Country-Elemente mit wildem gitarrenorientiertem Rock, satten, rohen Riffs und starken Melodien zu paaren. Diese Mixtur begeisterte und begeistert noch heute die Fans des energiegeladenen Rootsrocks, des harten Riffrocks und sogar des Southernrocks gleichermaßen. Die 19 Songs umfassende Auswahl geht von alternativen Demoaufnahmen solcher Bandklassiker wie Bob Dylan's "Absolutely sweet Marie" in seiner allerersten Version oder "Shop it around", bis zu interssanten Frühaufnahmen von Songs wie "When it all comes crashing down", was damals noch "Comin' around" betitelt war, über berühmte Covers von "Long black veil", "Lost highway" und einer klasse Liveaufnahme des oft gebootlegten "Polk salad Annie". Ein weiteres Highlight ist eine unplugged Version von Jimmie Rodgers "Last blue yodel". Dazu gibt es natürlich auch eine Menge bislang gar nicht veröffentlichter Tracks, wie das krachende "Break open the sky" und das ganz großartige, voller herrlich satter Riffs bestückte, aber dennoch melodiöse "Window town", beides Outtakes von den "Thunder and fire"-Sessions. Ebenfalls gibt es die sehr raren, bislang nur in Großbritannien auf einer EP erschienenen "Buried me like a bone", ein dampfender Track in bester Georgia Satellites-Manier und eine abgefahrene, sehr rockige Coverversion des alten Kenny Rogers-Hits "Ruby, don't take your love to town" mit feurigen Gitarren. Jason Ringenberg; Gitarrero Warner Hodges und Co. lassen nichts anbrennen. "Wildfires + misfires" ist noch einmal eine fette Portion hochinteressanter bester Jason-Mucke, die die Herzen der Fans höher schlagen läßt.

Art-Nr.: 1199
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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JB and the Moonshine Band - beer for breakfast [2012]
"They come from the piny woods of East Texas" und mischen gerade die Red Dirt-Szene, und nicht nur die, richtig auf. Zu recht! JB Patterson und seine exzellente Moonshine Band spielen einen beeindruckenden, wundervollen, kraftvollen, Gitarren-betonten Southern-rocking Red Dirt Country, bzw. Country-fried Southern Rock, dessen ausgeprägter, einfach nur schöner Melodik man sich nur schwer entziehen kann. Das hat richtig Substanz, das hat richtig Klasse! Gegründet von dem großartigen Songwriter, Gitarristen und fantastischen Lead Sänger JB Patterson ("Double wide dream", das Titelstück des aktuellen Albums der Casey Donahew Band ist beispielsweise Co-Komposition von Patterson), der seine Mitstreiter aus eigens inszenierten Rehearsals und Castings zusammenstellte, ging das Quartett, neben Patterson sind das Hayden McMullen (lead guitar), Chris Flores (bass) und Gabe Guevara (drums), mit einem alten, klapprigen Van und eigener P.A. auf Tour, um jede sich bietende Auftrittsmöglichkeit in den texanischen Bars und "beer joints" landauf landab zu nutzen. Man war überzeugt von seinen Fähigkeiten und wollte mit seinen Live-Auftritten unbedingt auf sich aufmerksam machen. Irgendwann werden uns schon die richtigen Leute sehen, dachte sich die Band, und genau das geschah auch. Im März 2010 sah der New Country-Rapper Colt Ford die Truppe und war, obwohl die Musik von JB and the Moonshine Band überhaupt keine Parallelen zu der von Ford aufweist, spontan begeistert von deren fettem Countrysound und Outlaw-Attitüde. Ein paar Monate später hatte die Band auf dem gleichen Label wie Ford ihren "Record Deal" und nun liegt mit dem prächtigen "Beer for brekfast" schon ihr zweites Album vor. Es ist eine jener großartigen Scheiben, die mit ihrer Energie, Dynamik und Songstärke sowohl die Liebhaber der texanischen Red Dirt-Bewegung, als auch die des rockigen Nashville-kompatiblen New Country und des countryorientierten Southern Rocks unter einen Hut bringen. Aufgenommen in Nashville und Texas, besticht das Album von vorn bis hinten mit erstklassigen Songs ohne jeden Ausfall. Es gibt flotten, rockigen Outlaw Country, eine Menge wunderschöner Balladen, die allesamt sehr kraftvoll und mit herrlichen Melodien in Szene gesetzt werden, und ein paar astreine, herzhafte Southern Rock-Nummern. Man kann Spuren von Leuten wie Waylon Jennings und Hank Williams Jr. ausmachen, genauso wie von Montgomery Gentry, der Eli Young Band, der Brandon Clark Band, von Flynnville Train oder Blackberry Smoke. All das vermischen Patterson und seine Freunde zu ihrer eigenen, großartigen Musik. Diese ist überaus Gitarren-orientiert, mit E-Gitarren voller Saft und Kraft überall. Unterstützt wird die Band bei einigen Tracks von dem bekannten Nashville-Fiddler Rob Hajacos und der Steelguitar-Ikone Mike Johnson. Alles bündelt sich in einem wunderbar vollen Sound. Ein weiteres Markenzeichen, das wir vereinzelt schon erwähnt haben, ist von besonderer Bedeutung: Trotz der nie fehlenden Würze in den Songs und der erdigen Outlaw-/Southern Rock-Mentalität werden die Songs von hinreissenden Melodien bestimmt, die nicht selten an die schon genannte Eli Young Band erinnern. Los geht's mit dem bärenstarken "Beer for breakfast", einem von stampfenden und gut Gas gebenden Drums nach vorn gepeitschten, erfrischend fröhlichen Fiddle- und Guitar-driven Roadhouse-/Outlaw Country-Feger, der einen sofort mitreißt. Hat einen tollen Drive und läßt die Stimmung bei den Live-Shows der Truppe in den texanischen Honky Tonks sicher überschwappen. "Geil"! "Edge of the road" hingegen ist eine dieser traumhaft melodischen Balladen. Vergleiche zur Eli Young Band, vor allen Dingen vor deren Nashville-Deal, sind unausweichlich. Der Sound ist kraftvoll und saftig, das Arrangement eine perfekte Verschmelzung texanischer Red Dirt-Anlagen und Nashville-tauglicher New Country-Charakteristika. Hat das Zeug zu einem Monster Radio-Hit, sowohl in Texas, als auch in den Nashville-Charts - und das meinen wir ausschließlich positiv. Ähnlich gelagert ist das ebenso schöne "Kiss me that way" und das hinreissende "Smith County Line", das gar ein wenig an Sister Hazel erinnert. Dann die Southern Rock-Seite der Band: "Hell to pay" wird von rauen Southern Riffs bestimmt, genauso wie von einem urigen Outlaw-Flair. Die Nummer lebt von spannenden Wechsel zwischen kochenden, Skynyrd-mässigen Riffs, die auch solchen jungen Southern Rock Bands wie Hogjaw und SwampDaWamp prächtig zu Gesicht stünden, und einem flotten, dynamischen Roadhouse-Drive. Kommt auf der Schiene der Großtaten solcher Kollegen wie Flynnville Train und Blackberry Smoke. In eine ähnliche Kerbe schlägt auch das fulminante "Yes". Das ist von fetten, satten Gitarren bstimmter Hard Rock-Country/ Southern Rock-Country vom Feinsten. Hat ordentlich Power! Hier spürt man die nach eigenen Angaben vorhandenen Einflüsse von Metallica genauso wie die von Lynyrd Skynyrd und großer Country-Helden ala Waylon Jennings, Johnny Cash, Billy Joe Shaver & Co.. Eine Hammer-Nummer! Balladesk ist's dann wieder bei dem wundervoll melodischen " I don't care", das aber ebenso ein feines Southern-Feeling zu bieten hat, wie der lockere, von schönen Lynyrd Skynyrd- und The Marshall Tucker Band-mässigen Hooklines durchzogene Red Dirt-Countryrocker "Ride" mit seinen starken Gitarren (inkl. zündendem Solo) und seiner tollen Melodie. "Catchy melodies and rugged appeal" sind das Markenzeichen dieser hervorragenden Truppe. Und JB Patterson sagt: "We love what we do and we play by our own rules. We’re real, we’re raw, and we don’t feel there’s a need to apologize for it." Das kommt eindrucksvoll rüber! Ehrlichkeit und Leidenschaft, gepaart mit exzellenter Songqualität - JB and the Moonshine Band werden nicht nur Texas rocken...

Das komplette Tracklisting:

1. Beer For Breakfast - 2:16
2. Kiss Me That Way - 3:55
3. No Better Than This - 2:57
4. Edge of the Road - 3:09
5. More Like My Dog - 3:53
6. Hell To Pay - 3:36
7. Smith County Line - 4:20
8. Ride - 3:37
9. The Only Drug - 3:16
10. Black and White - 3:57
11. I Don't Care - 4:48
12. Yes - 3:44
13. I'm Down [LEX Mix] - 3:09
14. Perfect Girl [Moonshine Mix] - 3:18

Art-Nr.: 7708
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Beer for nreakfast
Edge of the road
Hell to pay
Smith County Line
Ride
I don't care
Yes

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Refugees, The - three [2012]
Westcoast-Ikone Wendy Waldman (vocals, guitars, dobro), die großartige Cindy Bullans (vocals, guitars, mandolin, harmonica) und die ebenso starke Deborah Holland (vocals, bass, accordion, piano), die seit einigen Jahren gemeinsam als "The Refugees" Musik machen, legen nach ihrem 2009er Debut nun ihr zweites Album mit dem Titel "Three" vor. Wie auch beim ersten Album, liefern die Damen erneut eine meisterhafte Vorstellung ab. Herrlicher, von traumhaften Harmonien begleiteter, Acoustic--based Westcoast-Rootsrock/-Americana, hin und wieder mit einem Hauch von Folk und Country. Fantastisches Songwriting, exzellente Musikalität, die wunderbaren Harmonies in Kombination mit diesem einzigartigen L.A.-/Westcoast-Feeling - es kommt einem vor als seien die Songs aus einer gemeinsamen Session von einer weiblichen Ausgabe der legendären Crosby Stills Nash & Young und Wendy Waldman's einstiger Band Bryndle hervor gegangen. Unwiderstehlich! Begleitet werden die Drei im übrigen noch von dem Schlagzeuger Scott Babcock und Sam Bush an der Fiddle (3 Songs)! "The Refugees are proud to present their 2nd CD THREE. They continue their trademark sound of ''chill-inducing'' three-part harmony, stellar songwriting and musicianship - creating a unique blend of country, rock, folk, blues, and Americana", so ein Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung zu dem Album. Dem ist nichts hinzuzufügen, nur noch ein schwärmerisches "Fanastisch" als abschliessendes Fazit.

Die komplette Tracklist:

1. Catch Me If You Can - 4:23
2. Can't Stop Now - 3:29
3. Chain Stores, Malls and Restaurants - 3:19
4. I Don't Care At All - 3:31
5. 5th of July - 4:15
6. 7 Days - 2:50
7. My Favorite Joe - 3:43
8. Rosalinda - 4:01
9. January Sky - 4:01
10. Green Rocky Road - 3:49
11. Every Body and Soul - 4:51

Art-Nr.: 7683
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Catch me if you can
Chain stores, malls and restaurants
5th of July
7 days
Rosalinda
January sky
Green rocky road

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Ringenberg, Jason - all over creation [2002]
Starkes neues Album von Jason Ringenberg, dem ex-Frontmann und Kopf der legendären Jasen & the Scorchers, DER "Cowpunk"-Institution schlechthin. Ringenberg war schon immer ein Country-Verrückter, aber auch ein Rocker. Laut und wild war er, aber auch ruhig und bedächtig. So ist sein neues Album erneut ein sehr gelungener Streifzug durch alle Richtungen des Countryrock-Genres. Er ist älter und reifer geworden. So sind die punkigen Elemente nur noch dezent spürbar, doch "All over creation" hat durchaus seine lauten Tracks und seine rohen Rocker, die auch zuweilen stark an die Scorchers-Zeiten erinnern, aber auch jede Menge ruhige akustische und halbakustische Nummern. Man könnte den Eindruck gewinnen, daß die starken Unterschiede zwischen Rockern und akustischen Nummern eine klare Richtung vermissen lassen, doch weit gefehlt. Die Mischung stimmt, das Album ist ein wunderbares Ganzes, alles paßt bestens zusammen. Ringenberg, schon immer etwas abgefahren und für den ein oder anderen Scherz zu haben, überträgt seinen musikalischen Frohsinn erneut bestens in die 12 neuen Tracks und liefert eine klasse Scheibe ab, die sowohl Scorchers-Freunde, die der Countrymusik nicht abgeneigt sind, als auch Freunde des Alternate Country, die sowohl bluegrass-angehauchte Tracks, als auch mal einen kräftigen Rootsrocker abhaben können, begeistern dürfte. Alle Tracks sind mit interessanten Gästen aufgenommen, Jason selbst bezeichnet das Werrk als "Duets/Collaboration-CD". Wie das bei Jason üblich ist, haben alle Songs, ob dynamisch rockig, oder ob richtig Country, wunderbare Melodien. Sein typischer Gesang besorgt den Rest. So geht es mit "Honky Tonk maniac from Mars", einem Opener gebührend, auch gleich richtig zur Sache. Ein klasse, fetter, knackiger Countryrocker mit viel Drive und jeder Menge NRBQ-, Scorchers- und Rockabilly-Bezügen. Danach wird es gleich ruhiger. "I dreamed my Baby come home" ist die traumhaft schöne Version eines George Jones-Stückes in einem herrlich bluegrassigen Gewand mit schönen Akustik-Gitarren, Banjo und Fiddle, aber auch mit Drums. Was für eine Melodie. Sehr schönes Duett mit Kristi Rose. Auf ähnlicher Wellenlänge geht es mit Gast Steve Earle auf "Bibler and a gun 1863" weiter, ehe mit "Too high to see" (Gast ist Tommy Womack) ein lauter, staubtrockener Rootsrocker mit satten E-Gitarren folgt. Locker, flockig, in herrlich lustigem Arrangement kommt der großartige, sehr viel Spaß verbreitende rootsige Pop-Rocker "James Deans' car" daher. Dieses Duett mit Todd Snider geht runter wie Öl. So geht abwechlungsreich mit Rockern und Akustik-Tracks voller Countrytouch (toll auch der Loretta Lynn-Klassiker "Don't come home a drinkin'") bis zum Ende höchst zufriedenstallend weiter. Ein klasse Album, das richtig Spaß macht!

Art-Nr.: 1310
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,78

In folgende Titel können Sie reinhören:
Honky Tonk maniac from Mars
Don't come home a drinkin'

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Sons Of Bill - sirens [2012]
Bill Wilson's Söhne, James (vocals guitar), Sam (lead guitar, vocals) und Abe Wilson (keyboards, vocals), sowie ihre beiden Mitstreiter Seth Green am Bass und Original-Drummer Todd Wellons kommen knapp 3 Jahre nach dem famosen "One town away" nun mit dem von den Fans schon heiss herbeigesehnten Nachfolger - und sie setzen glatt nochmal einen drauf. Die Sons Of Bill aus Charlottesville/Virginia mit einem Meisterwerk zeitgemässer Americana Rock-Kultur. 11 hinreissende, großartig strukturierte Songperlen ohne jeden Ausfall, bestimmt von ausgeprägter Musikalität, Leidenschaft, Spielfreude und sich unwiderstehlich in den Gehörgängen einnistender Melodik. Ein genüsslicher, geradezu traumwandlerisch sicherer Balanceakt auf dem schmalen Grat zwischen Siebziger Jahre Countryrock-Mentalität (z.B. ala Poco, Nitty Gritty Dirt Band), der No Depression-Bewegung aus der jüngeren Vergangenheit (z.B. mit Spuren von Son Volt und Whiskeytown), zeitlosem Rootsrock und Roots-Pop der Marke Tom Petty, erdigem Americana-Rock (Steve Earle, Drive-By Truckers, Cracker, Neil Young) und sogar einer gewissen Kompatibilität zu so manchem Red Dirt-Act wie beispielsweise der Kyle Bennett Band, Reckless Kelly oder den ersten Arbeiten der Eli Young Band. Apropos Cracker: "Sirens" wurde zum überwiegenden Teil in David Lowery's "Sound of Music"-Studio in Richmond/Virginia eingespielt. Zudem hat der Cracker-Chef das Album excellent produziert. Im Vergleich zum Vorgänger-Werk haben sowohl die Songs, als auch der transparente Sound viel an Dynamik gewonnen. Alles ist etwas druckvoller in Szene gesetzt. Herrlich saftige Gitarren bestimmen zum überwiegenden Teil das Geschehen, doch sie werden von Abe Wilson's breit aangelegtem Orgel-Teppich wunderbar unterstützt. Es entsteht ein großartiges, erfrischendes, saftiges Klangbild, das trotz aller Raffinessen immer wieder auf den Punkt kommt. Aber, das sei noch einmal erwähnt, ganz entscheidend für das famose Resultat sind das herausragende Songwriting, die traumhaften Melodien und der exzellente Lead-Gesang. Tracks wie der begnadete Opener "Santa Ana winds" (ein wundervolles Westcoast-Feeling zieht durch diese von einer erfrischenden Melodik und viel, knackigem, dynamischen Countryrock-Flair bestimmten Nummer), der wunderschöne Midtempo Americana-Rocker "Angry eyes" (fabelhaftes Zusammenspiel von Baritone Gitarre, würziger Lead Gitarre, Nitty Gritty Dirt Band-mässiger Mundharmonika und hintergründiger Orgel), die fast schon ein wenig episch wirkende, von einem gewissen Singer/Singwriter-Feeling, aber auch von lauten, dreckigen Gitarren bestimmte Ballade "Last call at the eschaton", das rootsig countryrockige "Find my way back home", das erdige "Life in shambles" (mit Cracker's David Lowery als Duett-Sänger und Johnny Hickman), oder der sich unwiderstehlich und nachhaltig in unsere Gehörgänge schraubende, hinreissende, genauso rootsige wie frische Midtempo Americana-Rocker "Virginia calling" sind nur ein paar Beispiele dieser prächtigen Ansammlung hochkarätiger Songs. Die "Sons Of Bill" sind endgültig in der ersten Reihe der Roots-/und Americana-Elite angekommen. "Sirens" ist ein absoluter Hit!

Das komplette Tracklisting:

1. Santa Ana Winds (4.29)
2. Find My Way Back Home (4.07)
3. Siren Song (4.34)
4. Angry Eyes (4.54)
5. Turn It Up (7.27)
6. The Tree (4.26)
7. Life In Shambles (3.10)
8. This Losing Fight (3.37)
9. Radio Can't Rewind (4.08)
10. Last Call At The Eschaton (5.21)
11. Virginia Calling (5.13)

Art-Nr.: 7707
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Santa Ana winds
Find my way back home
Siren song
Angry eyes
Life in shambles
Last call at the eschaton
Virginia calling

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