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Blue Floyd - begins ~ live [2008]
2 CD-Set! Jubelstimmung im Lager der Mule-/Allmans-/Black Crowes-, bzw. Southern- und Blues-orientierten Jamrock-Gemeinde! Endlich veröffentlicht: Ein Doppel-Album mit Aufnahmen der in der Szene als ungemein kultig geltenden, legendären Konzerte der ersten, sehr kurzlebigen Blue Floyd-Besetzung mit dem im August 2000 verstorbenen Bassist Allen Woody (ex The Allman Brothers Band, Gründungsmitglied von Gov't Mule), Drummer Matt Abts (Gov't Mule) Gitarrist Marc Ford (The Black Crowes), Tastenmann Johnny Neel (ex The Allman Brothers Band) und Berry Oakley jr., die zwischen dem 14. Januar 2000 (Sun Theatre, Anaheim/CA) und dem 21 Februar 2000 (House Of Blues, Chicago/IL) auszogen um mit gerade einmal gut 30 Shows die Bühnen in den Staaten "unsicher" zu machen! Blue Floyd hatten sich vorgenommen am Rande ihrer "hauptberuflichen" Tätigkeiten in ihren "Hausbands" immer mal wieder "aus Spaß an der Freud" ihrem "Hobby" zu fröhnen und auf Tour zu gehen, um völlig unbeschwert und "losgelöst" ihre ganz eigenen Interpretationen klassischer Pink Floyd-Titel zu präsentieren. Aus hochkarätigen Musikern der Southern-/Jamrock-Szene war also eine Pink Floyd (Freizeit)Coverband entstanden. Aber diese Truppe hatte es wahrlich in sich! Schnell sprach sich herum, mit welcher Spielfreude und mit welchem "Spirit" sie an das Material herangingen. Der Name ihrer Formation belegt es schon: Die Philosophie der Musiker war es, die zweifellos nicht unerheblichen Einflüsse einer der wichtigsten Psychedelic-/Progressive-Bands der Rockgeschichte auf die Jamrock-Szene, mit den Southern-, vor allem aber den Blues-Roots der beteiligten Musiker zu verbinden. Die Einflüsse von Howlin Wolf oder Muddy Waters treffen auf Pink Floyd! Eine spannende Geschichte, die man ebenso spannend umsetzte! Blue Floyd erlangten bei den "Eingeweihten der Szene" schnell so etwas wie Kultstatus! Noch bis zum Jahre 2005 tourten Blue Floyd in stets wechselnder Besetzung immer mal wieder für ein paar Wochen durch die Lande (zuletzt mit Audley Feed und Alvin Youngblood Hart an den Gitarren), doch die Original-Besetzung mit Allen Woody war und ist die, die die Fans "elektrisierte"! Großartig wie man diesen psychedelischen, majestätischen "Cosmic"-Sound von Pink Floyd mit den dreckigen und rootsig würzigen, rauen, oft sehr southern-nahen Wurzeln des Blues kombinierte und prächtige Jamrocker fabrizierte, die in der Tat immer wieder voller Allman Brothers-und Gov't Mule-Flair steckten! Nehmen wir beispielsweise die großartige Fassung von "Have a cigar": Dreckige Gitarrenriffs und -linien, dazu Ford's röhrender Gesang, prächtige Orgelarbeit von Johnny Neel und Matt Abts' unwiderstehliches, faszinierendes Drumming lassen das Stück in einem völlig anderen Licht erscheinen und entlocken ihm eine neue, packende Magie! Starkes Gitarrensolo, wunderbare, zwanglose Improvisationen! So läuft das praktisch überall! "Fearless" kommt mit fetten, würzigen Slide-Einlagen zu Beginn, mit großartigem Harmonica-Spiel von Neel und einem tollen Groove, "Interstellar overdrive" rockt wie der Teufel, um dann in ein herrlich bluesiges "Wish you were here" überzugehen, zwischendurch brlliert Matt Abts mal mit einem hinreißenden, 10-minütigen Schlagzeug-Solo, dann eine fulminate Version von "Another brick in the wall pt.2", usw., usw.! Besonders erwähnenswert ist noch die starke, abgefahrene Interpretation von "Money", aus dem sie einen bravourösen, wunderbar "swingenden", leicht jazzigen, bluesigen, im Mittelteil dann von tollem Orgelspiel, fetten Gitarrenläufen und klasse Harp-Einsätzen geprägten, sehr groovigen Blues-/Boogie-/Jam-Rocker zaubern. Als Bonustracks gibt es schließlich noch, auch dazu haben sie sich mal hinreißen lassen, zwei Beatles-Cover! Zum Abschluß noch das im Innencover nachzulesene "Overview" über die Art der Musik von Blue Floyd, das unserer Meinung nach deren Philosophie absolut treffend auf den Punkt bringt: "Blue Floyd endeavors to deconstruct the classic compositions of the legendary Pink Floyd into their primal, elemental form. As much an homage to the influence of Howlin' Wolf, Willie Dixon and Muddy Waters as a rediscovery of both FLOYD classics and rarities, Blue Floyd iconoclastically familiar songs, heard again as if for the first time." Klasse Teil mit gut 142 Minuten Spielzeit!

Die Setlist:
Disc 1
1 Hall 9000 Intro: Shine on You Crazy Diamond - 11:33   
2 Have a Cigar - 7:56   
3 Fearless - 7:39   
4 Interstellar Overdrive/Wish You Were Here - 11:20   
5 Drums - 9:52   
6 Set the Controls for the Heart of the Sun - 7:10   
7 Hey You/Another Brick in the Wall, Pt. 2 - 20:21   
Disc 2
1 In the Flesh/Sheep - 12:59   
2 Money - 12:06   
3 Us & Them/Jam - 18:09   
4 Young Lust - 8:43   
5 Beatjam: Come Together [Bonustrack] - 7:22   
6 Beatjam: Taxman [Bonustrack] - 8:18

Art-Nr.: 5569
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Drivin' N' Cryin' - great american bubble factory [2009]
Powerful, Southern-fueled American Rock'n Roll mit einer höllischen Gitarrenmacht! Was für ein "Hammer"-Comeback! Atlanta's Drivin' N' Cryin' um ihren charismatischen Frontmann Kevn Kinney ("you can take Kinney out of the South, but you can’t take the South out of Kinney", sagte unlängst ein amerikanischer Journalist über ihn - und er hat absolut recht) sind nach über 10 Jahren zurück mit einem neuen Album, und wie! Stärker als je zuvor, voller Frische und schier hemmungslosem, neuem Elan gehen sie ans Werk und präsentieren auf "Whatever happened to the great American bubble factory" einen "Killer"-Song nach dem nächsten. In Quartett-Besetzung (neben Kinney - Gesang und Gitarren, sind noch sein alter Weggefährte aus der Gründungszeit Tim Nielsen -Bass, Mandoline und Background Gesang, sowie der großartige zweite Gitarrist Mac Carter und Drummer Dave Johnson mit an Bord, unterstützt von Gästen wie dem im Süden sehr bekannten Keyboarder Joey Huffman und ein paar anderen) spielen sie in ihrer typischen Art auf, als hätten sie den Moment ihres neuerlichen Outputs herbeigesehnt wie nicht anderes in ihrem Leben. Es "platzt" regelrecht aus ihnen heraus, dieses fantastische Songmaterial - voller Seele, voller Spirit, voller Inspiration! Spuren von Gov't Mule und The Black Crowes sind wahrnehmbar, genauseo wie von Lynyrd Slynyrd, The Allman Brothers Band, den Rolling Stones, Big Head Todd And The Monsters, Widespread Panic, Big Star, Neil Young's Crazy Horse und den Drive-By Truckers. All das sind Kollegen, zu denen Drivin' N' Cryin' eine deutliche Seelenverwandschaft verbindet, doch sie fühlen sich, nach dem Bekunden Kinney's, darüber hinaus beeinflusst von solch unterschiedlichen Grössen wie R.E.M., Bob Dylan, den Ramones und Thin Lizzy - und das hört man auch. Doch im Herzen sind Drivin' N' Cryin', wie die Musik klar verdeutlicht, nichts weiter als eine richtige, bärenstarke, straighte "vintage Southern Rock Band"! Überwiegend geht es hier voller Power, druckvoll, fett und rau zu Werke, wenngleich mit einer wunderbaren Melodik, aber man ist mit der ein oder anderen Nummer zwischendurch auch mal in der Lage geschickt die Grenzen zu lockeren, flockigen Rootsrock-/Americana-Gefilden (war ja in den vergangenen Jahren das Zuhause von Kevn Kinney's Solo-Projekten) zu überschreiten, um anschliessend wieder mit voller Southern Rock-Wucht zurückzuschlagen. Was für grandioses, voller Strukturen, voller Melodik, und doch voller natürlicher, zwangloser Unbekümmertheit und Ursprünglichkeit steckendes Songmaterial. Viel Dreck, viel raue Retro-/Roots-Würze, viel direkte Kraft, umgesetzt mit unbändiger, spürbarer Spielfreude und brillanter, handwerklicher Kompetenz. Die beiden großartigen Gitarristen, also Kinney und Mac Carter, harmonieren prächtig miteinander. Mächtige Riffs, rauchende Duelle, famose, inbrünstige Twin-Licks und brennende Soli voller Explosivität sind das Ergebnis. Packend! Ein paar erdige, würzige, noch recht zurückhaltende Gitarrenlicks als Intro, der unverwechselbare Kevn Kinney mit seiner wunderbaren, kraftvollen, etwas nasalen "Knarz"-Stimme setzt ein, gefolgt von donnernden, straighten, hammerstarken, voll im Saft stehenden Riffs in fulminantem Drive - mit dem famosen "Detroit city" beginnt Drivin' N' Cryin's furioser Southern rockin' and rollin' Trip, der die Zuhörer für die nächsten, knapp 53 Minuten voll in Atem halten wird. Glühende, wuchtige Twin-Leads, ein drückendes, dreckiges Vollgas E-Gitarren-Solo - die Burschen rocken los wie eine Mischung aus AC/DC, The Black Crowes, Thin Lizzy und Lynyrd Skynyrd. Der Song ist eine tierische Hommage an die legendäre Detroit Musikszene um MC 5 oder The Stooges, allerdings tief verwurzelt in den Southern Rock-Wurzeln Kinney's und seiner Kumpels. Geil! Weiter geht's mit dem grandiosen Titelsong "(Whatever happened to the) Great American bubble factory", einem geradeaus abgehenden und mächtig nach vorn getriebenen (der Drummer macht richtig Tempo), mit heissen Bläsersätzen (passen wunderbar) forcierten Rocker, der sich ohne Umwege tief in unsere Gehörgänge schraubt. Tolle Melodie, kerniger Drive! Ein beeindruckendes Dokument für die Klasse und Variabilität der Band, die zu keiner Sekunde des Albums nachlässt. Hat das Feuer! Ein Sturm von fetten, massive Twin-Gitarren eröffnen die anschliessende, von einer tollen Melodie durchzogene, famose Souther Rock-Ballade "I see Georgia", ein grandioses Tribut an den Heimatstaat der Band. Viele Allmans- und Skynyrd-Einflüsse sind spürbar, vermischt mit einem gewissen Jam-Flair. Wechselt voller Spannung zwischen relativ entspannten Strophen-Phasen und eine immense Power freisetztenden, instrumentellen Abschnitten, in denen die pure Southern-Glut zum Vorschein kommt - baumstarkes, dreckiges Gitarrensolo inklusive. Etwas zurückhaltender, aber immer noch kernig und würzig, geht's bei dem fantastischen, Southern-inspired Midwestern-/Rootsrocker "Midwestern Blues" zu, umgeben von einem klasse Gitarrenmantel und hintergründiger Orgel-Untermalung. Hat etwas von Uncle Tupelo und Big Head Todd! Wieder eine klasse Melodie! Doch anschliessend wird's wieder härter, bluesiger und druckvoller. Mit einem traumhaften Groove unterlegt, intoniert man den packenden Southern Rocker "Let me down", der einerseits voller kantiger und rauer Gov't Mule-Anlagen steckt, andererseits aber wieder mit einem klasse ins Ohr gehenden Refrain besticht. Großartiges Arrangement aus massive E-Gitarren (fettes, fleischiges Solo), angereichert mit feinen Orgel-Ergänzungen. So geht das bis zum Ende weiter. Eine schwache Nummer sucht man vergebens. Die Band spielt wie aus einem Guss durch! Ob der fette, deutlich von Thin Lizzy beeinflusste, straighte Gitarrenrocker "I stand tall", die zwischendrin eingestreute, herrlich lockere, semi-akustische Alternate Country-/Americana-Nummer "Don't you know that I know that you know" (feine Mandoline und Acoustic Gitarre trifft auf dezente E-Gitarre - erinnert an Arbeiten von Jam Bands wie Leftover Salmon oder The String Cheese Incident, ebenso wie an The Jayhawks), der fast schon punkige, harte, schnelle Riff-Kracher "Get around kid", das voll abgehende, von monströsen, raffinierten Riffs angetriebene, fulminante "Trainwreck", mit seinen Bezügen zu Led Zeppelin und einer "Volles Rohr"-Ausgabe der The Black Crowes, oder die finale, traumhaft schöne Americana-Nummer "This town" mit ihren halligen Gitarren und dem trockenen Banjo - Drivin' N' Cryin' stehen voll im Saft ihres zweiten Frühlings! Welch ein Esprit, welch ein Feuer steckt (weider) in dieser Truppe! Keine Frage, die "große amerikanische Seifenblasenfabrik" von "Drivin' N' Cryin' wird in so mancher Endabrechnung zum "Album des Jahres 2009" ein gewichtiges Wörtchen mitreden. Noch einmal: Das ist ein "Hammer"-Comeback!

Das komplette Tracklisting:

1 Detroit City - 4:34   
2 (Whatever Happened to The) Great American Bubble Factory? - 3:33   
3 I See Georgia - 6:02   
4 Midwestern Blues - 4:19   
5 Let Me Down - 4:39   
6 I Stand Tall - 4:21   
7 Don't You Know That I Know That You Know? - 4:01   
8 Get Around Kid - 2:03   
9 Preapproved, Predenied - 4:51   
10 The Hardest Part - 4:49   
11 Trainwreck - 4:08   
12 This Town - 5:19

Art-Nr.: 6568
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Detroit city
(Whatever happened to the) Great American bubble factory
I see Georgia
Midwestern Blues
Let me down
Trainwreck
This town

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Fish, Samantha - black wind howlin' [2013]
Eine junge, gerade mal 24-jährige Frau aus Kansas City/Missouri mischt die Bluesrock-Welt richtig auf. Die "Blues Music Awards"-Gewinnerin 2012 in der Kategorie "Best New Artist Debut" für ihr fabelhaftes Album "Runaway", Samantha Fish, legt nach und beschert uns mit "Black wind howlin'" nun den mit Spannung erwarteten Nachfolger - ein Album, mit dem sie konsequent ihren eingeschlagenen Weg fortsetzt und gerade noch mal eine Schippe drauf legt. Was für ein packender, straighter Bluesrock-Kracher! Druck, Dampf, brodelnde Power, Seele, Leidenschaft und bärenstarkes, in raue, glühende Gitarrendominanz eingebettetes Sonmgmaterial - das ist es, was das neue Werk auszeichnet. Samantha Fish ist ein wahres Multitalent. Sie verfügt über famose Songwriter-Qualitäten (bis auf das exzellent inszenierte Howlin' Wolf-Cover "Who's been talking" und das gemeinsam mit Mike Zito komponierte "Go to hell" stammen sämtliche Songs allein aus Samantha's Feder), ist eine ausdrucksstarke, hinreissende Sängerin und eine begnadete Gitarristin. Was sie hier wieder mit den 6 Saiten anstellt, was sie für furiose, glühende, dreckige Soli abliefert, ist einfach eine Klasse für sich. Sie ist so etwas wie das weibliche Pendant zu solchen "guitarslingern" wie Kenny Wayne Shepherd, Joe Bonamassa, und Co..Fish hat für ihr neues Werk zudem eine grandiose Begleitband an Land gezogen, nämlich die unwiderstehliche Rhythmusfraktion von Royal Southern Brotherhood (Yonrico Scott an den Drums und Charlie Wooton am Bass), was zu einer weiteren, entscheidenden Aufwertung des Materials führt. Als Gäste sind zudem bei dem ein oder anderen Track noch mit am Start: Paul Thorn (vocals), Johnny Sansone (harmonica), Bo Thomas (foddle) und Meistergitarrist Mike Zito (ebenfalls Royal Southern Brotherhood), der das Album auch produzierte. Fish und den Musikern gelingt ein nahezu perfekter Spagat zwischen ursprünglichen Blues-Traditionen, einer gesunden Portion kernigem Rootsrock und Classic Rock, sowie einem Tick Southern Rock, sicher nicht zuletzt der Mitwirkung der Royal Southern Brotherhood-Bande geschuldet. Die Mixtir stimmt, die Songs und ihre Interpretationen sind fantastisch. Los geht's gleich mit einem richtigen "Brett": "Miles to go" heisst die Nummer, erzählt von dem Leben als Musiker unterwegs, und ist ein richtig fetter, rootsiger, mit einer gewaltigen Boogie-Power nach vor galoppierender, fulminanter Bluesrock-Ritt. Was für ein drückender Drive! Steckt voller Southern-Esprit. Ein prächtiger Auftakt! Die mächtige "tour de force" der Samantha Fish hat begonnen. Auch das folgende "Kick around" besticht wieder mit solch einem treibenden Groove, sowie mit jeder Menge Texas- und Southern Rock-Flair. Lead guitar und backup vocals hier: Mike Zito! Tolle Melodie! Es rockt und "shuffelt" einfach herrlich. Sehr schwül, ungemein kraftvoll und swampig kommt der die Bayous ordentlich zum Kochen bringende Bluesrocker "Sucker born". Tierische, rührende Slidegitarre, saudreckige Wah Wah-Klänge und eine furiose Bluesharp veranstalten ein mächtiges Swamp-Gewitter. Schön jammig, mit viel Platz für ausschweifende Gitarrenexkursionen auf der Bühne, dennoch sehr strukturiert und infolge der starken Melodik klasse hängen bleibend. Ein wenig Erholung gibt's bei dem wundervollen, rootsigen Slow-Blues "Over you", während das schwerblütige, baumstarke "Lay it down" wieder mächtig Dampf ablässt. Was für eine gewaltige Gitarren-Präsenz! Rollt wie ein unaufhaltsamer "freight train" durch die Landschaften des Southern-Bluesrocks. Ähnlich verhält es sich mit dem ungemein rau inszenierten Titelstück "Black wind howlin'". Was für ein Dreck. Messerscharfe Parallelgitarre begleitet Fish's tollen Gesang. Grandioses Drumming von Yonrico Scott und packende, an Rauheit kaum zu übertreffende Gitarrenausflüge bestimmen diesen fast 7-minütigen Killer-Bluesrocker. Eine Wucht, im wahrsten Sinne des Wortes. Zum Abschluß dieses fantastischen Albums gönnt sich die Protagonistin mit dem lockeren, flockigen, traumhaft melodischen, countryinfizierten "Last September" noch einen prima Abstecher in lässige Americana-Gefilde. Das zeigt in beeindruckender Manier, das Samantha Fish sich auch in diesem Genre zu Hause fühlt.und belegt erneut, welch eine großartige Sängerin sie ist. Wunderbare Begleitung mit vielschichtigen Gitarren (inkl. Dobro) und Fiddle. Ein tolles Finale! Samantha Fish gelingt mit "Black wind howlin'" eine wahre Meisterleistung. Harter, druckvoller, teils schön southern-inspirierter Gitarren-Bluesrock auf der Höhe der Zeit. Unter den jungen "girls with guitars" ist Samantha Fish ohne jeden Zweifel eines der heissesten Eisen, das die Szene zu bieten hat. "Samantha, you rock"! Ganz, ganz groß!

Das komplette Tracklisting:

1. Miles to Go - 2:45
2. Kick Around - 4:25
3. Go to Hell - 4:02
4. Sucker Born - 4:54
5. Over You - 4:18
6. Who's Been Talking - 3:22
7. Lay It Down (Saturday Night) - 4:42
8. Let's Have Some Fun - 4:27
9. Heartbreaker - 5:34
10. Foolin' Me - 4:28
11. Black Winds Howlin' - 6:54
12. Last September - 4:10

Art-Nr.: 8314
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Miles to go
Kick around
Sucker born
Who's been talking
Lay it down
Black wind howlin'
Last September

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Gov't Mule - sco-mule [2015]
2 CD-Set! Wir haben das U.S.-Original! Nach "Dark side of the mule" ist dies die zweite Veröffentlichung von Gov't Mule anlässlich ihres 20-jährigen Bandjubiläums. Im September 1999 spielten sie (in Originalbesetzung mit Allen Woody am Bass) in Georgia zwei Shows mit John Scofield, mit Stücken von Mule, Scofield und einigen Coverversionen, z.B. von James Brown und John Coltrane. Diese zwei legendären Instrumentalkonzerte erscheinen nun zum ersten Mal überhaupt. Es existierten davon wohl bislang weder Soundboard- noch Audience-Aufnahmen. Ein weiteres Highlight für die Muleheads, aber auch für die Fans des begnadeten Jazz-Gitarristen.

Die Setlist:

Disc 1:
1. Hottentot - 11:06
2. Tom Thumb - 11:06
3. Doing It To Death - 12:08
4. Birth Of The Mule - 15:34
5. Sco-Mule - 9:16
6. Kind Of Bird - 18:13

Disc 2:
1. Pass The Peas - 10:20
2. Devil Likes It Slow - 13:02
3. Hottentot (alternate version) - 11:40
4. Kind Of Bird (alternate version) - 18:18
5. Afro Blue - 23:03

Art-Nr.: 8778
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Gov't Mule - the deepest end ~ live in concert ~ 2cds + dvd [2003]
2 CD/1 DVD-Set! Der 7. Oktober. 2003 - Veröffentlichung der "The deepest end"-Box von Gov't Mule! Über 2 1/2 Stunden live auf 2 CDs und über 3 Stunden live auf DVD! Ein Feiertag für die Mule-Fraktion, ein Festtag für den Rock'n Roll! Nach dem Tod von Original-Bassist Allen Woody, der die Band mitten ins Herz traf, stand man zunächst am Scheideweg, bis man sich entschloß angespornt von unzähligen Freunden der Band, allen voran Widespread Panic's Dave Schools, im Sinne von Woody Allen weiterzumachen. Gitarren-Großmeister Warren Haynes, zwischenzeitlich engagiert in 3 Bands (Mule, Allman Brothers, Phil Lesh & Friends) und Schagzeuger Matt Abts gingen wieder auf Tour, und zwar mit wecheselnden Bassisten. Darüber hinaus spielte man zu Ehren von Allen Woody zwei bärenstarke Studioalben (The deep end Vol.1 und Vol.2) ein, auf denen eine Unmenge von Gast-Bassisten mitwirkten, die Allen Woody zu seinen Lieblings-Kollegen zählte. Diese Würdigungen und Ehrungen an Woody gipfelten dann schließlich in diesem Jahr in ihrem absoluten Höhepunkt, als man das Ganze dann auch noch live auf die Bühne brachte. Was dann geschah, kann man mit Fug und Recht als einen historischen Moment des Rock bezeichnen. Warren Haynes und Matt Abts inszenierten während des New Orleans Jazz and Heritage Festivals am 3. Mai 2003 im Saenger Theatre zu New Orleans ein geradezu gigantisches, weit über 4 1/2 Stunden (mit Pause sogar 5 1/2 Stunden!!!)) dauerndes Live-Spektakel, das bereits jetzt schon von der Musikwelt als "legendär" bezeichnet wird. Und dieses CD/DVD-Set enthält die komplette Show!!! Mit dabei waren wieder jede Menge Gast-Bassisten (u.a. Les Claypool, Dave Schools, Mike Gordon, Roger Glover, Jack Casady, Victor Wooten, Rob Wasserman, Jason Newsted usw.), aber auch etliche weitere, hochkarätige Gäste, wie Slide-Wizzard Sonny Landreth, Los Lobos' David Hidalgo, Banjo-Guru Bela Fleck, Keyboarder Danny Louis, Fred Wesley, die Dirty Dozen Brass Band usw.! Die Setlist ist überragend! Haynes & Co spielen mit einer ungeheuren Intensität und Spielfreude. Was hören und sehen wir für fantastische Gitarrensoli. Was für Musiker auf der Bühne. Leidenschaft pur! Dabei strotzen sie auch noch vor Spontanität, denn etliches ist völlig anders arrangiert, als man es von den Studioversionen her kennt, wie z.B. "Blindman in the dark" (auf der CD und DVD) in einer gestreckten 15 1/2-Minuten-Version, "Lay of the sunflower" (CD/DVD) mit Bela Fleck am Banjo, oder "Beautifully broken" (CD/DVD) mit seinen fast 10 Minuten. Dazu gibt es Tracks, die sie live bislang nur äußerst selten spielten, wie z.B.die Allen Toussaint-Nummer "On your way down" (nur auf DVD), Freddie King's "Goin' down" (nur auf CD), oder "I shall return" (CD) vom "Dose"-Album, das die Allman Brothers ein paar mal spielten. Sogar absolute Live-Premieren gab es, wie die grandiose 16 1/2 Minuten-Version von Herbie Hancock's "Chameleon" (DVD) und eine völlig ungeplante, spontane, von Warren Haynes solo intepretierte Version der Eagles-Nummer "Wasted time" (DVD)! Die CDs und die DVD der Box überschneiden sich nur bei 7 Tracks, der Rest der Show ist entweder nur auf den CDs (13 Songs) oder auf der DVD (14 Songs) zu finden. Insgesamt enthalten die CDs somit 20 Songs, die DVD 21 Stücke! Weitere Tracks, nur auf den CDs sind z.B. "Game face", "Larger than life", "Fool's moon", "Patchwork quilt", "32/20-Blues", "Drivin' rain", usw. - nur auf der DVD hören und sehen wir z.B. "Voodoo chile", Black Sabbath's "Sweet leaf" und "War pigs", "Mule", Cream's "Politician", usw. - und sowohl auf CD und DVD gibt's noch z.B. "Banks of the deep end", "John the revelator", "Bad little doggie"...usw.! Wie gesagt, alles in allem ist die komplette Show enthalten. Ein spektakuläres, grandioses Rock-/Blues-/Southern-/Jam-Spektakel, festgehalten in einer fantastischen CD/DVD-Box. Endlich gibt's auch eine Live-DVD von Gov't Mule, werden viele sagen... - und dann gleich solch ein Teil. Sensationell! Enthält auch ein schönes, 24-seitiges Booklet mit umfangreichen Informationen zu den Songs. Die DVD ist "Code free" und somit auf allen DVD-Spielern abspielbar!

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1 Bad Little Doggie - 4:04   
2 Game Face - 8:36   
3 Larger Than Life - 6:11   
4 Blindman in the Dark - 15:38   
5 Which Way Do We Run? - 6:56   
6 Fool's Moon - 6:11   
7 Sco-Mule - 8:56   
8 Patchwork Quilt - 6:06   
9 Lay of the Sunflower - 7:35   
10 John the Revelator - 6:59   

Disc 2
1 Beautifully Broken - 9:49   
2 Time to Confess - 8:27   
3 Banks of the Deep End - 6:45   
4 32/20 Blues - 12:10   
5 Goin' Down - 5:58   
6 Slow Happy Boys - 7:29   
7 I Shall Return - 7:29   
8 Trying Not to Fall - 5:48   
9 Drivin' Rain - 5:03   
10 Soulshine - 7:41   

Disc 3
1 Bad Little Doggie [DVD]   
2 Blindman in the Dark [DVD]   
3 Sco-Mule [DVD]   
4 Lay of the Sunflower [DVD]   
5 John the Revelator [DVD]   
6 Chameleon [DVD]   
7 Beautifully Broken [DVD]   
8 Mule [DVD]   
9 Banks of the Deep End [DVD]   
10 On Your Way Down [DVD]   
11 Down and Out in New York City [DVD]   
12 Maybe I'm a Leo [DVD]   
13 Voodoo Chile [DVD]   
14 Politician [DVD]   
15 Guitar Solo - Drum Solo [DVD]   
16 Sweet Leaf [DVD]   
17 War Pigs [DVD]   
18 Greasy Granny's Gopher Gravy, Pts. 1-2 [DVD]   
19 Wasted Time [DVD]   
20 Thorazine Shuffle [DVD]

Art-Nr.: 2070
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 19,90

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Haynes, Warren, Gov't Mule & Friends - the benefit concert, vol. 1 ~ live [2007]
2 CD-Set! Enthält 2 bislang unveröffentlichte Bonus-Tracks, dafür fehlt das 15-minütige "Merry Christmas, Baby" der "Wintertime Blues"! Nachdem nun kürzlich endlich die zweite Ausgabe der alljährlichen Christmas Jams von Warren Haynes unter dem Titel "The Benefit Concert Vol. 2" erschien (es handelte sich um die Show aus dem Jahre 2000), kommt nun der Mitschnitt des ersten Konzertes aus dem Jahre 1999, der bereits im Dezember 2000 als "Wintertime Blues" veröffentlicht wurde, unter dem Titel "The Benefit Concert Vol. 1" erneut auf den Markt. Für viele Fans wegen des geringfügig geänderten Tracklistings sicher ärgerlich, aber das Haynes-eigene "Evil Teen"-Label wird in naher Zukunft wohl CD-Sets vieler der bisherigen Christmas-Jams unter dem Titel "The Benefit Concert" (zum Teil auch mit DVD) verlffentlichen und hat im Zuge dessen der Vollständigkeit halber auch den ersten Teil "angepasst"! Wie gesagt, ist identisch mit der bekannten "Wintertime Blues" Doppel-CD, bis auf die zwei zusätzlich hinzu gekommenen Tracks, die damals nicht enthalten waren, wofür aber das eingangs bereits erwähnte "Merry Christmas, Baby" fehlt, was es damit ausschließlich auf der "Wintertime Blues"-Ausgabe gibt. Die beinharten Fans und Mule-Heads, die alles brauchen, benötigen, um vollständig zu sein, somit nun beide Ausgaben. Die zusätzlichen Songs sind: "Mule" von Gov't Mule (damals natürlich noch mit Allen Woody am Bass) und "It hurts me too" von Gov't Mule w/Little Milton, Larry McCay, derek Trucks, Jason Patterson, Yonrico Scott, Susan Tedeschi & Johnny Neel!
Hier das komplette Tracklisting und die entsprechenden Interpreten:

Disc 1:
1. Beautiful Life - Edwin McCain
2. Alive - Edwin McCain w/Warren Haynes
3. I'll Be - Edwin McCain w/Warren Haynes
4. Rastaman Chant - Derek Trucks Band
5. Chicken Strut - Derek Trucks Band
6. 555 Lake - Derek Trucks Band w/Jimmy Herring
7. Yield Not To Temptation - Derek Trucks Band w/Col. Bruce Hampton & Jimmy Herring
8. Turn on Your Lovelight - Derek Trucks Band w/Susan Tedeschi, Col. Bruce Hampton & Jimmy Herring
9. Ain't That Loving You - Derek Trucks Band w/Larry McCray & Jimmy Herring
10. Don't Change Horses (In The Middle Of A Stream) - Derek Trucks Band w/Edwin McCain & Jimmy Herring
11. Just Won't Burn - Derek Trucks Band w/Susan Tedeschi

Disc 2:
1. Angel From Montgomery - Susan Tedeschi
2. Pretty As You Please - Cry Of Love
3. Peace Pipe - Cry Of Love
4. Mule - Gov't Mule
5. Bad Little Doggie - Gov't Mule
6. Lay Your Burden Down - Gov't Mule w/Johnny Neel
7. Fallen Down - Gov't Mule w/Johnny Neel
8. Devil Likes It Slow - Gov't Mule w/Johnny Neel & Jimmy Herring
9. Spoonful - Gov't Mule w/Col. Bruce Hampton, Johnny Neel & Mike Barnes
10. When The Blues Come Knockin' - Gov't Mule w/Little Milton & Johnny Neel
11. It Hurts Me Too - Gov't Mule w/Little Milton, Johnny Neel, Yonrico Scott, Derek Trucks and Susan Tedeschi

Art-Nr.: 4848
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Turnpike Troubadours - diamonds & gasoline [2010]
Was für ein wunderbares Album! Bezeichnen wie das, was die Turnpike Troubadours spielen, zunächst einmal als "Red Dirt"-Countryrock. Doch unter all den großartigen Bands, die das Genre zu bieten hat, nimmt diese Truppe schon jetzt, mit ihrem erst zweiten Album "Diamonds & gasoline", eine Ausnahmestellung ein, so originell (und schön) ist ihre Stilrichtung. Das aus dem Gebiet von Texas und Oklahoma immer wieder jede Menge vielseitige, neue Musik diversester Countryarten kommt, und das der Quell für junge, aufregende Bands dort niemals zu versiegen scheint, ist mittlerweile hinlänglich bekannt. Neustes Parade-Beispiel, für wirklich signifikante Wellen in der "Red Dirt"-Szene zu sorgen, sind die Turnpike Troubadours aus Tahlequah, Oklahoma. Das famose, "road-tested" Quintett um den exzellenten Songwriter, Sänger, Acoustic Gitarrist und Frontmann Evan Felker (weitere Bandmitglieder sind Kyle Nix an der Fiddle, Lead Gitarrist Ryan Engelman, R.C. Edwards am Bass und Drummer Giovanni Carnuccio III) hat sich bei unzähligen Gigs in den letzten Jahren in nahezu allen Dancehalls, Bars und Honky Tonks der "Red Dirt-Area" die Zähne ausgebissen und dabei einen originellen, einzigartigen, wundervollen Stil entwickelt, wie er die Handschrift und Identität einer Band nicht besser repräsentieren kann. Voller Frische, Leidenschaft und Vitalität kombinieren sie Folk, Country, Cajun, Bluegrass und Rock zu einem "gritty, country-leaning roots rock-sound" und würzen ihn mit diesem für diese Gegend so charakteristischen "Red Dirt"-Feeling. Der Folk eines Woody Guthrie trifft auf den Outlaw Honky Tonk eines Waylon Jennings und die rootsige, rockige Dynamik eines Chris Knight. Oder: Der rootsy Country-Sound der Old Crow Medicine Show trifft auf den Countryrock von Reckless Kelly. Spuren solcher Kollegen wie beispielsweise den Lost Immigrants, The Great Divide, nicht so rockiger Cross Canadian Ragweed, Jason Boland & The Stragglers, Cory Morrow, Steve Earle, Eleven Hundred Springs und einer zünftig "Red Dirt"-eigefärbten Desert Rose Band (Chris Hllman) sind ebenfalls nachvollziehbar, doch wie gesagt, die Turnpike Troubadours basteln daraus ihre ganz eigene, wohlklingende Musik. Vielleicht könnte man das auch als so etwas wie "Rockin' Red Dirt Countrygrass" bezeichnen, oder "Electric Outlaw Grass". Wie auch immer, diese Musik ist einzigartig, unwiderstehlich, einfach toll. Lebendigkeit, Dynamik, Schwung, eine erfrischende Unbekümmertheit, zwanglose Spielfreude, das sind die Komponenten, die die Songs der Turnpike Troubadours auszeichnen, ebenso wie die herrlichen Melodien. Flüssig, kraftvoll, wie aus einem Guß und mit viel Harmonie bahnen sich diese Leder ihren Weg in unsere Gehörgänge. Das vermittelt puren Spaß und pure Freude, lädt unweigerlich zum Mitsingen, Tanzen, Mitschwingen und zum gut gelaunten "Im Takt-Kopfnicken" ein. Gemäss der grassigen Einflüsse spielen Instrumente wie Banjo, Akustische Gitarre, Dobro, Mandoline und vor allen Dingen Kyle Nix' Cajun-mässiges Fiddle-Spiel eine tragende Rolle. Doch dahinter gibt die zumeist gut nach vorn gehende, kraftvolle Dynamik aus elektrischem Bass und knackigen Drums den Ton an, unterstützt von kernigen E-Gitarren-Riffs, zündender Lead-Gitarre und hin und wieder einer herrlich integrierten Pedal Steel. Die Songs bieten immer wieder genug Freiraum für die Musiker, ihre exzellenten Fähigkeiten mit großartigen Soli unter Beweis zu stellen. Gelegentlich kommt sogar ein feines Southern-Feeling auf, das sich genüsslich unter das rootsige Country-Ambiente mischt. Und die Countrynote ist die, die eindeutig den Kern des Ganzen bildet. Tolles Banjo-Picking, wunderbare, sirenenartige Fiddle, ein toller, rockig dynamischer Drive, ein Hauch von Bluegrass, die richtige Portion "Grit", klasse E-Gitarren-Riffs, inklusive zweier zünftiger, variabler Soli (auch der Fiddler hat seinen Solo-Part), starker Gesang und eine wunderschöne, hinreissend hängen bleibende, angenehme Melodie - das sind die Zutaten des herrlichen Openers "Every girl", der sofort und ohne Umwege mitten ins Herz der Country- und Countryrock-Freunde, aber auch in das der Americana-Liebhaber trifft. Das ist der Start zu einem Pracht-Song nach dem nächsten. Ohne jede Blöße hält die Band während der gesamten 50 Minuten des Albums das Niveau auf dem höchst möglichen Level. Ob die großartige, melodische Uptempo-Countrynummer "7 & 7" mit der starken Baritone E-Gitarre, dem forschen Drumming und den Squaredance-mässigen Fiddle-Linien, die wunderbare, balladeske, rootsige "Red Dirt" Countryrock-Nummer "1968" mit ihrer markanten Akkordeon-Begleitung, das traumhaft melodische, mit schönen Mandolinen-Fills und wundervollen Steelguitar-Linien angereicherte, flotte "Down in Washington", der knackige, wieder von feinster Steelguitar, aber auch von tollen Fiddle- und E-Gitarren-Klängen bestimmte "Red Dirt"-Countryrocker "Whole damn town", die sehr traditionell verwurzelte Honky Tonk-Ballade "Leaving & lonely", das countryrockige, abermals prächtig ins Ohr gehende, herrlich groovende, mit starkem Baritone E-Gitarren-Spiel aufwartende, wie eine Mischung aus Mike McClure's (Mike McClure Band) früherer Band The Great Divide und Raul Malo's The Mavericks rüberkommende "The funeral", das schön grassige, lockere "Evangeline" (tolles Banjo, Akkordeon, Fiddle, großartige Acoustic Lead Gitarre, klasse Melodie), bis hin zu der das Album abschliessenden, von einem üppigen, sumpfigen Southern-/Swamp-Touch durchzogenen, kraftvollen, mit rauen E-Gitaren gespickten Coverversion des alten John Hartford-Klassikers "Long hot summer days" - die Turnpike Troubadours nehmen uns mit auf eine aufregende, erlebnisreiche, wunderschöne Reise durch das faszinierende "rural country" im Gebiet von Texas und Oklahoma. Ein wahres Pracht-Album, das die "Red Dirt"-, Roots-, Americana-., Grass-, Alternate Country-, Countryrock-, und Country-Gemeinde gleichermassen begeistern wird. Dieses, im übrigen von Mike McClure exzellent produzierte Werk, wird wohl als eine der erfrischendsten, vitalsten, vielleicht sogar, so drückt es zumindest ein amerikanischer Journalist aus, "spektakulärsten", auf jeden Fall aber besten Veröffentlichungen des Texas-Country in die Annalen von 2010 eingehen - das ist mal sicher! "Fantastic"!

Das komplette Tracklisting:

1 Every Girl - 3:43   
2 7&7 - 4:47   
3 1968 - 4:15   
4 Down On Washington - 3:45   
5 Kansas City Southern - 3:15   
6 Whole Damn Town - 3:21   
7 Leaving & Lonely - 4:26   
8 The Funeral - 4:40   
9 Diamonds & Gasoline - 3:52   
10 Shreveport - 5:22   
11 Evangeline - 4:31   
12 Long Hot Summer Days - 4:12

Art-Nr.: 7092
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every girl
Down on Washington
Kansas City Southern
Whole damn town
The funeral
Shreveport
Long hot summer days

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