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Jacobs Band, Cris - songs for cats and dogs [2012]
Herausragende Musiker stellen auch immer wieder herausragende Bands zusammen. Als sich die in Jam- und Roots-Kreisen gleichermassen verehrte, aus Baltimore stammende Rockband The Bridge im Jahre 2011, kurz nach dem Erscheinen ihres großartigen Albums "National Bohemian" trennte, war die Wehmut groß und man fragte sich schon, was wird wohl aus diesen erstklassigen Musikern werden. Das Rätsel ist gelöst, zumindestens für einen Teil der damaligen Truppe. Cris Jacobs (lead guitars, lead vocals), ehemaliger Frontmann von The Bridge, nahm noch seinen damaligen Drummer Mike Gambone mit und gründete nun mit 3 weiteren, grandiosen Musikern (Bass-Zauberer Jake Leckie, der famose Pedal Steel-Gitarrist Dave Hadley und der zweite Percussionist, Acoustic Gitarrist und Harmonie-Sänger Ed Hough) seine eigene Band, kurzerhand Cris Jacobs Band genannt. Was die mit ihrem Debutalbum abliefern, stellt das Material von The Bridge fast noch in den Schatten. "Songs for cats and dogs" ist ein "Killer"-Teil! Eigentlich ist die Musik der Band gar nicht mal so weit weg von der von The Bridge, und doch tun sich entscheidende Unterschiede auf. Die Ex-Truppe von Jacobs spielte ein "heisses" Gebräu voller "Voodoo-Spirit" aus herzhaften Funk-, Blues- und Roots-Zutaten, oft sehr mächtig und opulent inszeniert. Das führt die Cris Jacobs Band durchaus fort, verzichtet aber, obwohl es zuweilen ordentlich "dampft", auf die ganz große Opulenz und kommt statt dessen mit ihren Arrangements mehr auf den Punkt, wirkt rootsiger, streut wesentlich mehr Americana-Elemente ein, legt einen noch größeren Wert auf Songwriting und Melodik. Was wir hören ist eine hinreissend starke, von großer Vielseitigkeit, jeder Menge "Spirit" und "Feeling" geprägte, mit viel Atmosphäre, Seele und mit großer Spielfreude in Szene gesetzte Blues-, Rock-, Roots-,Swamp-, Southern-, Jam-, Americana-Mixtur, die die immer wieder nach starker, neuer Musik hechelnden Anhänger dieser genannten Genres allesamt von vorn bis hinten begeistern dürfte. Es gibt nicht die Spur eines schwachen Songs. Die Grooves sind mitreissend, nicht zuletzt durch die bärenstark agierende Rhythmussektion mit zum Teil zwei Percussionisten. Ein weiteres Merkmal ist das vorzügliche Zusammenspiel zwischen Jacobs' Lead Gitarre und Hadley's Pedal Steel. Kraftvolle, sehr bluesige und gewaltig rockende Tracks wechseln mit ruhigeren, lockeren, dennoch ebenso spielfreudig dargebotenen Stücken ab. Immer wieder spürt man das Jam-Feeling, ebenso wie diesen Southern-Spirit. Spuren solcher Kollegen wie Anders Osborne, den North Mississippi Allstars, The Allman Brothers Band, Little Feat und John Hiatt, um nur einige zu nennen, sind spürbar, doch die Cris Jacobs Band entwickelt daraus ihr ganz eigenes Ding. Wundervolle Gitarren-Hookline ziehen sich beispielsweise durch den kraftvollen, ordentlich brodelnden, bluesigen Opener "Dragonfly". Tolles Percussionspiel, viel Southernflair und ein massives, dreckiges, schwerblütiges, swampiges Gitarrensolo sind die Zutaten. Der Song bietet herrlichen Jam-Freiraum, ebenso wie eine vorzügliche Melodie. Jacobs' Gesang ist großartig. Ähnlich gelagert geht es weiter. Mit dem schwülen "Mama was a redbone" steht ein grandioser Swamp-/New Orleans-/Southern-/Roots-/Bluesrocker auf dem Programm, der dominiert wird von glühenden Slideguitar-Licks und einem "geilen" Delta-Groove. Jacobs "slidet" einfach wunderbar. Die Sümpfe scheinen direkt hinter der Lautsprecherfront zu liegen. Anders Osborne, The Radiators, Sonny Landreth & Co. lassen grüßen. Dann das wunderschöne "Be my stars", ein herrlich melodischer, von einer dezenten Brise Soul durchwehter, erneut mit feiner Percussion, sowie großartigen Pedal Steel-Einsätzen und prächtigem Zusammenspiel aus akustischen und elektrischen Gitarren in Szene gesetzter Rootsrocker, irgendwo pendelnd zwischen flockiger Westcoast-Frische und souligem Memphis-Sound. Klasse! Eine starke Melodie, ein Hauch von Little Feat (Lowell George-Ära), ein dezenter Southern-/Country-Touch, abermals ein herrlicher Groove, exzellentes Lead Gitarren-Picking und magische Pedal Steel-Linien bestimmern das rootsige, fabelhafte "Little piece of heaven", dass sicher auch The Band Of Heathens in Top-Form prächtig zu Gesicht stünde. Anschließend wird es wieder deutlich druckvoller, härter und bluesiger. "Stoned on you" liegt irgendwo angesiedelt zwischen rauem, massivem Bluesrock von Gov't Mule und Joe Bonamassa. Tolles Southern-Flair! Kocht gewaltig! Sehr stark die glühende Parallel Lead-Gitarre zum Gesang von Jacobs, und der dreckige, schwere Groove. Glänzendes, ausgedehntes Gitarren-Solo von Jacobs. Super auch der jammige, sehr variabel strukturierte, geschickt zwischen laut und leise pendelnde, genauso melodische wie spielfreudige Rootsrocker "Redemption bound" (tolles Slide-Intermezzo), wie auch der voller Lockerheit und Leichtigkeit steckende, einen Hauch von Grateful Dead und The New Riders Of The Purple Sage, aber auch von den The Avett Brothers aufweisende, jammige, herrliche Americana-Rocker "Time's worth a million" (faszinierendes Zusammenspiel von Pedal Steel und lässiger E-Gitarre). Keine Frage, die Cris Jacobs Band hat, wenn sie so weiter macht, eine große Zukunft vor sich. Das Debut jedenfalls ist brillant. Von solchen Songs können wir einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. Dragonfly - 4.19
2. Mama Was a Redbone - 4.01
3. Be My Stars - 4.50
4. Little Piece of Heaven - 3.22
5. Stoned On You - 6.00
6. Let Me Lift Up Your Burden - 5.25
7. Redemption Bound - 5.50
8. Time's Worth a Million - 6.24
9. Saddle Up and Ride - 2.30

Art-Nr.: 8322
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dragonfly
Mama was a redbone
Be my stars
Little piece of heaven
Stoned on you
Redemption bound
Time's worth a million

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Jacobs, Cris - dust to gold [2016]
Der in Roots-, Southern- und Jamrock-Kreisen gleichermaßen hoch geschätzte Gitarrist, Singer-Songwriter und ehemalige, langjährige Frontmann von Baltimore's "The Bridge", Cris Jacobs (Cris Jacobs Band), beglückt uns mit einem wunderbaren, prächtigen, atmosphärisch dichten, zuweilen entspannten, aber auch sehr groovy, schwül und kraftvoll kommenden, von großer Vielseitigkeit, jeder Menge "Spirit" und "Feeling" geprägten, neuen Album an der Schnittstelle zwischen Roots, Swamp, Southern Rock, Jamrock, Americana und Blues, das einmal mehr das immense Potenzial dieses fantastischen Musikers und seinen ebenso stark aufspielenden Begleiter aufzeigt. Ein amerikanischer Kritiker drückt es so aus: "The album is a soul-stirring expression of the current chapter of Jacobs' creative evolution, featuring twelve well-crafted songs that masterfully weave through the sweet and rugged landscape of soul, country, folk, blues, gospel, and rock and roll. Through every turn, one can easily feel Jacobs’ reverence to his influences, but the result is an original, eclectic record with a sound that is authentically his. In a given moment, Jacobs’ guitar playing is gritty, soulful, rich, and lyrical. It’s subtle, yet adventurous. His voice is at once sweet and sultry, with a honeyed whiskey croon that delivers his thoughtful, expressive lyrics." Cris Jacobs ist ein toller Sänger voller Wärme, aber auch voller natürlicher Rauheit, ein grandioser Songwriter, und ein irre starker Gitarriost, der hier immer wieder mit vorzüglichem Picking und hinreissenden, scharfen, virtuosen und raffinierten E-Gitarren-Läufen und -Soli aufwartet. In seinen Songs finden sich Spuren solcher Kollegen wie Anders Osborne, den North Mississippi Allstars, The Allman Brothers Band, Little Feat, Lynyrd Skynyrd, aber auch John Hiatt oder Chris Stapleton. Der Eröffnungstrack "The devil or Jesse James" beispielsweise ist eine packende Mixtur aus swampigen New Orleans Rhythmen, rootsigem Blues und kernigem Rock, gepaart mit einem Hauch Psychedelic und jammiger Speilfreude. Herausragend Jacobs vielschichtiges Gitarrenpicking, sowohl auf der akustischen, als auch der elektrischen Gitarre. Fühlt sich mächtig schwül an, diese Nummer, wirkt aber auch entspannt. Ein baumstarker Auftakt. Und es geht so weiter. Hühepunkt reiht sich an Höhepunkt. Etwa mit dem ähnlich gestrickten "Hallelujah hustler", das wieder mit wunderbar "fluffiger" Gitarrenarbeit besticht (Little Feat haben hier ihre Spuren hinterlassen), oder dem meisterhaft inszenierten, hoch melodischen, durchaus entspannten "Cold Carolina", das auf bluesigem Southern-/Roots-/Americana-Terrain zu Hause ist. Eine Nummer, die durchaus auch aus dem Repertoire eines Jason Isbell stammen könnte. Was für ein Groove, welch ein Flow! Herrlich! Saustark auch solche Titel wie etwa der ruppige, dreckige, sehr swampige, mit tierischem Slideguitar-Solo aufwartende Southern-/BLues-/Rootsrocker "Bone digger", das ebenfalls voller brodelnder Southern "Slide-Chops" steckende "Turn into gold", die hinreissend schöne, ruhige, southern-rootsige, voller exzellentem Gitarrenspiel steckende Americana-Ballade "Little dreamer, oder das soulige, funkige, mit toller Orgel-/Gitarrenbegleitung inszenierte "Shine your weary light". Sowohl in der Roots-, Americana-, als auch in der Southern-, Blues-, und Jam-Szene hinterlässt Cris Jacobs erneut eine Aufsehen erregende, die Experten und Fans dieser Musik mächtig beeindruckende Duftmarke. "Dust of gold" ist ein fantastisches Album!

Das komplette Tracklisting:

1. The Devil or Jesse James - 5:25
2. Kind Woman - 3:34
3. Hallelujah Hustler - 4:22
4. Jack the Whistle and the Hammer - 3:20
5. Cold Carolina - 5:35
6. Bone Digger - 4:13
7. Delivery Man - 4:44
8. Turn into Gold - 3:47
9. Little Dreamer - 5:04
10. Break Your Fall - 5:43
11. Shine Your Weary Light - 3:25
12. Leaving Charm City - 4:53

Art-Nr.: 9567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The devil or Jesse James
Hallelujah hustler
Cold Carolina
Bone digger
Turn into gold
Little dreamer
Shine your weary light

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