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Capps, Grayson - scarlett roses [2017]
Mitreißend! Packend! Was für ein prächtiges Album dieses charismatischen Singer-Songwriters "deep from the heart of the south". Der in Opelika/Alabama geborene, nach vielen verbrachten Jahren in Nashville und anschließend in New Orleans nun wieder in Alabama (Mobile) lebende Grayson Capps gilt nun schon seit Jahren als einer der absoluten Lieblinge der amerikanischen Rootsrock-/Americna-/Singer Songwriter-Szene, sowohl bei den Experten und Kritikern, als auch bei den Fans und Kennern der Szene. Dieser Status wird sich mit Capps' neuem, fantastischen Werk "Scarlett roses" noch einmal nachhaltig festigen. Was wir geboten bekommen, ist überaus inspirierter, voller Feuer steckender, kerniger, spannungsgeladener, dreckiger, rauer, und doch so wunderbar klar strukturierter, prächtig hängen bleibender Americana-/Rootsrock voller Abwechslungsreichtum und musikalischer Qualität. Die brodelnde Mixtur reicht von erdigem, ruppigem Rootsrock, Americana, klassischem Storytelling, Blues und kochendem Southern-/Swamp-/JamRock, wobei seine durchweg erstklassigen Songs niemals die Struktur verlieren. Das Werk bringt Capps im übrigen wieder mit seinem langjährigen Weggefährten, dem meisterhaften Gitarristen Corky Hughes zusammen, mit dem er auch immer wieder in Duo-Besetzung live unterwegs ist. HUghes besticht bei diversen Songs mit herausragenden E-Gitarrenläufen. Die übrigen Bandmitglieder sind Rufus Ducote am Bass und Drummer Russ Broussard, sowie bei vereinzelten Tracks Dylan LeBlanc (background vocals), sowie Ehegattin und Produzentin Trina Shoemaker (u. a. Queens of the Stone Age, Dylan LeBlanc, Emmylou Harris, Sheryl Crow, Brandi Carlile, Mike Zito) - alles exzellente Vertreter ihres Fachs. Wunderbare Acoustic- und Electric-Gitarren leiten den grandiosen Opener, das Titelstück "Scarlett roses", ein, der dann mit seinem tollen Gitarrenarrangement (saustarkes Solo von Hughes) und Capps' großartigem Gesang sofort unser ewig hungriges Roots-Herz erobert und sich tief darin verankert. Toll! Das ist ganz große Americana Rock-Kunst! So reiht sich eine bärenstarke Nummer an die nächste, wie etwa das von einer tollen Lap Steel begleitete, unterschwellig schön swampige "Hold me darlin'", das sich sehr harmonisch und trotzdem erdig und dreckig in unsere Ohren schraubende, von einer lässigen E-Gitarren-Begleitung geprägte "Bag of weed", das rau rockende "Thankful", das leicht psychedelisch angehauchte, jammige, mit extrem rauen "rusty guitars" inszenierte, damit ein wenig an Neil Young's Crazy Horse erinnernde, über 8-minütige "Taos", bis hin zu dem herrlich flockigen, sehr melodischen, trotzdem auch wieder rauen Americana Finaltrack "Moving on". Grayson Capps überzeugt auf ganzer Linie. Diese Songs üben eine geradezu magische Anziehungskraft aus. "Scarlett roses" zählt sicher zu den besten "Rootsrock-/Americana"-Werken des nun zu Ende gehenden Jahre 2017. Eine absolute Meisterleistung von Grayson Capps und seinen Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. Scarlett Roses - 4.33
2. Hold Me Darlin' - 3.15
3. Bag Of Weed - 5.44
4. You Can't Turn Around - 4.17
5. Thankful - 3.12
6. New Again - 4.34
7. Hit Em Up Julie - 2.50
8. Taos - 8.28
9. Moving On - 4.08

Art-Nr.: 9564
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Scarlett roses
Hold me darlin'
Bag of weed
Thankful
Taos
Moving on

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Capps, Grayson - the lost cause minstrels [2011]
"One of the finest Southern troubadours", Grayson Capps, mit seinem fünften Album - einer überaus inspirierten, feurigen, spannungsgeladenen Mixtur aus dreckigem Rootsrock, Americana, klassischem Storytelling, brodelndem Blues und kochendem Southern-/Swamp-Rock, die einen unmittelbar packt und nicht mehr los lässt. Der in Opelika/Alabama geborene, nach vielen verbrachten Jahren in Nashville und anschließend in New Orleans nun wieder nach Alabama (Mobile) zurückgekehrte Capps gilt schon seit Jahren als ein Liebling der amerikanischen Kritiker - völlig zu Recht. "Take the poetry of Texas troubadour Townes Van Zandt, combine with Steve Earle s edgy attitude and stir with a little cup of the bayou-blues (think Howlin' Wolf) and you start to get a taste of Capps's scrumptious gothic gumbo", heisst es beispielweise in einer Stellungnahme. Das passt absolut, doch man sollte es bezüglich des neuen Albums noch etwas spezifizieren. "The lost cause minstrels" (so nennt er im übrigen auch seine aktuelle, fantastische Band, ein "who's who of the finest players on the Gulf Coast music scene") strotzt nur so vor bluesigen, swampigen und southern-souligen Elementen, verbunden mit einem wunderbar rootsigen, Country- und Americana-Flair, besticht mit umwerfenden Grooves und grandiosem Songwriting sowie hin und wieder mit einem prächtigen, geheimnisumwitterten, mystischen "Voodoo"-, manchmal auch einem unterschwelligen "Southern Gothic"- und "Los Angeles Noir"-Feeling. Eine magische, faszinierende Mischung! Sehr stark wirken in diesem Zusammenhang die markanten "Choruses" in vielen Refrains, Die, wie gesagt, durchweg exzellenten Songs, wirken immer rau und ursprünglich und sind dennoch, produziert von Trina Shoemaker (Queens of the Stone Age, Dylan Leblanc, Sheryl Crow) und Grayson Capps, in einem prächtigen Sound umgesetzt. Manchmal hören wir großartige, lockere Singer-/Songwriter-Nummern in bester Steve Earle-Manier, dann dynamischen, rootsigen Twang-Rock, mal einen heissen Roadhouse-Blues, typische New Orleans-Klänge, urigen Memphis-Soul, dann wieder kochenden Dixie-fried Swamp-/Blues-/Southern Rock. Doch so abwechslungsreich und unterschiedlich die Songs auch sein mögen, sie sind untrennbar miteinander verbunden. Der exzellente Opener "Highway 42" beispielsweise ist ein herrlich groovender, voller Southern- und Swamp-Soul steckender, flotter, lockerer, dennoch sehr erdiger Rootsrocker mit einem klasse Countryrock-Touch, arrangiert in einem erstklassigen Banjo-, Gitarren-, Mundharmonika-Gewand. Tolle Melodie! Am Schlagzeug sitzt hier übrigens der gute, alte Jerry Marotta. Oder das auf tollem Drumming und einer viel Spannung aufbauenden Storyteller-Mentalität basierende, schön bluesig und jazzig groovende, dabei jede Menge New Orleans-Dixieland-Flair versprühende, faszinierende "Coconut moonshine" (saustark hier die effizient integrierten, heissen Bläser-Segmente), der schwer groovende, von rauen, fetten E-Gitarren dominierte, druckvolle, die Sümpfe ordentlich zum Brodeln bringende Mississippi Southern Rocker "John the dagger" (pendelt irgendwo an der Schnittstelle zwischen Anders Osborne und Gov't Mule, starke Slide-Licks), das traumhaft in Szene gesetzte Taj Mahal-Cover "Annie's lover" (ein wunderbar melodischer, flüssiger, lockerer Country-Blues mit tollen Lap Steel-Linien und feinen Piano-Klängen), das total an Little Feat erinnernde, mit einem schönen Mardi Gras-Feeling versehene, jammige "Ol' slac", wie auch der kochende, ungemein kraftvolle, dreckige Blues-/Southern Rocker "No definitions", der schließlich in einem minutenlangen, zündenden, fetten Gitarrensolo mündet (Capps' Gitarrist Corky Hughes mit einer Bravourleistung) - all diese Nummern üben eine magische Anziehungskraft aus. Auch Capps' starke, Staub-gegerbte Stimme passt wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge zu dieser großartigen Musik. "The lost cause minstrels" ist vielleicht sogar Capps' beste Arbeit bislang überhaupt. Ein tolles Werk eines charismatischen Singer-Songwriters "deep from the heart of the south".

Das komplette Tracklisting:

1 Highway 42 - 3:57   
2 Coconut Moonshine - 4:17   
3 John the Dagger - 3:25   
4 Jane's Alley Blues - 4:07   
5 Chief Seattle - 4:17   
6 Yes You Are - 4:23   
7 Annie's Lover - 2:41   
8 Ol' Slac - 4:29   
9 Paris, France - 2:51   
10 No Definitions - 6:05   
11 Rock 'n' Roll - 3:42

Art-Nr.: 7418
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Highway 42
Coconut moonshine
John the dagger
Jane's Alley Blues
Chief Seattle
Annie's lover
No definitions

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