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Bad Company - hard rock live ~ cd & dvd-set [2010]
CD & DVD-Set! Jubel bei den Classic Rock-Fans! Verständlich, denn das ist wirklich eine Freude: Prächtiger Live-Mitschnitt der legendären Bad Company aus dem Jahre 2008, und zwar im Original-Besetzung (natürlich ohne den im September 2006 verstorbenen Original-Bassisten Boz Burrell)! Im Jahre 2008 trommelte Paul Rodgers seine alten Kumpels für ein einziges Konzert zusammen, das aus rechtlichen Gründen nötig war, um die Namensrechte "Bad Company" für das (verbliebene) Original Line-Up endgültig zu sichern. Natürlich liessen sich die Kollegen nicht lange bitten, und so fand diese Veranstaltung schliesslich am 8. August 2008 im restlos ausverkauften Seminole Hard Rock Hotel & Casino von Hollywood in Florida/USA statt. Es wurde ein großartiges Reunion-Fest! Frenetisch vom Publikum gefeiert, zeigte die Band eine genauso erfrischende wie routinierte (das ist alles andere als negativ gemeint) Vorstellung, bei der der Spass, den die Band hatte, prima rüber kommt. Ex Free-Drummer Simon Kirke, ex Mott The Hoople-Gitarrist Mick Ralphs, und Paul Rodgers (verstärkt durch den zweiten Gitarristen Howard Leese und Bassist Lynn Sorensen) präsentierten sich in hervorragender Verfassung. Vor allem Paul Rodgers ist in einer gnadenlos guten Form! Seine Stimme hat aber auch gar nichts von ihrer aussergewöhnlichen Klasse eingebüsst. Im Gegenteil! Auch heute noch zählt er ohne jeden Zweifel zu den besten Rock-Sängern des Planeten! Der Mann verfügt noch immer über eine unglaubliche Bühnen-Präsenz. Die Setlist ist ein wundervoller Streifzug durch die ersten fünf Alben der Band. Ein Klassiker jagt den nächsten, doch auch etwas seltenere Titel wie "Simple man" und "Honey child" vom "Run with the pack"-Album oder "Gone, gone, gone" von "Desolation angels" standen auf dem Programm. Doch egal, welche Nummer sie auch spielen, sie hauen das Zeug mit einer Frische raus, als sei es erst heute entstanden. Zeitloser, unsterblicher, straighter Classic Rock "in it's purest and finest form"! Wenn man sich dieses Material in seinen so natürlichen 2008er Versionen erneut verinnerlicht, versteht man, warum Bad Company ganze Generationen von klassischen Gitarren Rockbands beeinflussten und auch weiter beeinflussen werden. Eine tolle Reunion-Show! Ein historischer Anlass! Einfach großartig, dass dieses Konzert mitgeschnitten und mitgefilmt wurde - und zwar jeweils in einer makellosen Qualität. Sowohl CD, als auch die DVD (toll, die Jungs "auf dem Bildschirm im Wohnzimmer" live zu erleben) enthalten das komplette Konzert. Die CD ist mit rund 79 1/2 Minuten prallstens gefüllt, die DVD läuft, da alle Pausen und Ansagen ungeschnitten übernommen wurden, noch einmal knapp 10 Minuten länger. Bad Company are still alive! Klasse! Die DVD ist im übrigen "code free" und läuft somit auf jedem DVD-Spieler!

Die komplette Setlist (DVD & CD identisch):

1 Bad Company - 5:48   
2 Honey Child - 3:52   
3 Burnin' Sky - 6:07   
4 Gone, Gone, Gone - 4:41   
5 Run With The Pack - 4:33   
6 Live For The Music - 5:14   
7 Seagull - 4:19   
8 Feel Like Makin' Love - 4:56   
9 Movin' On - 3:21   
10 Simple Man - 4:56   
11 Rock Steady - 4:09   
12 Shooting Star - 5:47   
13 Can't Get Enough - 4:31   
14 Rock 'N' Roll Fantasy - 4:35   
15 Ready For Love - 8:28   
16 Good Lovin' Gone Bad - 4:01

Art-Nr.: 6793
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Daniels Band, Charlie - essential super hits ~ limited edition mit bonus dvd [2004]
Tolles neues Teil der Charlie Daniels Band! Achtung, nicht von dem albernen Albumtitel abschrecken lassen! Das ist zwar eine neue "Best of", aber was für eine! Das Besondere: Alle Tracks sind speziell für diese Zusammenstellung mit der aktuellen Besetzung der Band neu eingespielt worden. Das Resultat ist klasse! Die Charlie Daniels Band setzt den Trend ihrer letzten Alben fort und präsentiert sich weiterhin schön knackig, rockig und druckvoll. Southern Rock, wie ihn die Fans von "good ole" Charlie mögen! Auch den legendären Countryrock-Nummern hat er noch einmal frischen Wind eingehaucht! Wir hören jede Menge fette Southern Gitarren, lange Soli, herrliche Twin-Passagen, aber auch Charlie's Fiddle-Einlagen fehlen nicht, die er zum Teil in interessantem Parallelspiel mit der elektrischen Lead-Gitarre einsetzt. Doch nicht nur, daß es sich ausschließlich um Neuaufnahmen handelt ist erfreulich, auch die Titelauswahl kann sich wahrhaft sehen lassen! So dürfen sich die Fans unter anderem auf eine super Neuaufnahme des Klassikers "The south's gonna do it again" mit glühenden Gitarrensoli freuen (bei dieser Aufnahme ist als Gast Country Gitarren-Wizard Keith Urban mit einem Solo zu hören), wie auch auf eine großartige, Slide-getränkte, satte, neue Version von "Long haired country boy" (Gesangsgäste: Hal Ketchum und John Berry), auf das unvermeidliche "The devil went down to Georgia" in neuem Gewand, oder eine toll groovende, funkig, riffige Version von "Trudy"! Weitere Titel: "Still in Saigon" in einem von wunderbaren, satten Southern-Twin-Gitarren geprägten Sound mit feurigen Lead-Läufen, das gut abgehende, swingende "Texas" mit Gast Lee Roy Parnell an der Slide, das starke "Simple man" in einem aus Acoustic Slide und Electric Slide kombinierten, dezent swampigen Gewand, das drückende, brodelnde, wieder mit klasse Twin-Gitarren getränkte "The legend of Wooley Swamp", oder den prachtvollen, zusammen mit Travis Tritt eingespielten, knackigen Uptempo Southern-Country-Rocker "Southern boy" mit seiner starken Instrumentierung aus Fiddle, Honky Tonk Piano und würzigen E-Gitarren. Auch der Lynyrd Skynyrd-Hymne "Freebird" haben sie sich noch einmal angenommen und eine klasse neue 6 1/2-Minuten-Version eingespielt, dessen finales Instrumenatlgewitter aus den obligatorischen E-Gitarren und Charlie's wüster Fiddle besteht. Ebenfalls u.a. noch vertreten sind Neuaufnahmen von "In America", "Drinkin' my baby goodbye", "Uneasy rider" (in einer tollen, semi-akustischen Version) und das rare "This ain't no rag, it's a flag"! Die Charlie Daniels Band steht noch immer voll im Saft und poliert mit diesem Album (16 Tracks / 66 1/2 Minuten) einige ihrer legendären Klassiker, wie auch ein paar nicht unbedingt erwartete Stücke, noch einmal so auf, daß man resümieren muß: Nicht nur "The south has done it again", nein, die "Charlie Daniels Band has done it again" - und zwar äußerst beeindruckend! Und als ob das noch nicht genug wäre, gibt es das Album bis auf weiteres in limitierter Ausgabe auch noch mit eine Bonus DVD! Inhalt: 5 aktuell gedrehte Video-Clips von den Songs "Texas" (mit den Gästen Ray Benson von "Asleep At The Wheel" und Lee Roy Parnell an der Slide), "Long haired country boy" (in der Version vom Album mit Hal Ketchum und John Berry), "In America" (ein klasse Live-Mitschnitt), "Last fallen hero ( in einer Acoustic Live-Session) und "Southern boy" (mit Travis Tritt)! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ist schon eine lobenswerte Geschichte, die Charlie Daniels seinen Fans mit diesem Teil beschert: Tolle, sehr gut ausgewählte Tracklist...- alles neu aufgenommen...- und oben drauf noch 'ne Bonus-DVD! Da kommt Freude auf!

Art-Nr.: 2639
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Indigenous - broken lands [2008]
"Native American Guitarslinger" Mato Nanji und seine Freunde mit einem traumhaften, neuen Album! So wunderbar kann Roots-based Bluesrock sein! Als Indigenous vor rund 10 Jahren die Bühne des Bluesrock-Circuits betraten, schlugen Mato mit seinem atemberaubenden, oft an Stevie Ray Vaughan erinnernden Gitarrenspiel, sein Bruder Pte am Bass, seine Schwester Wanbodi am Schlagzeug und Cousin Horse (Percussion), alle dem Stamm der Nakota-/Sioux-Indianer angehörend, ein wie eine "Bombe". Sie waren, und sind es natürlich auch heute noch, so etwas wie die neue Vorzeige-Institution harten, intensiven, mit einem deutlichen Jam-Spirit durchzogenen Gitarren-Bluesrocks! Was hat sich nach einer Dekade geändert? Aus der ehemaligen "Familienbande" ist nur noch Mato übrig geblieben. Die anderen haben sich in aller Freundschaft, ohne den Hauch von Meinungsverschiedenheiten, mittlerweile anderen Aufgaben zugewandt, und Mato führt das Projekt "Indigenous" mit neuen Musikern und neuem Elan weiter. "Everybody decided to go their own way, leaving me to carry on Indigenous," sagt Mato zu dieser Entwicklung. "Playing with my family for 10 years was a lot of fun, but it was time to grow." So rekruierte er zusätzlich den großartigen Slide-Gitarristen Kris Lager, den Keyboarder Jeremiah Weir, Bassist Aaron C. Wright, Drummer Kirk Stallings und Percussionist Chico Perez in die Band (zum Teil war diese Truppe auch schon beim Vorgänger "Chasing the sun" mit an Bord), deren erstes gemeinsames Resultat auf CD nun das fantastische "Broken land" ist. Nich mehr ganz so intensiv wie früher, aber nicht minder kraftvoll und vor allen Dingen ungeheuer inspiriert, tendiert die Musik von "Broken lands", das thematisch einiges über die Historie und das Leben in den Reservaten zu erzählen hat, etwas mehr in Richtung Roots- und American Heartland Rock, was unter dem Strich zu einer grandiosen Synthese aus Roots- und Bluesrock führt: Traumhaftem Roots-based Bluesrock! Tolle Melodien, hinreißende Grooves, großartig hängen bleibende Strukturen, und doch diese Verspieltheit, dieses Fließende, diese unterschwellige Jam-Freude und dieser stets spürbare Hang, irgendwann zu einem dieser, von lässiger Percussion unterstützten, glühenden, unwiderstehlichen Gitarren-Ausflüge anzusetzen. Mato Nanji's "heroes" wie Stevie ray vaughan, Jimi Hendrix, Carlos Santana, aber auch Los Lobos, Gov't Mule oder gar John Mellencamp hinterlassen dabei durchaus ihre Spuren. Auch eine Menge Southern-Esprit ist immer wieder spürbar. Der wunderbare Gitarrensound, durch den zweiten Gitarristen noch vielschichtiger geworden, wird immer wieder durch dezente, aber prägnante Orgel- und Klavierklänge bereichert. Es passt einfach prächtig. Und Mato's Gesang war nie besser! Herrlich bluesige Riffs und wundervolle, erdige, würzige Gitarrenlicks bestimmen den kraftvollen, dennoch sehr gediegen wirkenden, von einer großartigen Melodie und lässigem Groove geprägten, seeligen Roots-/Bluesrocker "Should I stay", der unsere verwöhnten Roots-/Blues-Ohren unverzüglich in einen Zustand angenehmsten Wohlbefindens und höchster Zufriedenheit versetzt, der sich auch im weiteren Verlauf des Albums zu keiner Minute mehr verflüchtigt. Toller Refrain mit schönem Background-Gesang von Mato's Gattin Leah Nanji (zudem, bis auf eine Ausnahme, Co-Writerin aller Songs), brennendes Gitarrensolo von Mato! Was für ein Start in dieses grandiose Album! Nicht minder stark geht's mit dem langsamen, erneut sehr melodischen, aber kraftvollen, rootsig-bluesigen "Eyes of a child" weiter (tolle Bottleneck-Arbeit von Kris Lager), ehe die Energie mit dem kernigen, von großartigen, parallel zum Gesang eingesetzten Gitarrenlicks und straighten, satten Riffs bestimmten Knaller "Place I know" deutlich zunimmt. Hat gut Dampf! Klasse Jam-Feeling! In dem fast 3-minütigen, von einem tollen Percussion-Groove getragenen Instrumentalfinish brilliert Mato mit wunderbaren Gitarrenläufen. Teilweise hat man den Eindruck, drei Gitarristen führen einen glühenden Schlagabtausch! Flüssig, jammig, locker, voller spürbarer Spielfreude, frisch und lässig geht es bei dem flockigen "All I want to see" zur Sache, ehe man mit "I can't pretend" zu einer hinreißenden, von kochenden E-Gitarren und wunderschönen, klaren Linien geprägten, herrlich melodischen, rootsigen Heartland Rock-/Bluesrock-Ballade ansetzt, die sicher bei dem ein oder anderen pure Gänsehaut entfachen dürfte. Großartig hier die dezente Orgel-/Piano-Untermalung in Verbindung mit den transparenten Gitarren. Ungemein stark beispielsweise auch der semi-akustische Blues-Shuffle "All night long" mit toller Acoustic-Slide, der trockene, dynamische, von zwischen Hendrix und SRV liegenden Riffs geprägte, straighte Bluesrocker "Just can't hide", der ordentlich abgehende, sehr knackige und melodische Uptempo-Bluesrocker "Make a change" (toller Schlagzeug-Drive, tierisches Electric Lead-/Slide-Guitar Wechsel-Solo im Break), oder die rootsige, voller Southern-Spirit steckende (die Licks erinnern gar entfernt an Lynyrd Skynyrd), mit wundervollen, vielschichtigen Gitarren und großartigen, glühenden Soli gespickte Ballade "Waiting", mit der das Album genauso stark endet, wie es gut 54 Minuten zuvor begonnen hatte. Nach den Veränderungen in der Band herrscht bei Mato Nanji und seinen Freunden eine regelrechte Aufbruchstimmung, die sich wunderbar in der Musik widerspiegelt. "'Broken Lands' makes me feel like I did when Indigenous was just starting out," sagt Nanji. "We were excited about making music and making records, and maybe getting to tour all over the United States, which we did. Now Indigenous is a new band again and I feel that same excitement, but this time, when we start touring in August, I want to take these new songs and this great sounding band all over the world." Wir nehmen Dich beim Wort, Mato! Laßt Euch mal in unseren Gefilden blicken, die Fans werden Euch zu Füßen liegen! Bis dahin (und darüber hinaus), ergötzen wir uns an diesem famosen Album! "Broken land" ist einfach wunderbar!

Die Tracklist:

1 Should I Stay - 4:12   
2 Eyes of a Child - 4:57   
3 Place I Know - 5:16   
4 All I Want to See - 4:33   
5 I Can't Pretend - 4:24   
6 All Night Long - 3:58   
7 Just Can't Hide - 4:28   
8 Make a Change - 3:33   
9 It's Alright with Me - 4:43   
10 Let It Rain - 3:56   
11 Still Remember - 4:30   
12 Waiting - 5:39

Art-Nr.: 5913
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Should I stay
Place I know
All I want to see
I can't pretend
Make a change
Waiting

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Johnson, Jay Jesse - strange imagination [2007]
"If you like Stratocasters and Marshalls, get this one and crank it way up"! Dieser Slogan passt perfekt zu Jay Jesse Johnson's tollem Bluesrock-Album "Strange imagination", das diesem Burschen einen festen Platz im Herzen der Genre-Fans bescheren dürfte. Johnson, ein begnadeter Gitarrist, zählt seit gut 25 Jahren zu den besten und gefragtesten "Saitenverbiegern" des amerikanischen Mittelwestens. Im Alter von 10 begann er mit dem Gitarrespielen und schon mit 14 machte er die Clubs zwischen Indiana und Connecticut unsicher. Lange Jahre spielte er u.a. in der East Coast Rock-Band "Cryer"und war der Gitarrist von Jeff Cannata's Band "Arc Angel". Doch seine Liebe gehörte von Beginn an dem Late Sixties- und Early Seventies- verwurzelten Blues-based Rock oder rockin' Blues, wie immer man es auch bezeichnen mag. Die Einflüsse reichen von Jimi Hendrix bis Robin Trower, von Johnny Winter bis zu Stevie Ray Vaughan, von Cream bis zu Free, aber auch die Fans von den Buddaheads oder Joe Bonamassa werden total auf Johnson's Musik abfahren. Der Bursche ist "one hell of a guitarist", dazu ein hervorragender Sänger und ein ganz ausgezeichneter Songwriter. Beste Voraussetzungen also für ein prachtvolles Gitarren Bluesrock-Werk - und genau das ist es ohne jede Einschränkung geworden. Zielsicher agiert Johnson an der Schnittstelle zwischen Clasic Rock und Blues, zaubert einen starken Somg nach dem anderen aus dem Handgelenk, die alles bieten, was das Herz der Fans begehrt: Abgehende Boogies und groovende Shuffles, erdige und kraftvolle Slow Blues-Balladen, kochende "Heavy"-Bluesrocker, and furiose, kantige Riff Rock-Kracher - immer wieder durchzogen von Johnson's brillantem, glühenden und sehr würzigem, virtuosen Gitarrenspiel. Dabei dominieren neben den exzellenten Soli auch ganz ausgezeichnete, gut hängen bleibende Hooklines. Hervorragend auch die immer mal wieder sehr effizient eingesetzten Orgel-Ergänzungen. Und dieser Groove - einfach großartig! Los geht's mit dem tollen, satten "funked-up" Bluesrocker "Strange imagination", dessen kraftvolle Rhythmik und feurigen Riffs Johnson im Break mit einem hervorragenden, leicht "schwebenden", retro-psychedelischen, aber viel Esprit versprühenden Gitarren-Intermezzo auflockert. Der Bursche und seine Band kommen prima in Fahrt und verwöhnen uns im Anschluß daran mit dem baumstarken, von einem hinreißenden Groove und traumhaften, bluesigen, viel Southern-/Swamp-Feeling versprühenden Hooks geprägten "Business at hand", das sehr kraftvoll, aber auch überaus lässig aus den Lautsprechern fließt, als stamme es aus einer vergangenen, gemeinsamen Session von Bad Company und Stevie Ray Vaughan. Und weiter geht's auf diesem Level: Erneut ein schönes Southern-Flair, ein "piledrive rhythm" und eine klasse Melodie bestimmen den zündenden, von brillanter Gitarrenarbeit und unauffällig aber effektive eingesetzten Orgel-Ergänzungen geprägten, famos groovenden Boogie-/Shuffle-/Bluesrocker "Can't give up on love", ehe bei dem würzigen rockin' Slow-Blues "Waiting on the train" ein deutlicher Cream-/Clapton-Einfluß spürbar wird. Was für ein großartiger, rund 2-minütiger, wieselflinker, glühender, dreckiger Gitarrenausflug - der Bursche spielt wie der Teufel! Dazu ein dezenter Orgel-Background und wieder eine feine Melodik! Einen von erstklassigen Percussion-Grooves und prächtigen Rhythmen, genauso dynamisch wie locker und "rund" nach vorn gehenden Uptempo-Bluesrocker bekommen die Fans danach mit dem knackigen "Rockin' train" präsentiert. Nimmt im Mittelteil nochmal gewaltig Fahrt auf, durchzogen von einem satten Monster-Gitarrensolo! Weitere, absolute Highlights: Der von Hendrix-ähnlichem Gitarrenspiel geprägte, schwergängige, fette Bluesrocker "Jump into the fire", das von einem wunderbaren Midtempo-Groove und quirligen, brodelnden Gitarrenläufen bestimmte "Liberty", oder auch der "heiße", mächtig abgehende, von einem furiosen, fetten Gitarrendrive angetriebene, viel Southern-Feeling versprühende, dampfende Bluse Rock'n Roll-Feger "Laura Lee", den auch die Georgia Satellites hätten raushauen könnten. Rund 56 1/2 Minuten lang verwöhnen uns der Mann aus Connecticut und seine exzellente Band mit zündendem Classic-Bluesrock vom Allerfeinsten! Jay Jesse Johnson - ein Meistergitarrist mit einer Meisterleistung! Und noch etwas: "This album is meant to be played loud"!

Art-Nr.: 5476
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Business at hand
Can't give up on love
Waitin' on the train
Rockin' train
Liberty
Laura Lee

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Laidlaw - the foam box sessions [2006]
Yep! Da lacht das (Southern)Rock'n Roll-Herz! Die unter den Southern Rock-Freunden (viele zählen die Band sogar zum erweiterten Southern Rock-"Dunstkreis"), wie auch unter den Kennern erstklassiger, straighter, Gitarren dominierter American Rock-/Hardrock-Musik gleichermaßen hoch im Kurs stehemden Laidlaw, um den vorzüglichen Gitarristen und Songwriter Craig DeFalco, melden sich in der Szene mit einem "Paukenschlag" von Album (ihr drittes bis dato) mehr als eindrucksvoll zurück! Das Teil ist ein schlichtweg ein Knüller! Und das, obwohl sie mit dem dritten Album nicht nur den dritten Sänger präsentieren (doch was hat dieser Robbie Locke für eine großartige, erdige, fette Rock-Röhre), sondern "Leader" DeFalco seit dem letzten, ebenfalls sehr starken Album, auch die komplette Restmannschaft ausgetauscht hat. Neu an Bord des mittlerweile in Houston/Texas ansässigen Quintetts sind nun noch der zweite Gitarrist Brian Huffman (spielt so ziemlich alles, was 6 Saiten hat), Bassmann Eric Jarvis (der zwischendurch auch als dritter (!) Slidegitarrist in Erscheinung tritt) und Drummer Greg Hokanson - allesamt Meister ihres Fachs! Unglaublich, wie und wo Defalco stets solch exzellente Musiker für seine Truppe zusammentrommelt! Wie dem auch sei, es tut der Entwicklung und vor allen Dingen der Klasse der Band keinen Abbruch - im Gegenteil! Sie präsentieren sich in grandioser Verfassung! Härter, rauer und auch in Puncto Kraft im Vergleich zum Vorgänger von 2003 noch eine Schippe nachlegend, geht die Grundtendenz eher wieder zu den Roots des ersten Albums "First big picnic", wobei man stets, und auch das ist ein Markenzeichen von Laidlow, viel Wert auf eine hervorragende Melodik legt! In der Basis beeinflußt von Bands wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, ZZ Top, Led Zeppelin und Bad Company (zuweilen finden sich auch Spuren straighter Klänge solcher Kollegen wie den Black Crowes oder den Screaming Cheetah Wheelies, läßt man mal deren Jam-Neigungen außen vor) entwickeln sie einen ungemein muskulösen, fleischigen, wunderbar direkt und erdig in Szene gesetzten, massiven und druckvollen Sound, der von Starproduzent Joe Hardy (u.a. ZZ Top, Steve Earle) perfekt auf den Punkt gebracht wurde. Kraftvolles, schön "krachendes" Drumming, antreibende Basslinien und die allgegenwärtigen massiven Riffs und kochenden, glühenden Läufe der beiden Gitarreros "knallen", im vollen "Rock-Saft" stehend, nur so aus den Lautsprecherboxen, daß es die helle Freude ist! Nach einem kurzen Intro (Radiosender-Durchlauf mit News) startet das Album mit dem flammenden Eröffnungs-Kracher "Revolution is coming", der wie eine, von einer klasse Melodie durchsetzten Kombination aus Led Zeppelin- und Black Crowes-Tugenden auf den begeisterten Zuhörer losbricht. Donnernder, prachtvoller, textlich sehr engagierter, Southern-fueled Riff-Hardrock mit "schneidenden", fetten Gitarrenlicks und viel Biß! Der gelungene Tempowechsel gegen Ende des Stückes intesiviert noch einmal den Drive und die eh schon mächtige Power! Große Klasse! Wie auch der herrliche, von swampiger Acoustic Slide und gut Gas gebenden Drums stilecht eingeleitete, fulminante, satte Southern-Heartland-Rocker "Let your love light shine", der einerseits vor Kraft nur so strotzt, andererseits aber runter geht wie Öl! Schon in den Textzeilen attestieren sie ihre allseits bekannte Liebe zu Lynyrd Skynyrd mit Textzeilen wie "I got Skynyrd on the radio, playing my favorite song", doch die gesamte Nummer demonstriert nachhaltig, warum die Band in Southern-Kreisen so geschätzt wird. Ein tolles Arrangement, eine großartige Melodie und ein prachtvolles, kochendes Gitarrensolo im Break lassen die Herzen der Fans höher schlagen. Apropos Lynyrd Skynyrd: Präsentierte Gitarrist Craig DeFalco auf dem vorangegangenen Album durch die Aneinanderreihung jeder Menge Skynyrd-Songtitel noch eine Hommage an Ronnie van Zant und seine Freunde, so tut er gleiches diesmal mit einem ebenso gelungenen Tribut an Led Zeppelin! "Swan song" heißt die Nummer, deren Text ausschließlich aus Zeppelin-Titeln zusammengebastelt wurde. Kommt in einem tollen, massiven Gewand aus typischen Zeppelin-Riffs und -Linien, wie man sie in etwa zur "Houses of the holy"-Phase gehört hat! Voller Kraft und kerniger Riffs, mit einem ordentlichen Druck dahinter, feuern sie uns anschließend das großartige, massive "War machine" entgegen (tolle Wah Wah-Klänge im Hintergrund), das genauso satt und "saftig" klingt, wie die beiden wunderbaren, herrlich ins Ohr gehenden, straighten Riff-/Rock-Knaller "Sunshine woman" und das nicht minder abgehende "Nascar superstar"! Wie es der Titel schon vermuten läßt: Hier läuft der Motor auf Hochtouren und der "Asphalt glüht"! Tolle Slide-Gitarren, klasse Southern Rock-Feeling! Eine absolute "Hammer"-Nummer hören wir mit dem bärenstarken "Austin City Wendy": Krachender, herrlich Blues-getränkter (tolle Bluesharp), mit ungemein satten Riffs, treibendem Bass und donnernden Drums ausgestatteter, rauer, aber melodischer Power Southern-Rock voller Groove, pulsierender Schwüle und grandiosen, glühenden Twin-Slideguitar-Läufen, daß es nur so kocht! Super! Aus ähnlichem Holz besteht das nicht minder starke, druckvolle "Down so long" mit seiner abermals hervorragenden Melodie, den dreckigen Wah Wah-Riffs und seinem überaus abwechslungsreichen Arrangement. Lediglich zwei Nummern kommen etwas balladesker, ohne jedoch an entscheidender Power einzubüßen: Der wunderschöne, entspannt flockige, sich nachhaltig in den Gehörgängen festsetzende Melodic Hardrocker "Are you living your dream" mit seinem klasse Gitarrensolo in der Mitte und das gefühlvolle "A little time", mit dem sie dieses exzellente Album abschließen! Verrückt, auch Laidlaw zählen zu den Bands, bei denen man sich immer wieder kopfschüttelnd wundert, daß die großen Plattenbosse noch nicht auf sie aufmerksam geworden sind. Statt dessen "tüftelt" vor allen Dingen Craig DeFalco weiterhin eher im "Rock'n Roll-Niemandsland" an der Karriere seines Kindes "Laidlaw", vertreiben sie ihre famosen Alben weiterhin höchst selbst - und das, wo sie mit einer solchen Klasse und Professionalität auftreten, die so manchem etablierten Act deutlich in seine Schranken verweist! Uns kann's egal sein, wir freuen uns immer wieder über jeden neuen Knüller, den uns die Jungs präsentieren. Und wir erwähnten es bereits eingangs: Ein "Knüller" ist "The Foam Box Sessions" ohne "Wenn und Aber"! Voll im Saft stehender, fetter Southern-rooted Hardrock vom Allerfeinsten! Play it loud!

Art-Nr.: 4247
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let your love light shine
War machine
Austin City Wendy
Nascar superstar
Are you living your dream
Down so long

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Los Lobos - good morning aztlán ~ limited edition [2002]
2 CD-Set! Limited Edition mit 2-Track Bonus Live-CD! Neues Album zum 25-jährigen Jubiläum der Band, und was für eins! Sonderlich schwächere Alben hat es von ihnen ja nie gegeben, doch so stark haben wir sie lange nicht mehr gehört. Die Beimischung von elektronischen Elementen, wie das auf ihren jüngsten Studioproduktionen oft zu hören war, sind passé. Mit "Good morning Aztlán" kehren Los Lobos aus East L.A. zunehmend zu ihren Roots zurück, ohne daß sie auch nur im Geringsten an Innovation und Kreativität einbüßen! Ganz im Gegenteil! Sie klingen aufregend, wie eh und jeh! Das ist brennender Roots-Rock/Retro-Rock/Latino-Rock mit einer Authentizität, die einem die Straßen von East L.A wie im Traum vor den Augen erscheinen läßt. Die Anklänge an frühe Werke, wie "By the light of the moon" sind wieder deutlicher, ebenso die Rootsrock-Elemente. Auf der einen Seite legen sie gesteigerten Wert auf einprägsamere und eingängigere Melodien, während die Songs auf der anderen Seite unglaublich rauh klingen, zum Teil regelrecht dreckig. Dazu kommen ein tierischer Groove und verspielte kleine Jammings, die live sicher wunderbar auszudehnen sind. Die dominanten Instrumente sind die Gitarren. Was für großartige, ausgedehnte E-Gitarrensoli liefern sie uns ab! Dazu ist David Hidalgo's Gesang eine wahre Wonne! Die Kombination all dessen, verbunden mit Los Lobos' unglaublicher Musikalität und Virtuosität machen das Album zu einem echten Knüller. Erdig roh, mit unglaublicher Power und Dynamik geht es los! "Done gone blue" ist ein kochender, druckvoller Roots-/Latino-Rock-Titel mit rotierendem, groovendem Schlagzeug, treibendem Bass und mehreren begnadeten E-Gitarrensoli, unterbrochen von einer heißen Sax-Einlage! Schon steht die Bude unter Dampf, ohne das Melodie und Struktur vermißt würden. Es stimmt einfach alles, sie haben den Sound, auch dank Co-Produzent John Leckie, voll auf den Punkt gebracht. Mit "Hearts of stone" folgt eine schwüle, mit leichtem 70's Soul versehene, herrlich melodische Midtempo-Nummer. Fast kommt ein wenig Swamp-Jam-Feeling auf! Nach einem rhythmischen Latino-Intermezzo gehts beim Titelstück wieder mit Vollgaß weiter! Rauher Roots Rock'n Roll mit mächtig Drive und einer herrlichen Melodie. Trotz des dreckigen Sounds werden Erinnerungen an "How will the wolf survive/One time one night"-Tage wach. Irre Gitarren! Bluesig, wieder mit starken Gitarren und ebenso starker Melodie geht es sehr gefühlvoll auf "The big ranch" weiter. Bestechend das interessante Arrangement zwischen laut und leise! Nach dem relaxten Latin L.A.Westcoast-Stück "The word" mit feinen Flamenco-Gitarren und toller Percussion, dem feurigen, mit brasilianischen Rhythmen gewürzten "Malaqué", kommt die wunderschöne Roots-/Americana-Ballade "Tony y Maria", das wohl ein Sequel zu "Matter of time" von "How will the wolf survive" darstellen soll. Auch nach 25 Jahren sind Los Lobos alles andere als stagniert. Sie gehören noch immer zu Amerika's interessantesten Rockformationen und spielen auf einem fast schon beängstigend hohem Level. David Hidalgo, Cesar Rosas, Steve Berlin, Louie Pérez und Conrad Lozano in bestechender Form! Bis auf weiteres liefern wir die limitierte 2 CD-Edition mit den beiden Bonus Live-Tracks "Can't stop the rain" und "Manny's bones" sowie einer CD-Rom-Dokumentation über das Entstehen von "Good morning Aztlán"!

Art-Nr.: 1230
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Silver Travis - take the high road [2009]
Es ist ein recht abgedroschener Spruch, doch von Zeit zu Zeit ist dieses Zitat einfach unerlässlich: "The South has done it again"! Zutreffender kann man es nicht auf den Punkt bringen, denn 6 Southern Boys aus altem "Schrot und Korn", beheimatet in Spartanburg/South Carolina (jawohl, der Heimatstadt der legendären The Marshall Tucker Band) beglücken die Southern Rock-Welt mit einem ganz wunderbaren Album! Die Rede ist von Silver Travis und ihrem zweiten Werk "Take the high road"! Schon nach wenigen Momenten des Hörens wird einem klar, das Teil hat das Zeug zu einem absokluten Klassiker! Hier stimmt alles: die Herkunft der Band, das prächtige Songmaterial, die wirklich exzellenten instrumentellen Fähigkeiten jedes einzelnen Musikers, die Spielfreude, die absolute Identifizierung mit ihrer Musik, das Herz, die Seele - authentischer kann Southern Rock nicht sein! Silver Travis sind alles andere als "grüne Jungs" in der Szene. Ursprünglich bereits im Jahre 1981 gegründet, machten sie schnell die Clubs und Konzerthallen rund um Spartanburg und im gesamten Süden der USA unsicher. Eine loyale, große Fanbase war die Folge. Man teilte sich die Bühne mit nahezu allen Größen des Genres, wie beispielsweise 38 Special, jammte mit den Jungs von Lynyrd Skynyrd und The Marshall Tucker Band. Zu letzteren baute man schnell ein enge Freundschaft auf. Doch nicht nur das dürfte der Grund sein, warum die MTB zu dem vielleicht größten Einfluss für die Silver Travis Band wurde. Doch Mitte der Achtziger brach die Band, ohne je ein Album aufgenommen zu haben, auseinander und geriet praktisch in Vergessenheit. Rund 20 Jahre später, 2005, schließlich tauchte die Truppe wie Phönix aus der Asche wieder auf. Die große Liebe zur Southern Rock-Musik hat sie nie losgelassen und schlußendlich wieder vereint. Das Feuer brannte noch immer und erste lokale Erfolge stellten sich ein. Man veröffentlichte endlich sein Debutalbum, wurde als Touring Band für die berühmte Bonnie Bramlett verpflichtet und spielte immer wieder mit Leuten aus dem Lynyrd Skynyrd-, Marshall Tucker-, Molly Hatchet-, und Charlie Daniels-Dunstkreis. Nun haben sie mit ihrem zweiten Werk "Take the high road" ihr Meisterstück abgeliefert! Aufgenommen im den ehemaligen Marshall Tucker-Musikern Tim Lawter und Jerry Eubanks gehörenden Studio 151 in South Carolina spielen Silver Travis lupenreinen, klassischen Southern Rock mit den Spuren all der bereits erwähnten Kollegen (auch The Allman Brothers Band sei hier noch genannt) und haben doch längst ihren eigenen Stil gefunden. Man agiert nicht unter Volldampf, sondern spielt eher locker und flüssig, aber voller Würze und Energie. Mit zwei Gitarristen (Lead Gitarrist Randall Calvert ist eine absolute Kapazität an seinem Instrument, der einem immer und immer wieder mit seinen exzellenten Soli den "sweet southern smell" um die Nase wehen lässt), einem hervorragenden Keyboarder, der den Sound stets mit feinstem Piano- und Orgelspiel unterlegt, einer großartigen Rhythmus-Fraktion und einem exzellenten Sänger (Rick Cash ist ein toller Sänger mit einem vorzüglichen Southern-Organ), gelingt der Band ein Pracht-Song nach dem nächsten. Auffällig neben dem erwähnten, erstklassigen Gitarrenspiel und starken Gesang ist das Feeling für tolle Grooves und eine wunderbare Melodik. Die immer wieder prima ins Ohr gehenden Refrains stecken voller schöner Harmonien. Ein herrliches, herzhaftes Gitarrensolo leitet den von einem tollen Midtempo-Groove getragenen Openeer "You done me wrong" ein, der sofort das Herz eines jeden Southern Rock-Liebhabers höher schlagen lässt. Traumhafte, quirlige, lockere, aber durchaus dreckige Gitarrenläufe ziehen sich mit all ihrer Southern-Würze durch den gesamten Song, getoppt von einem furiosen Solo im Break. Stilgerecht begleitet wird das Ganze von unauffälligem, aber effektivem Klavierspiel. Dazu Rick Cash's ausgezeichneter Gesang, der sofrot ins Ohr gehende Refrain und die eine feine Portion Soul einbringenden, weiblichen Background Gesänge. Hat etwas von Lynyrd Skynyrd, den Allmans, Marshall Tucker, klingt aber dennoch wie "pure" Silver Travis! Southern Rock in vollster Blüte! Deutlich straighter, mit kochenden, funky Rhythmen und erdigen Riffs geht's weiter. "Wishing well" heisst die Nummer, die darüber hinaus von dezenter Piano-/Orgel-Untermalung und glühenden, virtuosen Lead Gitarren-Läufen, inklusive eines prächtigen Solos, bestimmt wird. Schon hier wird klar: Die Klasse der Band ist über jeden Zweifel erhaben! Und dann das traumhaft melodische "High road": Frische, klare, den Duft South Carolina's ins Musikzimmer bringende Acoustic Gitarren-Riffs sprudeln aus den Lautsprechern, ein lässiger, flockiger Rhythmus mit einem feinen Countryflair folgt, hintergründige Hammond Orgel, eine wundervoll in Szene gesetzte, würzige, auf Melodik bedachte Lead Slide-Gitarre, Cash's klasse Gesang - wir erleben einen von faszinierenden E-Gitarren, wie sie "southerner" nicht klingen können, und tollem Pianospiel geprägten Midtempo-Southernrocker, wie er wohl weder Skynyrd, noch der Marshall Tucker Band jemals wieder gelingen wird. Nach der grfühlvollen Ballade "Bad case of loving you" (tolles Lead Gitarren-Spiel), fahren Silver Travis mit dem einerseits lockeren, andererseits ordentlich brodelnden "Time for a change" den nächsten Knüller an der Schnittstelle der Charlie Daniels Band und den Allman Brothers auf. Dezent funkige Riffs, tolle Southern Twin-Leads, bärenstarke E-Gitarre und ein lässiges, unterschwellig jazziges Ambiente! Beim etwas Latin-angehauchten, jammigen, schon lage im Live-Repertoire der Band befindlichen, "Santana meets Allmans"-Instrumental "El segundo" lassen es sich die ex Original Tucker-Boys Jerry Eubanks (herrliches Saxophon-/Lead Gitarren-Parrallel-Spiel) und Paul Riddle am Schlagzeug nicht nehmen, ihre Kollegen aus Spartanburg tatkräftig zu unterstützen. Es folgt die nächste Traum-Nummer: "Southern poet" ist ein herrlich melodischer, flockiger Midtempo-Southernrocker, der wahrscheinlich, wäre er in der Blütezeit der Marshall Tucker Band geschrieben worden, einen zentralen Platz auf deren "Searchin' for a rainbow"-Album eingenommen hätte und locker Hits wie "Fire in the montain" gefolgt wäre. Was für wunderbare Gitarrenlinien. Randall Calvert spielt wie einst Toy Caldwell. Und das Verrückte: Er kann's auch so gut! Southern Rock-Herz, was willst Du mehr? Kräftig, kantig, riffig und dreckig gerockt wir dann bei dem dampfenden "Honky Tonk shuffle"! Hier scheinen Lynyrd Skynyrd und 38 Special zusammen zu treffen. Stoff, der die Roadhouses des Südens zum Kochen bringen dürfte! Bluesig, unterschwellig jazzig und schön jammig können sie's auch, wie das tolle "Rooster" eindrucksvoll beweist. Es ist alles gesagt! Der "Sechser" aus Spartanburg knüpft nahtlos an die goldenen Zeiten des Southern Rocks an! Der geneigte SR-Fan lechzt regelrecht nach solchen Scheiben, von denen es leider in dieser Klasse viel zu wenige gibt. Vieles, was in den letzten Jahren als vermeintlich starke, neue Southern Rock-Truppe versucht wurde, ins Rampenlicht zu stellen, lässt die Silver Travis Band weit hinter sich. Klassischer, authentischer, lupenreiner Southern Rock lebt - auch anno 2009! Der Silver Travis Band sei Dank!

Das komplette Tracklisting:

1. You Done Me wrong (4.50)
2. Wishing Well (3.49)
3. High Road (3.24)
4. Bad Case Of Loving You (5.20)
5. Time For a Change (3.48)
6. El Segundo (5.01)
7. Southern Poet (5.23)
8. Low Down Ways (3.39)
9. Honky Tonk Shuffle (3.59)
10. Rooster (2.47)
11. Drivin' Me Wild (4.36)
12. Saw Mill RD (2.37)

Art-Nr.: 6286
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You done me wrong
Wishing well
High road
Time for a change
Southern poet
Honky Tonk Shuffle
Rooster

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Whiskey Myers - road of life [2008]
Wenn der "ewig hungrige" Southern Rock-Fan bei dieser Truppe nicht ins Schwärmen gerät, wann dann? "The best new Southern Rock Band in the land"! Begeisternd! Ein kleines, euphorisches "Wahnsinn" muß hier einfach mal erlaubt sein! Den "Red Dirt"-Rock in den Genen, den Southern Rock im Herzen - und sie lassen ihrem Herzen freien Lauf! Mit 3 vorzüglichen Gitarristen (2 Lead, 1 Rhythmus), darunter zwei exzellente Sänger (einer davon mit viel Bezug zum unvergessenen Ronnie van Zant), einer ungemein tighten Rhythm-Section aus Bass und Schlagzeug, unbändiger, unverbrauchter Spielfreude und immensen musikalischen Fähigkeiten spielen Whiskey Myers auf, als wollten sie die goldenen Zeiten großer Southern Rock-Bands wieder aufleben lassen. Und was soll man sagen: Es besteht nicht der Hauch eines Zweifels, daß ihnen dies mit ihrem grandiosen Album "Road of life", im übrigen produziert von Mike McClure (The Mike McClure Band) in Vollendung gelungen ist. Diese junge Truppe ist wie eine Frischzellenkur für ein ganzes Genre! Vor einigen Jahren begannen die beiden musikalisch äußerst talentierten Freunde Cody Cannon (Lead vocals, Rhythm guitar) und Cody Tate (Lead vocals, Lead guitar) aus dem ost-texanischen Provinznest Elkhart mit dem Schreiben eigener Songs. Als dann mit John Jeffers ein weiterer, überaus versierter Lead Gitarrist hinzustieß, gründte man die Band "Lucky Southern", die fortan begann, die örtlichen Clubs unsicher zu machen. Nach einiger Zeit schlug man sein Domizil schließlich in Tyler/Texas auf, installierte den hervorragenden Bassisten Gary Brown (im übrigen ein Cousin von Cody Cannon) und den nicht minder starken Drummer Jeff Hogg in der Band und benannte sich schließlich in "Whiskey Myers" um. Vom allerersten Auftritt an, den Whiskey Myers seinerzeit in Montalba/Texas absolvierten, baute sich zwischen der Band und den Fans eine ungewöhnlich starke, gegenseitige Anziehungskraft auf. Von disem Zeitpunkt an, begann die Popularität der Band in ganz Texas in Windeseile zu wachsen. Plötzlich wurde die Band im ganzen Land bekannt. Ihre großartigen Live-Shows, ihre "soulful vocals and high energy twin guitars" eroberten die Bühnen des "Lonestar-states" und die Herzen der Fans. Ihre Anhängerschaft wächst in einem geradezu beängstigenden Tempo. Whiskey Myers' Musik basiert auf verschiedenen Stilrichtungen verschiedener Epochen, im Wesentlichen aber auf den Einflüssen klassischer Siebziger Jahre Rock-, Southern Rock- und Jamrock-Bands, wie Lynyrd Skynyrd, Led Zeppelin und The Allman Brothers Band. Wie kaum eine andere Band schlägt das Quintett dank seiner großen musikalischen Fähigkeiten eine wunderbare Brücke dieser Retro-Wurzeln zu "modern day Texas Red Dirt-Acts" wie beispielsweise Reckless Kelly oder Cross Canadian Ragweed. Doch, wie gesagt, in erster Linie fröhnen Whiskey Myers dem Southern Rock! Die Arrangements werden bestimmt von großem Abwechslungsreichtum und viel Kraetivität, prachtvollem Songwriting, unendlicher Spielfreude, jugendlicher Frische und Unbekümmertheit, aber auch von erstaunlicher musikalischer Reife und Kompetenz, instrumenteller Versiertheit und jeder Menge Spirit und Inspiration. Fette, satte Gitarren überall, mal mit ausgedehnten, kochenden Lead-Duellen und Gitarrenschlachten, mal mit herrlich lockeren, flüssigen, eingängigen Soli. Ausgelassene Spielfreude mit herrlichen Licks und Hooklines (einige lange Tracks, 2mal über 8 Minuten, 1mal über 9 Minuten demonstrieren die Jam-Neigung der Band), kochende, dampfende Riffs und glühende Saiten-Attacken treffen auf hervorragende Melodien! Eindeutig, Whiskey Myers sind große Lynyrd Skynyrd-Verehrer, doch sie machen sich deren Trademarks in einer derart spannenden und geschickten Art und Weise zu eigen, das dabei Songs in einer Klasse herauskommen, wie sie die legendären Southern Rock-Helden schon lange nicht mehr hinbekommen. Mit einem starken, Gitarren-begleiteten "Aufwärm-Drumming" startet der packende Opener "Thief of hearts", ehe das Intro Sekunden später von krachenden, schmetternden, straighten und dreckigen Riffs abgelöst wird, stets begleitet von wunderbaren, feurigen Lead Gitarren-Läufen. Der Sänger hat das Timbre eines Ronnie van Zant, und die Gitarrenlinien und Rhythmen ziehen eine tiefe Furche durch das Terrain der frühen Lynyrd Skynyrd! Schon mit diesem ersten Stück wird die Southern Rock-Welt Whiskey Myers wie die "Retter" des Genres abfeiern.Diese "Killer"-Nummer wäre in der Blütezeit des Southern Rocks ohne Zweifel zu einem Riesen-Hit und Klassiker des Genres avanciert. Nicht minder stark, doch deutlich lockerer, geht's weiter: "Kyle hope" ist ein traumhafter, "Red Dirt"-Countryrock-infizierter Southern Rocker mit einer herrlichen Melodie und wundervollen, lässigen, dennoch sehr würzigen Lead Gitarren, die irgendwo der Schnittmenge zwischen Dickey Betts (The Allman Brothers Band), Hughie Thomasson (The Outlaws) und Toy Caldwell (The Marshall Tucker Band) entsprungen zu sein scheinen. "Gone away" ist eine, von einem leichten Retro Hippie-/Psychedelic-Flair und erneut viel Skynyrd-Feeling unterwanderte, exzellente Ballade mit toller Acoustic- und E-Gitarren-Begleitung - dreckig, rau, sehr spielfreudig, wunderbar melodisch und mit einem ausgedehnten, glühenden Lead Guitar-Finish, das jedes Southern Rock-Herz zum Rasen bringt. Apropos "Hippie": Der Titel "Hippie's lament" ist Programm und klingt, als sei er in den frühen Siebzigern geschrieben worden. Grandioser, Blues-getränkter, von raffinierten Tempowechseln und tollen Gitarrenausflügen geprägter Retro-Rock! Hier lebt die Band schon im Studio ihr Jam-Potenzial aus, was dann live sicher zu einem mit fantastischen Gitarrensoli präparierten Happening für die Fans ausarten dürfte. Hat Spuren von Led Zeppelin, den Allmans, The Black Crowes, Tishamingo, aber auch von Cross Canadian Ragweed. Das Titelstück "Road of life" ist erneut ein Parade Southern-Rocker mit herrlich melodischem Refrain, kochenden Riffs und locker aus dem Handgelenk gespielten, dennoch satten, brennenden Gitarrenläufen. Auch bei der über 8-minütigen, viel Allmans- und Skynyrd-Feeling versprühenden, dazu von einem bluesigen Countryfeeling tangierten Ballade "Melancholy Blues" (tolle Mundharmonika-Fills, traumhaftes, sich stetig steigerndes, melodisches, schließlich in einer regelrechten "Schlacht" endendes Gitarren-Finale), und dem ebenfalls gut 8-minütigen, dampfenden Outlaw-/Southern-Rocker "American outlaws" kommt pure Southern Rock-Freude auf. Erst nach knapp 74 (!) Minuten endet dieser mitreißende Trip durch die blühenden Landschaften des Southern Rocks, doch der Finger klebt schon "wie magnetisiert" an der Repeat-Taste des CD-Spielers um die Reise erneut zu starten. Whiskey Myers haben mit "Road of life" ein phänomenales Debut hingelegt, dem, da darf man sich jetzt schon sicher sein, noch weitere Großtaten folgen werden. Dieser Band kann sich kein ernsthafter Southern Rock-Fan verwehren! "Rock it out", Whiskey Myers!

Die Tracklist:

1 Thief of Hearts - 4:38   
2 Kyle Hope - 3:41   
3 Gone Away - 5:00   
4 Lonely East TX Nights - 4:20   
5 Hippie's Lament - 5:31   
6 Road of Life - 3:59   
7 Melancholy Blues - 8:19   
8 Goodbye Girl - 5:38   
9 Summer 2005 - 3:54   
10 American Outlaws - 8:22   
11 Nobody Knows Her Name - 5:20   
12 Russell's Song - 5:11   
13 Tya - 9:40

Art-Nr.: 5867
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Thief of hearts
Kyle hope
Hippie's lament
Road of life
Melancholy Blues
American outlaws

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Widespread Panic - ball [2003]
Tja, was wird die Fans erwarten? Da ist es nun, das ertse Widespread Panic-Studioalbum nach dem tragischen Tod von Lead-Gitarrist Michael Houser. Im Gegensatz zu früheren Gewohnheiten, als die Band die Stücke kommender Alben schon lange Zeit zuvor live präsentiert hatte, sind sämtliche Songs diesmal komplett unbekannt. Nichts wurde bislang live vorgestellt! Die große Panic-Fanbase tappte völlig im Dunkeln! Und was sollen wir sagen? Kein Grund zur Beunruhigung, ganz im Gegenteil! "Ball" ist ein bärenstarkes Album geworden. Widespread Panic in absoluter Top-Verfassung! Welch ein großartiges Songwriting prägen die 13 erstklassigen Tracks. Es gibt keinerlei Durchhänger! Insgesamt ist der Sound vielleicht nicht ganz so druckvoll ausgefallen, wie bei ihren letzten Veröffentlichungen, ohne dabei jedoch das rockige Element und die herzhaften Riffs zu vernachlässigen. Die nötige Kraft ist nach wie vor vorhanden. Vielmehr ist damit gemeint, daß die neue Panic-Musik einfach etwas flüssiger wirkt. Sie kommt ungemein locker rüber, geht zuweilen runter wie Öl! Das verleiht dem Sound eine permanente Frische! Auch die Melodien sind noch ausgeprägter, wirken noch "schöner" als zuletzt, ohne dabei jedoch auch nur im geringsten zu "mainstreamig" zu geraten. Überhaupt nicht! Die Rhythmusarbeit, das wunderbare Percussionspiel, der Groove, und insbesondere die Bereitschaft für ausgedehnte Jammings sind ausgeprägt wie eh und je. Widespread Panic's Rock/Jamrock/Southernrock liegt auf "Ball" vielleicht näher an den Allman Brothers als je zuvor, wartet aber gleichzeitig auch immer mal wieder mit dezenten, nie störenden, unaufdringlichen Psychedelic-Spritzern auf, läßt auch Country-Elemente mit einfließen und verbreitet ein gepflegtes Hippie-Feeling! Klar werden viele Fans Michael Houser vermissen, doch der neue Gitarrist George McConnell, ein alter Panic-Spezi und Kumpel von John Hermann, hat sich sofort voll in der Band integriert und einen zentralen Platz eingenommen. Positiv wirkt sich aus, daß er nicht versucht Houser zu ersetzen, sondern mit seiner Art des Gitarrenspiels neue Impulse und frische Element in den Panic-Sound einbringt. Und er hat es drauf! Sehr variantenreich, meist nicht so "laut" wie Houser, viel weicher und sehr locker spielt er seine Soli, um dann auch wieder einmal kraftvolle Läufe und satte Riffs folgen zu lassen. Ein klasse Mann! Dementsprechend locker, aber mit einem flotten Rhythmus aus lässigen Bongos, begleitet von einer herrlichen Acoustic Gitarre und einer tollen Orgel, startet das Album dann auch mit der ersten Nummer! "Fishing" ist gleich ein richtiger Knüller-Track! Recht verhalten, aber dennoch sehr inspiriert, leicht schwebend und herrlich frisch, von dezentem Southern-Flair umgeben und viel Jam-Feeling ausgestattet, fließt der Song aus den Boxen. John Bell's Gesang war nie besser! "Thin air", die Folgenummer, besticht mit einem ordentlichen funky Latino-Drive und jeder Menge "heißen" Rgythmen, dazwischen immer wieder satte, rockige Riffs. Im Mittelteil gibt's ein prächtiges Percussion-Intermezzo, fette Basslinien von Dave Schools und tolle Gitarrensoli von McConnell! Nach dem kräftigen Southernrocker "Tortured artist" im typischen Panic-Sound mit starkern Gitarren, folgt das frische, lässige "Papa Johnny road", durch das sich neben wunderbarer Slide-Gitarre auch excellente Parallel- unt Twin-Gitarrenphasen ziehen. Dazu eine klasse Melodie und ein luftiges Southern-Feeling! Nach dem bärenstarken, herzhaften Riffrocker "Sparkle fly" hören wir schließlich einen Traum von einem astreinen, southern-eingefärbten, frischen, flockigen Countryrock-Song. Der kommt mit seiner Melodie und der wunderbaren Steelguitar so luftig und locker rüber, als spüre man einen frischen leichten Wind, der im Morgentau über die Weiten eines golden farbenen Kornfeldes bläst. Herausragend auch das 8-minütige "Nebulous", das zuerst ordentlich kräftig rockend beginnt, voller starker und satter Riffs, sich dann aber, nach einem abrupten Tempowechsel, in einem ausgedehnten, progressiv anmutenden, leicht psychedelischen Jamming aus klaren, hellen Gitarren-Spielereien und viel Percussion verliert. Viel Siebziger-Feeling und sogar ein Hang zum Pink Floyd-Sound dieser Zeit ist zu erahnen. Großartig, wie sie das mit ihrem ureigenen Panic-Sound verschmelzen. Im Anschluß an den großartigen Final-Rocker "Travelin' man" findet sich dann als "hidden track" noch ein rund 10-minütiges interessantes, schwerblütiges, southern-bluesiges Instrumental-Jamming. Eine neue, pre Michael Houser-Ära von Widespread Panic hat begonnen. Und das gleich mit einem hochkarätigen Album! Abwechslungsreich und inspiriert! Respek! "Ball" ist ein weiterer, ganz großer Wurf einer der besten Jam-Bands unserer Zeit! Widespread Panic at it's Top!

Art-Nr.: 1842
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

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