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Steepwater Band, The - turn of the wheel [2020]
Yeah! Leute, was hat sich das Warten gelohnt! Chicago's premier Southern-/Blues-/Classic-/Jam-Rock-Truppe, die famose Steepwater Band, um die beiden fantastischen, teils wie entfesselt aufspielenden Gitarristen und Sänger Jeff Massey und Eric Saylors, beehrt uns 4 Jahre nach dem saustarken "Shake your faith" endlich wieder mit einem neuen Studioalbum - und was für einem "geilen"! "Turn of the wheel" schließt nicht nur nahtlos an den Vorgänger an, sondern setzt in puncto Reife, Songmaterial, Intensität und Leidenschaft glatt nochmal einen drauf. Über 20 Jahre Bühnenerfahrung sprechen für sich. Druckvolle, kochende Riffs, furiose Lead Gitarren- und Slide-Ritte, jammige Soli, wunderbare Grooves, Power, Spirit, Spielfreude, eine natürliche Rauheit, straighte Rhythmen, pure musikalische Lust und Kompetenz - die Steepwater Band (das Line-Up wird neben den beiden schon erwähnten Gitarristen durch Gründungsmitglied und Drummer Joe Winters sowie den neuen Bassisten Joe Bishop vervollständigt) nimmt uns mit auf einen fantastischen, mitreißenden, abwechslungsreichen und stets spannenden Trip in die ganz eigene Welt ihres unwiderstehlichen, facettenreichen, bei aller Jam-Neigung sehr Song-orientierten, stets die Ecken und Kanten wahrenden, kernigen Southern-/Roots-/Blues-/Classic Rock-Cosmos. Die Gitarrendominanz ist enorm. Was Jeff Massey und Eric Saylors leisten, ist einfach "berauschend". Sie ergänzen sich meisterhaft. Immer wieder bringen sie sich mit umwerfenden, sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen anstachelnden, vielseitigen, lichterloh brennenden, die pure Spielfreude offenbarenden, genauso jammigen wie glänzend strukturierten, rauen, erdigen, dreckigen und doch so wunderbar unsere Sinne durchdringenden Soli, darunter viel Slidegitarre, ein. Das Album startet direkt mit dem Titelstück "Turn of the wheel", gleich einer absoluten "Killer"-Nummer. Das Intro bilden unwiderstehlich groovende Drums und Congas (Gast Freddie Gonzalez), brodelnde, straighte Gitarrenriffs setzen ein und eine wunderbare Lead Slidegitarre zieht ihre Kreise. Der Gesang ist ebenfalls richtig klasse, teils schön dreckig, die Melodie nimmt einen unmittelbar mit, genau wie das gesamte Arrangement aus massiven, zündenden Gitarren vor einem ausgewogenen Orgel-Hintergrund (Gast-Keyboarder Chris Grove). Und dann dieses Slide-Solo im Mittelteil - irre! Dieser kochende, kraftvolle, bluesige Gitarren Southern-/Classic-Rocker lässt absolut keine Wünsche offen, zeigt die Band sofort auf einem Top-Level und bringt die Akteure und ihre Fans gleichermaßen in Windeseile auf Betriebstemperatur. Der Steepwater-Motor läuft auf Hochtouren und ist für den Rest des Albums nicht mehr zu stoppen. Weiter geht's mit dem von mächtig "schweren", breitgefächerten Gitarren umgebenen, fett rockenden "Trance", das mit seiner Straightness einerseits und den variablen, jammigen Instrumentalpassagen andererseits wohl auch einem Warren Haynes und Gov't Mule bestens zu Gesicht stünde. Mit dem herrlichen, sehr melodischen "In the dust behind" zeigt sich die Steepwater Band dann von einer lockereren Seite. Wir hören einen flüssigen, wunderbaren, leicht Country-infizierten Rhythmus. Die klaren Gitarren und der Gesang strahlen viel Harmonie aus, wirken aber dennoch staubig, erdig und alles andere als glatt geschliffen. Und das großartige E-Gitarren-Solo in der Mitte ist total "southern". Bei dem genialen "Big pictures" brennt die Hütte dann wieder lichterloh. Mit unbändiger Wucht pflügen Massey und Saylors den Acker mit ihren Gitarren in bester Neil Young & Crazy Horse-Manier um, als gäbe es kein Morgen. Was für ausgedehnte, raue, gewaltige Soli. Eine Wonne! Da dürfen "Old Neil" und seine Jungs schon mal neidisch rüber nach Chicago blicken. Die Konkurrenz schläft nicht - im Gegenteil! Eine Mörder-Nummer! Gespickt mit kochenden "Exile on Main Street"-kompatiblen, "stonesey" Riffs kommt das anschließende, wunderbar geradeaus rockende "Please the believer", doch was die Steepwater Band zu ihren Gunsten von den Stones unterscheided, sind die beiden "rattenscharfen", glühenden Soli der Gitarrenkönner. Große Klasse auch das schön southern eingefärbte, dezent an The Black Crowes erinnernde, straight und fett rockende "Make it right" (schönes, klimperndes Piano), der dreckige, massive Bluesrocker "Lost on you" (furiose, raue Gitarrensoli, auch Wah-Wahs und Slide), sowie das das Album standesgemäß abschließende, ein wenig Beatles-beeinflusste, sehr jammige "The peace you're looking for". Die Bandmitglieder sagen selbstbewußt zu diesem Werk, dass es wohl ihr bislang bestes sei und genau aufzeigt, wo sie musikalisch mittlerweile angekommen sind. Nun überrascht das nicht sonderlich, da sicher die meisten Künstler über ihre jeweils aktuelle Veröffentlichung so urteilen werden, doch in diesem Fall kann man das als Außenstehender, der die Entwicklung der Band praktisch seit ihren Anfängen aufmerksam begleitet, nur bestätigen - ohne dabie ihre Vorgängeralbum in irgendeiner Weise schmälern zu wollen. Die waren auch alle klasse! Wie dem auch sei: Die Steepwater Band präsentiert sich ohne jeden Zweifel in brillanter Form! "This is the honest grit and sweat of Rock 'n' Roll"!

Das komplette Tracklisting:

1. Turn of the Wheel - 3:38
2. Trance - 4:29
3. Running from the Storm - 3:14
4. In the Dust Behind - 3:37
5. That's Not the Way - 4:59
6. Big Pictures - 6:15
7. Please the Believer - 4:08
8. Lost on You - 3:50
9. Make It Right - 4:31
10. Abandon Ship - 3:51
11. The Peace You're Looking For - 4:40

Art-Nr.: 10054
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Turn of the wheel
Trance
In the dust behind
Big pictures
Please the believer
Lost on you
Make it right
The peace you're looking for

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