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Foster, Radney - another way to go [2002]
Radney Foster in der Form seines Lebens! Dem gehen die guten Ideen und die begnadeten Songs wohl nie aus. Das verdient schon eine Menge Respekt! Mittlerweile 43 Jahre alt, geling dem in Del Rio, Texas (= Titel des ersten Albums) geborenen Foster (ehemalige Hälfte des in den End-Achtzigern in Nashville sehr erfolgreichen Duos Foster & Lloyd) mit seinem insgesamt 5. Soloalbum , dem ersten Studioalbum seit 4 Jahren, ein fantastisches Vorzeige-Country-, New Country-, Countryrock-Album voller Hingabe, Energie und mit sehr viel Gefühl, bei dem sein ihm angeborenes rootsiges Texas-Flair immer präsent ist. Ein vollmundiger, satter Gitarrensound (zum Teil sind mehrere Gitarren parallel im Einsatz) bestimmt das Geschehen. Dazu bestechend starkes Songwriting und eine tolle Melodie nach der näxhsten. In vielen Momenten kommen die neuen Songs der späten Foster & Lloyd-Zeit sehr nahe, sind aber immer angereichert mit trockenen und rootsigen Americana-Elementen. Das Album steckt voller radiotauglicher New Country- und Countryrock-Songs, doch nie verkauft sich Foster mit seiner Musik dem Kommerz. Spielend schafft er es diese ganz schmale, so schwer zu treffende, dafür aber umso kultiviertere und künstlerisch anspuchsvollere Linie zwischen Chartpotential und eigener Kreativität, zwischen radiofreundlich und rootsig zu treffen. Die Songs, so schön sie auch sind, bewahren immer ihren erdigen, ursprünglichen, ehrlichen Charakter. Damit wird er sowohl seine alten Foster & Lloyd-Fans, als auch die anspruchsvolle Rootsrock/Americana/Countryrock-Gemeinde, die hinter Leuten wie Buddy Miller & Co. steht, begeistern. Ein Album ohne Schwachstellen! Hier stellvertretend ein par Kurzanalysen: Voller satter Gitarren, unterstützt von tollem Mandolinenspiel (Chris Thile) geht es mit dem herrlichen Ohrwurm "Real fine place to start" knackig, schmissig, countryrockig und vollsoundig in bester Foster & Lloyd-Manier los. Es folgt der nächste Knüller-Song, das superbe "Everyday angel", gewidmet einem New Yorker Feuerwehrmann, der beim Einsatz am 11. September sein Leben lassen mußte. Ein wiederum sehr knackiger. melodischer New Country-Song mit tollem Gitarrensound, wie aus einem Guß, mit dem sich für Radney Foster, und das völlig verdient, auch wieder erste Charterfolge einstellen. In den Texas-Music-Countrycharts ist das Lied bereits auf Nr. 1 geschossen! Nach der feinen, rootsigen Ballade "Again", dem trockenen Countryrocker "Sure feels right" mit Kim Richey als Gast-Sängerin, dem schönen, leicht folkigen "Disappointing you", dem coolen, von dezentem Memphis Blues- und Funk-Feeling begleiteten rockigen Countrysong "I got what you need", folgt wieder so eine fetzige Countryrock-Nummer, knochentrocken arrangiert, aber mit satten Gitarren und einer herrlichen Melodie. Danach lassen bei "What it is what you do" die Stones aus besten "Honky Tonk women"-Tagen grüßen. Es scheint Keith Richards sei bei Foster & Lloyd eingestiegen. Anschließend gibt Foster zusammen mit Kollegin Chely Wrght einen von ihm und Nashville-Legende Harlan Howard kurz vor dessen Tod geschriebenen wunderschönen Countrysong zum Besten. Tolles Klavier, herrliche Baritone-Gitarre, eine feine Fiddle und eine traumhafte Melodie machen das Stück zu einem echten "Hit"! Nach weiteren starken Tacks gibt es schließlich zum Ausklang des Albums noch das Titelstück - und das ist nochmal eine übbrragende, pure, ehrliche Countryrock-Nummer für die Ewigkeit. Knackige Drums, rockige Gitarren mit super Soli, feine Mandoline, starker Gesang, Drive, Power - was will man mehr. 13 Songs mit etwas mehr als 51 Minuten Spielzeit bescheren uns einen ganz großen Wurf von Radney Foster. Unsere ehrfürchtige Verneigung in Anerkennung dieses Werkes ist ihm sicher. Vielleicht das Stärkste, was er bislang veröffentlicht hat. Und das will was heißen, waren doch die vergangenen Alben wahrlich auch nicht von schlechten Eltern...

Art-Nr.: 1136
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Foster, Radney - are you ready for the big show? ~ live [2001]
Aufgenommen am 21. und 22. September 2000 im kleinen Continental Club zu Austin/Texas bietet uns ein sich in absoluter Hochform befindlicher Foster (ehemals eine Hälfte des in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern so erfolgreichen Country-/Countryrock-Duos Foster & Lloyd) mit seiner fantastischen Begleitband wirklich ein ganz großes, außergewöhnliches Konzerterlebnis. Die intime Atmosphäre diese Clubs nutzt Foster ganz bewußt, um sein 4. Solo-Album live einzuspielen. So kann er seine Spontanität, seine von wunderbaren Melodien durchzogenen Songs, auch dem Zuhörer weit weg von Austin, in ihrer ganzen Natürlichkeit und Reinheit vermitteln. Das gelingt den Jungs so etwas von gut, daß man meint, man befände sich inmitten dieses Clubs. Der Sound ist fantastisch! Foster und seine Freunde spielen sich sowohl durch "altes" Material seiner drei bisherigen Alben, als auch durch 6 brandneue Titel. Einer besser, als der andere! Großartiges Material! Dabei strahlt die Band eine faszinierende Magie aus. Spielen sie Country, Countryrock, Rootsrock, Texas-Singer/Songwriter-Rock, Americana, Alternate Country?... - auf jeden Fall spielen sie ihre rootsig, "staubige" Musik mit einem Gefühl und einer "Seele", die einen unmittelbar in ihren Bann zieht. Die Songs sind alle auf einer akustischen Grundbasis arrangiert. Doch das ist alles andere als lasch oder langweilig, da sich zu dieser Basis das herausragende E-Gitarrenspiel des excellenten Gitarristen Mike McAdam gesellt. Zumeist spielt er eine grandiose Slidegitarre, die in Verbidung mit der ebeso toll gespielten Mandoline von Chris Thile einen hochinteressanten Acoustic/Electric-Mix ergibt. Durch diese Kombination entsteht ein tolles Spannungsfeld. Dazu dieser verrückte Drummer Matt Thompson, der sich auch der musikalischen Möglichkeiten von diversen Kannen, Blechdosen, Biergläsern -wohl so alles, was dort herumliegt- bedient. Und das tolle: alles klingt harmonisch und paßt wunderbar zusammen. Enthält auch seine Charterfolge "Just call me lonesome" und "Nobody wins" in diesem tollen neuen Soundkleid. Als Sahnehäubchen gibt es als Bonus dann noch zwei brandneue Studiotracks dazu: Den fetten, unglaublich gefälligen Countryrocker "Tonight" (gibt's gleich zweimal, ist nämlich auch der Opener des Livekonzertes) und eine überaus gelungene Neueinspielung des Foster & Lloyd-Klassiker "Texas in 1880", bei der Pat Green aushilft. Ein saustarkes Album! Ein faszinierendes Live-Dokument! Ja, wir sind bereit für diese "big show"! 60 Minuten pure Qualität!

Art-Nr.: 1137
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Foster, Radney - del rio, texas revisited: unplugged & lonesome [2012]
Was für eine tolle Idee und was für eine noch bessere Umsetzung! Zwanzig Jahre ist es her, seitdem Radney Foster nach der Trennung des so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd sein Solo-Debut "Del Rio, Texas, 1959" veröffentlichte. Die Scheibe wurde ein Country-Klassiker, der 5 Top 40-Songs abwarf und Radney Foster den großen Durchbruch bescherte. Die kommerziellen Nashville-Zeiten sind unterdessen allerdings lange vorbei, doch nach wie vor gilt Radney Foster als einer der ganz großen, etablierten Singer & Songwriter Texas', als einer DER Red Dirt-Ikonen, der immer wieder fantastische Alben veröffentlicht. Nicht zuletzt kam es ja kürzlich auch zur Foster & Lloyd-Reunion mit ebenfalls einem großartigen Comeback-Album. "Auch nach 20 Jahren noch", sagt Radney Foster, "bekomme ich während jeder Live-Show Wünsche zu Songs von meinem damaligen Debut. Die Leute fragen zudem nach neuen Versionen, zumal das Album schon lange nicht mehr erhältlich ist". Die Idee neuer Versionen gefiel Radney, doch er wollte nicht einfach irgendwelche Neueinspielungen der damaligen Songs vornehmen, sondern etwas ganz Besonderes krieren. So trommelte er eine hochkarätige Schar von Musikern zusammen, um jeden einzelnen Song des damaligen Albums neu aufzunehmen - und zwar rein akustisch, ohne elektrische Instrumente und mit der musikalischen Philosophie, die er heute vertritt. Während nur eines einzigen Wochenendes nahmen er und seine grandiose Band die Songs live und unplugged im Studio auf - das Ergebnuis ist ein absoluter Genuss! Was wir hören sind betörend schöne, geradezu traumhaft vorgetragene, neue Versionen in ganz wundervollen, spartanisch instrumentierten Arrangements. Die Band im Studio: Radney Foster - acoustic guitar, lead vocals; Marty McGuire (Dixie Chicks) - fiddle, background vocals; Jon Randall Stwart - acoustic guitar, mandolin, background vocals; Steve Fishell - dobro; Michael Ramos, accordion, wurlitzer piano; Glenn Fukunaga - upright bass und Matt Borer - percussion. Dazu fanden sich noch ein paar Gäste ein, wie z: B. Jessi Alexander, Dan Baird, Jack Ingram, Georgia Middelman und Ashley Arrison - alle background vocals. Man kann sich wohl vorstellen, was bei dieser Besetzung für hinreissende Versionen entstanden sind. Der Riesen-Hit "Just call me lonesome" beispielsweise kommt in einer wunderbar ursprünglichen Fassung. Steve Fishell spielt das Lead Dobro wie eine Telecaster und erzeugt ein famoses, akustisches Honky Tonk-Feeling. "A fine line" kommt ganz ruhig und entspannt, traumhaft melodisch, mit tollen Acoustic Gitarren und herrlichen Fiddle-Klängen in Szene gesetzt. "Nobody wins", noch ein ganz großer Hit von samals, erfährt in der neuen Version eine regelrechte Frischzellenkur mit großartigen, transparenten akustischen Gitarren, toller Mandoline und feinstem Dobro. Die beiden Balladen "Old silver" und "Went for a ride" kommen in anmutiger Schönheit, erstere mit exzellenter Akkordeon- und großartiger Fiddle-Begleitung. Neben allen Songs des damaligen Albums, konnte es sich Foster doch nicht ganz verkneifen, wenigstens eine komplett neue Nummer mit auf das Album zu packen. Gut so, denn auch die ist ein Knüller. "Me and John R" heisst das Stück und handelt von Radneys Vater und Johnny Cash - ein wunderbarer, sofort ins Ohr gehender, von Radney Foster, Darden Smith und Jon Randall Stewart geschriebener, rootsiger, lockerer Acoustic Country-Stomper vom Allerfeinsten. Radney Fosters akustische Neueinspielungen dieser alten Songs sind immer noch "real and pure Country", aber sie sind scheinen auch in einem herrlich rootsigen Americana-Licht. Diese Scheibe ist eine absolute Perle für die Country-, aber auch für die Roots-, Red Dirt-, und Americana-Gemeinde! Natürliche, lockere, unverfälschte, hochwertige Acoustc Country-/Americana-Musik in ihrer vollen Blüte! Herrlich!

Das komplette Tracklisting:

1. Just Call Me Lonesome 3:11
2. Don't Say Goodbye 3:44
3. Easier Said Than Done 4:02
4. A Fine Line 4:02
5. Me And John R. 4:08
6. Nobody Wins 3:50
7. Old Silver 5:56
8. Louisiana Blue 3:37
9. Closing Time 3:41
10. Hammer And Nails 4:34
l11. Went For A Ride 5:34

Art-Nr.: 7932
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Just call me lonesome
A fine line
Me and John R.
Nobody wins
Louisiana blue
Hammer and nails
Went for a ride

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Foster, Radney - revival [2009]
Triumphales neues Werk von Radney Foster! Meisterhafter Roost-/Americana-/Alternate Country-Rock - kernig, knackig, trocken und direkt auf den Punkt produziert (Darrell Brown und Radney Foster). Zu jeder Sekunde weht einem der raue, texanische Staub um die Nase. Und diese Melodik, diese Songqualität (aus dem Fundus dieser neuen Songs werden sich sicher wieder einige der großen Nashville-Acts bedienen), diese Arrangements - wunderbar! Ungeachtet seiner bereits erzielten Erfolge mit dem Duo Foster & Lloyd hat Radney Foster sich auch in eigener Person im letzten Jahrzehnt zu einer der nicht mehr wegzudenkenden Größen der texanischen Musikszene und darüber hinaus entwickelt. Ob als Songlieferant für unzählige Kollegen (u.a. Dixie Chicks, Wade Bowen, Jack Ingram, Keith Urban, Kenny Chesney), als Produzent (er verhalf u.a. der Randy Rogers Band mit ihren beiden letzten Major-Werken zum Einstieg in die Country(rock)-Welt über die texanischen Grenzen hinaus) oder natürlich als Solo-Interpret, wo er in regelmäßigen Abständen exzellente Alben abliefert, hat man bei der Anschaffung von Material mit Foster-Beteiligung immer so etwas wie eine automatische Qualitätsgarantie. Was der Mann anpackt, hat einfach Stil und Klasse. So natürlich auch sein famoses, neustes Album "Revival", das er jetzt als Nachfolger des 2006 erschienen, ebenfalls sehr starken "This World We Live In" präsentiert. Doch Foster hat immer noch neue Trümpfe im Ärmel, steckt voller neuer Songideen und sprüht vor immer währender Frische. Die rockigen Sachen von "Revival", und davon gibt es eine ganze Menge, strotzen nur so vor Dynamik und grandiosen Melodien. Radney hat das aktuelle Werk, im Unterschied zum letzen Mal, heuer schwerpunktmäßig mit einer etatmässigen Begleitband "The Confessions" eingespielt (dazu gehören u.a. der Gitarrenvirtuose Eric Borash und die durchaus bekannte und hoch geschätzte Background-Sängerin Georgia Middleman), darüber hinaus aber auch mit Leuten wie Adam Shoenfeld, Craig Kampf, Yonathan Yudkin, Tammy Rogers, Jon Randall, Darius Rucker (Hootie & The Blowfish) und Dierks Bentley noch ein illustres Gästeteam mit an Bord. Als zentrales Moment serviert der aus Del Rio stammende Texaner in leichter Abwandlung zum Albumtitel den Song "A Little Revival" in gleich zwei Versionen: Zum einen direkt zu Beginn als straight rockenden, dynamischen Uptempo Americana-/Countryrocker (herrlich fett instrumentiert, klasse E-Gitarren-Passagen, knackiges, trockenes Drumming), zum anderen am Ende als um die erste Strophe gekürzte "Reprise"Fassung, die dank der furios agierenden Jon Randall (exquisites Mandolinenspiel, klasse Harmonies) und Tammy Rogers (tolle Fiddleperformance, Background Gesang) einen herrlichen "Bluegrass-Teint" verpasst bekommt. Die zum Mitsingen animierenden Refrainzeilen des Songs sind derartig markant, dass man sie noch Tage später mit sich im Gedächtnis herumträgt. Das seinem im letzten Jahr verstorbenem Vater gewidmete Album (besonders dokumentiert in dem sehr bewegend gebrachten "I Know You Can Hear Me") besticht durch viel Abwechslung. Es gibt auch mal eine spirituelle Note ("Shed A Little Light" - Foster singt im Stile eines Hohenpriesters, Middleman und Co. halten mit Gospel-kompatible "Backs" dagegen), sowie Foster's typisch introvertiert wirkende Stücke, die mit soviel, Gefühl, Wärme und Harmonie vorgetrahen werden, aber auch voller bewegender Texte stecken ("Angel flight", "Suitcase", "I made peace with God" - allesamt sehr fein instrumentiert) und, wie gesagt, eine ordentliche Anzahl abgehender Roots-/Countryrocker (bärenstark beispielsweise das fulminante "Until it's gone", das zusammen mit Jack Ingram komponierte "Trouble Tonight" - sehr rhythmisch, retro, groovig, mit einer Portion Southern-Soul, E-Gitarren- und Pianosolo -, das melodische "Second Chances" und das sich kernig in unsere Gehörgänge grabende "Life is hard"). Alles in allem ein Werk von beeindruckender Qualität, ohne jeden Ausfall. Die Aufmachung des Digipacks besticht zudem durch eine sehr gelungene, geschmackvolle und farbenfrohe Gestaltung, inklusive eines schönen, 16-seitigen Booklets mit allen texten und vielen Infos. Foster, der erst vor kurzem 50 geworden ist, liefert mit "Revival", ohne seine vielen starken Vorgänger entscheidend abwerten zu wollen, sein vielleicht bestes Album der letzten Jahre ab. Texas-Americana-/Roots-/Alternate Country vom Allerfeinsten! "This record is absolutely a triumph", heißt es in einem U.S.-Review... - wie wahr! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 A Little Revival - 4:01   
2 Forgiveness - 3:58   
3 Until It's Gone - 3:46   
4 Second Chances - 3:39   
5 I Know You Can Hear Me - 4:15   
6 Angel Flight - 3:54   
7 Trouble Tonight - 3:19   
8 Shed a Little Light - 2:47   
9 I Made Peace with God - 2:41   
10 Life Is Hard (Love Is Easy) - 3:34   
11 If You Want to Be Loved - 3:38   
12 Suitcase - 3:31   
13 A Little Revival (Reprise) - 2:56

Art-Nr.: 6535
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
A little revival
Until it's gone
Second chances
Angel flight
Trouble tonight
Life is hard (love is easy)

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Foster, Radney - this world we live in [2006]
Vier Jahre sind bereits wieder ins Land gezogen, seitdem uns die eine Hälfte des einst in Nashville so erfolgreichen Duos Foster & Lloyd mit dem tollen "Another Way To Go" so begeistert hatte. Untätig war ein Mann dieses musikalischen Formates in der jüngeren Vergangenheit allerdings nicht. So produzierte er beispielsweise die Randy Rodgers Band, schrieb Songs für Größen wie u. a. Keith Urban, die Dixie Chicks oder Kenny Chesney, und, und, und! Hier ist sie nun endlich, die neue, einmal mehr ganz hervorragende Scheibe des ohne Zweifel zu den besten texanischen Songwritern zählenden Radney Foster: Wunderbarer, rootsiger Texas-Country/Alternate Country/Countryrock/Americana vom Allerfeinsten mit einem tollen, schön trockenen, auf den Punkt genau produzierten, angerauten, "gritty" Sound! Zehn neue Stücke, alle aus seiner Feder, zum Teil in Kooperation mit exzellenten Co-Writern, wie Blue Dogs-Frontmann Bobby Houck, Jack Ingram oder Darrell Brown, mit dem er sich auch die Produktionsarbeit teilte. Bediente er sich bei seiner letzten Scheibe noch einer Menge Begleitmusiker aus dem schier unerschöpflichen "Nashville-Pool", so versammelte er diesmal eine tolle, namhafte Band langjähriger Freunde um sich, wie Drummer Charlie Drayton und
den "alten" Westcoast-Haudegen Waddy Wachtel (Linda Ronstadt; Warren Zevon, James Taylor, John David Souther, Ronin, Bob Dylan) an der E-Gitarre (beide haben schon auf Keith Richard’s Solo-Alben zusammen gearbeitet), Session Bass-Veteran Bob Glaub (u.a. Jackson Browne) und dem Keyboarder Rami Jaffe, vielen sicher nicht nur als Mitglied der Wallflowers ein Begriff. Mit an Bord sind auch wieder der starke Slide-Gitarrist Mike McAdam und ein weiterer Klassemann an der E-Gitarre, Adam Shoenveld, der etatmäßig bei Big & Rich die Saiten bedient. Und um es nochmal klar herauszustellen: Radney Foster ist schlichtweg wieder ein Sahneteil gelungen. Dem leicht Stones-infizierten, Slide-angerockten, rootsigen, trockenen "Drunk On Love" folgt mit "Sweet And Wild" ein wunderbar melodischer Americana-Midtemposong. Bei beiden Songs glänzt neben der starken instrumentellen Umsetzung Sarah Buxton mit ihrer klasse Stimme im Background, die gegen Ende der Stücke mit in den Vordergrund tritt. Die Ballade "The Kindness Of Strangers" lebt von Foster’s starker Akustikgitarrenarbeit, toller atmosphärischer Cello-Untermalung und einem bewegend geschriebenem und gesungenem Text. Ganz große Klasse! Der anschließende, exzellente, forsche Retro Country-Rocker "Big Idea" (erinnert stark an alte Foster & Lloyd-Hits) reißt einen regelrecht aus der poetischen Welt des Vorsongs, und bildet den gelungenen Vorläufer zum Center-Song des Gesamtalbum’s, "Half Of My Mistakes". Was für eine herrliche Melodie! Auch hier wieder ein toller Text, der Menschen dazu ermutigt, viele Dinge im Leben einfach zu riskieren, auch wenn mal etwas schief laufen sollte. Der Lerneffekt und viele positive Dinge, die sich trotzdem daraus entwickeln, sind laut Foster nicht zu unterschätzen. Den gleichen Song hat vor geraumer Zeit fast ebenso gut Jace Everett auf seinem Erstling, allerdings etwas mainstreamiger, interpretiert. Bei Radney Foster wirkt das Stück etwas kantiger, zurückhaltender und einen Schuss introvertierter. Starke Slide-Arbeit hier vom bereits erwähnten Mike McAdam. "New Zip Code" (mehr balladesk) und "Prove Me Right" (wäre auch durchaus von der Randy Rogers Band oder Chris Knight coverbar) liefern wieder etwas leichter verdauliche, überaus melodische Gute Laune-Kost, letzteres in durchaus Nashville-kompatibler, radiotauglicher, wenn auch leicht rootsiger Country-Manier, voller Hooklines, die ein wenig an Radney’s Frühwerke erinnern. Stark hier die angenehmen Fiddle-Fills. Eine weitere "Killer"-Ballade folgt mit "Fools That Dream". Im Background diesmal die zauberhafte Kim Richey, die auch beim Vorgänger schon ihre Stimme zur Verfügung gestellt hat. Zum Abschluss folgt dann noch mal ein herrlich locker dahinfließender, super-melodischer Alternate Country-/Roots-/Americana-Song, den Foster zusammen mit Jack Ingram komponiert hat. Neben dem eingängigen Rhythmus und den lässigen Drums stechen hier die immer wieder eingestreuten und punktgenauen Stratocaster- und Slide-Fills im harmonischen Wechselspiel heraus. Klasse Orgelarbeit auch vom Rami Jaffe. Das Stück hält einen noch Minuten nach Ende der CD regelrecht gefangen. Ein würdiger Abschluss eines wieder einmal großen Albums! "This World We Live In" etabliert und festigt Radney Foster's Platz in die Riege der heutigen, wichtigen, ganz großen texanischen Singer-Songwriter im Country-/Americana-Bereich nachhaltig. Durch und durch beeindruckende und fesselnde Musik! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Big idea
New zip code
Prove me right
Fools that dream
Never gonna fly

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