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Sugar Mountain - in the raw [2006]
Yeah! Die nächste Packung voller kochender "hand crafted tunes" (so der Titel ihres Debuts aus dem Jahre 2004) der großartigen Spanier von Sugar Mountain ist da! Toll! Sie machen ganau da weiter, wo sie vor zwei Jahren aufgehört haben - vielleicht ein wenig roostiger, doch das kommt prima an! Prächtiger, trocken und ungemein erdig produzierter, schnörkelloser, satter, rauer, dynamischer, voller "loderndem" Feuer steckender, straighter Gitarren Roots-Riff-Rock, wie er amerikanischer nicht klingen kann, teilweise durchweht von einer leichten Southern-Brise. Es scheint, als wollten sie mit den Stones, den legendären Georgia Satellites, Dan Baird, den Bottle Rockets und vor allen Dingen The Yayhoos, wie auch den kultigen Del-Lords, um die Wette rocken, um eindrucksvoll zu demonstrieren, daß sie ohne jede Abstriche mithalten können. Und Leute, das können sie! Apropos Del-Lords/Yayhoos: Da fällt den Kennern der Szene sicher sofort eine Gemeinsamkeit auf - jawohl, der begnadete Gitarrist Eric "Roscoe" Ambel, darüber hinaus mittlerweile ein hoch angesehener, geradezu kultiger Produzent der Rootsrock-Szene, der in beiden Bands die 6 Saiten bediente, bzw. bedient! Genau dieser "Roscoe" Ambel hat es sich nicht nehmen lassen, Sugar Mountain's neues Album zu produzieren, nachdem beim ersten Werk noch Dan Baird an den Reglern saß! Allein schon, daß solche renommierten Leute eine spanische Band produzieren, sagt eine Menge über die Qualität der Truppe aus. Ambel hat dem Werk überaus deutlich seinen Stempel aufgedrückt, denn die straighten Riffrocker erinnern nicht nur immer wieder an die Yayhoos, sondern oft auch an einiges aus Ambel's Solo-Repertoire. Zudem glaubt man nicht nur immer mal wieder in der Stimme des großartigen Sängers und Gitarristen Javier Ruano auch einen Hauch von Ambel's Timbre zu erahnen, nein, der Meister ist auch bei rund zwei Drittel der Stücke als zusätzlicher Gitarrist (einige klasse Soli) und/oder Background-Sänger mit von der Partie! Kein Wunder also, wenn auch mal ein paar rootsige, äußerst gelungene Americana-/Alternate Country-Klänge ertönen, wie beispielweise bei dem herrlich lockeren, melodischen, mit schönen, transparenten Gitarren und feinem "Saloon"-Piano instrumentierten "Good thing's gone". Ansonsten jedoch dominiert der rotzige, von dreckigen Gitarren dominierte, dampfende Riffrock-Sound ala Yayhoos, Bottle Rockets, Dan Baird & Co.! Geht tierisch in die Beine! Die fett und geradeaus rockenden Gitarren werden immer mal wieder, was sehr angenehm rüber kommt, mittels unaufdringlicher Keyboards (Piano, Orgel) aufgelockert! Klasse Songmaterial, simpel, prägnant, straight, erstklassig strukturiert und arrangiert, jede Menge gute Laune freisetzend, bestens zum Abrocken geeignet und prächtig hängen bleibend! Mit dem rootsigen, riffigen, leicht bluesigen, mächtig dampfenden, saustarken "1964" geht's los! Wunderbar schrammelnde "Garagen"-Riffs und eine herrliche "Schweineorgel" sorgen für ordentlich Feuer! Klasse Groove mit schönem Percussion-Intermezzo und starkem, kurzem Gitarrensolo! Anschließend fegen sie mit Vollgas und einer klasse Melodie durch das tolle, Stones-mäßige "Not your business", gefolgt von dem großartigen, erdigen Rootsrocker "Downhearted girl" (raue, dreckige Gitarren, schöne Hammon-Orgel)! So hauen sie eine klasse Nummer nach der anderen raus - einfach begeisternd! Ob das, voller straighter, satter Gitarren quer durch die Yayhoos-Landschaft galoppierende "Foolish game" (feines Southernflair, klasse Gitarrensolo), der trockene, mit tollen Dan Baird-/Ken McMahen-typischen, rotzig kochenden Riffs ausgestattete, prächtige Rock'n Roller "Back on track", das nostalgisch rootsige, sehr melodische, ein wenig an Rockpile oder Terry Anderson erinnernde "You can't hide", das von brodelnden Stones-Riffs und klimperndem Piano begleitete "Black cat woman", oder der herrliche, zwischen den Bottle Rockets, Stones und Yayhoos angesiedelte Gitarren-Rootsrocker "Queen of the blues" mit seinem exzellenten Gitarren-/Orgel-Zusammenspiel (starke Slide) - es macht einfach tierisch Laune mit diesen Spaniern zu rocken und zu rollen! "In the raw" heißt das Album - ein großartig passender Titel, denn was wir hier vorfinden ist in der Tat "rauer", ursprünglicher, ehrlicher, handgemachter, dreckiger, geradeaus gespielter Gitarren Riff-Rock, wie er authentischer nicht sein kann! Stark! Sugar Mountain rocks! Schönes Digipack mit 12-seitigem Booklet und allen Texten!

Art-Nr.: 4561
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
1964
Not your business
Good thing's gone
Foolish game
Back on track
Queen of the blues

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