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Holt, Scott - from lettsworth to legend: a tribute to buddy guy [2007]
Eine absolute Herzensangelegenheit, ein Huldigung an seinen Mentor, einen großen Freund und Bluesmann: 10 Jahre lang spielte Scott Holt in der Band des großen Buddy Guy und nun veröffentlicht der inzwischen selbst zu den besten Bluesrock-Gitarristen der Szene zählende Scott Holt aus Columbia/Tennessee ein grandioses Tribute-Album zu Ehren des Mannes "who taught me how to play guitar", wie Holt selbst erläutert. Und er führt weiter aus: "This record include Buddy's compositions and the songs he made his own, performed by a guitarist he trained"! Voller Inspiration, voller Tatendrang und voller Inbrunst macht sich Scott Holt an das Material von Buddy Guy von dem er sagt, dass man es gar nicht kopieren könne, denn der Stil Buddy Guy's sei unantastbar. Doch man kann diesem Material, bei Wahrung aller Authentizität, sehr wohl seinen eigenen Stempel aufdrücken. Und das gelingt Holt geradezu bravourös. Ungemein kraft- und druckvoll, rau, roh und so dreckig wie man ihn bis dato kaum gehört hat, macht sich Holt die großartigen Songs Guy's zu eigen und zelebriert ein überaus intensives, mächtig brodelndes "smokin', groovy retro guitar-rockin' Blues-/Bluesrock"-Fest der Extraklasse, das vor feurigen, massiven, ausgedehnten und alle Register ziehenden, furiosen Gitarrenausflügen nur so strotzt. Überaus eindrucksvoll demonstriert Holt, was für ein brillanter Gitarrist (und großartiger Sänger) er ist. "Trainiert" von Buddy Guy, wie er es so schön bezeichnet, darüber hinaus aber auch beeinflusst von Kollegen wie Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan lässt Holt nichts anbrennen, wohl wissend eine adäquat starke Band im Rücken zu haben. Bassmann Richard Sanders treibt ordentlich an, und Drummer Tom Larson "verprügelt" zuweilen seine Schlaginstrumente als gäbe es kein Morgen! Was für eine Power, was für ein Dampf! Wuchtige Uptempo Bluesrocker treffen auf emotionalen Slow-Blues, traditionelle Blues-Shuffles auf kochende Boogies! Scott Holt sagt über dieses Album: "It's a statement of my love, appreciation and respect for Buddy Guy. I needed to make this record"! Und es ist ihm geradezu meisterhaft gelungen! Ein rund 1-stündiger, prachtvoller Trip durch die musikalische Welt des Buddy Guy! Übrigens empfiehlt Holt mit einem schlichten "Loud is good" diesen Stoff in einer "vernünftigen" Lautstärke zu genießen...

Hier das komplette Tracklisting:

1. Intro
2. First time I meet the blues
3. Darn right I´ve got the blues
4. My time afterwhile
5. Nice and clean
6. I dig your wig
7. She suits me to a T
8. Ten years ago
9. Nobody understands me but my guitar
10. When my left eye jumps
11. My mother
12. Too many ways
13. One room country shock
14. You´ve been gone too long
15. Outro

Art-Nr.: 5174
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
First time I met the blues
Dam right I've got the blues
Nice and clean
Nobody understands me but my guitar
My mother
You've been gone too long

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Holt, Scott - revelator [2005]
Über sein fünftes Solo-Album "Revelator" konstatiert Scott Holt, dass es seiner Meinung nach sein bestes ist. Er geht im Begleittext des Booklets sogar noch einen Schritt weiter: "This Record is the Truth. It comes from the sounds of Nashville, Memphis and Chicago. It’s for people who know Jimi Hendrix and Son House. It’s for people who know Muddy Waters and Hank Williams.” Keine Selbstüberschätzung, kein übertriebenes Eigenmarketing - er hat einfach recht! Nach dem Durchhören des Albums fällt einem ein zustimmendes und anerkennenndes Nicken nicht schwer. Im Prinzip muss es der Mann (mittlerweile mit Cowboyhut bekleidet) ja auch selbst am besten selbst, denn in Sachen Blues hat der großartige Gitarrist aus Tennessee bereits eine glorreiche Vergangenheit hinter sich. Schließlich spielte er zehn Jahre lang in der Band des legendären Buddy Guy (Carlos Santana bezeichnete diese Zeit einmal als Scott’s "musikalisches Universitätsstudium"), bis er sich eines Tages nach reiflichen Überlegungen und schweren Herzens dazu entschloss, es auf Solopfaden zu versuchen. Und der Erfolg gibt ihm Recht. Scott Holt hat sich bei Kennern von Blues, Rock oder Blues-Rock längst etabliert und wird auch mit "Revelator" seiner Fangemeinde mehr als nur gerecht. Der Mann lebt seine Musik, man spürt selbst beim Hören im heimischen Wohnzimmer, wie die Schweißtropfen an seinem Arbeitsinstrument herabfließen. Hier bekommt man Authentizität und handwerklich ehrliche Arbeit in einem geliefert. Vor allem Abwechslungsreichtum kommt auf seinem neusten Werk nie zu kurz. Der Opener "Sunday", unterlegt mit einer an ein Dobro erinnernde Akustik-Slide und von dezent gospelartig eingeworfenen weiblichen Backs durchzogen, startet noch relativ relaxt und traditionell, danach aber geht mit "Computer Baby" (dreckig, shuffelig, Boogie-mäßig), "Cut You Loose" (noch eine Spur rauer und "rougher" rockend) und "Bad Way Baby" (intensiv, gefühlvoll, soulig) in die Vollen! Jeweils eine sehr rhythmische Gestaltung und Scott’s Markenzeichen, die schwere, fette Gitarrenführung, inklusiver glühender, hervorragender Soli, erweisen sich hier als markante Eckpfeiler! Hinzu kommen sauberes, knackiges Drumming und pulsierend pumpende Bassläufe! Erstgenanntes Stück führt zu unweigerlichen Reminiszenzen Richtung Joe Bonamassa, zweites Stück erinnert aufgrund der eingebrachten texanischen Note an die Frühzeiten von ZZ Top, letzteres versprüht sogar leichtes Southern-Rock-Flair (wieder schöne, weibliche Background-Vocals)! Zum Durchatmen bringt Scott Holt dann auch gerne immer mal wieder eine entspannte Ballade. Ganz stark hier zum Beispiel die Stücke "Power Of Your Love" (sehr melodisch, mit feinem E-Piano begleitet - und schließlich sticht wie aus dem Nichts so ein richtig fettes E-Gitarren-Solo in den Song hinein) oder das grandiose, über 7 Minuten lange "Civil War", wieder recht southern-trächtig. Hat erneut eine tolle Melodie, eine dreckige Basis und begeistert in der Mitte durch ein mitreißendes, explosives, fett glühendes, brodelnd würziges Gitarrensolo! Scott’s klasse, rauchige Gesangsleistung darf hierbei nicht unerwähnt bleiben! Bei "I’ve Been Searching" und "Bout’ to Make Me Leave Home" geht es dann auch mal ein wenig funkig und schön groovig zur Sache, während sich "Give Up Drinkin'" als, großartiger, "spaßiger" Roadhouse-Party-Boogie-Kracher entpuppt. Die rein akustische Nummer "Shorty" lässt das Album schließlich bedächtig ausklingen. Scott Holt offenbart mit "Revelator", wie schmackhaft man gepflegte Blues-/Bluesrock-Kost durchaus servieren kann, wenn man sich auch an etwas modernere Zutaten herantraut. Der Mann ist aber auch ein Könner! Ein überaus starkes, sehr sympathisches, modernes, kraftvolles, facettereiches Bluesrock-Album, dem sich die Kenner des Genres sowieso nicht entziehen können, das sich vielleicht aber auch für "mutige" Neueinsteiger eignet, es mal mit bluesigeren Tönen zu versuchen! Ja, wir bestätigen es nochmal gerne: "Revelator" ist Holt's bis dato bestes Werk! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3816
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Computer baby
Cut you loose
Bad way baby
Power of your love
Civil war

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