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One Hand Free - quadraphonic [2008]
Vor rund 4 Jahren preschten sie in die Blues-/Southern-/Jam-Rock Welt mit ihrem exzellenten Debut, jetzt legen sie sogar noch eine Schippe drauf! "One Hand Free manifest all the glory and magic of home grown, hand crafted, undistilled Rock'n Roll", heißt es in einem U.S.-Statement, die Band selbst bezeichnet ihren großartigen musikalischen Extrakt als “a hot slab of unrepentant Rock and Roll right between the ears” und wir nennen es einfach "good old Seventies-based Classic Rock'n Roll", durchweht von einer gehörigen Brise Southern Rock und Southern-Soul, mit bluesigen Tendenzen, viel Jamrock-Flair und einem mächtigen, teils ordentlich funkigen Groove! Aber welche Bezeichnung man auch wählt, sie treffen zum einen alle zu, und zum anderen kommt man im Fazit immer auf den selben, gemeinsamen Nenner: Diese Mucke "kocht", diese Mucke ist eine musikalische Meisterleistung, diese Mucke katapultiert One Hand Free endgültig in die ersten Liga solcher Genre-Kollegen wie Gov't Mule & Co.! Dabei geht das Quartett aus Portsmouth/New Hampshire äußerst intensiv und druckvoll zu Werke. Eine gewaltige Rhythmus-Basis aus fetten, antreibenden Basslines und variablem, energischem, punktgenauem, kraftvollem Schlagzeugspiel (Geoff Taylor und Kelly Bower), sowie das brillante Zusammenspiel des vorzüglichen Lead-Gitarristen Josh DiJoseph (besticht mit einigen "Wahnsinns"-Läufen) und Keyboarder Andrew Blowden (zumeist mit einem mächtig "rollenden" Hammond Orgel-Teppich, aber auch erstklassigen E-Piano-Einsätzen) bestimmen das Geschehen der durchweg erstklassigen 8 neuen Songs mit knapp 39 Minuten Gesamtspielzeit. Sehr varaible Arrangements voller Tempo- und Strukturwechsel belegen die große Vielfalt der Truppe, deren musikalische Kompetenz über jeden Zweifel erhaben ist. Die Band selbst sieht sich beeinflusst von solch unterschiedlichen Künstlern wie Steely Dan, Stevie Wonder, Mountain und The Allman Brothers Band. Keine Frage, die Spuren dieser Größen lassen sich in geschickt miteinander verflochtenen Indikatoren in der Musik von One Hand Free eindeutig nachweisen, doch genauso belegbar erscheint ihre Nähe zu beispielsweise den Screamin' Cheetah Wheelies, The Steepwater Band und vor allen Dingen zu Gov't Mule! Eine weitere Trumpfkarte der Truppe ist die voller "Soul" steckende Lead-Stimme von Andrew Blowden. Steigen wir also mal ein, ins "heiße", solch eine mächtige Energie ausstrahlende Geschehen: Kochende Riffs, Licks und Gitarrenlinien, ein gewaltiger, brodelnder Funk-Groove, ein schönes, unterschwelliges Blues-Feeling und Andrew Blowden's fleischiger Orgelteppich bestimmen den voller "Pfeffer", Ideenreichtum und ausgeprägter Improvisationsfreude steckenden Opener "King by now", der mit einer morz Power aus den Boxen "dröhnt". Saustark! Vor allem DiJoseph's tierisches Gitarrensolo im jammigen Mittelteil ist das "pure Feuer"! Ähnlich veranlagt, von tollen Gitarrensounds, abermals einem klasse Groove und vielen kleinen "progressiven" Veränderungen der Songlinien bestimmt, machen sie mit dem über 6-minütigen, fulminanten, eine knisternde, schwüle Spannung aufbauenden "Majesty" weiter, einer dem Titel entsprechend wahrlich majestätischen Nummer voller Southern-/Jam-Flair! Viel Biß, packendes E-Gitarren-/Orgel-Zusammenspiel voller Virtuosität und große Musikalität hinterlassen einen tiefen Eindruck! Etwas lockerer, aber nicht minder kraftvoll, präsentieren sich die Jungs bei dem anschließenden, eingängigen Southern-/Jam-/Groove-Rocker "Heavy hands", ehe die Southern Rock-Charakteristika bei der "schweren", seeligen, herrlich bluesigen Ballade "Lucky" noch einmal deutlich zulegen. Was für eine fette Orgel (dazu ein paar klasse E-Piano-Einsätze), was für eine massive, würzig dreckige Gitarrenarbeit - zwei tolle Soli (ein wunderbar lockeres, gefolgt von einem glühenden, lodernden Slide-Ritt) inklusive! Und mit dem grandiosen, mächtigen Blues-/Southern-/Jam-Rocker "Dig" legen sie gleich noch eine "Monster"-Nummer an der Schnittstelle The Steepwater Band / Tishamingo / Old Union / Gov't Mule nach (gespickt mit glühenden Gitarrenläufen und satten Orgelpassagen), die das eingangs beschriebene Credo der Band noch einmal nachhaltig untermauert. Zum Abschluß des Reviews noch ein paar weitere U.S.-Zitate: "To rock is truth, to roll is pure" heißt es im Promo-Text der Band und wie gehaltvoll und "ehrlich" One Hand Fre's Musik ist, belegt ein Kritiker mit den Worten "Rock'n Roll - they sweat it, pump it, grind it, grunt it, strut it, flaunt it, beg it, whisper it, shout it, believe it and preach it"! Großartig! Diese Band hat ein gewaltiges Potenzial!

Art-Nr.: 5462
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
King by now
Majesty
Heavy hands
Lucky
Dig

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