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Jenkins, Brandon - faster than a stone [2008]
Großartige neue Scheibe des texanischen Singer-Songwriters und Gitarristen! Bester Texas-Rootsrock, mit herrlich groovigen Momenten, einem gepflegten Schuß Blues(rock) und auch den im "Lonestar-State" beheimateten "Red Dirt"-mäßigen Countryrock-Elementen. Deutlich rockiger als der Vorgänger. Gefällt durch einen ruppigen, erdigen, kernigen, unverbrauchten Charme und steckt doch voller hervorragender Strukturen und Melodien. Klasse Gitarrenarbeit von Jenkins! Respekt! Respekt! Auch mit seinem 8. Album "Faster Than A Stone" liefert der in Austin, Texas lebende, aber aus Oklahoma stammende Brandon Jenkins wieder eine beieindruckende Qualität an Songs ab und um es vorwegzunehmen, sein wohl allerbestes Werk bisher. Vielleicht gegen Ende des Jahres noch mal so ein richtiger Geheimtipp, denn der bullige Musiker, der eher wie der Besitzer eines Tattoostudios daherkommt, dürfte nach wie vor, trotz solider und kontinuierlicher Leistungen, immer noch eher nur Insidern bekannt sein. Das neue Album besticht vor allem durch die enorme Dichte und Qualität der Stücke, die abwechslungsreich aber dennoch fließend ineinander greifen. Jenkins hat hier beim Songwriting erheblich zugelegt auch seine eigens durchgeführte Produktion ist glasklar gelungen. Ein echter Ohrenschmaus! Er präsentiert die Stücke im klassischen Blues Rock-Line Up, ergänzt nur durch Tony Valdez am Bass und Jesse Frost am Schlagzeug. Bei einigen Liedern steuerten Stoney LaRue, Travis Fite und Jesse Fritz noch dezente Background Vocals mit bei. Die CD beginnt direkt mit dem Titeltrack, einem ruppigem und schön groovenden Southern Blues, der am Ende mit einer schönen E-Gitarren-Passage ausklingt. Danach gibt es mit "Damn Your Eyes" einen diesmal entspannt groovenden Blues, auch wieder mit dezentem Southern-Bezug. Ein unglaublich starker Beginn! Eher etwas verspielt, in Storytelling-Manier, folgen "Just Like California" und das humorvoll bluesklassische (mit leichtem Country-Touch) "Big Mama’s Kitchen". Der eindeutige Höhepunkt des Albums, "Probably Die Alone", eine schöne warme und atmosphärische Southern-Ballade, hat gar Klassikerpotential. Der Song könnte so was wie zum "Can’t You See" des neuen Jahrtausends avancieren. Eine grandiose Präsentation. Herrlich. Großes Songwriting! "I Never Figured It Out" und "Never Any Doubt" dienen nach diesem Knaller wieder zur Auflockerung und bestechen durch Jenkins' trockenen Gesang (Paul Thorn-Fans sollten auch mal ein Ohr riskieren) und die akzentuierte E-Gitarrenarbeit. Fast im Stile eines "Gute-Nacht-Liedes" wandelt das melodisch atmosphärische und warmherzige "Till The Morning Comes" vor sich hin. Wieder auffällig die gute Fill- und Solo-Gitarrenarbeit und eine ganz dezent wimmernde Orgel (auch von Brandon gespielt). Der Wachmacher folgt mit "Help Me Jesus" auf dem Fuße. Ein Texas-Blues Shuffle in bester ZZ-Top-Manier mit kratziger E-Gitarrenbegleitung und E-Solo. Mit der unaufgeregten und wieder sehr atmosphärischen Ballade "Got To Be" schließt ein hervorragend konzipiertes und in jeder Hinsicht exzellent umgesetztes Album seine Pforten. Brandon Jenkins ist mit "Faster Than A Stone" ein tolles Werk gelungen, das eigentlich sehr viele Zuhörer verdient hat. Sehr sympathischer, stark umgesetzter Texas-Rootsrock mit deutlichen Blues- und dezenten Southern- und Red-Dirt-Anteilen. Überaus lohnenswert für nach Neuentdeckungen durstende. Klasse, dieser Brandon Jenkins! (Daniel Daus)

Die komplette Tracklist:

1 Faster Than a Stone - 2:37   
2 Damn Your Eyes - 3:59   
3 Just Like California - 3:50   
4 Big Mama's Kitchen - 3:34   
5 Probably Die Alone - 4:21   
6 I Never Figured It Out - 3:43   
7 Never Any Doubt - 3:53   
8 Till the Morning Comes - 4:02   
9 Help Me Jesus - 4:18   
10 Got to Be - 3:20

Art-Nr.: 6111
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Faster than a stone
Damn your eyes
Just like California
Probably die alone
I never figured it out
Help me Jesus

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Jenkins, Brandon - through the fire [2013]
Er darf sich mit Fug und Recht mit dem Titel einer Red Dirt-Legende schmücken, schließlich ist er schon seit Mitte der Neunziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts fester Bestandteil der Szene und liefert seitdem in regelmäßigen Abständen qualitativ hochwertiges Album nach dem nächsten ab. Und auch mit seinem neuen Werk "Through The Fire" weiß der rauschebärtige Glatzkopf mit Vorliebe für reichhaltige Körperbemalung abermals nicht nur voll zu überzeugen, sondern liefert ein wahres Prachtteil zeitgemässen, variantenreichen, texanischen Rootsrocks ab. Seine Musik hat sich seit Beginn seiner Karriere stetig weiterentwickelt. Mittlerweile hat der Mann mit der markanten Stimme eine ganz eigenwillige, einrigartige und extrem spannende Mischung aus Country, Storytelling, rauem (Texas)Blues und Southern Rock entwickelt, mit der er in der Sparte schon fast eine Sonderstellung einnimmt. Auf "Through The Fire" präsentiert er seinen Fans 12 nagelneue Tracks (satte Gesamtspielzeit von über einer Stunde), die diesmal seine ganze Vielseitigkeit noch mehr offenbaren und vereinzelt auch mit ein wenig Experimentierfreudigkeit spielen . Jenkins hat natürlich alle Stücke selbst komponiert, zusammen mit David Percefull produziert, er singt, bedient die Harp, das Piano, sowie die Akustik- und E-Gitarre. Und das alles macht er großartig. Für die Einspielung hat er sich auf einen relativ kleinen, aber sehr exklusiven Kreis an Musikern festgelegt, die zum Teil auch schon auf dem Vorgänger "Above The Sun" präsent waren. Als belebende Elemente erweisen sich die Neubesetzungen in der Rhythmusfraktion mit den Bass-Leuten Tommy Munter und Austin Gilliam sowie dem stark auftrumpfenden Drummer Phil Hook. Schon das eröffnende Titelstück ist ein Genuss. In ganz entspannter Atmosphäre setzt Brandon zu filigraner, ganz klar klingender Akustikgitarrenuntermalung und Percefulls sanft hallender Orgel immer wieder seine Mundharmonika in wunderbarer, allerbester Neil Young-Manier ein . Ähnlich auch das folgende, bärenstarke, über 7-minütige "Burn Down The Roadhouse", wobei hier dann aber statt der Harp die E-Gitarre die Akzente setzt, inklusive eines feurigen, tollen, finalen Solos Für den kraftvollen Roots-Boogie "Horsemen Are Coming" wurde passend ein galoppierender E-Gitarren/Bass/Drum-Rhythmus gewählt (fast so wie bei "Ghost Riders In The Sky"), der prima Spielraum für klasse Orgel- und E-Gitarren-Soli bietet. Im weiteren Verlauf setzt Jenkins auf viel Atmosphäre und Abwechslung. "Oh What Times We Live In" wird vom Dialog zwischen Brandons Akustikgitarre und Percefulls Bariton-E-Gitarren-Spiel getragen, "Going Down To New Orleans" erhält durch Matt Melis Akkordeon und seine rauschenden Mini Moog-Einsätze eine fröstelnde, beklemmende,. psychedelische Note, "Tattoo Tears" ist eine angenehme, bluesige Rockballade und der vielleicht eingängigste Song der CD. Schöne Harmoniegesänge steuert hier Barbara Nesbit bei. Fast kammermusikartig verläuft "In Time" (Brandon am Piano, trauriges Cello-Solo von Brian Standefer). Country mit The Marshall Tucker Band-ähnlichem Flair bietet das herrliche "Dance With The Devil“, wobei Kim Deschamps sein großartiges Pedal Steel-Spiel effektboll in Szene setzt (inkl. starkem Solo). Was man in Texas unter kernigem Blues Rock versteht, demonstrieren die herrlich groovigen "Leave The Lights On" und das furiose 8 Minuten-Instrumental "Ridgemont Street". Großartige die trockene und sehr kräftige Rhythmus-Arbeit von Tommy Munter und Phil Hook, fast im legendären Double Trouble-Stil, die E-Gitarrenarbeit erinnert gar an Großtaten von Stevie Ray Vaughan, Storyville oder ZZ Top. Mann, was Hook beim Instrumental "Ridgemont Strret" an Trommelwirbeln ablässt, ist schon beeindruckend. Sollte es auf dieser Straße ähnlich zugehen wie in diesem Song, dann dürfte dort das satte Leben pulsieren. Ganz stark gespielt. Auch Jenkins‘ E-Gitarren-Arbeit ist fulminant. Der quirlige Footstomper "Daddy Song" und das abschließende "Mountain Top" (abermals mit dezenter Marshall Tucker-Note) sind wieder mehr Country-orientiert und bilden auf dem so variablen, aber nie die Geschlossenheit vermissenden Gesamtwerk einen saustarken, harmonischen Abschluss. Auf "Through The Fire" präsentiert sich Brandon Jenkins erneut in absoluter Top-Form und zeigt, dass seine "musikalische Flamme" lichterloh brennt. Tolle Scheibe! "Absolute hot stuff"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Through the Fire - 3:26
2. Burn Down the Roadhouse - 7:11
3. Horsemen Are Coming - 3:19
4. Oh What Times We Live In - 5:44
5. Going Down to New Orleans - 7:28
6. Tattoo Tears - 4:20
7. In Time - 5:12
8. Dance With the Devil - 4:40
9. Leave the Lights On - 4:46
10. Ridgemont Street - 8:00
11. Daddy Say - 3:42
12. Mountain Top - 3:26

Art-Nr.: 8041
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Through the fire
Burn down the roadhouse
Horsemen are coming
Oh what times we live in
Going down to New Orleans
Dance with the devil
Daddy say
Mountain top

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