Großartiges Debut der Moss Brothers! Viele der Southern Rock-Fans erinnern sich sicher noch an die hierzulande äußerst beliebten Rebel Storm, die nach nur zwei klasse Alben leider wieder auseinander brachen. Aber, wie mittlerweile bekannt geworden ist, ist dies auch schon wieder Vergangenheit, denn deren Gitarrist Billy Moss hat die Band reformiert und man arbeitet bereits an einem neuen Album, auf das wir uns jetzt schon freuen. Doch das ist bei weitem nicht alles, was der "Moss-Clan" zu bieten hat! Billy's Brüder, Jeff und Troy Moss, sind mit einem großartigen Quartett, der Moss Brothers Band, am Start, das uns die Klänge des Südens in einer Reinheit rüberbringt, wie wir uns das mit solch einer "Seele" in der Musik und solch einer Authentizität viel öfter wünschen. Tolle Truppe! Pure Southern! Die Jungs stehen Rebel Storm qualitativ in nichts nach (im Gegenteil), wenngleich die Musik beider Bands zwar miteinander verwandt ist und auf den gleichen Roots basiert, doch der Fokus bei den Moss Brothers etwas anders gelagert ist. Er liegt nicht so sehr beim pulsierenden, abgehenden "hi-enegy driving Southern Rock", sondern vielmehr auf einem eher Countryrock-infitierten, herrlich entspannten, oft auch recht swampigen Southern-Groove und flockigen, wohligen "Southern-harmonies". Gleichwohl sind dabei die rockigen Momente in Form der durchaus knackigen Rhythmus-Sektion und vor allen Dingen der abwechslungsreichen, flinken und voller Feuer steckenden, satten und würzigen Gitarrenläufe (zum Teil ordentlich Slide), stets präsent. Somit fallen einem als Vergleichsgrößen sofort Bands wie die frühe Charlie Daniels Band, Lynyrd Skynyrd (in der Art solcher Songs wie beispielsweise "All I can do is write about it" vom "Gimme back my bullets"-Album oder auch "Curtis Loew"), The Winters Brothers, The Marshall Tucker Band (die countryrockigen Sachen), oder aus der jüngeren Zeit, Alligator Stew ein. Die Arrangements wirken nie überladen. Klare akustische Gitarren, mal ein Dobro oder auch eine Mandoline, erzeugen mit den geradezu ideal ergänzten, würzigen, wie auch lockeren E-Gitarren und den prächtigen Soli von Troy Moss (der Mann ist ein Meister seines Fachs) ein herrliches, voller Wärme und Frische steckendes, semi-akustisch/elektrisches Gewand mit jeder Menge Harmonie, Groove und Melodik. Zudem sind sowohl Jeff, als auch Troy ausgezeichnete Sänger, die sich mit ihren ruhigen Stimmen prächtig im Gesamtbild integrieren. Klasse Songmaterial! Los geht's mit dem reinen, von einem feinen Countryrock-Feeling durchzogenen, exzellenten Southernrocker "Cottonmouth country", dessen starke, schön swampige Electric Slide-Linien sich prächtig mit den transparenten Acoustic-/Electric-Riffs zu einem erfrischenden Groove ergänzen. Tolle Nummer, die einem sofort den Duft des Südens in die Nase (Ohren) weht. Troy Moss zeigt mittels eines großartigen, satten, vor Southernflair nur so strotzenden Solos, was er drauf hat - und das ist eine ganze Menge! Dobro und schöne, klare Acoustic und E-(Slide)Gitarren, sowie ein flockiger, lockerer Rhythmus bestimmen den wunderbaren, entspannten Country-/Southernrocker "Red clay road" (klasse Gesang, tolles, "sumpfiges" Slide-Solo), ehe mit "Southern son" eine Nummer folgt, deren Songtitel genau das hält, was er auch verspricht: Bluesiger, swampig angehauchter, prächtig groovender, semi-akustischer, astreiner Southern Rock, angenehm unaufdringlich aber würzig in Szene gesetzt, mit starkem Dobro-/Acoustic Guitar-E-Gitarren-Kombinationsspiel, inklusive eines vorzüglichen Acoustc Slide-Solos vor dem Hintergrund spielfreudiger, lockerer E-Gitarren-Licks! Als nächstes steht das famose "A little lovin'" auf dem Programm! Herrlich! The Marshall Tucker Band trifft auf country-orientierte Lynyrd Skynyrd und flockig entspannte Outlaws. Klasse Gesang, lockere Gitarren (inkl. eines virtuosen, spielfreudigen Solos) und wunderbares "Southern-Piano" projizieren einem die Landschaften des amerikanischen Südens geradezu bildhaft vor Augen. Wir cruisen völlig entspannt durch von saftigem Grüm geprägte, nach "sweet magnolia" duftende Landstriche Louisiana's oder Alabama's und genießen deren überwältigenden Eindrücke zu den harmonisch aus den Lautsprechern sprudelnden Klängen der Moss Brothers... - einfach schön! Stark auch der knackige, swampig groovende, irgendwie an "Little Feat meets Lynyrd Skynyrd" erinnernde Southernrocker "Plantation", das Slide-getränkt, ebenfalls schön swampige, New Orleans gewidmete "Royal street", das flockige Instrumental "Cajun waltz", oder die abschließende, relaxte, erfrischende, exzellente Acoustic Southern-/Country-Nummer "Collard dreams" (Reminiszensen an Credence Clearwater Revival und Poco sind spürbar), eine feine Hommage an das Landleben des Südens! Rebel Storm's Billy Moss wirkt hier als Gast mit! Mit 9 Songs und gut 35 Minuten Spielzeit ist die Scheibe zwar recht kurz gehalten, dafür aber günstig im Preis und vor allen Dingen löst sie höchste Zufriedenheit aus. Toll! "Pure deeply countryfired Southern-rockin' music" dieser "southern sons" vom Allerfeinsten! Lasst Euch einladen von der Moss Brothers Band zu einer herrlich entspannten, musikalischen Reise in den tiefen amerikanischen Süden.- es lohnt sich!
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