"SwampdaWamp continues to nurture the evolution of Southern Rock". Das großartige Sextett aus Charlotte/North Carolina um den charismatischen Lead-Sänger und Songwriter Gig Michaels (der Kerl verfügt über eine prächtige, tiefe, unverwechselbare, für den Southern Rock geradezu prädestinierte, bluesige, raue, Whiskey-getränkte Stimme) unterstreicht mit ihrem neuen Album nachhaltig, das es zu den bedeutendsten und besten Acts des Southern Rocks im neuen Jahrtausend zählt. Gerade erst die Kenneth Brian Band, und nun SwampDaWamp mit ihren nun bereits vierten Werk (inkl. einer EP), das sind die Bands der Neuzeit, die neben einigen Acts wie beispielsweise Blackberry Smoke, Hogjaw oder Whiskey Myers, zu den gefeierten Künstlern zählen, die mit stolz geschwellter Brust die Fahne des Südens hoch halten und dem authentischen, in den Siebzigern verwurzelten Southern Rock solcher Helden wie Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, The Outlaws, 38 Special, Blackfoot, The Allman Brothers Band, The Marshall Tucker Band & Co. stetig neue Lebensgeister einhauchen. "Yes, the South is still alive"! Und wie! "Short stories from a long road" ist ein begeisterndes "Pure Southern Rock"-Werk geworden, das alles hat, was die ausgehungerte Southern Rock-Fraktion so liebt: "Großartiger, Whiskey-resistenter, soulful Gesang, diesen fetten, satten, immer wieder mit prächtigen Dual- und Twin-Leads gespickten, saftigen, kraftvollen Mehrgitarren-Sound, die in den Refrains so beliebten, seeligen, weiblichen Background-Gesänge, tolle Melodien, zündende Gitarrenritte, klimperndes Billy Powell-Piano, eine fette, tighte Rhythmus-Fraktion und einem Southern-Spirit, "that rolls and tumbles like a freight train". Das Songmaterial des Album ist ohne jeden Fehl und Tadel. Ausfälle sucht man vergebens. Nehmen wir beispielsweise den satten fetten, großartigen Opener "Do things", eine wahre Vorzeige Southern Rock-Nummer in allerbester, schnörkelloser Lynyrd Skynyrd und früher 38 Special-Tradition (zu Zeiten derer ersten beiden Alben) mit den Genre-typischen Riffs, mit toller Melodik und saftigen Twin-Leads. Southern Rock-Herz, was willst Du mehr? Erneut traumhafte Twin-Leads schlängeln sich durch den wunderbar melodischen, genauso lockeren wie knackigen, leicht Country-infizierten Southern Rocker "Little angels". Exzellent, das wechselseitige Double Lead-Spiel im Mittelteil. Backberry Smoke, The Outlaws und The Marshall Tucker Band lassen grüßen - und dennoch ist es SwamDaWamp's unwiderstehlicher, eigener Sound, der nicht nur diese Nummer, sondern das komplette Album nachhaltig prägt. Klar, und das ist auch gut so, hat die Band alle Indikatoren der großen Southern Rock-Helden verinnerlicht, doch sie verarbeiten sie zu einer herrlich erfrischenden, zeitgemässen, gut zuzuordnenden, eigenen Identität. Super auch beispielsweise der kraftvolle, straighte, zunächst etwas verhalten startende, doch dann stetig an Power zulegende und schließlich in einem glühenden Fiddle-/E-Gitarren-Schlagabtausch mündende Southern Rocker "Fat Boy Can Jam", der dynamische und fröhliche "Back porch"-/Southern-/Country-Stampfer "Good people", das leicht funky, bluesy und soulful groovende, swampige, mit toller Slide und klimperndem Honky Tonk-Piano in Szene gesetzte "Miss Becky" (starkes Dual Lead Guitar-Solo), der von kochenden Power-Riffs geprägte, aus Skynyrd-/Blackfoot- und 38 Special-Einflüssen hervorgegangene Kracher "Mr. Bill" mit seinem zündenden, fetten, zwirbelnden Gitarrenritt, das von jeder Menge Billy Powell-ähnlichem Piano geprägte "Sweet disease" oder auch die wunderbar melodische, astreine, mit schönen, transparenten Gitarren inszenierte Ballade "Whiskey road". Doch, wie gesagt, das ganze Album kommt wie aus einem Guß. Ohne die beiden vorigen Werke der Truppe auch nur annähernd herabstufen zu wollen, die sind wirklich klasse, scheinen SwampDaWamp mit "Short stories from a long road" einen nochmaligen Schritt in die richtige Richtung gemacht zu haben. Sie wirken stärker und ausgereifter als je zuvor. Der Sound der Schebe, im übrigen produziert von Keith Gattis, Pat Buchanan und Drummer David Lee, ist exzellent "You guys kick some Southern Ass", schwärmt ein U.S.-Fan und trifft den berühmten "Nagel auf den Kopf". Keine Frage, das Teil ist ein Southern Rock-Leckerbissen pas excellénce!
Das komplette Tracklisting:
1. Do Things 5:07
2. Little Angels 4:55
3. Fat Boy Can Jam 3:17
4. Good People 2:58
5. Gone Fishin 3:07
6. Miss Becky (advanced version) 4:26
7. Happy Anniversary 4:29
8. Mr. Bill 2:57
9. Sweet Disease 4:57
10. She 3:49
11. Whiskey Road 3:44
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