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SwampDaWamp - rock this country [2009]
Eine echte Southern Rock-Band aus altem Schrot und Korn, die die Fahne des Südens mit stolz geschwellter Brust hoch halten - SwampDaWamp aus Charlotte/North Carolina sind ohne Zweifel "one of the most exciting new southern rock bands around". Das Genre lebt! Nach ihrem klasse Debut von 2007 legen sie nun nach und packen dabei nochmal ein paar "Pfunde" drauf. "Rock this country" rockt in der Tat deutlich kraftvoller als der Vorgänger, knüpft ansonsten aber nahtlos an dessen bärenstarken "heartfelt and passionate Southern Rock 'n' Roll" an. Gegründet im Jahre 2004 von dem großartigen Sänger, Songwriter und Acoustic-Gitarrist Gig Michaels (der Kerl hat eine prächtige, unverkennbare, wunderbar zum Southern Rock passende, tiefe, bluesige, raue, Whiskey-getränkte Stimme), der damals eine Horde lokaler, erstklassiger "southern-born and raised, country fried" Rock-Veteranen um sich scharrte (das Sextett besteht neben Michaels aus den beiden exzellenten, prächtig aufspielenden Gitarristen Michael Hough und Keith Inman, Keyboarder Mike Huffman, Bassist Cody Bennett und Drummer David Lee - alles fantastische Musiker), verarbeitet das Sextett in ihrem ungemein fetten, in erster Linie von muskulösen, fleischigen Gitarren bestimmten und mit einem tierischen Groove unterlegten Sound (toll produziert von ex-Wilco Ken Coomer und Charlie Brocco), vorwiegend die Elemente aller bekannten Southern Rock-Helden wie beispielsweise Lynyrd Skynyrd, Molly Hatchet, The Outlaws, 38 Special, Blackfoot, The Allman Brothers Band, The Marshall Tucker Band und auch Little Feat, doch sie kochen daraus ein äußerst erfrischend und doch so vertraut wirkendes, höchst kompetentes und vor allen Dingen ungemein authentisches Eigengebräu, das man in dieser Qualität wirklich nicht alle Tage geboten bekommt. Vergleicht man sie mit neuen Southern Rock-Kollegen der jüngeren Vergangenheit, so kommen sie vielleicht Blackberry Smoke am nächsten, wenngleich SwamDaWamp hier noch einen Tick druckvoller zu Werke gehen. Mächtige Riffs sorgen für eine richtig fette Basis, aber trotz dieser spürbaren Kraft spielt die Band durchaus locker, flüssig und melodisch auf, was ihr sehr gut zu Gesicht steht. Natürlich sind die Gitarren das dominante Instrument (immer wieder stacheln sich die beiden Gitarristen zu gegenseitigen Höchstleistungen an, die in großartigen, sehr variablen, glühenden Soli münden), doch sie werden zumeist adäquat und sehr soundprägend von Keyboarder Mike Huffman unterstützt, der mit ganz starkem Tastenspiel (tolle Honky Tonk Piano-Einlagen, klasse Retro Wurlitzer-Klänge, wunderbares Orgel-"Grollen") brilliert. Alles passt hervorragend zusammen! Mit viel Wucht, donnernden Riffs, einem packenden, mitreissenden Groove und einer klasse Melodie feuern uns die "Swamps" gleich zu Beginn des Albums einen richtigen "Hit" um die Ohren. Wie eine Mischung aus Molly Hatchet und Aerosmith! Prägnanter Gesang, ein massives, straightes Gitarrenbrett (dazu ein furioses, glühendes Solo) und großartiges Drumming sind die Zutaten, die es braucht um uns musikalisch davon in Kenntnis zu setzen, was die ganze Klasse einer "Country Hoochie Mama", einer "Backwood Southern Daughter" einer toughen, wilden und sexy Southern "Lady" (so der Titel des Songs) ausmacht. Ein baumstarker Southern Rocker! Klasse Melodie! Gäbe es so etwas wie "Southern Rock Radio", diese Nummer würde rauf und runter laufen und die Spitze der vermeintlichen Charts für Wochen blockieren. Knackig, sehr kraftvoll und dreckig, aber deutlich lockerer, mit lässigen aus dem Handgelenk gespielten Lead Gitarren (die Outlaws lassen grüssen), geht's mit dem tollen, leicht Country-infizierten "Helluva night" weiter. Klasse hier die Addition des klimpernden Honky Tonk-Pianos, das sich im Break mit der E-Gitarren-Fraktion ein kleines, aber sehr feines Duell liefert. Hat viel Lynyrd Skynyrd-Flair. So spielt man Old School Southern Rock heute! Swampig und Skynyrd-mässig lassen sie das starke "Double or nuthin'" folgen. Wunderbar, wie sich die lässigen Gitarrenlinien durch die raue Landschaft des Südens schlängeln, unterstützt von schönen Wurlitzer- und Orgel-Fills. Saustark das sehr variable, fette Gitarrensolo im Break! Herrliche Southern-Gitarren bestimmen auch das erneut etwas swampige, sehr gefällige "Good God", das mit seinem dezenten spirituellen Feeling rüberkommt, als sei es einer gemeinsamen Session von Lynyrd Skynyrd, The Black Crowes und Little Feat entsprungen. Es geht auf diesem hohen Niveau weiter, eine klasse Nummer folgt der nächsten: Ob das riffige, patriotische "American man" (einen gewissen Patriotismus tragen die Burschen ganz gern zur Schau, doch das ist einfach auch Bestandteil von authentischem "Blue collar Southern Rock for the working man"), der wunderbar lockere Midtempo-Southernrocker "Six tons", das straighte, toughe, krachende "Rock this country", oder das bluesig, fett und riffig rockende, dabei mit einem traumhaft melodischen Refrain und einem fulminanten, von rollender Orgel unterlegten, elektrisierenden Gitarrensolo aufwartende "Shame" - es gibt absolut keinen Ausfall! Wie heisst es so schön in einem U.S.-Review? "This release is one of those that cries out to be played as you’re cruising down the open highway in your classic American muscle car, with the music blasting at full volume from your speakers!" Passt! Keine Frage, SwampDaWamp gehören zu den wichtigsten und besten Acts der neuen, aktuellen Southern Rock-Bewegung - das belegt "Rock this country" genauso nachhaltig wie eindrucksvoll! So macht diese Musik Spass! "True American Southern Rock from the heart"!

Das komplette Tracklisting:

1. Lady 2:45
2. Helluva Night 2:41
3. Double or Nuthin' 3:09
4. Good God 3:49
5. American Man 3:18
6. Six Tons 3:34
7. Daddy Said 4:49
8. Rock This Country 2:57
9. Half My Life 3:33
10. Shame 3:49
11. Welcome To The Inn 2:55   
12. Stoned 3:15

Art-Nr.: 6579
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lady
Helluva night
Double or nuthin'
Six tons
Rock this country
Half my life
Shame

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