5 Jahre hat uns Slide-Irrwisch Eric Sardinas auf die Folter gespannt, bis endlich ein neues Album kommt! Mit seiner neuen Truppe "Big Motor" (und diese Kerls machen ihrem Namen wirklich alle Ehre) rollt er nun mit gleichnamigem Album an - und Leute, wir hören den besten und vielseitigsten Sardinas, den es je gab! Ein von des Meisters famoser Gitarren-und Slide-Artistik, sowie dem druckvollen, Kraft-strotzenden "Motor" seiner großartigen Mitstreiter Levell Price (Bass) und Patrick Caccia (Drums) bestimmtes, mitreißendes, kochendes Blues-/Boogie-/Dellta-/Roots-/Rock'n Roll-Voodoo-Gebräu von kaum zu übertreffender Schärfe und Würze! Die Band rockt was das Zeug hält, Sardinas spielt wie der Teufel, singt entsprechend dreckig, und doch stecken die Songs voller kompakter Strukturen und toller Melodik! Überhaupt ist das die große Stärke auf dem neuen Album: Sardinas ist ein Tausendsassa an der Gitarre und der Slide, was er natürlich auch wieder deutlich demonstriert, doch mehr als bei den Vorgängern spielt seine großartige Band eine absolut ebenbürdige Rolle. Die Soli und furiosen, überschwenglichen Gitarrenritte sind stets präsent, doch sie enden trotz allen Traktierens des Arbeitsgerätes nie in allzu monströsen, selbstverliebten Endlos-Ausflügen. Nein, die Songs sind straight, kompakt, eingängig und von einer zuvor nicht gekannten Melodik - und das bei unvermindertem Dreck und unverminderter Wucht! Ein weiteres Plus ist der differenzierter gestaltete Sound durch die vereinzelte Addition dezenter Keyboard-Unterstützung (Gastmusiker Dave Schulz) und der hinreißende Memphis-/Southern-Soul (überhaupt weht durch das gesamte Werk ein herrliches Southern-Flair) der weiblichen Background Sängerinnen Michelle Plunk und Gia Ciambotti! So entsteht im Großen und Ganzen eine brodelnde Mischung aus den Spuren solcher Leute wie Howlin' Wolf, Robert Johnson, John Lee Hooker, Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter, aber auch The Black Crowes, ZZ Top, den Georgia Satellites, Led Zeppelin, John Fogerty und Skynyrd! Packende Riffs, furiose Soli, wunderbar eingestreute, sumpfige Dobro-Intermezzi und tief in den Swamps watende, glühend heiße, Slide-/Bottleneck-Attacken erzeugen die pure Groove-/Boogie-/Roots-/Blues-/Rock'n Roll-Freude! Nach einem etwas psychedelisch anmutenden Dobro-Intro drücken Sardinas und seine Kumpels beim gewaltigen Opener "All I need" gleich mächtig auf die Tube und setzen zu einem peitschenden Bluesrock-Boogie an, der voller Wucht und Dynamik nur so durch die Swamps fegt. Mörder-Riffs, eine vehemente, tierische Slide, drückend treibende Drums und Basslinien sorgen für einen fulminanten Power-Drive. "Can't you feel my motor runnin'" röhrt es aus Sardinas' Kehle... oh ja, und ob wie diesen Motor laufen hören! Ein "geiler" Sound! Mit unverminderter Kraft und Energie geht's weiter, aber auch mit prima hängen bleibenden Riffs und Licks, sowie einer klasse Melodie: "Ride" heißt die Nummer, ein einfach toller, dreckiger, southern-fueled, bluesiger Geradeaus-Rock'n Roller mit großartigen, weiblichen Background-Gesängen, dezent eingebundenem Orgelspiel und den unvermeidlichen, so starken, krachenden und glühenden Gitarren-Attacken! Und schon knallt mit dem prächtigen "Find my heart" der nächste Slide-getränkte Boogie-/Blues-Rock'n Roller aus den Lautsprechern und verbreitet eine tierisch gute Stimmung. Würde auch Dan Baird und seinen Georgia Satellites hervorragend zu Gesicht stehen, nur legt Sardinas noch eine Schippe Swamp-Feeling und ein Pfund "Slide-Dreck" drauf! Einfach großartig! So jagt ein Highlight das nächste: Ob der wunderbare, melodische, voller Southern-/Memphis-Soul steckende Rootsrocker "Gone to Memphis" (wieder mit tollem, weiblichem Chorus und grandioser Gitarrenbegleitung), der sich wie ein dampfendes Ross durch den Süden wälzende Shuffle-Blues "It's nothin' new", das von tollen Slides umgebene, southern soulig groovende und nach vorn rockende "This time", das schwergängig rockende, von krachenden Riffs angestossene, phantastische "Door to diamonds", bis hin zu der famosen, über 6-minütigen, von großartigem Dobro- und mächtigem Gitarrenspiel flankierten, rootsig bluesigen Coverversion von Tony Joe White's "As the crow flies" oder gar dem schon hundertmal gecoverten Elvis-Heuler "Burning love", dem die Truppe aber noch einmal dermassen viel Drive und Power verpasst, das er praktisch wie "neu geboren" aus den Lautsprechern stürmt! Eric Sardinas & Big Motor bringen ihre kraftstrotzende "Blues-/Boogie-/Dellta-/Roots-/Rock'n Roll-Maschine" gewaltig auf Touren! "No way to slow down" - bloß nicht nachlassen... - der Sound dieses Motors ist ein "Hammer"! Irre starke Vorstellung dieser Burschen!
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