Artikel 1 bis 2 von 2 gefundenen...

[1-15]

 
Powell and The Messengers, Leroy - life and death [2013]
Southern Rock Outlaw Leroy Powelll und seine "verwegenen" Messengers laden uns ein auf einen pulsierenden, atemberaubenden Höllentrip zwischen "Life and Death"! So der Titel des nächsten Geniestreichs vom ehemaligen Lead-Gitarristen von Shooter Jennings' Band, den "357's", und seinen neuen Freunden. Die Truppe wird, und das, wo auch schon die beiden Vorgängerwerke richtige "Killer"-Teile waren, immer stärker. Puh, was für ein Ritt! Das berühmte "Guitar Player Magazine" sagte einmal über den Protagonisten: "Half his riffs smell like beer and honky-tonks, while the other half sound like redneck cousins of Led Zeppelin". Dies trifft für das neue Album mehr zu, als je zuvor. Leroy Powell und die Messengers zeigen hier ihre zwei Gesichter. Das Werk beginnt zunächst ungemein entspannt mit ein paar wunderschönen. lupenreinen Countrynummern und Countryrockern, um dann, nach etwa einem Drittel regelrecht zu explodieren und mit einem knochenharten, rauen, dermassen aus allen (Gitarren)Rohren feuernden, grandiosen Roots-/Blues-/Southern Rock'n Roll-Gewitter fortzufahren, wie wir es so intensiv in der jüngeren Vergangeheit selten erlebt haben. Powell, der in seinen früheren Tagen ausser mit Shooter Jennings noch mit solch unterschiedlichen Leuten wie beispielsweise Hank Williams jr., David Allan Coe, Dickey Betts, Tony Joe White, Billy Joe Shaver, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd, Gene Loves Jezebel, Blink 182 und Stanley Clarke zusammengearbeitet hat, ist ein begnadetes Allround-Talent. Sein Potential als Songwriter ist immens, auch gesanglich ist er absolut top, variantenreich und überaus ausdrucksstark, er spielt Harmonica, Keyboards, Pedal Steel und ist "one hell of a guitarist". Was er hier auf den 6 Saiten abliefert ist schlicht phänomenal. Teilweise hören wir ein E-Gitarren-Brett, das einen vermuten lässt, hier seien mindestens 3 "pistoleros" am Werk, die sich gegenseitig in einen Rausch "ballern". Doch gehen wir das Album mal sukzessive durch. Es beginnt, wie gesagt, mit dem ruhigeren Part. "Satan put it on my tab" ist eine sehr lockere und verhalten instrumentierte, ungemein melodische, wunderbare Outlaw Countrynummer, eingebettet in einem gefühlvollen Midtempo-Groove. Klare akustische und zurückhaltende E-Gitarre, ein paar honky-tonkige Piano-Ergänzungen, eine einsame Violine - dass sind die Zutaten, die Leroy's großartigen Gesang umgeben. Die Einflüsse seines alten Kumpels Shooter und dessen Vater Waylon Jennings sind unverkennbar. Ähnlich gestrickt ist auch das folgende "I've got you where I want you", das mit vielen Geigen geschmückte "It hurts too much to cry" erinnert an puren Sechziger Jahre-Country, das Steel-getränkte "Send me out the door" lässt den Spirit eines Gram Parsons und eines Merle Haggard durchsickern, ehe mit dem herrlichen "You're driving me (out of my everloving mind)" ein traumhaft melodischer, knackiger, sehr erfrischender Retro-Countryrocker folgt. Durch diese Nummer weht ein schönes, "fluffiges" Westcoast-Flair. Großartig die vielschichtigen Gitarren und die vorzügliche Pedal Steel-Arbeit des Meisters. Man wird ein wenig an die guten, alten Byrds, die Flying Burrito Brothers, die New Riders Of The Purple Sage und die ganz frühen Poco erinnert. Dann noch, quasi als Übergang, ein kerniger Outlaw Countryrocker ("Cut em loose"), ehe die Band urplötzlich, wie vom Donner getroffen, mit ihrem so verdammt dreckig, rau und laut rockenden, höllischen "Roots-/Blues-/Southern-Blast" loslegt, der den Rest dieses ´"Mörder"-Albums bestimmt. "Cannonball" macht seinem Namen alle Ehre. Ein sprichwörtlicher Blues-/Southern-/Boogie-Rock'n Roll Vollgas-Ritt auf der Kanonenkugel. Eine furiose, voller dreckiger Bluesharp- und Gitarrensequenzen steckende "Tour de force", die die Band endgültig auf eine amtliche Betriebstemperatur bringt. Von nun an gibt's kein Halten mehr. Man glaubt es kaum, aber die Truppe legt bei dem folgenden, kochenden "Straight up" noch mal ein paar Kohlen mehr drauf. Wow! Was für ein gewaltiger, straighter, bluesiger "full-blowing" Southern Rocker! Powell setzt sich in Szene, als hätte er eine ganze Gitarristen-Armada aufgefahren. Das dürfte nicht nur die Gov't Mule-Fraktion begeistern, sondern auch die der The Allman Brothers Band (nur deutlich härter), Blackfoots und vielleicht auch Molly Hatchets. Und doch ist es dieser ganz eigene Stil, wie ihn nur die Messengers spielen können, der so fasziniert. Hammerhart! Hammerstark! Diese mächtige Gitarrenwand steht permanent unter Strom, glüht, kocht, röhrt, besticht mit wundervollen Twin-Licks. Powell's furioses Solo ist schlicht "monstermässig". Kommen wir zu dem knochenharten, southern-fueled Bluesrocker "Weatherman", der abermals bestens in das Anforderungsprofil von Warren Haynes und seinem berühmten "Maultier" passen würde. Powell schmettert kolossale Riffs aus den Boxen - man kann nur hoffen, dass das Equipment dieser musikalischen Urgewalt stand hält. Das Gitarrensolo lässt einen einmal mehr glauben, dass sich hier eine Vielzahl von "Gitarreros" die Seele aus dem Leib spielen. Welch eine Wucht! Auch bei dem Vollgas Southern Rocker "Blood in the sky" schießen die vermeintlichen "Saitenpsitoleros" aus allen Rohren. Es gibt kein Entrinnen! Zum Schluß noch ein absolutes Highlight: "Agent of death" ist eine regelrechte Vorzeige-Southern Rock-Hymne voller himmlischer Twin-Leads. Als wären die guten, alten Wishbone Ash eine lupenreine Southern Rock-Band und würden zusammen mit Gov't Mule, den nur erdenklich besten Doc Holliday und Blackfoot zu einem furiosen Jamming ansetzen. Hier wird ein Gitarren-Feuerwerk abgebrannt, das seinesgleichen sucht. Genial! Allein dieser zweite, deutlich längere Teil dieses fulminanten Albums wird die Southern Rock-, Bluesrock- und Gitarren-Fetischisten geradezu "aus den Socken hauen". Die CD kommt leider nur in einem einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das muss man bei dieser grandiosen Musik einfach vernachlässigen und in den Hintergrund stellen. Leroy Powell & The Messengers in Höchstform! Die Messlatte für das nächste Werk liegt verdammt hoch...

Das komplette Tracklisting:

1. Satan Put It on My Tab - 3:43
2. I've Got You Where I Want You - 2:33
3. It Hurts Too Much to Cry - 3:52
4. Send Me out the Door - 2:58
5. You're Driving Me (Out of My Everloving Mind) - 3:18
6. Cut Em Loose - 3:01
7. Cannonball - 4:07
8. Straight Up - 4:01
9. Give Me What I'm Needing - 4:04
10. Weatherman - 3:29
11. Blood in the Sky - 6:09
12. The Searcher - 3:53
13. The Agent of Death - 5:53

Art-Nr.: 8188
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Satan put it on my tab
You're driving me (out of my everloving mind)
Cannonball
Straight up
Weatherman
Blood in the sky
Agent of death

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Powell and The Messengers, Leroy - the snowblind moonshine deathride [2011]
3 verwegene Gestalten brausen auf ihren tief und "böse" knatternden Höllenmaschinen einen endlosen, "deadend" Highway hinunter: Das ist der "Snowblind Moonshine Deathride". Southernrock-Outlaw Leroy Powell und seine Messengers transportieren dieses in einem großartigen Comicstil gezeichnete, auf dem Frontcover ihres neuen Albums sichtbare Bild nahezu perfekt in die gleichnamige Eröffnungsnummer. "The Snowblind Moonshine Deathride" ist packender, bärenstarker, rauer, ungeschliffener, ordentlich Staub aufwirbelnder, dreckiger Outlaw-Southernrock, voller Dampf und Authentizität. Ein toller Auftakt eines tollen Albums. Rund 18 Monate nach "Atlantis" liefert die großartige Truppe um den saustarken Gitarristen, Songwriter und Sänger Leroy Powell, seines Zeichens ehemaliger Lead-Gitarrist von Shooter Jennings' Band, den "357's", ihren nächsten, ganz großen Wurf ab. "Firey Southern Rock Metal Country" ist einer der Begriffe, die man im Zusammenhang mit der Musik der Messengers hört. Ist gar nicht so verkehrt, wibei wir das unserer Ansicht nach nicht passende Wort "Metal" lieber durch "Hard" ersetzt wissen möchten. Am ehesten passt für dieses packende Gebräu vielleicht die Bezeichnung "Hard and Rough Southern Rock with a shot of Blues, Roots, Country and Psychedelic", vollgepackt mit "down and dirty guitars". Ja, Leroy Powell ist ein weitgereister, bärenstarker Gitarrist mit jeder Menge hochkarätiger, musikalischer Referenzen. Das renommierte "Guitar Player Magazine" analysierte einmal: "Half his riffs smell like beer and honky-tonks, while the other half sound like redneck cousins of Led Zeppelin". Das passt perfekt! Vermischt mit Powell's Outlaw-Mentalität entsteht dabei eine wunderbare, erdig raue, überaus vielseitige, einzigartige, explosive Southern Rock-Mixtur. Geboren in Kalifornien, lebte Leroy Powell viele Jahre in Nashville/Tennesse, ehe er 1998 wieder nach Los Angeles ging. Dort spielte er in diversen Funk-, R & B-, Blues- und Rockbands, stellte sein Talent solch unterschiedlichen Combos wie Spearhead, Fishbone, Ike Turner, Gene Loves Jezebel und Blink 182 zur Verfügung, ehe er im Jahre 2004 festes Mitglied von Shooter Jenning's "357's" wurde, mit denen er 4 Alben einspielte. Einige der Main-Tracks dieser Weke, wie beispielsweise "Lonesome Blues", "Busted in Baylor County", oder "Hair of the dog" stammten dabei aus seiner Feder. Darüber hinaus hat Powell, entweder im Studio oder auf der Bühne, mit solchen Größen wie Hank Williams jr., David Allan Coe, Dickey Betts, Tony Joe White, Billy Joe Shaver, The Marshall Tucker Band, Lynyrd Skynyrd und Stanley Clarke zusammengearbeitet. Im Früjahr 2009 zog es ihn wieder nach Nashville, wo er schließlich die Messengers ins Leben rief, die fortan mit ihrer furiosen Southern-"Mugge" am Start sind. "The Snowblind Moonshine Deathride" schließt sich qualitativ nahtlos an den famosen Vorgänger "Atlantis" an, wobei die Band auf dem neuen Werk vielleicht mit noch mehr Dampf und noch etwas härter agiert. Es brodelt an allen Ecken und Enden und das raue Outlaw-Flair ist allgegenwärtig. Nehmen wir beispielsweise mal das bravouröse "Lovin' machine": Fette, erdige Riffs und ein toller Southern-Groove bestimmen in der Basis diesen herrlich dreckigen Rootsrocker, der jedoch nach etwa einem Drittel seiner Spielzeit kurzzeitig zu einem gefälligen, lockeren, Countryrock-orientierten Part mit hintergründiger Pedal Steel wechselt. Doch dann legt die Band eine erneute Kehrtwende hin, kommt in Puncto Dampf wieder ordentlich auf Touren und brilliert mit einer baumstarken, feurigen Wah Wah-/Twin Lead-Passage. Einfach "geil"! Dann mit "High on the hog" die nächste, abwechslungsreiche, aufregende "Killer"-Nummer: Erneut hören wir raue, knochenharte, schnörkellose Southern-Riffs, entfernt vielleicht mit den allerbesten Blackfoot kompatibel, oder mit ganz straighten The Black Crowes, ehe die Band zu einem fulminanten Tempowechsel ansetzt. Der Song nimmt gewaltig Fahrt auf, wird dabei aber wesentlich lockerer und das Ganze mündet in einem mitreissend inszenierten Gitarrensolo voller herrlicher, flockiger, aber absolut tighter, The Allman Brothers Band-mässiger Twin Lead-Linien. Ganz groß! Kurioserweise enthält das neue Album auch das vermeintliche Titelstück des Vorgängers: Mächtige Heavy-Riffs bestimmen zu Anfang das prächtige "Atlantis", das gar daher kommt wie eine wuchtige Southern Rock-Ausgabe von Black Sabbath, während man im Refrain dagegen zu ungemein harmonischen, geradezu "lieblichen", progresiv angehauchten, von schönen, akustischen Gitarren und Keyboards unterlegten Gesangspassagen wechselt, um anschließend zu den gewaltigen Heavy-Klängen des Starts zurückzukehren. Großartigen Southern-fried Blues-/Rootsrock mit einem Rhytmus irgendwo zwischen Bo Diddley und Led Zeppelin hören wir mit dem tollen "Big black dog", dessen Mittelteil von einem fantastischen, leicht halligen, psychedelisch angehauchten Gitarrensolo bestimmt wird und nach etlichen weiteren, saustarken Tracks endet das Album schließlich mit dem etwas zurückhaltenderen, wunderbar melodischen, gleichzeitig angerauten Southern Rocker "Resurrection". Einfach toll! Die Band spielt durchweg auf einem beängstigend hohen Niveau. Schwachstellen sucht man vergebens. Ein wenig schade ist leider die etwas spartanische Verpackung der CD im einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das muss man bei dieser grandiosen Musik einfach vernachlässigen und in den Hintergrund stellen. Leroy Powell and The Messengers entfachen erneut ein zündendes, packendes Feuerwerk rauen, ungeschliffenen Retro-Blues-/Roots-/Outlaw-/Southern Rocks. Das Album ist schlichtweg ein "Mörder"-Teil! Schnallt Euch an, Leute, die Motoren röhren schon. Auf Euch wartet ein furioser "Snowblind Moonshine Deathride"...

Das komplette Tracklisting:

1. The Snowblind Moonshine Deathride 4:17
2. Lovin' Machine 3:16
3. High On The Hog 4:16
4. Turn It Up 4:19
5. Blood In The Sky 7:17
6. One More Time Over The Line 2:12
7. Let Me Love You 4:36
8. Big Black Dog 3:09
9. Judgement Day 4:15
10. You Got Jacked 2:47
11. Atlantis 6:20
12. Resurrection 6:13

Art-Nr.: 7665
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The snowblind moonshine deathride
Lovin' machine
High on the hog
Blood in the sky
Big black dog
Atlantis
Resurrection

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!