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Malone, Tommy - natural born days [2013]
"It’s a crime that Tommy Malone isn’t better known around the world. He is a triple threat - beautiful singer, fine songwriter, and killer guitarist" schreibt das amerikanische "Offbeat Magazine". Ja, es ist wirklich verrückt, dass vielen Leuten dieser Name noch immer fremd ist, denn: was ist dieser Veteran der "Louisiana Music Scene" für ein grandioser Musiker! Tommy Malone, im übrigen der jüngere Bruder des Gitarristen der New Orleans-Institution The Radiators, Dave Malone, ist der etatmässige Frontmann, Sänger und Lead Gitarrist der Subdudes, die vor allem vielen Roots-/Americana-Fans bekannt sein dürften. Doch vorher arbeitete er noch in und mit zahllosen weiteren Bands in Louisiana, u. a. Dustwoofie, den Continental Drifters und Tiny Town. "Natural born days" ist erst Malone's zweites Solo-Album, dass nun ganze 12 (!) Jahre nach seinem viel umjubelten Debut "Soul heavy" endlich vorliegt - und es ist ein kleines Meisterwerk geworden. Ein wunderbares Album, in dem Malone all seine vielseitigen Einflüsse amerikanuscher Rootsmusik zusammenführt, ein hingebungsvolles Werk zwischen Funk, Blues, Gospel, Roots, Americana, Swamp, Rock, Southern Rock und jeder Menge Southern Soul. Tommy Malone spielt all seine Stärken auf dieser wundervollen Scheibe zur Gänze aus. Er verfügt über eine vorzügliche, zu dieser Musik perfekt passenden Stimme voller "grit", aber auch voller Wärme und Seele, spielt gnadenlos gut Gitarre, und zwar in allen Variationen und verpackt das Ganze in zwölf ausnahmlos fantastischen Songs voller starker Melodien. Alles kommt sehr, sehr erdig und natürlich, voller großartiger Grooves, immer rootsig und mit sehr viel Soul. Und immer spürt man den Spirit des Südens, speziell New Orleans'. Nicht nur die Anhänger solcher Kollegen wie Anders Osborne, Delbert McClinton, The Subdudes, John Hiatt, The Radiators, Randall Bramblett, JJ Grey oder Jombo Mathus werden begeistert sein. Produziert hat das Werk der 10-fache Grammy-Gewinner John Porter (u.a. Buddy Guy, Keb Mo. B.B.King, R.L.Burnside, Ryan Adams). Gleich der Opener "Home", ein toll groovender "chug-a-long bluesrocker" mit einem herrlichen Southern-/Swamp-Gospel-Flair ist ein Knüller. Malone beschreibt seine Rückkehr von Tennessee nach New Orleans nach 5-jähriger Abwesenheit infolge des Hurricanes Katrina. Eine sehr persönliche Nummer, die er mit viel Herz vorträgt. Keyboard-Virtuose Jon Cleary (u.a. Bonnie Raitt) steuert tolles Honky Tonk-Piano bei und der Meister selbst brilliert mit sumpfigen Slide-Riffs und einem prächtigen Slide-Solo. Puren, genauso lockeren, wie leicht schwülen, "dichten", voller Emotionen steckenden New Orleans-/Southern-Soul bietet das wundervolle "God knows (Just ain't talkin')". Ist das großartig! Malone spielt eine wunderschöne Lead Gitarre, umgeben von exzellentem Retro E-Piano- und hintergründigem Orgelspiel. In eine ähnliche Kerbe schlägt die traumhaft melodische Ballade "Distance", die für pure Gänsehaut sorgt. Malone's Feeling, sein Gesang und seine Gitarrenlinien sind absolute Extraklasse. Man spürt sie regelrecht, die Leidenschaft, die Hingabe, mit der er und seine famosen Mitstreiter diese Musik zelebrieren. Der vorzügliche Hamoniegesang kommt übrigens von ex Continental Drifters-Kollegin Susan Cowsill. Kernigen Swamp-/Southern Rock, der wie eine Mischung aus Anders Osborne, John Fogerty, den North Mississippi Allstars und The Radiators daherkommt, hören wir mit dem von einem bluesigen Boogie-/Shuffle-Groove nach vorn getriebenen "Mississippi bootlegger", während das wunderbare Titelstück "Natural born days" an die legendäre The Band erinnert, allerdings als stammten die aus New Orleans. Das ist herrlicher, Southern-fueled Rootsrock voller vielschichtiger Gitarren und prächtiger Orgel-/Piano-Fills, ein dezentes Gospel-Flair inklusive. Mit dem tollen "Important to me" streut Malone dann noch eine lupenreine Countrynummer in bester Johnny Cash-Tradition ein (irre starkes Gitarrenspiel), um mit dem Slide-getränkten, drückenden "Life goes on" wieder einen schwülen, rauen, swampigen Bluesrocker in bestem Louisiana-/New Orleans-Style folgen zu lassen. Man kann nur hoffen, dass es nicht wieder 12 Jahre dauert, bis Tommy Malone ein neues Album veröffentlicht. Doch eines ist sicher: "Natural born days" lässt uns mit seiner aussergewöhnlichen Klasse die vergangene Wartezeit schnell vergessen. Dieses Werk ist eine wahre Perle amerikanischer Roots-/Blues-/Southern-/Soul-Musik. Schlicht unwiderstehlich!

Das komplette Tracklisting:

1. Home - 2:56
2. Hope Diner - 3:41
3. God Knows (Just Ain't Talkin') - 5:03
4. Wake Up Time - 4:07
5. Distance - 4:18
6. Mississippi Bootlegger - 4:56
7. Didn't Wanna Hear It - 4:15
8. Natural Born Days - 3:57
9. No Reason - 5:08
10. Important to Me - 2:49
11. Life Goes On - 3:36
12. Word on the Street - 4:41

Art-Nr.: 8209
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Home
God knows (Just ain't talkin')
Distance
Mississippi bootlegger
Natural born days
Important to me
Life goes on

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