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Honey Island Swamp Band - cane sugar [2013]
Hmm, "they sound like the sweet smell of a swampy southern breeze". Wundervoll! Die Honey Island Swamp Band gilt als einer der heissesten, neuen Acts in New Orleans, die sich dort innerhalb kürzester Zeit eine mächtige Fanbase aufgebaut haben. Man stelle sich irgendwo im Nichts des Südens eine dunkle, verrauchte Bar vor, aus deren Jukebox die Klänge von Gram Parsons, Delbert McClinton, Little Feat and The Allman Brothers Band zu hören sind, dort in etwa passt auch die Musik dieses großartigen Quintetts aus der Metropole Louisiana's hin. Angefangen hat alles unter den nicht sehr glücklichen Umständen, die der Hurricane "Katrina" mit sich brachte. Die beiden hoch talentierten Gitarristen und Songwriter Aaron Wilkinson und Chris Mule verloren ihr komplettes Zuhause in New Orleans und landeten erst einmal in San Francisco. Dort beschlossen sie gemeinsam mit ihren Flüchtlingskumpels Sam Price (bass) und Garland Paul (drums) ein Bandprojekt auf die Beine zu stellen, wenngleich sie zu diesem Zeitpunkt eine mehr als ungewisse Zukunft vor sich hatten. Doch die Liebe zur Musik schweisste sie zusammen. Die Honey Island Swamp Band war geboren. Schnell ließ man San Francisco wieder hinter sich, ging zurück in die geliebte Heimat New Orleans und erhaschte dort innerhalb kürzester Zeit ungemein viel Aufmaerksamkeit in den Clubs der Stadt. Im Jahre 2010 stieß noch der Keyboarder Trevor Brooks zur Band und nun gab es kein Halten mehr. Ihre großartige Musik, stark beeinflusst von Lowell George und Little Feat, aber auch von The Band, Gram Parsons, Dr John, The Radiators und The Allman Brothers Band, sowie ihre fulminanten "burn-the-house-down" Live Shows, brachten der Band ein ungeheures Standing, auch ausserhalb der Region, ein. Auch der hochkarätige, Grammy-dekorierte Produzent John Porter (u.a. Keb' Mo', Buddy Guy, B.B. King, zuletzt zudem als "Engineer" für das neue Album "Badlands" von Trampled Under Foot" in Erscheinung getreten) ist begeistert von den Jungs und hat es sich nicht nehmen lassen, ihr neues Album "Cane sugar" zu produzieren. Es ist ein klasse Teil geworden. "Bayou Americana", so bezeichnet die Truppe selbst ihre Musik. Das passt durchaus als Oberbegriff, doch im Grunde spielen sie eine wunderbare Mixtur aus Blues, Rootsrock, Southern Rock Boogie, Soul, Appalachian Music, Honky Tonk, Countryrock und Swamp Funk. Sie bekommen die einzelnen Stilelemente großartig unter einen Hut. Das ist aber auch klar, denn es handelt sich hier durchweg um vorzügliche Musiker. Die Musik ist geprägt von tollen Grooves (die Rhythmus-Fraktion arbeitet exzellent), wie auch von einer schönen, unterschwelligen Swamp-Schwüle. Doch trotz alledem wirkt sie oft sehr locker und flockig. Wir hören viel Sliedegitarre, auch mal schönes Mandolinenspiel, mal eine Mundharmonica, tolle Piano- und Orgel-Ergänzungen, schöne Percussion und vereinzelt ein paar effektive, aber nie zu aufdringliche Bläser. Das Album beginnt mit dem genauso locker wie schwül groovenden Roots-/Southern Rocker "Change my ways", der mit lässigen Slide-Licks, einer klasse Melodik und einer feinen Brise Soul besticht. Die dezenten Bläser kommen richtig gut, wie auch das zündende Wah Wah Slide-Gitarrensolo in der Instrumentalphase des Stückes. Ein hintergründiges Retro-Countryrockflair, schön southern und swampig, zieht sich durch das lockere, dennoch knackige, wundervolle "Black and blue". Herrlich hier die jammige Percussion und die flüssige Allmans-ähnliche Slidegitarre. Zu alledem kommt eine schön klimpernde Piano-Unterstützung. "Cast the first stone" ist dann allerbester, drückend schwüler New Orleans Funk-, Swamp-, Bluesrock mit klasse Harp-Fills, tierischem Piano-Spiel (vor allem im Break) und heissen Bläser-Sätzen. Dieser Louisiana-Groove lässt einen nicht mehr los. Erinnert durchaus an The Radiators, doch die Honey Island Swamp Band ist auf dem besten Weg in die großen Fußstapfen dieser kultigen New Orleans-Formation zu treten. Super auch das Titelstück, der wundervoll lockere, melodische Southern-/Rootsrocker "Cane sugar". Tolle, Allmans-mässige Slide und exzellente, frische Mandolinenklänge erzeugen eine hinreissende Harmonie. Auf einer ähnlichen Linie bewegt sich das fantastische "Prodigal son". Hier kommt das legendäre, lockere Dickey Betts'sche The Allman Brothers Band-Feeling noch mehr zur Geltung. Was für ein prächtiger, "süßer" Southern-Duft weht durch diesen herrlich flüssigen, mit feinsten Slidelinien gespickten Rootsrocker. Klasse auch wieder die entsprechenden Percussionklänge und die jammigen Instrumentalpassagen aus Piano und Slidegitarre. Schönen Swamp Rock der Marke Little Feat hören wir dann wieder mit dem klasse groovenden "Johnny come home". Welches Stück man auch herauspickt, ist schlußendlich egal - "Cane sugar" ist einfach ein klasse Album. New Orleans hat ein neues, musikalisches Aushängeschild, das die Musik der Swamps von Louisiana prächtig in Szene setzt: Die großartige Honey Island Swamp Band!

Das komplette Tracklisting:

1. Change My Ways - 4:14
2. Black and Blue - 4:43
3. Cast the First Stone - 3:48
4. One Shot - 4:50
5. Cane Sugar - 4:55
6. Miss What I Got - 3:44
7. Prodigal Son - 5:50
8. Just Another Fool - 3:42
9. Johnny Come Home - 2:54
10. Pills - 4:21
11. Never Saw It Comin' - 2:34
12. Strangers - 2:23

Art-Nr.: 8252
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Change my ways
Black and blue
Cast the first stone
Cane sugar
Prodigal son
Just another fool
Johnny come home
Devil's den

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Die begnadeten Honey Island Swamp Band aus New Orleans mit einem ihrem Bandnamen entsprechenden, hinreissend sumpfigen, swampigen Gebräu aus unwiderstehlichem New Orleans Blues, Louisiana Swamp Rock, Funk-, Groove- und Southern-Rock. Produziert hat Luther Dickinson von den North Mississippi Allstars. "This is the sweet smell of a swampy southern breeze". Klingt zuweilen wie eine mal dampfende, mal herrlich lockere Mischung aus den Rolling Stones, The Radiators und Little Feat, angereichert mit einer wohlschmeckenden, allgegenwärtigen Prise Southern-Esprit. Einfach wunderbar!

Das komplette Tracklisting:

1. How Do You Feel - 4:47
2. Head High Water Blues - 3:55
3. No Easy Way - 5:47
4. Medicated - 4:14
5. Watch and Chain - 4:11
6. Katie - 2:51
7. Ain't No Fun - 4:01
8. She Goes Crazy - 5:20
9. Through Another Day - 5:34
10. Say It Isn't True - 3:58
11. Devil's Den - 6:22

Art-Nr.: 9153
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
How do you feel
Head High Water Blues
No easy way
Medicated
Ain't no fun
Say it isn't true

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