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Quaker City Night Hawks - el astronauta [2016]
Die Quaker City Night Hawks aus Fort Worth/Texas, die uns mit ihrem prächtigen, ungeschliffenen, leidenschaftlichen Southern Rock'n Roll-/Boogie-/Red Dirt-/Rootsrock-Gebräu ihres furiosen 2013er-Werkes "Honcho" so "von den Sitzen rissen", verpassen ihrer rattenscharfen "Mugge" nun auch noch einen ordentlichen Acid-/Psychedelic-Kick. Ihr neues, prächtiges Album "El Astronauta" lädt uns ein auf eine packende, hypnotische Reise, hinaus in den unendlichen Kosmos ihres brodelnden, so herrlich zwanglosen, unverbrauchten "greasy Texas Rock'n Rolls". Rau, dreckig, erdig, noch immer im besten Sinne ungeschliffen, musikalisch dabei äußerst kompetent, kommen wir damit in den unwiderstehlichen Genuß eines mächtig würzigen, geradezu magischen Gebraüs aus "Texas Boogie, bluesy Classic Rock and Southern Rock meets spacy Psycgedelic Rock" oder "ZZ Top, Lynyrd Skynyrd and The Black Crowes meets Pink Floyd and Hawkwind". Und die "Quakers" kriegen das "berauschend gut" hin. Trotz der spacigen Momente ist die Basis ihrer Musik natürlich eindeutig der pure, staubige Rock'n Roll, bestimmt von 2 satten, kernigen Gitarren, einem mächtigen Groove und zuweilen kongenial ergänzten Keyboards. Das wirkt straight, direkt und trifft mitten ins Herz. Das Songmaterial ist erstklassig, hat keinen schwachen Moment und bleibt, trotz mancher jammiger, psychedelischer Ausflüge immer bestens strukturiert und damit hervorragend hängen. Dazu hat Lead Gitarrist und Lead Sänger David Matsler auch noch die genau richtige Stimme für diese Art von Musik: Rau, staubgegerbt und offensichtlich "geölt" durch einen amtlichen Whiskeykonsum. Mit dem ungemein kraftvollen, kochenden, "down to the bone rocking" Eröffnungstrack "Good evening" begrüßen uns die Texaner dann auch gleich mit einem echten "Kracher", an dem, trotz der spacigen Klänge (nie wirken diese zu überladen), jede Menge purer, organischer Texas-Staub und viel Southern Rock-Patina haften. Hart, dreckig, rau! Es regieren die beiden Gitarren von David Matsler und Sam Anderson (herrliches, glühendes Solo von Matsler), unterstützt von einem "grollenden" Orgel-Background. The Black Crowes treffen auf Leroy Powell and The Messengers, wenn die ordentlich rocken. Toll! Der Auftakt "sitzt"! Und es geht so weiter! "Liberty bell 7" ist ein straighter, furioser, Southern-fueled Texas Boogie-Rocker, ernaut mit einem ungeheuer würzigen Groove und in einem fetten Gitarren-/Keyboards-Sound. Die Eiflüsse von ZZ Top und Leroy Powell sind abermals erkennbar, aber, bei dem klasse integrierten, toll passenden, kleinen Psychedelic-/Space-Intermezzo im Break, auch die von Pink Floyd. Die Soundcollagen sind typisch Floyd, die Basis aber bleibt typisch "southern" und "texan". Das ist einfach eine "geile", scharfe Kombi. Noch angelehnter an Pink Floyd, auch gesanglich und in der großartigen Melodie, wird's bei dem exzellenten, gut ins Ohr gehenden "Beat the machine", ohne das die Band die erdigen, texanischen Pfade verlässt. Flüssige Gitarren, ein schönes Klavier und ein lässiger, recht lockerer Rhythmus bestimmen das Geschehen. "Pink Floyds meets Southern- und Red Dirt-Rock" in Reinkultur. Eine tierische, sehr markante "electric Bassline", klassische, harte Jimmy Page-Riffs und ein toller Seventies Rock-Groove bestimmen das, auch gesanglich schön intensiv vorgetragene, massive "Medicine man" - ohne Zweifel eine kleine Hommage an Led Zeppelin, mit einem Hauch von "Dazed and confiused"-Flair. Sehr stark! Ein weiteres, absolutes Musterbeispiel von Pink Floyd'schem Progressive Rock trifft auf Texas Red Dirt- und Southern Rock bietet das hinreissende, sehr melodische, fast epische "The last great audit". Wunderbare Gitarren und Orgelklänge erzeugen eine ausgewogene Balance zwischen Pschedelic und Roots-/Southern Rock. Großartig dieser Sound! Großartig diese Band! "El Astronauta" ist (hoffentlich - sie hätten es jedenfalls absolut verdient) der nächste, große Schritt für die Quaker City Night Hawks, heraus aus dem Status des absoluten "Geheimtipps". In ihrer Heimat jedenfalls sorgen sie unter Fans und Genre-Experten schon mal für ordentlich Furore. Eine wirklich famose Vorstellung der "Quakers"!

Das komplette Tracklisting:

1. Good Evening - 4:39
2. Liberty Bell 7 - 4:10
3. Mockingbird - 3:19
4. Something to Burn - 3:09
5. Beat the Machine - 3:23
6. Medicine Man - 4:38
7. Duendes - 4:03
8. The Last Great Audit - 5:09
9. Sons & Daughters - 4:39

Art-Nr.: 9190
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Good evening
Liberty bell 7
Mockingbird
Beat the machine
Medicine man
The last great audit

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Quaker City Night Hawks - qcnh [2019]
Leidenschaftlicher "Greasy Texas Rock'n Roll" - das ist es, was die großartig aufspielenden Quaker City Night Hawks zu Besten geben. Auch ihr neues Album, schlicht "QCNH" betitelt, zeigt die Truppe aus dem texanischen Fort Worth wieder in bestechender Verfassung. Die "Quakers", um die beiden hervorragend aufspielenden Gitarristen David Matsler und Sam Anderson (beide auch Gesang) präsentieren eine ungemein zwanglose, voller Spielfreude steckende, erdige, dreckige, im positivsten Sinne ungeschliffene, zündende Mischung aus Southern Rock, Bluesrock, Rootsrock, Americana und diesem typisch texanischen Red Dirt Rock, wie man ihn wohl nur im "Lonestar"-State zelebrieren kann. Ehrlich und authentisch durch und durch. Das Songmaterial ist erste Klasse. Einflüsse von ZZ Top, Lynyrd Skynyrd oder The Black Crowes sind spürbar, auch Spuren von Blackberry Smoke, mit denen sie im Übrigen schon zusammen auf Tour waren, sind zu erahnen, doch die "Quakers" haben ihren ganz eigenen, so herrlich unverbrauchten, variablen Stil, der sie auf der anderen Seite auch wieder einzigartig macht, längst gefunden. Es macht einfach nur Laune, dieser großartigen Truppe zuzuhören. Produziert hat im übtigen ex White Denim-Gitarrist Austin Jenkins, in einem. klasse, vollkommen natürlichen Siebziger Jahre Retro-Sound. Es passt halt alles erstklassig zusammen. Gefällige, dabei aber wunderbar erdige E-Gitarren-Riffs, ziehen sich durch den prächtigen Opener "Better in the morning", einem gleich super gut hängen bleibenden, southern-flavoured Rootsrocker, der trotz seiner prima Melodik und der angenehmen Lockerheit auch eine ordentliche, bluesig rockende Power und viel Texas-Spirit versprüht. Die Basis für die nachfolgenden Highlights (im Grunde besteht das komplette Album aus Highlights) ist gelegt, wie etwa das kernige, "heiße", von funky E-Gitarren und einem "geilen" Southern-/Funk-Groove bestimmte "Suit in the back". Viel Americana- und ein flockiges Alternate Countryrock-/Roots-Feeling verbreitet das herrlich lockere, von einer hinreißenden Melodie durchzogene, dennoch natürlich raue, staubige "Colorado", ein musikalischer Roadtrip par excellence. Grandios hier die beiden satten, ein klasse Southern-Flair produzierenden E-Gitarren-Soli, und die sich im Hintergrund haltende, lässig flüssige Klavier-Begleitung. Tolle Nummer! Kernigen, stampfenden Southern-/Texas-Bluesrock bietet das mächtig dampfende "Fox in the henhouse", das sich wie ein Mix aus ZZ Top, The Black Crowes und Lynyrd Skynyrd aus den Lautsprechern drückt. Wunderbar dreckige, fette Riffs, klimperndes Honky Tonk-Piano und glühende E-Gitarren-Ritte erzeugen eine Menge Power. Richtig ab geht's auch bei dem kochenden, ja schon fast "heavy" aus den Boxen galoppierenden Boogie "Hunter's moon". Hat durchaus wieder etwas von ZZ Top, klingt ordentlich southernrockig, wirkt aber irgendwie auch wie ein mächtiger "Black Sabbath goes Southern"-Rocker. Rattenscharf! Ganz gegensätzlich dazu kommt das ruhige, nahezu akustisch gehaltene, sehr schöne, rootsige, Americana-mässige "Elijah Ramsey", während die Band mit dem abgefahrenen, aber sehr starken "Grackle king" ihre psychedelische Seite zeigt. Klasse hier dieses "schwebende" Feeling in Kombination mit den trocken, dreckigen E-Gitarren. Laut und straight rockend, an der Schnittstelle zwischen Roots- und Southern Rock, beschließen die Jungs schließlich mit dem Knaller "Freedom" dieses prächtige Album. Eine tolle, von vorn bis hinten in sich stmmig wirkende, beeindruckende Scheibe der Quaker City Night Hawks, die damit in der Rootsrock- und Southern Rock-Szene ihren festen Platz gefunden haben dürften. Dieser Band ist mit dem hier gezeigten Potential noch eine Menge zuzutrauen. Ein wirklich großer Wurf der QCNH!

Das komplette Tracklisting:

1. Better In the Morning - 3:14
2. Suit in the Back - 2:53
3. Colorado - 4:00
4. Pay to Play - 4:23
5. Fox In the Henhouse - 4:20
6. Hunter's Moon - 2:55
7. Elijah Ramsey - 5:03
8. Grackle King - 5:21
9. Tired of You Leaving - 2:59
10. Freedom - 3:03

Art-Nr.: 9778
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Better in the morning
Suit in the back
Colorado
Fox in the henhouse
Hunter's moon
Grackle king
Freedom

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