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Rhett, Thomas - center point road [2019]
Thomas Rhett, der Sohn des in traditionellen Countrykreisen sehr geschätzten Achtziger-/Neunziger-Interpreten und heute überaus erfolgreichen Songwriters Rhett Akins, gilt in der heutigen Nashville-Szene unter den jungen Künstlern mittlerweile als einer der Etabliertesten, mit HIts ohne Ende. Da wird auch sein neues Album "Center point road" keine Ausnahme machen, denn er trifft damit erneut den Zahn der Zeit. Rhett ist ein Musterbeispiel der gehypten, aktiuellen Countrygeneration. Kritiker bemängeln die fehlende Countrytradition und die zu hohen Pop-Anteile, doch die Chartplatzierungen geben ihm Recht. Ja, auch das neue Album ist wieder durchaus poppig, aber Rhett verzichtet keineswegs komplett auf Tradition. Nein, er schägt einen gut austaxierten Mittelweg ein und so hat das Werk seine Reize für jedes der beiden Lager, die Pop-Generation, aber auch die Liebhaber traditionell orientierter Songs. Nehmen wir beispielsweise das prächtige "That old truck" ein hinreißender, lupenreiner Midtempo Country Love-Song für einen Truck. Oder auch das wunderbare, mit schöner Steelguitar verzierte, gemeinsam mit Jon Pardi performte "Beer can't fix", das in seiner Lockerheit gar an einen relaxten George Strait-Song erinnert. Aber auch die poppigen Nummern sind absolut okay, zum Beispiel das zusammen mit Little Big Town eingespielte "Don't threaten me with a good time", das mit seinen viel gute Laune verbreitenden Dance-/Funk-Anteilen etwas an deren "Pontoon"-Zeiten erinnert, oder auch "Up", das mit einem feinen "Beach-/Soul"-Groove daher kommt. Insgesamt ist Thomas Rhett ein erstklassiges Album gelungen, das Nashville's aktuellen Mainstream-Country hervorragend repräsentiert. Für jeden Geschmack ist etwas dabei, verpackt in starkem Songmaterial voller Hit-Potential. Hier findet eine jetzt schon große Erfolgsgeschichte seine weitere Fortsetzung - ohne jeden Zweifel.

Das komplette Tracklisting:

1. Up - 3:27
2. Don’t Threaten Me With A Good Time [feat. Little Big Town] - 3:35
3. Blessed - 3:34
4. Look What God Gave Her - 2:48
5. Center Point Road [feat. Kelsea Ballerini] - 3:36
6. That Old Truck - 3:32
7. VHS - 3:16
8. Notice - 3:42
9. Sand - 2:42
10. Beer Can’t Fix [feat. Jon Pardi] - 3:29
11. Things You Do For Love - 3:26
12. Remember You Young - 3:00
13. Don’t Stop Drivin’ - 3:03
14. Barefoot - 3:00
15. Dream You Never Had - 3:22
16. Almost - 3:11

Art-Nr.: 9825
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Rhett, Thomas - tangled up [2015]
Zweites Album von einem der neuen, jungen Stars in Nashville, Thomas Rhett, dem Sohn von Rhett Akins. Thomas Rhett hatte bereits auf seinem Debüt "It Goes Like This" angedeutet, was für ein immenses Potential in ihm steckt. Die eigenen Fähigkeiten, ein starkes, zahlungskräftiges Label und dazu noch die Erfahrung seines Vaters (auch als Berater und Mitkomponist) im Rücken, sind beste Voraussetzungen, um mit seinem neuen Album "Tangled Up" zum großen Wurf auszuholen. Und so folgt auch Thomas Rhett dem aktuellen Trend in Nashville konsequent, seine Musik auf eine duale Basis zu stellen, um eine möglichst große Käuferschicht zu animieren. Wie schon bei Taylor Swift, die diesen Trend förmlich einleitete, Lee Brice, Luke Bryan oder auch Brett Eldredge zuvor, mit dem er nicht rein zufällig in den nächsten Tagen eine große Tour beginnt, hat Rhett den Country-Anteil zugunsten eines breitgefächerten Spektrums an Musikstilen (vor allem im Vergleich zum Vorgänger) deutlich zurückgefahren. Auch hier zielt der Blick deutlich in Richtung allgemeine Billboard Charts. Platzierungen in der Countrysparte, wie zum Beispiel die schöne erste Single "Crash And Burn" (melodischer Countrypop, Platz 2 in den Single-Charts) werden als Synergieeffekte natürlich gerne mitgenommen. Nicht auch zuletzt dank der starken Nashville-Studiomusiker, die immer wieder mal mit klasse gesetzten Banjo-, Mandolinen-, oder Steeltupfern versuchen,"'ihr" Genre halbwegs präsent halten. Um eines klarzustellen: "Tangled Up" ist ein großartiges Album geworden, vielleicht sogar eines der besten Pop-Alben der Neuzeit, aber man muss als New Countryfan halt größtmögliche Kompromissbereitschaft zeigen. Das tolle Banjo-Intro zum eröffnenden "Anthem" wird ganz schnell von einer hymnischen Powerpopnummer (toller Refrain) übertüncht. "South Side" wird mit seinem "shaky" Soul Groove eher die Hüften so mancher dunkelhäutigen Schönheit zum Kreisen , als die Cowboystiefel des gemeinen Countryverfechters zum Wippen zu bringen. Trotzdem ist auch das wieder eine sau-cooles Stück. Mit "Die A Happy Man" gibt es zum ersten Mal Versöhnliches für den geneigten Countryfan. Eine wunderbare, melodische Countryballade mit viel Southern Soul-Flair und herrlicher E-Gitarrenbegleitung (inkl. Solo). Gänsehautgarantie! "Vacation" funkt und soult in einem Tempo, dass einem regelrecht schwindelig wird, die New Country Powerballade "Like It's The Last Time" im Stile von Jason Aldean (für den Thomas ja schon zu früheren Zeiten Songs komponiert hatte) gibt Gelegenheit zum Durchatmen. "T-Shirt" ist dann auch wieder so ein toller Popsong, mit einem herrlich rhythmischen E-Gitarrengroove, der durch Mark und Bein geht, dürfte live von Tanzeinlagen begleitet werden. Das folgende "Single Girl" kommt im Stile der 90er New Countryballaden daher, tolles E-Gitarren-Solo von Dann Huff. Apropos Dann Huff: Der hat dieses Werk zu Großteilen mit Dan Frasure produziert, lediglich die letzten drei Tracks wurden durch Chris DeStefanno als auch Joe London begleitet. Das wohl Country-konformste Stück des Silberlings ist "The Day You Stopped Lookin' Back" (mit schöner Akustikgitarre) aus der Feder von Cadillac Three-Frontmann Jaren Johnston und Saitenvirtuose Luke Laird. Klasse hier das schöne E-Gitarren-Slide-Solo. Das erneut soulig groovende Titelstück "Tangled" würde man eher im Repetoire von den Commodors erwarten, als eigentlich auf der Scheibe eines aufstrebenden New Country-Künstlers, aber so ist halt die aktuelle Zeit. Getoppt wird das Ganze noch durch "I Feel Good", bei dem sogar der Rapper Lunchmoney Lewis, eine Sprecheinlage abliefern darf. Die Blockbuster-taugliche Ballade " Playing With Fire" würde sich als Titellied einer Titanic-Fortsetzung bestens eignen. Diese wickelt Thomas im Duett mit der vorzüglich singenden Jordin Sparks ab. Absolute Hitgarantie! Das melodische "Heard It From The Radio" (dezente Steel-Einlagen), eines von ein paar Liedern, das in Kooperation mit Papa Akins entstand, lässt ein Album ausklingen, das ausnahmslos tolle, abwechslungsreiche Musik bietet (wie bereits erwähnt, die grandios aufspielenden Nashville-Musiker sind allein das Geld wert), allerdings das Countryfeuer auf niedriger Flamme hält. Thomas Rhett folgt mit "Tangled Up" dem aktuellen Trend (möge der nicht noch weiter ausufern...), nicht nur von der Countryklientel wahrgenommen zu werden, sondern eine möglichst breite Schicht an Hörerschaft zu gewinnen. Insgesamt ein richtig starkes (Country) Pop-Album, der gemeine New Countryfan muss allerdings ein Höchstmaß an Toleranz mitbringen. Wer mit den letzten Sachen von Sam Hunt, Canaan Smith, Chase Rice, Brett Eldredge & Co. klarkommt, ist hier an der richtigen Stelle. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Anthem - 3.14
2. Crash and Burn - 3.10
3. South Side - 2.50
4. Die A Happy Man - 3.47
5. Vacation - 3.43
6. Like It's The Last Time - 3.09
7. T-Shirt - 3.47
8. Single Girl - 3.17
9. The Day You Stop Lookin' Back - 3.24
10. Tangled - 3.30
11. Playing With Fire (feat. Jordin Sparks) - 3.25
12. I Feel Good (feat. LunchMoney Lewis) - 3.15
13. Learned It From The Radio - 3.41

Art-Nr.: 8980
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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