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Robert Jon & The Wreck - good life pie [2016]
Vor gut 1 1/2 Jahren preschte eine fantastische Band aus Orange County/California mit ihrem Debutalbum ("Glory bound") wie aus dem Nichts in den Kreis der etablierten und neuen, jungen Southern Rock-Bands dieses momentan ein grandioses Revival erlebenden Genres und spielte sich im Nu nachhaltig in die Herzen der ewig hungrigen Fans: Robert Jon & The Wreck! Nun kommt mit "Good life pie" bereits ihr zweites, ganz prächtiges Album und sie knüpfen damit nahtlos an den bärenstarken Vorgänger an. Robert Jon & The Wreck sind: Robert Jon Burrison - lead vocals, guitars (großartige, kernige Stimme), Kristopher Butcher - lead guitar, slide guitar (baumstarke Soli, Slide- und Lead Gitarren-Arbeit), Steve Maggiora - organ, piano, wurlitzer (wundervolle Keyboard-Ergänzungen), Andrew Espantman - drums und Nick Phakpiseth - bass (eine tighte, Hi-Energy Rhythm-Section). Längst agiert die Band mit solchen Kollegen wie Blackberry Smoke, Whiskey Myers & Co. auf Augenhöhe, wobei Robert Jon und seine Freunde sogar noch ein wenig dreckiger, kerniger, erdiger, ursprünglicher und direkter agieren. Die Songs kommen voller Energie, geradlinig, aber auch voller Substanz, voller Herz und Seele, mit klasse Melodien, tief verwurzelt in dem "Spirit" der goldenen Siebziger-Ära. Nicht nur Tracks wie der rotzige, gut nach vorn gehende, raue Opener "Rollin'" , die unwiderstehliche, herrliche Roots-/Southern Rock-Ballade "The death of me" (kommt einem vor, als sei sie einer frühen, gemeinsamen Session von Lynyrd Skynyrd und The Band entsprungen, mit tollen Gitarren, inklusive großartigem Solo, sowie wunderbaren Orgel- und Piano-Ergänzungen - der "Southern-Duft" ist überall), oder der von "wilden" Slideguitar-Ritten begleitete, brennende Uptempo Southern Rocker "What do you say" sind Musterbeispiele für den heutigen, jungen, dennoch sehr an die klassischen Bands angelehnten "Southern Rock-Circuit" - nein, das ganze Album ist wieder ein absoluter Knüller. Robert Jon & The Wreck haben sich ganz corn in der Southern Rock-Liga fest gebissen und sind daraus nicht mehr wegzudenken. Einfach toll! Was macht diese großartige Truppe für eine Freude...

Hier noch ein paar Auszüge aus dem Review des "Sounds Of South"-Webzines:

Jetzt schicken sich auch die Robert Jon & The Wreck an, mit ihrem „Good Life Pie“, dem Branchenführer in der ‚Newcomer-Riege‘ des Genres, Blackberry Smoke, den Sonnen-Platz an der Gedecktafel streitig zu machen. Nach dem Motto ’Haben wir von Kuchen gesprochen, dass ihr Krümel euch meldet, waren die Kalifornier vor einigen Jahren in der Szene erstmals wahrgenommen worden. Spätestens mit ihrem starken Longplayer „Glory Bound“ und ihren handwerklich schon ungemein versiert klingenden Live-Auftritten war schnell klar, dass die Burschen zu ‚Mehr‘ berufen sind. Neben dem instrumentellen Können der einzelnen Bandmitglieder (Kristopher Butcher – lead guitar, Steve Maggiora- Keyboards, Dave Pelusi -bass und Andrew Espantman – drums, percussion) weiß das Gespann nämlich noch mit einem richtig charismatischen Frontmann namens Robert Jon Burrison aufzuwarten, in dem zumindest ähnliches musikalisches Desoxyribonukleinsäuren-Material verankert zu sein scheint, wie einst bei Ronnie Van Zant. Das neue Werk lässt es dem geneigten Southern- Fan direkt warm ums Herz werden. Ein cooles E-Gitarren-Lick als Intro und sofort klimpert Maggioras Piano bei „Rollin‘ in Billy Powell-Gedächtnis-Manier. Robert singt im typisch Van Zantschem Erzählstil. Direkt ein fulminanter Auftakt. Die beiden folgenden psychedelisch angefixten „Bad For You“ und „Good Lovin‘“ bedient sich das Quintett der großen Vorbilder der 70er wie Led Zeppelin, den Doors & Co., vor allem Christopher Butcher lässt mit schwurbeligem E-Gitarrenspiel teilweise den Hendrix raushängen. Mein Lieblingsstück ist natürlich das dezent Country-unterschwellige Titelstück „Good Life Pie“, bei dem launige Skynyrd-Tracks wie „3 Steps“, „Whiskey-Rock-A-Roller“ oder „What’s Your Name“ grüßen lassen. Das von The Band-Flair umhaftete „The Death Of Me“ verbreitet mit der gesungenen Erkenntnis ‚This life will be the death of me‘ höchst-philosophisch anmutende Hypothesen. Klasse auch das eingängige, sehr melodische “Hit Me Like You Mean It“, das schon fast in das Repertoire einer Eli Young Band passen würde. „Home“ verbreitet ein wenig das Westcoast-Feeling aus der Heimat und zu „What Do You Say“ sage ich: „Ein flotter Southern Rocker mit Stones-verdächtigem Finale“. „Hey Hey Mama“ steht aufgrund des eigenwilligen und bestimmenden Wah-Wah-Slides ganz im Zeichen Christopher Butcher (insgesamt wieder super starkes Slidespiel von ihm). Auf dem jammigen Instrumentalstück Allmanscher/Mulescher Prägung „Tightrope“ ist dann auch die spielerische Weiterentwicklung des Fünfers offenkundig. Ein Stück in der Tradition von ABB-Tracks der Marke „High Falls“ und „Elizabeth Reed“ gemixt mit ein bisschen Santana-Rhythmus-Feeling. Tolle Nummer. Am Ende lässt Robert bei „Sweet Angeline“ zu Akustikgitarren und ruhiger Slide sowie einigen Piano- und Orgeltupfern seiner melancholischen Seite freien Lauf. Robert Jon & The Wreck beweisen mit „Good Life Pie“, dass man sich im Southern Rock-Genre zur Zeit keine Nachwuchs-Sorgen machen braucht. Da kommt sicher noch einiges Starkes auf uns zu.
(Daniel Daus / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. Rollin' - 3:31
2. Bad for You - 3:36
3. Good Lovin' - 3:54
4. Good Life Pie - 3:59
5. The Death of Me - 4:05
6. Hit Me Like You Meant It - 4:09
7. Home - 5:53
8. What Do You Say - 4:15
9. Hey Hey Mama - 5:10
10. Tightrope - 7:46
11. Sweet Angeline - 5:43

Art-Nr.: 9297
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rollin'
Bad for you
Good life pie
The death of me
Hit me like you mean it
Home
What do you say

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