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Tyler, Jonathan - holy smokes [2015]
Die großartige, texanische, vor 5 Jahren mit ihrem prächtigen Album "Northern lights" für ordentlich Furore sorgenden Retro Groove-/Classic-/Southern Rock-Truppe Jonathan Tyler & the Northern Lights sind (leider) Geschichte, doch deren Frontmann kehrt nun mit einem baumstarken, neuen (Solo)Album zurück. Der charismatische Jonathan Tyler hat in den letzten Jahren einiges an Irrungen und Wirrungen in seinem jungen Leben durchmachen müssen, inkl. massiver Drogen- und Alkoholprobleme, doch mit seinem neuen Werk zeigt er sich erholt, gereift und von seiner allerbesten Seite. Musikalisch hat er sich weitestgehend von den harten Sachen der "Northetn lights" abgewendet und sich eindeutig dem Rootsrock-/Americana-Rock zugewandt, was ihm ausserordentlich gut zu Gesicht steht. "I was always trying to push for being Americana, but more edgy than most Americana bands that are out there", sagt Tyler dazu, und genau so ist es gekommen. Seine Roots-/ und Americana-Musik wirkt ungemein erdig, rau, dreckig, mit Ecken und Kanten, steckt dabei aber dennoch voller erstklassiger Strukturen und starker Melodien. Das Songmaterial ist äusserst vielseitig, wobei die Bandbreite der Einflüsse von solch verschiedenen Charakteren wie etwa Howlin Wolf, Little Feat, The Band, The Allman Brothers Band über Pink Floyd, bis hin zu Ryan Adams und Will Hoge zu reichen scheint. Er bringt das alles prächtig unter einen Hut. Das Album wirkt zuweilen wie ein staubiger "road trip through the south on a speeding motorcycle: a Delta porch-pluck here, a Nashville steel lick or jazzy New Orleans piano vamp there", alles wie eine untrennbare Einheit zusammengehalten von Tyler's "well-frayed vocals and infectious rock riffs". Klasse! Das Album startet mit dem wunderbar dreckigen, rauen Roots-/Bluesrocker "Hallelujah", der geprägt ist von einem prächtigen, bluesigen Delta-Groove und tierischen, riffigen Gitarren-/Keyboard-Linien. Hat einen Hauch von einem Gospel- und Southern-Touch. Der großartige Auftakt von einen Reigen toller, variabler Songs. Nach der rootsigen, shuffeligen, von tollem Honky Tonk-Piano und klasse Gitarren bestimmten Roadhouse-/Americana-Nummer "Goin' down to the city" und dem flotten, rockigen, mit jeder Menge "Sticky fingers"-mässigem Rolling Stones-Pathos inszenierten, erstklassigen "Honey pie", begibt sich Tyler mit dem hinreissenden, in eine wunderbare Melodie eingebundenen "Let it out" gekonnt auf ein genauso erdiges wie wunderschönes Countryrock-/Alternate Country-Terrain. Tolle Baritone E-Gitarren-Linien und feine Mundharmonika-Fills bestimmen das Geschehen. Hat entfernt etwas von Ryan Adams und Whiskeytown, allerdings in einem texanischeren Ambiente. Apropos Countryrock: Das folgende "To love is to fly" ist eine herrliche, Pedal Steel-getränkte, rootsige Country-/Countryrock-Ballade, durchzogen von einem gewissen Townes Van Zandt-Flair, gemeinsam vorgetragen von Tyler im Duett mit der großartigen Nikki Lane. Hat eine klasse Melodie! "California sunshine" ist ein flockiger, knackiger, mit feinen Gitarrenlicks, teils leicht hallig, gespickter, abermals sehr melodischer, etwas an den früheren Will Hoge erinnernder Americana-Rocker, bei "Riverbottom" haut der Protagonist einen bluesig rockenden, dreckigen Boogie raus, "Disappear" erinnert in seinem rauen, rockigen Ambiente gar etwas an Kevn Kinney und Drivin' N' Cryin' und mit dem traumhaft schönen "Hey mama, my time ain't long" zelebriert Tyler noch einmal eine hinreissende Roots-/Americana-Ballade mit dezenten Blues- und Pink Floyd'schen Psychedelic-Momenten. Jonathan Tyler gelingt ein bravouröses Roots-/Americana-Album, das sogar den als immer äusserst kritisch bekannten, amerikanischen Rolling Stone zu größten Lobeshymnen veranlasst. "'Holy Smokes' is more than just the album title, it's an exclamation", schreibt das Magazin. Jonathan Tyler mit einem beeindruckenden, tollen Neustart!

Das komplette Tracklisting:

1. Hallelujah - 4.12
2. Goin' Down To The City - 2.46
3. Honey Pie - 3.39
4. Let It Out - 3.37
5. To Love Is To Fly (feat. Nikki Lane) - 3.29
6. California Sunshine - 4.24
7. Riverbottom - 3.29
8. Late Night Special - 4.19
9. Hey Mama, My Time Ain't Long - 4.00
10. Disappear - 4.14
11. Everything Was Cool In 2002 - 6.12

Art-Nr.: 8962
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hallelujah
Honey pie
Let it out
To love is to fly
California sunshine
Hey mama, my time ain't long
Disappear

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