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Smith, Anthony - if that ain't country [2002]
"Wenn das kein Country ist".... - da gibt es gar nichts zu deuteln: Das IST Country, was uns der Singer/Songwriter und Gitarrist Anthony Smith auf seinem großartigen Debut da abliefert - und zwar erdiger, astreiner Country! Seine Songwriting-Qualitäten sind hinlänglich bekannt, hat er doch schon zahöreiche Hits für Größen wie George Strait, Trace Adkins oder Montgomery Gentry geschrieben. Doch Smith ist ein Musiker durch und durch, der sich nicht nur auf's Schreiben beschränkt, sondern auch selbst Musik machen muß! Mit einer klasse, leicht "knurrenden", angerauhten, sehr sympatischen Stimme präsentiert er auf "If that ain't country" 12 prächtige, lupenreine New Country-Songs, die sich weitgehend im Midtempo- oder gar Balladen-Bereich befinden (nur auf zwei/drei Stücken wird das Tempo angezogen), jedoch alles andere als seicht oder gar "süß" sind. Ganz im Gegenteil! Das Album strotzt vor Kraft, die Musik ist betont rockig in Szene gesetzt. Neben feinen akustischen Rhythmus-Gitarren, hin und wieder einer wunderbaren Steel, beherrschen beherzt gespielte, satte elektrische Gitarren und knackige Drums den leicht rootsigen Sound. Sogar eine dezente Portion Southern-Flair ist dem ein oder anderen Song nicht abzuschreiben. Im weitesten Sinne kann man Smith's Musik irgendwo zwischen Hank jr., Travis Tritt, Montgomery Gentry oder gar einem countryorientierten John Mellencamp einordnen. Textlich bewegt er sich auf typischem, rauhem Country-Terrain: Cowboys, Autos, Mädchen und Honky Tonks stehen im Mittelpunkt. Mit einer klasse, rockigen New Country-Ballade, etwas Southern-Esprit inbegriffen, startet das Album. "Who invented the wheel" vereint in großartiger Manier eine tolle Melodie, eine wunderbar heulende Steel, Power, Kraft und saftige, rockige E-Gitarrenläufe miteinander. Das Titelstück "If that ain't country" ist eine rockige Uptempo Outlaw-Country-Party-Nummer mit starken Rhytmen und dem Zeug eines absoluten Cowboy-Dancehall-Hits. Ist in den Charts auch schon gut plaziert. Mit "John J. Blanchard" folgt eine weitere New Countryrock-Traum-Ballade, erneut mit wunderbarem E-Gitarrensolo und einer tollen Melodie, eingebettet in herrliche Akustik-Gitarrenriffs, dezentes Klavierspiel und eine ebenso unaufdringliche Steelguitar. "Impossible to do" ist eine Honky Tonk-Ballade in bester Travis Tritt-Manier, "Half a man" ist voller Outlaw-Feeling und "Metropolis" hat etwas von einer Mellencamp'schen Heartland-Ballade. 12 klasse Tracks bilden ein rundum bestens gelungenes Debut! Es scheint als könne Anthony Smith derjenige sein, der in der Lage ist, die in Nashville so gewaltig auseinanderklaffende Lücke zwischen Mainstream Country und Alternate Country schließen zu können. Seine Musik "between the classic sounds of Country, the funk of R&B, the raw edge of rock and the smooth groove of the Blues" jedenfalls tut der zuweilen etwas lahmenden Music-City-Szene richtig gut. Das ist Country - ehrlich, glaubhaft, inspiriert!

Art-Nr.: 1629
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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