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SweetKiss Momma - revival rock [2010]
Welch ein beeindruckendes Debut! Eine junges Quintett aus der im Pierce County des U.S.-Bundesstaates Washington liegenden Kleinstadt Puyallup macht sich auf, den erdigen, "soulful Classic Guitar-Rock" der ersten Siebziger-Hälfte, und zwar den tief im Süden der Staaten verwurzelten, voller Esprit, Frische, Leidenschaft und Authentizität in die Gegenwart zu transportieren. Das Urteil vorab: Es gelingt ihnen einfach grandios! "Revival Rock" heisst das famose, erste Album von SweetKiss Momma - und der Name des Werkes ist Programm. 3(!) Gitarren, Bass und Schlagzeug braucht's, ab und zu noch eine seelige Keyboard-Untermalung (Gastmusiker Mark Fredson), eine gesunde Portion Unbekümmertheit, über jeden Zweifel erhabene handwerkliche Fähigkeiten, Spirit, Inspiration und das richtige Gespür für die richtigen Songs (der Löwenanteil der Stücke wurde von Sänger/Gitarrist Jeff Hamel und Lead Gitarrist Aaron Arnold komponiert), um ein Album einzuspielen, das, wäre es vor 35 Jahren erschienen, wohl Kultstatus hätte erreichen können. Wie dem auch sei, auch heute darf gejubelt werden, denn es ist einfach ein Segen, dass immer wieder junge Bands auftauchen, die die Fahnen ehrlicher, klassischer (Southern)Rock-Musik hoch halten - und das mit solch einer Qualität. Ja, ja, wir haben SweetKiss Momma's Musik eingangs als "soulful Classic Guitar-Rock" bezeichnet, doch wir möchten dies ein wenig spezifizieren. Die Einflüsse ihrer Musik reichen vom späten Sechziger Jahre, Blues-geprägten Riff-Rock (auch britischen Ursprungs), über klassichen Roots- und Hardrock, 70's Ära-Jamrock bis hin, und das ist am deutlichsten hörbar, zu den goldenen Zeiten des guten, alten Southern Rocks. Drückt man das in Namen aus, so reicht die Palette von Bands wie Led Zeppelin, The Faces und Free, über The James Gang, The Black Crowes, Lynyrd Skynyrd, The Allman Brothers Band, Credence Clearwater Revival, bis hin zu Foghat, Widespread Panic und, um mal eine ähnlich junge, neue Band zu nennen, Medusa Stone. Das Material wird herrlich retro in Szene gesetzt, klingt dabei aber alles andere als "angestaubt", sondern ist mit der nötigen Portion Frische und Eigenständigkeit ausgestattet, die es braucht, um diese großartige "Mugge" fest in der heutigen Zeit zu etablieren. SweetKiss Momma spielen einen prächtigen, einerseits sehr abwechslungsreichen, durchaus mit musikalischen Finessen gespickten, andererseits sehr straighten, von schnörkelloser Kompaktheit geprägten, immer wieder genügend Freiraum für instrumentelle Gitarrenausflüge bietenden, kraftvollen Rock'n Roll, der vor Spielfreude nur so sprüht. Unterlegt von einem klasse Groove, wird das Ganze von einer schön satten, breiten Gitarrenpräsenz dominiert, die ihre Höhepunkte immer wieder in großartigen, dreckigen und zündenden Soli findet. Dabei ergänzen sich die beiden Gitarristen Waid Hoyt und der führende Lead Gitarrist Aaron Arnold (erinnert zuweilen ein wenig an Lynyrd Skynyrd's Allen Collins) ganz gervorragend (die 3. Gitarre wird vom hervorragenden Sänger Jeff Hamel beigesteuert). Das sind alles exzellente Musiker! Fette, dynamische, straighte Riffs und eine bluesige, sehr würzige Wah Wah Lead-Gitarre sind die bestimmenden Indikatoren des bärenstarken Openers "Ready to go", der sofort diesen wunderbaren Seventies Retro Classic Rock-Sound mit seinem southern-rockigen und jammigen Ambiente offenbart, dem die Band während des gesamten Albums ein so mitreissendes "Revival" beschert. Klasse Gesang, eine starke Melodie und im Mittelteil ein feuriges Wah Wah-Solo! Hat etwas von The Black Crowes, vielleicht auch ein wenig von Drivin' N' Cryin', einen Hauch von Gov't Mule und von den Riffs der legendären James Gang um Joe Walsh. Vor allem aber hat die Nummer Feuer! Wie auch das anschliessende, packende "Son of the mountain"! In diesem fetten, powernden Rocker hält, obwohl in den Riffs Spuren von Led Zeppelin auszumachen sind, ein ordentliches, "smoking" Southern Rock-Feeling Einzug. Massive, schwerblütige, drückende E-Gitarren, die ein herrliches Southern-Brett erzeugen, und eine gut abgehende, "galoppierende" Dynamik bilden eine würzige Balance, die ordentlich Dampf erzeugt. Eine klasse Meldoie, dezente Orgel-Fills und eine Wet Willie-mässige Bluesharp ergänzen das Ganze. Wunderbar! Nach dem von einem klasse Funk-Groove getragenen, dennoch sehr gefälligen Rootsrocker "Slow fade", folgt ein mit sehr tighten Faces-like Riffs bestückter Rocker namens "Mercy love", der kurz nach dem Start einen tierischen Southern Boogie-Drive und ein tolles Jam-Feeling entwickelt. Abgehende Lynyrd Slynyrd treffen auf sehr southern-orientierte Foghat und entfachen ein gewaltig brodelndes, swampiges Klima. Trotz der Schwüle und des rootsigen Drecks besticht der Song mit einer sehr flüssigen Dynamik. Besondere Würze und erhöhte Temperatur erzeugt die brennende, zwirbelnde, glühend heiss, rau und messerscharf in Szene gesetzte, herrlich spielfreudige, dabei ungemein "alr" klingende Lead Gitarre. Toll! Das tierische Solo in der Mitte ist "pure southern". Auch das folgende, melodische, riffige "Rocket ride" "riecht" voll und ganz nach Southern Rock (röhrende Slide im Break, klasse Orgel-Untermalung), was auf die traumhaft melodische, mit herrlich transparenten E-Gitarren bestückte, sehr harmonische Ballade "Strange fire" (erneut schöne Orgel-Ergänzung) fast noch mehr zutrifft. Satten, dynamischen, von einem gut Gas gebenden Rhythmus nach vorn getriebenen, klassischen Riff.Rock, der natürlich erneut das bluesige Southern Rock-Terrain beackert, bekommen wir mit dem kochenden "Sweet little thing" angeboten (glühende Dual Lead Gitarren-Attacke inklusive) - und so gibt sich die Truppe mit einer starken Nummer nach der nächsten auch weiterhin nicht die geringste Blöße. SweetKiss Momma stehen für das, was sie mit ihrem Albumtitel versprechen. Sie stehen für ehrlichen, unverfälschten, authentischen "Revival Rock". Auch sie gehören zu der Kategorie Bands, die dafür einstehen, dass man sich um den Fortbestand des "Old School (Southern)Rock'n Rolls" wirklich keine Sorgen zu machen braucht. Halten wir es mit dem großartigen Eröffnungstrack dieses "bärigen" Albums und sagen: "Yes, we are 'ready to go'... - und wir können von solch einer "geilen" Retro-"Mugge", im übrigen exzellent produziert, einfach nicht genug bekommen...

Das komplette Tracklisting:

1. Ready To Go 3:22
2. Son of the Mountain 4:03
3. Slow Fade 2:49
4. Mercy Love 4:19
5. Rocket Ride 3:52
6. Strange Fire 6:00
7. Sweet Little Thing 3:26   
8. Ounce Left of Pride 3:14
9. Sugar In the Raw 3:18
10. Come Clean 5:00
11. Good God Woman 2:36
12. To Help A Man 4:38

Art-Nr.: 6972
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ready to go
Son of the mountain
Mercy love
Rocket ride
Strange fire
Sweet little thing
Sugar in the raw

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Thunderhawks - same [2005]
Thunderhawks - klingt das nicht schon wie ein überschäumendes, "donnerndes" Rock'n Roll Gewitter? Yeah! Und was für eine "geile" Mucke das ist! Als träfen die Georgia Satellites auf ZZ Top, AC/DC und eine verschärfte Ausgabe der Stones, mit einem feinen Lynyrd Skynyrd Southern-Einschlag! Irre stark! Ist aber auch kein Wunder bei diesen Musikern! Doch der Reihe nach: Die Thunderhawks sind eine mehr als tragische Band, denn bevor sie richtig durchstarten konnten, waren sie infolge des Todes einer ihrer zentralen Figuren auch schon wieder am Ende. So trauert der großartige Sänger (singt teilweise irgendwie lässig und rotzig cool, dann brüllt er in allerbester Bon Scott-Manier) und zweite Gitarrist der Band, Tony Sarno, dessen akribischer Eigeninitiative die Fans schlußendlich auch die jetzige Veröffentlichung dieser eigentlich schon in der Versenkung verschwundenen, im November 2000 fertiggestellten Aufnahmen zu verdanken haben, den tod-traurigen Umständen noch immer mit den wehmütigen Worten nach: "Was hätte aus den Thunderhawks nur werden können"?! Wer diese Aufnahmen hört, der ahnt, wie sie eingeschlagen hätten! Die persönliche Tragödie, um die es geht, war die des begnadeten Gitarristen Eddy Shaver! Viele wissen sicher, daß der Sohn der texanischen Country-Legende Billy Joe Shaver am 31. Dezember 2000 an einer Überdosis Heroin verstarb, also kurz nach dem Abschluß dieser ersten Thunderhawks-Recordings! Was Eddy Shaver für ein Tier an der Gitarre war, ist hinlänglich bekannt. Er tourte jahrelang in der Band seines Vaters, sowie mit etlichen anderen Texas-Haudegen durch die Lande, spielte Outlaw-Country und Countryrock in allen Variationen. Doch, und auch das war kein Geheimnis, dieser Bursche hatte auch den Blues und vor allen Dingen den Rock'n Roll im Blut, und zwar den von der dreckigen Sorte! Der neben Sarno und Shaver Dritte im Bunde war ex-Georgia Satellites-Gründungsmitglied und Dan Baird-Weggefährte Keith Christopher am Bass, während der "Trommel-Motor" Rick Donley am Schlagzeug schließlich das Quartett komplettierte! Herausgekommen ist ein gnadenlos abgehender, gut gehärteter, straighter, southern-fueled Hi-Energy Powerhouse-Boogie-Rock'Roll-Kracher, der absolut nichts anbrennen läßt! Das Ganze ist geprägt von einem satten, voluminösen, dreckigen Gitarrensound voller explosiver Dynamik und brodelnden Soli (Eddy Shaver)! Dazu knallen uns die Burschen mit Unmengen großartiger, fetter Riffs, krachenden Rhythmen und prachtvollen Hooks die Hucke voll! Geht gut in die Knochen! Balladen sucht man vergebens! Hier wird fulminant gerockt - direkt, hart, laut, druckvoll, dabei immer gut hängen bleibend, mit starken Melodien, dreckig, kochend, krachend! Dementsprechend satte, rotzige Stones-like Riffs eröffnen dann auch den prächtigen, donnernden Opener "Break the chain", bei dem in der Tat gleich alle Ketten brechen. Hört sich an wie eine Kreuzung aus den schon erwähnten Stones, den Georgia Satellites und AC/DC! Klasse, zum Teil schön röhrender Gesang, ein ordentlich durchgetretenes Gaspedal und ein tierisches, die Luftgitarren-Freaks in Verzückung versetzendes, heiß glühendes Gitarrensolo von Eddy Shaver machen die Rock'n Roll-Freude perfekt. Leute, und dreht mir den Lautstärker-Regler bitte auf eine amtliche Position! Ein schwer Southern-getränktes Gitarrenintro der Marke Skynyrd eröffnet den satten, straighten Riff-Boogie "Sick & tired", ausgestattet mit einer klasse Melodie und ordentlich rauchenden Lead Gitarren. Herrlich lässig, wieder durchaus melodisch, dabei aber ungemein dreckig und mit drückender Percussion begegnen sie uns dann auf dem fantastischen "Spirit", in der Mitte unterbrochen von einem irren, überdrehten, kurzen und lauten Slide-Solo, um schließlich wieder in die alte Lässigkeit zu verfallen, ohne dabei auch nur einen Funken Energie einzubüßen. Saustark auch das mit viel Southern-Soul und -Blues ausgestattete, schwüle, ein wenig an die Black Crowes erinnernde "Out on the farm", das von fetten "ZZ Top meets Georgia Satellites"-like Riffs geprägte "Don't come crying to me" (es scheint als drehe der "Boogie-Train" wie ein unaufhaltsamer, schwerer Koloß seine Runden...), der glühender southern-drenched Rocker "That dog won't hunt" mit seinem kochende Gitarrensolo und dem röhrenden Bon Scott-like Gesang, das knackige, recht lockere und sehr melodische "For crying out loud", usw., usw.! Es gibt partout keinen Ausfall! Wir danken Tony Sarno, daß er diese schon verschollene Rock-Perle der Öffentlichkeit zugänglich gemacht hat! Ja, ja, was hääte aus den Thunderhawks wohl werden können... - wir können es nur vermuten. Aber eines wissen wir zu 100 Prozent: Ihr erstes und einziges Album ist ein absoluter Hammer!

Art-Nr.: 3208
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Break the chain
Sick & tired
Spirit
That dog won't hunt
For crying out loud

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Truth & Salvage Co. - same [2010]
The Black Crowes verpflichteten sie als Opening Act für ihre ausgedehnte 2009er U.S.-Tour. Zur Zeit touren sie mit den Avett Brothers und auch im Vorprogramm von Gov't Mule werden sie spielen. Sie verehren und lieben die Musik von The Band, The Allman Brothers Band und den Eagles. Ihre herausragende Musikalität und ihre grandiosen Live-Shows brachte Ihnen bei den Fans, der einschlägigen amerikanischen Fachpresse und vor allen Dingen auch bei den Musikerkollegen allergrößte Hochachtung ein. Nun endlich ist ihr Debutalbum da - und es ist nicht mehr und nicht weniger als ein kleines Meisterwerk geworden. Einfach herrlich! Die Rede ist von dem famosen, in North Carolina ansässigen Sextett Truth & Salvage Co., gegründet 2005 in Los Angeles, als sich die aus den verschiedensten Ecken der USA stammenden Musiker (Atlanta, New Orleans, Indianapolis, Tupelo, und aus diversen Nestern in Ohio) Bill Smith (Vocals, Drums), Scott Kinnebrew (Vocals, Guitars, Lap Steel), Tim Jones (Vocals, Guitars), Walker Young (Vocals, Piano, Organ), Adam Grace (Organ, Piano, Wurlitzer) und Joe Edel (Bass) spät in der Nacht zu einer spontanen Jam-Session im berühmten "Crane Tavern" zusammenfanden und sofort bemerkten, das sich da etwas ganz Besonderes entwickelte. Jeder der Jungs konnte bereits mit beachtlichen Referenzen aufweisen (ihre musikalische Vergangenheit verbrachten sie mit u.a. The Moldy Peaches, Old Pike, Jack Johnson, The Ben Folds Five, The Squirrel Nut Zippers und My Morning Jacket), doch erst diese Nacht liess etwas zusammenkommen, was man heute als einen regelrechten Segen für die amerikanische Rootsrock-Musik bezeichenen darf, ja muss. Produziert von Black Crowes-Frontmann Chris Robinson wirkt ihr Album wie ein wunderbares, von viel Southern-Flair und einem unterschwelligen Jam-Feeling begleitetes, überaus erfrischendes, spiellfreudiges "early '70s" Roots-/Countryrock-Relikt, dessen herrliche Songs genüsslich zwischen californischer Westcoast-Leichtigkeit und dem "Southern-Smell" der "Mountains of North Carolina" hin und her pendeln. Die Band verfügt über nicht weniger als 4 erstklassige Lead-Sänger (und Songwriter), deren vollendeter (Harmonie)Gesang immer wieder in bester Eagles- oder Crosby, Stills, Nash & Young-Manier die warme Brise eines goldenen californischen Sommers vermittelt. Die Arrangements aber vebinden diese angenehme Westcoast-Mentalität auf völlig natürliche Art und Weise mit dem Duft des Südens. Wie gesagt, sie verneigen sich deutlich vor ihren Helden von The Band, The Allman Brothers Band und den Eagles, doch ihre Musik deutet auch immer wieder auf eine gewisse Seelenverwandschaft zu solchen Leuten wie Gram Pasrsons, rootsige, nicht so intensive The Black Crowes, The Marshall Tucker Band, Neil Young, The Jayhawks, Grateful Dead und, um mal einen aktuellen Act zu nennen, der ebenfalls hinreissenden The Band Of Heathens hin. Trotz viel Abwechslung und großer instrumenteller Vielvalt läuft das Album wie aus einem Guß durch. Das Songmaterial ist vom Allerfeinsten und lässt von der ersten Sekunde an die immense individuelle Klasse der Musiker, wie auch die der Band als Kollektiv, erkennen. Und diese Melodien - herrlich! Überaus eindrucksvoll demonstriert dies die Truppe gleich mit dem überragenden Opener "Hail Hail", einem traumhaften Westcoast-Rootsrocker, durch den ein wohl duftender Hauch des Südens zieht. Satte E-Gitarren-Riffs, eine tolle Hintergrund-Begleitung von unauffälligem, aber sehr effektivem Klavier- und Orgel-Spiel, wundervoller Harmonie-Gesang und ein entspannter, dennoch würziger Midtempo-Groove ergänzen sich zu einem schönen, satten, frischen Sound, der die nötige Portion "Roots-Grit" intus hat. Ein absoluter Volltreffer zum Start. Und die Jungs legen lässig nach: Locker, wieder sehr melodisch und mit tollen Harmonies geht's auch bei dem rootsigen "Call back" zu. Erneut so eine Nummer, die sofort ins Ohr geht. Entspricht von der Instrumentierung in etwa dem Eröffnungsstück, vermittelt dabei aber ein dezentes, verspieltes Cruise- und Jam-Flair. Phantastisch! Was dann folgt, ist der pure Zauber californischen Countryrocks: "Welcome to L. A." ist der passende Titel dieser genauso flotten, wie knackigen Nummer, die wie eine erfrischende Mischung solch Generationen-übergreifender Künstler wie Gram Parsons, Poco, The Jayhawks und The Band Of Heathens rüberkommt. Tolle E-Gitarren-Begleitung, eine hinreissende Melodie, herrliches California Countryrock-Feeling, dazu die richtige Dosierung würzige Roots-Elemente - ein wahrer "Killer"-Song! Feinste Wurlitzer-Klänge, großartiger Gesang, eine klasse Melodie und rootsige E-Gitarren bestimmen das folgende "Heart like a wheel", ehe prächtige, lockere, southern-rooted (Twin)E-Gitarren-Licks in bester Allman Brothers-Manier den wundervollen, von jeder Menge Southern-Spirit begleiteten, flotten Rootsrocker "See her" einleiten. Klasse E-Gitarren-Linien, inklusive eines schönen Solos und ein lockerer, aber würziger Drive im Zentrum des Songs verstärken dieses Flair des Südens, hinterlassen aber gleichzeitig ein paar Jam-Spuren der Westcoast-Ikonen von The Grateful Dead. So geht das mit einem super Song nach dem anderen weiter, bis das Album schließlich mit dem traumhaften "Pure mountain angel" ausklingt: Eine entspannte, wunderschöne, von wohl duftendem Southern- und Appalachian Mountain-/Country-Flair durchzogene Americana-/Roots-Nummer, die sich mit ihrer unwiderstehlichen Natürlichkeit noch einmal tief in unseren Gehörgängen einnistet. Die ersten 3 Minuten wird der exzellente Lead- und Harmonie-Gesang, der dieses Stück geradezu Gänsehaut-mässig dominiert, ausschliesslich von einem toll klingenden Klavier begleitet, ehe dann doch noch einmal die komplette Band mit u. a. knackigem Schlagzeug und beherzter E-Gitarre einsetzt. Grandios! Truth & Salvage Co. hinterlassen in der Rootsrock-Szene eine ähnlich markante Duftmarke, wie es vor einiger Zeit die oben erwähnte The Band Of Heathens tat. Meisterhafter amerikanischer Rootsrock mit Bezügen zum Southern-, Jam- und Countryrock voller zeitloser Substanz! Im Genre-bezogenen Jahresend-Ranking der besten Veröffentlichungen 2010 wird dieses famose Werk ohne Zweifel eine dominierende Rolle spielen. Kommt im übrigen in einer großartigen, raffinierten, nach verschiedenen Seiten, 4-fach aufklappbaren Digipack-Verpackung.

Das komplette Tracklisting!

1 Hail Hail - 3:46   
2 Call Back - 3:10   
3 Welcome to L.A. - 3:55   
4 Heart Like a Wheel - 3:12   
5 See Her - 3:33   
6 Old Piano - 4:35   
7 101 - 3:18   
8 Jump the Ship - 3:41   
9 She Really Does It For Me - 3:20   
10 Rise Up - 4:39   
11 Brothers, Sons & Daughters - 4:22   
12 Pure Mountain Angel - 4:35

Art-Nr.: 7031
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Hail Hail
Call back
Welcome to L. A.
See her
101
Rise up
Brothers. sons & daughters

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Tyler, Jonathan & The Northern Lights - pardon me [2010]
Wow! Wieder so eine wunderbare, hungrige, junge Truppe von langhaarigen Retro-Rockern, die mit ihrer unbekümmerten Frische und ihre großen Klasse für das "ewige Leben" des Seventies-based Groove-Rocks stehen und diese Musik voller Leidenschaft, voller Herz und Seele, und mit der nötigen Portion "Moderne" im Hier und Heute etablieren. Die in ihrer Heimat bereits frenetisch gefeierten Jonathan Tyler & the Northern Lights kommen aus Dallas/Texas und hegen einen überaus freundschaftlichen Bezug zu vielen Musikern der dortigen "Red Dirt"-Szene, spielen aber alles andere als Americana, Alternate Country oder Countryrock. Nein, hier geht's mächtig zur Sache. Diese großartige Truppe hat sich mit Leib und Seele dem fetten, krachenden, von bluesigen Grooves bestimmten, harten, dreckigen, jede Menge Energie freisetzenden, klassischen, traditionellen American Rock verschrieben, dessen Konsistenz überwiegend aus mächtig Dampf produzierenden E-Gitarren, intensivem Gesang und einer unbeirrt sich ihren Weg bahnenden "driving rhythm force" besteht. Handwerklich exzellent agieren die Jungs dabei mit einer gesunden Grundhärte, sind aber gleichzeitig in der Lage den von vorn bis hinten hervorragenden Songs eine exzellente Melodik zu verleihen. Kurz gesagt: Das Zeug rockt, kickt und bleibt klasse hängen. Neben den bereits erwähnten Faktoren zieht sich ein gepflegtes Texas Rock-Feeling durch die Musik der Northern Lights, ebenso wie Einflüsse des Southern Rocks und auch mal ein wunderbar funky groovender Rhythmus. In etwa beackern sie ein Terrain, das irgendwo zwischen den frühen Aerosmith und The Black Crowes, ZZ Top und den Kings Of Leon, oder zwischen Led Zeppelin und den Arc Angels liegt, haben aber ihren eigenen Stil eindeutig gefunden. Der charismatische Frontmann Jonathan Tyler ist ein sehr präsenter, inbrünstiger Rock-Shouter, den mit Aerosmith's Steven Tyler (weder verwandt noch verschwägert) nicht nur eine Namensgleichheit, sondern durchaus auch ein gewisses Timbre in der Stimme verbindet (der Bursche singt und "grölt" wie eine Mischung aus Steven Tyler und einem mit Adrenalin vollgepumpten Dave Matthews). Komplettiert wird die Band durch Lead Gitarrist Brandon Pinckard (Jonathan Tyler spielt die zweite Gitarre), Nick Jay am Bass (auch Keyboards), Jordan Cain an den Drums und der Background Sängerin Mo Brown. - alles exzellente Musiker. Eingespielt hat die Truppe das Werk, im übrigen live, in Nashville/Tennessee. Tyler sagt dazu: “We recorded it live. We were really critical about keeping things in the pocket and giving it a groove, but letting the songs breathe and feel alive was the main thing that was really important to us. And because we’d played those songs so much before going into the studio, for the most part it wasn’t that hard. We didn’t really pull our hair out over any of the songs.” Produziert hat der großartige Jay Joyce, vor allem auch bekannt in der Rootsrock- und Countryrock-Szene (u. a. John Hiatt, Patty Griffin, Jack Ingram). Ein zerriges, raues Gitarrenintro, eine Salve wuchtiger, satter Blues-based Riffs, eine Portion schärfster Funk-Würze und messerscharfe (Twin)Gitarrenparts bestimmen den fulminanten Lead Off-Track "Pardon me", dessen Explosivität einen unmittelbar gefangen nimmt und das Album sofort in die richtigen Bahnen lenkt. "Can you hear me? Can you feel me, coming through your stereo?", röhrt es aus den Boxen, und Tyler ergänzt: “Maybe it’s been too long since Rock ’n’ Roll turned you on". Großartig! Der Auftakt zu einer tollen Nummer nach der nächsten. Ob der stürmische Rock-Kracher "Young & free" mit seinem traumhaft melodischen Refrain, den knallharten Gitarrenriffs und dem wunderbaren, kernigen Gitarrensolo im Break, der fette, voller "Soul" und Southern-Esprit steckende, infolge höllischer Riffs mächtig Dampf produzierende, jammige Bluesrocker "Devil's basement" (ein Hammer-Song mit feinem The Black Crowes-Feeling und einem unterschwelligen, sumpfigen Voodoo-Flair), der kochend heisse, riffige, bluesige Funk Rocker-Knaller "Bright energy" mit seiner durchaus modernen Note, der straighte, herrlich eingängige Power-Rocker "Hot sake" (starkes, dampfendes Gitarrensolo) oder das abschliessende, im übrigen von Rich Robinson (The Black Crowes) co-komponierte, rootsige "Where the wind blows" - diese Truppe macht mächtig Laune. Und zwischendurch gibts dann auch mal eine wunderschöne Ballade, wie das ungemein melodische, lockere"Paint me a picture", von Tyler sehr gefühlvoll vorgetragen (hier zeigt sich abermals, welch großartiger, "soulful singer" er ist - kann auch mit leiseren Klängen exzellent umgehen). Jonathan Tyler & the Northern Lights gelten als "one of the most electrifying young bands in America". Von dieser Truppe werden wir noch eine Menge hören, das dürfte wohl sicher sein. "Pardon me" jedenfalls ist "one-hell-of-a wild ride", von dem man gar nicht genug bekommen kann...

Das komplette Tracklisting:

1 Pardon Me - 4:09   
2 Young & Free - 4:00   
3 Young Love - 4:20   
4 Gypsy Woman - 3:38   
5 Devil's Basement - 5:11   
6 Paint Me a Picture - 4:35   
7 Bright Energy - 4:10   
8 She Wears a Smile - 3:42   
9 Ladybird - 2:44   
10 Hoty Sake - 3:19   
11 Where the Wind Blows - 4:31

Art-Nr.: 6915
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pardon me
Young & free
Young love
Gypsy woman
Devil's basement
Paint me a picture
Hot sake

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Uncle Lucius - and you are me [2012]
Uncle Lucius - mal wieder eine wunderbare Band aus Texas, genauer gesagt ein gewaltig funkelnder, musikalischer Rohdiamant aus Austin mit einem geradezu umwerfenden Album. "And you are me" ist das zweite Studiowerk des Quintetts um den fabelhaften, überaus ausstrahlungsstarken Frontmann Kevin Galloway (lead vocals, rhythm guitar), mit dem die Band ohne jeden Zweifel auch weit über die Grenzen ihres Heimatstattes hinaus für ordentlich Furore sorgen dürfte. Uncle Lucius sind im Grunde genommen eine ungemein würzige, rau und erdig zur Sache gehende, voller Herz und Seele agierende, leidenschaftliche Rootsrock-Truppe. Doch dieser Rootsrock, den sie spielen, ist ungemein abwechslungsreich und wird von einer sehr hohen, eigenen Identität bestimmt. Einerseits schön retro, andererseits durchaus modern, verschmelzen sie klassischen, traditionellen American Rock'n Roll mit einem schönen Southern Rock-Feeling, ein wenig Soul, Blues, R & B, einem Hauch von 60's Psychedelic, Wüstenrock- und Countryrock-Anlagen, sowie einer hingebungsvollen Spielfreude mit schönen Instrumentalpassagen, die ihnen auch in der Welt des Jamrocks großen Respekt einbringen wird. Zuweilen kommt es einem vor, als sei die Truppe aus einer gemeinsamen, imaginären Session der Doors, der Rolling Stones, der frühen The Black Crowes, der Drive-By Truckers, The Band Of Heathens und den modernen Black Keys hervorgegangen. Hört sich verrückt an, funktioniert aber grandios und klingt einzigartig. Alle in der Band sind großartige Musiker. Neben Galloway sind das noch Michael Carpenter (lead guitar, vocals), Jon Grossman (keyboards, vocals), Hal Vorpahl (bass, vocals) und Josh Greco (drums). Neben Galloway sind bei dem ein oder anderen Song auch mal seine Mitstreiter Carpenter, Grossman und Vorpahl als Lead-Sänger zu hören, was zeigt, dass die Truppe nicht nur über hervorragende Instrumentalisten, sondern auch über exzellente Sänger verfügt. Zudem hat man jede Menge Live-Erfahrung, (man tourte die vergangenen 3 Jahre nahezu ohne Pause kreuz und quer durch die Staaten), was nachhaltig in dem vorzüglichen Zusammenspiel zur Geltung kommt. Die durchweg sehr starken Songs bauen auf Grund ihrer Vielfalt jederzeit einen hohen Spannungsbogen auf. Los geht's mit dem großartigen "Set ourselves free", einem jammigen, prächtig groovendem Rootsrocker mit einem klasse Blues- und Retro-Psychedelic-Flair. Baut einen tollen Boogie-Rhythmus aus Bass und markanten Drums auf, dazu kommen dreckige E-Gitarren-Riffs und ein paar dezente, aber für die Kraft des Songs überaus bedeutende Bläser-Fills (einige Gastmusiker, die bei 2 bis 3 Stücken für zusätzliche "Hitze" sorgen). Großartig Kevin Galloway's ausdrucksstarker Gesang und die prächtigen Gitarrenläufe und -soli von Michael Carpenter. Jefferson Airplane und die Door treffen auf The Black Crowes - so irgendwie kann man sich das vorstellen. Dann das saustarke "Pocket full of misery", ein erdiger, kochender Rootsrocker mit einem leichten Stones-Groove, aber auch viel Southern-/Swamp-Schwüle. Erneut hören wir prächtig eingesetzte E-Gitarren und ein paar exzellent und sehr Song-dienlich eingesätzte Bläser-Ergänzungen. Auch die Melodie bleibt prima hängen. Bei dem wunderbaren "Willing wasted time" trifft ein unterschwelliges, Beatles-kompatibles Retro British-Flair auf staubtrockenen Wüstenrock. Wir erleben ein tierisches Zusammenspiel aus dominierenden E-Gitarren, inkl. großartigem Solo am Ende, mit sehr schön harmonierendem Piano-Geklimper. Einzigartig auch die herrliche, sehr melodische, von einem hinreissenden Wüsten-/Ghost Town/-Psychedelic-Feeling begleitete, lockere Americana-/Countryrock-Nummer "Keep the wolves away". Basierend auf schönen Acoustic-Gitarren und einem Akkordeon-ähnlichen Keyboard schlängeln sich traumhafte Baritone- und Lead-Gitarren-Hooklines durch den Song, der einen regelrecht gefangen nimmt. Im Gegensatz dazu steht dann beispielsweise wieder der gewaltig groovende, jammige, mit einem Southern-mässigen Boogie-/Roadhouse-/Swamp-Feeling ausgestattete Rocker "Somewehere else", der zum einen mit gewissen Honky Tonk-Bezügen glänzt, zum anderen in einigen Passagen eine deutliche Nähe zu Little Feat und The Allman Brothers Band offenbart. Schwer rockende, fette Riffs und ausgedehnte, psychedelische Jammings mit tollen Gitarren-, Klavier-. Orgel-, und "verlorenen", hintergründigen Bläser-Momenten bestimmen das packende "There is no end", ehe das Album mit der wundervollen Ballade "I am you" (ausgedehntes, herrliches Gitarrensolo, viel Southern-/Psychedelic-/Jam-Flair) noch einmal ein ganz großes, finales Highlight zu bieten hat. Produziert hat das Werk im übrigen der im Genre hoch gehandelte R.S.Field (u.a. Webb Wilder, Billy Joe Shaver, Sonny Landreth, Buddy Guy, John Mayall, Justin Townes Earle, Allison Moorer, um nur einige zu nennen)! Uncle Lucius sind eine hoch talentierte, fantastische Band, denen mit "And you are me" ein meisterlicher Wurf gelungen ist. Von dieser Truppe wird in Zukunft noch einiges zu berichten und viel mehr zu hören sein. Großartig! "Austin's hottest new band", heisst es in einem amerikanischen Review. Dem ist nichts hinzuzufügen...

Das komplette Tracklisting:

1. Set Ourselves Free - 4:17
2. Pocket Full of Misery - 3:27
3. Rosalia - 3:28
4. Willing Wasted Time - 4:17
5. Keep the Wolves Away - 4:35
6. Somewhere Else - 4:24
7. All We’Ve Got is Now - 5:15
8. New Drug - 3:50
9. Just Keep Walking - 4:44
10. There is No End - 6:41
11. I Am You - 6:25

Art-Nr.: 7905
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Set ourselves free
Pocket full of misery
Willing wasted time
Keep the wolves away
Somewhere else
There is no end
I am you

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Various Artists - under the influence ~ a jam band tribute to lynyrd skynyrd [2004]
Die Bedeutung Lynyrd Skynyrd's für die Rockmusik, insbesondere für den Southern Rock ist über jeden Zweifel erhaben. So ist es auch logisch, daß sich immer wieder Künstler verschiedenster Genres mit Tribute-Aufnahmen vor dieser legendären Band verneigen. Mit "Under the influence" nun haben sich 11 der angesagtesten Bands der aktuellen US Jam Rock-Szene zusammengetan um speziell für dieses Projekt ihre Versionen klassischer Skynyrd-Songs einzuspielen! Das Resultat: schlichtweg großartig! So unterschiedlich die Jamrock-Szene auch ist, so fließend sind andererseits die Grenzen zum Southern Rock! Viele Bands sind schon vom Naturell her in beiden Genres zuhause, was nicht zuletzt, vor allem bei den jüngeren Combos, an dem immensen Einfluß liegt, den Lynyrd Skynyrd auf diese Künstler ausüben. Kein Wunder also, daß wir hier ein Tribute-Album voller prachtvoll in Szene gesetzter, sehr inspirierter Coverversionen vorfinden, die jederzeit verdeutlichen, welche Hochachtung man den Mannen um Ronnie van Zant (es werden ausschließlich Stücke der Originalbesetzung gecovert) entgegenbringt. Man spürt einfach die Lust der Beteiligten an diesem Projekt mitzuwirken. Die Fassungen sind, je nach Band, teilweise sehr innovativ und teilweise wunderbar klassich ausgefallen, und stecken dabei von vorn bis hinten, jede auf ihre spezielle Art und Weise, voller Spannung und Vitalität! Gehen wir das Tracklisting kurz durch: LES CLAYPOOL (Frog Brigade, Primus) macht in einer Trio-Besetzung den Anfang mit einer verrückten und abgedrehten, musikalisch aber höchst interessanten und kompetenten Version von "Call me the breeze", ausgestattet mit einem gewaltigen Funk-Groove! Explodierende, fette Basslines treffen auf ein ungemein virtuoses Drumming und ein abgefahrenes, cooles Lead-Saxophon! Je merh man diese Nummer hört, desto mehr "wächst" sie. Klasse! Zu den ungewöhnlichsten Bands des aktuellen Jamrock-Circuits zählen zweifellos GALACTIC, die den Reigen mit einer, ebenfalls recht funky gehaltenen, sehr Keyboard orientierten, wieder gut groovenden Version von "Saturday night special" fortsetzen, ehe es richtig klassisch wird! GOV'T MULE sind an der Reihe und es folgt die pure Souther Rock-Wonne! Als im Vorfeld zur Veröffentlichung von "Under the influence" die Tracklist bekannt wurde, fragte sich sicher so mancher, warum Gov't Mule sich mit "Simple man" ausgerechnet eines der am häufigsten gecoverten Skynyrd-Stücke aussuchten, dem man vermeintlich wenig neuen Spirit einflößen könnte. Doch weit gefehlt! Gut, daß sie es taten! Warren Haynes & Co präsentieren diese Ballade in einer mitreißenden, geradezu überragenden, knapp 8-minütigen Traumversion voller Leidenschaft und Inspiration. Unterstützt von einem zweiten Gitarristen (Audley Freed - ex "Black Crowes", ex "Cry Of Love") durchdringt einen ein wahrer Freudenschauer ob der herrlichen Gitarrenläufe (zum Teil wunderbare Twins), die da, verbunden mit einer großartigien Hammond Orgel, aus den Lautsprechern ertönen. Zudem singt Warren Haynes einfach meisterhaft! Welch ein Feeling! Die beiden Gitarrensoli sind umwerfend! Ohne die restlichen Stücke schmälern zu wollen, doch allein diese Nummer rechtfertigt den Besitz dieser Scheibe! Überwältigend! Die großartigen NORTH MISSISSIPPI ALLSTARS folgen mit einer lockeren, aber dennoch sehr dynamischen und rauen Version von "Whiskey rock a roller!, mit klasse Pianobegleitung und tollem, frischem Gitarrensolo. Sehr stark! Welch eine interessante Paarung hören wir anschließend bei dem, wiederum toll interpretierten "The ballad of Curtis Loew": Jawohl, Rootsrock-Ikone JOHN HIATT, begleitet von den immer beliebter werdenden Jamrockern von MOE.! Neben Hiatt's typischem Gesang begeistert das großartige Wechselspiel der Gitarristen - zum einen die würzige, swampige Slide, und zum anderen die herrlich frische, zuweilen wie eine Steel klingende, zweite Lead-Gitarre. Als nächstes stehen BLUES TRAVELER mit einer verrückten, aber klasse Fassung von "Free bird" auf dem Programm! Sie schlagen eine gelungene Brücke zwischen den Hooks des Originals und ihrem eigenen, typischen Sound. Toll, die atemberaubenden, schnellen Mundharmonika-Passagen von John Popper, vor allen Dingen beim Finale! Satt, mit 3 Gitarren am Start, schön rau und dreckig, dabei sehr bodenständig und authentisch agieren anschließend die DRIVE-BY TRUCKERS bei dem starken "Every mother's son", zum Teil im schönen Twin-Sound! Weiter geht's mit BIG HEAD TODD AND THE MONSTERS (eine eigenwillige, doch durchaus interessante Version von "Sweet home Alabama"), den DISCO BISCUITS ("Gimme three steps"), der ausgezeichneten YONDER MOUNTAIN STRING BAND (eine herausragende, frische, entspannte Bluegrass-Fassung der äußerst seltenen, 1972 geschriebenen, und nur auf dem "Legend"-Album veröffentlichten Nummer "Four walls of Raiford" mit tollem Banjo und wunderbarer Mandoline) und dem abschließenden Instrumental "Workin' for MCA", interpretiert von PARTICLE! Ein prächtiges Tribute! Sowohl ein "Hit" für die hungrigen Southern Rock-Fans, als auch für die riesige Jamrock-Fraktion! Die Songs von Lynyrd Skynyrd leben...

Art-Nr.: 2700
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Vdelli - ain't bringing me down [2009]
"For those about to rock"! Mit diesem passenden Slogan aus dem Song-Fundus der australischen Rock-Giganten AC/DC leiten wir zu dem gnadenlos starken Blues-/Rock-/Boogie-Trio Vdelli über, denn die kommen ebenfalls aus "down under", genauer gesagt aus Perth in West Australien. Und wie die kommen: Mit einer höllischen Power, drückender Wucht, ausgelassener Spielfreude, Substanz und Kompetenz, die einen geradezu "aus den Latschen haut"! Ihr neues Studioalbum "Ain't bringing me down", im übrigen produziert von dem allseits geschätzten Kevin Shirley (u.a. Aerosmith, Journey, The Black Crowes und zuletzt auch Joe Bonamassa), ist ein Hochgenuß in Sachen straightem, gewaltig auf die Tube drückendem Gitarren Blues- und Boogie-Rock, wie man ihn in dieser Klasse und Kompromißlosigkeit wahrlich nicht alle Tage serviert bekommt. Hier sind fantastische Musiker am Werk! Frontmann und Namensgeber der Truppe ist der famose Gitarrist Michael Vdelli, der in seiner Spielkunst wirklich mit jedem Großen der Szene mehr als mithalten kann, gleichzeitig aber auch ein nicht minder starker, mit einer tollen, rauen, kraftvollen, "road-tested" Stimme gesegneter, sehr ausstrahlungsstarker Sänger ist. Die exzellente Rhythmussektion bilden Bassist Troy Gennoe und Drummer Ric Whittle, der auch einst in der Touring Band von Walter Trout die Schlaggeräte bediente. "Ain't bringing me down", das auch den ein oder anderen, allerdings vollkommen neu eingespielten Song aus früheren Werken von Vdelli enthält (die alten Alben sind zwischenzeitlich längst vergriffen) strotzt nur so vor Power, ist laut, hart, voller Druck und Schwüle. Immer wieder gesellen sich zu der tollen Blues- und Roots-Basis auch mal ein paar funkige Elemente und eine dezente Portion Soul, was schließlich in wunderbaren, kochenden, unwiderstehlichen Grooves mündet. Die Riffs und Soli von Vdelli sind heiß, glühend heiß! Sie lassen die Erde beben, doch sie ufern niemals in endlosen Längen aus. Vielmehr dienen sie als logische Zutat eines kompakten Ganzen, allerdings als eine mit mächtiger Vehemenz. Das Werk ist somit ein richtiges Band-Album geworden, mit einem Michael Vdelli, der zwar eine gesisse Dominanz inne hat, diese aber immer in den Dienst des gesamten Projektes stellt. Die Truppe versteht sich blind! Unter den 12 Tracks findet sich nicht der Hauch einer Schwachstelle. Stellvertretend dafür seien hier solche "Killernummern" wie der schwerblütige, von wuchtigen Funk-Grooves getragene Blues-/Riff-Rocker "Manhole" (wirkt wie eine voller Dynamit steckende Mixtur aus Deep Purple, Grand Funk und Jimi Hendrix, die allerdings sicher auch das Herz so manchen Gov't Mule-Fans höher schlagen lässt), das mit Volldampf rockende, wie eine Mischung aus AC/DC, Mountain, Led Zeppelin und Sammy Hagar aus den Lautsprechern jagende, mit viel Blues-Power gesegnete "Loose endz", das herrlich lässige Boogie-Intrumental "Boogie sea" (toller Drive, klasse Gitarrenläufe), der wunderbar dreckige, raue, mit einer gewaltigen Energie ausgestattete, dennoch prima hängen bleibende Bluesrocker "Going too hard (for too long)" (hitzig glühendes Gitarrensolo) und das funky groovende, scharfe "Could be good" erwähnt. Und noch einer: "Boogie A" ist ein gewaltiger, voller spritziger Dynamik steckender, massiver Boogie, der mit seinen glühenden Slide-Attacken auch die Swamps des Südens der USA zum Überkochen bringen könnte. Apropos Süden: Das kompromisslose, packende "Boogie Bee" rockt, rollt und boogiet wie aus einer explosiven, gemeinsamen Session der frühen Molly Hatchet und ZZ Top! Irre stark! "Ain't bringing me down" ist eine schlichtweg grandiose Power Blues-/Rock'n Boogie-Tour De Force, der man zu keiner Sekunde widerstehen kann. Kommt am besten, wenn der Pegel der Anlage auf einer amtlichen Lautstärke steht!

Das komplette Tracklisting:

01 Manhole (3.36)
02 Something New (4.28)
03 Loose Endz (4.06)
04 Boogie Sea (4.09)
05 Going Too Hard (For Too Long) (3.55)
06 Could Be Good (3.55)
07 Boogie A (3.37)
08 Suck It Up (4.01)
09 Condescending Lies (5.06)
10 Boogie Bee (3.26)
11 Childhood Demons (4.21)
12 Ain’t Bringing Me Down (3.42)

Art-Nr.: 6310
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Manhole
Loose endz
Going too hard (for too long)
Boogie A
Boogie Bee
Ain't bringing me down

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Vegabonds, The - dear revolution [2010]
Es ist einfach ein Segen für die (Southern)Rockmusik, dass sich immer wieder ganz junge, hoch talentierte Bands abseits der Mainstream-Szene aufmachen, die Traditionen ihrer musikalischen Urväter am Leben zu erhalten. Sie folgen dabei einzig und allein den ihnen im Blut fliessenden, verebten Rock'n Roll-Genen und dem Ruf ihres Herzens. Sie erfinden das Rad nicht neu, sie versuchen auch gar nicht erst in die scheinbar übermächtigen Fußstapfen ihrer Vorbilder zu treten, aber mit ihrer Unbekümmertheit, ihrer Ehrlichkeit und ihrer Leidenschaft, vor allem aber auch mit ihrer großen Klasse, gelingt es ihnen plötzlich in beeindruckender Art und Weise, dieser klassischen Siebziger "Retro-Mugge" eine umwerfende, jugendliche Frische und Vitalität einzuhauchen. Genau so ist das bei den Vegabonds aus Auburn/Alabama, einem famosen Southern Rock-Sextett, das wirklich alle Anlagen mit sich bringt, es in der Szene einmal ganz weit zu bringen. Schon die prächtige Gestaltung des 3-fach aufklappbaren Digipacks und der CD-Labelaufdruck sorgen für vielversprechende Aufmerksamkeit. Ein wunderbares, farbenfrohes, psychedelisches Siebziger-/Hippie-Design weckt Erinnerungen an die "gute alte Zeit" - und es ist zu einhundert Prozent kompatibel mit der großartigen Musik dieser jungen Truppe: Klassischer, Gitarren-dominierter, jammiger, ungemein locker und flüssig, dennoch sehr erdig und würzig präsentierter, Seventies-based Southern Rock ohne jeglichen "polierten" Firlefanz, aber voller Herz und Seele. Tolle Grooves, wunderbare Gitarrenläufe, klasse Melodien, spürbare Spielfreude, beste handwerkliche Fähigkeiten - die Jungs sind bärenstark. Als Einflüsse nennen die Burschen u.a. Gov't Mule, The Black Crowes und die Kings Of Leon. Das passt durchaus und ist auch hörbar, doch sie spielen lockerer als Mule und die "Krähen", ohne dabei weniger "dreckig" zu sein. Auch der Spirit von The Allman Brothers Band ist immer wieder spürbae. Doch mit ihrer Kreativität und ihren Ideen schaffen sie es unmittelbar, ihre ganz eigene identität und ihren ganz eigenen Sound festzulegen. Die klassischen Allmans-, Crowes- und Mule-nahen Southern Rock-Elemente werden immer mal wieder von einem dezenten Retro Psychedelic-Flair tangiert, das die Band exzellent in ihren vorzüglichen Kompositionen verarbeitet. Die wunderbaren Gitarrenlinien der beiden Lead-Gitarristen Alex Cannon und Richard Forehand stecken voller Würze und gehen zuweilen prima ins Ohr. Unterstützt werden sie immer wieder adäquat von Jamie Hallen's Orgel- und Klavier-Einsätzen. Weiteres Plus: Die Truppe verfügt mit Daniel Allen über einen exzellenten Sänger, dessen Stimme eine ähnliche Präsenz und Klasse ausstrahlt, wie die von Chris Robinson (The Black Crowes). Los geht es gleich mit einem absoluten Knüller, einem hinreissenden, puren, klassischen Southern Rocker. Herrlich erdige, zündende, eingänge southern-fried Lead Gitarren in allerbester Allmans-Tradition leiten die "Ballad of the movers and shakers" ein, durch die im weiteren Verlauf eine leichte "Hippie-Brise" zu wehen scheint. Starke Orgel- und Klavier-Ergänzungen, die den tollen Gitarrensound klasse unterstützen. Toller Gesang, tolle Melodie! Die Vegabonds zeigen von der ersten Sekunde an, was in ihnen steckt. Man spürt sofort, hier kann überhaupt nichts schief gehen. Und so kommt es dann auch. Eine prächtige Nummer folgt der nächsten. Ob beispielsweise der herrlich groovende, traumhafte Midtempo Southern-/Jam-Rocker "Brandee" (viel Black Crowes-mässiger Southern-Soul, starke Melodie, hervorragende Gitarren, inkl. Slide), das zwischen dreckigen, kraftvollen Riffs und balladesken Momenten hin und her balancierende "Dorothy Gayle (Here we are again)" mit seinem erdigen, tollen Slide-Solo, der wundervoll lockere, auf einem unwiderstehlichen Groove basierende (tolle Percussion) Southern-/Jam-Rocker "We'd escape" (klasse Gitarren-Licks, schönes Reggae-Intermezzo), der baumsatrke Southern-/Funk-/Groove-Shuffle "Streetlight gypsy" mit seinen rauen, dreckigen, Doppel Gitarren-Läufen, oder auch die wundervolle, melodische Southern Rock-Ballade "Pick me up Mary", die ein herrliches, Gov't Mule-/Allman Brothers-mässiges "Soulshine"-Feeling aufzuweisen hat (exzellente Warren Haynes-kompatible Slide, großartige Percussion, feiner Orgel-/Klavier-Background) - es gibt einfach nichts zu mäkeln. In den Siebzigern wären die Vegabonds möglicherweise zu einer Riesen-Truppe aufgestiegen, aber sie sind leider 40 Jahre zu spät im Geschäft. Heute werden sie wohl ein Nischen-Dasein fristen, aber sie stecken dafür voller Idealismus, voller Seele und voller Authentizität. Wie wertvoll ist das für ihre großartige Musik! Und sie werden sich eine treue und loyale Fanbase aufbauen, die ihre Vegabonds einfach lieben wird. Was für ein tolles Album! "The heart of Southern Rock is still beating"...

Das komplette Tracklisting:

1. Ballad Of The Movers And Shakers (4.43)
2. Brandee (3.29)
3. Dorothy Gayle (Here We Are Again) (3.44)
4. We'd Escape (4.35)
5. Dizzy Love Blues (4.44)
6. Shaky Hands (5.14)
7. Streetlight Gypsy (3.29)
8. The Wanderer (4.42)
9. Pick Me Up Mary (4.13)
10. The Preacher (4.59)
11. Dear Revolution (4.32)
12. The Border (2.33)

Art-Nr.: 7128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ballad of the movers and shakers
Brandee
We'd escape
Shaky hands
Streetlight gypsy
Pick me up Mary
The wanderer

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Vegabonds, The - rca studio b ~ ep [2013]
6 Track-EP! Limited Edition! Die großartigen Vegabonds aus Auburn/Alabama haben sich nach zwei fantastischen Alben und unzähligen Live-Gigs in den Staaten und auch in Europa fest in der neuen, jungen Southern Rock-Bewegung etabliert. Es ist eine Wonne mit zu erleben, wie sie den Spirit und die Trademarks klassischer Southern Rock-Bands der Siebziger (z. B. The Allman Brothers Band, Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band) mit einer unverfänglichen, jugendlichen Frische und Vitalität in die heutige Zeit transportieren. Und, das ist vielleicht das Wichtigste, dabei zu 100% die Authentizität der goldenen Southern Rock-Ära bewahren. Damit sind wir auch schon bei dem neuen Werk dieses so hoch talentierten Sextetts angelangt: "RCA Studi B" heisst das Teil - und es ist was ganz Besonderes. Die Vegabonds hatten die Möglichkeit ein paar Songs im alt ehrwürdigen, berühmten "RCA Studio B" in Nashville, das in Musikerkreisen schlicht als "Home of 1000 HIts" bezeichnet wird (hier nahmen schon solche Helden wie z. B. Elvis Presley und die legendären Everly Brothers ihre Hits auf), einzuspielen und taten dies auf die gute alte Art und Weise. "We want to invite you to listen to new music in old ways, just like back when everyone sat around listening to vinyls all day", lautete die Maxime der Band. Herausgekommen ist eine beeindruckend starke, 6 baumstarke Songs umfassende EP, live eingespielt und analog aufgenommen im Studio, ohne Overdubs und technischen "Firlefanz" - authentisch, rau, erdig, unverfälscht. Das Resultat ist brillant, knöpft nahtlos an die beiden Vorgängeralben an, ja ist vielleicht sogar noch ein wenig kraftvoller und drückender als bei den früheren Werken. Los geht's mit dem schwülen, von einem überaus druckvollen, schweren Groove und fetten Gitarrenriffs bestimmten, massiven Southern Rocker "Watching you", der etwas von Gov't Mule und The Black Crowes hat, aber auch von dem Geist der frühen Lynyrd Skynyrd lebt. Stark, wie der dichte, erdige Gitarrensound von einer wunderbar im Hintergrund "rollenden" Orgel unterstützt wird. Tolle Nummer! Es ist mächtig heiß im Süden. Diese Hitze hält unvermindert an, auch mit dem folgenden "Sink or swim". Ein ebenfalls sehr hraftvoller, aber irgendwie auch deutlich mehr Lockerheit versprühender Southern-/Boogie-Rocker mit jeder Menge Swamp-Feeling - allein schon durch die sumpfigen Slide-Licks. Die Band spielt diese voller Einflüsse der The Allman Brothers Band steckende Nummer mit jeder Menge jammiger Leidenschaft und unberschwerter, musikalischer Freiheit. Der Slide-Drive wird hier von klimperndem Piano unterstützt. Großartig! Herrlich auch das seelige Retro Psychedelic-/Hippie-Flair, das sich durch das jammige "Devil of a girl" zieht. Zum Abschluß der EP gibt es dann mit dem hammerstarken "Whiteboy smooth" noch einmal einen voller sprühender Spielfreude steckenden, puren Southern Rocker, der zum einen von einem bärenstarken, dezent funky wirkenden Groove bestimmt wird, zum anderen mit zwei längeren, wunderbaren, inspirierten, zündenden Gitarrensoli aufwartet, die man live problemlos in schier endlosen Gitarrenschlachten ausleben könnte. Einfach toll! Diese EP ist ein weiterer, beeindruckender Beweis dafür, wie lebendig die junge Southern Rock-Szene heute wieder ist. Und die Vegabonds haben maßgeblichen Anteil daran. Die CD kommt leider nur in einem einfachen Papp-Sleeve in alter LP Cover-Optik, doch das darf und muss man bei dieser herausragenden Musik einfach als zu vernachlässigend in den Hintergrund stellen. Ein Pracht-Teil!
Achtung! Die Band weist ausdrücklich darauf hin, dass sie von dieser EP nur eine Auflage hat pressen lassen. Sollte diese vergriffen sein, wird es keinen Nachschub mehr geben.

Das komplette Tracklisting:

1. Watching You (3:25)
2. Sink Or Swim (3:43)
3. Run Boy Run (4:09)
4. Wake Up (3:34)
5. Devil Of A Girl (4:14)
6. Whiteboy Smooth (4:04)

Art-Nr.: 8186
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 11,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Watching you
Sink or swim
Devil of a girl
Whiteboy smooth

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Vegabonds, The - southern sons [2012]
"Southern sons" ist der ideale Titel für das grandiose, zweite Album dieses wunderbaren Sextetts aus Auburn/Alabama. Ja, der Southern Rock erlebt in diesen Tagen seinen x-ten Frühling, und zwar mit Nachdruck. Weitab vom "Mainstream Rock Tagesgeschäft" pflegt diese von den loyalen Fans geradezu "vergötterte" Musik zwar nur ein Nischen-Dasein, doch mit dem Auftauchen immer neuer Bands in der Szeme vergrößert sich auch die Anhängerschaft merklich. Selten zuvor gab es in der jüngeren Vergangenheit so viele aufstrebende, neue, junge Southern Rock-Bands (man denke zum Beispiel an Hogjaw, SwampDaWamp, Blackberry Smoke, Whiskey Myers, die fabelhafte Kenneth Brian Band, um nur einigen zu nennen), die die alten Traditionen großer Southern Rock-Legenden in ihrem Herzen verinnerlicht haben, die zwanglos ihrer inneren Überzeugung folgen und diese wunderbare Musik voller Leidenschaft, Seele, Gefühl und in beeindruckender Qualität in die heutige Zeit transportieren. Mitten drin in dieser Bewegung: die einzigartigen Vegabonds! War das erste Album schon ein absoluter Knüller, so knüpfen sie auch mit dem zweiten nahtlos daran an. Sie haben nicht den Hauch eines Problems, den hohen Erwartungen nach dem tollen Debut zu entsprechen, nein "Southern sons" ist der nächste Schritt in ihrer Entwicklung, denn es scheint, als sei die Band noch eingespielter, noch reifer, noch besser geworden. "Southern sons" besticht mit begeisterndem Songmaterial, von vorn bis hinten ohne jede Schwachstelle. Mit wundervollen, abwechslungsreichen Arrangements aus 2 Gitarren (immer wieder gibt es prägnante, prächtig in die Songs integrierte Twin Lead-Segmente), Keyboards, Bass, Drums und ihrem großartigen Sänger Daniel Allen lassen die Vegabonds keinen Zweifel daran, dass sie zu den bedeutendsten Vertretern der neuen, jungen Southern Rock-Bewegung zählen. Ihre Fanbase wächst in Windeseile. Die Songs sind kompakt, stecken voller großartiger Melodien und strotzen, auch ohne ausufernde Instrumentalpassagen, nur so vor Spielfreude. Ein unterschwelliges Jam-Flair ist jederzeit spürbar, weswegen die Band auch eine immense Beachtung in Jamrock-Kreisen geniesst. Die Stücke haben die Lockerheit Dickey Bett'scher The Allman Brothers Band-Vergangenheit, leben von dem Geiste der frühen Lynyrd Skynyrd und The Marshall Tucker Band, aber auch die rootsigen Spuren der The Black Crowes und ein unterschwelliges Late Sixties-/Early Seventies-Hippie-Flair sind auszumachen. Genau diese Kombination macht ihren einzigartigen, unwiderstehlichen Sound aus. Das sind halt alles hervorragende Musiker. Wunderbar funky und groovy, mit interessanten, viel Abwechslung bringenden Wendungen, dezent psychedelisch, modern und retro zugleich - so eröffnen die Vegabonds das Album mit dem großartigen "Carnival man", tolle Twin-Licks inbegriffen. Dann das hinreissend schöne "Georgia fire". Schon der Songtitel lässt einen mit der Zunge schnalzen und weckt hohe Erwartungen. Und so kommt es dann auch, dieses "herbeigesehnte" Highlight: "Georgie fire" ist ein flockiger, dennoch kraftvoller, lockerer, mit einem leichten, Marshall Tucker-mässigen Countryrock-Flair ausgestatteter, ganz herrlicher Southern Rocker voller traumhafter Gitarren-Hooklines. Stark die exzellent passende Piano-Begleitung während der Strophen und die wunderbare Melodik in den Refrains. Was für eine "Killer"-Nummer! Hätte Southern Rock-Musik, wie in den Siebzigern in den USA gegeben, eine Chance im Radio und in den Charts - diese Nummer wäre mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein Nummer 1-Hit. Das ist purer, ehrlicher, authentischer Southern Rock zum Genießen - wie auch das nicht minder melodische, von lockeren "marching drums" und tolle Slide-Klängen bestimmte "American eyes" (klasse auch hier wieder die ideal mit den Gitarren harmonisierenden Piano- und Orgel-Ergänzungen), das stark groovende, von starken Double Lead-Momenten geprägte, leicht psychedelische "Conscious fog", das prächtige, mit fetten rauen Riffs und feinen Twin Gitarren-Fills ausgestattete "Resolution" (glühendes Gitarrensolo), die herrliche Southern-Ballade "Joy we've found" (die Twin-Leads am Ende sind einfach himmlisch), und, und, und...! Das Jahr 2012 hat gerade begonnen und das erste absolute Southern Rock-Highlight ist bereits da! Die Vegabonds belegen eindrucksvoll wie frisch und lebendig das Genre ist. Genau so muss es klingen, wenn die "Söhne des Südens" aufspielen. Bärenstark!

Das komplette Tracklisting:

1. Carnival Man (4.12)
2. Georgia Fire (3.56)
3. American Eyes (4.34)
4. Alongside Mr. Hyde (4.39)
5. City With A Passion (4.20)
6. Since You've Been Free (4.07)
7. Rofftop surfin' (3.28)
8. Conscious fog (2.54)
9. The Heist (Get yourself In Line) (4.31)
10. Resolution (3.33)
11. Joy We've Found (4.34)

Art-Nr.: 7678
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Carnival man
Georgia fire
American eyes
Alongside Mr. Hyde
Conscious fog
Resolution
Joy we've found

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Walker, Bart - waiting on daylight [2013]
Wenn Produzentenlegende Jim Gaines jemanden unter seine Fittiche nimmt, dann muss das schon ein Künstler mit immensem Potential sein. Tatsächlich hat Bart Walker das Zeug dazu, ein ganz Großer des Bluesrocks zu werden. Der junge Mann aus Nashville/Tennessee liefert mit "Waiting on daylight" eine wahre "Perle" des Genres ab, ein Album ohne jeden Ausfall, vollgepackt mit erstklassigen Songs. Die Stücke halten zum einen die nahezu ideale Balance zwischen retro-behaftetem, klassischem und absolut zeitgemässem Bluesrock, zum anderen sind sie von einer ordentlichen Portion Southern-Flair durchzogen. Der junge Bursche, zu dessen größten Einflüssen Leute wie Stevie Ray Vaughan, Buddy Guy, Eric Gales, Eric Clapton, Joe Bonamassa, Albert King, B.B. King, Bernard Allison, Warren Haynes, Led Zeppelin, aber auch solche Blues-fremden Künstler und Storyteller wie beispielsweise Tony Rice und Darrell Scott zählen, ist ein großartiger Songwriter, ein vorzüglicher Sänger und ein absolutes Ass an der Gitarre. Ein herausragender Saitenzauberer, wie er im sprichwörtlichen Buche steht. Walker geneißt im Bluesrock-Circuit unter den Kollegen bereits große Anerkennung und hat im Laufe seiner noch recht jungen Karriere schon eine Menge Erfahrung gesammelt. So war er lange Zeit der Lead-Gitarrist der B.B.King All-Stars, die regelmässig in King's Blues Club in Nashville spielen, tourte als Lead Gitarrist mit Southern Rocker Bo Bice und arbeitete im Studio mit solchen Leuten wie Audley Freed (Cry Of Love, The Black Crowes), Steve Gorman (ebenfalls The Black Crowes), A.J. Croce und Robert Kearns (Lynyrd Skynyrd) zusammen. Die Songs kommen überaus kraftvoll, sind schön rockig und druckvoll und bestechen überwiegend mit einer klasse Melodik. Geprägt sind sie natürlich von Walker's brillantem, zumeist herrlich fettem, sattem Gitarrenspiel. Er haut wunderbar harte, kochende Riffs raus und besticht mit gnadenlos starken, virtuosen, flammenden Soli, hin und wieder auch mit tierischer Slide. Gleichzeitig versteht er es auch, seinem Instrument sehr emotionale Klänge zu entlocken. Er spielt ungemein variabel und passt sich der Stimmung des zu Grunde liegenden Songs jeweils perfekt an. Nie verliert er sich in unendlichem, zur Schau gestellten, "aufgeblasenem Gefrickel", nein, diese Soli sind einfach wunderbar in die Songs eingebunden. Bärenstark beispielsweise der mit einem tollen, rhythmischen Funk-Groove ausgestattete Opener "It's all good", in dessen Break Walker gleich zu einem furiosen, zündenden Gitarrensolo ansetzt. Oder der raue, dreckige Riff-Bluesrocker "Black clouds", der trotz eines enormen Drucks mit einer klasse Melodie punktet. Toll wieder das voller spürbarer Spielfreude und Virtuosität steckende, satte Gitarrensolo in der Mitte des Songs. "Took it like a man" erinnert in seiner Southern-getränkten Art gar ein wenig an ZZ Top und The Allman Brothers Band, während "Girl you bad" einen mächtigen Groove hinlegt und mit einem drückenden, glühenden Slide-Arrangement besticht. Hat ein gehöriges Southern-/Swamp-Feeling. Walker bearbeitet sein "Brett" einfach großartig. Doch Bart Walker kann es auch mit Balladen, wie er mit dem traumhaft melodischen Titelstück "Waiting on daylight" in beeindruckender Art und Weise demonstriert. Was für ein herrlicher, toll vorgetragener Southern-/Soul-Blues! Selbstverständlich gibt's auch hier ein prächtiges Gitarrensolo. Straight rockend kommt das riffige "Gotta be you" aus den Lautsprecher-Boxen, bei dem sich der Meister wohl die Finger wund spielt, so scheint es, und bei dem mächtig abgehenden Hammer-Boogie "Hipshake it" wechselt der Saitenheld zwischen kochendem Slide-"Gerühre" und grandiosen Soli hin und her. Was er auch anpackt, es ist fantastisch. Und wie "southern" er tatsächlich ausgerichtet ist, beweist er noch einmal mit einer baumstarken Coverversion des The Allman Brothers-Klassikers "Whipping post", mit dem er das Album genauso stark beendet, wie er es begonnen hat. Keine Farge, Bart Walker spielt schon jetzt auf Augenhöhe mit seinen Vorbildern. Ein fantastischer Gitarrist und klasse Sänger, dem eine ähnliche Bluesrock-Karriere gelingen könnte, wie einem Walter Trout, Kenny Wayne Shepherd oder gar Joe Bonamassa. Wie gesagt, das Potential dazu gat er. Doch was immer auch geschieht, möge er noch lange solch herausragende Alben abliefern wie das famose "Waiting on daylight". Toll!

Das komplette Tracklisting:

1. It's All Good (4.10)
2. Black Clouds (3.57)
3. Took It Like a Man (3.15)
4. Girl You Bad (4.52)
5. Gotta Be You (5.04)
6. Waiting on Daylight (4.35)
7. Happy (3.27)
8. Hipshake It (3.54)
9. Mary & Me (3.57)
10. 99% (3.48)
11. Whipping Post (6.18)

Art-Nr.: 8073
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It's all good
Black clouds
Took it like a man
Girl you bad
Gotta be you
Waitin' on daylight
Hipshake it

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Whiskey Myers - road of life [2008]
Wenn der "ewig hungrige" Southern Rock-Fan bei dieser Truppe nicht ins Schwärmen gerät, wann dann? "The best new Southern Rock Band in the land"! Begeisternd! Ein kleines, euphorisches "Wahnsinn" muß hier einfach mal erlaubt sein! Den "Red Dirt"-Rock in den Genen, den Southern Rock im Herzen - und sie lassen ihrem Herzen freien Lauf! Mit 3 vorzüglichen Gitarristen (2 Lead, 1 Rhythmus), darunter zwei exzellente Sänger (einer davon mit viel Bezug zum unvergessenen Ronnie van Zant), einer ungemein tighten Rhythm-Section aus Bass und Schlagzeug, unbändiger, unverbrauchter Spielfreude und immensen musikalischen Fähigkeiten spielen Whiskey Myers auf, als wollten sie die goldenen Zeiten großer Southern Rock-Bands wieder aufleben lassen. Und was soll man sagen: Es besteht nicht der Hauch eines Zweifels, daß ihnen dies mit ihrem grandiosen Album "Road of life", im übrigen produziert von Mike McClure (The Mike McClure Band) in Vollendung gelungen ist. Diese junge Truppe ist wie eine Frischzellenkur für ein ganzes Genre! Vor einigen Jahren begannen die beiden musikalisch äußerst talentierten Freunde Cody Cannon (Lead vocals, Rhythm guitar) und Cody Tate (Lead vocals, Lead guitar) aus dem ost-texanischen Provinznest Elkhart mit dem Schreiben eigener Songs. Als dann mit John Jeffers ein weiterer, überaus versierter Lead Gitarrist hinzustieß, gründte man die Band "Lucky Southern", die fortan begann, die örtlichen Clubs unsicher zu machen. Nach einiger Zeit schlug man sein Domizil schließlich in Tyler/Texas auf, installierte den hervorragenden Bassisten Gary Brown (im übrigen ein Cousin von Cody Cannon) und den nicht minder starken Drummer Jeff Hogg in der Band und benannte sich schließlich in "Whiskey Myers" um. Vom allerersten Auftritt an, den Whiskey Myers seinerzeit in Montalba/Texas absolvierten, baute sich zwischen der Band und den Fans eine ungewöhnlich starke, gegenseitige Anziehungskraft auf. Von disem Zeitpunkt an, begann die Popularität der Band in ganz Texas in Windeseile zu wachsen. Plötzlich wurde die Band im ganzen Land bekannt. Ihre großartigen Live-Shows, ihre "soulful vocals and high energy twin guitars" eroberten die Bühnen des "Lonestar-states" und die Herzen der Fans. Ihre Anhängerschaft wächst in einem geradezu beängstigenden Tempo. Whiskey Myers' Musik basiert auf verschiedenen Stilrichtungen verschiedener Epochen, im Wesentlichen aber auf den Einflüssen klassischer Siebziger Jahre Rock-, Southern Rock- und Jamrock-Bands, wie Lynyrd Skynyrd, Led Zeppelin und The Allman Brothers Band. Wie kaum eine andere Band schlägt das Quintett dank seiner großen musikalischen Fähigkeiten eine wunderbare Brücke dieser Retro-Wurzeln zu "modern day Texas Red Dirt-Acts" wie beispielsweise Reckless Kelly oder Cross Canadian Ragweed. Doch, wie gesagt, in erster Linie fröhnen Whiskey Myers dem Southern Rock! Die Arrangements werden bestimmt von großem Abwechslungsreichtum und viel Kraetivität, prachtvollem Songwriting, unendlicher Spielfreude, jugendlicher Frische und Unbekümmertheit, aber auch von erstaunlicher musikalischer Reife und Kompetenz, instrumenteller Versiertheit und jeder Menge Spirit und Inspiration. Fette, satte Gitarren überall, mal mit ausgedehnten, kochenden Lead-Duellen und Gitarrenschlachten, mal mit herrlich lockeren, flüssigen, eingängigen Soli. Ausgelassene Spielfreude mit herrlichen Licks und Hooklines (einige lange Tracks, 2mal über 8 Minuten, 1mal über 9 Minuten demonstrieren die Jam-Neigung der Band), kochende, dampfende Riffs und glühende Saiten-Attacken treffen auf hervorragende Melodien! Eindeutig, Whiskey Myers sind große Lynyrd Skynyrd-Verehrer, doch sie machen sich deren Trademarks in einer derart spannenden und geschickten Art und Weise zu eigen, das dabei Songs in einer Klasse herauskommen, wie sie die legendären Southern Rock-Helden schon lange nicht mehr hinbekommen. Mit einem starken, Gitarren-begleiteten "Aufwärm-Drumming" startet der packende Opener "Thief of hearts", ehe das Intro Sekunden später von krachenden, schmetternden, straighten und dreckigen Riffs abgelöst wird, stets begleitet von wunderbaren, feurigen Lead Gitarren-Läufen. Der Sänger hat das Timbre eines Ronnie van Zant, und die Gitarrenlinien und Rhythmen ziehen eine tiefe Furche durch das Terrain der frühen Lynyrd Skynyrd! Schon mit diesem ersten Stück wird die Southern Rock-Welt Whiskey Myers wie die "Retter" des Genres abfeiern.Diese "Killer"-Nummer wäre in der Blütezeit des Southern Rocks ohne Zweifel zu einem Riesen-Hit und Klassiker des Genres avanciert. Nicht minder stark, doch deutlich lockerer, geht's weiter: "Kyle hope" ist ein traumhafter, "Red Dirt"-Countryrock-infizierter Southern Rocker mit einer herrlichen Melodie und wundervollen, lässigen, dennoch sehr würzigen Lead Gitarren, die irgendwo der Schnittmenge zwischen Dickey Betts (The Allman Brothers Band), Hughie Thomasson (The Outlaws) und Toy Caldwell (The Marshall Tucker Band) entsprungen zu sein scheinen. "Gone away" ist eine, von einem leichten Retro Hippie-/Psychedelic-Flair und erneut viel Skynyrd-Feeling unterwanderte, exzellente Ballade mit toller Acoustic- und E-Gitarren-Begleitung - dreckig, rau, sehr spielfreudig, wunderbar melodisch und mit einem ausgedehnten, glühenden Lead Guitar-Finish, das jedes Southern Rock-Herz zum Rasen bringt. Apropos "Hippie": Der Titel "Hippie's lament" ist Programm und klingt, als sei er in den frühen Siebzigern geschrieben worden. Grandioser, Blues-getränkter, von raffinierten Tempowechseln und tollen Gitarrenausflügen geprägter Retro-Rock! Hier lebt die Band schon im Studio ihr Jam-Potenzial aus, was dann live sicher zu einem mit fantastischen Gitarrensoli präparierten Happening für die Fans ausarten dürfte. Hat Spuren von Led Zeppelin, den Allmans, The Black Crowes, Tishamingo, aber auch von Cross Canadian Ragweed. Das Titelstück "Road of life" ist erneut ein Parade Southern-Rocker mit herrlich melodischem Refrain, kochenden Riffs und locker aus dem Handgelenk gespielten, dennoch satten, brennenden Gitarrenläufen. Auch bei der über 8-minütigen, viel Allmans- und Skynyrd-Feeling versprühenden, dazu von einem bluesigen Countryfeeling tangierten Ballade "Melancholy Blues" (tolle Mundharmonika-Fills, traumhaftes, sich stetig steigerndes, melodisches, schließlich in einer regelrechten "Schlacht" endendes Gitarren-Finale), und dem ebenfalls gut 8-minütigen, dampfenden Outlaw-/Southern-Rocker "American outlaws" kommt pure Southern Rock-Freude auf. Erst nach knapp 74 (!) Minuten endet dieser mitreißende Trip durch die blühenden Landschaften des Southern Rocks, doch der Finger klebt schon "wie magnetisiert" an der Repeat-Taste des CD-Spielers um die Reise erneut zu starten. Whiskey Myers haben mit "Road of life" ein phänomenales Debut hingelegt, dem, da darf man sich jetzt schon sicher sein, noch weitere Großtaten folgen werden. Dieser Band kann sich kein ernsthafter Southern Rock-Fan verwehren! "Rock it out", Whiskey Myers!

Die Tracklist:

1 Thief of Hearts - 4:38   
2 Kyle Hope - 3:41   
3 Gone Away - 5:00   
4 Lonely East TX Nights - 4:20   
5 Hippie's Lament - 5:31   
6 Road of Life - 3:59   
7 Melancholy Blues - 8:19   
8 Goodbye Girl - 5:38   
9 Summer 2005 - 3:54   
10 American Outlaws - 8:22   
11 Nobody Knows Her Name - 5:20   
12 Russell's Song - 5:11   
13 Tya - 9:40

Art-Nr.: 5867
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Thief of hearts
Kyle hope
Hippie's lament
Road of life
Melancholy Blues
American outlaws

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Widespread Panic - don't tell the band [2001]
Limited edition mit Bonus-Live-CD, solange Vorrat reicht!
Eine der ganz großen Bands in der heutigen Zeit, die es geschafft haben Jam-Rock und Southernrock eindrucksvoll zu vereinen, zu einem unverwechselbaren Sound der Marke "Widespread Panic" zu kreieren, und dieses Genre auch in der Gegenwart nicht nur zu erhalten, sondern für diese Musik zahlreiche neue Fans zu begeistern. Auf ihrem siebten Album stellen sie ihre Klasse erneut in bestechender Manier unter Beweis. Sie schaffen es die Magie und Energie ihrer legendären Live-Konzerte irgendwie mit ins Studio zu nehmen. Entstanden ist ein Werk von unglaublicher Musikalität, das die verschiedensten Stilelemente beinhaltet, aber immer ein unverwechselbares "Widespread Panic"-Album ist. Sie können die Vergleiche mit den Allman Brothers nicht mehr hören, doch da ist wohl schon was dran. Man denke nur an das begnadete Zusammenspiel von Orgel und Gitarre oder die Fähigkeit unendlicher Jammings, dieses sich "high" spielen. Diesen Spirit vermittelt auch das neue Album. Insgesamt schlagen sie, im Vergleich zu den Vorgängern, eine leicht härtere Gangart ein, doch das kommt richtig gut. Man merkt, daß die Songs schon unzählige Male live getestet wurden. Schon der beschwingter Opener ""Little Lilly" besticht mit herrlicher Melodienführung und total lockeren, gefälligen Gitarrensoli, "Give" ist ein echter Southernrocker, bei dem sich Elemente der Allmans und Molly Hatchet's zu paaren scheinen, die Ballade "This part of town" erzeugt mit ihrem tristen, lässigen Gesang, dem Dead-ähnlichen Groove, fetten Hammond Spiel und den großartigen Gitarren Gänsehaut, "Thought sausage" klingt fast ein wenig metallisch und böse, für "Down" hätte Dickey Betts sicher was gegeben, wäre ihm dieser Song eingefallen,"Casa del Grillo" ist ein grandioser Latinrocker, "Old Joe", wiederum mit fetter Hammond und toller Highstring-Guitar, betritt das Countryrock-Tarrain und "Action man" rockt wieder in einer Art Black Crowes/Stones/Black Sabbath-Kombination. Enthält ein Cover von Firehose's "Sometimes". Sänger John Bell überzeugt in seiner ureigenen Art, die Gitarrenarbeit ist dominant und brilliant, straffe Rhythmen, rohe Riffs, John Hermann's keyboards sind einfach klasse, die Percussionarbeit kommt total locker - die Jungs strotzen vor Spielfreude. Panic in Bestform! Excellenter, kreativer, kraftvoller Rock/ Jamrock/Southernrock der Sechs aus Georgia! Glückwunsch, Widespread Panic!

Art-Nr.: 1385
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Wiser Time - beggars and thieves [2010]
Dritte, großartige Scheibe der Truppe aus New Jersey um den großartigen Gitarristen, Sänger und Songwriter Carmen Sclafari. Wiser Time beglücken ihre auch hierzulande immer größer werdende Fangemeinde mit einem höchst abwechslungsreichen, exzellent in Szene gesetzten Mix aus kochendem Southern-fueled Bluesrock ala The Black Crowes und sehr erdigem, trockenem Blues-based Rootsrock, teils in einem überuas staubigen, ruhigen, semi-akustischen Gewand mit Reminiszensen an The Band, John Hiatt, Edwin McCain und Chris Robinson's Solo-Sachen. Enthält eine schöne Coverversion von Bad Company's "Seagull"! Weitere Höhepunkte sind der brodelnde Bluesrock-Shuffle "Love and devotion", der herrlich relaxte, dennoch kraftvolle Rootsrocker "Take me back home" mit seiner akustischen Basis aus feinem Acoustic Gitarren- und Mandolinen-Picking, den schönen Fiddle-Ergänzungen und dem klasse, viel Southern-Esprit versprühenden, trockenen E-Gitarren-Solo, die wunderschöne, Piano-getränkte und mit prächtigen Slide-Licks gefüllte Roots-Ballade "It's hard letting you go", der flockige, knackige Southern-Rootsrocker "On our way" mit seinen Referenzen an die Outlaws und dem tollen Lead Gitarrem-Spiel, wie auch der starke, wunderbar groovende Honky Tonk-/Skiffle-/Juke Joint-Roots-Blues-Rocker "Whiskey and wine". Wiser Time mit einer abwechslungsreichen, hervorragenden Vorstellung. Weiter so, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1. Love and devotion (4.18)
2. On our way (3.55)
3. Take me back home (5.09)
4. It's hard letting you go (5.39)
5. Revolution 09 (5.01)
6. Keep it on (4.17)
7. Whiskey and wine (3.25)
8. Working man's blues (3.50)
9. Seagull (3.45)

Art-Nr.: 6837
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Love and devotion
On our way
Take me back home
It's hard letting you go
Whiskey and wine

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Wolfe - delaware crossing [2003]
Welch eine Gitarren-Pracht! Wie soll man es nun bezeichnen? Als Bluesrock, rocking Blues, High Energy Gitarren Retro-Rock, Jam-Rock?... - egal, auf jeden Fall ist es ROCK, und zwar gewaltiger Rock! Ein phänomenales Gitarren-Rock-Gewitter auf allerhöchstem Niveau. Ehrlich, schweißtreibend, von bestechender musikalischer Brillanz! "Delaware crossing" ist nach einer Live-Scheibe und dem Studiodebut von 2001 das dritte Album des Bluesrock-Quartetts Wolfe um den begnadeten Gitarren-Hexer Todd Wolfe, der seine Sporen zwischen 1993 und 1998 als Lead-Gitarrist in Sheryl Crow's Band verdiente. Doch, wie gesagt, es ist weit mehr als "nur" Bluesrock. Mit beachtlicher Selbstverständlichkeit und ausgesprochener musikalischer Klasse baut er eine Brücke, die die legitime Verbindung zwischen einem frühen Eric Clapton, klassischem Texas-Bluesrock, den Black Crowes, den Allman Brothers und den Jam Rock-Intentionen der heutigen Gov't Mule herstellt. Wolfe sind tatsächlich so variabel, wie sich das anhört. Das klingt mal nach Hendrix, mal nach Clapton, da hören wir Stevie Ray Vaughan inspirierte Läufe oder Stones-Riffs, klassischer anglo-amerikanischer Rock ist allgegenwärtig, genauso wie Blues-Licks ala Buddy Guy, dazu herrliche Heartland-Rock-Passagen, ungemein viel Jam-Feeling, weiches Dickey Betts-like Gitarrenspiel und jede Menge Southern-Rock-Esprit ala Allman Brothers oder Gov't Mule, großartige Swamp-Delta-Blues-Tupfer, bis hin zu rasantem Boogie-Rock. Verrückt! Dabei hat Wolfe soviel Potential und eigene Ideen daß die erwähnten Größen sich schon mal ganz artig verneigen dürfen. Er ist mit Herz und Seele dabei. Und was er auf der Gitarre zaubert, ist unglaublich. Da brennen die Saiten. Ein fulminantes, inspiriertes, fingerfertiges, dampfendes Solo jagt das nächste. Spielfreude pur! Doch diese herzhaften, gewaltig rockenden, außerordentlich versierten Gitarrensalven sind nicht alles, denn Todd Wolfe ist darüberhinaus ein prächtiger Sänger voller "Soul" in der Stimme und hat zudem eine erstklassige Backing-Band im Rücken. Alles paßt zusammen. Dazu perfektes Songwriting. Die Songs sind immer kompakt, niemals verliert man sich in orientierungslosem Gedudel. Alles hat Hand und Fuß! Schwächen sucht man auf "Delaware crossing" vergeblich. 68 Minuten lang zeigen die Musiker ihre ganze Extra-Klasse. Ein paar Beispiele: Ein sattes Wah-Wah-Feuerwerk und rauchende Texas-Blues-Riffs mit mächtig antreibenden Drums bringen Musiker und Zuhörer gleich bei dem kochenden Opener "Stranger blues" auf die amtliche Betriebstemperatur. Glühende, laute Gitarrensoli besorgen den Rest. Ein Hammer-Track zum Anfang! Weiter geht's mit dem staubtrockenen bluesigen Heartland-Rocker "No returns, no exchanges", der mit viel Drive, herzhaften Gitarrenläufen und einer gediegenen Portion Desert- und Southern-Flair erneut auf der ganzen Linie überzeugt. Dann mit "See what love can do" eine wunderbar entspannte Version dieses Jerry Williams-Klassikers, an der sich auch schon mal Clapton auf seinem "Behind the sun"-Album versucht hat. Doch dazwischen liegen musikalische Welten zugunsten der Version von Wolfe. Herrlich, wie gefühlvoll er diese Nummer rüberbringt, wunderbar dieses dezente Southern-Feeling, die weichen Dickey Betts-like E-Gitarrenläufe und das Zusammenspiel mit dem swampigen Dobro. Krachenden Power-Rock voller Stones-Riffs, mit Blues Traveler's John Popper als Gast, der eines seiner verrückten Mundharmonika-Soli beisteuert, dröhnt bei "Tumblin' down" aus den Boxen, "One last love" ist eine herrliche Blues-Ballade mit einem gepflegten Schuß Southern-Soul, "Black hearted woman" klingt nach einer prächtigen Groove-Kombination aus Hendrix und Cream, und das über 9-minütige "Love gone bad" läßt einen nun endgültig mit staunendem, offenen Mund zurück. Was für eine dreckige, brodelnde Bluesrock-Nummer. Ein über 6-minütiges Gitarren-Höllenritt von Wolfe, bei dem die Bandbreite von lauten, glühenden Passagen über lässiges Spiel, bis wieder zu einem fulminanten Finale reicht. Herrlich auch die wunderbare 7-minütige "Wolfe jam", eine Live-Aufnahme aus Allentown, die wie die Allman Brothers zu ihren besten Zeiten klingt, und der Boogie Knaller "Crowded in my soul", der, voller Southern-Esprit, auch von Molly Hatchet zu deren besten Tagen stammen könnte. Usw., usw.! Ein unglaublich variables, krachendes und dampfendes Bluesrock-/Rock-/Gitarren-Spektakel mit viel Jam-Flair und einer Menge Southernrock-Feeling, kantig und ständig die musikalischen Grenzen auslotend. Die Jungs rocken und grooven, was das Zeug hält. Die Gitarren-Enthusiasten werden ob Todd Wolfe's gnadenloser Gitarrenläufe aus dem Häuschen sein. Einfach begeisternd! Ein echtes "Killer"-Album! Das Rock-Feuer brennt, und wie....

Art-Nr.: 1843
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,50

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stranger blues
See what love can do
Love gone bad
Crowded in my soul

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