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McLean Band, Jamie - completely [2010]
Wir sind begeistert! Was für ein Quantensprung für Jamie McLean und seine Band (McLean "firmiert" jetzt nicht mehr unter seinem eigenen Namen, sondern als Jamie Mclean Band - was seinen exzellenten Mitstreitern sicher auch mehr als gerecht wird). "Completely" ist, man könnte es geradewegs auf den Titel beziehen, in der Tat McLean's komplettestes und klar bestes Album bisher. Was für ein Könner der begnadete New Yorker "guitarslinger" und etatmäßige Gitarrist der New Orleans Funk-/Jazz-/Bläser-Institution "Dirty Dozen Brass Band" ist, hat er schon auf seinen Vorgängeralben bewiesen, doch welch einen großen Schritt nach vorn er noch einmal in puncto Frische, Songwriting, Songstrukturen, Musikalität, Arrangements und Melodik vollzogen hat, ist enorm. Von vorn bis hinten, ohne jeden schwachen Song, bietet "Completely" eine großartige Ansammlung prächtiger, von wunderbaren Melodien durchzogener, überaus gefälliger, gut hängen bleibender, dabei absolut würziger, immer die nötige Portion "grit" versprühender, erdiger Gitarren Rootsrock-Nummern, deren gepflegtes, knackiges Midwestern- und Heartland Rock-Flair vor allem auch mit einer ordentlichen Portion an überaus inspirierten, sehr markanten, aus tiefstem Herzen kommenden Blues-, Soul-, Southern Rock-, Groove-, und Jam-Zutaten aufwarten kann. So muß das sein, denn dies ist genau das Terrain, auf dem McLean zu Hause ist. Das entspricht seinem Naturell. Der Mann, im übrigen ein guter Kumpel der erweiterten Widespread Panic-"Familie", vereint diese Southern-, Blues-, Soul und Traditional American Rock-Einflüsse mit einer unwiderstehlichen Melodik und verleiht dem Ganzen ein großartiges, dabei sehr zeitgemässes, Retro-Ambiente. "You may be among those who already recognize McLean as an emerging player in that place where Southern and streetwise rock, roadhouse blues, downtown R&B and swampy soul music find communion", heisst es in seiner Biographie. Ja, das sind wir - und die beschriebene Stil-Mischung trifft bei dem neuen Werk voll und ganz zu. Im Mittelpunkt steht neben McLean's charismatischem Gesang natürlich sein bemerkenswertes, exzellentes Gitarrenspiel. Er ist schon ein kleiner Magier an den 6 Saiten, der an seinem Instrument genauso explodieren und sich mit wirbelnden, schnellen Volldampf-Soli die Finger "blutig" spielen kann, der andererseits aber auch vollkommen locker, flüssig und sehr gefällig agieren kann. Dabei spielt er immer würzig, erdig und entlockt seiner Gitarre einen schön satten, saftigen, oft wunderbar southern-mässigen Sound. Die Gitarrenläufe sind keineswegs ellenlang, haben dafür aber mächtig Feuer und Biss, strahlen viel Spielfreude aus und kommen dennoch immer auf den Punkt. Oftmals, und das gibt dem Sound zusätzliches Volumen, werden die kernigen, fleischigen Gitarren von einer vollmundigen Hammond-Orgel und tollen Wurlitzer Piano-Klängen ergänzt. Alles in allem klingt die Musik zuweilen wie eine wunderbare Mischung von Zutaten solcher Kollegen wie den bereits erwähnten Widespread Panic und sehr rootsigen, erdigen Tom Petty & the Heartbreakers mit einem Schuß southern-orientiertem, gut rockendem John Mellencamp. Zu der Vielzahl von Inspirationen, die den Sound der Band definieren, sagt McLean selbst: "The band dynamics of the Rolling Stones and The Allman Brothers Band, the searing impact of Stevie Ray Vaughan and the sophistication of George Benson on guitar, the varied examples of Bob Dylan, The Black Crowes and Paul Simon as writers, were among the landmarks that helped us chart our course". Ausgedehte Touren hat die Jamie McLean Band beispielsweise auch schon mit Gov't Mule hinter sich, was ebenso bestens passt. Überhaupt ist die Band vor allem auch im Jamrock-Circuit prächtig im Geschäft, wo ihre Fanbase, auch aufgrund ihrer bekannt starken Live-Performaces, in Windeseile steigt. Momentan stehem sie kurz vor einer gemeinsamen Tour mit Gregg Allman. Wie gesagt, das Album ist von vorn bis hinten aussnahmslos stark. Songs besonders herauszuheben erübrigt sich damit weitestgehend, denn sie sind samt und sonders von hervorragender Qualität. Beispielsweise der locker flockig nach vorn gehende, einen tollen Drive aufbauende, southern-soulige, überaus melodische, flotte Rootsrocker "Diamond plate" (würzige Lead-Gitarre, tolle Hooklines, feuriges Solo, großartiger Gesang), der sehr riffige, "catchy" Heartland Rocker "Completely" (satte E Gitarren-Riffs, klasse Orgel-Sound), der raue, dreckige, massive, fetzige, jammige, viel Dampf produzierende Knaller "Peace and glory" (hat ordentlich Southern-Feuer, herrlich Gas gebender Drum-Groove, klasse Orgel-Fills und ein lautes, wildes, zündendes, abgehendes, "slingendes" Gitarrensolo des Meisters), das herrlich lockere, wunderbar die Freiheit einer "breezy freeway cruise" einfangende "Checkmate", der geradeaus und druckvoll rockende Southern-/Roots-Riff-Kracher "Brother", oder auch die traumhaft schöne, melodische, tief im Southern Soul verwurzelte, bluesige Ballade "Bible". Die Jamie McLean Band hat ohne Frage mit "Completely" ihr bisheriges Meisterstück abgeliefert. Hut ab, Jungs - so kann's weitergehen. Dieser mit "Schmackes" soundende musikalische Motor läuft herrlich rund - und er läuft auf Hochtouren! Herrlich! Nicht nur das in Jamrock-Kreisen so renommierte, amerikanische "Relix"-Magazin prognostiziert der Truppe eine große Zukunft...

Das komplette Tracklisting:

1. Diamond Plate 4:03
2. Completely 4:42   
3. Peace and Glory 3:30   
4. Natalie 4:28   
5. Cupids Greatest Thief 3:29   
6. Checkmate 3:54
7. Summer Rain 4:18
8. Brother 3:44
9. Ain't Nobody Like My Baby 4:54
10. Hold On Tight 4:07
11. Bible 3:18

Art-Nr.: 6973
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Diamond plate
Completely
Peace and glory
Natalie
Checkmate
Brother
Bible

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McMurtry, James - childish things [2005]
Der begnadete, texanische Singer/Songwriter James Lawrence McMurtry gilt als einer der ganz wenigen Songschmiede seiner Generation, dessen einzigartiges Material sowohl bei der Kritik, der Presse, als auch bei den vielen Liebhabern der Roots-/Americana-Szene einen ungemein guten Ruf genießt. Warum das so ist, untermauert er einmal mehr mit seinem meisterhaften, neuen Studioalbum "Childish things"! Geboren in Fort Worth, viele Jahre in Virgina verbracht, nach eigenen Aussagen in seiner Jugend am ehesten von Kris Kristofferson und The Band beeinflußt, begann McMurtry während seiner Studienzeit (Englisch / Spanisch) an der University of Arizona Mitte der Achtziger mit seinen ersten, viel beachteten Auftritten, sorgte beim berühmten "Kerriville Folk Festival " 1987 für Furore und ergatterte 1989 gar einen Major-Deal! Ab da folgten jede Menge großartiger Alben, und nach seiner viel umjubelten Live-CD vom April letzten Jahres, legt sich McMurtry die Meßlatte mit seinem neuen Studiowerk nochmal ein bißchen höher! Das ist große Singer/Songwriter-Kunst! Rau, dreckig, trocken und rockig, hören wir 12 exzellente, in bester, typisch texanischer Singer/Songwriter-Tradition verwurzelte Songs, die in ihren "gritty", staubigen Arrangements wunderbar an der Schnitstelle zwischen Rootsrock und Americana angesiedelt sind, wobei man Elemente eines Steve Earle oder Joe Ely genauso wahrzunehmen glaubt, wie die eines John Mellencamp oder den rauen Gitarren-Charme von Crazy Horse! Und doch klingt McMurtry wie kein anderer, allein schon durch seinen unvergleichlichen, so lässigen, tiefen, nasalen, von einem dezenten "Southern-Vibe" geprägten Gesang. Doch er hat seine Stärken keineswegs nur als Songwriter und Sänger, sondern gilt ebenso, und das wird zuweilen, völlig zu Unrecht, etwas in den Hintergrund gedrängt, als hervorragender Gitarrist. Begleitet wird er von seinen langjährigen Kumpanen, den "Heartless Bastards" (das sind die ausgezeichneten Ronnie Johnson am Bass und Daren Hess am Schlagzeug), sowie ein paar namhaften Gästen, allen voran Joe Ely (Duettpartner bei dem fetzigen Rootsrocker "Slew foot"), Bukka Allen an der Orgel und am Klavier, Warren Hood an der Fiddle und David Grissom an der Gitarre. Es ist schon bemerkenswert auf welch beeindruckende Weise er seine aus großartigen, teils bissigen Lyriks bestehenden Songs in, mal flüssige, mal kantige, immer schön staubig raue, zumeist von würzigen E-Gitarren dominierte Arrangements verpackt, die dann doch als sehr eingängig und mit prima Melodien versehen, prächtig hängen bleiben. Nach dem klasse Opener "See the elephant", ein von wunderbarem Gitarren-, Fiddle-, und Orgel-Zusammenspiel gekennzeichneter, balladesker Midtempo-Rootsrocker, hören wir das herrlich lockere, knackige, genauso dreckige, wie melodische Titelstück "Childish things"! Fantastisch! McMurtry's Gesang klingt so staubtrocken, wie die Gegend aus der diese Musik kommt! Nistet sich in den Ohren fest, wie etwa die Songs eines jungen Jackson Browne in Hochform, wenn er nicht aus Californien, sondern aus Texas käme, und etwas dreckigher agieren würde. Stark auch das herzhafte Gitarrensolo in der Mitte! So reiht sich eine hochkarätige Nummer an die nächste. Zum Beispiel die bärenstarke, hymnische, textlich ungemein engagierte, über 7-minütige, von einem gewissen Steve Earle-Flair gekennzeichnete Roots-Ballade "We can't make it here" mit ihren herzhaften "dirty electric guitars", dem groovenden Schlagzeug und der dezent eingesetzten Orgel, das wunderbare, rau rockende, twangige, von einem vielschichtigen Gitarrensound, inklusive Mandolinen, geprägte "Bad enough", das rhythmische "Restless", die großartige, lockere Alternate Country-/Americana-Nummer "Memorial day" mit ihren tollen Gitarren und der klasse Fiddle, der melodische, "roughe" Rootsrocker "Six year drought", der baumstarke, fetzige, riffige, kantige, "smokin'" Texas Countryrocker "Pocatello", wie auch die finale, exzellente akustische Ballade "Holiday"! Ein durch und durch starkes Rootsrock-/Americana-Album, mit dem James McMurtry nicht nur seine alten Fans einmal mehr vollends begeistern wird, sondern eine Menge neuer hinzugewinnen dürfte. Große Leistung!

Art-Nr.: 3613
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Childish things
Bad enough
Memorial day
Six year drought
Pocatello

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Mellencamp, John - freedom's road [2007]
Der 55-jährige Heartland-Rocker aus Bloomington/Indiana beglückt uns mit einem phantastischen neuen Album, seinem ersten mit eigenem neuen Material seit über 5 Jahren (das 2003er-Werk "Trouble no more" war ein reines Cover-Album)! "Ich bin an einem Punkt in meiner Karriere angelangt, an dem ich ausschließlich Songs für mich selbst schreibe, ob sie anderen gefallen oder nicht", äußerte sich Mellencamp kürzlich in einem Interview. Vielleicht ist es genau das, was "Freedom's road" so glaubwürdig, so authentisch, so stark macht. Auf jeden Fall ist es ein Werk geworden, mit dem er sich zu 100% identifiziert - und das kommt spürbar rüber! Thematisch setzt er sich politisch und sozial überaus kritisch mit der aktuellen Lage in Amerika auseinander (in dem in der Tracklist nicht aufgeführten "hidden track" bezeichnet er Präsident Bush schlicht als einen "Rodeo clown with bloody red eyes" und die Vereinigten Staaten als eine "arrogant nation"), dabei jedoch stets bemüht aus allem Dilemma eine positive Erfahrung zu ziehen und hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen. Musikalisch ist es ein typisches Mellencamp-Album geworden, wenngleich, und das beeindruckt besonders, schon ein paar Veränderungen in den Arrangements stattgefunden haben. Von Kreativitäts-Stillstand also keine Spur, im Gegenteil: Plötzlich verarbeitet Mellencamp in seinen Songs neben den bekannten Roots-/Midwestern-Charakteristika noch einen wunderbaren Retro-Psychedelic-"Duft", ein gewisses Sixties-Flair und ein paar gepflegte Countryrock-Einflüsse. Zuweilen "schimmern" die Gitarren in dem unverwechselbaren Klangspektrum vergangener Byrds-Tage. Das alles passt prächtig zusammen und vereint sich zu einem tollen Roots-Sound voller herrlicher Melodien! Wunderbar flockig, dabei knackig und gleichzeitig schön flüssig kommt das großartige, geradezu hymnische Eröffnungsstück "Someday" aus den Lautsprechern - dezent psychedelisch, wie ein Relikt der legendären Byrds, übertragen in die heutige Zeit und gwürzt mit erdigen Rootsrock-/Midwestern-Rock-Tugenden. Hinzu kommt eine dezente Portion "Soul", ausgelöst vor allem durch den emotionalen, großartigen Background-Gesang der Country-Truppe Little Big Town (im übrigen touren die in den Staaten im Vorprogramm von Mellencamp), die bei diversen Stücken des Albums immer wieder mit tollen Background-Gesangsparts überzeugen. Die Gitarren von Mike Wanchic und Andy York hören sich an als spielte sie Roger McGuinn! Herrlich! Das nachfolgende, phantastische "Ghost towns along the highway" ist ein groovender Midtempo-Rootsrocker mit feiner Fiddle-Ergänzung, breit angelegter E-Gitarren-Begleitung, erneut starken Harmonies von Little Big Town und einem, dem Titel entsprechenden, typischen Wüsten-/"Ghost Town"-Flair! Dann das überragende "The American", ein knackiger, mit prächtiger Baritone-Gitarre begleiteter, von einer traumhaften, Gänsehaut erzeugenden Melodie bestimmter Rootsrocker, durch den gar eine leichte Brise Southern-Flair zu wehen scheint. Erinnert entfernt an alte Sachen der Sorte "Small town" und steckt doch voller neuer, frischer, unsere Ohren verwöhnender Details, die das Stück zu einem absoluten "Hit" werden lassen! Toll! Erneut etwas psychedelisch angehaucht und mit Byrds-Reminiszensen ausgestattet folgt das eingängige, schöne "Forgiveness", ehe der staubige, trockene, genauso entspannt wie "rough" wirkende Titelsong "Freedom's road" auf dem Programm steht. Eine starke Nummer reiht sich an die nächste, Ausfälle sucht man vergebens! Mellencamp hält das hohe Niveau völlig problemlos bis zum Ende durch! Besonders erwähnenswert sind vielleicht noch die engagierte Protest-Ballade "Jim Crow", ein Duett mit Folk-Legende Joan Baez, der exzellente Americana-Rocker "Our country", in den USA bereits aufgrund seiner Verwendung in einem Chevrolet-Commercial eine Riesennummer, und der bereits erwähnte, bei 7:37 Minuten nach Beginn des letzten Stückes einsetzende hidden track "Rodeo clown", ein dynamischer, voller Seele steckender Roots-/Heartlandrock-Knaller mit viel Stones-/Springsteen-Flavour! "Freedom's road" ist ein weiterer Meilenstein in der langen Karriere John Mellencamp's! Eine Meisterleistung eines Mannes, dem die guten Songs wohl niemals ausgehen werden! Möge er noch viele davon veröffentlichen, auch wenn er, wie er sagte, sie nur für sich selbst schreibt...

Art-Nr.: 4678
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Mellencamp, John - life, death, live and freedom ~ live [2009]
8 Track Live-EP! Das ist schon sehr beeindruckend! John Mellencamp veröffentlicht eine wirklich exzellente, im Jahre 2008 mitgeschnittene Live EP (bei über 33 Minuten Spielzeit kann man das fast schon als "full length album" bezeichnen) mit phantastischen Live-Versionen von 8 der wichtigsten Songs seines eh schon starken letzten Studioalbums "Life, death, love and freedom". Erschien so manchem das Studiowerk vom Stimmungsbild her insgesamt vielleicht ein wenig zu düster, trübe und melnacholisch, so erscheinen die Songs hier in einem völlig neuen Licht, voller Aufbruchsstimmung, spürbarer Vitalität, Dynamik und Spielfreude. Zuweilen hat man den Eindruck, als seien es komplett neue Stücke. Zur einen Häfte mit seiner großartigen Band, zur anderen vollkommen solo, zeigen Mellencamp und seine Freunde, welch hervorragende Live-Musiker sie doch sind. Insgesamt wirkt das Ganze auch wesentlich rootsiger und rockiger als im Studio. Irre stark beispielsweise "Don't need this body", bei dem Mellencamp lediglich von akustischer Gitarre und einer bluesigen, dreckigen, fetten E-Gitarre begleitet wird (welch eine Ausstrahlung geht von dieser Performance aus) oder der raue, voller Energie, Power und "Roots-Dreck" steckende, würzige, prächtig groovende Midwester-Rocker "If I die sudden" (sogar ein gewisses Southern-Flair ist hier nicht zu leugnen), mit seinem feurigen Gitarrensolo und der dynamischen Fiddle-Einlage (Mellencamp's Band nutzt den ihr zur Verfügung gestellten Freiraum hier glänzend aus). Ein weiteres Plus: Die Aufnahmen sind vollkommen unbehandelt - keine Overdubs, keinerlei Studio-Schliff! Alles vollkommen authentisch und live im wahren Sinne des Wortes - und das bei einem klasse Sound! John Mellencamp und seine Band (Andy York & Mike Wanchic - Gitarren, Troye Kinnett - Keyboards, Miriam Sturm - Violine, John Gunnell - Bass, Dane Clark - Drums, Percussion) mit einer Top-Vorstellung!

Das komplette Tracklisting, inklusive Aufnahmeort und -datum:

1. If I Die Sudden (5.42) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
2. Troubled Land (4.07) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
3. Don't Need This Body (5.20)- Mann Music Center/Philadelphia, July 8, 2008
4. Longest Days (3.32) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008
5. Young Without Lovers (2.27) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
6. A Ride Back Home (3.33) - Air Canada Centre/Toronto, February 6, 2008
7. Jena (4.13) - Centrum/Red Deer, AB, February 14, 2008
8. My Sweet Love (4.05) - Greek Theatre/Los Angeles, July 31, 2008

Art-Nr.: 6443
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Mellencamp, John - life, death, love and freedom [2008]
Rund 1 1/2 Jahre nach dem überragenden "Freedom's road" entführt John Mellencamp seine Zuhörer mit einem textlich sehr ambitionierten Werk in sein innerstes Gefühlsleben. "Life, death, love and freedom" heißt das großartige neue Werk, dessen Albumtitel eigentlich schon die Grund-Ausrichtung der 14 neuen Songs thematisiert. Mit der ganzen Erfahrung seines bisherigen Lebens reflektiert ein nachdenklicher Mellencamp seine Vergangenheit und wagt einen Ausblick in die Zukunft, wobei er auch nicht die Auseinandersetzung mit dem Tod scheut. Immerhin hat der nunmehr 56-jährige Singer-Songwriter bereits eine schwere Herzattacke überlebt. Entsprechend zurückhaltend sind diesmal die Arrangements ausgefallen. Mellencamp mimt hier nicht den straighten Rocker , sondern begeistert mit einer prächtig umgesetzten Americana-/Modern Folk-Ausrichtung. Parallelen zu Dylan oder Springsteen sind durchaus legitim. Die Songs sind wunderbar trocken in Szene gesetzt und das Ganze ist erstklassig produziert von dem großen T Bone Burnett, der auf dem Album auch einen zentralen Part als Musiker einnimmt (Gitarren, Bass, Melodica). Die übrigen Musiker sind u.a.: Andy York (Gitarre), Dennis Crouch (Bass), Dana Clark (Drums), Troy Kinnett (Keyboards) und Karen Fairchild (eine der beiden Sängerinnen von Little Big Town, die bei der vergangenen U.S.-Tour von Mellencamp den Support-Act machten) als Background- und Duett-Sängerin. Sehr atmosphärisch! Erneut eine exzellente Vorstellung des Mannes aus Bloomington/Indiana!

Art-Nr.: 5824
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Mellencamp, John - trouble no more [2003]
John Mellencamp ist weiterhin in Top-Form! "12 authentic American songs", heißt es auf dem Sticker seines neuen Albums "Trouble no more"! Und genau das ist es! Mellencamp läßt seiner Kreativität und seinen Neigungen freien Lauf ,und präsentiert seinen Fans ein großartiges, rauhes Roots-Album, vollgepackt mit, zumeist aus den 60igern stammenden, erdigen und dreckigen Coverversionen von Leuten wie Howlin Wolf, über Skeeter Davis bis hin zu Lucinda Williams. Auch ein paar Public Domain-Traditionals verpaßt er seinen Anstrich! Und was soll man sagen: Hut ab, das Resultat ist allererste Klasse! Mellencamp's Gesang war nie besser. Alle Stücke sind mit seiner Band (Andy York, Mike Wanchic, Dane Clark, Toby Myers, Miriam Sturm...) live im Studio eingespielt. Das Ergebnis sind Aufnahmen ala "Rough harvest", nur ist der Sound noch rauher, noch rootsiger, noch erdiger und um Längen besser. Voller Emotionen und mit großer Intensität trägt Mellencamp die Stücke vor. Dabei harmoniert er prächtig mit der Band. Es entsteht eine geradezu erdrückende atmosphärische Dichte, die gleichzeitig eine regelrecht knisternde Spannung auslöst. Alles klingt sehr direkt! Die Produktion trifft ohne Firlefanz genau auf den Punkt! Das volle Roots-Programm wird geliefert: Blues, Folk, Country... - alles herrlich roh! Los geht's mit dem Robert Johnson-Cover "Stones in my paaway", einem derben, dreckigen, schwülen Delta-Blues, geprägt von brodelnder und swampiger Slide E-Gitarre und herrlichem, auf den Punkt gebrachtem, direktem Drumming. Ähnlich gelagert spielt er den 6-minütigen Acoustic Southern-Blues "Death letter", ein Son House-Stück, mit toller Acoustic Slide, ehe er sich für Woody Guthrie's "Johnny Hart" gekonnt in lockere, gut abgehende, rootsige Folkrock-Gefilde begibt. Dabei herrscht ein wunderbar intimes, rohes Feeling. Wir hören tolle Acoustic Gitarren, starke Fiddle und großartiges Drumming! Bei dem Dicky Doo & the Don'ts-Klassiker "Teardrops will fall", den man ja auch sowohl von Wilson Pickett, als auch von Ry Cooder kennt, spielen sich die Jungs dann in allerbester "Lonesome jubilee"-, "Scarecrow"-, "Small town"-Manier richtig in Fahrt. Rootsrock pur - zwar sehr melodisch, aber schön satt, trocken und roh! Schwung und Drive bestimmen auch das Traditional "Diamond Joe" mit seiner starken Fiddle und der gut dazu passenden Mandoline - wieder ein staubtrockener Rootsrocker mit einer prima Melodie. Dreckig, rauh und derb kommt die Willie Dixon-Nummer "Down in the bottom", tolles Akkordeon, im Zusammenspiel mit Fiddle und Mandoline, begleiten das Cajun-infizierte Lucinda Williams-Cover "Lafayette", und nostalgisch wird's in dem 50iger Skeeter Davis Country-Pop-Heuler "The end of the world". Das Finale des Albums bildet der Titel "To Washington", ein Traditional, dem Mellencamp einen neuen Text verpaßt hat, in dem er Präsident Bush für dessen Kriegskurs schwer anklagt. Starkes Album! Rauh, roh, rootsig, kraftvoll, authentisch, ehrlich!

Art-Nr.: 1941
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Das komplette Tracklisting:

1. Stray Paper - 3:55
2. Wait It Out - 3:40
3. Good Hearted Man 3:39
4. Ain't Looking Closely - 4:24
5. Still Pretending - 3:43
6. Write My Ticket - 3:43
7. Your Love Made A U Turn - 2:33
8. Plainest Thing - 3:31
9. Late Night Pilgrim - 4:25
10. I Am Your Tambourine - 3:44
11. Laid A Highway - 3:53
12. Shadow In The Way - 4:46

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Miller, Buddy - cayamo sessions at sea [2016]
Wow! Wieder mal ein kleines Meisterwerk von Buddy Miller, zusammen mit jeder Menge hochkarätiger Freunde während der "Cayamo Session" auf See. Brillant!

Aus der Original-Produktbeschreibung:

In 2012, Cayamo veteran Buddy Miller brought along some recording gear and set up a studio in the ship's library where he and his Sirius XM co-host Jim Lauderdale recorded episodes for their Buddy & Jim Radio Show. Buddy thought the radio show recordings sounded really good so, in 2014, he brought more gear, an engineer and some great musicians. They took over the Bliss Lounge where Buddy set up a temporary recording studio between the lanes of the bowling alley. For two days and nights, guest artists came to record and fans came to watch. It was so much fun, they did it all again in 2015. The audio presented on this release comes from those sessions. It is with great pleasure that New West Records presents Buddy Miller & Friends, Cayamo Sessions At Sea.

Das komplette Tracklisting:

1. After the Fire Is Gone (with Lee Ann Womack)
2. Love's Gonna Live Here (with Kacey Musgraves)
3. Sunday Morning Coming Down (with Kris Kristofferson)
4. Just Someone I Used to Know (with Nikki Lane)
5. Hickory Wind (with Lucinda Williams)
6. Wedding Bells (with Richard Thompson)
7. If Teardrops Were Pennies (with Elizabeth Cook)
8. Wild Horses (with Shawn Colvin)
9. Come Early Mornin (with Jill Andrews)
10. Take the Hand of Jesus (with Doug Seegers)
11. Angel from Montgomery (with Brandi Carlile and The Lone Bellow)

Art-Nr.: 9084
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Miller, Buddy - midnight and lonesome [2002]
Buddy Miller ist eine der zentralen Figuren der Roots-Szene und des Alternate Country - und welche Beseutung er für das Genre hat, untermauert er einmal mehr mit dem meisterhaften "Midnight and lonesome". Ungeschliffener, roher, zeitgenössischer Countryrock/Americana voller Ideen und exorbitanter Musikalität! Einfach wunderbar! Buddy und seine Frau Julie zählen längst zu den begehrtesten Songschreibern des modernen Nashville, so ist zum Beispiel Country-Megastar Lee Ann Womack eine begeisterte Anhängerin von Julie's Songs, die sie immer wieder für ihre Alben verwendet. Doch in der eigenen Interpretation ihrer Songs finden Buddy und Julie ihre größte musikalische Erfüllung - der Zuhörer im übrigen auch! Auch auf Buddy's neuem Werk spielt Julie selbstverständlich wieder eine entscheidende Rolle, taucht sie doch oftmals als Gesangspartnerin auf, und hat 6 der 11 Songs komponiert, bzw. mitkomponiert. Das Album startet mit einer großartigen, staubigen, rockigen Version des Everly Brothers-Klassikers "The price of love", dem Buddy eine herrliche Rootsrock-Note einhaucht. Bestechende Gitarrenlicks! Über den klasse "Ramblin'"-Country-Heuler "Wild card", mit gediegenem Honky Tonk-Feeling und etwas Blues-Flair äußerst rootsig in Szene gesetzt (herrliche Fiddle und Gitarre), geht's zu einem absoluten Killer-Track! "I can't get over you" ist wieder einmal so eine Traum-Ballade aus Julie's Feder, bei dem einem die absolute Gänsehaut überkommt. Eine unwiderstehliche Melodie! Country-Diva Lee ann Womack unterstützt Buddy's großartigen Gesang mit wunderbarer Zweitstimme. Rootsig, und doch von grandioser Schönheit und Reinheit. Ein traumhaftes Steelguitar-Solo von Larry Campbell, gefolgt von Buddy's toller Lead-Gitarre im Mittelteil geben dem Song noch das "Tüpfelchen auf dem i", und machen ihn zu einem dieser Stücke, dessen Einzigartigkeit allein schon den Kauf eines Albums lohnt. Doch es geht auf höchstem Niveau weiter: Mit dem dezent swampig angehauchten Countryrocker "Midnight and lonesome", dem lustigen, modernen "When it comes to you", dem bärenstarken mit Bill Mallonee (Vigilantes Of Love) geschriebenen, lässigen Road-Rootsrocker "Water when the well is dry" mit einer wunderbaren Melodie, runtergehend wie Öl, inklusive tollem Mundharmonika-/E-Gitarren-Wechselspiel, der abgehenden Cajun Country-Rock'n Roll-Nummer "Little bitty kiss", dem wunderbaren Jesse Winchester-Cover "A showman's life" (Background-Gesang Emmylou Harris), dem Buddy seinen ganz eigenen Stempel aufdrückt und und und...! Das Finale des Albums bildet der von Julie kurz vor Einspielung des Album geschriebene Song "Quecreek" über die an ein Wunder grenzende Rettung von 9 verschütteten Minenarbeitern, den die beiden wunderbar inspiriert vortragen. Einzigartig! Erneut ein absolutes Genre-Meisterwerk!

Art-Nr.: 1702
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Miller, Buddy & Julie - written in chalk [2009]
Ein gemeinsames Album der Millers! Großartig! Amaricana-Held Buddy Miller und seine Gattin begeistern mit einem meisterhaften, ungemein vielseitigen, staubtrockenen Werk höchster und feinster Americana-Kultur zwischen Folk, Blues, Jazz, Gospel und Alternate Country. Zumeist sehr sparsam instrumentiert und eingespielt mit ein paar der genialen Weggefährten der Millers (Stuart Duncan, Brady Blade, Gurf Morlix, Byron House, Larry Campbell, Russ Pahl, Patty Griffin, Emmylou Harris...) erweist sich Buddy vor allem als grandioser Musiker (Gitarrist) und Sänger, während Julie durch faszinierendes Songwriting glänzt (auch sie übernimmt bei einigen Tracks den Lead-Gesang). Buddy war ja zuletzt fast ausschließlich mit der Band von Alison Krauss und Robert Plant auf deren "Raising sand"-Tour unterwegs. So überrascht es keineswegs, dass auf dem Album mit der Coverversion des großartigen Swamp Country-Blues "What you gonna do Leroy" von Mel Tillis auch ein exzellentes Duett zwischen Miller und Plant enthalten ist, bei dem der ehemalige Led Zeppelin-Frontmann mit einer tollen Performance überzeugt. "Written in chalk" wird dem hohen Anspruch, den die Millers an sich selbst, als auch dem, den die Fans an sie stellen, voll und ganz gerecht. Pure, unverfälschte Roots-/Americana-Musik der Extraklasse! Außergewöhnlich! Authentisch! Handwerklich brillant!

Die komplette Tracklist:

1 Ellis County - 3:51   
2 Gasoline and Matches - 3:14   
3 Don't Say Goodbye (with Patty Griffin) - 5:10   
4 What You Gonna Do Leroy (with Robert Plant) - 3:45   
5 Long Time - 4:13   
6 One Part, Two Part (with regina & Ann McCrary) - 3:43   
7 Chalk (with Patty Griffin) - 3:40   
8 Everytime We Say Goodbye - 4:34   
9 Hush, Sorrow (with Regina McCrary) - 4:02   
10 Memphis Jane - 6:16   
11 June - 4:15   
12 The Selfishness in Man (with Emmylou Harris) - 4:20

Art-Nr.: 6273
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ellis County
Don't say goodbye
What you gonna do Leroy
Chalk
Everytime we say goodbye
The selfishness in man

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Miller, Scott & The Commonwealth - reconstruction ~ live [2007]
Die "Bärchen Records-Crew" hatte im April 2006 im Rahmen des mittlerweile außerordentlich renommierten Americana/Roots-Festivals "Blue Highways" im niederländischen Utrecht das für Europa seltene, dafür aber um so genußvollere Vergnügen, Scott Miller and The Commonwealth einmal live erleben zu dürfen.
Dort mußten der Ex-Frontmann der legendären Rootsrock-Formation "The V-Roys" und seine Truppe als "Opening-Act" ran und brachten uns und das Publikum mit einem dynamischen und musikalisch über jeden Zweifel erhabenen, prächtigen Set sofort auf die richtige "Betriebstemperatur". Großartig, dass deren tolle Live-Mucke nun auch auf einem entsprechenden Live-Album der aktuellen "Citation"-Tour festgehalten wurde! Mitgeschnitten an drei Tagen (7. - 9. Dezember 2006) im Down Home in Johnson City/Tennessee, ist das Werk mit 19 Tracks/gut 67 Minuten Spielzeit (plus einem kurzen Spaß-Intro) randvoll gepackt und liefert einen prima Querschnitt der bisherigen drei Studioalben "Thus Always To Tyrants" von 2001 ("I Made A Mess Of This Town", "Dear Sarah" "Goddamn The Sun", "Is There Any Room To Cross"), "Upside Downside" von 2003 ("Amtrak Cresent", "Angels Dwell", "It Didn’t Take Too Long", "For Jack Tymon") und dem bereits erwähnten "Citation" von 2006: Letztgenanntes ist natürlich auf diesem Silberling schwerpunktmäßig vertreten mit tollen Live-Fassungen von "Jody", "Eight Miles Per Gallon", "Only Everthing", "Freedom’s A Stranger", "Still People Are Moving", "On A Roll" und "Wild Things"! Mit "Spike"1 (Tom Petty) und "Hawks And Doves" (Neil Young ) gibt es dazu zwei klasse Coverversionen, wobei der Young-Klassiker auch bereits auf "Citation" vertreten war, hier jetzt allerdings noch etwas rauer und authentischer. Man meint fast, Miller hätte sich für den Song Crazy Horse als Backing-Band ausgeliehen. Überhaupt bieten die Jungs eine herrlich raue, erdige, trockene, rootsige und unbeschwerte Performance voller Spielfreude und Energie in einer spürbar unbeschwerten, recht intimen Club-Atmosphäre. Staubiger Rootsrock, großartiger Alternate Country-Twang und knackiger Americana-Rock - kurzweilig, abwechslungsreich, kompetent! Miller's Truppe Commonwealth, bestehend aus Shawn McWilliams (Drums), Eric Fritsch (Keyboards, Guitar) und Jeremy Pennebaker (Bass), wie auch der Bandchef persönlich, zeigen sich in blendender Verfassung. Scott, auch gesangstechnisch sehr überzeugend, mit seinem vorzüglichen E-Gitarren-Spiel und die beeindruckende Rhythmusfraktion in seinem Rücken wirken, vor allem auch bei den vielen Tempovariationen innerhalb der Songs, überaus eingespielt. Trotz Miller's unbestrittenem, eigenständigem Stil schimmern immer wieder vermeintliche Einflußquellen durch, die von Neil Young, Chris Knight, Ryan Adams, John Mellencamp, Bruce Springsteen und Steve Earle bis hin zu Dan Baird oder den Bottle Rockets reichen. Besonders erwähnenswert in einem sich auf durchgehend hohem Niveau bewegenden Programm sind beispielsweise flotte und satt rockende Sachen wie "It Didn’t Take Too Long", ein fulminanter Roadhouse Rocker in bester Chuck Beryry-/Dan Baird-Manier und das Slide-wütige "Eight Miles Per Gallon", aber auch countryorientiertere, entspanntere Songs wie das lockere, staubige "Angels Dwell" (schöne Akustikgitarrenarbeit), "Arianne" (klasse Harmonies, einfühlsames E-Gitarren-Solo), das semi-akustische "On A Roll" (schön trocken, wieder tolles E-Gitarren-Solo) und das rhythmische, knackige, rootsige "For Jack Tymon" mit seinen tollen E-Breaks. Und wenn dann mit "Drunk All Around This Town" und "Is There Room On The Cross?" die Menge zum feuchtfröhlichem Mitgrölen animiert wird, und dies auch mit Freude und tosendem Beifall tut, dürfte auch dem Letzten klar werden, dass die Leute in Johnson City mit Scott Miller & The Commonwealth eine prächtige, drei Tage währende Roots-/Alternate Country-/Americana-Fete feierten. Feiern wir mit! Einfach klasse, diese Burschen! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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I made a mess of this town
It didn't take too long
Only everything
Wild things
For Jack Tymon

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Miller, Scott & The Commonwealth - thus always to tyrants [2001]
"Scott Miller, hab' ich irgendwo schon mal gehört", wird mancher denken. Ja, genau! Miller war der charismatische Frontmann der kultigen Rootsrock-Formation "V-Roys", die unter den Fans des Genres immer noch einen mächtigen Status genießen. Die "V-Roys" sind Geschichte, doch Miller, einer der wohl besten jungen US-Songschreiber der Americana-Gegenwart, ist in absoluter Bestform und liefert mit seinem Studio-Solo-Debut für das Label "Sugar Hill" gleich eine echte "Granate" ab. Das rockt richtig ordentlich! Gitarrenorientierter Roots-/Twang-Rock vom Feinsten, irgendwo zwischen Steve Earle, natürlich den V-Roys, und John Mellencamp. Einen zusätzlichen Kick bekommen die Songs durch die fantastische Arbeit von Gitarrist David Grissom (ex-Joe Ely, ex-John Mellencamp), der mit seinen bekannten dreckigen und satten Riffs, sowie deftigen Soli mehr als überzeugt. Miller's intensiver Gesang, mal gediegen, auch mal schreiend, doch immer "staubig" und voller Gefühl, ist eh über jeden Zweifel erhaben. Erinnert manchmal entfernt sogar ein wenig an Dan Baird. Die 12 Songs haben überwiegend mächtig Drive, lediglich in der Mitte gibt es ein Break durch ein astreines Bluegrass-Stück ("Dear Sarah") und einen genialen, mystisch-schottischen, an einen Squaredance erinnernden Folksong ("Highland century boy"). Das Finale der CD bildet eine gospel-angehauchte Piano-Ballade. Ansonsten rockt es! Aus den astreinen Songs seinen noch der mit abgefahrenem, satten Gitarrenspiel durch Grissom durchtränkte countryinfizierte Rocker "I made a mess of this town", das an beste V-Roys-Tage erinnernde, zwischen akustisch und elektrisch pendelnde, riffgeladene "I won't go with you", "Daddy raised a boy" in bester Buddy Miller-Manier, "Absolution" - man meint die Stones kommen mit richtig Gas, und der, etwas an die Kentucky Headhunters erinnernde, Rootsrock-Party-Kracher "Goddamn the sun" erwähnt. Produziert ist das Werk von R.S.Field (Shaver, Webb Wilder, usw.)! Von dem Mann ist noch einiges zu erwarten. Echter Americana-/Rootsrock für Genießer!

Art-Nr.: 1258
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Miller, Scott & The Commonwealth - upside downside [2003]
Klasse Album, das zweite mit seiner neuen Band Commonwealth, des aus Shenandoah Valley/Virginia stammenden ex-Frontmannes und Kopfes der damals in Genre-Kreisen, auch durch ihre Verbindung zu Steve Earle, sehr respektierten Rootsrock-Band "V-Roys". Scott Miller ist ein excellenter Songwriter, was er mit "Upside downside" einmal mehr bestätigt. Die neue Platte klingt wesentlich roher und ungeschliffener als der Vorgänger, was seiner staubigen Roots-Musik sehr zugute kommt. Das Album ist ungeheuer variabel. Miller besticht durch seine weitreichende   Mannigfaltigkeit, mit der er, wie selbstverständlich, einen großen Bogen über das gesamte Rootsrock-/Americana-/Alternate Country-Terrain spannt. Das geht von brodelnden, druckvollen Heartland Roots- Rock'N Roll-Krachern, über wunderbar entspannten Alternate Country-Nummern bis hin zu gefühlvollen Singer/Songwriter-Titeln mit einer Menge Texas-Flair. Ein paar Beispiele: Der Opener "It didn't take too long" ist ein fulminanter Roadhouse-Rock-Kracher mit Chuck Berry-like Riffs, irgendwo an der Schnittstelle zwischen Rockpile und NRBQ mit satter E-Gitarre und quirliger Orgel (da wird auch die Georgia Satellites-/Dan Baird-Fraktion ihren Spaß haben). Auch der Nachfolger, das fetzige, rotzige "Raised by the graves", mit seinen dreckigen E-Gitarren, geht ab, wie geschmiert, ehe er mit dem großartigen "The way" erstmals etwas leiser wird. Eine dezent, aber mit voller Band, bestehend aus Drums, schöner Acoustic Gitarre, Harp und einer im Hintergrund agierenden Hammond, instrumentierte, staubige Singer/Songwriter-/Americana-Nummer, scheinbar angesiedelt Kreuzungsbereich eines Ryan Adams und Chris Knight. Den Harmoniegesang bestreitet Patty Griffin! Dann haben wir da noch solch interessante Titel, wie den schnellen, kanckigen Power-Roots-Pop-Rocker "Second chnace", mit satter E-Gitarre, die herrlich flockige, melodische, relaxte Country-Nummer "Amtrak crescent" mit Tim O'Brien an der Mandoline, den großartigen Bluegrass-Titel "Ciderville Saturday night", wieder mit Tim O'Brien, den schwer dampfenden Heavy Heartland-Rocker "Pull your load", der mit seinem bluesigen, southern-angehauchten Ambiente fast klingt, als sei George Thorogood bei den Georgia Satellites eingestiegen (wilde Slide inklusive), das groovige, lustige Instrumental "Chill, relax, now", oder die beiden wunderbaren, semi-akustischen, stripped down Roots-/Americana-Rock-Balladen "I've got a plan" und "Angels dwell", letzterer erneut mit Patty Griffin. Scott Miller genießt in Roots- und Americana-Kreisen bereits eine hohe Anerkennung. Diesen Ruf wird er mit "Upside downside" weiter festigen - gar keine Frage. Ein prächtiges Werk voller Kraft, Inspiration, Gefühl, Dreck und Spaß zugleich, das die Anhänger der Hiatt- / Chris Knight-/ Jack Ingram-/ Mellencamp-/ Ryan Adams-/ Earle-Liga begeistern sollte. Wir gratulieren, Jungs!

Art-Nr.: 1978
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
It didn't take too long
Second chance
Amtrak crescent
Angels dwell

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Montgomery Gentry - rebels on the run [2011]
"Montgomery Gentry is back and kickin‘ ass". Mit seinem siebten Studioalbum kehrt das ursprünglich aus Kentucky stammende Duo, bestehend aus Eddie Montgomery (übrigens der Bruder von John Michael Montgomery) und Troy Gentry, zu seinen alten Anfangsstärken zurück. Es hat sich einiges (nicht nur Positives) bei Montgomery Gentry seit ihrem letzten Werk getan. Neben der Aufnahme in die Grand Ole Opry (auf die sie ganz besonders stolz sind - "Something that people can’t take away from you", so Troy dazu) gab es mit ihrer etatmäßigen, langjährigen Plattenfirma Columbia Rercords Differenzen über den weiteren musikalischen Werdegang, was letztendlich zum Split und Wechsel zum Average Joe-Label führte. Auch Eddie Montgomery erlebte ein Wechselbad der Gefühle. 2010 wurde bei ihm Prostata-Krebs diagnostiziert, der allerdings mittlerweile als erfolgreich geheilt gilt. Noch dicker kam es dann mit dem Ende seiner Ehe. Gesangs-Partner Troy Gentry war jedoch in den schweren Stunden immer zugegen und schweißte damit das Gemeinschaftsgefühl der beiden noch enger zusammen. Und so stehen auch viele Songs ihrer neuen CD "Rebels On The Run" im thematischen Zusammenhang mit dem Erlebten. Produziert hat diesmal Michael Knox, der ja bekannter Weise Jason Aldean in Superstar-Gefilde emporgebracht hat. Der Auftaktsong "Damn Right I Am" versprüht dann sofort das von vielen so geliebte, typische Montgomery Gentry Southern-Flair. Eddie erledigt mit seiner warmen Baritonstimme den Strophengesang, während Troy dann beim kräftigen Refrain das Ruder übernimmt. Der patriotische, uramerikanische Werte hervorhebende Text passt wie das E-Gitarren-Solo mit seinem kurzenTwin-Teil, das die Brücke vom New Country zum Southern Rock schlägt, zu ihrer ureigenenk zu performen. Wo Montgomery Gentry drauf steht, ist halt auch Montgomery Gentry drin. "We cut our teeth in the honkytonks and no matter what you try to do, we have to be us or it just doesn’t sound right", so die beiden dazu, und man nimmt es ihnen auch ohne den geringsten Zweifel ab. Apropos Honky Tonk. "Ain’t No Law Against That" (tolles Gitarren- und Banjospiel, Steel und Honky Tonk-Piano), ein Stück über das Leben im "Hier und Jetzt", ist so ein kleiner, dreckiger Song, der in jeder Kaschemme den Launepegel in die Höhe schießen lässt. Nach diesem deftigen Auftakt gewähren die beiden mit "Damn Baby" (schönes Slide-Solo) und "Empty" (herrlich "weinende" Steelguitar) zunächst eine melodische, balladeske Entspannungsphase. Mit der ersten Single "Where I Came From" zieht das Tempo und die Power dann wieder an. Ein typischer "Simple Man-Song", schön verschachtelt mit Tempo-, Stimmungs- und Gesangswechseln, sehr emotional dargeboten, der gerade jetzt, wo immer mehr einfache Amerikaner das Auseinanderdriften der Gesellschaft auch öffentlich anprangern, genau den Zahn der Zeit trifft. Sehr hitverdächtig! In die gleiche Kerbe schlägt auch "Like Those People". Hier wurden dazu noch die alten Haudegen Charlie Daniels und Alabama-Sänger Randy Owen gesangstechnisch mit eingebunden, die sich natürlich in unnachahmlicher Manier mit den beiden Hauptprotagonisten das Mikro von Hand zu Hand reichen. Macht richtig Spaß dieser Track. Ihre Liebe zum Southern Rock haben beide ja noch nie verhehlt. Der Titeltrack "Rebels On The Run" bewegt sich, wie der Titel schon andeutet, klar im Fahrwasser Lynyrd Skynyrd/38 Special/Van Zant. Ein weiteres Highlight. Das komplett von Troy Gentry vorgetragene "Simple Things" überrascht mit einem AC/DC-Mini-E-Gitarren-Führungsriff und ist im gesamten Verlauf von kräftiger New Country-Natur. Auch die hochemotionale, von Fiddle, Steel, E-Gitarre und Orgel wunderbar umgarnte Ballade "Missing You" wurde von Troy übernommen (hier hat der gute Eddie vermutlich im Rahmen der Ereignisse um seine gescheiterte Ehe bewusst gepasst). Es fällt überhaupt auf, dass die Vocals diesmal ziemlich "gerecht" auf beide Partner verteilt sind. Gleichzeitig war dies der letzte Durchatmer vor einem furiosen Ende. Mit "So Called Life" und "Work Hard, Play Harder" gibt es zum Ausklang zwei deftig stampfende Redneck-trächtige New Country-Kracher, die im Stile von Chris Cagles "Country By The Grace Of God" oder Big & Rich's "Save A Horse Ride A Cowboy" in sattem E-Gitarren-/Banjo-Ambiente voller Wucht dargeboten werden. Fett! Es ist, wie immer, eine regelrechte Freude den involvierten, hochkarätigen Gitarristen wie Adam Shoenveld, Rob McNelley und Ilya Toshinsky bei ihrem exzellenten Zusammenspiel zuzuhören. Mit "Rebels On The Run" haben Montgomery Gentry wieder etwas mehr zu Ihren Ursprüngen zurückgefunden und trotzdem den Blick nach vorne gerichtet. Aber ein schlechtes Album haben sie ja eigentlich noch nie abgeliefert. Sie bleiben auch nach dem Labelwechsel weiterhin eine verlässliche Konstante in der Southern Rock-infizierten New Country-Sparte! Hut ab! Äußerst starker Stoff! (Daniel Daus)

1. Damn Right I Am
2. Ain't No Law Against That
3. Damn Baby
4. Empty
5. Where I Come From
6. I Like Those People
7. Rebels On The Run
8. Simple Things
9. Missing You
10. So Called Life
11. Work Hard, Play Harder

Art-Nr.: 7593
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Damn right I am
Ain't no law against that
Where I come from
I like those people
Rebels on the run
Work hard, play harder

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Morgan, Lorrie - video hits ~ dvd [2004]
Eine feine Sache! Auch BMG veröffentlicht nun eine eigene DVD-Serie mit Video-Clips von Country-Künstlern, die bei ihnen unter Vertrag stehen oder standen. Enthalten sind jeweils 10 Clips!
Die Künstlerin, der die vorliegende DVD gewidmet ist, ist Lorrie Morgan. Gerade hat sie mit ihrem neuen Album "Show me how" eine wirklich erstklassige Arbeit abgeliefert, da kommt es den vielen Lorrie Morgan-Fans gerade recht, auf einer DVD noch einmal 10 Videos ihrer früheren Tage bewundern zu können. Folgende Hits sind enthalten: "Out of your shoes", "We both walk", "A picture of me (without you)", "Something in red", "Watch me", "Half enough", "If you came back from heaven", "I didn't know my own strength", "Hood as I was to you" und "Go away"! Toll diese "alten" Videos aus den Archiven von Lorrie einmal gebündelt auf einer DVD anschauen zu können. Wo bekommt man so etwas schon mal zu sehen? Und das Beste: Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 2465
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 12,90

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