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Various Artists - waylon: the music inside ~ vol. 1 [2011]
Vollständiger Titel:
Waylon - The Music Inside: A Collaboration Dedicated to Waylon Jennings - Volume I!

Wieder eines dieser wunderbaren Tributes, bei denen die beteiligten Interpreten in der Lage sind, den Songs des geehrten Künstlers ihre Authentizität zu bewahren und ihnen gleichzeitig ihren eigenen, persönlichen Stempel aufzudrücken. Ein schmaler Grat, auf dem es zu wandeln gilt, doch das meistern die hier angetretenen Musiker bravourös. Das vorliegende Album ist das erste, aus einer Serie von drei aufeinanderfolgenden Veröffentlichungen. Initiiert wurde das Ganze von dem Produzenten Witt Stewart unter Einbeziehung von Waylon's Gattin Jesse Colter und seinem Sohn Shooter Jennings, die hier auch beide musikalisch vertreten sind. Waylon Jennings, der im Jahre 2002 im Alter von nur 64 Jahren verstarb, gilt noch heute als einer der wichtigsten Vertreter und Identifikationsfiguren des Outlaw-Country. Sein Einfluss auf die Countrymusic, vor allem auch auf die der jungen Country-Generation, ist ungebrochen, ja größer denn je. So passt es perfekt, dass sich zu diesem, wir betonen es noch einmal, vortrefflich gelungenen Tribute sowohl gestandene, legendäre Countryhelden, als auch angesagte Vertreter der "jungen Wilden" Nashville's und des Americana ein gepflegtes Stelldichein mit wunderbaren Coverversionen alter Waylon-Nummern geben - alle im übrigen explizit für dieses Album eingespielt und bis dato unveröffentlicht. Bärenstark beispielsweise die mit herrlichen Steel- und E-Gitarren durchzogene Fassung Jamey Johnson's von "This time" oder auch Alabama's Version vom Klassiker "Are you sure Hank done it this way" (endlich wieder einmal eine neue, gemeinsame Aufnahme der unvergessenen Countryband). Kommt schön knackig, in einem feinen Southern-Ambiente mit würzigen E-Gitarren und klasse Steel-, Fiddle- und Dobro-Ergänzungen. Grandios auch "I'm a ramblin' man", vorgetragen vom jungen Randy Houser. Ungemein ausdrucksstark und authentisch macht der Bursche einen famosen, dreckigen Outlaw-/Southern-/Blues-/Countryrocker daraus, vollgepackt mit großartigen Retro-Wurlitzer-Klängen und erdigen Slide-/Lap Steel-Fills. Die aufstrebende Sunny Sweeney, ein neuer, hell leuchtender Stern am traditionellen Countryhimmel, kommt, zusemmen mit Jessi Colter, mit einer tollen Fassung von "Good hearted woman" und Roots-/Americana-Ikone John Hiatt präsentiert eine rockige, packende Version von "Just to satisfy you", eingebunden in prächtige Electric- und Slide-Gitarren. Hier sind im übrigen auch ein paar Original-Gesangsmomente von "good ole Waylon" eingebunden worden. Apropos Waylon selbst: Enthalten ist auch eine komplett neu instrumentierte, moderne, frisch aufgenommene Fassung von "Go down rockin'", zu deren Neueinspielung man aber Waylon's Priginal-Gesang gemischt hat. Klasse! Wie auch das herrliche Duett von Waylon's Seelenverwandtem Kris Kristofferson mit der brillanten Patty Griffin, die das exzellente "Rose in paradise" zum Besten geben. Doch welche Nummer man auch durchleuchtet, sie sind alle fantastisch gelungen. Ohne Ausnahme! Eine große Würdigung eines großen Musikers! Tolles Album, das jetzt schon die Vorfreude auf die beiden nächsten Ausgaben befeuert...

Das komplette Tracklisting:

1. This Time (2.50) - Jamey Johnson
2. Are You Sure Hank Done It This Way (2.56) - Alabama
3. I'm A Ramblin' Man (5.02) - Randy Houser
4. Belle of the Ball (4.33) - Shooter Jennings
5. Good Hearted Woman (3.47) - Sunny Sweeney and Jessi Colter
6. Don't You Think This Outlaw Bit's Done Got Out Of Hand (3.33) - James Otto
7. Just To Satisfy You (3.11) - John Hiatt w Waylon Jennings
8. Rose In Paradise (4.25) - Kris Kristofferson and Patty Griffin
9. You Ask Me To (3.30) - Trace Adkins
10. Go Down Rockin' (3.56) - Waylon Jennings
11. The Wurlitzer Prize (I Don't Want To Get Over You) (3.50) - Chanel Campbell

Art-Nr.: 7315
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Vdelli - ain't bringing me down [2009]
"For those about to rock"! Mit diesem passenden Slogan aus dem Song-Fundus der australischen Rock-Giganten AC/DC leiten wir zu dem gnadenlos starken Blues-/Rock-/Boogie-Trio Vdelli über, denn die kommen ebenfalls aus "down under", genauer gesagt aus Perth in West Australien. Und wie die kommen: Mit einer höllischen Power, drückender Wucht, ausgelassener Spielfreude, Substanz und Kompetenz, die einen geradezu "aus den Latschen haut"! Ihr neues Studioalbum "Ain't bringing me down", im übrigen produziert von dem allseits geschätzten Kevin Shirley (u.a. Aerosmith, Journey, The Black Crowes und zuletzt auch Joe Bonamassa), ist ein Hochgenuß in Sachen straightem, gewaltig auf die Tube drückendem Gitarren Blues- und Boogie-Rock, wie man ihn in dieser Klasse und Kompromißlosigkeit wahrlich nicht alle Tage serviert bekommt. Hier sind fantastische Musiker am Werk! Frontmann und Namensgeber der Truppe ist der famose Gitarrist Michael Vdelli, der in seiner Spielkunst wirklich mit jedem Großen der Szene mehr als mithalten kann, gleichzeitig aber auch ein nicht minder starker, mit einer tollen, rauen, kraftvollen, "road-tested" Stimme gesegneter, sehr ausstrahlungsstarker Sänger ist. Die exzellente Rhythmussektion bilden Bassist Troy Gennoe und Drummer Ric Whittle, der auch einst in der Touring Band von Walter Trout die Schlaggeräte bediente. "Ain't bringing me down", das auch den ein oder anderen, allerdings vollkommen neu eingespielten Song aus früheren Werken von Vdelli enthält (die alten Alben sind zwischenzeitlich längst vergriffen) strotzt nur so vor Power, ist laut, hart, voller Druck und Schwüle. Immer wieder gesellen sich zu der tollen Blues- und Roots-Basis auch mal ein paar funkige Elemente und eine dezente Portion Soul, was schließlich in wunderbaren, kochenden, unwiderstehlichen Grooves mündet. Die Riffs und Soli von Vdelli sind heiß, glühend heiß! Sie lassen die Erde beben, doch sie ufern niemals in endlosen Längen aus. Vielmehr dienen sie als logische Zutat eines kompakten Ganzen, allerdings als eine mit mächtiger Vehemenz. Das Werk ist somit ein richtiges Band-Album geworden, mit einem Michael Vdelli, der zwar eine gesisse Dominanz inne hat, diese aber immer in den Dienst des gesamten Projektes stellt. Die Truppe versteht sich blind! Unter den 12 Tracks findet sich nicht der Hauch einer Schwachstelle. Stellvertretend dafür seien hier solche "Killernummern" wie der schwerblütige, von wuchtigen Funk-Grooves getragene Blues-/Riff-Rocker "Manhole" (wirkt wie eine voller Dynamit steckende Mixtur aus Deep Purple, Grand Funk und Jimi Hendrix, die allerdings sicher auch das Herz so manchen Gov't Mule-Fans höher schlagen lässt), das mit Volldampf rockende, wie eine Mischung aus AC/DC, Mountain, Led Zeppelin und Sammy Hagar aus den Lautsprechern jagende, mit viel Blues-Power gesegnete "Loose endz", das herrlich lässige Boogie-Intrumental "Boogie sea" (toller Drive, klasse Gitarrenläufe), der wunderbar dreckige, raue, mit einer gewaltigen Energie ausgestattete, dennoch prima hängen bleibende Bluesrocker "Going too hard (for too long)" (hitzig glühendes Gitarrensolo) und das funky groovende, scharfe "Could be good" erwähnt. Und noch einer: "Boogie A" ist ein gewaltiger, voller spritziger Dynamik steckender, massiver Boogie, der mit seinen glühenden Slide-Attacken auch die Swamps des Südens der USA zum Überkochen bringen könnte. Apropos Süden: Das kompromisslose, packende "Boogie Bee" rockt, rollt und boogiet wie aus einer explosiven, gemeinsamen Session der frühen Molly Hatchet und ZZ Top! Irre stark! "Ain't bringing me down" ist eine schlichtweg grandiose Power Blues-/Rock'n Boogie-Tour De Force, der man zu keiner Sekunde widerstehen kann. Kommt am besten, wenn der Pegel der Anlage auf einer amtlichen Lautstärke steht!

Das komplette Tracklisting:

01 Manhole (3.36)
02 Something New (4.28)
03 Loose Endz (4.06)
04 Boogie Sea (4.09)
05 Going Too Hard (For Too Long) (3.55)
06 Could Be Good (3.55)
07 Boogie A (3.37)
08 Suck It Up (4.01)
09 Condescending Lies (5.06)
10 Boogie Bee (3.26)
11 Childhood Demons (4.21)
12 Ain’t Bringing Me Down (3.42)

Art-Nr.: 6310
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Manhole
Loose endz
Going too hard (for too long)
Boogie A
Boogie Bee
Ain't bringing me down

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Watson, Aaron - angels & outlaws [2008]
Ein noch recht junger, großartiger Singer-Songwriter aus Abilene (geboren ist er in Amarillo) macht sich auf mit seinem ganz eigenen Stil die Countrywelt zu erobern. Tief verwurzelt in der Tradition großer texanischer Honky Tonker präsentiert Aaron Watson auf seinem neuen Werk "Angels & outlaws" (es ist, inklusive Live-Veröffentlichungen, bereits sein achtes Album) eine Ansammlung von 15 ungemein lebendigen "pure Countrysongs", die voller Spielwitz und Frische eine wunderbare Brücke zwischen urwüchsigem Old School-Country und peppigen New Country-Elementen schlagen, die sowohl alte, mit allen Wassern gewaschene Country-Haudegen, als auch junge, wilde Cowboys mit "Pfeffer im Hintern" gleichermaßen begeistern werden. Watson ist in Texas bereits ein Star! Album für Album (mittlerweile reißen sich die Fans im Lonestar-State um seine Alben), Nacht für Nacht (der Mann ist bekannt für sein ausgedehntes Touring - 200 Gigs im Jahr sind absolut normal), Fan für Fan (seine Anhängerschaft wächst rasend schnell) ist die Popularität dieses sympathischen Burschen gewachsen - und nun scheint der nationale Durchbruch in den USA nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Aufgewachsen ist Aaron Watson mit der Musik, die seine Eltern immer und immer wieder "dudelten". Das waren die Platten von George Jones, Willie Nelson, Merle Haggard, Waylon Jennings und Kollegen, was in ihm schon früh ein gewisses Interesse für diese Art von Musik weckte, doch das endgültige Feuer entfachten zwei Live-Erlebnisse Anfang der Neunziger: Ein Konzert des auch hierzulande sehr beliebten Clay Walker und vor allem die Auftritte des unvergleichlichen Garth Brooks 1993 im Texas Stadium von Irving/Texas. Von da an sollte die Musik sein Leben entscheidend bestimmen! Gut so, denn mit Aaron Watson hat Texas heute einen der talentiertesten, jungen Neo-Traditionalisten am Start, die sich mit Herz und Seele dem reinen Country verschrieben haben und doch schon früh ihre ganz eigene Identität gefunden haben. Watson sorgt mit seiner Musik für mächtig frischen Wind in der Szene. Das hat richtig "Pfiff"! Mit viel Ausstrahlung vereint er in seiner großartigen Stimme den lässigen, coolen Vibe eines Gary Allan mit einem typischen Texas-Slang, was in Verbindung mit den überaus vielseitigen, spielfreudigen und versierten Arrangements seiner musikalischen Mitstreiter (hier sind ein paar große Namen der texanischen Musikerelite am Start, wie z.B. Glenn Fukunaga, Dave Sanger, Lloyd Maines, Jondan McBride, Jason Lerma, Sam Seifert und Asleep At The Wheel's Ray Benson, der das Album auch mit produzierte) in einer immensen Anziehungskraft auf den Zuhörer mündet. Alle Songs sind erste Sahne! Das geht von ausgelassenen Squaredance-Fegern (das fröhliche, angehende "Whiskey on the fire" mit seiner zwirbelnden Fiddle und der quirligen Steelguitar, den klimpernden Klavier-Attacken und quicklebendigen E-Gitarren-Läufen), über staubige, flotte, Waylon-kompatible Outlaw Country-Nummern (das starke "Tulsa" mit seinen tollen, wechselnden Rhythmen, der klasse Melodie, den schönen Steelguitar-Einsätzen und Fiddle-Fills), locker frische, voller Mountain-Flair steckende Countrysongs (großartige, flockige Coverversion von John Mayer's "Heart of life" mit feinen Mandolinen-, Banjo-, Fiddle-, Steel- und Acoustic Gitarren-Klängen), furiose, aufgedrehte honky-tonkin' "Highway-Fetzer" ("Breaker Breaker One Nine" mit schnell und variabel gespielten E-Gitarren, klasse Fiddle und Steel), einsame, wunderschöne, herrlich melodische Cowboy-Balladen (das exzellente "Can't be a cowboy forever" mit seinem unwiderstehlichen, von heulender Steelguitar und prächtiger Baritone Guitar bestimmten "Lonesome-Feeling"), traditionellen Waltzes (das Gospel-angehauchte "Barbed wire halo"), bis hin zum abschließenden, von Aaron und Billy Yates komponierten, ultra-traditionellen, zum "feucht-fröhlichen" Mitgrölen geeigneten Honky Tonk "Lonestar"-Shuffle "That's what I like about a country song", bei dem die gut aufgelegten texanischen Kollegen Jack Ingram, Kevin Fowler, Roger Creager und Ray Bensom ausgelassen mit einstimmen! Die Inspiration zum Titelsong übrigens schöpfte Watson aus der legendären, großen Liebe zwischen Johnny Cash und June Carter.15 prächtige, reine Countrysongs, denen der texanische Staub noch an den Stiefeln klebt. Aaron Watson hat mit "Angels & outlaws" seine Reifeprüfung endgültig bestanden! Klasse! Bezüglich der oben schon einmal erwähnten, einstigen, so beeindruckenden Konzerte von Garth Brooks und seine eigenen, heutigen Shows sagte Watson kürzlich in einem Interview: "Those four nights in Irving were the shows where Garth solidified that he was the man. That was a heck of a show for me to see right off the bat. In fact, the guy who promoted those shows, Glen Smith, is promoting shows for me now." Darauf kann er schon ein wenig stolz sein! Dieser Bursche wird den Countryfreunden noch sehr viel Freude bereiten...

Art-Nr.: 5663
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tulsa
Breaker Breaker One Nine
Can't be a cowboy forever
Rollercoaster ride
Dancin' shoes
Barbed wire halo

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Welch, Gillian - soul journey [2003]
Nach einer Reihe von brillanten Albem fügt Amerika's gefeierte neue Singer-Songwriter Ikone Gillian Welch mit "Soul journey" ein weiteres hinzu! Erneut präsentiert sie 10 wunderbare Songs an der Schnittstelle Neo-Traditional Folk, Americana und Alternate Country, mit denen sie einmal mehr ihre geistige Verbindung zu den musiklischen Philosophien von Leuten wie beispielsweis Nanci Griffith, Tom Russell, Steve Earle, Townes van Zandt oder auch Neil Young demonstriert, dabei aber nie ihre Liebe zu den ursprünglichen Traditionen amerikanischer Musik vergißt. Wieder hat sie das Album, wie auch schon "Time (the revelator)", überwiegend mit ihrem Partner David Rawlings eingespielt, doch diesmal sind, zumindest einige Songs, etwas "kräftiger" ausgefallen, was dort vor allen Dingen an der Einbeziehung eines doch recht deutlichen Drummings liegt. Das bekommt dem Gesamtbild der Platte sehr gut. Wir hören somit eine gesunde Mischung aus Solostücken, Duo-Songs und einigen "Full Band"-Arrangements. Doch insegesamt bewahrt sie natürlich die gewohnte ruhige, warme, zurückhaltende, sehr intime Atmosphäre. Bei den mit Schlagzeug "aufgemotzten" Tracks ist die musikalische Nähe zu einem Neil Young in der Art seiner "Harvest"-Tage deutlich erkennbar. Die gesamte Musik des Albums klingt sehr ursprünglich. Produktsionstechnisch wurde auf jeglichen Firlefanz verzichtet. Alles klingt, als sei es live eingespielt worden. Das Album beginnt mit dem großartigen, langsamen Americana-Song "Look at Miss Ohio", bei dem zunächst Gillian's Gesang lediglich von einer dezenten Acoustic-Gitarre und einem Dobro (spielt Greg Leisz) begleitet wird., Nach knapp 2 Minuten setzt dann, das bereits zitierte, robuste, recht rauhe Schlahzeug ein. Ein toller Song mit einer prima Melodie in einem herrlich rootsrockigen Rahmen. Die erwähnten Parallelen zu "good ole Neil" sind unverkennbar. Es folgen die feine, fragile Solo Singer-Songwriter-Nummer "Make me a pallet on your floor" und die wunderbar melodische, lockere Alternate Country-Nummer "Wayside/back in time", bei der man sich leicht vorstellen kann, daß sie früher oder später von irgendwelchen Nashville-Größen gecovert werden wird. Der Song hat ein schönes, unaufdringliches Arrangement aus Harmonica, Fiddle, Gitarren, Bass (den spielt Son Volt's Jim Boquist), Orgel und Schlagzeug. Sehr traditionell klingt das akustische "I had a real good mother and father, gefolgt von dem rohen "One monkey" (Ryan Adams läßt grüßen) und dem bluegrassigen, folkig angehauchten Countrytitel "No one knows my name". Wieder mit Drums, wie eine Kreuzung aus Dave Alvin und Neil Young, erklingt dann die rootsige Alternate Country-Nummer "Lowlands" aus den Lautsprechern, gefolgt von den zwei entspannenden, ruhigen, folkigen, spartanisch instrumentierten, Americana-Nummern "One little song" und "I made a lovers prayer", und schließlich dem rootsigen Finaltrack "Wrecking ball" (nicht die Neil Young-Nummer), bei der sogar eine E-Gitarre eingesetzt ist, die ein dezentes Grunge/Crazy Horse-Feeling vermittelt. Gillian Welch gehört mit ihren tiefsinnigen Songs inzwischen zu den angesehensten und vielbeachtetsten Songwriterinnen und Interpretinnen der Americana-Szene - und das stellt sie auch mit "Soul journey" einmal mehr unter Beweis!

Art-Nr.: 1953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,40

In folgende Titel können Sie reinhören:
Look at Miss Ohio
Wayside/Back in time
One little song

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Whiskey Myers - early morning shakes [2014]
Neben Blackberry Smoke gelten die Texaner von Whiskey Myers als eine der besten Southern Rock-Bands der Gegenwart. Hier kommen sie mit ihrem dritten Album - und sie liefern erneut nicht mehr und nicht weniger als einen weiteren, absoluten Knüller ab. "Early Morning shakes" wird ihren Status in der Welt des Southern Rocks noch mehr festigen. In all den Songs dieses Album lebt sie weiter, die Tradition solcher Bands wie Lynyrd Skynyrd, The Marshall Tucker Band, The Allman Brothers Band, The Outlaws und all der weiteren Helden der golden Southern Rock-Ära. Gleichzeitig verstehen es Whiskey Myers meisterhaft, gewisse Seventies Classic Rock-Elemente, beispielsweise solcher Größen wie Led Zeppelin, zu integrieren (ein herausragendes Beispiel dafür ist das ungemein kraftvolle "Hard roe to hoe", dessen Riffs stark nach Jimmy Page klingen und alte "Heartbreaker"-Reminiszensen wecken), ebenso wie eine gesunde Portion Red Dirt Southern-Mentalität, wie es etwa auch die Thieving Birds tun. Insgesamt handelt es sich bei dem neuen Werk vielleicht um das bisher härteste der Band. Schleppende, mächtige Rhythmen und massive Gitarrenduelle bestimmen zumeist das Geschehen (grandios, wie sich die beiden Gitarristen Cody Tate und John Jeffers immer wieder duellieren und gegenseitig zu neuen Höhepunkten treiben), teils mit glühender Lap Steel und Slide, sowie wundervollen Twin-Passagen. Zwischendurch liefern sie auch mal eine etwas entspanntere Ballade oder eine lässige, flockige Country-infizierte Nummer ab, aber insgesamt strotzt das Album nur so vor Kraft. Und die prächtigen Melodien bleiben nie auf der Strecke. Ein exzellenter Beleg dafür ist das bravouröse "Wild baby shake me", ein krachender Riff-Rocker, der zum Ende mit einem traumhaft melodischen, typischen Southern Rock Gitarrenfinish aufwartet. Da vereint sich alles, Allmans-, Marshall Tucker-, und Skynyrd-Einflüsse - und doch klingt die Nummer deutlich nach Whiskey Myers. Apropos Lynyrd Skynyrd: Deren Anhänger dürfen sich auf das wunderbare "Colloquy" freuen, ebenfalls mit herrlichen Gitarrenpassagen (fantastische Slide, brennende, melodische Lead-Gitarre) und tollen Piano-Einsätzen, die einem nicht mehr aus dem Sinn gehen wollen. Whiskey Myers gehen ihren Weg konsequent weiter und die Southern Rock-Welt darf sich daran erfreuen. Solch eine Band in der heutigen Zeit ist purer "Balsam auf die Southern-Seele". Bärenstark!

Hier die offiziellen Facts zur Veröffentlichung im Original:

Whiskey Myers makes honest music.

Loud and proud, they sing about what they know with a refreshing directness and clarity. Some call it rebel music, but it s more like everyday soul. Their songs are stories, with relatable characters and situations. Stories of celebration, of mourning, of trials and triumph. Through the quality of these songs, and the band s undeniable power in concert and on record, Whiskey Myers has attracted a devoted army of outspoken fans who pack venues, sing the band s praises online, and continue to make them a growing word-of-mouth sensation.

And now, they stand poised to unleash the thrilling Early Morning Shakes upon the world. Available through the band s own Wiggy Thump imprint, their latest full-length was recorded with
noted producer Dave Cobb (whose credits include Jamey Johnson, Jason Isbell, and both Waylon and Shooter Jennings) and represents the culmination of years of dedication, experimentation, and refinement. Visceral and dynamic, the album s 12 songs encompass an impressive range of perspectives and emotions while finding the band s musicianship honed to a razor s edge. And though Early Morning Shakes is a great step forward creatively, it s an organic one. As guitarist John Jeffers explains, Staying true to ourselves and to our music has gotten us to the point we re at. We really wanted to continue on that same

Das komplette Tracklisting:

1. Early Morning Shakes - 3:17
2. Hard Row to Hoe - 4:26
3. Dogwood - 4:13
4. Shelter from the Rain - 3:36
5. Home - 3:30
6. Headstone - 4:19
7. Where the Sun Don't Shine - 3:28
8. Reckoning - 4:29
9. Wild Baby Shake Me - 5:52
10. Lightning - 5:47
11. Need a Little Time off for Bad Behavior - 3:26
12. Colloquy - 6:12

Art-Nr.: 8452
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Early morning shakes
Hard row to hoe
Shelter from the rain
Home
Headstone
Wild baby shake me
Lightning
Colloquy

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Widespread Panic - dirty side down [2010]
Widespread Panic, eine DER Institutionen des southern-rooted Jamrocks, melden sich mit einem phantastischen, neuen Album zurück. Frisch, spielfreudig und so lebendig wie schon lange nicht mehr, gelingt der Band dieses Mal ein wahrhaft famoser Spagat zwischen exzellenter Songkultur mit hervorragenden, komplexen Melodiestrukturen und grandiosen Instrumentalpassagen voller immer wieder packender Gitarrensoli des famosen Gitarristen Jimmy Herring. Sie haben damit das Live-/Jam-Feeling ins Studio übertragen, gleichzeitig aber so viel Wert auf das Songwriting gelegt, wie in ewigen Zeiten vorher nicht. Die Folge: Das Songmaterial ist einfach wundervoll! Wie gesagt, Herring spielt göttlich, Lead Sänger John Bell's zweite Gitarre gesellt sich in vollendetem Spielverständnis hinzu, JoJo Hermann's herrliches Orgel- und Klaviespiel bringt einen zusätzlichen Kick und die geniale Rhythmusfraktion aus Bass-"Wunderzupfer" Dave Schools, Drummer Todd Nance und dem traumhaft locker agierenden Percussionisten Domingo S. Ortiz macht das Ganze mit ihren unwiderstehlichen Grooves perfekt. Nehmen wir beispielsweise den prachtvollen Opener "Saint Ex", der harmonisch und äusserst melodisch zwischen Pink Floyd'schen Psychedelic-Sequenzen aus akustischen und elektrischen Gitarren (vor allem bei dem "verträumten" Intro und Outro), rauen, satten, riffigen Classic Rock-Strukturen und einem hinreissenden Latin-Groove, ausgelöst durch Ortiz' exzellentes Percussion-Spiel, hin und her balanciert, den anschliessenden, von harten, direkten Riffs angetriebenen, bluesigen Rocker "North", der auf wunderbare Art und Weise eine großartige Verbindung zwischen Bell's exzellentem "Laid-Back"-Gesang und einer überaus straighten, toughen musikalischen Basis herstellt (famoses Gitarrensolo von Jimmy Herring, der sich einerseits die Finger "blutig" spielt, dabei andererseits aber auch eine tolle Melodik bewahrt, dazu starke Hammond-Orgel-Fills von JoJo Hermann), die von der herausragenden Baritone E-Gitarre Jimmy Herring's geprägte, recht entspannte Americana-/Roots-Ballade "This cruel thing" (klasse Gesang, tolle Melodie), den herrlichen, leicht Country-infizierten, lockeren Retro-Roots-/Southern-Rocker ""Clinic cynic", dessen Pedal Steel-Guitar-Einlagen (wunderbar gespielt von John Keane, der das Album darüber hinaus auch wieder fabelhaft produziert und ihm einen traumhaften Sound verpasst hat) geradezu Gänsehaut auslösen, der Piano- und Gitarren-lastige, pure Southern Rocker "Jaded tourist" (wunderbares Zusammenspiel von Hermann und Herring, der wieder ein schön dreckiges, feuriges Solo hinlegt), das saustarke "Shut up and drive", einem groovenden Rock-Shuffle mit tollem Gitarren-Jamming, und, und, und - jeder Song ist ein einziges Highlight. Die in der jüngeren Vergangenheit absolvierten, gemeinsamen Auftritte mit The Allman Brothers Band (u.a. beim Wanee-Festival 2010) scheinen der Truppe, sofern sie das überhaupt nötig hatte, noch einmal richtig gepusht zu haben. Wie dem auch sei, man kann von diesem Album nur in den höchsten Tönen schwärmen. Das ist zweifellos eine der besten Studioleistungen von Widespread Panic überhaupt, auf alle Fälle aber das Beste, was die Band in den letzten 10 Jahren abgeliefert hat. Wow, ist das ein klasse Teil...

Das komplette Tracklisting:

1 Saint Ex - 6:47   
2 North - 5:42   
3 Dirty Side Down - 3:57   
4 This Cruel Thing - 4:30   
5 Visiting Day - 5:27   
6 Clinic Cynic - 4:35   
7 St. Louis - 2:52   
8 Shut Up and Drive - 6:44   
9 True To My Nature - 4:54   
10 When You Coming Home - 5:37   
11 Jaded Tourist - 4:28   
12 Cotton Was King - 5:52

Art-Nr.: 6930
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Saint Ex
North
This cruel thing
Clinic cynic
True to my nature
Jaded tourist
Cotton was king

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Williams, Alex - better than myself [2017]
Klasse Debüt des aus Indiana stammenden Alex Williams. In Zeiten, wo die traditionelle, handgemachte, selbstkreierte Countrymusik, auch bei jüngerer Klientel, wieder so etwas wie eine Renaissance erfährt, sind natürlich auch die großen Major-Labels wachsamen Auges unterwegs und zur Stelle, nicht erst seit dem unglaublichen Erfolg eines Chris Stapletons. Big Machine Records, ein Label, das so ungefähr alle Facetten von Country bis New Country, seien sie zum Teil auch noch so gegensätzlich, unter seinem Hut versammelt hat, hat die Gunst der Stunde genutzt und sich mit Alex Williams einen höchst talentierten, jungen Burschen geangelt, der sich einen Kehricht um die heutigen Notwendigkeiten zu scheren scheint, mit denen Kollegen wie Miss Swift, Thomas Rhett oder Georgia Florida Line in den Charts abräumen. Im Gegeteil! Er hält die Fahne des Country mit Outlaw-Ingredienzien in der Tradition berühmter Vertreter der Marke Waylon ennings, Merle Haggard, Kris Kristofferson, Willie Nelson & Co. stolz in den Wind und harrt der Dinge, die da eventuell auf ihn zukommen könnten. Produziert hat sein ausnahmslos, mit einigen Co-Writern, eigens geschriebenes Werk Julian Raymond (Cheap Trick, Glen Campbell, Jennifer Nettles, Albert Lee, Fleetwood Mac), der ihm mit Leuten wie u.a. Dan Dugmore, Tom Bukovac, JT Corenflos, Mickey Raphael oder Matt Rollings erfahrene Hochkaräter als Musiker an die Seite gestellt hat. Von der ersten Minute des eröffnenden Titelstücks bis zu den letzte Akkorden von "The Last Cross" erhält man durch und durch traditionell instrumentierten Outlaw Country, wobei man angesichts seiner sonoren, Story-tellenden Bariton-Stimme fast verleitet wird, zu glauben, es mit einem alten Haudegen zu tun zu haben. Klare Akustikgitarren, knarzende Bariton-E-Gitarren der beiden o. a. Saitenartisten, Dugmores unverkennbares, omnipräsentes Steelguitar-Spiel, Rolligs' Piano-, und Orgel-Variationen, sowie Raphaels sporadisches Harp-Gepluster sorgen für den passenden, exzellent gespielten Rahmen zu jeder Tempolage der einzelnen Tracks, die meist mit einer kurzen Spielerei beendet werden und gleichzeitig als Übergang zum nächsten Song dienen. Gast übrigens bei "Little Too Stoned" ist Mike Eli (Eli Young Band) mit tollem Slide-Solo und Harmoniegesängen. Das überwiegend von einer Akustikgitarre dominierte Titelstück strotzt vor Selbsterkenntnis ("the songs are better than myself"), das folgende "Hellbent Hallelujah" ist so ein launiger Honky Tonk-"Schunkler" (herrlich typische E-Gitarren- und Pianofills, Steel- und E-Gitarren-Solo-Kombi), den man in eine Endlosschleife ausweiten könnte. Das grandiose "More Than Survival", bei dem die Gitarristen sliden und herrlich schwer in die Saiten greifen, ergänzt durch noch ein wenig Piano-Geklimper in Billy Powell-Manier, wird selbst hart gesottene Southern Rocker beeindrucken. Kräftig auch das bluesrockige "Strange Days"(unterschwelliges "After Midnight"-Flair). Das Ende mit "Few Short Miles (Bobby's Song)" und "Last Cross" wird dann voller Country-typischem Pathos und Melancholie im Erzähl-Stil zelebriert. Das Erstwerk von Alex Williams, "Better Than Myself", ist ein wunderbarer Beweis dafür, wie toll traditionelle Countrymusik klingen kann, wenn passenden Akteuren, zur richtigen Zeit, das adäquate Umfeld geboten wird. Big Machine Records könnte mit Williams jetzt das Pendant zu Chris Stapleton gefunden haben. Darüber hinaus ist das aber auch bester Stoff für Liebhaber von Interpreten wie Aaron Lewis, Sturgill Simpson, Cody Jinks, JP Harris & Co. Toll! Ein Einstand nach Maß! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Better Than Myself - 3:11
2. Hellbent Hallelujah - 3:58
3. More Than Survival - 4:06
4. Freak Flag - 4:16
5. Week Without A Drink - 3:34
6. Little Too Stoned - 4:37
7. Old Tattoo - 4:07
8. Strange Days - 3:43
9. Pay No Mind - 3:31
10. Can't Get Enough Of You - 4:19
11. Few Short Miles (Bobby's Song) - 5:12
12. Last Cross - 4:21

Art-Nr.: 9501
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hellbent Hallelujah
Freak flag
Little too stoned
Old tattoo
Can't get enough of you

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Williams, Lucinda - live @ the fillmore [2005]
2 CD-Set! Wer eines ihrer wundervollen Konzerte der 2003er Deutschland-Tour gesehen hat, wird sicher noch heute an jenen grandiosen Auftritt dieser wunderbaren Person und Musikerin mit ihrer fantastischen Band denken. Für alle anderen (und für die seinerzeit Glücklichen erst recht) gibt es jetzt diese brillante Doppel-CD von selbiger "World without tears"-Tour, aufgenommen an drei aufeinanderfolgenden Abenden am 20., 21. und 22. November 2003 im legendären Fillmore West zu San Francisco! Die "Göttin" des Alternate Country und Americana zieht ihre Zuhörer in einen Bann aus dem kein Entrinnen mehr gibt. Ihre Musik erscheint einem live noch emotionaler, noch tiefgründiger und eindringlicher, noch wesentlich intensiver, essentieller und vor allen Dingen fesselnder als bei den schon überragenden Studioaufnahmen. Lucinda Williams verkörpert ihre Songs mit solch einer charismatischen Authentizität, die in der Szene ihresgleichen sucht. Sie lebt diese Musik! Obwohl auch live eine Perfektionistin, erstickt ihr Spiel nie in irgendwelchen Zwängen, sondern wirkt immer unbeschwert frei und locker, immer unbekümmert rootsig, etwas rau, staubig trocken und doch so sauber. Das liegt natürlich auch an ihrer grandiosen Band (Gitarrenmagier Doug Pettibone, Taras Prodaniuk - Bass, Jim Christie - Drums), die prächtig miteinander harmonieren. Unglaublich reiner und direkter Sound! Tolle Setlist mit 22 ausschließlich eigenen Songs! Es beginnt mit einer hinreißenden Version der Americana-/Countryrock-Ballade "Ventura", inklusive fantastischem Pedal Steel-Spiel von Doug Pettibone. Der Sound ist so sauber, daß man den Fall einer Stecknadel auf den Bühnenboden wahrnehmen würde. Die weiteren Songs: "Reason to cry" (herlich ruhiger Alternate Country mit tollem E-Gitarren-Picking), "Fruits of my labor", "Out of touch" (kratziger Midtempo-Rootsrocker mit einem begnadeten, dreckigen, und doch so klaren, ausgedehnten E-Gitarren-Solo, sowie punktgenauem, trockenem Drumming in einer über 7-minütigen Fassung), "Sweet side", "Lonely girls" (herrlich folkige, minimalistische Begleitung), "Overtime", "Blue" (wundervoller, trauriger, von einer wunderschönen Melodie durchzogener, langsamer, von herrlich zurückhaltenden Gitarrenklängen begleiteter Americana/ Alternate Country), "Change the locks" (rootsig dreckig rockend), "Atonement" (ein erdiger, rougher Roots-Blues mit "wilden" Wah Wah Gitarrenspielereien), "I lost it" (flockiger, lockerer, aber leicht angedreckter Rootsrock), "Pineola" (herrlich rau), "Righteously", "Joy" (eine über 8-minütige, jammig groovende, intensive Version), "Essence", "Real live bleeding fingers and broken guitar strings", "Are you down", "Those three days" (wundervoll), "American dream", "World without tears", "Bus to Baton Rouge" und "Words fell"! Weltklasse! Kommt im schönen Digipack!

Art-Nr.: 3251
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Williams, Zane - the right place [2009]
"Sometimes you have to go all the way around the country just to find your way back home again". Ein Umstand, den Zane Williams, würde man ihn fragen, bestätigen könnte, wie kein anderer. Den großartigen, außergewöhnlich talentierten Singer-Songwriter aus Abilene/Texas, den man mittlerweile als einen der aufstrebendsten und vielversprechendsten Country-Künstler Texas' bezeichnen muß, zog es infolge seiner musikalischen Mission im Jahre 1999 nach Nashville. Neun Jahre lebte er dort, zog durch die Clubs, spielte Hunderte von Ggs an Colleges und Universitäten und erlangte durchaus Aufmerksamkeit und Anerkennung als Songwriter. So nahm beispielsweise Jason Michael Carroll den von Williams komponierten Song "Hurry home" für sein zweites Album "Growing up is getting old" auf, der sogar, als Single ausgekoppelt, die Top 20 der Billboard Country Singles-Charts erreichte. Dennoch hat Zane Williams seine wirkliche musikalische Richtung in Nashville nie gefunden. Das gelang ihm erst, als er wieder in seinen Heimatstaat Texas zurückkehrte. Dort lebt er heute in dem Städtchen McKinney, dem Heimatort seiner Ehefrau Jodi. “It took me 9 years in Nashville to figure out who I am musically and find my sound. And sure enough once I found it, it sounded like Texas", sagt Williams und definiert damit die Basis seiner wunderbaren Countrymusic, die er heute spielt - lupenreinen, unverfälschten, "gritty" Texas-Country, frei von jeglichem Nashville-Glamour. Sein bereits im Jahre 2009 erschienenes Album "The right place" (ja, Texas ist der Platz, wo er hingehört, wo er seine musikalischen Vorstellungen uneingeschränkt verwirklichen kann) ist der beeindruckende Beweis für das immense Potenzzial, das in diesem Mann steckt - ein geradezu meisterliches Werk. Radney Foster, der "The right place" produzierte, sagt über ihn: "Zane Williams is the real deal. He has the wordsmith chops of a young Guy Clark, and the melodic sense of Rodney Crowell". Ein großes und vollkommen nachvollziehbares Kompliment. Doch Williams' großartige Musik darf und muß man noch weit differenzierter betrachten. Er schafft hier eine unwiderstehliche Balance zwischen absolut traditionellen Country-Klängen, purem Honky Tonk und feinem Old School-Feeling, aber auch zwischen erdigem Outlaw-Flair, knackigem "Red Dirt"-Country(rock) und New Country. So finden sich in seiner Musik nicht nur Spuren der bereits erwähnten Ikonen Guy Clark und Rodney Crowell, sondern ebenso von solch unterschiedlichen, mehr oder minder berühmten Künstlern wie George Strait, Johnny Cash, Billy Joe Shaver, Trent Willmon, Radney Foster, Jason Boland & The Stragglers und Jack Ingram. Daraus kreiert Williams seinen wunderbaren, von tollen Melodien und exzellentem Songwriting (alle Nummern hat er selbst geschrieben, davon nur zwei mit einem Co-Autor) geprägten Stil, der immer durch und durch Country ist. Kraftvolle, kernige Songs wechseln mit urigen Honky Tonkern und lockeren, flockigen Nummern, an der richtgen Stelle auch mal unterbrochen von einer staubigen Ballade. Das fantastische Titelstück beispielsweise, mit dem das Album beginnt, ist eine prächtige, schmissig und schwungvoll in Szene gesetzte, astreine Texas-Countrynummer, angetrieben von einer herrlichen, sirenenartigen Fiddle (Tammy Rogers) und gut nach vorn gehenden, knackigen Drums. Dazu eine Mischung aus flotten Acoustic Gitarren-Riffs und würziger, leicht angerockter E-Gitarre, inklusive eines klasse Solos. Und diese Melodie - einfach großartig! Zane Williams' erstklassige, mit einem schönen Texas-Twang versehene Countrystimme passt exzellent zu dieser Musik. Das ist vorzügliche, erfrischend unverbrauchte Countrymusic, der man den texanischen "Red Dirt"-Staub stets anmerkt. Klasse! Und es geht so weiter: Ob der lupenreine Old School Barroom Honky-Tonker "Tired of being perfect" mit seinem dezenten Hank Williams-Flair (toller, "rührender" Honky Tonk-Rhythmus, exzellente Pedal Steel, starkes Baritone E-Gitarren-Spiel, klimperndes Saloon-Piano), der wie eine Mischung aus Johnny Cash und Foster & Lloyd rüber kommende, fröhliche, honky-tonkin' Roadhouse-Feger "99 bottles" (klasse E-Gitarren-Picking in Verbibdung mit herrlichen Dobro-Klängen), die wundervolle, lockere, reine und sehr melodische, mit feiner Mandolinen- und Akkordeon-Begleitung, sowie passenden Gitarren-Fills in Szene gesetzte Countrynummer "River girl" (man sieht vorm geistigen Auge quasi die unendlichen, ländlichen, texanischen Weiten, in die man, auf einem alten Schaukelstuhl sitzend, von der Veranda seines einsamen Farmhauses in der Abenddämmerung hinaus schaut), der kernige, riffige Outlaw-/Honky Tonk-Boogie "Live to love again" (erinnert an den alten Outlaw-Haudegen Billy Joe Shaver, aber auch an die berühmte Foster & Lloyd-Nummer "Crazy over you"), das von einem schönen Western-/Prairie-Feeling geprägte "Six steel strings" (wunderbares Gitarren-/Steel-Atrangement), oder die staubtrockene, leicht mexikanisch angehauchte Ballade "Pablo and Maria", die Williams mit großer Ausstrahlung in allerbester Outlaw-/Western-Storytelling-Manier vorträgt - das sind schon beeindruckende Stücke. Zane Williams liefert mit "The right place" ein weiteres Indiz dafür, warum für viele Countryfans Texas das wahre Mekka der Countrymusic ist, und nicht Nashville - eben "der richtige Platz". Gratulation an ihn für diese absolute Pracht-CD!

Das komplette Tracklisting:

1. The Right Place 3:36
2. Tired of Being Perfect 3:17
3. 99 Bottles 4:06
4. River Girl 3:45
5. Live to Love Again 3:44
6. I Am What I Am 4:01
7. Six Steel Strings 3:45
8. Pablo and Maria 5:32
9. The Cowboy and the Clown 3:42
10. Christmas Feels Like Christmas Again 4:28

Art-Nr.: 7347
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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The right place
Tired of being perfect
99 bottles
River girl
Live to love again
I am what I am
Six steel strings

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Willis, Kelly & Bruce Robison - our year [2014]
Schon ein Jahr nach dem tollen "Cheater's game" beglücken uns die wundervolle Kelly Willis und ihr Gatte Bruce Robison mit einem weiteren, gemeinsamen Album. "Our year" ist ein erneutes Dokument ihrer exzellenten, so wundervar natürlichen, herrlich "stripped down" arrangierten Musik zwischen rootsigem, voller purer Tradition steckenden Alternate Country- und Americana. Die beiden harmonieren vorzüglich miteinander. Enthält eine klasse Version des Tom T. Hall-Klassikers "Harper Valley PTA". Ein ganz, ganz feines Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Departing Louisiana - 3.36
2. Motor City Man - 2.50
3. Carousel - 3.21
4. Lonely for You - 2.56
5. A Hangin On - 2.51
6. Shake Yourself Loose - 3.33
7. Harper Valley PTA - 3.45
8. Anywhere But Here - 3.10
9. I'll Go To My Grave Loving You - 3.03
10. This Will Be Our Year - 2.22

Art-Nr.: 8576
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Departing Louisiana
Lonely for you
A hangin' on
Shake yourself loose
Harper Valley PTA
Anywhere but here
I'll go to my grave loving you

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Wreckers, The - way back home: live from new york city ~ cd & dvd [2007]
Live-CD & Live-DVD-Set! The Wreckers (Michelle Branch & Jessica Harp), ein wunderbares Duo zweier erstklassiger Musikerinnen, Songwriterinnen und Sängerinnen "stürmte" im vergangenen Jahr mit dem großartigen Album "Stand still ,look pretty" die New Country-Szene und verzauberte gleichermassen die Fachwelt und die Fans. Der Erfolg stellte sich, im übrigen vollkommen ru recht, schnell ein. Mit ihrer knackigen, erfrischenden, modernen, dennoch sowohl von traditionellen als auch von rootsigen Strömungen durchzogenen Musik irgendwo zwischen Sheryl Crow, den Dixie Chicks und Gretchen Wilson schienen sie den sprichwörtlichen Nagel auf dem Kopf getroffen zu haben. So ist es wirklich mehr als schade (und bei den so viel versprechenden Erfolgsaussichten auch ein wenig überraschend), dass die beiden demnächst erst einmal wieder getrennte Wege gehen, um sich erneut ihren Soloprojekten (Michelle Branche kann ja mit zwei bereits überaus erfolgreichen, rockigen Soloalben aus ihrer Zeit vor den Wreckers aufwarten - man erinnere sich zudem an ihren Riesenhit "The game of love" mit Carlos Santana aus dem Jahre 2003) zu widmen. Aber, und das ist eine klasse Tat der Wreckers und ihres Labels: Sie beglücken ihre Fans zum einstweiligen Abschied noch einmal mit einer großartigen "Two-Disc"-Kombination, bestehend aus Live-CD und Live-DVD (Setlist und Spielzeit, je ca. 1 Stunde, sind identisch), ihres viel umjubelten Konzertes aus dem Bowery Ballroom in New York City, der derzeitigen Heimatstadt der in Flagstaff/Arizona geborenen Michelle Branch! Was für eine prächtige Performance! Erst live, das wird natürlich besonders bei der DVD deutlich, zeigt sich, welch erstklassige Künstlerinnen hier zusammen gefunden haben. Die beiden harmonieren prächtig miteinander, wirken überaus sympathisch und natürlich, überhaupt nicht aufgesetzt, demonstrieren exzellente Gesangsleistungen (wunderbare Harmonies), und bieten mit ihrer hervorragenden, 5-köpfigen Band, eine überaus starke, auch live sehr präzise dargebotene Vorstellung, die eindrucksvoll die ganze Klasse der Wreckers demonstriert. Das kann sich wahrlich hören (und auch sehen) lassen! Was für wunderbare Melodien! Die 13 Songs umfassende Setlist beinhaltet natürlich weitestgehend das Material ihres (bislang) einzigen Albums, doch wir dürfen uns auch über 2 brandneue Tracks (eine furios abgehende Coverversion von Gretchen Wilson's "Damn that radio" mit schöner Fiddle und exzellentem Slidespiel des starken Gitarristen Anthony Obrohta, sowie der traditionelle, flotte, lupenreine Honky Tonker "Different truck, same loser") und eine herzerfrischende knackige Version des Michelle Branch-Hits "Love me like that" aus ihrem 2003er Soloalbum "Hotel paper" freuen. Aber einfach phantastisch auch die Live-Versionen ihrer Hits (übrigens in einem tollen Sound), die auf der Bühne, obwohl sehr nah an der Studiofassung orientiert, doch noch etwas mehr "grit" beinhalten. Man schaue und höre sich nur die traumhafte Countryballade "Crazy people" (tolles Retroflair, das sogar Spuren von Gram Parsons bis zu The Band offenbart, klasse Mandolinen- und Gitarrenspiel), das wundervoll interpretierte "Way back home" (Michelle spielt Mandoline, toller Harmoniegesang, herrlich angerockte E-Gitarren und feine Dobro-Fills) oder das von den beiden solo (vollkommen ohne Band) dargebotene "Stand still, look pretty" (Michelle spielt Acoustic Gitarre, singt, dazu Jessica mit exzellenten Harmonies) an - das hat schon Klasse! Wir ziehen unsere Hüte vor der Leistung dieser beiden Mädels und ihrer Band. Das macht wirklich Freude! Mögen sie neben ihren Soloprojekten irgendwann vielleicht doch noch einmal zusammenkommen und ein neues Albium einspielen, denn hier stimmt die Chemie einfach! Doch bis dahin begeistern wir uns akustisch und visuell mit dieser tollen Live CD und DVD...
Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Die komplette Tracklist:
1 The Good King - 4:15   
2 Love Me Like That - 4:26   
3 Way Back Home - 4:27   
4 Damn That Radio - 3:31   
5 Crazy People - 3:56   
6 Cigarettes - 3:22   
7 My, Oh My - 3:44   
8 Different Truck, Same Loser - 3:22   
9 Tennessee - 6:32   
10 Lay Me Down - 5:31   
11 Leave the Pieces - 5:40   
12 Stand Still, Look Pretty - 2:51   
13 Rain - 4:57

Art-Nr.: 5415
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Wright, Chely - the metropolitan hotel [2005]
Chely Wright is back, und zwar mit ihrem 6. Album "The Metropolitan Hotel", das, um es vorweg zu nehmen, hervorragend gelungen ist! Nach einigen Turbulenzen, u. a. Verlust ihres Major-Kontrakts, einer Frust-EP auf einem Independant Label, hat Chely wieder "die Kurve gekriegt", und besinnt sich auf die Dinge, die sie schon in frühster Jugend einst nach Nashville getrieben hatten, nämlich den Spirit ihrer Vorbilder wie Buck Owens, Loretta Lynn, Dolly Parton oder Ricky Skaggs mit ihrer ganz persönlichen Note in die moderne Countrymusic herüber zu transportieren. Der Wandel vollzog sich in London, im angeführten Metropolitan Hotel im Jahr 2002, als sie mit guten Freunden eine komplette Nacht damit verbrachte, CDs o. a. Künstler durchzuhören, und der Entschluss feststand, in Zukunft Musik zu machen, mit der sie sich wieder selbst identifizieren kann. Vorbei ist die Zeit von aufwendigen Videos und glamourösen Photo-Shootings. Und die hübsche, im ländlichen Kansas aufgewachsene, 34-jährige hat sich für ihr neues Album mächtig ins Zeug gelegt, hat acht der zwölf Songs selbst geschrieben, sowie sämtliche Titel produziert oder co-produziert. "My main objective was to have a collection of gems. I’m most proud of the fact that it’s 12 good songs, 12 well-recorded songs, 12 songs I love to sing. I wanted to make a record that told you a story, which is what country music does. You want to hear a story? Here’s a story", sagt sie über das Werk. Im Mittelpunkt eines abwechslungsreichen Mixes aus besinnlichen Midtempo-Tracks, kraftvollen, modernen Balladen und der einen oder anderen etwas flotteren Nummer, steht sicher das 6 ½-minütige "The River", ein atmosphärisches Lied über eine Kleinstadttragödie mit einem dramatischem String-Arrangement im zweiten Teil und hervorragenden, einfühlsamen Background-Vocals von Vince Gill. An die Nieren gehend schon ein wenig die bedrückende Aufarbeitung des berühmt-berüchtigten Mutter-Tochter-Konflikts, anlässlich der Trennung eines Ehepaares, aus dem Blickwinkel eines jungen Mädchens bei "Between A Mother And A Child". Den Sprung in die Charts gibt es bereits mit "The Bumper Of My S. U. V.", mit einer textlich amerika-typisch und patriotisch argumentierenden Sichtweise und Sympathiebekundung für das Treiben der amerikanischen Truppen in der Golfregion. Weitere Höhepunkte sind der von Bonnie Baker und Katrina Elam (man beachte auch deren eigenes, großartiges Album - siehe unter "Stöbern") geschriebene, recht knackige Opener "It’s The Song" mit dezentem Shania-Flair, das rhythmische " Just The Way We Do It" in strahlender Keith-Urban-Manier, mit tollem Gitarrenspiel von Tom Bukovac, und die ebenfalls im Shania-Stil mit knackigen Drums, Percussion, wunderbaren Hammond-Klängen und vorzüglichem E-Gitarrenspiel und -Solo durchzogene, Countryrock-Ballade "Southside Of Lonesome". Richtig honkytonk-mäßig geht die Post ab beim Chuck-Berry-Klassiker "C’est La Vie (You Never Can Tell)"! "The Metropolitan Hotel" beeindruckt vom nett anzusehenden Titelbild, den Texten bis hin zur letzten gespielten Note! Ein starkes Comeback! Chely Wright hat mit diesem glänzenden Werk sicherlich eine erste Duftmarke in Sachen "Bestes weibliches Album" für die Awards im Jahre 2005 gesetzt. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3099
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Wynonna & The Big Noise - same [2016]
Wynonna Judd ist zurück - und wie! Packendes, fantastisches Album mit ihrer neuen Begleitband "The Big Noise"! Eine geradezu magische, erdige, knackige, höchst anspruchsvolle Mischung aus Country, Roots, Americana, Blues, Soul und Rock. Gut dreizehn Jahre sind seit "What The World Needs Now Is Love" nun schon wieder vergangen. Jetzt ist die Zeit des Wartens allerdings endlich vorbei. Wynonna beglückt uns wieder mit einem "echten" Longplayer mit eigenständigem Material. Und es ist eine kraftvolle, energiegeladene und selbstbewusste Rückkehr, wie es der Name Wynonna & The Big Noise und auch das Titelbild der CD (Wynonna in Schreipose mit weit aufgerissenem Mund, nach dem Motto"‚Hallo Leute, hier bin ich wieder") schon suggerieren. Die mittlerweile 51-jährige, die ihre verheißungsvolle Karriere zunächst im Duo mit ihrer Mutter Naomi als The Judds begann und ab 1992 dann im Alleingang mit noch größerem Erfolg fortsetzte, hat für dieses Werk eine tolle Trzppe von Musikern um sich versammelt, die von ihrem Ehemann Cactus Moser angeführt wird, der als Musiker (Drums, percussion, background vocals), Produzent und Songschreiber hier neben der unangefochtenen Protagonistin auch eine tragende Rolle einnimmt. Des weiteren breiten hier noch Dow Tomlin (Bass), Justin Weaver (Guitars), Tommy "Johnny Diamond" Hannum (Pedal Steel - erinnert sich eigentlich noch jemand an die begnadete Countryrock-Band Rosslyn Mountain Boys aus den späten Siebzigern und frühen Achtzigern, deren Mitglied er seinerzeit war...) und Peter King (Keyboards), sowie einige weitere Studioakteure der Hauptdarstellerin den musikalischen "roten Teppich" aus, auf dem sich ihre unnachahmlichen Gesangskünste dann voll entfalten können. Nicht zu vergessen natürlich auch die gut gewählten markanten Gäste, die für weiteren Glanz auf diesem Silberling sorgen. Genial schon der knarzige, Slide-getränkte Opener "Ain’t No Thing" (aus der Feder des jetzt Grammy-prämierten Chris Stapelton), bei dem Susan Tedeschi der Stimmgewalt des langmähnigen Rotschopfes eine einfühlsame ergänzende Zusatznote vermittelt. Jason Isbell "harmoniert" auf der semi-akustisch gehaltenen, feinen Countryballade "Things That I Lean On"(nur Akustikgitarre, Mandoline, dezente Fiddle, Percussion). Tedeschi Ehemann Derek Trucks liefert sein perfekten Slideguitar-Künste auf dem recht düsteren "Keeps Me Alive" ab, das auch gut als Hintergrundmusik für einen Tarrantino-Western geeignet wäre. Absolut großartig auch ihr Zusammenschluss mit exPoco-/Eagles-Bassist Timothy B. Schmit, bei dem die beiden mit "I Can See Everthing" eine alte, wunderschöne Nummer aus dessen früherer Poco-Zeit (das Original stammt von dem grandiosen Pocr-Aöbum "A good feeling to knoe" aus dem Jahre 1972) wieder aufleben lassen. Das bluesige, shufflige, perkussive, megacool im Schlepptau der wuchtigen Sängerin (klasse auch die hallende Orgel und das E-Gitarren-Solo) groovende "Cool Ya", das wieder bluesig swampende "You Make My Heart Beat Too Fast" (herrlich raue Gitarren), die soulige Retro-Nummer "Staying In Love" und das religiös motivierte Country-Kleinod "Jesus And A Jukebox" (Judds-Flair, schöne Steelbegleitung, inkl. Solo) sprechen für die stilistische Bandbreite, die auf diesem Silberling abgebildet wird. Ja, man kann fast sagen, dass hier so ein wenig Wynonnas gesamtes Spektrum, das sie über die vielen Jahre ihres Wirkens offerierte, auf diesem Werk zusammengefasst und mit neuen Inhalten versehen wurde. Atmosphärisch, fast progressiv geht es auf "Something You Can’t Live Without" zu, während der superb besungene Slow Blues "You Are So Beautifu"“ (klasse Orgelakzente und markante E-Gitarre) einfach nur Gänsehaut erzeugt. Very beautiful! Das auf dem Fuß folgende "Everyday (Is A New Beginning)" verbreitet ein wenig claptoneskes "Unplugged-Feeling", beim abschließenden, kühl mit Piano Moll-Klängen, trocken pumpendem Bass und surrender Slide dahin schleichenden "Choose To Believe" entwickelt sich fast eine experimentelle, an frühere Steely Dan-Zeiten erinnernde Atmosphäre. Cactus Moser hat mit dem rauen, aber klaren, zum großen Teil live im Studio eingespielten Vintage-Sound einen kongenialen Konterpart zur immer noch beeindruckend voluminösen Stimmgewalt Wynonna's erzeugt. Es kommt einem fast so vor, als wenn sich die mutmaßliche Magie während der Aufnahmen mit ins heimische Wohnzimmer überträgt. Famoscht. Wynonna kehrt mit ihren Big Noise-Musikern wuchtig, rau und stimmgewaltig wie eh und je auf die musikalische Bühne zurück. Nie war sie abwechslungsreicher und besser. Chapeau einer wahren "Grande Dame", nicht nur des Country, sondern der gesamten Rootsmusik. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't No Thing (featuring Susan Tedeschi) - 4:54
2. Cool Ya' - 3:28
3. Things That I Lean On (featuring Jason Isbell) - 3:40
4. You Make My Heart Beat Too Fast (featuring Cactus Moser) - 3:32
5. Staying In Love - 4:10
6. Keeps Me Alive (featuring Derek Trucks) - 4:11
7. Jesus And A Jukebox - 3:48
8. I Can See Everything (featuring Timothy B. Schmit) (5:03)
9. Something You Can't Live Without - 5:33
10. You Are So Beautiful - 5:02
11. Every Ending (Is A New Beginning) - 3:53
12. Choose To Believe - 3:47

Art-Nr.: 9093
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
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Yearwood, Trisha - heaven, heartache and the power of love [2007]
Trisha Yearwood zählt schon seit vielen Jahren zu den anerkannt besten und ausdrucksstärksten Sängerinnen des (New-)Countrygenres. Diverse CMA- und ACM-Awards, ihre Aufnahme in die Grand Ole Opry, sowie drei Grammys gelten als Beweis für eine kontinuierliche, seit mittlerweile sechzehn Jahren währende, überhaus erfolgreiche Karriere auf höchstem musikalischen Niveau. Zu ihren frühen Förderern zählte auch Mega-Star Garth Brooks, mit dem sie seit 2005 verheiratet ist. Nach ihrem starken Vorgänger "Jasper County" wirft sie jetzt mit "Heaven, Heartache And The Power Of Love“ ihre elfte Studio-CD ins Rennen - und einmal mehr ist dabei auf allerbeste Qualität zu hundert Prozent Verlass! Das Werk startet direkt mit dem Titelsong, der auch als Videoclip auf dem Silberling beigefügt ist. Nach einem schönen Akustik Gitarren-Intro faucht die aus Georgia stammende Künstlerin zunächst die Titelzeile heraus um anschließend mit einer energiegeladenen Uptempo-Countrynummer (mit dezentem Gospeltouch) ordentlich "in die Vollen" zu gehen. Beeindruckend hier das schöne Electric-Slide-Solo ihres Tour-Gitarristen Johnny Garcia, der diesmal auch im Studio stark involviert wurde. Yearwood's Stimme ist aufgrund ihrer Variabilität natürlich auch für Balladen bestens prädestiniert. Und so folgt mit "This Is Me You’re Talking To" prompt ein langsameres Stück, das zunächst sparsam instrumentiert beginnt, mit zunehmender Dauer aber ungemein an Intensität gewinnt. Eine typische Power-Ballade, wie man sie von vielen der großen Diven a la Faith Hill, Martina McBride & Co. immer wieder erfolgreich geboten bekommt. Weitere Balladen ("Nothin’ Bout Memphis" - mit klasse Horn-Arrangement, "We Tried"- emotionales Flair, wunderbar mit allen Genre-typischen Instrumenten umgesetzt, "Let The Wind Chase You" - mit Keith Urban als Gastsänger, "The Dreaming Fields" - elfenartiger Gesang, kammermusikartige Streicher, "Help Me" - traditioneller, Steelguitar-betonter Countryheuler, und "Sing You Back To M" - ihrem Vater gewidmet, Trisha solo nur mit Akustikgitarrenbegleitung) wurden auch diesmal von ihrem langjährigem Produzenten Garth Fundis in einem fast gleichwertigen Verhältnis zu den temporeicheren Songs ("They Call It For A Reason" - flotter, gut tanzbarer New-Country, "Cowboys Are My Weekness" - spaßiger Text, Saloon-tauglicher Retro-Country, sogar mit dezentem "American-Yodel-Slang" bei einigen Verszeilen, "Not A Bad Thing" - schön flockiger, eingängiger New-Country mit leichtem "Vince-Gill-Aroma" dank schönem Strat-Spiel von Kenny Greenberg, "Nothin’ About You Is Good For Me", mit bluesrockiger Note vom Feinsten, und "Drown Me" - rhythmisch, kratzige Akustikgitarre, E-Gitarren-/Honkytonk-Piano-Schlagabtausch.) gegeneinander aufgewogen. Ein Album, das richtig Spaß macht und bei dem zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommt. Letztlich auch ein Verdienst der vierlen Klasse-Musiker (Kenny Greenberg, Dan Dugmore, Steven Sheehan, Steve Mackay, Chad Cromwell, Greg Morrow, Steve Nathan, Reese Wynans, Eric Darken, Stuart Duncan etc.), die auffällig bemüht sind, dem überaus hohen Gesangs-Level Yearwood's Stand zu halten. Doch für diese Truppe ist das kein Problem! Mit Big Machine Records hat Trisha zudem ein Label gefunden, bei dem sie sich offensichtlich wohl zu fühlen scheint. Auch die harmonische Ehe mit Garth Brooks überträgt eine spürbare Lockerheit auf die 43-jährige. "Heaven, Heartache And The Power Of Love" bietet beeindruckende Countryunterhaltung auf allerhöchstem Niveau. Eine wahrlich tolle Sängerin! Respekt, Respekt Mrs. Yearwood, für dieses abermals großartige Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5368
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Yearwood, Trisha - jasper county [2005]
Über 4 Jahre haben die Fans warten müssen, doch nun ist sie zurück mit einem ihrer besten Arbeiten überhaupt!. "Jasper county" offenbart eine ungemein inspirierte Trisha Yearwood, die uns in 11 überaus abwechslungsreich dargebotenen, durchweg hochklassigen Songs einen tiefen Einblick in die musikalischen Roots ihrer Heimat (sie stammt aus Monticello/Georgia) gewährt. Irgendwie weht durch das ganze Album eine leichte "Brise des Südens"! Wieder vereint mit ihrem (Haus)Produzent Garth Fundis, offeriert Trisha die hohe Schule zeitlos schöner Countrymusic, getragen von ihrem unwiderstehlichen, kraftvollen Gesang, großartigen Melodien, sowie wunderbar instrumentierten Arrangements, die, je nach Thematik, mal leicht rootsig, mal glasklar, mal semi-akustisch, mal elektrisch rockend, mal völlig entspannt, mal romantisch, und dann wieder sehr lebendig, dynamisch und knackig ausfallen. Doch es ist immer reiner Country! Pop-Bombast hat auf "Jasper county" keine Chance!.Die Balance zwischen fetzigen Uptempo-Heulern, wie man sie lange nicht von ihr gehört hat, und traumhaften Balladen stimmt hundertprozentig! Los geht es gleich mit einer absoluten Traum-Nummer! "Who invented the wheel" ist eine fantastische, voller Southern-Soul steckende, kraftvolle, leicht bluesige Country-Ballade, der man sogar einen leichten Countryrock-Ansatz attestieren kann. Während des gesamten Stückes spürt man, mit wieviel Seele, Herz und Hingabe sich Trisha dieser Musik verschreibt. Eine tolle Melodie, prachtvoller, voluminöser Gesang und eine herrliche Instrumentierung aus klaren Acoustc- und satten E-Gitarren, Fiddle und Steel machen den Genuß perfekt! Doch der nächste Knüller folgt sofort mit dem dampfenden, rockend abgehenden "Hillbilly-Roadhouse"-Feger "Pistol", mit seinen rootsigen, "gritty-driving" Gitarrenriffs, dem klasse Piano-Geklimper und der großartigen Acoustic Slide-Gitarre! So jagt ein Highlight das nächste: Von der wundervollen, melodischen Heartbreak-Ballade "Trying to love you" mit den dezenten Strings und den feinen Gitarren, dem leicht bluesigen, viel Western- und Southern-Flair verbreitenden "River of you" (tolle Fiddle-Melodie mit klasse Dobro- und E-Gitarren-Ergänzungen), über das herzhafte, trockene, knackige, pulsierende, von einem würzigen, semi-akustisch/-elektrischen Gewand umgebene "Baby don't you let go", die traumhaft schöne. reine Country-Ballade "Standing out in a crowd", das epische, gefühlvolle, southern-rooted "Georgia rain" (Background Gesang: Garth Brooks), das frische, rockige "Gimme the good stuff", die herrlich lockere, mit einer wundervollen Melodie versehene, von tollen Gitarren und großartiger Steel begleitete Ballade "Try me" (Background Gesang: Ronnie Dunn von Brooks & Dunn), bis hin zum abschließenden, prachtvollen, fetzig abgehenden, lupenreinen Honky Tonker "It's alright"! Die lange Pause hat Trisha Yearwood offenbar sehr sehr gut getan. Die private Ausgeglichenheit ihrer harmonischen Beziehung zu Garth Brooks überträgt sich deutlich hörbar auf ihre Kreativität und ihre künstlerische Performance. "'Jasper county' is just like coming home", sagt sie. "Everything is in the best perspective of my life"! Ein ebenso unterhaltsames wie anspruchsvolles Album! Trisha Yearwood in bestechender Verfassung! Finest Countrymusic einer wahren Country-Ikone! Meisterhaft!

Art-Nr.: 3503
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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