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Royal Southern Brotherhood - same [2012]
"The soul of the south"! Jawohl, diese Band verkörpert sie - die Seele des Südens! Royal Southern Brotherhood - schon dieser Name klingt "groß" und weckt Begehrlichkeiten. Und diese Begehrlichkeiten werden mehr als nur erfüllt. Sie übertreffen jede Erwartung! Das Debutalbum dieser Band ist nicht mehr und nicht weniger als ein Meisterwerk, ein Neuzeit-Klassiker authentischer, lupenreiner, hinreissender Musik aus dem amerikanischen Süden. Im Sommer 2010 trafen sich im legendären "Warehouse" von New Orleans 3 Musiker mit großem Namen: Cyril Neville (jüngster der berühmten Neville Brothers und in den Siebzigern Percussionist, Sänger und Frontmann der legendären Funkrock-Institution The Meters), Mike Zito (der begnadete Bluesrock-Gitarrist, der zuletzt mit seinen Alben "Pearl river" und "Greyhound" für Furore sorgte) und Devon Allman (Sohn des The Allman Brothers Band-Helden Gregg Allman, zuletzt mit seiner Band Honeytribe aktiv) beschlossen, dass man doch vielleicht die musikalischen Ideen jedes einzelnen mal gebündelt in ein paar zwanglosen, gemeinsamen Jammings zum Ausdruck bringen könnte. Gesagt, getan! Die 3 holten noch den herausragenden Funk- und Jazz-Bassisten Charlie Wooten, sowie den fantastischen Drummer Yonrico Scott (ex- Derek Trucks Band) mit ins Boot und begannen in einem Studio im New Orleans Garden District mit den ersten Jams. Es passte sofort. Die Chemie stimmte, als würde man schon ewig zusammen spielen. Royal Southern Brotherhodd waren geboren. Im September 2011 spielte die Band ihre erste Show in der "New Orleans Rock'N Bowl", die, sowohl bei den Fans, als auch bei den Experten regelrechte Begeisterungsstürme auslöste. So etwas hatte man lange nicht erlebt. Eine mitreissende Synthese aus Blues, Bluesrock, Soul und Southern Rock, eine auf höchstem musikalischem Niveau vollzogene Verschmelzung aller beteiligten Musiker, ein wunderbares Konglomerat aus den Anlagen der Neville Brothers, feinstem Zito'schem Bluesrock und dem Spirit der The Allman Brothers Band - angerührt in den heißen Sümpfen Louisiana's. Und genau das erleben wir jetzt auf dem fantastischen Debutalbum des Quintetts, produziert im übrigen von Jim Gaines. Was Cyril Neville (vocals, percussion), Devon Allman (vocals, guitar), Mike Zito (vocals, guitar), Charlie Wooten (bass) und Yonrico Scott (drums) hier veranstalten ist pure Magie. Vor allem auch Devon Allman ergibt sich endlich seinen Roots und verleugnet auch musikalisch nicht mehr seine familiäre Bindung zu Gregg und Duane Allman. Die Songs sind durchweg eine Bank. Es gibt nicht den Hauch eine Schwachstelle. Das Zeug hat den Blues, steckt voller Soul, begeistert mit hinreissenden Grooves, ist zuweilen jammig, dazu überaus melodisch und tief verwurzelt im Süden. Vor allem die Swamps von Louisiana sind jederzeit spürbar. Stücke wie beispielweise der pulsierende, treibende, schwüle Opener "New horizons" (ein wunderbar groovender Swamp-/Southern Rocker voller "schwarzem" Soul, toller Gesang, prachtvolles Zusammenspiel der beiden Gitarristen Zito und Allman, gipfelnd in einem feurigen Solo, begleitet von "quäkenden" Wah Wah-Klängen), dem lässig lockeren, Latino-mässigen Jamrocker "Fired up!" (wie eine himmlische Kombination aus Santana und The Allman Brothers Band - vor allem Gitarren-mässig), die fantastische Southern Soul-Nummer "Left my heart in Memphis" (tolle Melodie, klasse Gesang von Devon Allman, wundervolle, seelige Gitarren-Licks), der recht straighte Southern-/Bluesrocker "Gotta keep rockin'", der flotte, knackige, wie Öl runter gehende, lockere, dennoch kraftvolle Roots-/Southern-/Swamp-Rocker "Hurts my heart" (ungemeon melodisch - dennoch voller Feuer, traumhafte Slide-Gitarre), der wunderschöne, swampige Southern-/Soul-Blues "Moonlight over the Mississippi" (tolle Melodie, großartige Percussion, markante, schwüle Basslines, klasse Wah Wah-Gitarre und herrliche Slide-Läufe und -Soli), oder der drückende Juke Joint-/Swamp-/Bluesrocker "Sweet jelly donut" (tolle Slide-Gitarre, zündende, wechselseitige Soli der beiden Gitarreros, starker Gesang Neville's) sind beeindruckendste Beweise dafür, wie man die Musik des Südens heute zelebriert. Grandios auch die einzige Coverversion des Albums, ein packendes Remake des Grateful Dead-Klassikers "Fire on the mountain" in einer genialen, drückenden, dennoch lockeren, von toller Percussion, exzellentem Gesang und Gänsehaut erzeugendem Slide-Spiel geprägten Fassung. Diese "Bruderschaft des Südens" macht ihrem Namen alle Ehre. Southern Rock-Freunde, Bluesrock-Begeisterte, Liebhaber herrlicher Grooves, Southern Soul-Verehrer, Gitarren-Anbeter - "this one's for you"! Royal Southern Brotherhood verhelfen der Musik der amerikansichen Südstaaten zu neuem Glanz! Brillant!

Das komplette Tracklisting:

1. New Horizons (4.50)
2. Fired Up! (5.45)
3. Left My Heart in Memphis (3.30)
4. Moonlight over the Mississippi (3.45)
5. Fire on the Mountain (4.56)
6. Ways About You (4.40)
7. Gotta Keep Rockin’ (4.39)
8. No Where To Hide (2.44)
9. Hurts My Heart (4.14)
10. Sweet Jelly Donut (5.44)
11. All Around The World (3.12)
12. Brotherhood (3.52)

Art-Nr.: 7772
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New horizons
Left my heart in Memphis
Moonlight over the Mississippi
Fire on the mountain
Ways about you
Gotta keep rockin'
Hurts my heart
Sweet jelly donut

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Rucker, Darius - southern style [2015]
Großartig! Darius Rucker mit seinem bislang mit Abstand stärksten Album. "Southern Style", ein Werk, bei dem der Name auch wirklich Programm ist. Dreizehn wunderbare, neue Tracks, durchströmt von einem herrlich relaxten omnipräsenten "Southern Flavor", einfach nur zum Genießen! Der ehemalige aus Charleston, South Carolina stammende Frontmann der Rockband Hootie & The Blowfish hat mit seinem Schwenk als Solo-Interpret ins Countrygenre alles richtig gemacht. Als dunkelhäutiger Künstler kann er hier sogar fast so etwas wie ein Alleinstellungsmerkmal für sich verbuchen. Alle seine bisherigen Alben, wie auch die auserkorenen Singles waren überaus erfolgreich. Auch "Southern Style" hat sofort, und das vollkommen zu Recht, die Spitze der Billboard Country-Album Charts erklommen. Rucker beginnt sein Werk mit dem launigen, Popcorn-trächtigen "Homegrown Honey", das unter Mithilfe von Nathan Chapman und Lady Antebellum-Frontmann Charles Kelley entstanden ist. Eine flockige, hippe E-Gitarrenlinie inkl. eines Southern-mäßigen Solos, ein spaßiger Text über ein flottes Southern Girl in New York hievten den Opener, zugleich erste Single de Albums, sofort unter die Top Ten. Apropos Songwriter: Auch bei den restlichen Tracks assistierten Darius mit Leuten wie Mark Nesler, Rivers Rutherford, Ashley Gorley, Rhett Akins, Troy Verges, Blair Daily, Hillary Lindsey, Monty Criswell etc. - das "Who-Is-Who" der Szene. Ein zusätzlicher Beweis dafür, dass der Mann zur Zeit absolut gefragt ist. Auch was die Musiker angeht, hat Capitol Records natürlich groß aufgefahren: Leute wie u. a. Shannon Forrest, Greg Morrow, Jt Corenflos, Brent Mason, Michael Rhodes, Danny Rader, Gordon Mote usw. sind da absolute Qualitätsgaranten, denen man auch hörbar den Spaß am guten Songmaterial anmerkt. "Good For A Good Time" hält den Stimmungspegel zunächst weiter hoch, allerdings diesmal auf deutlich countrylastigerem Terrain. Dobro, Honky Tonk-Piano, Fiddle und Telecaster geben bei diesem Saloonfeger den Ton an. Erst mit "Baby I’m Right" driftet Rucker in deutlich ruhigere Gefilde ab. Ein grandioses melodisches Duett mit der famos (mit) singenden Mallary Hope (im Stile von Lee Ann Womack, Chely Wright), das so ein wenig an frühere Kollaborationen von Josh Abbott (Josh Abott Band) und Kacey Musgraves erinnert. Klasse hier die von Andy Leftwich gespielte zirpende Mandoline. Das Titelstück "Southern Style" ist eine herrliche Hommage an das Lebensgefühl des Südens mit all seinen Klischees ("…she loves Lil Wayne and Lynyrd Skynyrd, keeps her tan lines in the winter…"), musikalisch natürlich mit typischer Slide-Gitarre (Pat Buchanan und Rich Robinson) in Szene gesetzt. Das mit Josh Thompson und Jessi Alexander geschriebene "High On Life" bietet ebenso wie das fröhliche "You, Me And My Guitar" (beide wieder mit toller Mandoline) beschwingten Southern Country Rock, während der Lovesong "Perfect", sowie das klasse instrumentierte "Low Country" (Slide und Manoline, Orgel) eher balladeskere, melancholischere Töne anstimmen. Hier kommt Darius‘ markanter Gesang (übrigen wieder eine Glanzleistung von ihm) natürlich besonders gut zur Geltung. "Need You More" mit synthetischen Streicherarrangements und Harmoniegesängen im Power-Refrain ist der Blockbuster-taugliche Song für Ruckers kommende Stadion-Auftritte. Schönen ruralen Country mit positiver Aura serviert Rucker auf "Half Full Dixie Cup". Das herrliche Zusammenwirken von Aubrey Haynies Fiddle und Mike Johnsons Dobro machen diesen musikalischen Becher halbvoll und nicht halb leer. 'Lighter Up" stampft unter der Führung von Bobby Terrys Banjo und knackigen E-Gitarren in Southern Rock-Manier, bevor Darius mit den Abschlusstracks "You Can Have Charleston" (in seiner Heimatstadt wurde übrigens jetzt zu seinen Ehren eine Straße in den Darius-Rucker-Boulevard umbenannt) und "So I Sang" in deutlich nachdenklicheres, teilweise autobiografisches Material driftet. Zwei Stücke voller Intensität, die nochmal seine einzigartige Stimme in den Vordergrund rücken. Produziert haben die beiden Urgesteine Frank Rogers (acht Songs) und Keith Stegall (fünf Songs) in einem angenehm klingenden Soundspektrum. Darius Rucker fügt der Liste seiner bisherigen, hervorragenden Alben mit "Southern Style" ein weiteres, ganz wundervolles Werk hinzu. Die Lieder fließen in ihrer Lockerheit und mit ihren herrlichen Melodien nur so in unsere Ohren. Klare, durchaus traditionell fundamentierte, natürliche, wunderschöne, dabei auch absolut den Nerv der Zeit treffende Countrymusic vom Allerfeinsten! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Homegrown Honey - 3:24
2. Good For A Good Time - 3:39
3. Baby I'm Right (feat. Mallary Hope) - 3:12
4. Southern Style - 3:56
5. High On Life - 3:33
6. Perfect - 3:21
7. You, Me And My Guitar - 3:16
8. Low Country - 4:11
9. Need You More - 3:30
10. Half Full Dixie Cup - 3:33
11. Lighter Up - 3:15
12. You Can Have Charleston - 4:28
13. So I Sang - 3:27

Art-Nr.: 8858
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Rufus Huff - same [2009]
Leute, Leute, über Eurem musikalischem Equipment braut sich mächtig was zusammen. Unbedingte, unerschütterliche Standfestigkeit ist zwingend von Nöten. Mit aller nur erdenklichen Urgewalt und Wucht entladen sich Rufus Huff ihrer Energie - und wenn Eure Anlage den Durchlauf deren Debutalbums unbeschadet überstanden hat, dann hat sie auch ihre wahre Belastungsprobe gemeistert. Was für ein hartes, lautes, raues, urwüchsiges, dreckiges, "geiles" Seventies-based, voller "Souhern-grit" steckendes, monströses (Heavy) Guitar Bluesrock/Rock-Donnerwetter! Das Quartett aus South Central Kentucky um den begnadeten Gitarristen "of the South's hardest country rockers, The Kentucky Headhunters", Greg Martin (Vater des Black Stone Cherry-Drummers John Fred Young), spielt auf, als wolle es keinen Stein auf dem anderen lassen. Baumstark! Rufus Huff, benannt nach den beiden Blues-Leuten Whistlin' Rufus und Luther Huff, enstanden während einer Jam-Session 2005 in Glasgow/Kentucky und bestehen seitdem neben Greg Martin noch aus dem großartigen Sänger/Shouter Jarrod England (der Bursche klingt wie eine vor Testosteron nur so strotzende, Whiskey-resistente Mischung aus Robert Plant, Sammy Hagar und Leslie West) und der bravourös arbeitenden Rhythmus-Fraktion Dean Smith (Bass) und Chris Hardesty. Das Terrain, das sie beackern ist laut, schwerblütig, rau, teils ein wenig funky, sehr "tight" und "steeped in the tradition of Cream, Jeff Beck, early Led Zeppelin, Mountain, Jimmy Hendrix's Band Of Gypsies, Cactus and ZZ Top", immer durchzogen von dem "Spirit" des Südens. Geprägt wird das Ganze vorwiegend von Greg Martin's grandioser Gitarrenarbeit und Jarrod England's intensivem Gesang. Martin brilliert mit endlosen, ungemein rauen, dreckigen, kochenden und dampfenden Gitarrenausflügen, bei denen er sich teilweise in einen regelrechten Rausch zu speilen scheint. Das ist pure Inspiration, pures Feuer! Großartig, wie er aus einem seiner ausgedehnten, "berauschten" und hingebungsvollen Soli immer wieder zurück in die Spur der den Rhytmus mitprägenden, satten, brodelnden Riffs findet. "Real handmade guitarwork" mit allen Ecken und Kanten! Irre stark! Dazu England's gewaltiges Organ. Zuweilen scheint es, als wolle er sich die Seele aus dem Hals "röhren"! Los geht's mit dem prächtigen "13 daze": Toller Groove, leichte Funk- und Swamp-Note, knochenharte Riffs - und gleich ein Wahnsinns Gitarren-Ritt von Greg Martin, während dem er rund 2 1/2 Minuten lang seine Saiten nach allen Regeln der Kunst verbiegt. Hammer! Schon nach den ersten 5 Minuten brennt die Hütte lichterloh! Es folgt der mit schweren, Zeppelin-mäßigen Riffs angerührte, massive Bluesrocker "High on heaven hill", an dem sicher neben der Mountain- auch die Gov't Mule-Fraktion ihre helle Freude haben wird. Ungemein wuchtig! Martin lässt ein höllisches Slide-Gewitter über uns hereinbrechen und Drummer Chris Hardesty treibt den Rhythmus zusammen mit Bassist Dean Smith wie ein Stahlross voran. Meine Güte, da ist man als Zuhörer schon nach dem zweiten Stück "geschafft"! Doch die Truppe lässt nicht locker: Mit dem tierisch kochenden Southern-Bluesrocker "Run Rufus run", im Ursprung übrigens eine von Dale Ann Bradley und Vicki Lyn Simmons geschriebene Bluegrass-Nummer, geht's unvermindert intensiv weiter. Es knistert im Gebälk! Glühende, erbarmungslose Gitarrenläufe und unbändige Power ziehen unaufhaltsam ihre Kreise. Rufus Huff holen alles aus sich raus - und das während der gesamten 60 Minuten dieses tierischen Albums. Erwähnenswert sind auch noch die beiden Coverversionen der Blues-Standards "Good morning little school girl" von "Sonny Boy" Williamson und Willie Dixon's "I ain't supersticious", aus denen sie jewels einen furiosen Boogie machen. Die Band legt im übrigen großen Wert auf das Retro-Feeling und betont, dass bis auf wenige Overdubs der überwiegende Teil des Material live, und damit sehr authentisch, im Studio eingespielt wurde. Große Klasse! Rufus Huff "kicks your 70's Southern Fried Rock N' Blues, Funk and Boogie-ass"! Wir sind, im positivsten Sinne, einfach "platt"!

Das komplette Tracklisting:

1 13 Daze - 4:52   
2 High on Heaven Hill - 4:37   
3 Run Rufus Run - 5:43   
4 El Lago - 6:21   
5 Shirley's - 5:13   
6 Gotta Have Her Name - 5:54   
7 Good Morning Little School Girl - 5:23   
8 It's All Right - 5:49   
9 The Bottom - 6:24   
10 Hain't No Good Life - 4:48   
11 I Ain't Superstitious - 2:49   
12 Funky Junk - 1:40

Art-Nr.: 6376
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
13 daze
High on heaven hill
Run Rufus run
Shirley's
It's all right
I ain't supersticious

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Runaway June - blue roses [2019]
Großartiges, erfrischendes Debutalbum von Runaway June, einem Mädels-Trios aus Nashville/TN, bestehend aus Naomi Cooke (lead vocals and guitar), Hannah Mulholland (vocals and mandolin) und Jennifer Wayne (vocals and guitar). Ausgestattet mit immensem gesanglichen Potential (die Harmonie-Gesänge sind wundervoll) präsentieren diese "Countrygirls" eine mit viel Hit-Potential ausgestattete Mischung aus gut gelauntem, von tollen Melodien und sehr schönen Arrangements geprägtem (vorwiegend in knackigem Gitarrensound), musikalisch exzellent dargebotenem New Country und Country-Pop, glücklicherweise ohne aufgesetzte, Genre-fremde Schnörkel. Das ist weitestgehend handgemachte Musik, bei der die absolute Studioelite Nashville's am Start ist, wie etwa Dan Dugmore, Ross Copperman, Tom Bukovac, Dann Huff (der auch produzierte) Tony Lucido, Nir Z, Ilya Toshinsky, und, und, und. Die Songs gehen riunter wie Öl, sorgen unweigerlich für gute Laune und ein "sonniges" Gemüt. Enthält u. a. eine sehr starke Coverversion von Dwight Yoakam's großem Hit "Fast as you". Herrlich auch das wunderbare Titelstück "Blue roses", eine waschechte, lupenreine Countryballade mit zeitlos schöner Melodie. Die Drei überzeugen auf ganzer Linie. Tolle Musik für die Fans solcher Bands und Kolleginnen wie Little Big Town, Pistol Annies, Lady Antebellum, Jennifer Nettles und Sugarland, und vsicher auch der guten, alten Dixie Chicks.

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Country trio Runaway June are comprised of r. Naomi Cooke on lead vocals and guitar; Hannah Mulholland on vocals and mandolin and Jennifer Wayne on vocals and guitar. The girls have become the first all female trio to gain two country top 40 hits in a decade and their new album Blue Roses is released in the same month as their name – a fitting choice for a light and fun summer album of sweet country pop.
Opener Head Over Heels is a fresh and feisty break up song about getting over someone – a kind of New Rules for the country genre. Then we have their hit Buy Your Own Drinks, which brings some Miranda Lambert level of sass to the album. It’s a great song, an independent women drinking anthem which has even done well at country radio – a miracle in this day and age.
We Were Rich is a lovely moment, showing a more vulnerable side to the group. The song is drenched in the nostalgia of childhood, telling stories of growing up poor but happy. This is one of the few songs on the album not written by the band but they sell it like it’s their own story. Maybe a rootsier production style would have silenced the genre purists but it’s engaging nevertheless.
Got Me Where I Want You shows off their beautiful harmonies. Trouble With This Town enlists songwriting help from Liz Rose, and the results are catchy and reminiscent of Carrie Underwood, who the band have been supporting on tour recently.
The choice to cover Dwight Yoakam’s Fast As You should be applauded, showing these girls care about honouring the greats of country genre. In their hands it’s a sassy slice of fun, with some sweet banjo making it one of the most enjoyable moments on the album.
Blue Roses is a classic country ballad, a wistful moment of sadness to finish the album using the central flower metaphor to lovely effect. Dolly herself would be proud to sing this one.
My only concern for Runaway June is that we are working in a social media age where personality helps to sell the music so when you’re a group it is harder for your audience to get to connect with you individually. Compared to groups like Pistol Annies, I’m With Her and The Highwoman who were known personalities first, you feel Runaway June are playing catch up a little. Still with the return of the Dixie Chicks imminent maybe the time for the revival of great country girl groups is now.
Blue Roses is an enjoyable debut album and there there is much potential here. I hope that country music gives this band enough attention to allow them to gain success they deserve. (Michelle Lindsey / Highway Queens)

Das komplette Tracklisting:

1. Head Over Heels - 3:09
2. Buy My Own Drinks - 3:26
3. We Were Rich - 3:38
4. I Know The Way - 3:08
5. Trouble With This Town - 2:59
6. Got Me Where I Want You - 3:14
7. Fast As You - 3:15
8. I Am Too - 3:02
9. Good, Bad & Ugly - 3:04
10. Blue Roses - 3:25

Art-Nr.: 9844
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Santini, Brandon - the longshot [2019]
Brandon Santini, ein wahrer Meister der Bluesharp, stammt aus der Region um Piedmont/North Carolina und lebt seit 2003 in Memphis/Tennessee. Sowohl die alte, als auch die neue Heimat hinterlassen deutlich ihre Spuren in Santini's Musik, der auf seinem neuen Album "The longshot" mit einer baumstarken Mischung aus Roots-, Beale Street-, Southern- und Delta beeinflußtem Blues, auch mit traditionellen Strömungen, und entsprechenden Rock-Vorlieben brilliert. Das alles kommt, untergebracht in durchweg exzellentem Songamterial, herrlich ursprünglich, unbeschwert, und entspringt einer schön erdigen, dreckigen Roots-Basis. Die Songs wirken dabei trotz ausgeprägter Spielfreude sehr gut strukturiert und stecken, trotz ihres rauen Charmes, voller starker Melodien. Die exzellenten Musiker, das sind neben Santni mit seinen Sanges- und Mundharmonikakünsten, u. a. die beiden klasse aufspielenden Gitarristen Timo Arthur und Greg Gumpel (Slide), Chuck Combs am Bass, Reid Muchow an den Drums und der unwiderstehliche, vor allem auch durch seine Aktivitäten bei Robert Randolph and The Family Band, sowie im Umfeld von The Allman Brothers Band und Gov't Mule in Erscheinung getretene und nun als siebtes Mitglied der gerade gegründeten Allman Betts Band (Devon Allman und Duane Betts) bestätigte Keyboarder John Ginty, machen einen fantastischen Job. Ginty hat das Album, gemeinsam mit Ben Elliott und dem Protagonisten selbst, zudem auch hervorragend produziert. Bis auf eine fantastische Coverversion der alten Willie Dixon-Nummer "Evil (is going on)" stammen sämtliche Songs aus der Feder des Protagonisten, vereinzelt gemeinsam mit Co-Autoren, was, gemessen an der hohen Qualität, seine umfassenden, musikalischen Fähigkeiten zusätzlich unterstreicht. Los geht's mit dem wunderbar dynamischen, gut in die Beine gehenden, von einem klasse Percussion-Drive und dreckigen Gitarrenriffs geführten und einem feinen North Mississippi Hill Country-Vibe umwehten Roots-/Blues-/Rock'n Roller "Don't come around here", mit dem das Album gleich richtig Fahrt aufnimmt. Santini singt sehr stark, holt aber im Break auch gleich seine Bluesharp raus und beglückt uns mit einem fulminanten, erdigen Solo. "A monster harpoon man"! Mit dem folgenden "Beggin' baby" hören wir einen prächtigen, rauen Roots-/Bluesrocker, der ein wenig swampig und mit sehr viel "Spirit" daherkommt. Sehr stark präsentieren sich hier die beiden, oben erwähnten Gitarrristen, mit tollem Lead- und Slide-Spiel, vor allem auch, wenn sie nahezu synchron zu Santini's Gesang agieren. Ein bluesiges Harp-Solo darf natürlich auch nicht fehlen. Alles passt hervorragend zusammen. Es folgt die wundervolle, sehr melodische, genauso lockere, wie unterschwellig schwüle Roots-/Americana-Nummer "One more day", deren dezentes und harmonisches Countryrock-Ambiente Santini schließlich mit seinem schön dreckigen Bluesharpspiel gezielt unterbricht. Toll arrangiert! Grandios auch das treibende, ordentlich nach vorn rockende "Heartbreaker" mit seinen elektrisierenden, glühenden Gitarrenlicks (inkl. "unter Strom" stehendem Solo) und den dreckigen Harp-Attacken, sowie der wunderschöne, balladeske, genauso erdige, wie lockere, flockige Americana-Rocker "Broken bones" mit seinen großartigen Mundharmonika-Klängen, Ginty's tollem Orgel-Background und der prächtig integrierten, unaufdringlichen Slideguitar. Wie ein unaufhaltsam durch die "Southlands" rollender "Bluestrain" kommt schließlich das ordentlich dampfende "Back to you" auf uns zu, inkl. treibender Gitarrenriffs, einem tierischen Gitarrensolo, tollen Orgel-Fills und der obligatorischen Bluesharp. Auch der drückende, dennoch lockere, durchaus traditionell verwurzelte, mit akustischen und elektrischen Gitarren und klasse Harp-Licks inszenierte Southern-/Roots-Blues "Going home" ist ein "Knüller". Brandon Santini und seine Freunde hauen mit "The longshot" ein echtes Rootsrock-/Bluesrock-Highlight raus, das keine Wünsche offen lässt. Macht richtig Laune, diesem erdigen "Gebräu" zu lauschen. Volltreffer!

Das komplette Tracklisting:

1. Don't Come Around Here - 4:20
2. Beggin' Baby - 4:04
3. One More Day - 4:50
4. Drive You off My Mind - 3:47
5. Heartbreaker - 5:15
6. Broken Bones - 4:51
7. Back to You - 4:42
8. My Worried Mind - 4:40
9. Going Home - 4:07
10. Evil (Is Going on) - 4:59
11. Somebody's Gotta Go - 4:39

Art-Nr.: 9781
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Don't come around here
Beggin' Baby
One more day
Heartbreaker
Broken bones
Back to you
Going home

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Satcher, Leslie - gypsy boots [2011]
Tolles Album der angesehenen Nashville-Songschreiberin! Leslie Satcher ist vermutlich den meisten New Country-Fans ein Begriff. Die dürfte ungefähr so jedem, der Tonträger dieser Sparte besitzt ganz sicher schon über den Weg gelaufen sein, sie zählt nämlich mit zu den prominentestenn Songwiterinnen der Szene und hat für unzählige Leute wie u.a. George Strait, Patty Loveless, Vince Gill, Willie Nelson, Reba McEntire, Gretchen Wilson oder Martina McBride Kompositionen beigesteuert. Untergegangen ist vermutlich ein wenig, dass sie auch eine hervorragende Musikerin und Sängerin ist. Mit "Gypsy Boots" hat sie jetzt ihren bereits dritten Silberling am Start. Leslie Satcher stammt ursprünglich aus Paris, Texas, zog aber 1989 nach Nashville, um ihr Musikglück zu versuchen, was dann ja auch songwritertechnisch höchst erfolgreich geklappt hat. Ihr neues Werk zeigt sie nun wieder einmal als eigenständige Interpretin auf dem bisherigen Höhepunkt ihres Schaffens. Das Album ist ein ungemein abwechslungsreiches Konglomerat aus angriffslustigen, Energie-geladenen, kraftvollen, oft schön swampigen, bluesigen, rootsigen, deltamäßigen Countrysongs, garniert mit einigen traditionellen Countryballden im Stile der großen Old School-Heldinnen, die allesamt eina, allerdings sehr dezentes, spirituelles Flair durchzieht (Leslie ist ein tiefgläubiger Mensch - ihre musikalische Karriere begann ja auch schon als Kind im Kirchenchor), ohne dabei, wie gesagt, zu dick aufzutragen. Schon bei den beiden Auftaktstücken "Where I Am" und "Delta Wedding" spürt man unweigerlich diese schwüle, schweißgetränkte Hitze des Südens, musikalisch umgesetzt auf herrlich authentische Art und Weise (beißend scharf gespielte Akustikgitarre, erdige, rockige Slidegitarren, sperrige Fiddle und schwer gurgelnde Orgeltöne, biestiger, keifender Gesang), das man unweigerlich den Drang verspürt, sich ein kaltes Bier aus dem Kühlschrank zu fischen. Gleiches gilt für den Titeltrack, den sie in Zusammenarbeit mit Terri Clark und Jon Randall geschrieben hat und der von Clark bereits für ihr früheres Album "The Long Way Home" aufgegriffen wurde. Diese Version schneidet durch Satchers stärkeren Gesang noch besser ab. Große Klasse! "In The Shadows Of Your Wings" wird von einem leichten Heartlandtouch umwoben. Hier erinnert Satcher fast ein wenig an Heart-Frontfrau Ann Wilson (auch optisch ein ähnlicher Typ), als hätte die plötzlich Bock auf Country bekommen. Der wohl rockigste Song ist das von ihr zusammen mit Jim Beavers komponierte "And The Well Run Dry" ein richtig schön aggressiv gesungener Kracher mit satten E-Gitarren. Es gibt natürlich eine ganze Reihe Lieder in typisch traditioneller retrobehafteter, purer Countrymanier ("Reason To Hang On", "Sing Like Loretta Lynn", "Lonely Don’t You Know When To Leave", "If I Had Wings" - z.T. richtig schöne "Schwofer"), die mit Steel, Fiddle und den allseits beliebten, emotionalen Countryrefrains daherkommen. Klasse ebenfalls "Rock Of Love", bei dem man die Handschrift von Mitschreiber Vince Gill (Song ist auch auf seinem "These Days"-4er-Album von 2006), deutlich erkennen kann. Auch das mit Delbert McClinton und Al Anderson kreierte, sehr fetzige "Somethin' 'Bout You Lovin'" verbreitet mächtig Laune (furioses Honky Tonk-Piano in Jerry Lee Lewis-Manier)."Tough" ist, wie der Titel es kurz und bündig ausdrückt, ein richtig tougher Countryrocker, der, Kenner werden es wissen, auch auf Kellie Pickler's, vor einigen Monaten erschienenem bärenstarkem "100 Proof"-Silberling zu finden ist. Wieder weiß Leslie hier mit ihrer Stimmstärke zu punkten. Ein weiteres mit Jon Randall komponiertes Stück, "Where that train was going", hat erneut dieses schöne, swampige Bluesfeeling. Ganz am Ende "röhrt" sie dann nochmal so richtig, ohne instrumentelle Begleitung, bei "Georgia Trip '56" los, das von einem damaligen Besuch ihres Vaters bei der Verwandtschaft erzählt. Mann, kann die singen! Beeindruckend! Leslie Satcher's drittes Album "Gypsy Boots" lässt die erfolgreiche Songschreiberin mal in ganz anderem Licht erscheinen. Die Dame hat nicht nur kompositorisch gewaltige was zu bieten, sondern braucht sich auch als Interpretin vor keiner der arrivierten, weiblichen Größen Nashville's zu verstecken. Im Gegenteil! Ein Riesen-Kompliment an Leslie Satcher für dieses exzellente Album! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Where I Am 3:40
2. Delta Wedding 4:13
3. In the Shadow of Your Wings 4:02
4. Gypsy Boots 3:23
5. Reasons to Hang On 3:41
6. And the Well Run Dry 2:39
7. Sing Like Loretta Lynn 3:14
8. Lonely Don't Know When to Leave 3:53
9. Rock of Your Love 3:23
10. Tough 2:50
11. Somethin' 'Bout Your Lovin" 2:53
12. Where That Train Was Going 4:34
13. If I Had Wings 4:06
14. Georgia Trip '56 (Big Daddy) 3:19

Art-Nr.: 7802
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 6,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Where I am
In the shadow of your wings
Gypsy boots
Reasons to hang on
Lonely don't know when to leave
Tough
Somethin' 'bout your lovin'

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Sawyer Brown - can you hear me now [2002]
Zu ihrem 20. Bandjubiläum liefern Sawyer Brown mit ihrem 18. Werk "Can you hear me now" wohl eines ihrer stärksten ab. "Country's rowdy twentysomething party boys" der 80iger und frühen 90iger Jahre sind reifer und älter, vielleicht sogar etwas ernster, nachdenklicher und sentimentaler geworden. Das spiegelt sich positiv in der Auswahl ihrer Songs wider. Natürlich gibt es immer noch die fetzigen, fröhlichen, gut losgehenden, voller Clichès steckenden, typischen Sawyer Brown-Country-Party-Pop-Rocker, doch sie schlagen auch hin und wieder, vor allem textlich, etwas bedächtigere Töne an. Musikalisch geht es überwiegend flott zu Werke. Basis ist ein gitarrenorientierter Sound, aus dem Mark Miller's typischer Gesang hervorsticht, unterstützt von breitem, mehrstimmigem Harmoniegesang. Das Songmaterial (bei 5 Tracks hat Dave Loggins als Autor mitgewirkt) ist sehr gelungen, gespickt mit ein paar Highlights, die die Jungs an alte Erfolge anknüpfen lassen sollten. Zum Beispiel das Titelstück, eine sehr flockige, melodische, frische Nummer mit feinem Gitarrendrive und prächtigem Harmoniegesang, das ganz typische, pop-rockige, fröhliche "I need a girlfriend", die lockere, akustisch orientierte, flotte Single "Circles", die knackige Ballade "Where was I", die lässige, frische, sofort ins Ohr gehende New Country-Nummer "When the sun don't always shine", begleitet von feiner Fiddle und Steel, oder der NRBQ-like Boogie Countryrocker "Hard hard world" mit seinen nachdenklichen Lyriks! "Can you hear me now" zeigt einen deutlichen Formanstieg bei Sawyer Brown. Sehr erfreulich! Ein dem Jubiläum würdiges Album!

Art-Nr.: 1616
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

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Schlegel, Becky - dandelion [2010]
Möchte man für Countrymusic einmal das Adjektiv "edel" verwenden, so trifft dies wohl unumwunden auf das neue Album der wunderbaren Becky Schlegel zu. "Dandelion", das bereits siebte Werk der lange Jahre in Minnesota ansässig gewesenen, aus South Dakota stammenden und nun nach Nashville übergesiedelten Singer-Songwriterin, ist eine ganz exquisite Darbietung völlig entspannter, reiner, aus bluegrassigen Wurzeln entspringender, semi-akustischer Countrymusic mit einem Hauch von Americana und Folk. Erhabene Schönheit, vollendete Musikalität und wundervolle Melodien erzeugen eine Magie, der man sich kaum entziehen kann. Kritallklarer Gesang, ein sehr transparenter, ebenso klarer Sound und sparsame Arrangements aus akustischen Gitarren, Banjo, Mandoline, Dobro, auch einmal einem schönen Piano, einer heulenden Steelguitar und einer im Hintergrund agierenden, absolut unaufdringlichen E-Gitarre, rhythmisch unterstützt von einem warm zupfenden Bass und schön dezent, aber effektiv eingesetzten Drums und Percussion bestmmen das Geschehen. Becky's genauso fragil wie kraftvoll wirkende, großartige Stimme empfindet man zuweilen wie eine wohl klingende Mischung aus Alison Krauss, der großen Dolly Parton und Jewel Kilcher. Auch musikalisch passt dieser Vergleich, wobei man durchaus in ihren Liedern auch auf Spuren von Emmylou Harris, Nanci Griffith, Rhonda Vincent und Patty Griffin stösst. Begleitet wird sie neben ihrer derzeitigen Live-Band (dort spielen u.a. solch grandiose Picker wie der exzellente Randy Kohrs, der ebenfalls gerade mit einem tollen Album in Erscheinung getretene Josh Williams und Missy Raines) von eine Reihe von Ausnahmemusikern wie Benny Weinbeck (Piano) Kenny Wilson (E-Gitarre, Pedal Steel), Phil Hey (Drums, Percussion) Brian Fesler (Banjo, Acoustic Gitarre, E-Gitarre) und Gordon Johnson (Bass). Becky Schlegel beschreibt die Songs als sehr relaxt und spontan, die Atmosphäre als überaus natürlich und intim. Und das kommt einfach großartig und sehr authentisch rüber. Eröffnet wird das Album mit dem feinen "Anna", das einer musikalischen Kreuzung von Alison Krauss und Jewel sehr nahe kommt. Eine faszinierend und lässig zwischen Country und Folk hin und her balancierende Singer-Songwriter Nummer mit engelhaftem Gesang Becky's, spartanisch instrumentiert, ausschließlich mit akustischer Gitarre (gespielt von Becky Schlegel selbst), großartigem Standup-Bass und kaum wahrnehmbaren Fills einer elektrischen Gitarre. Nach dem Titelstück "Dandelion", einer tollen, von Brian Fesler's markantem Banjospiel geprägten, grassigen Americana-Nummer, folgt mit dem lockeren, flockigen, voller herrlicher Steelguitar-, Mandolinen- (Josh Williams) und Acoustic Gitarren-Passagen steckenden "Colorado line" ein wunderschöner, frischer, "flowing" Countrysong mit absolutem Gänsehaut-Charakter. Von einer wundervollen Natürlichkeit und Ursprünglichkeit geprägt ist das folgende "Nowhere bound". Eine geradezu hinreissend vorgetragene, entspannte, unverfälschte Americana-/Countrynummer, eingepackt in einem, aus der spröden Schönheit und wohligen Wärme exzellenten E-Gitarren-Spiels (schöne Baritone-Klänge), glasklarer Acoustic Gitarren-Begleitung und trockener Percussion "gestrickten" Mantel. Dieses "gritty" Ambiente und Becky's prächtiger Gesang bilden eine unwiderstehliche Kombination. Herrlich! Wie zum Beispiel auch die von feinen Pedal Steel- und E-Gitarren-Linien durchzogene, flockige, reine Countrynummer "I never loved you cowboy", das lockere, traumhaft melodische, ein wenig an Nanci Griffith's vergangene, glanzvolle Country-Tage erinnernde "Cincinnati" (wimmernde Steelguitar, prächtiges Banjo-Picking), die leicht bluegrassig angehauchte, wie ein feines, klares Rinnsal in unsere Ohren fliessende, von schönem Gitarren- und Mandolinenspiel begleitete, wohlig plätschernde Acoustic Country-Nummer "Reunion" (die dezenten Mundharmonika-Klänge sorgen für zusätzliche Frische und Natürlichkeit), u.s.w., u.s.w.! Ein absoluter Hochgenuss frischer, reiner, dezent Americana-angehauchter, natürlicher, semi-akustischer Countrymusic dieses "sweet songbird of the prairie", wie Becky Schlegel einst überaus treffend von einem amerikanischen Journalisten bezeichnet wurde.

Die komplette Songliste:

1 Anna - 3:35   
2 Dandelion - 3:24   
3 Colorado Line - 4:48   
4 Nowhere Bound - 4:04   
5 I Never Loved You Cowboy - 3:56   
6 I Never Needed You - 4:45   
7 So Embarrassing - 4:00   
8 The Way You Are - 4:39   
9 Don't Leave It Up To Me - 4:16   
10 When It Rains - 3:39   
11 Cincinnati - 2:44   
12 Reunion - 3:51   
13 If I Were A Poet - 2:27

Art-Nr.: 6869
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Anna
Colorado line
Nowhere bound
I never loved you cowboy
Cincinnati
Reunion

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Seals, Brady - play time [2009]
Countrymusic, genauer gesagt "rockin'" Countrymusic (man kann sie auch als "Hillbilly Rock" bezeichnen) kann so viel Laune machen. Klassische Traditionalisten, straighte Countryrocker, anspruchsvolle New Country-Fans, wie auch für modernen, esperimentierfreudigen Countryspass offene Gesellen - sie alle werden ihre helle Freude an "Play time" haben, denn das ist einfach nur wunderbarerer, herrlicher, losgelassener, unbeschwerter "pure country fun"! "Kinder erinnern uns immer wieder daran, dass die 'Zeit des Spielens' ein essentieller Teil unserer täglichen Routine ist", sagte einst der amerikanische Philosoph und Schriftsteller Ralph Waldo Emerson (1803 - 1882). Recht hat er! Viel zu oft verlieren Erwachsene die wirklich wichtigen Dinge des Lebens aus den Augen. Arbeit, Hektik, Zeitdruck und Stress bestimmen den Alltag. Dabei ist es so wichtig auch mal Zeit für sich selbst zu finden. Vollkommen simple Dinge können die Lebensqualität wieder deutlich steigern: Ein tolles Buch lesen, mit Freunden ausgehen, ein Konzert besuchen, oder einfach mal ein aufmunterndes, nichts weiter als Spass verbreitendes, schönes (Country)Album hören. Und genau hier kommt Brady Seals' (ex-Little Texas, ex-Hot Apple Pie) großartiges, neues Solo-Album ins Spiel, denn es ist "all about having a good time". Seals, vor rund 20 Jahren mit Little Texas in der Countryszene ganz oben (Co-Autor solcher Riesen-Hits wie "God bless Texas", "Amy's back in Austin" und "My love"), liebte es schon immer, ein wenig zu provozieren und musikalisch die Dinge umzusetzen, die ihm wirklich Freude bereiten. Kommerzieller Erfolg war zweitrangig. Er liess sich nie verbiegen. Es zählt nur die einhundertprozentige Identifikation mit der eigenen Arbeit, nichts weiter. Und das kommt auch bei "Play time" wieder eindrucksvoll rüber. Was für großartiges Songmaterial! Abwechslungsreich, rockig, experimentierfreudig, rough, völlig unbeschwert, voller Dynamik und mit immenser musikalischer Klasse gehen er und seine exzellenten Begleitmusiker (u.a. Jeff King, Wayne Killius, Bruce Bouton, Larry Franklin, Stan Lynch, Tom Bukovac, Dwight Yoakam und bei 3 Songs auch die alten Kollegen von Hot Apple Pie) ans Werk. Die Jungs haben mit ihren Stücken "about beer and girls, who like to drink and party" und allerlei sonstigen brisanten und verbotenen Dinge, auf die wir lieber nicht näher eingehen, richtig Spaß - und wir mit ihnen. Wunderbare Melodien, viel Schwung und herrliche Hooklines ziehen sich durch die Songs. Das Zeug geht nicht nur in die Beine (hier ist jede Menge "Stoff" vorhanden, der die Cowgirls und Cowboys in Scharen auf die Tanzfläche treiben wird), sondern auch in die Ohren. Trotz aller Freude am Ausprobieren (abgefahren beispielsweise das von funkigen Rhythmen und Rap-ähnlichem Sprechgesang geprägte, vordergründig wohl so manchen Traditionalisten in den Wahnsinn treibende, dennoch durchaus klassisch Country-verwurzelte, prächtig hängen bleibende "Farm boy", oder das verrückte Techno-Squaredance-Experiment "Asking questions") und den kernig rockigen Klängen (bis auf die soeben erwähnten Tracks hören wir weitestgehend sehr dynamischen, geradeaus gespielten, puren Honky Tonk-Rock) sind die Wurzeln immer durch und durch klassisch Country. Würzige E-Gitarren, straighte Riffs, immer wieder ergänzt durch klimperndes Piano, schöne Steelguitar und surrende Fiddle, bestimmen das Bild. Und Brady Seals ist zudem ein klasse Sänger! Nahezu jeder Song ist ein Highlight für sich. Nehmen wir beispielsweise den erdigen, mit einem tierischen Drive ausgestatteten, toughen Roadhouse Honky Tonker "Eeny Meny Miny Moe" (satte Gitarren, feurige Slide, erinnert etwas an Dan Baird's "Keep your hands to yourself" - nur mehr Country), den einen Heidenspass verbreitenden und jedem Cowboy richtig "Feuer unterm Hintern" machenden Two-Stepper "Ho down" (die Tanzflächen werden voll sein bei diesem "Heuler"), den genauso fetzigen wie traditionellen Honky Tonk Country-Rock'n Roller "Been there, drunk that", der wie eine grandiose Kombination aus dem klassischen Rodney Crowell und Dwight Yoakam klingt (permanent nach vorn gehendes Drumming, klimperndes Piano, heulende Fiddle, jaulende Steel, erdige E-Gitarre), den schwungvollen, klassischen, rockigen Countryfeger "Trucker song" (starke Baritone E-Gitarre), den total traditionellen, mit schöner Fiddle und Steel garnierten, knackigen, rauen Gitarren-Country-Riff-Rocker "Better every beer" (im übrigen eine Billy Yates-Nummer), und, und, und - das alles ist eine tolle Ansammlung von prächtigen "fun-lovin' tongue-in-cheek"-Songs! "Play time" will nichts mehr als pure Freude bereiten - und das gelingt zu einhundert Prozent! Bravo Brady Seals!

Das komplette Tracklisting:

1 Eeny Meny Miny Moe - 3:28   
2 Ho Down - 2:51   
3 Been There, Drunk That - 3:01   
4 Trucker Song - 2:57   
5 Better Every Beer - 3:09   
6 Farm Boy - 2:48   
7 Askin' Questions - 3:25   
8 Everybody Smokes in Hell - 3:29   
9 You'll Come Running - 3:24   
10 Bubba's Pimpin' Ride - 3:12   
11 Farmer Brown - 2:54

Art-Nr.: 6619
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Eeny Meny Miny Moe
Ho down
Trucker song
Better every beer
Farm boy
Askin' questions
You'll come running

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Secret Sisters, The - put your needle down [2014]
Faszinierend, was diese beiden Mädels präsentieren! Als die Geschwister Lydia and Laura Rogers aus dem US-Bundesstaat Alabama mit ihrem von T Bone Burnett produzierten Debut vor 3 1/2 Jahren auf der Bildfläche erschienen, lag ihnen die Musikwelt sofort zu Füßen. Zu Recht! Nun folgt das zweite Album, wieder produziert von Burnett (er spielt zudem diverse Gitarren), und auch das ist ein einfach hinreissendes, wundervolles Teil geworden. Ausgestattet mit fantastischen Stimmen (tolle Harmonies), in der Lage großartige Songs zu komponieren und umgeben von herausragenden Musikern (u.a. Gurf Morlix-Gitarre, Jay Bellerose-Drums, Zachary Dawes-Bass), spielen die beiden einen geradezu magischen Mix aus Americana, Rootsrock, -pop und Country in der Tradition solcher Größen wie Buddy Miller, Emmylou Harris, Patty Griffin, The Avett Brothers, auch Lucinda Williams und Robert Plant's Band of Joy - und doch sind sie, gerade wegen ihres umwerfenden Gesangs, einzigartig. Allein schon solche bärenstarken Songs wie das flotte "If I don't", das aus den allerbesten Tagen der Dixie Chicks stammen könnte, der knackige, sehr rootsrockige Opener "Rattle my bones" (ausgestattet mit einer prächtigen Melodie und einem herrlichen, zwischen dem modernen Folkrock der Lumineers und einem gewissen Bo Diddley-Bluesflair balancierenden Feeling), dem "geheimnisvollen, swampigen "Iuka" (könnte aus einem David Lynch-Film stammen), die wunderschöne Americana-Ballade "Let there be lonely" mit ihren vielschichtigen Gitarren (vorzügliche Baritone-Gitarre), das an die Everly Brothers erinnernde "Lonely island", oder das traumhaft melodische, schwungvolle, mit einem faszinierenden Fifties-Buddy Holly-Rock'N Roll-Flair behaftete "Black and blue" sind schon die Investition für das komplette Album wert. Erneut ein ganz großer Wurf der Secret Sisters. Pure Magie!

Das komplette Tracklisting:

1. Rattle My Bones - 3:40
2. Iuka - 4:42
3. Dirty Lie - 2:54
4. The Pocket Knife - 4:34
5. Let There Be Lonely - 3:10
6. Black And Blue - 3:30
7. Lonely Island - 2:32
8. I Cannot Find A Way - 3:12
9. If I Don't - 3:53
10. Good Luck, Good Night, Goodbye - 3:34
11. Bad Habit - 4:44
12. River Jordan - 3:17

Art-Nr.: 8534
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Secret Sisters, The - you don't own me anymore [2017]
Großartiges, neues Album von Lydia and Laura Rogers aus dem US-Bundesstaat Alabama, aka The Secret Sisters, die, ausgestattet mit fantastischen Stimmen (hinreissender Harmonie-Gesang), erneut einen geradezu magischen Mix aus Folk, Country, Bluegrass, Gospel, Roots und Americana präsentieren. Songs wie etwa der folkig swingende Opener"Tennessee river runs low", das auf einem dem früheren Neil Young ähnelnden Groove basierende, auch ein wenig an The Band erinnernde "Mississippi", die erneut folkig agehauchten Americana-Nummern "Carry me" und "'Til it's over", das mit dem Material der jungen Emmylou Harris vergleichbare, wunderschöne "He's fine", das grassige "King Cotton", oder der herrliche, traditionelle Country-Waltz "Little again" zeigen eindrucksvoll, über welch außergeöhnliches, vielseitiges musikalisches Gespür die beiden und ihre exzellenten Begleitmusiker verfügen. Zum Genießen!

Hier ein Original U.S.-Review:

The Secret Sisters, much like the characters in some of their songs, know a thing or two about surviving. After a meteoric debut in 2010 shepherded by the likes of Dave Cobb and T Bone Burnett and heaps of praise for both their self-titled, cover-heavy album and their live shows, they found themselves dropped by their label, set adrift in a management change, and embroiled in a lawsuit. Ultimately, the sisters – Lydia and Laura Rogers – had to file personal bankruptcy. They went from opening shows for Bob Dylan and Paul Simon to cleaning houses to make ends meet. That’s a pretty tough spot from which to think about new music, but amid all the chaos, new songs were brewing. A nudge from Brandi Carlile (who ended up producing, along with her bandmates the Hanseroth twins) and a successful crowdfunding campaign brought You Don’t Own Me Anymore to life.
And what a vivid, beating-heart life it is. It’s hard to put this album on as background music when the characters reach out so openly, the music spills out so energetically, and the harmonies pull heartstrings so earnestly. Listen, each song compels, and learn something. Or at least feel something – and it seems nearly the whole range of human emotion is represented here, as realistically as a phone call from a friend or the pages of a diary.
Opening track “Tennessee River Runs Low” (check it out in the video below) is a delightfully retro-sounding declaration of intent – a statement that the Sisters are back and ready for whatever life might wish to dish out. And what follows is equally compelling and just plain great to listen to. “He’s Fine” captures with aching realism the heartbreak of being alone after the one you love ends up loving someone else, and “To All the Girls Who Cry” is a warm hug and a glass of wine to all sisters who are hurting. Title track “You Don’t Own Me Anymore” is simultaneously lovely and dark in sound, a chronicle of the process of standing up after being knocked down. It’s an entirely new take on an age-old theme – something the Secret Sisters prove on this album they excel at.
The sisters’ soaring harmonies sound like a letter found in a closet, nostalgic and classic – yet utterly modern as applied to songs that capture life in our own time. On You Don’t Own Me Anymore, the Secret Sisters have found their sound, and appear utterly at home and here to stay.
(Stacy Chandler / No Depression)

Das komplette Tracklisting:

1. Tennessee River Runs Low - 3:41
2. Mississippi - 4:23
3. Carry Me - 4:05
4. King Cotton - 3:12
5. Kathy's Song - 3:43
6. He's Fine - 3:43
7. To All the Girls Who Cry - 4:22
8. Little Again - 4:03
9. You Don't Own Me Anymore - 3:51
10. The Damage - 3:26
11. 'Til It's Over - 2:56
12. Flee as a Bird - 2:35

Art-Nr.: 9472
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tennessee river runs low
Mississippi
Carry me
King's cotton
He's fine
Little again
'Til it's over

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Selby, Mark - nine pound hammer [2008]
Wow! Nach einigen Acoustic-Ausflügen ist der Mann aus Oklahoma mit einem elektrischen Meisterwerk zurück - und was für eines! Bärenstark! Dreckiger, zündender Roots-/Bluesrock mit ungemein viel "Feeling"! Grandioses Songmaterial, prächtiger Gesang, meisterhaftes Lead-Gitarrenspiel von Selby - und immer eine angenehme, wunderbar hängen bleibende Melodik! Herrlich, wie man den "Staub" in dieser Musik spürt, diese unterschwellige, drückende Schwüle, die Intensität, ebenso wie eine stets präsente, wohl duftende Southern-Brise! Mark Selby gilt, ähnlich wie Tom Hambridge, in der amerikanischen New Country- und Americana-Welt, vor allem auch in Nashville, als einer der angesagtesten Songwriter für die dortigen Größen. Unzählige seiner Songs wurden zu Hits! Doch in seiner "Freizieit" ist es seine Berufung selbst Musik zu machen - und dort gehört seine Liebe eindeutig dem Roots- und dem Bluesrock. Selby ist ein absolutes Allround-Talent. Er ist nicht nur ein "Star" unter den amerikanischen Songwritern, nein, der Mann ist ein großartiger Sänger, ein charismatischer Performer und vor allem ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen versiertes, glühendes Spiel so manchen der vermeintlich etablierten Gitarrenheroes ganz alt aussehen lässt. Für sein neues Werk "Nine pound hammer" hat sich Selby im Sommer 2007 für einige Wochen in die Berge Colorados zurückgezogen um zusammen mit seiner Ehefrau Tia Sellers, ebenfalls eine in Nashville total angesagte und erfolgreiche Songwriterin, an dem neuen Material zu feilen. Herausgekommen sind wahre Songperlen des Roots-/Bluesrock, die Selby ohne jeden aufgemotzten Schnickschnak, erdig, direkt und ungeheuer intensiv mit seinen beiden großartigen Mitstreiten Charles Anderson am Bass und Daryl Burgess am Schalgzeug in Trio-Besetzung eingespielt hat. Was für wunderbare Grooves, welch (bei aller Wahrung des rootsigen "Drecks") herrliche Melodien, was für facettenreiche, mal lockere, mal regelrecht überkochende, glühende Gitarrenläufe! Seine Einflüsse von J.J. Cale über John Hiatt bis hin zu Stevie Ray Vaughan kombiniert er auf grandiose Art und Weise mit seinen eigenen Ideen! Ein kurzes, dreckiges Slide-Lick, trockene E-Gitarren-Riffs, dann eine dumpf, wie ein "Nine pound hammer" donnernde, drückende Bass-Drum in Verbindung mit einem Tambourine, der Drive nimmt zu, Selby's großartiger Gesang setzt ein - und schon ist der baumstarke Opener, das Titelstück, in vollem Gange: Ein gewaltig groovender, toller, kraftvoller, pulsierender Roots-/Bluesrocker von einer Klasse und mit einem Feeling, das sowohl die Freunde eines John Hiatt, eines David Grissom und dessen einstiger Band Storyville, eines Stevie Ray, bis hin zu Gov't Mule (!) begeistern dürfte Brillantes Gitarrenspiel mit Dual-Leads und Parallelgesang, sowie mit herrlich variablen Läufen! Weiter geht's mit dem nicht minder starken, von kochenden Riffs und dezenten Funk-Lines umsäumten Bluesrocker "I should know better", dessen Rhythmus prima in die Beine geht. Irre starkes, vielseitiges, immer wieder von kleinen, versteckten, dennoch markanten Raffinessen geprägtes Gitarrenspiel des Meisters, erneut ein klasse Groove und exzellenter, souliger, weiblicher Background-Gesang sorgen für eine würzige, aufgeheizte Szenerie. Stark auch die kurzen Slidepassagen! Locker, dabei sehr emotional, dennoch kraftvoll und vor allem ungemein erdig (herrliches Desert-Flair), bringt Selby den folgenden, prächtigen Rootsrocker "Cold one closin' in" zu Gehör, dessen großartige Melodie, dieses Americana-mässige "Ghost Town"-Feeling und tollen Gitarrenläufe sich lässig und unwiderstehlich in unseren Ohrmuscheln tummeln. Das Gitarrensolo ist famos! Der nächste Knüller steht mit dem überragenden "Buck-fifty & a flat-head Ford" auf dem Programm: Dreckiger, groovender, rauer, aber wunderbar melodischer, rootsiger Swamp-/Blues-/Southern Rock voller Lynyrd Skynyrd-Flair, aber auch mit Spuren von Little Feat oder den Radiators! Wirbelt den Staub in den Deltas gehörig auf und lässt die Sümpfe brodeln. Tolles Zusammenspiel von trockenem Dobro, kochenden Riffs, groovenden Rhythmen und glühenden Slide-Ausflügen! Und bei dem straighten, fetten "Leveler, reveler" gibt Selby danach einen abgehenden Bluesrocker zum Besten, der Kollegen wie den Buddaheads, Indigenous oder Joe Bonamassa in nichts nachsteht! So geht das munter weiter: Ob auch mal mit einem wunderbaren, hypnotischen Slow-Blues ("Baby I do"), dem dreckigen, irgendwo zwischen ZZ Top und John Lee Hooker angesiedelten, astreinen Bluesrock-Boogie "Sure hope it ain't a train" (was für eine glühende Lead Gitarre), dem AC/DC-like Rock-Kracher "Dangerous game", oder der traumhaft melodischen, wunderschönen Roots-/Blues-Ballade "Guitar in the rain" - Mark Selby zaubert ein Highlight nach dem nächsten aus dem Ärmel! Erstklassig produziert hat das Werk wieder, wie schon seine früheren Alben, sein alter Spezi Brent Maher (in Zusammenarbeit mit Selby selbst), einer der absoluten Star-Produzenten Nashville's! "Nine pound hammer" ist so etwas wie der legitime Nachfolger zu Selby's 2002er-Knüller "Dirt" - und der Meister hat es geschafft die damals schon gewaltig hohe Messlatte nochmal locker zu überspringen. Mitreißender, intensiver und prächtig hängen bleibender Roots-/Bluesrock von meisterlicher Qualität!

Art-Nr.: 5582
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nine pound hammer
Cold one closin' in
Buck-fifty & a flat-head Ford
Sure hope it ain't a train
Dangerous game
Guitar in the rain

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Seldom Scene - long time... seldom scene [2014]
Seit über 40 Jahren besteht diese legendäre, überaus einflussreiche Bluegrass-Formation nun schon Jetzt haben sie in ihrer aktuellen Besetzung, es ist die längste unveränderte in der Historie der Band, noch einmal 16 ihrer großen Klassiker neu eingespielt und dafür ein paar alte Weggefährten, wie die Original-Mitglieder John Starling und Ton Gray, sowie Emmylou Harris eingeladen, sie bei dem ein oder anderen Song zu unterstützen. Das Ergebnis ist großartig. Toll zum Beispiel die neue Fassung von Herb Pedersen's "Wait a minute" oder Gram Pasons' "Hickory wind". Edle, exquisite Bluegrass-Musik von einer der ganz großen Bands des Genres. Enthält ein feines, 36-seitiges Booklet!

Die Original-Produktbeschreibung:

For more than four decades, profoundly influential bluegrass band The Seldom Scene has shared its undeniable talent, progressive repertoire, and creative spirit both in the studio and on stage. Long Time: Seldom Scene features fresh interpretations of 16 oft-requested tunes and is the band's first studio album since the GRAMMY-nominated album Scenechronized in 2007. It's a family reunion in all the best ways, featuring the current and longest-running lineup, joined by founding members Tom Gray and John Starling and guests Chris Eldridge, Emmylou Harris, and Rickie Simpkins.

Das komplette Tracklisting:

1. California Cottonfields - 3:04
2. Wait a Minute (feat. John Starling) - 5:13
3. What Am I Doing Hangin' Round - 2:49
4. Hickory Wind (feat. Emmylou Harris) - 4:02
5. I'll Be No Stranger There - 2:19
6. Walk Through This World with Me - 2:32
7. Big Train (From Memphis) - 2:45
8. With Body and Soul (feat. Emmylou Harris, Tom Gray, John Starling) - 3:21
9. Paradise - 2:56
10. It's All Over Now, Baby Blue - 3:20
11. Mean Mother Blues (feat. John Starling) - 3:07
12. My Better Years - 3:42
13. Little Georgia Rose (feat. Tom Gray) - 2:54
14. Like I Used to Do - 4:09
15. Through the Bottom of the Glass - 2:42
16. Lorena - 5:26

Art-Nr.: 8553
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Sellers, Aubrie - far from home [2020]
Einzigartig und bewegend! Nashville born/LA based artist Aubrie Sellers, Lee Ann Womack's Tochter, veröffentlicht mit "Far from home" ihr zweites Album - und geht damit einen ganz eigenen Weg. Einen ganz großartigen Weg, denn es ist ein tolles, spannendes Album geworden. Mit erstklassigem Songmaterial aufwartend, bewegt sich Aubrie irgendwo im Bereich des Garage Country, des Sonic Country, des Dusty Cowboy Country, also, weniger speziell ausgedrückt, auf dem Terrain zwischen Alternate Counztry, Countryrock, Americana, Rootsrock und Psychedelic Country. Umgeben von halligen Gitarren, schwebenden Keyboard-Klängen und auch mal sehr dreckigen, rauen Momenten, hangelt sie sich mit ihrer wundervollen, außergewöhnlich klaren, reinen Countrystimme durch genauso experimentell und psychedelisch, wie melodisch und eingängig vorgetragenen Songs, bei denen die vordergründig divers gestalteten Arrangements allerdings sehr harmonisch und geradezu grandios zusammenpassen. Instrumentelle In­no­va­ti­vi­tät trifft auf die Stimme eines "Countryengels" - großartig! Melancholische, kristallklar vorgetragene Balladen und erdige, raue Rocker harmonieren auf dem Album ganz prächtig miteinander. Ein Musterbeispiel dafür sind die beiden Eröffnungstracks. Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, ruhigen Ballade, dem Titelstück "Far from home". Zurückhaltende E-Gitarren-Begleitung, "entfernt" wahrnehmbares, sparsames Drumming, psychedelisch eingestreute Keyboard-Klänge und Aubrie's kristallklarer Gesang bestimmen das Geschehen. Die Nummer wirkt wie ein Outtake aus Emmylou Harris' "Wrecking Ball"-Sessions. Fantastisch! Track 2 dagegen kommt deutlich herber. "My love will not change", ein Duett mit Steve Earle, ist ein kantiger, rootsiger, ruppiger, aber dennoch irgendwie vertraut eingängig wirkender Rocker, der mit einem ähnlichen Soundgefüge wie der Opener spielt, nur eben sehr viel dynamischer und dreckiger. Stark hier die "schrägen" Gitarren. So reihen sich ein erstklassiger Track nach dem anderen aneinander, ob das von erdigen Gitarren und Synthie-Klängen bestimmte, knackig und rootsig rockende "Lucky charm", das gar etwas spacige, dennoch countryrockige "Going places", die geradezu geniale, herzzerreißende Ballade "Haven't even kissed me yet" mit ihren herrlichen Gitarrenriffs, der knackige, etwas an Sheryl Crow erinnernde Americana-Rocker "Under the sun", das von einer bestechend schönen Melodie geprägte "Run", oder der knackige, am Ende psychedelisch austrudelnde Countryrocker "One towns trash" - Aubrie Sellers ist ein baumstarkes, sehr innovatives, interessantes und spannendes Album gelungen, das in der Szene jetzt schon für jede Menge, und zwar ausschließlich positive, Aufmerksamkeit sorgt. Sehr cooler, bärenstarker Auftritt, Miss Sellers!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

The thump-thump-thump of pulsating drums pushing a distorted guitar riff that wouldn’t be out of place on a Sonic Youth album isn’t what you’d expect from an artist whose previous track opens her sophomore release with a melancholy ballad sounding like an outtake from Emmylou Harris’s Wrecking Ball. Such is the dichotomy that singer/songwriter Aubrie Sellers explores on the often riveting, never predictable Far From Home.
Sellers, the daughter of Lee Ann Womack and stepdaughter of Frank Liddell (who produces both of them), comes by her country vocals naturally. But the roughed up guitars and steely attitude that made Sellers’ 2016 debut such a standout release are amped up and pounded down further on this sequel.
Four guitarists are credited (although frustratingly not by the specific track they contribute to) and even when the songs are relatively straightforward country pop as in “Drag You Down,” the bolstered sonics and raw attack, both instrumentally if slightly less so vocally, justifies the “garage country” tag Sellers uses to describe her approach.
While she occasionally swims in less choppy waters such as on the melancholy, bittersweet “Haven’t Even Kissed Me Yet,” (“Sometimes the sweetest words can really start to hurt when you can’t tell what they mean…you’re already playing with my head”), the song closes with an eerie, reverbed guitar solo highlighting the dark lyrics. But when Sellers rocks out on “One Town’s Trash,” a co-write with the Raconteurs’ Brendan Benson (a veteran who knows from raucous rocking), or the propulsive “Glad” with its near experimental crackling leads and “I’m glad that you broke this heart of mine” lyrics, the gritty punk factor cranks up to Jack White standards.
The needle pegging goes all out in “Troublemaker,” this album’s “Helter Skelter,” where the band goes increasingly bonkers as the track progresses until disintegrating at its end. There’s a bit of Sheryl Crow in the modified melodic rocking of “Under the Sun” and a cool “Taxman”-styled beat that pushes “Going Places” to a Beatle-esque vibe. These balance the more abrasive moments on an album that rightly revels in its indie-rock meets country blend.   
Although her mom has also gotten grittier under Liddell’s production hand, little of this would be confused for even the most unruly Lee Ann Womack tracks. Which is as it should be;Sellers, perhaps acting as the rebellious offspring, is clearly moving in a harder-hitting direction, pushing boundaries and carving her own unique musical path.
(Andrew Gulden / Americana Highways)

Das komplette Tracklisting:

1. Far From Home - 3:07
2. My Love Will Not Change - 3:35
3. Lucky Charm - 3:13
4. Worried Mind - 3:24
5. Drag You Down - 2:37
6. Going Places - 4:19
7. Glad - 3:00
8. Haven't Even Kissed Me Yet - 4:33
9. Troublemaker - 3:31
10. Run - 5:05
11. Under the Sun - 4:40
12. One Town's Trash - 5:17

Art-Nr.: 9989
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Far from home
My love will not change
Lucky charm
Haven't even kissed me yet
Troublemaker
Run
Under the sun
One town's trash

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Seven Mary Three - day & nightdriving [2008]
Ungemein starkes Rootsrock-Album des Quartetts aus Virginia, das sich hier in einem nahezu völlig neuen musikalischen Gewand präsentiert! Seven Mary Three und Rootsrock? Jawohl! Die Band ist älter und reifer geworden, und das im besten Sinne dieser Aussage! Viele werden die Truppe um den großartigen Sänger, Songwriter, Gitarristen und Frontmann Jason Ross noch aus den Neunzigern kennen, als sie mit ihrem Grunge-ähnlichen Alternative Hardrock-/Modern Rock (nicht selten verglich man sie, obwohl das schon damals nur bedingt zutraf, mit Pearl Jam zu deren "Ten"-Zeiten) und Alben wie "American standard" oder "Rock crown" die Top 40 der Rock-Charts enterten und beachtliche Erfolge feierten. Doch auch damals zeigten sie zwischendurch schon immer mal dezente Ansätze für rootsigere, zurückhaltendere Töne. Vor allen Dingen aber hatten sie ein Händchen für bestens hängen bleibende Melodik. Mittlerweile stehen Seven Mary Three schon lange nicht mehr im Rampenlicht. Dennoch sind sie musikalisch gereift und spielen völlig zwanglos die Musik, die sie wollen. Im Laufe der Jahre haben sie sich immer weiter von ihrem ursprünglichen Sound entfernt um sich den rootsigeren Klängen immer mehr zu nähern. Heute ist der Wandel endgültig vollzogen, sind die Roots-Wurzeln ausgeprägter denn je. Seven Mary Three sind endgültig "erwachsen" geworden und spielen ihr ganzes Rootsrock-Potenzial mit einer Hingabe, Intensität und Songkraft aus, die man einst dieser Band nicht zugetraut hätte. "Day & nightdriving" ist ein ganz wunderbares, überaus inspiriertes Album geworden, dessen 12 erstklassige Songs eine Bandbreite von dreckigem Gitarren-Rootsrock, über eingängige, radiotaugliche Roots-Pop-Nummern, "warm and mellow" Retro-Countryrock, kratzigem, staubigem Americana und stripped-down Singer-Songwriter Balladen abdecken. Kantige, "roughe" Phasen treffen auf großartige Melodien! Ein unterschwellig rauer, ehrlicher, schnörkelloser, direkter Sound, erdige Arrangements aus akustischen und elektrischen Gitarren (zuweilen blitzt mal ganz dezent ein markantes Riff ihrer Vergangenheit auf), angerauter, trockener Gesang und ein prächtig hängen bleibendes, durchaus simples, aber klug und natürlich arrangiertes, gehaltvolles Songmaterial (will man Vergleichsgrößen bemühen, so könnte vielleicht eine Counting Crows meets Drive-By Truckers-Schnittstelle der Sache am nächsten kommen) - das ist die Philosophie, die Seven Mary Three heute ausleben und die eindrucksvoll die bis dato versteckten Stärken der Band offenbart. Das ist eine klasse Truppe! Klasse Acoustic Gitarren-Riffs prägen das wunderbar trocken vorgetragenes Intro des starken Openers "Last kiss", bis nach etwa 40 Sekunden von hämmernden Drums unterstützte, fette E-Gitarren-Riffs hinzukommen - der Drive nimmt zu, die Power ebenso, und vor allem auch die Intensität! Die Nummer ist ein toller, kantiger, dennoch absolut melodischer Rootsrocker, der einen sofort in seinen Bann zieht. Mit unter anderem der wunderbaren, angerauten, von unterschwellig "zerrigen", kratzigen Klängen bestimmte, aber prächtig in unseren Ohren verweilende Roots-Midtempo-Nummer "Laughing out loud", dem flotten, von fetten E-Gitarren-Riffs umsäumten, trockenen, einen schön lockeren Drive aufbauenden, serh erdig gesungenen "Was a ghost", der lockeren, etwas folkig angehauchten, sehr "trinkfreudig" und fröhlich intonierten Alternate Country-Rocker "Dreaming against me", der ruhigen, von feiner Acoustic Gitarre, Piano und staubigem Gesang bestimmte Ballade "Hammer & a stone", der satten Midtempo Rootsrock-/pop-Nummer "Break the spell (klasse Gitarren), der wunderschönen, melodischen, von frischen, transparenten Americana-/Roots-Gitarren begleiteten, entspannten Ballade "Strangely at home here" und dem rootsigen, lässigen, mit zurückhaltenden Steelguitar-Klängen angereicherte Countryrocker "Upside down" folgen etliche weitere, großartige Nummern, die Seven Mary Three wieder eine erhöhte Aufmerksamkeit bescheren werden, wenn auch diemal auf neuem Terrain! Ein klasse Album! Seven Mary Three auf dem kreativen Zenit ihrer bisherigen Karriere!

Art-Nr.: 5554
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Last kiss
Laughing out loud
Was a ghost
Dreaming against me
Strangely at home here
Upside down

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