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Yoakam, Dwight - the very best of dwight yoakam [2004]
Eine neue "Best of"-Zusammenstellung (auf Rhino) von Dwight Yoakam! Diejenigen, die bereits alles von ihm haben, werden das Teil möglicherweise als überflüssig empfinden, aber für die, die schon immer mal eine erlesene Zusammenstellung der interessantesten und erfolgreichsten Titel dieses Country-Ausnahmekünstlers haben wollten, ist jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen zuzuschlagen. Denn immerhin gibt's hier mit einer Spielzeit von rund 70 Minuten 20 seiner größten Hits mit jeder Menge Top 10- und Nr.1-Erfolgen, die seine gesamte, nunmehr schon fast 20-jährige Karriere umspannen. Das geht vom ersten Album "Guitars, cadilacs, etc. etc." aus dem Jahre 1986, bis hin zu zwei Songs von seinem letzten 2003er Album "Population me"! Unter anderem sind enthalten: "Honky Tonk man", "Guitars, cadillacs", "Little ways", "Streets of Bakersfield" (mit Buck Owens), "I sang Dixie", "Long white cadillac", "Suspicious minds", "A thousand miles from nowhere", "Crazy little thing called love", "I want you to want me", "The late great golden state", usw.! Die CD kommt in einem feinen Schuber mit edlem Prägedruck!

Art-Nr.: 2637
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Young, Brett - ticket to L .A. [2018]
Zweites Album von Brett Young. Nachdem das Debüt mit Platz 2 ja schon an der Pole-Position der Billboard Country Charts gekratzt hatte, gab es eigentlich beim Nachfolger keinen Grund, irgendetwas am funktionierenden Erfolgsrezept zu ändern. Dass Brett schöne Lieder komponieren kann, hatte der Erstling bereits eindrucksvoll gezeigt. Auch hier war er wieder kompositorisch in zehn von insgesamt dreizehn Tracks involviert. Zur Seite standen dazu noch prominente Co-Songwriter wie Ross Copperman, Ashley Gorley, John Nite, Shane McAnally, Hillary Lindsay und selbst Musiker wie Charles Kelly von Lady Antebellum, Gavin DeGraw (auch mit Keyboard-Beteiligung und Vocals beim großartigen „Chapter“ präsent) oder Sean McConnell ließen es sich nicht nehmen, Ideen mit einzubringen. Selbst in Sachen Produktion und Mix mit Dann Huff und Justin Niebank wurde alles richtig gemacht. Ich denke, gerade Erstgenanntem ist es zu verdanken, dass die vielen schönen Gitarrenparts (Huff, Ilya Toshinsky, Derek Wells) in Form von Slide und kurzer präziser Soli und auch der Steel-Einsatz von Könner Paul Franklin, ein Abdriften in allzu poppigere Gefilde wie bei so manchen Kollegen maßgeblich verhindern. Trotzdem gehen die allesamt höchst-eingängigen Stücke, samt der wunderbaren Wohlfühlstimme des Protagonisten, natürlich runter wie gut gekühlter, süffiger Weißwein. Eine Scheibe bei der man sowohl herrlich abschalten kann, als auch jede Sommerparty geschmackvoll im Hintergrund beschallen kann. Mir persönlich gefallen neben dem Slide-unterlegten Titelsong besonders Sachen wie „Let It Be Mine, das „New Kid In Town“-umwehte „Where You Want Me“ oder „The Ship And The Bottle“, die allesamt ein gediegenes Eagles-Flair verbreiten. Auch der schnippige, dezent retro-mäßig umgarnte Schwofer „Reason To Stay“ mit seinem sich hyper-melodisch ins Ohr bohrenden Refrain und den klar gespielten Akustik- und E-Gitarren ist einfach zum Dahinfließen. Bei der Auswahl der richtigen Single möchte man hier wirklich kein Entscheidungsträger sein. Fazit: Mit „Ticket To L.A.“ hat Brett Young endgültig den Fahrschein in Richtung Nashville-Top-Interpret gelöst. Die spannende Frage hier lautet letztendlich nur, ob es diesmal für Platz 1 reichen wird. Wir drücken die Daumen. Ein absolutes Juwel des Mainstream New Country! (Daniel Daus / Sounds of South / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. Ticket To L.A. - 3:29
2. Here Tonight - 3:36
3. Catch - 3:16
4. 1, 2, 3 Mississippi - 3:26
5. Let It Be Mine - 3:36
6. Where You Want Me - 3:40
7. Used To Missin’ You - 3:50
8. Change Your Name - 3:33
9. Chapters (feat. Gavin DeGraw) - 3:57
10. The Ship And The Bottle - 4:29
11. Reason To Stay - 3:10
12. Runnin’ Away From Home - 3:08
13. Don’t Wanna Write This Song - 3:48

Art-Nr.: 9746
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Young, Chris - losing sleep [2017]
Ptrima neues Album von Chris Young! Young geht immer mehr von der puren, traditionellen Linie ab (ohne sie dabei zu gänzlich zu verlieren) und widmet sich eher dem rockigen, satten New Country, wie er in Nashville z. B. von Jason Aldean groß gemacht wurde. Aber Young schafft es, eine gewisse Balance zu halten - und das macht er richtig gut. So ist "Losing sleep" vorwiegend vollgepackt mit rockigem, jungem New Country, aber durchsetzt mit der ein oder anderen schönen Ballade und auch mal einem herrlich traditionellen Track wie etwa das großartige, von einer feinen Melodie geführte, sehr melodische "Holiday". Das Werk steckt einmal mehr voller potentieller Hits und ist damit abermals ein echter "Winner" für Chris Young.

Das komplette Tracklisting:

1. Losing Sleep - 2:58
2. Hangin' On - 3:05
3. Holiday - 2:56
4. Radio and the Rain - 3:01
5. Where I Go When I Drink - 3:30
6. She's Got a Way - 2:51
7. Leave Me Wanting More - 3:01
8. Trouble Looking - 2:33
9. Woke Up Like This - 3:08
10. Blacked Out - 3:09

Art-Nr.: 9524
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Young, Chris - neon [2011]
Der ehemalige Nashville Star-Gewinner und im Countrygenre seither sehr beliebte Chris Young gibt sich auch mit dem schwierigen dritten Major-Werk "Neon" keine Blöße und liefert ein Album voller Chartambitionen ab. Das Werk erscheint in den USA zeitgleich mit "Red River Blue" des anderen, ebenfalls megaerfolgreichen, noch recht jungen Neo-Traditionalisten Blake Shelton. Man darf gespannt sein, wer von beiden in der Publikumsgunst die Nase vorn haben wird. Produziert hat wieder, wie schon zuvor "The Man I Want To Be", Nashville-Veteran James Stroud (u.a. Tim McGraw, Clint Black), das immerhin mit "Gettin’ You Home", "Voices" und dem Titeltrack gleich drei Nr.1-Hits abgeworfen hatte. Ein hohe Hürde, die also diesmal mit "Neon" zu nehmen ist. Young setzt erneut auf sehr melodische Songs mit starkem textlichen Identifikationsgrad, Refrains mit hohem Wiedererkennungswert (die meisten hat er selbst mit diversen Co-Autoren geschrieben, drei Fremdkompositionen, diesmal keine Cover) und auf seine warme, dierer geradezu umschmeichelnde Bariton-Wohlfühlstimme. Der Bursche kann wirklich singen! " Can Take It From There"(ein typischer "Wochenend"-Song mit lässigem Rhythmus) eröffnet den Reigen von durchgehend stark instrumentierten Nummern. Kein Wunder, hier wirkt die Creme-de-là-Creme der Nashville-Musikerszene mit Leuten wie Shannon Forrest, Mike Brignardello, Mark Hill, Kenny Greenberg, Brent Mason, Paul Franklin, Aubrey Haynie, Steve Nathan und Wes Hightower mit. Mit "Lost" (markantes E-Gitarren-Riff, klasse Solo, Steel, Piano, Orgeltupfer, Jason Aldean-Flair) und der ersten Single "Tomorrow" (geschrieben zusammen mit Frank Myers und Anthony Smith, hat direkt die Top-5 erreicht - emotionale Ballade mit kräftigem Refrain, Fiddle, Steel, Mandoline) folgen sofort zwei potentielle Nr.1-Hits. In einem insgesamt recht ruhig gehaltenen Werk, sticht "Save Water, Drink Beer" als einzige wirkliche, ziemlich polternde Uptemponummer deutlich heraus. Fette Drums, heulende Fiddle, ein treibender Rhythmus und eine starke Slide-/Bariton-E-Gitarren-Kombi als Solopart lassen den Laune-Pegel abrupt in die Höhe schießen. Auch das Alan Jackson-/Randy Travis- umwobende Titelstück (dazu dezent unterschwelliges Westcoast-Ambiente Marke Eagles) bietet Relaxatmosphäre pur. "Old Love Feels New" und "Flashlight" reflektieren Vater-Sohn-Beziehungen im Rahmen traditioneller, Familien-angehauchter Countrystimmung, während "You" (klasse Dobrospiel von Paul Franklin) und "When She’s On" (Fiddle, surrendes E-Gitarren-Solo, ein wenig retromäßig swingend) wieder peppiger einhergehen. Am Ende wird bei "She’s Got This Thing About Me" dann ganz großes, kammermusikartiges Gefühlskino geboten. Youngs prägnante Stimme, die sparsame Instrumentierung (fast nur Akustikgitarre und Piano), dazu eine regelrechte Streicherwand, drehen überaus schwer an der Pathos-behafteten Schraube. Da ist ganz tiefes Durchatmen am Ende angesagt. Beeindruckend! Mit "Neon" ist Chris Young ein weiteres, starkes Album, in der Tradition so angesagter Kollegen wie Blake Shelton, Luke Bryan, Josh Turner, Justin Moore, Tim McGraw, Billy Currington & Co. gelungen, das Hitsongs an der berühmten Perlenkette beinhaltet. Die Radio-Stationen haben hier wohl demnächst die Qual der Wahl. Chris Young hat das Zeug zu einem kommenden Superstar! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 I Can Take It from There - 2:38   
2 Lost - 3:12   
3 Tomorrow - 3:40   
4 Save Water, Drink Beer - 2:47   
5 Neon - 3:45   
6 Old Love Feels New - 4:01   
7 You - 2:45   
8 Flashlight - 3:24   
9 When She's On - 3:09   
10 She's Got This Thing About Her - 3:02

Art-Nr.: 7467
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Young, Chris - same [2006]
Debüt-Album des diesjährigen "Nashville-Star"-Gewinners Chris Young! Anders als in hiesigen Gefilden kann man beim Sieger dieses Wettbewerbs eigentlich blindlings davon ausgehen, dass sich dieser auch über einen längeren Zeitraum im Business rund um Music City etablieren wird. Der Grund dafür ist einfach die entsprechend hohe Qualität, die alle, die sich letztendlich bei diesem Contest durchsetzen, vorweisen können. Zudem können sie meistens auch auf eine fundierte musikalische Ausbildung zurückblicken. Im Fall von Chris Young gewährten bereits die Eltern ihrem Sprössling jegliche Unterstützung um auf musikalischem Terrain Fuß fassen zu können. Der aus Murfreesboro, Tennessee stammende Sänger und Songwriter absolvierte schon zu Universitätstagen rund 150 Gigs im Jahr und wagte es, irgendwann sogar ein festes Engagement quasi in der "Höhle des Löwen" anzunehmen, nämlich dem berühmten Honkytonk-Club in Arlington, dort, wo man dem Nashville-Country im Allgemeinen eher distanziert gegenübersteht. Doch Young schaffte es dort problemlos mit vier wöchentlichen Auftritten sein Publikum regelmäßig zu begeistern. Rein äußerlich an eine Mischung aus Brad Paisley und Chris Cagle erinnernd, setzten Chris und sein Produzent, der erfahrene Buddy Cannon (Kenny Chesney, Sara Evans, John Michael Montgomery etc.) auf eher traditionellen New Country-Werte, die aber von den beteiligten Musikern derartig knackig und fett eingespielt werden, dass es eine wahre Freude ist. Der erst 21-jährige Young versteht es fast wie ein Chamäleon in farblicher Hinsicht, seine Stimme, (meistens im Bariton-Bereich liegend und für sein Alter bereits erstaunlich reif klingend), immer wieder zu verändern und der Stimmung der jeweiligen Stücke optimal anzupassen. Hier und da hört man mal einen Blake Shelton, Randy Travis, Buddy Jewell oder einen Trace Adkins heraus, ohne das es den Anschein erweckt, Young habe kein eigenes Profil. Gleich das erste Stück wurde von einem überaus prominenten Trio komponiert: Trick Pony-Bassist Ira Dean, Klasse-Musiker und Songwriter David Lee Murphy sowie Hit-Erfolgsgarant Kim Tribble erschufen mit "Beer Or Gasoline" einen kraftvollen, satten Countryrocker mit stampfendem E-Gitarren-Rhythmus, der mit jeder Menge Liebe zum Detail (integriertes Banjo, Dobro und Mandoline, Soli :Fiddle / Dobro) glänzt. "You’re Gonna Love", "Drinkin’ Me Lonely" (der Song, mit dem Young die Herzen des "Nashville Star"-Publikums eroberte - erste Single - übrigens von ihm selbst mitkomponiert), sowie "Flowers" decken den eher gemäßigteren Teil des Werkes ab. Ansonsten dominiert jedoch bei allen Songs eine sehr zeitgemäße, überaus knackige Performance. Immer wieder hören wir starke Gitarrenparts von so etablierten Klasse-Leuten wie Kenny Greenberg oder Pat Buchanan, kombiniert mit Fiddle, Honkytonk-Piano, Steelguitar oder Mundharmonika, zum Teil ein wenig funkig-rockig präsentiert wie Chris Cagle das des öfteren tut, oder aber mit coolem "Sprechgesang" der Marke Trace Adkins modernisiert. Richtig flott geht es bei den Boogie-mäßigen "White Lighning Hit The Family Tree" (erinnert vom Flair an den Chuck-Berry-Klassiker "C’est La Vie") oder "Lay It On Me" (starkes Piano, krachende Drums, Fiddle-/Harp-/E-Gitarren-Solo) zu, während "I’m Headed Your Way, Jose" auf humorvolle Weise den Grenzkonflikt USA/Mexico in konträrer Weise auf die Schippe nimmt (..."Here’s the keys to my Chevrolet, you can have the house and bills I pay, welcome to the good ol’ U.S.A, Im headed your way, Jose."). Eine passende Baritone-E-Gitarre und typische Trompeten vermitteln hier diese herrliche Border-Atmosphäre. "Who’s Gonna Take Me Home" schließlich lässt dann mit krachendem Schlagzeug-Tusch am Ende diese Klasse-Albums noch einen tollen, kräftigen Country-Rocker mit coolem Southern-Flair ausklingen! Insgesamt kann man dem Newcomer ein kurzweiliges, sehr lebhaftes Debüt attestieren. Man merkt förmlich, dass der Junge "heiß" war, sich auf seiner ersten Scheibe zu präsentieren. Gelingt es Chris Young in Zukunft noch weiter sein Profil zu schärfen, dürfte einem weiteren "jungen Wilden" in Nashville eine große Karriere bevorstehen. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4542
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Younger, Lacy - still wild [2007]
Wow, was für eine interssante, markante, klasse Stimme! Trotz dieser Gabe war der bisherige Weg für Lacy Younger (“...a Country chanteuse with a Rock and Roll heart…”) äußerst steinig. Die Musikbusiness-"Entscheider" dropten unverständlicherweise ihr für 1998 geplantes Erstwerk kurz vor der Veröffentlichung, und so wurden die Songs der aus San Diego, California stammenden Singer-/Songwriterin (Tochter skandinavischer Auswanderer) fast neun Jahre lang auf Eis gelegt, bis sich schließlich Produzent und Grammy Award-Gewinner Val Garay (u. a. Linda Ronstatt, Bonnie Raitt, James Taylor, Kim Carnes) der jungen, hübschen Blondine annahm, und ihr jetzt endlich zum Debüt unter seiner Regie bei dem kleinen Label "Big Deal Records" verhalf. Was wir erleben, ist ein klasse Werk herzhafter und temperamentvoller New County-Rock-/-Pop-Musik mit einem gepflegten, knackigen Westcoast Pop-/Rock-Einschlag! So sind unter den Begleitmusikern mit Gitarrist Mark Goldenberg (u.a. Creatones, Linda Ronstadt, Karla Bonoff, Jackson Browne) und Bassist Bob Glaub (u.a. Jackson Browne, Linda Ronstadt)beispielsweise ein paar altgediente L.A.-Haudegen mit am Start! Schon der Opener "This Ain’t The First Time", ein herrlich entspannt gespielter Countryrock-Ohrwurm (mit schöner E-Gitarrenarbeit), zeigt direkt die ganze vokale Bandbreite der eigenwilligen Künstlerin, die wie so viele ihrer Kolleginnen aus einer musikalisch konstituierten Familie stammt: Kraft, Gefühl und eine gewaltige Portion lasziver, sexy-rauchiger Soul. Dazu das erstklassige Songmaterial mit dem leicht dreckigen, rotzigen Twang! Das alles ist geradezu prädestiniert, sowohl für rockige Uptemponummern, als auch für melodische Midtempostücke und Balladen. Und nicht nur die Stimme überzeugt, Lacy hat dazu, bis auf zwei Lieder, das gesamte Material komponiert. Die Fremdkompositionen folgen mit dem Titletrack "Still Wild" (Autor Bonnie Hayes), einem fetzig dahin groovenden Roadhouse Rocker und der relaxten, Dobro- und Akustikgitarren-dominierten Countryballade "Here’s To You", aus der Feder der Nashville-Recken Dennis Robbins, Dave Loggins and John Scott Sherrill. Bei dem starken "But I Miss You" huldigt sie Keith Richards & Rolling Stones, einem ihrer erklärten musikalischen Vorbilder und mutiert zum "Partyluder", das sich kurzerhand das Mikro schnappt und eine rauchgeschwängerte Honkytonk-Nummer (klasse Piano- und E-Gitarren-Arbeit) zum Besten gibt. Abwechslung wird bei Lacy Younger groß geschrieben. Und so geben sich auch im weiteren Verlauf im guten Mischverhältnis gemäßigtere Tracks wie "I Was Wrong" (Pianoballade mit herrlich eingestreutem "Claptonesquem" Strat-Solo), "Livin’ On Memories" (toll instrumentierter Countrysong mit Akkordeon und Slide-Gitarre, kratzbürstiger Gesang), "Didn’t I" (balladeskes Stück mit rauchiger Stimme, Marke Kim Carnes), "This Time" (Slow-Blues-mäßig) und "Not Forgiving You" (schöne E-Gitarren-Riffs, dezente Orgel, Harp-Einlagen, bluesige Note) mit flotteren Nummern wie "Broken Heart, Broken Bones" (klasse, rockiges Southern-Flair), "Dead Wrong" (traditionell angehauchter Blues-Rocker) und das in Georgia Satellites-Manier abrockende "Let Me In" die Klinke in die Hand. Insgesamt hat Lacy Younger mit "Still Wild" ein beeindruckendes, vielseitiges New Country-Pop-/Rock-Album abgeliefert, dass auf eine ansprechende Karriere hindeutet. Da finden sich Spuren von Sass Jordan bis Beth Hart, von Eve Selis bis zu Kim Carnes, von Linda Ronstadt bis zu Bonnie Raitt. Die CD ist reich bebildert und mit allen Texten versehen. Solch prägnante Stimmen, verbunden dazu noch mit talentierten Songwriter-Qualitäten gibt es heutzutage leider viel zu selten. Ein feines, freches, "junges", "wildes" Debüt, das seinem Titel und seiner Namensgeberin alle Ehre macht! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5068
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
This ain't the first time
But I miss you
Livin' on memories
Broken heart, broken bones
Didn't I
Not forgiving you

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Zevon, Warren - my ride's here [2002]
All ihr hungrigen Warren Zevon-Fans da draußen, "My ride's here" ist da - und ihr könnt euch richtig satt dran hören, denn der exzentrische Songwriter, Sänger und Multi-Instrumentalist aus Los Angeles überzeugt erneut auf der ganzen Linie! Sowohl mit seinen zynischen und sarkastischen Texten, als auch mit der Art der Songs, den Melodien und den Arrangements knüpft er an seine ganz großen Zeiten an. Mehr als einmal lassen "Sentimental hygiene", "Bad luck streak in dancing school", "The envoy" oder gar "Excitable boy" grüßen. Doch es ist alles andere, als ein Abklatsch alter Tage, dazu ist Zevon viel zu kreativ! Langeweile kommt nie auf. Er war schon immer einer der am meisten literarischen Songwriter Amerikas. Für sein neues Album hat er durch die Einbringung von vier bekannten US-Autoren/Schriftstellern gar eine Art von coolem Literatur/Rock-Crossover geschaffen. Das peppt seine verrückten kleinen Geschichten noch einmal auf. Musikalisch gibt er sich im Großen und Ganzen etwas rockiger, als auf seinen meisten Platten, was ihm im übrigen sehr gut steht. Die typischen Zevon-Melodien kommen nie zu kurz. Er selbst bringt ein paar wunderbare Gitarrenläufe und Soli ein. Insgesamt ist das Album, eingespielt in seinem eigenen Studio in L. A., weitgehend in Trio-Besetzung aufgenommen worden, wobei Zevon alle Gitarren- und Keyboard-Parts selbst übernommen hat. Dazu kommt die hervorragende Rhythmusarbeit von Bassmann Sheldon Gomberg und Drummer Anton Fig! Es gibt keine Ausfälle, wirklich jeder Song hat seinen Reiz, doch es sind ihm auch ein paar absolute Perlen gelungen. Zum Beispiel der Opener "Sacrificial lamb" mit seinen scharfen Gitarrenläufen, der trotz seiner tollen Melodie, fast ein bißchen "Westcoast Hardrock-Flair" besitzt. Aus ähnlichem Holz ist "Basket case", das auch gut auf "The envoy" gepaßt hätte - herrlich elektrisch rockend. Oder der irisch folkig angehauchte Rocker "MacGillycuddy's reeks", oder der grandiose, gefällige Titelsong mit seinen feinen Gitarreneinlagen. "My ride's here" ist ein typisches Warren Zevon-Album geworden, und zwar im positivsten aller Sinne, die man sich vorstellen kann. Die Geburtsstunde 10 neuer Zevon-Klassiker! Er hat aber auch gar nichts von seiner Faszination eingebüßt!

Art-Nr.: 1401
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Zevon, Warren - the wind [2003]
"The genius" nimmt seinen Abschied! Die über 30-jährige Karriere eines ganz großen Singer-Songwriters, einer der schillernsten und skurrilsten Figuren der "California Music"-Szene, geht langsam zu Ende. Vor gut einem Jahr diagnostizierte man bei ihm unheilbaren Lungenkrebs, höchstens ein halbes Jahr habe er noch zu leben, hieß es, als er sich sofort aufmachte, regelrecht angetrieben es unbedingt noch schaffen zu wollen, ein letztes Album einzuspielen. Und er tat dies, wie er es immer tat - mit all seinem sarkastischen Humor und seiner Satirik. Herausgekommen ist, unter maßgeblicher Mithilfe seines langjährigen Weggefährten Jorge Calderón, ein absolutes Highlight, ein typisches Warren Zevon-Album, das man wohl zu seinen besten überhaupt zählen muß. Natürlich sind die Songs von seinem Schicksal geprägt, doch er "bewältigt" es in seiner im ganz eigenen ironischen Art. Was hat dieser Mann im Laufe der letzten Jahre in der Szene für ein Standing erlangt - und alle sind sie gekommen, ihm die letzte Ehre zu erweisen. Die Gästeliste ist unglaublich: David Lindley, Ry Cooder, Jackson Browne, Don Henley, Timothy B. Schmit, Bruce Springsteen, Dwight Yoakam, Joe Walsh, Emmylou Harris, Tom Petty, T. Bone Burnett, Jim Keltner...usw.! Immer wieder werden Erinnerungen an seine früheren Werke wach. Man denke nur an das dezent countryinfizierte Eröffnungsstück "Dirty life and times", eine großartige Midtempo-Nummer mit herrlicher Slidegitarre von Ry Cooder, oder an den Jackson Browne-like Westcoast Rocker "Numb as a statue", bei dem David Lindley die Lapsteel bedient, das ruhige, mit typischer Westcoast-Percussion versehene, akustisch instrumentierte "She's too good for me", bei dem die "Eagles" Don Henley und Tim Schmit, den Background-Gesang übernommen haben, oder der rauhe Rocker "Disorder in the house" mit Bruce Springsteen an der Lead-Gitarre und mit der zweiten Stimme. Wohl am ergreifendsten kommt die einzige Coverversion des Albums, Bob Dylan's "Knocking on heaven's door" rüber, mit toller Slide-Gitarre von Randy Mitchell. Ein großartiges Vermächtnis von Warren Zecon. Bewegend! Long live the genius...

Art-Nr.: 2063
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Zito, Mike - first class life [2018]
Neues Album, exzellentes von Gitarrenvirtuose und Bluesrock-Maestro Mike Zito (ex Royal Southern Brotherhood), der auch mit "First class life" wieder einmal eine fantastische Leistung abliefert. "Soulful Guitar Bluesrock" vom Allerfeinsten!

Die U.S.-Produktbeschreibung:

2018 release. Blues-rock is a tightrope - and Mike Zito has never lost his footing. At times in his storied two-decade career, the Texas bandleader has rolled up the amps and rocked as hard as anyone. Yet his lifelong fascination with the blues has always reeled him back in. And now, having shaken the rafters with 2016's acclaimed Make Blues Not War, First Class Life finds Mike diving deep into the only genre that can do justice to his hard-won true stories of hardship and redemption. "Make Blues was pretty extreme and rocking," he reflects. "This time, I was definitely thinking more blues." First Class Life is a fitting album title from a man who remembers the hard times. "The title track is a nod to where I've come from and where I'm at," explains the songwriter whose promising early career was almost destroyed by addiction. "It's a rags-to-riches story, and it's certainly true. I grew up poor in St. Louis, and now I'm travelling the world to sing my songs. In the world of excess America, I may not look 'rich', but in my world, I most certainly am. I have a beautiful family, I'm clean and sober, and I get to play music."

Das komplette Tracklisting:

1. Mississippi Nights
2. First Class Life
3. I Wouldn't Treat a Dog (The Way You Treat Me)
4. The World We Live In
5. Mama Don't Like No Wah Wah
6. Old Black Graveyard
7. Dying Day
8. Back Problems
9. Time for a Change
10. Damn Shame
11. Trying to Make a Living

Art-Nr.: 9619
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Zito, Mike - greyhound [2011]
Nicht nur die Experten und Kritiker in den USA sind sich einig, auch die Fans realisieren es: Dieser Mann wird immer besser! War schon das 2009 erschienene "Pear river" ein aussergewöhlich starkes Teil, so setzt er mit dem famosen "Greyhound" glatt noch einen drauf. Immer mehr entwickelt sich der famose, texanische Roots- und Blues-rocking Gitarrist Mike Zito von einem zweifellos aussergewöhnlich talentierten "hotshot blues six-stringer" auch zu einem literarischen, ausdrucksstarken Songwriter und nicht minder, mit jeder Menge Ausstrahlung und Inspiration behafteten "soulful singer", ohne dabei seinen Status eines fulminanten "badass"-Gitarristen aufzugeben. Eine mitreissende Kombination, die er auf seinem neuen Album so stark wie noch nie offenbart. Beeinflusst sieht sich Zito vorwiegend von der Musik des amerikanischen Südens und der Swamps Louisiana's, wo sich seine sizilianischen Vorfahren vor weit über 100 Jahren einmal niederließen. So passt es, dass "Greyhound" zum einen von einem deutlichen, bluesig-rootsigen Southern Rock-Flair durchzogen ist und dass er zum anderen den in New Orleans ansässigen, ebenfalls der swampigen Roots-/Blues-Musik ergebenen, grandiosen Anders Osborne als zweiten Gitarristen und als Produzenten des Albums mit an Bord hat. Die Spuren, die man auf dem Werk findet, gehen von solchen Leuten wie Danny Gatton, Eric Clapton, Jimi Hendrix und Stevie Ray Vaughan bis zu The Allman Brothers Band, genauso wie von Creedence Clearwater Revival, über John Hiatt, Bob Seger und Mark Selby, bis hin zu Indigenous und bluesigen Chris Robinson-Sachen. Auch dies suggeriert diese hier so wundervoll umgesetzte Synthese aus Roots- und Bluesrock. Das Songmaterial ist toll strukturiert und steckt voller erdiger, herrlicher Gitarrenläufe, die immer schön dreckig und "gritty" klingen, besticht aber gleichzeitig auch mit einer prächtigen Melodik und Vertrautheit. Zito's exzellente Soli und seine Gitarrendominanz stehen jederzeit klar im Zeichen der einzelnen Songs. Und, wie gesagt, die sind durchweg vom Allerfeinsten. Zu den Höhepunkten eines allerdings ohne jede Schwächen aufwartenden Albums zählen Stücke wie beispielsweise der packende Upbeat-Shuffle "Until the day I die", das gar mit alten Bad Company-/Free-kompatiblen Riffs aufwartende, straighte, aber auch von einem klasse Tinsley Ellis-like Southern-rocking-Blues-Feeling durchzogene "Judgement day", das von einem pochenden Led Zeppelin-Rhythmus getragene "The hard way", der wunderbare, pure Love Slow-Blues "Please Please Please" mit seinem grandiosen, gefühlvollen, "jazz-inflected" Gitarrensolo, der erdige Texas-Bluesrocker "Roll on" mit seinen tollen Slide-Licks, oder das wunderschöne, melodische Titelstück "Greyhound", ein fantastischer, Blues-based Southern-Rootsrocker an der Schnittstelle John Fogerty, John Hiatt, Bob Seger und Stevie Ray Vaughan, mit traumhaften Slide Guitar-Linien und einem herrlich ins Ohr gehenden Chorus. Wenn er singt: "Run away, run away/I'm leaving today/There ain't nothing like the sound/Of a lonely Greyhound", sieht man sie geradezu wie in einem kleinen Roadmovie vorm geistigen Auge vorbeiziehen, diese faszinierenden, unendlichen Weiten Texas' und der Südstaaten. Mike Zito ist in absoluter Top-Form. Mit seinem neuen Album macht er den nächsten Schritt in die richtige Richtung, um sich endgültig in den Herzen der Fans fest zu spielen. Dieser Bursche wird uns wahrlich noch viel Freude bereiten, da gibt es keinen Zweifel. So, und nicht anders spielt man würzigen, Gitarren-dominierten, southern-fueled Roots-/Bluesrock voller Soul und Inspiration. Saustark!

Das komplette Tracklisting:

1 Roll On - 4:06
2 Greyhound - 5:00
3 Judgement Day - 5:44
4 Show Me the Way - 4:14
5 The Hard Way - 4:32
6 Motel Blues - 3:54
7 Stay - 5:31
8 Until the Day I Die - 4:15
9 The Southern Side - 3:52
10 Please, Please, Please - 3:59
11 Hello Midnight - 5:25

Art-Nr.: 7470
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Roll on
Greyhound
Judgement day
The hard way
Until the day I die
Hello midnight
The southern side

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ZZ Top - la futura [2012]
Wir haben die Original U.S.-Ausgabe des neuen Albums der Rauschebärte aus Texas! Kult-Trio trifft auf Kult-Produzent! Geschlagene neun Jahre nach ihrem letzten Album "Mescalero" haben sich ZZ Top für ihr neues Werk, dem fünfzehnten insgesamt in ihrer jetzt 42 Jahre währenden Karriere (!) mit Rick Rubin (besonders bekannt durch seine Zusammenarbeit mit Johnny Cash oder den Red Hot Chili Peppers) zusammengetan. "La Futura" heißt der lang von ihren Fans herbei gesehnte, neue Silberling. Mit der Zukunft und dem Zurück kennen sich die Herren Gibbons, Hill und Beard ja bestens aus, denn schließlich waren sie seiner Zeit Part des Blockbusters "Zurück In die Zukunft 3" (mit Michael Fox), eine Phase, die mit den "Eliminator"- und "Afterburner"-Alben, den unbestrittenen kommerziellen Höhepunkt ihres Schaffens markierte, ihnen aber auch von Seiten der Hardliner einiges an Kritik einbrachte. Mit "La Futura" kehren sie teilweise in diese Zeit zurück, ohne dabei aber den letztgenannten Teil ihrer Fanschar allzu sehr zu verschrecken. "Ein, wie die zehn Stücke dann nachhaltig darlegen, wunderbar gefundener Kompromiss zwischen modern und "back to the beginning". Und es knarzt gleich herrlich mit der Single "Gotsa Get Paid" los. Kratzige E-Gitarren-Riffs von Gibbons, gepaart immer wieder mit Rhythmus-Unterbrechungen, dazu garniert mit den typischen Soli. Man denkt direkt an Songs wie "I Thank You" oder "Cheap Sunglasses" vom starken "Deguello"-Werk zurück. "Cartreuse" (saustarkes Intro a la"„La Grange" oder "Beer Drinkers"…) ist ein prächtig stampfender Boogie, "Comsumption" in fließendem Übergang glänzt durch Slide und ein herrlich trockenes E-Gitarren-Solo. Tom Hambrige assistierte Billy bei den zwei wohl am meisten mit Hitpotential ausgestatteten Tracks. Zum einen der zwar irgendwie an "Rough Boy" erinnernde, aber überhaupt nicht so triefende Slow Blues "Over You" und das mit viel Flair der berühmten "Eliminator"-Scheibe behaftete "I Don’t Wanna Lose, Lose You" (mit tollen Les Paul-Nadelstichen, starkem Solo, pumpendem Bass von Hill). Harp-lastig geht es in grooviger Texas Blues Rock-Manier bei "Heartache in Blue" zu. Hier quäkt der einzige Gastmusiker James Harman (neben D. Sardy und Joe Hardy) samt seiner Mundhamonika mit Billy Gibbons‘ furiosen Vintage-angelehnten E-Gitarren-Attacken um die Wette. Klasse gemacht! Stark hier auch Billys typisch heiserer Gesang. Bei dem mit einem AC/DC-Riff durchtränkten "Flyin‘ High" schäumt Gibbons im Refrain vor Euphorie fast über. Das Stück hat sogar dezenten Southern Rock-Charakter, ganz kurz heulen auch mal die Double Leads auf. Mit aus der Feder von Gillian Welch stammt (neben "Over You") ein weiterer, diesmal mit einer Portion Tex-Mex angereicerhter, schwermütiger Schwofer namens "It’s Too Easy Mañana". Am Ende gibt es eine schöne Instrumental-Variation. Die abschließenden "Big Shiny Nine" und "Have A Little Mercy" lassen erneut unweigerlich Assoziationen an frühere Tracks wie "I Thank You" oder "Waiting For The Bus" & Co. aufkommen. Gibbons hat sichtlich Spaß und fordert Dusty Hill ("Come on Dusty") sogar kurz zum Mitsingen auf. Nach Ende der zehn kompakten Tracks hält man eine Weile vor Hochachtung inne. ZZ Top zeigen auch nach 42 Jahren absolut keine Altersmüdigkeit. Auf "La Futura" meistern sie den Spagat zwischen Retro und Moderne eindrucksvoll und müssten eigentlich alle ihre Anhänger glücklich machen. Rick Rubin ist eine schön klare und kräftige Produktion gelungen. Eine lohnenswerte Zusammenarbeit. Die Gitarrentöne von Billy Gibbons sind eine einzige Wucht. Auch in der zweiten Dekade des neuen Jahrtausend ist der Dreier aus Houston einfach eine sau-coole Truppe (und bleibt es hoffentlich noch lange). Und scheinbar auch immer noch für eine Überraschung gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Gotsta Get Paid - 4:03
2. Chartreuse - 2:57
3. Consumption - 3:48
4. Over You - 4:30
5. Heartache in Blue - 4:09
6. I Don't Wanna Lose, Lose, You - 4:21
7. Flyin' High - 4:17
8. It's Too Easy Mañana - 4:48
9. Big Shiny Nine - 3:11
10. Have a Little Mercy - 3:18

Art-Nr.: 7916
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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