Artikel 1 bis 2 von 2 gefundenen...

[1-15]

 
Shelton, Blake - blake shelton's barn & grill [2004]
Dritter Volltreffer des introvertierten "Boy from Oklahoma" mit dem freundlichen Lächeln! Die großen Akteure des Country-/New Country-Genres leben in der Regel neben ihrer persönlichen Ausstrahlung von ihrer Beständigkeit und dem Gespür für die Sehnsüchte ihres Publikums - und das auf hohem Niveau! Da wird bedingungslos professionell an den eigenen Stärken gefeilt und nicht wie wild herumexperimentiert. Gut so! Für eine solche Arbeit ist Blake Shelton ein Musterbeispiel! Wo Kritiker längst den Einbruch erwarten, wird, oft zur Überraschung vieler, eben noch mal eine Schüppe draufgepackt. Und so machen das Team um Shooting-Star Blake Shelton und sein Produzent Bobby Braddock mit dem neuen Album "Blake Shelton's Barn & Grill" konsequent da weiter, wo sie beim Debütwerk angefangen und dessen Nachfolger "The Dreamer" aufgehört haben. Sämtliche mit Bedacht ausgewählte Stücke sind Blake wie auf den Leib geschnitten. Er fühlt sich bei deren Performance spürbar wohl. Moderne und Tradition halten mal wieder perfekt die Balance. Während es auf "The Dreamer" mit "Heavy Liftin’ noch direkt in die Vollen ging, startet er diesmal mit einem fröhlichen Sommersong mit leicht mexikanischem, bzw. karibischem Flair, der locker dahinrauscht, wie ein relaxter Strandspaziergang, wo einem heiße Senoritas mit langen schwarzen Haaren und kühlen Margheritas entgegen lächeln. "Some Beach", so heißt diese Nummer, hat als erste Singleauskoppelung bereits Platz 16 in den Country Billboard Charts erklommen, mit Drang nach oben, und es bedarf keiner prophetischer Eingebungen, dass das Album nicht nur wegen dieses Tracks wohl wieder ein Verkaufsschlager wird. "Nobody But Me" ("The Weight" von The Band oder "Love Of A Woman" von Travis Tritt könnten hier Pate gestanden haben), "Love Gets In The Way" (wunderbare Banjo-Unterlegung), "Goodbye Time" (mit herrlichem Akustik-Piano) und "When Somebody Knows You Well" (nette Akustik-Gitarren, dezent Streicher-unterlegt) sind alles
kraftvolle Balladen, auf denen Blake in seiner unnachahmlichen Art aus sich herausgehen kann. Dabei wirkt seine Stimme frischer und kräftiger denn je. Die Musiker wie Brent Rowan, Shannon Forrest, Gordon Mote, Mike Rojas, Paul Franklin oder Jonathan Yudkin, um nur einige zu nennen, leisten Schwerstarbeit, harmonieren aber famos! Für zusätzlichen Pep sorgen die schwungvollen Stücke wie "Good Old Boy, Bad Old Boyfriend" (der leicht bluesige Country-Rock’N’Roller aus der Feder von Bobby Braddock klingt wie ein Song eines gedopten J. J. Cale) oder "Cotton Pickin’ Time", einn knackiger, traditioneller Country"rock"-Song mit Slide-Gitarren, tollem Fiddle-Solo, klimperndem Piano und kessen Mundorgel-Einlagen..Da wippt jeder Cowboystiefel unweigerlich mit und jede Country-Kneipe wird zum Tollhaus. Apropos Country-Kneipe: Die beiden Abschlussstücke "The Bartender" und "I Drink" sind echte Barroom-Songs, in denen Blake mit hingebungsvollem Gesang für entsprechende Stimmung sorgt. Zudem zeigt das Booklet ein typisches Lokal dieser Art, wo in neonleuchtender Schrift ein Schild mit der Aufschrift "Blake Shelton’s Barn & Grill" hinter der Theke zu sehen ist, entsprechend dem Schriftzug auf dem Frontcover. Ob man ihm eventuell zur Neueröffnung seiner eigenen Kneipe beglückwünschen darf, konnte die Recherche nicht klären, doch zu einem weiteren Spitzen-Album kann und muß man es auf jeden Fall! In diesem Sinne: Prost Blake! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 2861
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!

 


 
Shelton, Blake - pure bs [2007]
2,5 Millionen Mal gingen seine ersten drei Klasse-Alben "über die Ladentheke", jetzt gibt es mit dem neuen Werk "Pure BS" weiteren Nachschlag von Blake Shelton. Als er im Jahre 2001 mit "Austin" (seinerzeit war er der erste Countrysänger überhaupt, der mit einer Debütsingle sofort auf Platz 1 der Billboard-Charts schaffte) und seinem ersten Album (auch direkt Platz 3) katapultartig die Szene enterte, mutmaßten wir bereits, dass Blake es sehr schnell in die Riege der ganz Erfolgreichen in Nashville schaffen würde. Seine folgenden, ebenfalls hervorragenden Silberlinge "The Dreamer" und "Blake Shelton’s Barn & Grill" untermauerten unsere Voraussage schließlich nachhaltig. Mit Produzent Bobby Braddock, der von Anfang an an der Reglern saß, und Blake Shelton schien sich ein perfekt harmonierendes und überaus erfolgreiches Duo für knackigen, genauso traditionell verbundenen wie modernen, zeitgemäßen New Country gefunden zu haben. Keiner hätte es Shelton verdenken können, wenn er weiter, wie viele andere Künstler seines Kalibers, konsequent und ohne größeres Risiko den einmal eingeschlagenen Weg weitergegangen wäre. Nicht so jedoch der Neo-Honky Tonker aus Oklahoma. Nachdem in sein Privatleben nach einigen Turbolenzen (Scheidung von seiner Frau) mittlerweile wieder Ruhe eingekehrt ist, entschied er sich mit Brent Rowan und dem "alten Hasen" Paul Worley neben Braddock zwei weitere Produzenten anzuheuern. Shelton (auch mit neuer Frisur) spürte laut eigener Aussage, dass etwas passieren musste, auf der anderen Seite aber wollte er das Bewährte nicht völlig in Frage stellen. Dies alles ist absolut nachvollziehbar! Entstanden ist nun mit "Pure BS" eine clevere und erstklassig umgesetzte Kompromisslösung, die einen Blake Shelton offenbart, dem man durchaus eine gewisse "neue Frische" und fast noch stärkere stimmliche Ausdruckskraft bescheinigen kann, als dies ohnehin schon der Fall war. Sämtliche Fremdkompositionen (natürlich aus den Federn angesagter Songwriter wie Tom Douglas, Dave Berg, David Lee Murphy, Casey Beathard) sind wie immer mit viel Gespür für Shelton's Persönlichkeit ausgewählt worden, aber auch Blake selbst (mittlerweile Jury-Mitglied bei "Nashville Star") glänzt wieder mit drei Eigenkompositionen. Jeder der beteiligten Produzenten beanspruchte für seine Songs einen expliziten Musikerkreis (dadurch agieren zum Beispiel drei verschiedene Drummer, alle restlichen Instrumentalisten in jedem Team gehören ebenfalls zu 1A-Garde von Music City), wobei Braddock Brent Rowan bei seiner Mannschaft als Gitarrist mit integrierte. Worley betreute beispielsweise den furiosen Opener "This Can’t Be Good" (Toller, etwas southern-inspirierter, kraftvoller New Countryrock der Marke Trace Adkins), das piano-lastige, ruhigere "Bad There Again" und das introvertierte "What I Wouldn’t Give" im Midtempobereich; Rowan setzte mit der sich bereits auf dem Vormarsch in obere Chart-Regionen befindenden Single "Don’t Make Me" (sehr melodisch, schöne Mandoline, tolle Harmonies) und dem Gute Laune-Saloon-Song "The More I Drink", dem dezent keltisch angerauten "She Don’t Love Me" (ist auch auf dem letzten Album von Billy Ray Cyrus vertreten), und dem mit texanischem Roots-Flair behafteten Chris Knight-Cover "It Ain't Easy Bein' Me" (grandios mit Slide, Mandoline, Steel und Akustikgitarre instrumentiert) vielleicht die stärksten und aufsehenerregendsten Akzente; Braddock produzierte die schöne Ballade "I Don’t Care", die in bester "Austin"-Manier daherkommt, sowie die zwei wunderbar melodische Stücke mit Retrotouch ("I Have Been Lonely" - recht rockig, tolle Harmonies von Rachel Proctor, die das Lied mit Blake zusammen komponiert hat; "She Can’t Get That" - eher relaxt, mit deneznten Westcoast und bluesigen Einlagen, klasse E-Gitarren-Spiel von Rowan), und den exzellenten, honky-tonkigen Rausschmeißer am Ende, "The Last Country Song", bei dem die Country-Ikonen George Jones und Jon Anderson stimmlich mit eingebunden sind. Da wird kräftig zusammen gegrölt und geklatscht. Ein herrlicher Abschluß! Blake Shelton hat mit „Pure BS“ wieder alles richtig gemacht und vielleicht sein bislang bestes Album abgeliefert. Er wirkt sehr frisch, befreit, ist vokal in blendender Verfassung und seine Arbeit mit dem Produzenten-Drei-Gestirn Bobby Braddock, Brent Rowan und Paul Worley funktioniert hervorragend. Ein glänzendes Werk, das qualitativ und verkaufstechnisch vollkommen zu Recht seinen Charts-Spitzenplatz-Anspruch in den kommenden Wochen geltend machen wird. Jawohl, diese klasse Musik ist "Pure Blake Shelton"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4815
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

Zurück zum Artikel

Zusätzliche Aktionen:
Interpret oder Autor in anderen Rezensionen anzeigen!
Titel in anderen Rezensionen anzeigen!
Durch Rezension als ähnlich eingestufte Artikel anzeigen!
Zusätzlich zu diesem von anderen Kunden erworbene Artikel anzeigen!