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Hagar, Sammy & The Waboritas - livin' it up [2006]
Sammy Hagar und die "Wabos" lassen mit herrlichem "Cabo Wabo"-Rock'n Roll ("Cabo Wabo Cantina" ist der Name von Hagar's Club in Cabo San Lucas, wie auch der seiner hauseigenen Tequila-Sorte) ihrer guten Laune mal wieder freien Lauf! Ein fantastiosches neues Album (schöne Digipack-Verpackung) des Red Rockers, der, trotz aller Montrose- und Van Halen-Vergangenheit, mit seinen Waboritas offensichtlich die "Band seines Lebens" gefunden hatte. Hier stimmte die Chemie von Anfang an zu 100%! Nicht den Hauch eines schwachen Albums gab es bisher - und auch "Livin' it up" ist ein Knüller! Wieder rockt es gewaltig. Wieder bestimmen Druck, Power und Intenistät den voll im Saft stehenden, fetten Sound. Dennoch ist das Album nicht ganz so hart wie die Vorgänger. Das kommt hauptsächlich durch die hervorragend gelungene Integration einer spürbaren, noch größeren Lockerheit wie früher, von noch mehr "Sommer-/ Beach-/ und Tequila- Feeling", viel Melodik, und zuweilen sogar eines gewissen Countryflairs (grandios beispielsweise die Coverversion von Toby Keith's "I love this bar"), in das er allerdings den typischen Hagar'schen Rock'n Roll-Vibe infiltriert. Was versprüht dieser End-Fünfziger (man glaubt es kaum, Hagar wird im kommenden Jahr 60) für eine Lebensfreude! Rock'n Roll als Droge des Jungbrunnens! "Livin' it up" vermittelt eine mitreißende, ansteckende Frische! Power, exzellente Melodien, ein satter Sound, prächtig rockende Gitarren, eine kraftvolle, sehr direkt agierende, großartige Rhythmus-Fraktion ( Bassistin Mona und Drummer David Lauser erledigen wieder einen tollen Job) und Sammy's wundervolle "Röhre" (seine gewaltige, vor Intensität nur so strotzende, grandiose Stimme sucht nach wie vor ihresgleichen im Rock-Business) lassen einem das Bild einer rauschenden, ausgelassenen Rock'n Roll-Strandparty vor den Augen ablaufen, ja transportieren dieses Feeling quasi zu Euch nach Hause! Wunderbar! Das Album beginnt sofort mit einer absoluten Traum-Nummer: "Sam I am" ist ein drückender, straighter, von einem großartigen Rootsrock-Flair durchzogener, gar etwas "southern" anmutender, knackiger, satter "Rock-"Shuffle-Stomper", umgeben von einem herrlichen Gitarrengerüst aus swampiger Acoustic Slide und fett glühender Electric Slide! Hagar singt sehr intensiv, trotzdem irgedwie locker und ungemein frisch! Toll, wenn er singt: "Ain't no Superman, but Sam I am.., and I'm a feel good doctor, a big bad talker, After midnight walker, Sittin' on the bay docker, I'm a sunshine stalker, Hodaddy wave watcher, Heaven's door knocker, Blue, white, and RED ROCKER oh yeah oh yeah, that's all I am", und damit keine bessere Darstellung der Tatsache, wie sehr seine Musik auch seiner persönlichen Lebens-Philosophie entspricht, ablegen könnte. Es kommt einfach rüber! Super! Wie auch das folgende "Living on a coastline": Ein von einer herrlichen Melodie geprägter, wundervoller, genauso kraftvoller, wie erfrischender, satter, sonniger, voller Westcoast-Flair steckender Rocker mit einem dezenten, "versteckten" Reggae-Feeling. Tolle Instrumentierung aus klaren Gitarrenriffs und großartigen E-Gitarren (Slide)-Linien, feinen Soli, groovigen Bass-Rhythmen und einem ungemein harmonischen Refrain! Macht das Laune! Das von harten Gitarren gekennzeichnete, krachend rockende "Mexico" ist ein herrlich straighter Rocker in typischem Hagar-Stil, besticht darüber hinaus allerdings durch die überaus gelungene Ergänzung eines tollen mittel-amerikanischen "Mexico"-Flairs, vor allem durch seine prächtigen, sehr trocken produzierten, "heißen" Percussion-Einlagen! Nach dem knackigen, melodischen, unweigerlich zum Tanzen und Mitrocken einladenden, großartigen Party-Knaller "The way we live", folgt die eingangs schon erwähnte, herrliche, rockige Coverversion des Country-Hits von Toby Keith, "I love this bar"! Hat viel Druck, verliert aber sein Country-Feeling nicht gänzlich! Großartig! Tolle Melodie, klasse Gitarren, starker Text - scheint wie gemacht für Hagar! Auch das folgende "One sip" hat seine Bezüge zum Country, denn Sammy hat es zusammen mit Nashville-Superstar Kenny Chesney komponiert. Chesney's Neigung zu karibisch angehauchter Musik ist ja hinlänglich bekannt, und so ist hier ein knackiger, von froh gelaunter Tex-Mex-Stimmung und viel Karibik-Country-Feeling geprägter Rocker entstanden, der runter geht wie Öl! Stark auch die abgefahrene, laute "Mariachi-Blues"-Version von Bob Dylan's "Rainy day woman #12/#35" (schräge Bläser, klasse Piano-Geklimper, satte Power - großartig!), oder die von einer frischen Pedal Steel durchzogene, sehr melodische Ballade "Halfway to Memphis"! Tolle Musiker, super Sound, großartiges Songmaterial - hier stimmt alles! Mexiko, "Cabo Wabo", Red Rocker, Rock'n Roll Sunnyboy - Hagar strahlt die pure Sympathie aus! Der Mann scheint immer gut drauf zu sein - und das kommt wunderbar rüber! Sommer, Sonne Strand, Rock'n Roll - die Formel dazu heißt "Sammy & the Wabos"! "Livin' it up" - lebt es aus...!

Art-Nr.: 4325
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Lann, James - honky tonk kung fu [2010]
Es ist immer wieder erstaunlich, welch phantastische Country-Interpreten es zu entdecken gibt - abseits vom Mainstream, aber auf einem dermassen hohen Niveau, dass man ehrfürchtig den Cowboyhut ziehen möchte. Doch noch erstaunlicher ist es, dass die Bosse der großen Major-Labels scheinbar achtlos an diesen Künstlern vorüber gehen. Wie ist es zu erklären, dass dieser junge Mann (noch) keinen Major-Deal hat? Wir wissen es nicht. Vielleicht ist es aber auch ganz gut so, denn sonst würden die musikalische Freiheit, Unbekümmertheit und Frische möglicherweise irgendwann auf der Strecke bleiben. Um wen geht es: James Lann, seit fünf Generationen ein "echter" Cowboy, quasi "im Sattel" aufgewachsen auf einer "Cattle-Ranch" vor den Toren Houston's, kennt das Countryleben von der Pike auf. Doch eines Tages war für ihn klar, dass er sein Pferd und sein Lasso gegen die Gitarre und die Musik eintauschen würde. Ebenso klar war, das er sein bislang geführtes Countryleben eins zu eins in die Musik übertragen würde. So etwas steckt einem einfach im Blut. Vielleicht ist deshalb James Lann's Musik so authentisch, so ehrlich, so "real country" - und doch so modern! Sein mittlerweite zweites Album, "Honky Tonk Kung Fu" jedenfalls ist, wie auch sein Vorgängerwerk "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007, das wir gleichzietig in unser Programm aufgenommen haben (siehe Artikel-Nr. 6847) ein absoluter Country-Knüller. Bei dieser geradezu traumwandlerisch sicheren Gratwanderung zwischen traditionellen Klängen, nach unendlicher Freiheit duftendem Cowboy- und Western-Flair und knackigem, modernem, aber völlig Pop-freiem, von wundervollen Melodien durchzogenem, "jungem" New Country blüht das Herz eines jeden Countryfans auf! Versprochen! Lann, hätte er eine Chance im Country-Radio ausserhalb der Grenzen Texas' gespielt zu werden, dürfte mit seiner Musik mühelos in der Lage sein, die Charts in Nashville ordentlich durcheinander zu wirbeln. Vor allen Dingen ist er ganau das, was Nashville so nötig hätte. Nämlich Leute, die traditionelle Countrymusic wieder in den Fokus der (auch jungen) Fans rücken und die reine, ehrliche und authentische Countrymusic wieder zu dem dominierenden Element in den Charts machen. James Lann ist ein Traditionalist durch und durch. Und doch ist er so "up to date", so zwanglos und erfrischend, so zeitgemäss, vor allem aber auch so gut und kompetent, dass er Generationen von Countryfans vereinen könnte. Brad Paisley, ohne Zweifel auch ein herausragender und aussergewöhnlicher Vertreter seiner Zunft, verkauften Nashville's Marketing-Strategen einst als den "Savior of Countrymusic", doch auch einem Mann wie James Lann ist ein solcher Slogan geradezu auf den Leib geschrieben. Das ist allerfeinste "Stoff" in der Schnittmenge von Leuten wie George Strait, Alan Jackson, Trace Adkins, Dierks Bentley, besagtem Brad Paisley, Josh Turner, Clay Walker, Gary Allan und dem großen Garth Brooks. Das Verrückte: Lann kann jetzt schon locker das Niveau dieser "Konkurrenten" mitgehen. Der junge Mann ist gesegnet mit einer wunderbaren, äusserst angenehmen Countrystimme, die zeitweise etwas an seinen texanischen Landsmann Clay Walker, aber auch an den guten Garth Brooks erinnert. Eingespielt wurde das Material mit einigen exzellenten texanischen Musikern (u.a. John Carroll an der E-Gitarre, sowie der begnadete Multi-Instrumenatlist Milo Deering an der Mandoline, Fiddle, Dobro, Acoustic Guitar und Pedal Steel), sowie dem überragenden, legendären Nashville-Drummer Eddie Bayers. Die Songs sind von vorn bis hinten erste Sahne! Der Sound ist knackig, klar, super! Ob beispielsweise die von schönen, "saftigen" elektrischen Gitarren durchzogene, wunderbar melodische New Country-Nummer "Every kiss goodnight" , das von einem klasse Outlaw-Feeling umgebene, dabei sehr zeitgemäss und würzig in Szene gesetzte "Face in the mirror" (tolle E-Gitarre und Steel), das mit herrlichem Fiddle und Mandolinenspiel, aber auch mit kraftvollen E-Gitarren-Licks instrumentierte, im Refrain wunderbar knackige, traumhaft melodische "Halfway to Houston", der ordentlich dampfende, rockige Country-Kracher "Heaven ain't the place to be" (klasse der "pure Country"-Text mit der Erwähnung von Waylon Jennings' "Honky Tonk Heroes" und Conway Twitty), das ein wenig californisch eingefärbte, etwas an Gary Allan erinnernde, mit tollem Dobro, Steel und großartiger Baritone Gitarre intonierte, flotte "Cowboy killer" (schönes Western-Flair), der coole, knackig rockende, erneut vom Text her sehr authentisch und humorvoll verfasste, raue, von satten E-Gitarren-Riffs geprägte Roadhouse-/Honky Tonk Two-Stepper "Honky Tonk Kung Fu" (erzählt in "blumigen" Worten von einer durch zu viel Alkohol ausgelösten Saloon-Schlägerei - man sieht die vermeintlichen Szenen regelrecht wie in einem Westernmovie vor seinem geistigen Auge vorüber ziehen), die wunderschöne, von tollen, transparenten Gitarren, sowie feinen Fiddle- und Steel-Fills bestimmte Country-Ballade "Back on track", der swingende, ultra-traditionelle, Gitarren- und Steelguitar-getränkte Honky Tonker "That's why I'm here", bis hin zu dem fulminant abgehenden Country & Western-/Hillbilly-Knaller "The talent requires" - es gibt wirklich nichts zu mäkeln. Gar nichts! Neben zwei Bonustracks enthält das Album darüber hinaus noch einen nicht mal auf dem Cover aufgeführten "hidden" Track, und zwar eine klasse Live-Version des unvergessenen Michael Martin Murphey-Hits "Wildfire". Zudem ist das Werk mit insgesamt 16 Songs und knapp 60 Minuten Spielzeit prall gefüllt. James Lann ist ohne Frage einer der bis dato "unentdeckten Rohdiamanten" des Country. Einer, der Countrymusic aus tiefstem Herzen spielt. Einer, der das Countryleben in den Genen hat. Ein Pracht-Album! Die Fans werden es lieben! "This cowboy is keeping it country"!

Hinweis: Gleichzeitig haben wir auch James Lann's erstes Album "F-O-R-D" aus dem Jahre 2007 mit ins Programm genommen. Das Teil ist auf dem absolut gleichen Niveau wie "Honky Tonk Kung Fu", also ebenfalls ein wahrer Country-Knüller!

Die komplette Songliste:

1.Every kiss goodnight (4.43)
2.Face in the mirror (3.53)
3.Halfway to Houston (3.27)
4.Heaven ain’t the place to be (3.41)
5.She’s water (3.26)
6.Cowboy Killer (3.52)
7.Makin’ Payments (3.29)
8.Honky Tonk Kung Fu (3.22)
9.Back on Track (3.48)
10.I owe you one (3.08)
11.That’s why I’m here (3.53)
12.Rented Houses (3.44)
13.The Talent Requires (4.17)
14.I Owe you w/ Jason Allen (3.08)
15.That’s why I’m Here w/ Jason Allen & Chuck Allen Floyd (3.56)
16.Wildfire (live) (4.01)

Art-Nr.: 6848
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Every kiss goodnight
Halfway to Houston
Heaven ain't the place to be
Cowboy killer
Honky Tonk Kung Fu
Back on track
The talent requires

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