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Abbott Band, Josh - small town family dream [2012]
Die Josh Abbott Band macht konsequent dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit dem wunderbaren "She's like Texas" aufgehört hatte. Erneut präsentiert sie uns ein mit durchweg herrlichen, traumhaft melodischen Songs gespicktes Red Dirt Countryrock-Juwel, das, da braucht man wirklich kein Prophet zu sein, am Jahresende in den Rankings der besten und erfolgreichsten Red Dirt-Scheiben 2012 ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Frisch, knackig, voller Spielfreude und mit exquisiter Musikalität gelingt der Truppe eine Art Konzeptalbum, das das einfache Leben der einfachen Leute in den "small towns" von Texas zum Thema hat. Dabei geht die musikalische Bandbreite von knackigem Countryrock über Americana, Roots, bis hin zu purem Texas-Country. Die Spuren reichen von Steve Earle über Terry Allen (von ihm covert die Band hier mit "FFA" und "Flatland Farmer" zwei ineinander überlaufende Countrysongs), Poco, eine texanische Ausgabe von Tom Petty & the Heartbreaker bis hin zu George Strait, alles ungemein eingängig verschmolzen zu diesem einzigartigen Red Dirt-Sound im Fahrwasser von der Randy Rogers Band, Wade Bowen, der Kyle Bennett Band und der Eli Young Band. Der Eröffnungstrack "Idalou", Josh Abbott's Heimatstadt, beginnt direkt mit einer kraftvollen Instrumentaluntermalung zu Abbot's typischem, leicht genäselten, wunderbar "warmen", angenehmen Gesang, wobei das klirrende Banjo (so ein bisschen Keith Urban-Style) besonders Spaß bereitet. Im Refrain packt Josh aus gegebenem Grund seine gesamte Emotionalität hinein. Die starke E-Gitarren/Fiddle-Kombi im Soloteil und das wieder Urbaneske Banjobreak komplettieren diesen herrlichen, melodischen Auftakt. Der Kraftpegel bleibt auch beim folgenden "I’ll Sing About Mine (The Tractor Song)" auf hohem Level. Der Song stammt aus der Feder des kurzzeitigen The Band Of Heathens-Mitglied Brian Keane (aus seinem auch in unserem Programm befindlichen Album "90 Miles An Hour"), das textlich gegen die oberflächliche und teilweise zu wenig authentische Musik in Nashville Spitzen "schießt". Abbot's Version kommt genau so kräftig wie Keane's, aber dank integrierter Fiddle und Banjo deutlich countrylastiger. Welches Standing Abbott in der Red Dirt Szene besitzt, sieht man vor allem an der prominenten Liste seiner Co-Writer (u.a. Radney Foster, Jay Clementi, Adam Hood, Brandon Rhyder ,Django Walker) und auch an der Gastpräsenz von Pat Green, der mit ihm ein tolles Duett bei der Hymne "My Texas" abliefert, das schon in den Texas Charts ordentlich abgeräumt hat. Das wieder voller (angenehmer) Emotionalität (Powerrefrain) strotzende "Touch" (klasse wieder die auch schon auf Josh's letzter Scheibe mitwirkende Kacey Musgrave, die hier gleich auf fünf Tracks ihre wunderbaren Hamonies einbringt, abenso das filigrane Fiddlespiel Preston Wait's am Ende des Songs) wurde zur aktuellen Single auserkoren und dürfte erneut gute Chancen auf viel Airplay und Chartpräsenz haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt das folgende "She Will Be Free" (grandiose Doppel-E-Gitarre/Gypsy-mäßige Fiddle-Kombi als Solo-Teil). Ungewohnt rockig dann "Hotty Toddy", das schon fast in Rolling Stones-Richtung geht. Klasse hier das "Gimme 3 Steps" (Lynyrd Skynyrd)-verdächtige E-Gitarren-Solo. "Dallas Love" ist das Pendant zu "Oh Tonight" vom Vorgängeralbum, wo Abott und Musgrave liebespaarartig zu klirrenden Mandolinen- (wieder von Milo Deering) und Fiddle-Klängen gesangstechnisch harmonieren. Ein echter Ohrwurm! "Hell Gates On Fire" ist den Opfern der gefürchteten texanischen Waldbrände gewidmet. Der mit einer gut passenden Dramatik gespielte Song drückt sowohl Mitgefühl als auch Mut, sich gegen das Schicksal aufzubäumen, aus. Abbott wirkt hier wie viele Musiker nicht aufgesetzt, sondern absolut ehrlich und authentisch (im beigefügten Steck-Booklett, mit allen Texten, des Digipaks wird auch für eine, sich mit dieser Sache auseinandersetztenden Hilfsorganisation hingewiesen). Bei den beiden Abschlusstracks ("Rain Finally Coming Down" und dem Titelstück "Small Town Family Town") kommt, nachdem, wie oben bereits angeführt, das vorangegangene Gros der CD ein Plädoyer für die texanischen "Simple- und Workingmens" beinhaltete, nun der Familienvater wie du, ich und Josh Abbott an die Reihe und somit schließt sich der Kreis dieses in sich stimmigen und musikalisch unglaublich versierten Werkes. Man kann nur hoffen, dass dieser Josh Abbott und seine hochklassige Band, bestehend aus Austin Davis, Preston Wait, Ed Villanueva, Caleb Keeter und James Hertless, sich den Fängen der kommerziellen Begehrlichkeiten noch eine Weile entziehen und uns weiter mit dieser wunderbaren Musik erfreuen können. Angesichts solcher Leistungen ist ein Weg wie der Randy Rogers Band, Eli Young Band oder Wade Bowen allerdings so gut wie vorprogrammiert. Produziert hat erneut Erik Herbst! Diese Band gehört endgültig zu den Besten, die die Red Dirt-Szene zu bieten hat. Herrlich! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Idalou (4.48)
2. I ll Sing About Mine (4.16)
3. Touch (3.28)
4. She Will Be Free (4.17)
5. Hotty Toddy (3.51)
6. FFA (1.01)
7. Flatland Farmer (3.37)
8. My Texas (feat. Pat Green) (3.11)
9. Dallas Love (3.42)
10. Hell s Gates On Fire (4.15)
11. Rain Finally Coming Down (3.41)
12. Small Town Family Dream (4.29)

Art-Nr.: 7774
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Idalou
I'll sing about mine
Hotty Toddy
Flatland farmer
My Texas
Hell's gates on fire
Small town family dream

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Aldean, Jason - they don't know [2016]
7. Studio-Album von Jason Aldean. Er zählt schon seit geraumer Zeit zu den Stadien-füllenden Megastars der Nashville-Szene und was soll man nach sechs Alben, die alle bis auf zwei kleine Ausnahmen unter den Top-5 der Billboard Country- als auch der Genre übergreifenden Charts gelandet sind (die beiden letzten jeweils in beiden Rankings auf Platz 1), großartiges ändern? Aldean und sein Langzeit-Produzent Michael Knox fahren weiter die Erfolgslinie und überlassen das Experimentieren anderen. Gut so! Man ist mittlerweile in der bequemen Lage, sich in Ruhe die Songs herauspicken zu können (natürlich ist auch hier wieder alles am Start, was sich an angesagten Songwritern auf dem Markt befindet), die zu Jason am Besten passen. Mit seiner exzellenten Liveband, bestehend aus Rich Redmond, Tully Kennedy und Kurt Allison, die jederzeit in der Lage ist, auf Augenhöhe mit den arrivierten Nashville Studio-Musikern zu agieren (auch hier sind natürlich wieder bewährte Leute wie u. a. Adam Shoenveld, Danny Radar, Rob McNelley, John Willis, Mike Johnson mit an Bord) hat man dazu ein perfekt eingespieltes und funktionierendes Team, auf das man sich ebenfalls blind verlassen kann. So wird auf seinem neuen Werk "They Don't Know" auch diesmal an die bewährten Konzepte von "My Kinda Party" und "Old Boots, New Dirt" nahtlos angeknüpft. Überwiegend kräftige und mitreißende Countryrocker sowie ein paar Balladen, die vom Anliegen dazu prädestiniert sind, ein Spektakel in den großen Arenen, die mittlerweile nun mal Aldeans überwiegende Projektionsfläche sind, abzuliefern. Die Songs sind durchweg klasse und vielleicht sogar noch ein wenig besser als bei früheren Werken. Erneut gibt es satte 15 Tracks, beginnend mit euphorischen, vom knackigen E-Gitarren durchzogenen "Lights Come On" (belegte bereits Platz 3), bis zum abschließenden, atmosphärischen "When The Lights Go Out". Man hat lediglich wieder die Qual der Wahl, welche Stücke als Singles ins Rennen geschickt werden sollen. Den zweiten Anlauf macht das von dezenter Melancholie gezeichnete, etwas ruhigere "A Little More Summertime", das eher Aldeans sentimentale Seite repräsentiert. Tradition hat ja auch ein Duett mit einer aktuell angesagten Kollegin. Diesmal ist Kelsea Ballerini die Partnerin beim der herzzerreißenden, Blockbuster-tauglichen Ballade "First Time Again". Am wohlsten fühlt sich Aldean aber spürbar, wenn in Southern-rockiger Manier, wie beim krachenden Titelstück "They Don't Know" (geht in Richtung "My Kinda Party"), "One We Won't Forget" oder dem herrlichen "The Way A Night Should Feel" (Co-Writer Brett James) ordentlich Gas gegeben wird.. Fazit: Superstar Jason Aldean geht unbeirrt seinen Weg weiter. Rockiger New Country vom Feinsten! Das Songmaterial ist exzellent und "They Don't Know" bietet erneut exakt das, was seine Fans von ihm hören wollen. Das Album wird, das wissen wir schon jetzt, ganz sicher wieder die Pole erklimmen. Was eigentlich in seiner Karriere nur noch fehlt, ist eine Gene-übergreifende Billboard Top 100 Nr.1-Hitsingle. Bleibt lediglich die spannende Frage, ob es diesmal klappt. Verdient hätte er es und das Material hat allemal die Klasse dazu. Wir sagen, viel Glück und 'toi toi toi', Jason Aldean! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Lights Come On - 3.14
2. A Little More Summertime - 3.39
3. This Plane Don't Go There - 2.59
4. Comin' In Hot - 2.59
5. First Time Again (with Kelsea Ballerini) - 3.24
6. Bad - 3.33
7. They Don't Know - 3.15
8. One We Won't Forget - 3.16
9. Whiskey'd Up - 3.11
10. In Case You Don't Remember - 2.59
11. All Out of Beer - 3.18
12. Any Ol' Barstool - 3.23
13. The Way a Night Should Feel - 3.04
14. Reason to Love L.A. - 3.22
15. When the Lights Go Out - 3.25

Art-Nr.: 9266
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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American Minor - same [2005]
Jawohl, handfester, handgemachter, klassischer, ordentlich dampfender, von fetten Gitarren umgebener Retro-Hard-Riff-Rock, durchzogen von dem Geist des "hard-edged Blues-Boogie of the '70s", ist niemals unterzukriegen, solange sich solche hervorragenden, jungen Bands wie das bärenstarke Quintett American Minor aus dem Kanawha River Valley von Southern West Virginia dieser Musik annehmen! Herrlich! Schon die Cover-Photos der 5 langhaarigen Typen lassen vermuten, daß es sich hier vielleicht gar nicht um eine Band des 21. Jahrhunderts handelt, sondern eher um ein paar Grass rauchende Hippies der Spät-Sechziger oder Früh-Siebziger, die den glorreichen Rock'n Roll einer Epoche praktizieren, als Bands wie Humble Pie, Bad Company, die Rolling Stones, AC/DC, Lynyrd Skynyrd, Foghat & Co. die Szene regierten. Auch Parallelen zu den Black Crowes, der Steepwater Band, Aerosmith oder jüngst Kings Of Leon und Silvertide, sind nicht von der Hand zu weisen! American Minor, alles erstklassige Musiker, (2 großartige Gitarristen, Bass, Drums und mit Robert McCutcheon ein toller, intensiver, inbrünstiger, "soulful" Lead-Sänger - dazu als Gast auf vielen Stücken der Wallflowers-Keyboarder Rami Jafee)) gehen hart, sehr kraftvoll, mit viel Dampf und Druck an die Arbeit, spielen herrlich dreckig, rau, unbekümmert und schön rotzig, wirken dabei aber gleichzeitig bereits überaus kompetent und ausgereift! Auch die vom Tempo her eher balladeskeren Stücke strotzen nur so vor rauem "Dreck" und "Schmackes"! Die Gitarrenbretter werden ordentlich bearbeitet! Dabei bestechen sie mit starkem Songwriting und trotz aller Kraft mit gut hängen bleibenden, prächtigen Strukturen und Melodien! Und der Charme des Südens ist immer spürbar! Immer wieder gibt's brodelnde, "bluesy" Gitarrenritte, wobei die beiden Gitarristen bestens miteinander harmonieren. Es ist schon erstaunlich mit welcher Authentizität sich solche jungen Bands wie American Minor (und sie sind ein Musterbeispiel für diese Entwicklung) dieser, so tief in den Siebzigern fundamentierten Musik hingeben, ihren Spirit bewahren, und diesem wunderbaren Retro-Feeling eine natürliche Portion rotziger Frische verpassen, sodaß es auch in der heutigen Zeit absolut salonfähig ist und sogar immer neue Freunde gewinnt! Los geht's mit dem dynamisch rockenden, von kernigen Riffs geprägten, straighten, astreinen "Walk on", durchzogen von powernden, glühenden Gitarren-Licks! Großartiges Parallel-Gitarrenspiel zu dem starken Lead-Gesang und prächtige, kleine Twin-Passagen während des kurzen, kochenden Solos sorgen für ordentlich Feuer! Hat ein dezentes Southern-Flair! Es folgt mit "Break" eine absolute "Killer"-Nummer: Exzellenter, southern-fueled, von fulminanten, fleischigen Gitarrenriffs geprägter, rotzig, dreckig dargebotener, fetter, klassischer, aber ungemein zeitgemäßer Rock, der trotz der "saftigen" Power mit seiner wunderbaren Melodie einfach runter geht wie Öl! Hervorragend integriert ist hier eine zurückhaltende, äußerst angenehme Orgeluntermalung des bereits erwähnten Rami Jafee! Und so folgt ein Highlight dem nächsten: Zum Beispiel das groovende, wieder schön rotzige, sowohl ein leichtes Jam-, als auch ein unaufdringliches, schönes "Hardrock-Retro-Psychedelic"-Feeling verbreitende, von feurigen Gitarrenläufen gezierte, druckvolle, an die Black Crowes erinnernde, fantastische "Cheaters & Non-Believers", das dreckige, bluesige, southern-rooted "Mr. Queen", das wunderbare, etwas funkig angehauchte, wieder schön raue, von massiv rockenden Gitarren durchzogene "Don't jump the gun", das harte, kantige, fette, riffige, bluesige, einmal mehr von einer leichten Southern-Brise durchwehte, Black Crowes meets Bad Company-like "Buffalo creek", usw, uws., bis hin zum finalen, leicht psychedelischen, Hippie-mäßigen "Sleepwalker"! Kein Zweifel, American Minor halten ihr hohes Niveau von vorn bis hinten durch, genauso wie wie ihre intensive Kraft! "Geiler", harter "Kick-Ass"-, "In Your Face"-Classic Retro-Gitarren-Rock mit dezentem Southern-Feeling, genauso dreckig, rotzig und roh, wie professionell, melodisch, lebendig und frisch, von dem man niemals genug bekommen kann!

Art-Nr.: 3840
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Walk on
Break
Don't jump the gun
Buffalo Creek
Change

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Atlas Road Crew - halfway to hopkins [2015]
Blutjunge, hungrige Truppe aus Charleston im U.S.-Bundesstaat South Carolina, die gerade drauf und dran ist, die Herzen der Rock-, Rootsrock- und vor allem der Southern Rock-Fans im Sturm zu erobern. Ja, diese Burschen haben dieses einzigartige, typische "deep down from the south"-Gen, das sie perfekt in ihre Musik integrieren. Ihre Inspiration liegt im klassischen Vintage Rock der Siebziger, aber die Umsetzung und der Sound liegen mit ihrer kreativen Frische total auf der Höhe der Zeit. Das Potential des, wie gesagt, noch sehr jungen Qintetts (alle sind noch in den Zwanzigern) scheint immens zu sein. Jedenfalls klingen sie dermaßen versiert, so seien sie schon ewig im Geschäft - und dazu hoch professionell. Nach einer ersten EP liegt nun das "Full Length Debut" der Truppe vor - und sie Scheibe ist schlichtweg ein "Hammer"! Das Album strotzt nur so vor hochkarätigen Songs und potentiellen Hits, die allesamt, das meinen wir im nur erdenklich positivsten Sinn, "radiotauglich" erscheinen, denn ihre Strukturen und vorzüglichen Melodien gehen sofort ins Ohr und bleiben nachhaltig hängen. Dennoch klingt die Atlas Road Crew niemals zu brav oder kommerziell, ganz im Gegenteil. Sie spielen herrlich rotzig, wenn nötig auch dreckig, sehr kraftvoll, brodelnd, völlig zwanglos, unbeschwert und unwiderstehlich frisch. Die Balance stimmt einfach. Bei ihrer packenden Mixtur aus traditionellem amerikanischen Rock, Guitar Classic Rock, einem Hauch von Blues und Psychedelic, Rootsrock und den allgegenwärtigen Southern Rock-Einflüssen springt der Funke unmittelbar über. Da finden wir Spuren von Led Zeppelin über The Black Crowes, von The Allman Brothers Band über Lynyrd Skynyrd, von den Rolling Stones über Credence Clearwater Revival, bis hin zu den Kings of Leon. Aber auch solch jüngere Bands, wie etwa The Dirty Guv'nahs, Blackberry Smoke oder Robert Jon & The Wreck tummeln sich auf dem gleichen Terrain wie die Atlas Road Crew. Die Musiker sind einfach großartig, allen voran Frontmann, Gitarristen und Sänger Taylor Nicholson, der über ein fantastisches, leicht angerautes, "soulful" Organ verfügt (klingt zuweilen wie eine superbe Kombination aus Chris Robinson, UFO's Phil Mogg und Caleb Followill von den Kings of Leon), der bereits über eine immense Ausstrahlung verfügt. Komplettiert wird die Truppe von Dave Beddingfield (lead guitar), Bryce James (piano, organ), Max Becker (bass) und Patrick Drohan (drums), wie geagt, alle mit köchster Kompetenz unterwegs. Herz, Leidenschaft, Spielfreude, tolle Gitarren, immer wieder ergänzt durch großartige Piano- und Orgel-Sequenzen und eine äußerst satte, knackige, klare, auf den Punkt gebrachte Produktion (5 Tracks wurden produziert von Rick Beato, u.a. Needtobreathe, Trey Anastasio, Shinedown) bestimmen das Bild. Einen schwachen Song sucht man auf dem Album absolut vergebens. Los geht's mit dem von herrlichen, lockeren, transparenten Gitarren und erdigen, kraftvollen Riffs bestimmten, mit wunderbaren Hooks durchsetzten Roots-/Southern Rocker "Voices", der sich mit seiner tollen Melodie sofort tief in unsere Gehörgänge schraubt. Sofort weht einem dieser wohlige "smell of the south" um die Nase - einfach eine Wonne. Lead Gitarrist Dave Beddingfield brilliert gleich mit einem quirligen, zündenden Solo und Sänger Taylor Nicholson überzeugt mit viel Seele. Die Band hat den Zuhörer sofort im Griff. Bärenstark! Prächtige, bluesige Retro-/Pyschedelic-Riffs, ein schönes Southern-Flair und der Vibe der Kings of Leon bestimmen das folgende, famos inszenierte "Black eye sunrise", das eindrucksvoll zeigt mit welch ausgefuchsten Songwriting-Qualitäten und mit welcher Kreativität und Explosivität die Burschen am Werk sind. Das hat richtig Biß, aber auch wieder ein wunderbare Melodie. Starkes Gitarrenspiel! Nach dem fulminanten, dreckigen "Low Country Blues", einem voller Drive steckenden Slideguitar-getränkten Southern-/Swamp-Boogie (herrlich klimperndes Piano in Verbindung mit den kochenden Gitarren) wird es langsamer im Rhythmus. Feinste Acoustic Gitarren-Riffs, überaus harmonische Lead Gitarre, eine fantastische Orgel- und Klavier-Untermalung, dazu eine unwiderstehliche Melodik, Kraft und erdiger Gesang - das sind die Zutaten der hinreissenden Rootsrock-/Southern Rock-Ballade "Wasted time". Ja, das ist es, das sprichwörtliche "Holz" aus dem die so begnadeten Southern-Balladen "geschnitzt" sind. Wirkt wie eine magische Kombination aus The Marshall Tucker Band und The Black Crowes, angereichert mit der Ideen der Atlas Road Crew. Und weiter jagt ein Highlight das nächste: Ob der satte, straighte, von glühenden Gitarren geprägte Classic-/Southern Rocker "Lose control", der brodelnde, forsch nach vorn rockende, toll groovende, feurige Boogie "Halfway to Hopkins" (hier "brennt die Hütte"), das wunderschöne, mit vielschichtigen Gitarrenlinien aufwartende und einem tollem Orglespiel unterlegte "Abilene", oder das gar an "tighte", southern-rockige Bad Company erinnernde, sehr knackige, satt rockende "Betty" - die Band macht einen "Hammer"-Job. Wie sagt es ein amerikanischer Rezensent so schön ein seinem Fazit? "Don't miss this sensational band". Das unterschreiben wie vorbehaltlos. Saustarke Truppe, grandioses Album! Einfach nur "heiß"!

Das komplette Tracklisting:

1. Voices - 4:35
2. Black Eye Sunrise - 4:18
3. Low Country Blues - 3:50
4. Wasted Time - 4:08
5. I Want You to Know - 3:25
6. Lose Control - 3:11
7. Weeping Will - 4:43
8. Halfway to Hopkins - 2:46
9. Runaway - 3:02
10. Abilene - 3:22
11. Betty - 4:56

Art-Nr.: 9040
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Voices
Black eye sunrise
Low Country Blues
Wasted time
Lose control
Halfway to Hopkins
Abilene
Betty

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Avett Brothers, The - true sadness [2016]
Großartiges, neues Album der gefeierten Avett Brothers aus North Carolina, die abermals eine bestechende Auswahl toller Songs ihrer unwiderstehlichen, ganz eigenen Folkrock-/Alternate Country-/Americana-Mixtur abliefern. Was sind das für fantastische Musiker! Geschickt verbinden sie klassische Retro-Elemente mit modernen Sounds und erzeugen dabei eine faszinierende Magie - melodisch, voller Spielwitz und Spielfreude. Produziert hat das Album abermals Rick Rubin. Toll!

Aus der offiziellen Produktbeschreibung:

In a heartfelt personal letter penned by Seth Avett, Grammy Award®-nominated alternative folk collective THE AVETT BROTHERS revealed today that they will be releasing their new album, True Sadness on Friday June 24, 2016. The first single is titled Ain t No Man. Read the letter here.
The record reflects THE AVETT BROTHERS artistic, musical, and personal evolution over 16 years as a band. Eloquently describing what s to come on the horizon, Seth writes, True Sadness is a patchwork quilt, both thematically and stylistically. Wherein a myriad of contrasting fabrics make perfect sense on the same plane, this album draws upon countless resources from its writers and performers.
He goes on to cite pervasive and cornerstone influences such as, Queen, Sister Rosetta Tharpe, Jimmie Rodgers, Tom Petty, Nine Inch Nails, Gillian Welch, Aretha Franklin, Walt Disney, Pink Floyd, Kings of Convenience, calypso of the 1950 s and country of the 1930 s.
Most importantly, he assures, Throughout the album, we stitched together the boldest red and the calmest green, polka dots and stripes, the roughest denim and the smoothest velveteen. They came together because they are the best patterns we have and because each of us brought our own fabric to the quilting frame.

Das komplette Tracklisting:

1. Ain't No Man - 3:32
2. Mama, I Don't Believe - 4:16
3. No Hard Feelings - 5:14
4. Smithsonian - 4:33
5. You Are Mine - 3:28
6. Satan Pulls The Strings - 3:08
7. True Sadness - 4:35
8. I Wish I Was - 5:16
9. Fisher Road To Hollywood - 4:23
10. Victims Of Life - 2:59
11. Divorce Separation Blues - 4:56
12. May It Last - 4:39

Art-Nr.: 9201
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

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Azar, Steve & The Kings Men - down at the liquor store [2017]
Das letzte musikalische Lebenszeichen von Steve Azar war der, von ihm, für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften 2015 in Vail, komponierte Song "Fly", den er dann auch bei der Eröffnungsfeier zusammen mit Andreas Gabalier performte. Nach knapp sechs-jähriger Abstinenz, was Alben betrifft (sein letztes war das tolle "Delta Soul, Vol. 1"), hat die Wartezeit nun ein Ende. Der in Greenville, Mississippi, geborene und aufgewachsene Tausendsassa (Filmusikschreiber, Festivalveranstalter, Labelinhaber, Sportler, Koch, engagierter Spendensammler für karitative Zwecke, was ihm zu Ehren in den Staaten Mississippi und South Dakota, seitens höchster politischer Kreise, mit einem Steve Azar-Tag gewürdigt wurde) präsentiert mit "Down At The Liquor Store" sein mittlerweile 6. Studio-Werk. Dafür hat er sich mit einer neuen Begleitband "The Kings Men" umgeben, die mit Leuten wie u. a. Ray Neal, Regi Richards, Walter King, Jason Young, Herman Jackson, und David Briggs, Musiker beherbergt, die schon für Legenden wie B.B. King und Elvis Presley tätig waren. Steve Azar, dessen Tour mit Bob Seger 2007 vom Polistar Magazine zur Nr. 1-Tour in Amerika gekürt wurde und dessen "The Mighty Mississippi Music Festival" in der dritten Ausgabe von "1,000 Places in the United States and Canada to See Before You Die" gewürdigt wird, hat sich schon seit langem von seinem durchaus auch erfolgreichen Nashville-Major-Label-Intermezzo Anfang des Jahrtausends (mit der tollen Scheibe "Waitin' On Joe") gelöst und hat sich seitdem eher einer entspannt groovenden, wahnsinnig starken Mischung aus Blues, (Southern) Soul, Roots und Country verschrieben, die auf diesem Lonplayer wieder nahezu meisterhaft repräsentiert wird. Diese Scheibe "Down At The Liquor Store" lädt geradezu ein, sich in einem Sprituosen-Geschäft mit ein paar Flaschen Wein einzudecken und diesen 13 unaufgeregten, relaxten, so wunderbar instrumentierten und wohlig besungenen Liedern wie u. a. dem melodisch southern bluesigen Opener "Rena Lara", 'Mörder'-Balladen wie "Tender And Tough", "Over It All" sowie "These Crossroads" (mit grandiosem Sax-Solo), dem funkig groovenden "Wake Me From The Dead" (Doobie Brothers-Flair) oder dem autobiografischen "Greenville" in gemütlichem Ambiente beizuwohnen. Tolle Gitarren (das bluesige Lead Gitarren-Spiel von Ray Neal in Anlehung an die großen Kings, aber auch eines Toy Caldwells), das Memphis-trächtige Gepluster der Bläser-Fraktion und die Tasten-Einlagen von Keyboard-Institution David Briggs jagen einem förmlich einen Schauer nach dem anderen den Rücken runter und bilden einen fantastischen Counterpart zu Steves Wohlfühlgesang. Fazit: Steve Azar ist nach sechs Jahren mit dem überragenden "Down At The Liquor Store" auf der musikalischen Bühne in eigener Sache zurück. Seine übrwiegend selbst geschriebenen (z. T. mit ein paar wenigen Co-Writern wie Ryan Mitchell Burgess, James House und Johnny Douglas) Kompositionen bieten eine perfekt harmonierende Symbiose aus Blues, Soul, Country und Roots-Einflüssen. Das Werk kommt in einem geschmackvoll gestalteten DigiPak mit Steckbooklet, das alle Texte und Backgroundinfos zum Album beinhaltet. Ein absolutes "Must Have" in 2017! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Rena Lara - 3:39
2. Start to Wanderin' My Way - 3:18
3. Tender and Tough - 3:08
4. Wake Me from the Dead - 3:17
5. Down at the Liquor Store - 3:51
6. She Just Rolls with Me - 3:36
7. I Don't Mind (Most of the Time) - 3:49
8. Chance I'll Take - 3:31
9. Over It All - 5:02
10. Road Isn't There Anymore - 3:46
11. These Crossroads - 3:59
12. Ode to Sonny Boy - 4:06
13. Greenville - 3:40

Art-Nr.: 9499
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rena Lara
Tender and tough
Wake me from the dead
Down at the liquor store
I don't mind (most of the time)
Over it all
Road isn't there anymore
These crossroads

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Big Wu, The - tool for evening [2004]
Viertes Studioalbum der großartigen Jamrock-Band aus Minneapolis mit der sie sich im Genre zwischen all den Deadheads, Phishheads, Moe.- und String Cheese Incident-Fans weiter etablieren dürften. Wie schon bei ihrem tollen Vorgänger "Spring reverb" bauen sie in die typische Jamband-Philosophie eine Vielzahl von tollen Melodien ein, die prächtig in den Ohren hängen bleiben. Doch diesmal verlassen sie dabei etwas mehr die Dead-ähnlichen Pfade. "Tool for evening" hat nicht diesen krstallklar frischen Sound des vorigen Werkes, sondern gibt sich deutölich rockiger, kantiger, ruppiger, vielfältiger, ja vielleicht auch etwas experimentierfreudiger. Doch, wie gesagt, dabei verlieren sie nie ihre bekanntermaßen hervorragenden Melodien und schon gar nicht ihre musikalischen Spannungsbögen oder immensen handwerklichen Fähigkeiten. Sie strahlen eine wunderbare Unbekümmertheit aus und strotzen nur so vor Spielfreude. Immer wieder hören wir ausgedehnte, sehr variantenreiche, herzhafte Gitarrensoli von Chris Castino oder auch mal die ein oder andere klasse Piano-/Keyboard-Einlage von Al Oikari - alles vor dem Hintergrund einer prächtig groovenden Rhythmus-Sektion um Basssmann Padre Pienbique und den sehr starken Drummer Terry VanDeWalker. Alle vier sind zudem excellente Sänger! Ein kurzer Überblick über die 10 Tracks: Es beginnt mit einer richtigen Spaßnummer. "Texas fireball" ist ein furioser Uptempo Rock'n Roller voller Party-Rock-Flair, sowohl mit tollem Klavier- als auch gro0artigem E-Gitarrensolo. Bei dem mit schöner Mandoline begleiteten, auf einem recht eingängigen, leicht poppigen Rhythmus basierenden "Stole my girlfriend" kommt die moderne Folkrock-Ader der Band zum Vorschein, während "Dog's dead" als dezent swampiger, sehr rootsiger Jamrocker aus den Boxen schallt, dessen feuriges, wahrhaft glühendes Slidegitarren-Solo die Gitarrenfreaks einfach nur begeistern wird. Dann das riffige, rotzige, fast hektisch fetzige "Middle of nowhere" mit seiner zollen Orgel-/Gitarren-Kombination, dessen dreckiges Gitarrensolo einen ordentlichen Southern-Drive aufzuweisen hat. "Ray Charles can see" wied von einem klasse, mit feinen Keyboard-Einlagen geprägten, Latin-/Reggae-Groove bestimmt, erneut angereichert mit einem hervorragenden, erdigen, ausgedehnten Gitarrensolo, während das über 7-minütige, lässige "Jazz 88", dem Titel entsprechend, von einem ellenlangen, herrlich lockeren, ungemein versierten "Grateful Dead meets Jazz"-like Gitarren-Jamming durchzogen ist. "Black rain" hat etwas Psychedelisches, das kurze, lustige "Kings of bass" steckt sogar voller "Bad ass-Rap"-Flair, ehe man anschließend, in völligem Gegensatz dazu, mit "I'm cryin'" einen herrlichen, mit wunderbarer Steelguitar getränkten, astreinen California-Retro-Countryrocker mit einer tollen Melodie anstimmt, um das Album schließlich mit dem starken, rootsigen "Lowdown" zu beenden. Sie haben in den USA bereits eine riesige Fanbase, die ihnen von Konzert zu Konzert folgt. Mit "Tool for evening" bestätigen sie auch im Studio einmal mehr ihre großen Fähigkeiten., die ihre Fanschar auch hierzulande stetig anwachsen lassen wird. Ein klasse Album! Allerbester Jamrock für die große "Bonnaroo"-Gemeinde? Haben sie auf diesem Festival eigentlich schon einmal gespielt?...- wenn nicht, wird's Zeit!....

Art-Nr.: 2576
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Texas fireball
Dog's dead
Middle of nowhere
Jazz 88
I'm cryin'

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Bingham, Ryan - fear and saturday night [2015]
Was für ein fantastisches Americana-Album! Ryan Bingham präsentiert sich in brillanter Verfassung! Der für sein Stück "The weary kind" aus dem "Crazy heart"-Soundtrack, sowohl mit einem Grammy, als auch mit einem Oscar ausgezeichnete, aus New Mexico stammende und in "rural Texas" aufgewachsene Singer-Songwriter ist mit seinen knapp 34 Jahren schon ein von allen Extremen des Lebens geprägter Mann. Höhen und Tiefen verlangten ihm bisher alles ab. Den Großteil seiner jungen Jahre verbrachte er quasi ohne festes Zuhause "on the road". Bereits seit seinen mittleren Teenager-Jahren stand er auf eigenen Füssen, schlug sich auf Farmen und Rodeos durch, tingelte kreuz und quer durch den amerikanischen Südwesten, schlief jahrelang nach nächtlichen Rodeo-Gigs in seinem Truck und lernte das raue Leben unterwegs mit allem Für und Wider intensiv kennen. Dann kam mit dem oben erwähnten "The weary kind" der ganz große Erfolg, doch genau in dieser Zeit verlor er beide Elternteile. "Fear and Saturday night" ist ein Album, dass in grandiosem Songmaterial Bingham's komplettes Leben zu reflektieren scheint. Songs mit wundervollen, dem jeweiligen Thema perfekt angepassten Arrangements, oft sehr harmonisch eingebettet in großartigen Melodienbögen, zuweilen aber auch ordentlich rau, demonstrieren auf eindrucksvollste Art und Weise Bingham's große Gabe, die Wendungen des Schicksals in absolut authentischen Liedern auszudrücken. Fröhlichkeit und tiefe Depression vereinen sich nicht selten in ein und dem selben Song. Das klingt nach einem düsteren Album, doch die bewegenden, schwierigen Texten werden immer wieder von herrlichen Melodien umgeben, die das Prinzip Hoffnung suggereiren sollen. Es sind einfach traumhafte Songs, vorgetragen von grandiosen Musikern. Der Protagonist hat eine tolle Band um sich herum zusammengestellt, bei denen vor allem die beiden Gitarristen Jedd Hughes und Daniel Sproul überragen. Das Album startet mit der wunderbar entspannt und locker gehaltenen, flockigen, von harmonischen, schön transparent eingesetzten Gitarren umgarnten Alternate Country-Nummer "Nobody knows my trouble", bei der sich eine warme, äusserst angenehme, sehr melodisch inszenierte Instrumentierung geradezu perfekt mit Bingham's markanter, staubtrockener, Whiskey-gegerbten Stimme vereint. Ein famoser Auftakt. Von nun an jagt eine grandiose Nummer die nächste. Ob beispielsweise der sehnsüchtige, von toller Harmonica geleitete Waltz "Broken heart tattoos", der ungemein raue, bluesige, mit dreckigen E-Gitarren gespickte Rootsrocker "Top shelf drug", die leicht folkig angehauchte, mit einem herrlich vielschichtigen Arrangement aus markanten Basslinien, Gitarren, Klavier und fein abgestimmter Mundharmonika versehene, kraftvolle Heartland Rock-Ballade "Island in the sky" (ein gewisses Springsteen-Flair ist nicht zu leugnen), der leicht nostalgisch anmutende, von einem faszinierenden Tex Mex-Feeling durchzogene (großartiges Akkordeon), gut tanzbare (auch das geht bei Bingham), traumhaft melodische, zudem mit erdiger E-Gitarre und Slide inszenierte Roots-/Americana-/Border-Rocker "Adventures of you and me", die exzellente, von rauen Baritone Guitar-Licks und herrlichen Gitarrenlinien (famoses Solo) bestimmte Heartland-Ballade "Fear and Saturday night", das an einen texanischen Neil Young erinnernde, erdige "Radio", das hinreissend schöne "Darlin'" (grandioses, virtuoses E-Gitarrenspiel), oder der mit einem kernigen Bo Diddley-ähnlichen Rhythmus versehene, bluesige Rootsrocker "Hands of time" - all das ist die ganz hohe Roots-/Singer-Songwriter-Kunst eines Ryan Bingham. Was er und seine Musiker hier präsentieren ist ein geradezu magisches Gemisch aus allerfeistem Rootsrock, Americana, Folk, Alternate Country, Blues und texanischem Heartland Rock. Natürlich zwingen sich einem Vergleiche zu Leuten wie Terry Allen (von dem er sich sehr beeinflusst fühlt), John Prine, Joe Ely, Steve Earle, und einem rootsigen John Mellencamp und Bruce Springsteen auf, doch Bingham hat wie kaum ein anderer der heutigen Singer-Songwriter-Generation sein Terrain, seinen eigenen Stil, seine Identifikation gefunden. Bingham's Musik repräsentiert, und das hört man ganz deutlich, in erster Linie das trockene, von der Hitze verbrannte Grenzgebiet zwischen Texas und Mexiko. "Fear and Saturday night" ist das bislang vielleicht stärkste Album von Bingham überhaupt, aber wer mag das bei den tollen Outputs der Vergangenheit schon eindeutig beurteilen. Auf jedem Fall ist ihm ein kleiner Geniestreich gelungen. Schon ganz früh im Jahr 2015 ein Highlight, dass in den Jahresendrnkings der besten Americana-Alben wohl ganz weit vorn zu finden sein wird. Meisterhaft!

Das komplette Tracklisting:

1. Nobody Knows My Trouble - 4:15
2. Broken Heart Tattoos - 3:59
3. Top Shelf Drug - 3:28
4. Island in the Sky - 4:33
5. Adventures of You and Me - 4:11
6. Fear and Saturday Night - 4:23
7. My Diamond Is Too Rough - 5:36
8. Radio - 4:36
9. Snow Falls in June - 5:00
10. Darlin' - 4:56
11. Hands of Time - 3:08
12. Gun Fightin Man - 4:06

Art-Nr.: 8777
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nobody knows my trouble
Island in the sky
Adventures of you and me
Fear and Saturday night
Radio
Darlin'
Hands of time

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Black Oak Arkansas - back thar n' over yonder [2013]
Wer hätte das gedacht: Black Oak Arkansas, "the Hillbilly Kings of Raunch N Roll" mit einem neuen Album! "Back thar n' over yonder" enthält 5 brandneue Tracks aus einer Reunion von 2013 (mit den legendären Bandmitgliedern Jim "Dandy" Mangrum - vocals, Rickie Lee "Ricochet" Reynolds - guitars und Pat "Dirty" Daugherty - bass) und 10 bislang unveröffentlichte "Studioschätze" aus der ersten Siebziger-Hälfte, produziert vom legendären Tom Dowd (u.a. The Allman Brothers Band). Wenn das mal nichts ist, für die vielen Fans dieser verrückten "Southern Rock Hillybilly Psycho-Boogie Band", die sich einfach nach ihrem Heimatort Black Oak im U.S.-Bundesstaat Arkansas benannt hat. Auch im Jahr 2013 hat die Band ihren alt bekannten Stil nicht geändert und überzeugt auf der ganzen Linie. Und das alte Zeug, im übrigen in bester Qualität, ist für die Fans eh ein Muss! Klasse Stoff für die BOA-Gemeinde! Kommt im übrigen in einem prächtig gestalteten Digipack mit aufwendigem, dickem, 36-seitigem Booklet mit etwa 200 raren Fotos. BOA are stil alive!!!

Das komplette Tracklisting:

1. Plugged In And Wired (2013 Reunion) - 4:14
2. Sweet Delta Water (2013 Reunion) - 4:08
3. 15 Million Light Years Away (2013 Reunion) - 6:26
4. I Ain't Poor (2013 Reunion) - 4:12
5. I Shall Be Released (2013 Reunion) - 4:59
6. Gigilo (1972 Unreleased Studio Recording) - 3:02
7. (I Can't Get No) Satisfaction (1972 Unreleased Studio Recording) - 3:15
8. Hot Rod (1972 Unreleased Studio Recording) - 3:09
9. The Snake (1974 Unreleased Studio Recording) - 2:33
10. Legal I.D. (1974 Unreleased Studio Recording) - 3:25
11. Jim Dandy (1973 Re-Mastered Original Studio Vocal) - 2:45
12. Dance To The Music (1973 Unreleased Studio Recording) - 2:20
13. Evil Lady (1972 Unreleased Studio Vesion) - 2:40
14. Summer Swing (1973 Unreleased Studio Version) - 2:55
15. UP, UP, UP (1972 Unreleased Studio Version) - 6:25

Art-Nr.: 8351
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Blackie and The Rodeo Kings - kings and kings [2017]
Blackie and The Rodeo Kings gelten neben Blue Rodeo als DIE Roots-/Americana-Vorzeigeformation Kanada's. Die 3 charismatischen Köpfe der 1996 in Hamilton/Ontario gegründeten Band, Colin Linden (vocals, guitars, dobro, mandolin), Stephen Fearing (vocals, guitars) und Lee Harvey Osmond aka Tim Wilson (vocals, acoustic guitar) und ihre Bandkollegen begeistern ihre Fans, nach dem vor einigen Jahren veröffentlichten "Kings and queens", als sie mit vielen weiblichen Genre-Größen kollaborierten, diesmal mit einem Werk, das sie gemeinsam mit männlichen Gästen und Wegbegleitern eingespielt haben, passenderweise betitelt mit "Kings and kings". Leute, das ist die ganz hohe Americana-Kunst. Das Songmaterial ist fantastisch. Tolle Melodien, großartige Gesangsperformances, exzellente Instrumentierung mit teils herrlichen, erdigen Gitarrenläufen, rootsig, natürlich, ein pures Rootsrock-, Americana-, Alternate Countryrock-Vergnügen, auch mal mit einem Hauch von Blues und/oder Folk angereichert, voller Seele und Inspiration. Den Protagonisten gelingt es grandios ihre eigenen Ideale mit denen ihrer hochkarätigen Gäste zu vereinen, so dass die jeweilgen Tracks absolut typisch zu Blackie and The Rodeo Kings passen, aber eben auch genauso typisch zu den jeweiligen Mitstreitern, die gemeinsam mit den "Blackies" als Duettpartner, auch mit Lead Gesang-Parts, in Erscheinhng treten. Zu denen gehören solche "Helden" wie zum Beispiel Rodney Crowell (bei dem hoch melodischen, knackigen, rootsigen, voller transparenter E-Gitarren steckenden Countryrocker "Live by the song"), Nashville's New Country-König Eric Church (bei dem herrlichen, erdigen Rootsrocker "Bury my heart", mit tollem, rauen E-Gitarren-Spiel und feiner Orgel im Hintergrund, wie auch wieder einer tollen Melodie), Buddy Miller (bei dem staubigen Americana-Rocker "Playing by heart"), Jason Isbell bei dem mit einem tollen Rootsrock-/Heartland-Rock Charakter aufweisenden, wundervollen "Land of the living (Hamilton 2016)", inklusive exzellenter Slide-Gitarre), Country-Ikone Vince Gill (bei der hinreissend schönen Americana-/Country-Ballade "This lonesome feeling"), sowie Raul Malo (The Mavericks), Nick Lowe, Keb' Mo', Bruce Cockburn und einige mehr. Ein ganz großes Werk voller großer Songs. Blackie and The Rodeo Kings, aber auch ihre Gäste, sind in einer meisterlichen Verfassung. Herrlcih melodische, "gritty" Roostrock-/Americana-/Alternate Country(rock)-Musik, die von vorn bis hinten begeistert.

Das komplette Tracklisting:

1. Live By The Song (wirh Rodney Crowell) - 3:55
2. Bury My Heart (with Eric Church) - 3:58
3. Beautiful Scars (wirth City and Colour) - 4:55
4. Highwire (with Raul Malo) - 3:58
5. Playing By Heart (with (Buddy Miller) - 3:50
6. Bitter And Low (with Fantastic Negrito) - 5:44
7. The Secret Of A Long Lasting Love (with Nick Lowe) - 3:42
8. A Woman Gets More Beautiful (with Bruce Cockburn) - 4:50
9. Land Of The Living (Hamilton Ontario 2016) (with Jason Isbell) - 4:58
10. Long Walk To Freedom (with Keb' Mo') - 4:16
11. This Lonesome Feeling (with Vince Gill) - 4:41
12. Where The River Rolls (with The Men of Nashville) - 3:08

Art-Nr.: 9365
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Live by the song
Bury my heart
Beautiful scars
Playing by heart
The secret of a long-lasting love
Land of the living (Hamilton 2016)
This lonesome feeling

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Blackie and The Rodeo Kings - south [2014]
Neues, wundervolles Album der 1996 in Hamilton/Ontario gegrümdeten, gefeierten kanadischen Roots-/Americana-Institution Blackie and The Rodeo Kings. "South" ist ein "Full Band"-Acoustic Album unter Einbeziehung von Bass (John Dymond), Drums (Gary Craig) und hin und wieder mal einem Orgel-Einsatz von Kevin McKendree bzw. John Whynot. Die 3 Frontleute und "Köpfe" der Band, Colin Linden (vocals, acoustic guitar, dobro, mandolin), Stephen Fearing (vocals, acoustic guitar) und Lee Harvey Osmond aka Tim Wilson (acoustic guitar) kreieren einen wahren, akustischen Roots-/Americana-Ohrenschmaus, herrlich ursprünglich und natürlich, unter Einbeziehung ihrer gewohnten Folk-, Blues-, und Country-Elemente. Diese Musik "atmet", sie hat Seele und kommt aus tiefstem Herzen. Sehr variabel. Das ist ganz große Americana-Kunst! Oder wie es ein US-Rezensent ausdrückt: "The playing is stellar,the singing soulful and the overall results spectacular". Beeindruckend stark!

Das komplette Tracklistung:

1. North - 3:20
2. South - 4:24
3. Gotta Stay Young - 3:36
4. I'd Have To Be a Stone - 4:28
5. Blow Me a Kiss - 3:12
6. Summertime's Over - 3:58
7. Everything I Am - 4:27
8. I'm Still Loving You - 3:32
9. Reinventing the Wheel of Love - 3:09
10. Try Try Try Again - 2:44
11. Fleur De Lys - 4:13
12. Driftin Snow - 4:08

Art-Nr.: 8428
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
North
South
Gotta stay young
Summertime's over
Everything I am
Reinventing the wheel of love
Fleur de lys

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Brooks & Dunn - red dirt road [2003]
Einfach erstaunlich und famos zugleich! Was für ein starkes Album! Was soll man zu Brooks & Dunn noch sagen? Sie sind das erfolgreichste Country-Duo aller Zeiten, haben alles erreicht, was man erreichen kann - und dennoch: sie werden nicht müde sich ständig weiterzuentwickeln, ihre ganze Kreativität zu demonstrieren und ihre Songs, auch nach dieser langen Zeit, noch immer mit der nötigen Frische, Energie und dem nötigen Pep zu präsentieren. Das beweist "Red dirt road" auf eindrucksvollste Weise! Das ist hard driving, rocking New Country auf höchstem Niveau! "The southern heat hung in the air like a warm wet blanket", heißt es zu Beginn der im Booklet nachzulesenden Einleitung zu "Red dirt road" - und das sagt eine ganze Menge aus. Selten zuvor war die Musik von Brooks & Dunn so Southern-inspiriert wie hier, selten war sie so intensiv und rockig, selten war sie so "heiß" - aber immer ist sie eines, nämlich astreiner Country! Darüber hinaus ist es ein sehr persönlichs Album geworden, in dem die beiden sowohl Einblicke in ihre musikalischen Einflüsse, als auch in so manche Lebenserfahrung gewähren. Das Titelstück beispielsweise durchleuchtet das provinzielle Südstaatenmilieu in den 60igern aus der Sicht von Teenagern, die im Konflikt zwischen dem Drang nach Freiheit, Autos, Mädchen und kirchlicher Moral stehen. Ein fetziger, rasanter, flockiger, knackiger Countryrocker mit tollen Gitarrenriffs, schöner Mandoline, herrlicher Steel und einer wunderbaren Melodie. Macht den Tank voll, werft euch in euer amerikanisches Cabrio und los geht's zur sommerlichen Fahrt entlang der staubigen "Red dirt road"! Von ähnlichem Kaliber, das einem ebenfalls dieses scheinbar die Freiheit vermittelnde Feeling einhaucht, sind auch das mit tollem Akkordeon, trockener E-Gitarre und herrlicher Steel instrumentierte "When we were kings", und das großartige "She was born to run"! Auch die Rolling Stones haben es Brooks & Dunn offenbar angetan, eindeutig nachvollziehbar beispielsweise bei dem kochenden, brodelnden Countryrocker "You can't take the honky tonk out of the girl", durch das sich ein Feeling zwischen "Dead flowers" und "Honky Tonk women" zieht. Toller Rhythmus, klasse, satte Gitarren, eine starke Melodie, eine feine Steel und ein prächtig dazupassendes, röhrendes Saxophon im Mittelteil bestimmen diesen "Killertrack"! Herrlich auch die wieder sehr southern-beeinflußte, swampige, mit sowohl satten E-Gitarren als auch wunderbarem (Slide)Dobro ausgestattete, rhythmische, melodische Nummer "Caroline", der man sogar eine gewisse Bluegrass-Tradition zubilligen kann. Oder die erfrischende, mit einer dezenten Prise Southern-Soul ausgestattete Country-Ballade "That's what she gets for loving me" mit ihrem feinen Dobro, der klaren Mundharmonika und herrlichen Percussion, das mit fetter Slide-Gitarre durchzogene, einem nicht mehr aus den Ohren gehende, bärenstarke "Feels good, don't it" mit seinem Eagles-/Little Feat-Flair, der knochentrockene Honky Tonker "My baby's everything I love", wie auch der staubig trocken rockende, mit einem furiosen E-Gitarrensolo ausgestattete "ZZ Top goes Country"-Boogie "Good cowboy" - alles grandiose Songs! Enthält mit der engagierten Gospel Countrynummer auch noch einen "hidden track"! Knapp 57 Minuten knackiger, rockiger, oft Southern-inspirierter, lupenreiner New Country der vielleicht besten Brooks & Dunn, die es je gab!

Art-Nr.: 1940
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Capps, Brian - walk through walls [2005]
Brian Capps dürfte vielen Leuten noch aus seiner Zeit bei den Domino Kings bekannt sein, deren Mitbegründer und langjähriger Bass-Spieler er war, eine Band, die sich mit ihrer energiegeladenen und rebellisch anmutenden Mischung aus Country-, Honkytonk-, und Rockabilly-Musik in Szenekreisen, und darüber hinaus, einen immer größer werdenden Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. Inzwischen weilt der Singer/Songwriter aus Springfield, Missouri auf Solopfaden und liefert jetzt mit "Walk Through Walls" sein Debütwerk ab. Es ist ein klasse Teil geworden! Charakterisiert wird er von vielen als eine Mischung aus einem jungen Elvis, Buddy Holly und, rein äußerlich, mit der Ähnlichkeit zu einem gewissen James Dean, wobei musikalisch seine charismatische, emotionale Direktheit, sein Enthusiasmus, aber auch die ausstrahlende Wärme als Markenzeichen angeführt werden. Streng genommen hat er sich zur hausgemachten Konkurrenz für seine Vorband entwickelt, denn im Grunde genommen führt er konsequent den einstmals beschrittenen Weg mit seiner Ursprungstruppe fort. Ebenfalls mit an Bord am Elektrik-Bass und als Produzent ist Lou Whitney, der ja auch bereits für die Domino Kings am Mischpult tätig war und immer noch ist. Auch auf "Walk through walls" geht es um knackigen, schwungvollen, teils gut tanzbaren Country-Rockabilly, gewürzt mit traditionellen Country-Roots, klassischem Rock’n’Roll, Bakersfield-Sound, einer würzigen Prise Roots-/Americana-Rock und jeder Menge Roadhouse-Anleihen, wobei im geistigen Auge ausgelassen feiernde Anzugträger an einem vorüber fliegen, die leichtfüßig, in ihren schwarzen Lackschuhen und gelierter Haarpracht, ihre in Petticoats bekleideten Partnerinnen im Zwei-Viertel-Takt elegant übers Parkett schwingen - wohlgemerkt alles ausgesprochen Country orientiert! Neben Anleihen der bereits erwähnten Künstler, wie Domino Kings, Elvis und Buddy Holly, verarbeitet Capps auch Stilelemente solcher Leute wie Dave Alvin, den Mavericks, den Derailers oder dem jungen Johnny Cash und streut zuweilen sogar eine ordentliche Portion, schmissiges NRBQ-/Rockpile-Feeling ein! Dann geht, unterstützt von dreckigen, fetten Gitarren ordentlich die Post ab! Die zehn auf dem Album befindlichen Stücke wurden ohne großen technischen Firlefanz aufgenommen. Capps transportiert auch im Studio eine erstaunliche Live-Atmosphäre in seine Kompositionen. Es geht größtenteils flott geradeaus, mit der einen oder anderen Verschnaufpause. Eine gewisse Dynamik bleibt aber auch hier fortwährend existent. Stark beispielsweise die leicht countryinfizierte Nummer "The Devil To Pay" im Outlaw-Erzählstil eines Johnny Cash. Richtig fetzig wird’s bei Liedern wie "Next Time" (tolle Melodie, herrliche klarer Countryrock-/Rockabilly-Sound), "True Liar" (Rockpile, Al Anderson und NRBQ lassen grüßen), oder "Standing On A Rock", wo in astreiner Retro-Manier abgerockt wird, verbunden mit prächtigen Gitarren-Einlagen. Überhaupt muss man hier den Leadgitarristen D. Clinton Thomas einmal heraus heben, der in fast jedem Song knackige Soli der hohen Retro-Schule abliefert. Wunderbar auch der Titelsong "Walk Through Walls", eine Art locker dahinfließende Mischung aus Creedence-Clearwater-Revival-Flair, kombiniert mit einem relaxtem Rockabilly-Rhythmus, wobei am Ende noch mal ein CCR-typisches E-Gitarren-Riff den Ausklang bildet. Super auch der Opener "The bottom", der herrlich dreckig, bissig und rootsig rüber kommt - stünde ebenfalls bestens einem Dave Alvin zu Gesicht! "Dark As A Dungeon" ist ein typischer Elvis-Heartbreak-Song, mit einer Art Coolness vorgetragen, die auch Dwight Yoakam zum Stilmittel erkoren hat. Brian Capps ist mit seiner ersten Solo-Scheibe ein kurzweiliges, flottes Werk gelungen, dass man Anhängern der beschriebenen Interpreten und Genres blindlings empfehlen kann. (Dem Rest vielleicht auch als überraschenden Coup in der Hinterhand, beim heimischen Date mit einer sich plötzlich als Elvis- oder Retro-Fan outenden weiblichen Schönheit...!) Scherz beiseite: Das ist knackiger, uriger, rootsiger, handgemachter, melodischer, schwungvoller Retro-Rockabilly-Country-Rock'n Roll vom Feinsten - und zwar ohne jeden Zweifel! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3448
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bottom
Next time
The devil to pay
True liar
Walk through walls

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Cooder Graw - love to live by ~ ep [2016]
6-Track EP! Da sind sie wieder! Und wie! Nach ein paar Jahren Pause melden sich Cooder Graw, diese fantastische Country-/Traditional Country-/Countryrock-Truppe aus West Texas zurück. Zwar "nur" mit eine 6 Songs umfassenden EP, aber was für einer starken. Das Sextett um den großartigen Songwriter, Sänger, Frontmann Matt Martindale macht ansatzlos dort weiter, wo sie mit Alben wie "Shifting gears" oder "Wake up" vor mehr als 10 Jahren aufhörten. Ist das herrlich, diese unbeschwerte, völlig zwanglose Mischung aus Pure Texas Country, Red Dirt Country, Traditional Country, Mexican Boder Country und flockigem Countryrock zu hören, die so erfrischend losgelöst von dem zuweilen allzu aufgesetzten Nashville-Pomp daher kommt. Wenn diese Truppe in den Honky Tonks und Roadhouses des Lone Star States auftritt, dann "brennt" die Country-Hütte. Herrlich! Nehmen wir beispielsweise das großartige Eröffnungsstück "Hello from hell": Das ist wundervoller Texas Country aus dem Grenzgebiet zu Mexiko. Die schöne mexikanische Acoustic Gitarre, das Akkordeon, die Melodie, der Groove - man sieht in fast vorm geistigen Auge, den roten Staub der texanischen "Borderline". Oder der von einer tollen Dynamik angetriebene, dezent southern eingefärbte, tierische Red Dirt-Countryrocker "Virginia Slims & Little Kings", dessen Wurzeln zwar durch und durch traditionell sind, der aber auch wunderbar nach vorn rockt. Saustark hier das kernige E-Gitarren-/Fiddle-Solo im Break, das schließlich in geradezu traumhaftes Parallelspiel mündet. Eine grandiose Nummer! All das sind Musterbeispiele für die mitreissende Countrymusic von Cooder Graw. Sehr stark auch das Titelstück "Love to live by", eine fantastische, von jeder Menge Honky Tonk-Feeling geprägte, Steelguitar-getränkte Texas Country-Ballade der Extraklasse. Die Steel wird ergänzt durch prächtig klimperndes Klavier und feinste E-Gitarren-Klänge. Auch das lässige, knackige, flotte, dabei herrlich lockere, wunderbar melodische Countrystück "Heart of breaking up" mit seinem tollen Gewand aus (Baritone) E-Gitarre und Pedal Steel ist ein absoluter "Hit". Codder Graw sind zurück mit einer Knüller-EP! Texas Country at its best in all seinen Facetten auf der Schiene solcher Seelenverwandter wie Jason Boland & The Stragglers, Mike and the Moonpies, Eleven Hundred Springs, Cody Johnson, James Lann, und wie sie alle heißen. Super Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Hello From Hell - 3:16
2. Virginia Slims & Little Kings - 4:33
3. Love to Live By - 3:55
4. Mexican Blues - 3:44
5. Heart of Breaking Up - 3:32
6. Adam and Eve - 3:49

Art-Nr.: 9145
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

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Hello from hell
Virginia Slims & Littel Kings
Love to live by
Heart of breaking up

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Della Mae - same [2015]
Ganz großartiges, neues Album der Damen Bluegrass-Band Della Mae und damit der Nachfolger zum Grammy-nominierten "This world oft can be", mit dem sie vor etwa 2 Jahren den ganz großen Durchbruch schafften. Doch eine reine Bluegrass-Band im absolut traditionellen Sinne sind sie nicht. Vielmehr interpretieren sie das Genre sehr progressiv. So bezeichnen sich die Mädels selbst auch als "an Americana band from Nashville/Tennessee". Della Mae spielen eine exzellente Mixtur aus Folk-, Roots-, Americana- und Country-Elementen, natürlich auf der Basis akustischer Instrumente wie Fiddle, Banjo, Mandoline,, Acoustic Bass und Acoutsic Guitars (bei einigen Stücken auch dezente Percussion). Sie sind herausragende Musikerinnen mit großartigen Gesangs-Performances (vor allem die angeraute Stimme von Celia Woodsmith ist große Klasse), die für ihr neues Album wieder einmal ganz vorzügliches, substanzielles, ungemein abwechslungsreiches Songmaterial kreiert haben. Alles wirkt sehr songorientiert. "Wilder" Hochgeschwindigkeits-Bluegrass ist den Mädels fremd. Enthält eine wunderbare, mit herrlicher Acoustic Slide Guitar verzierte Coverversion des alten Rolling Stones-Klassikers "No expectations". Della Mae mit einem tollen Album. Sie werden damit ihren Status, sowohl in der Bluegrass- und Country-Szene, als auch in der Americana-Szene weiter festigen.

Aus dem Text der Original-Produktbeschreibung:

The follow-up to their GRAMMY-nominated 2013 album, This World Oft Can Be, Della Mae's self-titled second release for Rounder finds the all-female combo delivering eleven compelling new tunes that embody the musical and emotional qualities of the group's prior output while venturing into uncharted creative territory. Produced by Jacquire King (Of Monsters and Men, Norah Jones, Dawes, Kings of Leon), Della Mae showcases the band's emotional intensity and musical invention on such originals as 'Boston Town,' 'Rude Awakening' and 'For the Sake of My Heart,' as well as on vivid, insightful readings of the Rolling Stones' 'No Expectations' and the Low Anthem's 'To Ohio.' With an approach that's steeped in tradition yet firmly rooted in the present, Della Mae draws from a well of influences to create vibrantly original music that conveys their expansive musical vision with timeless lyrical truths and a contemporary sensibility all their own, placing them alongside such young acts as the Avett Brothers, Punch Brothers, the Lumineers, and Hurray for the Riff Raff.

Das komplette Tracklisting:

1. Boston Town - 3.24
2. Rude Awakening - 2.46
3. Can't Go Back - 3.37
4. For The Sake Of My Heart - 3.16
5. Good Blood - 3.21
6. To Ohio - 3.38
7. Shambles - 2.59
8. Take One Day - 2.25
9. Long Shadow - 4.05
10. No Expectations - 5.09
11. High Away Gone - 2.35

Art-Nr.: 8908
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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