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Alabama - southern drawl [2015]
Jawohl! Da sind sie wieder! Endlich ein brandneues Album von Alabama! Ganze 14 Jahre hat sich das beliebte Trio, bestehend aus Leader Randy Owen, Teddy Gentry und Jeff Cook seit ihrer letzten ‚echten‘ Studioveröffentlichung "When It All Goes South" Zeit gelassen, ihre immer noch immens große Fan-Schar, mit neuem Songmaterial zu beglücken. Wer befürchtet, dass die Herren Rost angesetzt haben oder mit dem Zug der Zeit nicht mehr standhalten können, dem sei versichert, dass hier genau das Gegenteil der Fall ist. Mit ihrem neuen Werk "Southern Drawl" beweisen die drei Recken vorzüglich, wie man sich zeitgenössisch geben kann, ohne dabei in die eigene musikalische DNA allzu stark einzugreifen. Die legendäre, mega-erfolgreiche Band (41 Nr. 1- Hits, unzählige Auszeichnungen, über 65 Millionen verkaufte Tonträger!) beeindruckt mit 13 neuen Songs, die, wie man es von früher kennt, zum Teil gut rocken und zum Teil in wunderbaren Balladen vorgetragen werden. Alles kommt, wie der Titel der CD es schon suggeriert, mit viel Southern-Esprit rüber! Herrlich, wie die exzellenten E-Gitarristen der Nashville-Studiomusiker-Garde (Danny Radar, Adam Shoenveld, JT Corenflos, Tom Bukovac, Kenny Greenberg, Charles English), direkt beim eröffnenden Titelstück die Slide-Gitarre raunen lassen , um dann, nach Owens brunftartigem Eingangs-Statement "Life gets better with a Southern drawl", in einen schwer stampfenden Southern Countryrock-Swamper im Stile von Montgomery Gentry zu münden. Sofort eine bärenstarke Nummer, klasse vor allem das E-Gitarren-Solo und das Honky Tonk-Piano-Geklimper von dem auch insgesamt überragend agierenden Gordon Mote (Piano, Wurlitzer, B3). Das Alabama auch wegen ihrer, immer wieder mit tollen Harmoniegesängen bestückten Balladen geliebt werden, ist kein wohl behütetes Geheimnis mehr. Mit "Wasn’t Through Lovin' You Yet" (tolles Bruce Hornsby-mäßiges Piano, starkes E-Gitarren Kurz-Solo), "This Ain't Just A Song" (klasse Harmonies und feines Violinenspiel von Gaststar Alison Krauss) und "As Long As There's Love" (mit orchestralen Streicher- und Crowd Gesangs-Passagen) bekommt man anschließend gleich drei hochemotionale Musterbeispiele dafür serviert (z. T. bitte die "Tempos" in Griffweite halten - kleiner Scherz am Rande). Vor allem beim später folgenden Liebeslied "One On One", wo Randy das Intro sprechend, mit belegter Stimme und voller Pathos dahinseufzt, muss man ganz tief durchatmen. Dank der tollen Musiker und ihrer vielen, instrumentell eingestreuten Feinheiten, sowie der perfekt sitzenden Harmoniegesänge, driften diese allerdings nie wirklich in den Kitsch ab. Zudem werden sie meist zum richtigen Zeitpunkt von satt rocken Southern Country-Tracks abgelöst, die jede aufkommende Melancholie wieder in südstaatliche Musikfreude umschlagen lassen. Herrlich das mit "Ghost Riders In The Sky"-Western-Flair umwobene "Back To The Country" (großartige Banjo-, Dobro-, Fiddle-Einlagen) oder das mit launigem Text und viel Southern Blues/Soul versehene "Hillbilly Wins The Lotto Money", das aufgrund der fulminanten Orgel, den prickelnden E-Gitarren sowohl der Skynyrd-/Montgomery Gentry-Klientel, als auch, dank der von Charlie Judge simulierten, deftigen Bläsereinsätze, Freunden der legendären Blues Brothers große Freude bereiten würde. Grandios auch das von einer interessant zusammengesetzten Armada von Songschreibern und arrivierten Interpreten/Musikern (Django Walker, James Slater, Ray Johnston, Patrick Davis, James Otto, Jeff Cook, der dieses Stück auch singt) kreierte "No Bad Days" (das Original dieser tollen Nummer findet sich im übrigen auf dem gleichnamigen, bärenstarken Album der texanischen Ray Johnston Band), das wunderbar soulig wärmend dahin groovt. Man merkt, dass hier ein James Otto, dem das Stück auch auf den Leib geschrieben wäre, mit bei der Komposition involviert ist. Typische Alabama-Country Rock-Nummern wie das patriotische "American Farmer" (Heartland-mäßige E-Gitarrenführung) und der Mitgröl-taugliche, dem Titel alle Ehre machende Stampfer "Footstompin‘ Music" (fettes Drumpoltern von Greg Morrow, klasse Rede-/Antwort-Gesang im Refrain, furioses Fiddle-Finale im Stile von Charlie Daniels' "Orange Blossom Special") dürften vor allem im Live-Programm so richtig gefeiert werden. Famos auch das fast schon episch/progressiv und sehr atmosphärisch anmutende "It’s About Time" (klasse die markante E-Gitarrenlinie von Charles English und wieder mal das feinfühlige Pianospiel von Mote), das man von Alabama so nicht erwartet hätte, aber für ihre Flexibilität spricht. Am Ende ziehen Owen, Gentry und Cook mit dem kammermusikartigen "I Wanna Be There" nochmals voller Inbrunst alle Balladenregister und beenden ein hochunterhaltsames, instrumentell versiertes und eingängiges Musikerlebnis (fast alle Tracks bleiben schon nach einem Hördurchgang im Gedächtnis hängen). Sie haben wirklich nichts von ihrer Klasse eingebüßt - im Gegenteil. Alabama präsentieren sich auf der Höhe der Zeit. Bester Country Alabama-Style! Absolut kein Zweifel: "Life gets better – with their 'Southern Drawl'"! Große Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Southern Drawl - 4.26
2. Wasn't Through Lovin' You Yet - 4.03
3. This Ain't Just A Song - 4.02
4. As Long As There's Love - 4.08
5. Back To The Country - 3.25
6. Hillbilly Wins The Lotto Money - 4.13
7. Come Find Me - 4.04
8. No Bad Days - 4.23
9. One On One - 3.31
10. American Farmer - 4.57
11. It's About Time - 3.28
12. Footstompin' Music - 4.04
13. I Wanna Be There - 3.12

Art-Nr.: 8976
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Azar, Steve - slide on over here [2009]
Seit sich Steve Azar aus den Klauen der Major-Konzerne gelöst hat (Azar hatte 2002 mit seinem zweiten Album "Waitin’ On Joe" bei Mercury Records eine durchaus erfolgreiche Zeit, im Anschluss daran aber infolge zu großer Eingriffsversuche in die musikalische Gestaltung nur noch Stress und Ärger), scheint der aus dem Mississippi-Delta stammende Künstler immer mehr aufzublühen. Es ist gerade mal ein Jahr vergangen, seit Azar sein grandioses, der Blues-Legende Albert King gewidmetes Album "Indianola" herausgebracht hat (promoted übrigens im Rahmen einer umjubelten Tour zusammen mit Bob Seger), da legt der "Sunnyboy" (erinnert von Typ her ein wenig an Keith Urban) mit "Slide On Over Here" sein nächstes Prachtwerk vor. Steve knüpft im Prinzip da an, wo er mit "Indianola" aufhörte: Eine hoch interessante, spannende, exzellent vorgetragene Mischung aus angenehmem New Country, rootsigen Americana-Elementen und sporadisch eingeflochtenem, unaufdringlichem, leicht verdaulichem Delta Blues - eingebettet in wunderbare Melodien! Das ist alles schön abwechslungsreich (mal entspannt und melancholisch, dann wieder locker, flockig, zumeist im Balladen- und Midtempo-Bereich, aber auch mal mit einem feinen Roadhouse-Countryrocker dazwischen), passt hervorragend zusammen und macht richtig Spaß. Ja man wünscht sich fast, das Werk auf der Veranda einer geschichtsträchtigen Südstaatenvilla im Rahmen einer kleinen Session-Party in der abendlichen Sonne bei einem kühlen Gläschen genießen zu können. Ein Album voller Atmosphäre! Der großartige Opener "I’ll Find Me" wird von einem markantem Slide-Riff getragen und groovt herrlich lässig, bei äusserst angenehmer Instrumentierung (Akustikgitarrenuntermalung, E-Gitarren-Fills, Orgel-Tupfer, Slide-Solo) vor sich hin. Das anschließende, lockere "Sunshine“ dürfte seiner hübschen Frau gewidmet sein (Azar hat mit ihr drei Kinder). Ein viel Wärme verströmender, leicht melancholisch angehauchter, sehr authentisch wirkender, wunderbarer, flockiger Lovesong (toll hier die sanft "quäkende" Harmonika und das schöne, fließende E-Gitarren-Spiel). Beim folgenden, recht rootsig angehauchten "All I Need" (wieder eine feine Harmonika in Verbindung mit schönen Akustik- und E-Gitarren) erinnert Azar fast an den jungen John Mellencamp, noch mehr aber an Chris Knight. Sein toller Gesang, seine dezent heisere, staubige Stimme passen hier besonders gut in diese americana-mässige Gestaltung dieser klasse Nummer. Einer der Center-Songs des Albums dürfte aber der "launige", starke, gut rockende Roadhouse-/Country-/Honky Tonk-/Blues-Stomper "Moo La Moo" werden. Er ist als erste Single ausgekoppelt und auch als humorvoller Videoclip produziert worden, bei dem Azar (übrigens auch ein sehr guter Golfspieler, belegt zur Zeit die Top 5 des Musiker-internen Circuits) auf die Unterstützung von "King Of Queens"-Schauspieler und Komiker Gary Valentine setzen konnte (hat bei Steve ja Tradition, so wurde er damals bei "Waitin’ On Joe" schon einmal von keinem geringeren als Oscar-Preisträger Morgan Freeman beehrt), der mit seinen eigenwilligen Bewegungen (teilweise im Goofy-Kostüm) einen neuen Kult-Tanz kreiert haben könnte. Der von rhythmischen Handclaps und feinen Gitarren getragene, auch textlich recht amüsante Song kommt als eine Art "La Macarena meets the Country-Blues" daher und könnte zum Überraschungshit des Sommers avancieren. Eine spaßige Sache! Ein weiteres Stück, das im Gesamtkontext ein wenig aus dem Rahmen fällt und ebenfalls mächtig in die Beine geht, ist "Sweet Delta Chains". Hier groovt es richtig fett und funkig (fast sogar ein wenig südamerikanisch angehaucht), mit deftigem E-Piano und satten Bläsereinsätzen aus den Boxen, dazu auch schöne weibliche Background-Gesänge. Das sollte selbst der letzte Tanzmuffel zum Hüftschwung animieren. Klingt ein wenig wie der Nachfolger des starken "Flatlands" vom "Indianola"-Vorgängerwerk. Dazwischen immer wieder Stücke, die Azar's ernstzunehmende Singer-/Songwriter-Ansprüche untermauern, wie das grandiose "Back To Memphis" (wieder sehr Slide-betont, Piano, klasse Melodie und Atmosphäre), die hochmelodischen "Apart At The Seams", "Take Your Time (Ryan’s Song)", "Let Go Of The Rope" oder "Startin’ Today", wobei einem spontan Leute wie John Mellencamp, Jack Ingram oder Radney Foster als Bezugsgrößen in den Sinn kommen. Traumhaft stark auch der swampig southern groovende, total lockere, flotte, mit tollen Slide-Licks und prächtiger Banjo-Untermalung ausgestattete Delta-Countryrocker "Sinkin' Or Swimmin' (With You)". Beim abschließenden "Beautiful Regret" schimmert gar ein wenig die gemeinsame Tourzeit mit Bob Seger durch. Die Piano-betonte Nummer kommt ganz im Stile Segers balladeskerer Stücke zu "Against The Wind"-Tagen rüber (inkl. ein wenig Steel, schöner Orgel-Begleitung und angenehmen Harmonies). Direkt im Anschluss gibt es dann das Titellied „"lide On Over Here" als "hidden track" serviert, wobei Steve noch mal sein ganzes Deltablues-Herz in die Waagschale wirft. Hier gibt es rauchigen Azar-Gesang pur, gepaart nur mit sich filigran duellierender Akustikgitarre und Dobro. Am Ende vernimmt man dann noch ein hauchdünnes Akkordeon. Ein herrlicher Ausklang! Steve Azar gelingt mit "Slide On Over Here" eine adäquate Weiterentwicklung zum starken "Indianola"-Vorgänger, was alles über die hervorragende Qualität seines neuen Albums aussagt. Angesichts eines, laut eigener Aussage, noch bestehenden Fundus von über 100 bisher noch unveröffentlichten Songs, darf man sich auf weitere Outputs dieses Kalibers freuen. Produziert hat das Werk übrigens Steve Azar selbst, zusammen mit dem sehr bekannten Justin Niebank (u.a. Keith Urban, Bon Jovi, Kenny Chesney, Rascal Flatts, Pat Green, Van Zant), der vor kurzem auch an dem bärenstarken "Little Piece Of Dixie" der Southern Rocker von Blackberry Smoke beteiligt war. "Slide on over here" präsentiert einen" Steve Azar at his very best"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 I'll Find Me (3.10)
2 Sunshine (4.46)
3 All I Need (4.26)
4 Moo la Moo (2.56)
5 Hard Road (4.09)
6 Back to Memphis (3.20)
7 Apart at the Seams (3.59)
8 Sinkin' or Swimmin' (With You) (3.26)   
9 Take Your Time (Rayan's Song) (4.16)
10 Let Go of the Rope (3.19)
11 Sweet Delta Chains (3.20)
12 Startin' Today (3.13)
13 Beautiful Regret (inkl. hidden track Slide On Over Here) (7.17)

Art-Nr.: 6507
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I'll find me
Sunshine
Moo La Moo
Hard road
Sinkin' or swimmin' (with you)
Let go of the rope

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Big Kenny - the quiet times of a rock and roll farm boy [2009]
Zweites, prächtig gelungenes Solo-Album von Big Kenny, der einen Hälfte des megaerfolgreichen Duos Big & Rich. Der Weg von William Kenneth Alphin, alias Big Kenny, geboren in Culpeper, Virginia zu einer der schillerndsten Persönlichkeiten in Nashville's New Country-Szene war zunächst von einigen Tiefschlägen geprägt. Eine Firmenpleite in seinem bis dato bürgerlichen Leben (er hatte eine Konstruktionsfirma) ergab erst die Initialzündung für seine spätere Karriere. Alphin verließ fluchtartig seine Umgebung und zog nach Nashville, wo er kurze Zeit später einen Job bei einer Musikfirma ergatterte. 1999 schien er am Ziel seiner musikalischen Träume angelangt zu sein. Mittlerweile in Big Kenny "umgetauft", unterzeichnete er bei Hollywood Records einen Vertrag für sein erstes Album, das aber nach der Fertigstellung gecancelt wurde und für Jahre in den Archiven verschwand. Kenny gründete danach die Band "LuvjOi", die ihn mit dem ungemein talentierten Gitarrsisten Adam Schoenfeld zusammenbrachte, dem man aufgrund seiner glänzenden Saitenarbeit einen nicht unerheblichen Anteil am Erfolg von Big & Rich bescheinigen kann und der darüber hinaus mittlerweile zu den gefragtesten Studiogitarristen der nashville New Country-Szene zählt. LuvjOi kamen trotz zweier Alben und guten Liveauftritten aber nicht über den Status einer von Insidern geschätzten Band hinaus. Den entscheidenden Durchbruch erlangte Big Kenny erst durch die Bekanntschaft mit John Rich, dem damaligen Bassisten und Zweitsänger von Lonestar. Man tat sich zu dem großartigen. leicht "extravaganten Duo Big & Rich zusammen, deren Erfolgsgeschichte im Rahmen ihrer drei veröffentlichten Alben und einer Live-DVD hinlänglich bekannt ist. Nicht zu vergessen auch ihre kompositorischen Tätigkeit für andere Künstler wie Gretchen Wilson, Jason Aldean, Martina McBride oder Tim McGraw, sowie die Gründung der "MuzikMafia", einem Zusammenschluss diverser Country-Künstler wie u.a. Jon Nicholson, Gretchen Wilson, Cowboy Troy und James Otto. Im Fahrwasser des kommerziellen Big & Rich-Erfolges wurde dann auch Kenny’s Solo-Debüt 2005 nachveröffentlicht. Die scheinbar nicht versiegende Quelle an Ideen beider Protagonisten und die sie verbindende Harmonie gestattete ihnen genug Raum für weitere Solo-Ausflüge. Auch Rich legte im Mai dieses Jahres mit "Son Of A Preacher Man" ein baumstarkes Album hin. Big Kenny, der sich laut eigener Aussage schon wieder aus einem Fundus von über 50 Stücken bedienen konnte, zieht nun mit seinem neuen Werk "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" in ebenso starker Manier nach. Er, der schon immer den extrovertierteren Part des Duos Big & Rich abgab, liefert auch hier ein buntes, farbenfrohes, unglaublich viel positive Energie ausstrahlendes, kurzweiliges, sehr abwechslungsreiches New Country-Album ab, das trotz aller "Extravaganz" (im positiven Sinne), vor guten Songs, großartigen Arrangements und klasse Melodien nur so strotzt.. Schon die eingebundenen, echten indianischen Chorgesänge beim von Kenny mit Jon Nicholson und "3 Doors Down"-Bandmate Brad Arnold komponierten, dezent keltisch anmutenden Opener "Wake Up", bieten einen ersten, tollen Vorgeschmack auf den weiteren bunten Verlauf dieses Werkes. Das sehr melodische, von einer verspielten, wunderbaren E-Gitarre Schoenfeld's begleitete, dabei durchaus knackige "Long After I’m Gone" ist als erste Single ausgekoppelt und bewegt sich momentan in den oberen Dreissig der Billboard-Charts. Was folgt, ist das reinste musikalischeWechselbad, bei dem Alphin aber niemals den roten Faden verliert. Mit "Be Back Home" beispielsweise gibt es plötzlich grassigen "Rural"-Country (mit Banjo, Steel, Fiddle, humorvoller Text), gefolgt vom sich fast in U2-Sphären bewegenden, von Cello- und E-Gitarrenklängen dominierten, überaus atmosphärischen "Less Than Whole" (Kenny singt in großartiger Bono-Manier). Klasse! Zeit zum Durchatmen gewähren die balladeskeren "Go Your Own Way" (Pianotupfer, klassische Streicher, weibliche Harmony-Haucher) und das entspannte "To Find A Heart" (klasse Steelguitar-Solo), beide allerdings mit einem sich stets dynamisch steigernden Verlauf. Gute Laune pur ist Trumpf bei, wie der Titel es schon ausdrückt, "Happy People". Rhythmische Drums, Handclaps, Fiddle Banjo, eine integrierte Hip Hop-Passage knüpfen an die bewährte Big & Rich-Erfolgsrezeptur an. Grandios das anschließende "Drifter". Hier erzeugen Dobro, Banjo und Slidegitarren eine swampig-Delta-bluesige Stimmung, die am Ende in ein psychedelisches Finish der Marke Led Zeppelin (der klasse Gesang Kenny's in Kombination mit Schoenfelds E-Gitarre erinnert an die Art von von Page und Plant) mündet. Das retro-soulige "Free Like Me" und der flockige Countrypopsong "Share The Love" (in Anlehnung an eine von Kenny immer wieder kommunizierte Lebensphilosophie) liessen dann ein extrem abwechslungsreiches, aber trotzdem immer in sich stimmiges Werk ausklingen, käme da nicht wieder mal eine von Big Kenny’s verrückten Ideen zum Tragen. Unter dem Titel "The Whole Experience" folgt dann das komplette Album noch einmal als komplett durchgehender Track. Ein weiteres, lustiges Schmankerl sind die der CD in einer Papphülle beigelegten Blumensamen (mit integrierter Anleitung), nach dem Motto: "Let the music grow"! Abgefahren! So ist erhalt, dieser Big Kenny Alphin! Mit "The Quiet Times Of A Rock And Roll Farmboy" jedenfalls ist dem stimmlich sehr variabel agierenden Burschen ein wunderbar frisches, farbenfrohes New Country-Album gelungen, das auf ganzer Linie überzeugt. Wesentlich mehr, als nur eine willkommene Überbrückung bis zum nächsten Big & Rich-Streich! Dieser "Rock And Roll Farm Boy" hat einfach Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Wake Up - 3:54   
2 Long After I'm Gone - 3:30   
3 Be Back Home - 3:16   
4 Less Than Whole - 4:22   
5 Go Your Own Way - 3:43   
6 To Find a Heart - 3:37   
7 Happy People - 3:41   
8 Drifter - 3:54   
9 Free Like Me - 4:45   
10 Share the Love - 2:54   
11 The Whole Experience - 39:24

Art-Nr.: 6682
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Boland & The Stragglers, Jason - the bourbon legend [2006]
"This is the record we have always wanted to make,” sagt Jason Boland. “It is the right record at the right time and we really just let it flow.” Okay, ein solches Statement hört man von den Künstlern anläßlich einer Neurveröffentlichung des öftteren, doch im Falle der großartigen Truppe aus Oklahoma kommt der Stolz dieser Aussage, der Stolz auf die eigene Musik bezüglich des neuen Werkes prächtig rüber! "The Bourbon legend" ist ein klasse Album geworden! Jason Boland & the Stragglers" sind so etwas wie "modern day traditionalists" oder "modern day country outlaws"! In puncto Reife erneut einen Schritt nach vorn gemacht präsentieren sie uns eine Ansammlung elf erstklassiger, neuer Songs, die eine überaus talentierte, kompetente und exzellent aufeinander abgestimmte Band offenbaren, die mit ihrer ehrlichen, reinen, von einem feinen Twang durchzogenen Mischung aus traditionellem Honky Tonk, Texas "to the bone" Outlaw-Country, rootsigem "Red Dirt"-Countryrock-Flair und einem Hauch von Bakersfield-/Westcoast-Feeling auf der ganzen Linie überzeugen. Letzteres kommt nicht von ungefähr, denn mit dem "Grammy-Award"-Gewinner Pete Anderson, jahrelang u.a. Dwight Yoakam's Hausproduzent und Hausgitarrist, heuerten sie einen absoluten "Starproducer" an, der es schaffte, voller Authentizität diese "Lockerheit des Westens" mit der erdigen, texanischen Outlaw-Mentalität und reinsten Honky Tonk-/"Barroom"-Kulturen zu verbinden. Die Bandsound ist sehr kompakt, die Arrangements bestehen aus einer dichten, trockenen, erdigen, gleichzeitig aber sehr angenehmen, flüssigen, warmen Instrumentierung aus Gitarren, immer präsenter Pedal Steel, Fiddle und einem herzhaft groovenden Rhythmen. Es herrscht eine wunderbare, unterschwellige Live-Atmosphäre vor, die den Zuhörer trotz aller Studiozwänge wie selbsteverständlich das Gefühl vermittelt, mitten in einem urigen, verräucherten, "Bier und Whiskey"-getränktem Honky Tonk-Schuppen zu weilen, auf dessen Bühne gerade eine völlig zwanglos und unbekümmert aufspielende Country-Truppe namens Jason Boland & the Stragglers, in ihrer Musik aufgehend, das Publikum begeistert. Klasse Songmaterial, wobei Boland alle Songs selbst komponierte, zum Teil unter der Mitwirkung von Pete Anderson oder etablierten Texas "Red Dirt"-Helden wie Bob Childers oder Mike McClure! Los geht's mit dem flotten, flockigen, gleich hervorragend die Schnittstelle zwischen würzigen Texas-Roots und lockerem Bakersfield-Flair treffenden, von toller Steelguitar und feinen E-Gitarren dominierten, tollen Countryrocker "Last Country song", dessen lässiger Drive unweigerlich für gute Laune und freudigen Schwung sorgt. Starkes Steel-/E-Gitarren-Wechselspiel im Break! Es folgen der astreine, pure, sehr traditionelle "drinkin'" Barroom-Honky Tonker "The Bourbon legend", die in bestem Waylon Jennings-Stil gehaltene (auch David Allan Coe läßt grüßen), von kantigem, sehr starken E-Gitarren-Picking und einem prächtig tanzbaren Rhythmus geprägte Outlaw Country-Nummer "No one left to blame" (im übrigen die erste Single, die in der Texas-/Oklahoma-Region bereits für ordentlich Furore sorgt), der ein gewisses Johnny Cash-Flair ausstrahlende, entspannte Country-Waltz "Jesus and Ruger", ehe bei dem lockeren, erfrischenden, von tollen Gitarren, herrlichen Steelguitar-Läufen und dezenter Banjountermalung geprägten "Up and gone" erneut ein "sonniges" Westcoast Country-Feeling aufkommt. Enthält ein baumstarkes, herrlich "angerautes" Baritone E-Gitarren-Solo von Pete Anderson, der neben seiner Produzenten-Tätigkeit auch hin und wieder als Gastmusiker in Erscheinung tritt (spielt hier beispielsweise auch das Banjo). Klasse auch die rootsige, wieder mit tollen Steel-/E-Gitarren-Momenten verzierte Texas Border-Country-Nummer "Baby that's just me" oder der von klimperndem Piano, starkem Gitarrenpicking und wimmernder Steelguitar gekennzeichnete Honky Tonk-"Schwofer" "Can't tell if I drink"! So geht die Scheibe kontinuierlich mit großartigen Nummern weiter, bis sie schließlich mit dem sehr schönen, leicht rootsigen, melodischen, lockeren, entspannten "Everyday life" endet! In ihrer Heimat längst hoch angesehen, wird es Zeit, daß sie von einem breiteren Publikum, vielleicht sogar auch von Nashville, entdeckt werden und den Erfolg ernten, den sie längst verdienen. Der mit Dwight Yoakam wirklich viel erlebte und erfahrene (u.a. auch Buck Owens und Lucinda Williams) Produzent Pete Anderson sagt in einem Statement über das Album: “Working with Jason and his band on 'Bourbon Legend' was a dream situation.. Jason and I shared a clear vision to make a real modern-day country album – and I feel we accomplished just that. I’m proud of Jason and I’m proud to have worked with him on this record.”! Dem kann man sich nur anschließen! Bester, ehrlicher, traditionell verwurzelter, rootsiger (Outlaw)-Country, wie er (nicht nur) in den Honky Tonks von Texas und Oklahoma für Furore sogrt. Diese Band "hat's einfach drauf"!

Art-Nr.: 4639
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Last Country song
No one left to blame
Up and gone
Can't tell if I drink
Everyday life

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Dailey & Vincent - brothers from different mothers [2009]
So melodisch, so rein, so filigran, so "warm", so wunderschön kann Bluegrass sein! Jamie Dailey (Gitarre) und Darrin Vincent (Bass) sind zwar nicht, wie es der Albumtitel vielleicht vermuten lassen könnte, miteinander verwandt, doch im musikalischen Sinne verfügen die beiden über eine dermassen faszinierende instrumentelle und stimmliche Harmonie, wie sie natürlicher, vertrauter und familiärer nicht sein kann. Da ist etwas ganz Großes zusammen gewachsen! Im vergangenen Jahr katapultierten sich Dailey & Vincent mit ihrem Debut im Rekordtempo in den Mittelpunkt der Bluegrass-Welt. Ihr gleichnamiges Werk stand fast ein Jahr lang an der Spitzer der Bluegrass-Charts und sage und schreibe 7 IBMA Awards (International Bluegrass Music Association) waren die Folge. Eine einzigartiger Erfolg! Nun liegt das Nachfolgewerk fort, dass die Leistung des ersten Albums gar noch einmal toppt: Eine traumwandlerisch sichere Gratwanderung zwischen reinstem Bluegrass und Acoustic Country, voller Frische und Reinheit, deren unvergleichliche Magie einen sofort in ihren Bann zieht. Dailey & Vincent sind alles andere als Neulinge im Business. Während Jamie Dailey lange Jahre mit Doyle Lawson spielte, war Darrin Vincent, im übrigen der Bruder von Rhonda Vincent (produzierte auch einige Alben seiner Schwester), fast zehn Jahre lang Mitglied von Ricky Skaggs' großartiger Formation Kentucky Thunder. Obwohl die überwiegende Anzahl der Tracks recht flotter Natur sind und voller Energie stecken, bieten Dailey & Vincent alles andere als überdrehten Highspeed-Bluegrass. Vielmehr legen sie Wert auf traumhafte Melodien, glasklare, saubere Instrumentierung und eine, trotz der schwungvollen Rhythmen, lockere, ja zuweilen flockige Entspanntheit. Alles wirkt sehr flüssig. Und diese Stimmen: Einfach faszinierend! Ihre hohen, klaren Tenöre (eine stimmliche Nähe zu Ricky Skaggs ist bei beiden spürbar) verbinden sich immer wieder zu wundervollen Harmonien. Vielleich sei sogar mal ein Vergleich der Sorte "Simon & Garfunkel des Bluegrass" erlaubt. Dailey & Vincent spielen absolut traditionell. Doch sie scheuen sich keineswegs auch mal etwas Neues auszuprobieren und sind damit voll auf der Höhe der Zeit. So setzen sie bei zwei Tracks auch mal ein dezentes Schlagzeug ein (ganz toll beispielsweise ihre Interpretation des Statler Brothers-Hits "Years ago", den sie ungemein frisch, mit tollem Bass-Gesang des gerade mal 18-jährigen Banjo-Wunderkindes Joe Dean jr., präsentieren) oder unterlegen die großartige Ballade "On the other side" mit einem klassischen String-Quartett, das ein ganz leichtes Folk Pop-Feeling aufkommen lässt (doch der Gesang ist auch hier "pure Country" mit faszinierenden Lead-Harmonies). Hinreißend schön auch ihre Fassung des Roger Miller-Klassikers "You oughta be here with me" (ein herrlicher Country-Waltz), das von einer grandiosen Melodie geprägte, sommerlich lockere "Your love is like a flower" oder der flotte, lustige Stomper "Head hung down", der das Album eröffnet. Auch dem Americana-Terrain sind sie alles andere als abgeneigt, wie ihre exzellente Interpretation der Gillian Welch und David Rawlings-Nummer "Winter's come and gone" beweist. Unterstützt werden die beiden von einer Garde der besten Musiker, die das Genre zu bieten hat. Unter anderem sind das Adam Haynes (Fiddle), Andy Leftwich (Mandoline), Ron Block (Banjo), Bryan Suttan (Gitarre), usw., usw.! Genauso traditioneller wie moderner Bluegrass/Acoustic Country in seiner ganzen Schönheit! Einfach wunderbar!

Die komplette Songliste:

1 Head Hung Down - 2:57   
2 You Oughta Be Here with Me - 2:22   
3 Your Love Is Like a Flower - 3:27   
4 When I've Traveled My Last Mile - 2:50   
5 Years Ago - 2:35   
6 There Is You - 2:25   
7 Girl in the Valley - 2:47   
8 Please Don't Let Our Sweet Love Die - 3:44   
9 Oh Ye Must Be Born Again - 2:26   
10 Winter's Come and Gone - 2:16   
11 When I Reach That Home Up There - 2:51   
12 On the Other Side - 4:31

Art-Nr.: 6335
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
You oughta be here with me
Your love is like a flower
When I've traveled my last mile
Years ago
Please don't let our sweet love die
Winter's come and gone

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Dodd, Deryl - stronger proof [2004]
Respekt! "Stronger proof", das äußerst passend betitelte neue Album von Deryl Dodd, zeigt ihn nach einigen harten Lebensprüfungen wieder voll im Saft stehend, mit einem sehr starken Album allerbester, texanischer "Stone Country and Twangy Countryrock"-Musik! Einst, mit Beginn der 90iger Jahre, schien es so, als stünden Deryl Dodd in Nashville alle Türen offen. Er war Lead-Gitarrist in der Band von Martina McBride, spielte mit ihr im Vorprogramm von Garth Brooks, war Rhythmus-Gitarrist in der Band von Tracy Lawrence, arbeitete zusammen mit Leuten wie John Hiatt, Kevin Welch oder Radney Foster, erhielt von BMG einen Songwriter Publishing-Vertrag, schrieb eine Menge Songs, die von Nashville-Größen aufgenommen wurden und ergatterte schließlich auch hinsichtlich seiner Solokarriere einen eigenen Major-Deal! Doch glücklich wurde er mit alledem nicht! Trotz endlosen Tourings lief es ncht so, wie er es sich vorgestellt hatte. Sein Label beschnitt ihn mit fortschreitender Dauer arg in seiner musikalischen Kreativität, was ihm sichtlich zu schaffen machte. Frustriert und ausgebrannt schien seine Karriere zu enden, bevor sie richtig angefangen hatte. Zudem befiel ihm noch eine mysteriöse Nervenkrankheit. Aber Dodd gab nicht auf. Vor allem sein berühmter Landsmann, der schier unbezwingbare Radprofi Lance Armstrong, der den Krebs besiegt hatte, inspirierte ihn immer weiter zu kämpfen, genauso wie viele seiner engen Freunde, zu denen auch Tim McGraw zählt. Und er hat es geschafft! Er ging wieder auf Tour, veröffentlichte vor 2 Jahre sein klasse Comeback-Album "Pearl snaps", nochmal auf einem Unterlabel von Sony, und ist nun mit "Stronger proof" wieder endgültig bei einem unabhängigen Label, bei seinen Roots und in seiner texanischen Heimat angekommen. Das Album zeigt einen Deryl Dodd in Bestform! 9 neue Eigenkompositionen (zum Teil mit Co-Autoren geschrieben) und eine rockige, ordentlich dampfende Version von Kenny Rogers' "Love or something like it" ergeben ein prächtiges Album allerbester, knackiger, kraftvoller, satter, ehrlicher, handgemachter texanischer Country- /New Country-/ Countryrock-Musik, verwurzelt in den reinen, klassischen Country-Traditionen. Da hören wir mal ein gewisses Outlaw-Feeling, dann einen puren Honky Tonker, mal spürt man die Einflüsse eines Merle Haggard oder Buck Owens, und dann wird sogar mal eine Brücke geschlagen zu den glühenden Southernrock-Rhythmen ala Lynyrd Skynyrd! Das paßt alles prima zusammen, zumal auch der gewisse Texas "Red-Dirt"-Charme häufg spürbar ist! Aufgenommen hat Dodd das Album mit seiner langjährigen Tour-Band um den großartigen Gitarristen Steve Rhian, unterstützt von ein paar hochkarätigen Gästen, wie dem erstklaasigen Steeler Robby Turner, Glen Duncan an der Fiddle und Troy Lancaster (Rhythmus Gitarre). Klasse Instrumentierung, vorwiegend aus satten Gitarren, immer knackig, wobei sich die wunderbaren Steel-, Fiddle-, und Piano-Passagen immer wieder großartig in den transparenten Gesamtsound einfügen. Teilweise wird ordentlich gerockt! Den Anfang macht der wunderbar schwungvolle, voller Drive steckende, waschechte, traditionelle Shuffle-Roadhouse-Honky Tonker "Never again" mit seinen schönen Steel-, Fiddle und Gitarrenklängen. Paßt prächtig in jede Country-Jukebox! Das Titelstück "Stronger proof" bietet reinsten Barroom-/Honky Tonk-Country, einmal mehr mit toller Steelguitar und feiner Country E-Gitarre, in bester Buck Owens-Bakersfield-Tradition, während bei "Somethin' ain't always better" herrlich abgerockt wird. Satter, mit fetten E-Gitarrenriffs ausgestatteter, voller Southernrock-Flair steckender, kraftvoller Countryrock, sowohl geprägt von einer klasse Melodie, als auch von glühenden, fleischigen Sololäufen auf der E-Gitarre. Sehr stark auch die frische, melodische, von feiner Steel und schönen E-Gitarren begleitete New Country-Ballade "Outside lookin' in", die von quirliger Steel und ungemein flinkem E-Gitarren-Picking dominierte, flotte, wunderbar flockig lockere, ganz dezent swingende, reine Honky Tonk-Nummer "More of the same", die knackige, melodische New Country-Nummer "Livin' where you told me to go", das erneut sehr "southern" rockende, voller "loud guitars" steckende, fetzige "Let me be", wie auch der herrliche, traditionelle, frische, mit tollen Gitarren, Steel, Fiddle, Baritone Guitar und einer klasse Melodie ausgestattete Waltz "The crowd". Schade, das das Album mit gut 30 Minuten etwas kurz geraten ist, doch dafür gibt es musikalisch keinerlei Ausfälle. Songs und Interpretation sind erstklassig! Nach Jahren des Schmerzes, des Leids und des Kampfes ist Deryl Dodd dort angekommen, wo er musikalisch schon immer hinwollte. Das ist seine Art von Countrymusic, so wie er sie sich vorstellt und mit der er sich komplett identifiziert! Das kommt rüber! Respekt und Anerkennung!

Art-Nr.: 2832
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Stronger Proof
Somethin' ain't always better
Livin' where you told me to go
Let me be
The crowd

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Fairchild, Shelly - ride [2005]
Nashville's Mädels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so präsent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, daß sich die "neue" Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit überzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Strömungen zu beschäftigen. "Back to the roots" und dennoch modern, heißt die Devise! Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die äußerst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem überragenden Debut "Ride"! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schwüle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig Würze! Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von Trisha Yearwood, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres "Mississippi-Delta"-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein "simple, small-town Misssissippi girl" charakterisiert, spricht für ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt für ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern. Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zufällig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste Bühnenerfahrungen,
gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in großen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme mündete. Auch großes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, daß die berühmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbeträgerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist. Mit ein wenig Verzögerung ist ihr großartiger Erstling (die Veröffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel "Ride" nun endlich erhältlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers "Kiss Me" spürt man förmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln muß, bis er letztendlich seine heiße Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann. Eine glühende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch schön satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (Kenny Chesney, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (Edwin McCain, Allison Moorer, The Mavericks), im übrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier natürlich mit an Bord, haben ein sehr atmosphärisches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen. Man spürt oft die heiße, schwüle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs strömen. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen Stücke wie "Ready To Fall" (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre
erste Single "You Don’t Lie Here Anymore" (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen "Röhre", sehr angenehm eine Art zurückhaltende Aggressivität versprüht. Toll! Herausragend auch ihr "dreckiger" Vortrag bei "Down Into The Muddy Water" mit glühender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bläsereinsätzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues "I’m Goin’ Back", ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills. Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante Stücke wie die zweite Single "Tiny Town" (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), "Eight Crazy Hours" oder "Fear Of Flying" (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich anknüpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Dafür: Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Knüller! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3250
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Harms, Joni - harms way [2011]
Endlich mal wieder ein neues Album der einzigartigen Joni Harms, und zwar ein ganz großartiges. Das ist Country & Western-Musik in ihrer reinsten Form. Vor einigen Jahren brachte die in einem kleinen Kaff "nested in Oregon's lush western wilderness" aufgewachsene Künstlerin ein Album mit dem Titel "Let's put the western back in the country" heraus, dessen Titel exakt ihre Mission verdeutlicht. Früher nannte man die Countrymusic eigentlich einmal "Country & Western-Music", damals als Leute wie Marty Robbins, Patsy Montana, Tex Ritter und Gene Autry diese Musik mit ihren "Western-Sounds" bereicherten, doch der "Western"-Teil ist im Laufe der Jahre mehr und mehr aus der Musik verschwunden. Genau den jedoch bringt Joni Harms in ihren wunderbaren Songs wieder zurück. Das ist herrliche, traditionelle Countrymusic mit all ihrem natürlichen Western-Flair, authentisch, rein, frisch, voller sauberer, klarer Songs über das Leben auf dem Lande, die Pferde, die endlosen Weiten, die Arbeit auf den Farmen, über die Cowboys und Cowgirls mit all ihren Träumen und Sehnsüchten. Dazu besitzt Joni eine ungemein angenehme, warme Stimme, eben eine wie ein "true Western-prairie songbird". Pure Countrymusic, locker und flott, unverfälschte Honky Tonk Songs, Swing, Two-Steps, Traditional Country, Tex-Mex - alles ist dabei, eingehüllt in feinste Melodien, gespielt von ganz exzellenten Musikern in einer sehr ausgewogenen Instrumentenvielfalt mit solch typischen Instrumenten wie Steelguitar, Fiddle, Mandoline, Honky Tonk Piano, akustischen und elektrischen Gitarren, Dobro, Banjo, Bass und Drums. Es entsteht ein extrem angenehmes musikalisches Feeling, das den Zuhörer vor seinem geistigen Auge in eine imaginäre "Country & Western"-Landschaft versetzt und ihn wunderbar entspannt. Ein herrliches Album! Toll auch die Aufmachung im vierfach aufklappbaren Digipack, inklusive eines kleinen Booklets, bei dem zu jedem einzelnen Song kleine Erklärungen zur Thematik abgedruckt sind. Klasse! Jawohl, "Joni Harms is keeping the western side of country music alive".

Die komplette Songliste:

1. Here Comes Country - 2:21
2. Saddle Blanket - 4:01
3. If You Have a Heart - 3:21
4. Out on This Old Farm - 2:45
5. Love Won't get No Where - 3:32
6. Cupid's Arrow - 2:58
7. Buddy and Me - 3:42
8. Coyote Yodel - 2:06
9. Daddy's Boots - 3:03
10. Cowboy's Prayer - 4:46
11. Jealousy - 2:53
12. Western Star - 2:19
13. Harm's Way - 3:31

Art-Nr.: 7821
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Here comes country
Saddle blanket
If you have a heart
Love won't get no where
Cupid's arrow
Buddy and me
Jealousy

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Hoge, Will - the wreckage [2009]
Baumstarkes, neues Album von Will Hoge! Roots-/Heartland-/Americana-Rock "with a southern croon" vom Allerfeinsten! Der in Nashville lebende, amerikanische Songwriter hatte ja bereits mit dem Vorgängerwerk "Draw The Curtains", wie auch mit seinen übrigen Veröffentlichungen schon ganz exzellente Kost serviert und ist von uns und den Kritikerscharen zurecht mit Lobeshymnen überschüttet worden. Also beste Vorraussetzungen, um sich mit einem weiteren Silberling in der ganz oberen Riege seiner amerikanischen Kollegen zu etablieren. Doch leider sollte zunächst ein persönlicher Schicksalsschlag Hoge übel mitspielen. Während der Aufnahmen zu seinem neuen Album fuhr Hoge nach getaner Arbeit abends mit seinem Roller nach Hause und wurde von einem Van, der seine Bahn kreuzte, "volle Kanne" erfasst. Schwer blutend, mit mehreren Knochenbrüchen und zeitweise erblindet musste sich Hoge einem mehrmonatigem Krankenhausaufenthalt unterziehen. Die Rehamaßnahmen dauern bis zum heutigen Tage an. Damit hatte es sich mit "The Wreckage" (der Titel entstand in Anlehnung an seinen Unfall) erst einmal erledigt. Die Arbeiten waren zu diesem Zeitpunkt gerade zur Hälfte abgeschlossen. Dieses Ereignes bescherte Hoge, laut eigener Aussage, eine vllkommen veränderte Lebenseinstellung. Es setzte ein regelrechter Lernprozess ein. Für ihn, der eigentlich in achtzehn Jahren keinen Tag ohne Musik verbracht hatte, lag jetzt der Fokus komplett auf der persönlichen Genesung und dem Wohlbefinden seiner Familie. Acht Monate nach dem Unfall jedoch ging es dann, mental gestärkt, endlich zurück ins Studio, um das begonnene Werk zu vollenden. Und es ist ein absoluter Knaller geworden. Im Vergleich zum erfolgreichen Vorgänger wurde zwar personell nur marginal geändert (Ken Croomer und Charlie Brosco, die auch das kürzlich erschienene, klasse Album der Southern Rocker SwamDaWamp produzierten, sassen erneut an den Reglern; die meisten Musiker, wie u.a. Pat Buchanan, Ban Baird, Ken Croomer, Tim Marks, sind abermals mit von der Partie), das Ergebnis aber gestaltet sich noch einen Tick stärker als zuletzt und dank Hoge's, aus besagten Gründen sehr emotionaler Hingabe, um ein Vielfaches intensiver. Das ist schon eine Pracht-Leistung, die er hier abliefert. Tolles Songmaterial, mit saftigen, Gitarren-orientierten Arrangements, zumeist voller Kraft und mit gutem Drive, unterbrochen von der ein oder anderen Ballade, alles ungemein melodisch. Das Album startet mit dem flockig, aber knackig instrumentierten "Hard To Love", ein Stück in bester Bob Seger-Tradition im gehobenen Midtempo, mit einer klasse Pianountermalung, toller Melodieführung und einem starken Bariton-E-Gitarren-Solo. Weiter geht es in deftiger John Mellencamp-Manier mit dem schroffen, geradlinigen, einen tollen Drive aufbauenden, gnadenlos starken Roots-Rocker "Long Gone" (fettes Drumming, kreischiges E-Gitarren-Solo), der einmal mehr die ungeheure Vielseitigkeit Hoge's beweist. Hier geht's richtig zur Sache! Im Titelsong "The Wreckage" entladen sich dann alle erlebten Geschehnisse auf beeindruckende Weise, ohne dabei textlich auf das Vorgefallene einzugehen. Selten hat man Hoge so intensiv, introvertiert, emotional und doch voller kühler Melancholie singen gehört (ein wenig an Radney Foster und Kevn Kinney erinnernd), wie bei diesem Track. Eine dumpfe Akustikgitarre, ein dezentes Piano und eine kalt hallende Steelgitarre erzeugen eine ganz besondere, regelrecht mitfühlende Atmosphäre. Das ist große und bewegend performte Musik. Mit "Favorite Waste Of Time", "Even If It Brakes Your Heart" (mit dezentem Petty'schen "Into The Great Wide Open"-Flair) und "Highway Wings" bewegt sich Will in luftig instrumentierten, genauso knackigen, wie melodischen, rootsigen Mellencamp-/Chris Knight-Gefilden. Das atmosphärische "What Could I Do" steckt wieder voller eigenwilliger Melancholie, die von Jen Gunderman beigesteuerten Mellotron-Töne erzeugen Gänsehaut. Zusammen mit der bezaubernden Ashley Monroe (singt im Stile einer jungen Dolly Parton) präsentiert Hoge im Duett bei der wundervollen Ballade "Goodnight / Goodbye" entspannte, sehr melodische, großartige (Alternate)Countrymusic. Sein alter Weggefährte Dan Baird zupft hier die High String Guitar. Diese etwas besinnlichere Phase wird dann mittels "Just Like Me", einem forschen Rootsrocker an der Schnittstelle zwischen Neil Young und John Mellencamp, wieder abgelöst. Klasse hier das psychedelisch angehauchte, raue E-Gitarren-Solo von Pat Buchanan. Nach dem entspannten, wunderschönen "Where Do We Go From Now", kommt das wieder voller Atmosphäre steckende, balladeske "Too Late Too Soon", eindrucksvoll mit Gitarren (Southern Rock-kompatibles E-Gitarren-Solo), dumpfen Cello- und Bläsertönen in Szene gesetzt, sogar mit ein wenig Black Crowes-Flair rüber. Ein hervorragendes Album-Finale! Eigentlich ist Will Hoge's neues Werk angesichts der Vorgeschichte als reinstes Wunder zu bezeichnen. Woher dieser Musiker, der scheinbar wirklich am Rande des Ablebens taumelte, innerhalb so kurzer Zeit wieder die Kraft und Ideen zu solch einem starken Album schöpfte, verdient höchste Anerkennung und uneingeschränkten Respekt. Will Hoge hat sich mit diesem Werk endgültig in die Regionen der hier beschriebenen Bezugsgrößen katapultiert. Dieser Singer/Songwriter kann dem Vergleich mit den Mellencamps, Pettys Chris nights, Bob Segers, Dan Baidrs & Co. locker standhalten. Wir ziehen den Hut vor dieser Leistung und wünschen Will Hoge, auch wenn es sich im Fall von "The Wreckage" (das Wrack) schon fast makaber anhört, für seine zukünftige Entwicklung musikalisch weiterhin "Hals- und Beinbruch". Aber es wird schwer, dieses Werk zu toppen. Die Messlatte liegt verdammt hoch. Exzellenter Rootsrock-/Heartland-Rock-/rockin' Americana-Stoff (roadside Americana with the glory of Rock'n Roll", wie es ein U.S.-Kritiker nennt) zum Genießen, aufgemacht im feinen Digipack inkl. eingelegtem Faltblatt mit allen Texten und Infos! Brillant! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Hard to Love - 3:23   
2 Long Gone - 2:51   
3 The Wreckage - 3:33   
4 Favorite Waste of Time - 3:11   
5 Even If It Breaks Your Heart - 3:43   
6 What Could I Do - 4:28   
7 Goodnight/Goodbye - 4:24   
8 Just Like Me - 3:28   
9 Highway Wings - 3:24   
10 Where Do We Go from Down - 3:45   
11 Too Late Too Soon - 4:03

Art-Nr.: 6567
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard to love
Long gone
Favorite waste of time
Even if it breaks your heart
Goodnight / goodbye
Just like me

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Jackson, Alan - what i do [2004]
15 Jahre nach seinem Debut "Here in the real world" (1989) und seiner ersten Single (wer erinnert sich noch an "Blue blooded woman", das damals gerade mal Platz 45 in den Charts erreichte...), nach nunmehr zig Nr. 1 Hits und zig Millionen verkaufter Alben, unterstreicht Superstar Alan Jackson auch mit seinem zehnten Longplayer "What I do" (die "Best ofs" und Weihnachts-CDs nicht mitgezählt) deutlich, daß er weiterhin das Maß aller Dinge in Sachen "Pure Traditional Mainstream Country" ist! Die hohen Erwartungen, die die Country-Gemeinde an ihn stellt, erfüllt er einmal mehr völlig problemlos. Es ist erstaunlich, mit welcher Geradlinigkeit und unumstößlicher Sicherheit er die Herzen der Countryfans trifft. Ohne Schnörkel, zeitlos, sich von keinerlei modischen Trends von seinem Weg abbringen lassend, hat er einfach ein Händchen für die richtigen Songs und Arrangements. Das ist reinste amerikanische Countrymusic mit Referencharakter! Insgesamt wirkt die Platte wunderbar entspannt und locker. Herrliche Melodien fließen aus den Lautsprechern. Alles klingt ungemein frisch und wohltuend! Bei einigen Liedern, wie beispielsweise bei dem traumhaften, flockigen "If love was a river" (mit tollem Background-Gesang von Patty Loveless, die im übrigen noch bei etlichen weiteren Tracks auftaucht) und dem großartigen "There ya go" verspüren wir ein herrliches Appalachian-/Mountain-Feeling mit viel Mandoline und glasklarer Steelguitar! Das komplette Album, übrigens einmal mehr produziert von Keith Stegall, läßt sich einfach wunderbar durchhören. Weitere Höhepunkte sind u.a. die prachtvolle Midtempo-Nummer "Too much of a good thing" (gleichzeitig die erste Single) mit ihrer tollen Melodie, der klasse Fiddle, Steel und dem fantastischen E-Gitarren-Picking von Brent Mason, die hinreißende, mit schönem Piano und frischer Mandoline begleitete, pure Country-Ballade "Rainy day in June", das flockige, locker dahin fließende, melodische "USA Today", der lupenreine Honky Tonker "If french fries were fat free", die von einer wimmernden Steel begleitete Ballade "Monday morning church", wie auch der mit einem prächtigen Drive ausgestattete, abgehende Roadhouse Honky-Tonker "Burnin' the honky tonks down" mit seinen mitreißenden Soli von Fiddle, Banjo, Mandoline, Piano, Steel und vor allen Dingen den unglublichen E-Gitarren-Läufen. Hier zeigen die Musiker eindrucksvoll, was sie drauf haben! Das letzte Stück, die wunderschöne Ballade "To do what I do", wurde bei den diesjährigen "Flameworthy Awards" in Nashville live mitgeschnitten! Das Fazit des Albums lautet einmal mehr: Schlichtweg erstklassig!

Art-Nr.: 2679
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Jones, Georgette - strong enough to cry [2011]
"Traditional, hardcore country to the bone" - und zwar wunderschöner! Georgette Jones, Tochter des unvergessenen, großen Countrypaares George Jones und Tammy Wynette, die nicht nur solche Countryklassiker wie beispielsweise "Golden ring", "We're gonna hold you", "Take me" und "Two story house" hervorbrachten, sondern auch zwischen 1969 und 1975 verheiratet waren, hat, wie kann es anders sein, deren musikalische Anlagen nicht nur im Blut, sie hat sie auch komplett in ihrem Herzen und in ihrer Seele verinnerlicht. Gesegnet mit einer großartigen Stimme, kraftvoll, klar, sauber, rein und "real country", beglückt sie die Countrywelt auf ihrem Album mit 12 wunderbaren Songs, ganz in der Tradition ihrer berühmten Eltern. Traditionelle Country- und Honky Tonk-Musik, natürlich, locker, melodisch, in ihrer reinsten Form. Erstklassig produziert von Justin Trevino (der Sound ist glasklar), wurde das Album in dem bekannten "Heart of Texas"-Studio von Brady/TX eingespielt. Die erlesenen, texanischen Musiker begleiten Georgette stets mit ihrem unaufgeregten, simplen (im positivsten Sinne) und transparenten, feinen Spiel, und setzen damit die wunderbare Stimme der Künstlerin nahezu perfekt ins richtige Licht. Vor allem Steeler Jamie Lennon, der fast alle Songs mit herrlichen, wimmernden Pedal Steel-Klängen garniert, hinterlässt einen exzellenten Eindruck. Nicht nur solche Lieder wie das flotte, rhythmische, ein wenig an den Bakersfield Country von Buck Owens erinnernde "Don't come back till you love me", der himmlische, von trauriger Steelguitar und klimperndem Honky Tonk-Klavier bestimmte Country-Waltz "Making love all wrong", das von Papa George Jones mitkomponierte "I just don't give a damn", oder das von einer klasse Melodie geprägte, flotte, flockige, mit toller Fiddle und Steelguitar inszenierte "A day late, a diamond short" (starkes, kleines Fiddle-Solo von dem prima aufspielenden Reggie Rueffer) sind herrliche Nummern - nein, das ganze Album ist eine Wonne für die Liebhaber reiner, unverfälschter, traditioneller, von sämtlichen Pop-Clichés meilenweit entfernter Countrymusic. Ganz ohne Zweifel ist das musikalische Erbe ihrer berühmten Eltern bei Georgette Jones in den allerbesten Händen. Großartig!

Die komplette Songliste:

1. Strong Enough to Cry 4:14
2. Don't Come Back Till You Love Me 2:46
3. Run Woman Run 2:30 (with Amber Digby)
4. Making Love All Wrong 3:45
5. I Just Don't Give a Damn 2:48
6. A Day Late, a Diamond Short 2:35
7. Rainbow Colored Words 3:51
8. Broken, Bitter or Better 4:27
9. I'm Not Even Close 3:14
10. Ways to Make You Talk 2:22
11. Where Were You 3:08
12. I Don't Love You 3:31

Art-Nr.: 7662
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Strong enough to cry
Don't come back till you love me
Making love all wrong
I just don't give a damn
A day late, a diamond short
Where were you
I don't love you

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Matthews Band, Dave - come tomorrow [2018]
Endlich, nach sechs langen Jahren: Ein neues Studioalbum der Dave Matthews Band - handwerklich und musikalisch wieder auf höchstem Niveau. Sehr starke Vorstellung!

Hier ein Original U.S.-Review:

At some point in time a wise human accurately stated that what makes us happy are the little things. I’ll circle around to this sentence later on. For now, happy FriYAY, it’s a Dave Matthews Band album release Friday, so indeed, YAY! Come Tomorrow is the ninth chapter in the storied career of these jam-band Virginia legends, and the first offering since 2012’s Away From The World. Clocking in at roughly 55 minutes, this LP arrives at a time of need for balance and soothing simplistic stories that drift us away from the feather ruffling of everyday Hollywood and politics. Not that there is anything simple about Dave Matthews and his mates, but their complex sound does calm and bring smiles to those willing to delve in.
As previously stated, little things. It figures as we get older, people tend to find joy in everyday occurrences. Let’s not talk about government or our divided neighbors, let’s shy away from the music industry beefs and the unfair turbulence caused by the rich few. These topics have there importance, of course, but sometimes we just need a break. That is where Dave Matthews and the gang’s new offering chimes in. Come Tomorrow is a record about the simple things. Relatable material. In a world that’s taken a turn to Kafkaesque settings, Dave Matthews is another voice reminding us that maybe we could take a step back and enjoy – say it with me – the little things.
Album opener “Samurai Cop (Oh Joy Begin),” titled after a sub-par film released in 1991 with a cool title, is a drums-n-guitar driven power-ballad focused on the hopeful purity that overtakes us when a newborn arrives. By contrast, “Do You Remember” is an upbeat swanky mix of playful strings and horns that reflects on our time on this fickle Earth and what love is supposed to look like. Namesake “Come Tomorrow” is a mid-paced tune of both optimism and acquiesce. Croons Matthews “An old man spat and cursed as he spoke // It’s all going to hell and the whole world is broken // The little kid is busy making plans // To save the whole world // Along with that old man,” to a future generation that takes the reins and looks to fix our past missteps – at least that is the plan.
Material from yesteryear shines through on Come Tomorrow as well. The late great Mr. LeRoi Moore‘s notorious horns make a cameo on straight-out-of-the-vault anthems “Can’t Stop” and “Idea of You.” Rounding out the stronger core are the funky soul trappings of “Again and Again” and the longing tales of childhood on the maturely suave “Virginia In The Rain.” Nonetheless, the spectacular apotheosis within Come Tomorrow rests in the unlikely “That Girl Is You.” A tune detailing a casual meet cute that plays simple enough by tune, but is high and mighty through a seldom used gritty-falsetto from Matthews. This is Dave like you have never heard him before – and it is refreshing.
Overall, Come Tomorrow is a sane and vulnerable album. No outlandish statements are made and much of the material comes across as organic and synced. Per usual, Rashawn, Stefan, Carter, and the rest of the gang play it tight, play it right, and create beauty within the elation of sheer musicianship. There are no auto-tunes or computerized gimmicks of enhancement. Come Tomorrow is just a bunch of gifted artists making simple themed jams in a world looking to save itself, from itself. You know, the little things. Cheers!
(Andrés Alvarado/Loudsound Magazine)

Das komplette Tracklisting:

1. Samurai Cop (Oh Joy Begin) - 4:22
2. Can't Stop - 4:43
3. Here On Out - 3:18
4. That Girl Is You - 3:16
5. She - 3:51
6. Idea Of You - 4:44
7. Virginia In The Rain - 6:09
8. Again And Again - 4:25
9. bkdkdkdd - 0:27
10. Black And Blue Bird - 3:33
11. Come On Come On - 4:39
12. Do You Remember - 4:17
13. Come Tomorrow - 4:46
14. When I'm Weary - 1:56

Art-Nr.: 9640
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Mike and the Moonpies - mockingbird [2015]
Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizität und und Genretreue um Längen voraus. Ein weiteres, herausragendes Beispiel dafür: Mike and the Moonpies, ein klasse Sextett aus Austin/Texas, das mit einer wunderbaren Mischung aus traditionellem Country, Honkytonk, Outlaw Country und Countryrock, gepaart mit ein wenig Americana-Einflüssen und dem, der Heimat der Truppe geschuldeten, herrlichen Red Dirt-Flair ganz groß auftrumpft. Kopf von Mike and the Moonpies ist Mike Harmeier, der sämtliche Stücke geschrieben hat, singt (klasse Stimme, erinnert ein wenig an Phil Hamilton) und Gitarre spielt. Ihm assistieren auf dem bereits dritten Album der Band, "Mockingbird" (es handelt sich um die besonders in Texas weit verbreitete, sogenannte Spottdrossel, bei Ornithologen beliebt wegen ihres lauten, komplexen und lang anhaltenden Gesangs), Kyle Ponder (drums, percussion), Preston Rhone (bass), Catlin Rutherford (guitar), Zachary Moulton (steel guitar) und John Carbone (piano, organ). Produziert hat Harmeier dieses feine Werk zusammen mit Michael Kincaid, Bandleader der hochgehandelten, texanischen Insidercombo What Made Milwaukee Famous. Aufgenommen wurde das Ganze in den legendären Cedar Creek Studios in Austin, das Engineering übernahm John Silva, der für seine Zusammenarbeit mit The Trishas bekannt ist. "Mockingbird" ist ein ganz wunderbares, erfrischendes, unbekümmertes,. ja ganz hinreissendes, von immenser musikalischer Qualität geürgtes zehn Stücke umfassendes Kleinod, das mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Komplexität aufwartet. Sämtliche Tracks bewegen sich im Drei- bis Vier-Minuten-Bereich, sind aber mit sehr vielen, auf den Punkt gebrachten instrumentellen Feinheiten gespickt. Freunde schöner Bariton-E-Gitarren im Zusammenspiel mit reichhaltig eingesetzter Pedal Steel und schöner Klavierbegleitung, garniert mit etwas Fiddle und Mandoline, werden hier ihre helle Freude haben. Die Band hat sich von der Basis her eher der traditionellen Country-Schiene verschrieben, aber dies mit unerhörtem Facettenreichtum. Die CD beginnt mit der ersten Single, "Smoke 'Em If You Got 'Em", ein flockiger, dehr melodischer Midtempo-Countrysong, der auch ganz gut bei traditioneller ausgerichteten Red Dirt Acts wie Wade Bowen, John D. Hale oder der Casey Donahew Band ins Repertoire passen würde. Mit "Say It Simply" folgt ein lupenreiner Honky Tonker. Herrlich rein, herrlich "echt"! Hier heult die Steelgitarre, surrt die Fiddle und klimpert das Piano, dass es eine wahre Freude ist - dazu eine wunderbare, schön "old school" klingende Country-E-Gitarre. Die melancholisch anmutende Ballade "I Don’t Love You" kommt danach in einem Duett. Hier singt die von Ray Wylie Hubbard in höchsten Tönen gelobte Singer/Songwriterin Carson McHone die zweite Strophe und bildet im weiteren Verlauf einen tollen Kontrast zu Harmeier. Der knackige, rhythmische Titelsong "Mockingbird" (Reminiszenzen zu Steve Earles „Guitar Town“ kommen in den Sinn) wird durch eine tolle Mandoline getragen, gespielt vom hier ebenfalls viele Akzente setzenden Gastmusiker Wesley Holtsford (fiddle, mandolin). Klasse vor allem die Steel-/Mandolinen-/E-Gitarren-Kombination im schmucken Soloteil. "Never Leaving Texas" ist ein humorvoller, textlich mit schöner Selbstironie versehener, sowie erneut urig instrumentierter "Lonestar-Schwofer". Der wohl markanteste Track "South First Blvd" wird von herrlich entspanntem Southern-Esprit durchzogen, wie man es von der anfänglichen The Marshall Tucker Band kannte (tolle, typische E-Gitarren). Grandios hier, die nach dem E-Gitarren-Solo-Part völlig überraschend einsetzende, fantastische Saxofon-Einlage von einem weiteren Gast, Joseph Serrato. Herrlich! Das Alkohol-geschwängerte und voller Selbstmitleid besungene Klagelied "One Is The Whiskey" wird von einer dazu passenden, weinenden Steelgitarre und sanften Streichereinheiten "melancholisiert"."Delilah" nimmt dann nochmals Fahrt auf. Fiddle, Honkytonk-Piano und Bariton-E-Gitarre (kurze Twin Einlage) geben sich in rhythmischer Bakersfield-Manier die Klinke in die Hand. Klasse! Die beiden wieder sehr ruhig gehaltenen Balladen "A Song In Here" (herrliches Mandolinengezirpe, inkl. Solo) und traurige "Miserable Man" (schöne, bedrückende Piano Moll-Töne, stöhnende Trompeten am Ende) zum Ausklang, lassen den Hörer mit Harmeier förmlich mitleiden. Man merkt, dass die Band durch zahlreiche Auftritte, wie unter anderem in bekannten Locations wie der Gruene Hall in New Braunfels oder dem Billy Bob’s in Fort Worth, zu einem sehr versiert spielendem Gefüge zusammengewachsen und gereift ist, das mit relativ unspektakulär wirkenden Mitteln, ein Höchstmaß an musikalischer Effizienz zu Stande bringt. Eine Truppe, die man schon nach wenigen Liedern in sein Herz eingeschlossen hat. Vor allem, wie gesagt, auch ein willkommener Gegenpart zum mittlerweile unsäglichen Trend in Nashville, Country zugunsten kommerzieller Interessen immer mehr von der Popmusik vereinnahmen zu lassen. Harmeier & Co. zeigen mit ihrem "Mockingbird" solchem Ungebahren völlig die kalte Schulter und verteidigen, ähnlich wie es dem besungen Vogel nachgesagt wird, vehement und furchtlos ihr Country-Revier. Jason Boland & The Stragglers oder Eleven Hundred Springs lassen sich von einer ähnlichen Philosophie leiten. Hier dürfen Countrymusic-Liebhaber (aller Couleurs) noch in reinstem, mit allen typischen instrumentellen Zutaten, vertonten Liedgut baden, wie es so authentisch wohl nur noch in texanischen Gefilden möglich ist. Mike And The Moonpies, eine Band, die es zu entdecken gilt und von der man dann nicht mehr loskommt. Großartige Red Dirt Countrymusic, regelrechte Suchtgefahr! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Smoke 'Em If You Got 'Em - 3:47
2. Say It Simply - 3:11
3. I Don't Love You - 4:30
4. Mockingbird - 3:35
5. Never Leaving Texas - 4:05
6. South First Blvd - 3:24
7. One Is The Whiskey - 4:37
8. Delilah - 3:44
9. Song In Here - 2:53
10. Miserable Man - 4:00

Art-Nr.: 8992
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smoke 'em if you got 'em
Say it simply
Mockingbird
Never leaving Texas
South first blvd.
One is the whiskey
Miserable man

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Morgan, Whitey and The 78's - hard times and white lines [2018]
"They bring back the glory days of Outlaw Country Music", heißt es über "Hardcore Honky Tonker" und "Road Warrior" Whitey Morgan und seine 78's, die mit ihrem dreckigen Texas-based Outlaw Country kreuz und quer durch die Honky Tonks und Roadhouses der USA ziehen und die Fans begeistern. "Hard times and white lines", ihr neues Album bietet wieder authentischen und packenden Outlaw Country in seiner reinsten Form, weit ab vom "Glitzer" Nashvilles, rau und ursprünglich, voller, das meinen wir im positivsten Sinne, Ecken und Kanten. Das Songmaterial ist exzellent, teils mit tollen Melodien, aber auch stets voller erdiger und, Morgan's Image entsprechend, ruppiger Momente. Schwache Nummern sucht man auf dem Album vergebens. Nachhaltig beeinflusst von Willie Nelson, Kris Kristofferson, Johnny Cash und vor allen Dingen von Waylon Jennings, entwickeln die Songs stets ein herrliches "rowdy" Image. Sie kommen vorwiegend in einem sehr transparenten, breit angelegten, saftigen "twangy" Gitarrensound voller großartiger, vielschichtiger Telecaster-Klänge (teils vorzügliche Baritone E-Gitarren), gekoppelt mit hinreissenden Pedal Steel-Linien. Diese Instrumentierung und Whitey's klasse, "gritty" Bariton-Stimme passen prächtg zusammen. Baumstark gelungen ist gleich der wunderbar düster und ein wenig "bedrohlich" arrangierte Opener "Honky Tonk hell" mit seinem dramaturgisch wirkenden Szenario aus "dunklen" E-Gitarren, famoser Pedal Steel und bestens dazu passender Fiddle, sowie Whitey's dreckigem Gesang. Was für ein genialer Auftakt. Und so geht das auf diesem hohen Level weiter. Zum Beispiel mit dem durch tolles Wechselspiel aus Pedal Steel und E-Gitarre bestechenden "Around here", dem wunderbar ins Ohr gehenden, schön lockeren, mit traumhafter Bariton Lead-Gitarre (starkes Solo) und ebenso feiner Pedal Steel in Szene gesetzten "What am I supposed to do", der "rattenscharf" rockenden Coverversion von ZZ Top's "Just got paid" (glühende, fette, swampige Slideguitar), dem prächtigen Dreiviertel-Takter "Hard to get high", das ungemein melodische, tief traditionelle, von einer hinreissenden Pedal Steel geführte "Carryin' on" (Dale Watson-Cover), bis hin zu der das Album perfekt abschließenden, in einem vielschichtigen, satten Gitarrensound kommenden, fantastischen Outlaw Country-Ballade "Wild and reckless". Macht das eine Freude, diesem Whitey Morgan und seinen exzellenten Musikern zuzuhören. Ein absolutes Fest für die Freunde echter, ursprünglicher Countrymusic im Allgemeinen und den Country-Outlaws im Besonderen. Volltreffer!

Das komplette Tracklisting:

1. Honky Tonk Hell - 3:57
2. Bourbon and the Blues - 5:04
3. Around Here - 4:09
4. What Am I Supposed to Do - 3:50
5. Just Got Paid - 3:18
6. Hard to Get High - 4:44
7. Carryin' On - 4:47
8. Fiddler's Inn - 3:36
9. Tired of the Rain - 4:04
10. Wild and Reckless - 4:36

Art-Nr.: 9736
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Honky Tonk hell
Around here
What am I supposed to do
Just got paid
Hard to get high
Carryin' on
Wild and reckless

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Morrow, Sam - concrete and mud [2018]
Neues, fantastisches Album des in Boston geborenen, die Musik der Südstaaten liebenden und heute im californischen Los Angeles lebenden Singer-Songwriters Sam Morrow, der mit "Concrete and mud" eine geradezu mitreißende Scheibe verschiedenster Stile offeriert, die allerdings alle im erdigen Country, Alternate Country, Americana und Countryrock zusammenfinden. Fantastisch, wie er das hinbekommt. Voller "Southern swagger", Muscle Shoals Soul, traditionellem Honky Tonk und californischem Retro-Countryrock vereint er, weit weg von Nashville's glatt gebügelten Mainstream-Produktionen, eine vollkommern reine, unverfälschte, natürlich raue, ja dreckige, total rootsig eingefärbte Kombination aus Einflüssen solcher Leute wie Chris Stapleton, Steve Earle, Waylon Jennings, Merle Haggard, Dwight Yoakam, aber auch Lynyrd Skynyrd, Little Feet und Gram Parsons. Morrow und seine exzellenten Begleitmusiker (u.a. der groß aufspielende Lead Gitarrist Eli Wulfmeir, ex Shooter Jennings-Spezi Ted Russell Kamp am Bass Skip Edwards an den KJeyboards und Pedal Steel-Legende Jay Dee Maness) ergänzen sich geradezu perfekt. Los geht's mit dem wunderbar erdigen "rambling" Country-/Americana-Rocker "Heartbreak man", der auf einem klasse, dezent funky angehauchten, kraftvollen Groove basiert und gleich mit einem sehr starken, kernigen E-Gitarren-Solo aufwartet. Das anschließende "Paid by the mile" vereint den Country-Funk eines Jerry Reed oder Tony Joe White mit dem Southern Groove von Lynyrd Skynyrd und Little Feat, die auch bei der fantastischen, rockigen Retro Outlaw Country-Nummer "Quick fix" (tolle Slideguitar, inkl. drückendem Solo) ihre Spuren hinterlassen. Leicht psychedelisch wird es bei der mit großartigen Baritone E-Gitarren-Licks inszenierten, ein feines Ghost Town-, Wüsten-Feeling offerierenden California Country-Ballade "San Fernando sunshine" (tolles Psychedelic E-Gitarren-Solo inklusive), während der quirlige, dynamische, dreckige Honky Tonk-Countryrocker "Good ole days" daherkommt, als sei er einer imaginären, gemeinsamen Session von Merle Haggard, Dwight Yoakam und Chris Stapleton entsprungen. Ein Hauch von Tarantino versprüht die staubige Wüsten-Countrynummer "Weight of a stone", der gegenüber das Pedal Steel-getränkte "Coming home" unverfälschten, reinsten Neo Traditional Country bietet. Bluesig, rootsig, southern und herrlich dreckig rockig wird's bei dem knackig kraftvollen, saustarken "Cigarettes" (tolle Lead-Gitarre parallel zum Gesang, glühendes Slide-Solo, kerniger Groove), um das Album schließlich mit der wunderschönen, etwas ruhigeren Delta Country-Ballade "Mississippe river" (großartige Mandoline, Dobro, Banjo) genauso stark ausklingen zu lassen, wie es begonnen hatte. Das alles hat schon gewaltig viel Substanz. Eine von vorn bis hinten saustarke Vorstellung von Sam Morrow!

Das komplette Tracklisting:

1. Heartbreak Man - 3:49
2. Paid by the Mile - 4:52
3. San Fernando Sunshine - 4:47
4. Quick Fix - 3:32
5. Good Ole Days - 3:22
6. The Weight of a Stone - 4:41
7. Skinny Elvis - 2:58
8. Coming Home - 3:08
9. Cigarettes - 4:24
10. Mississippi River - 3:37

Art-Nr.: 9610
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heartbreak man
San Fernando sunshine
Quick fix
Good ole days
Weight of a stone
Coming home
Cigarettes
Mississippi river

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