"Rockin' Blues & Bluesy Rock - smokin' hot!" Ein wunderbares Zitat bezüglich der Musik der im US-Bundesstaat Washington beheimateten Coyote Kings, doch es beschreibt nur ansatzweise die famose Leistung, die diese großartige Truppe aus gestandenen Blues- und Rock-Veteranen des amerikanischen Nordwestens auf ihrem bärenstarken Album "Feelin' lucky" abliefert. Höchst professionell, aber völlig zwanglos, unbekümmert und "ehrlich bis auf die Knochen", ausgestattet mit einer außergewöhnlichen, über jeden Zweifel erhabenen Musikalität und Spielfreude, zelebrieren sie den Bluesrock in einer Stilvielfalt, die wirklich ihresgleichen sucht. Vom Blues zum Classic Rock, vom Swamp-Blues zum Texas-Blues, von Stax-Volt zum Memphis-Blues, vom Soul zum Rock'n Roll, von Chicago nach Austin, von New Orleans zur Westküste, von ZZ Top zu Stevie Ray Vaughan, von Albert King zu BB King, von den Rolling Stones zu Buddy Guy, und, und, und, reicht ihr Spektrum, ohne sich dabei auch nur im geringsten zu verstricken, gar zu verkrampfen oder die einheitliche Linie zu verlieren. Nein, das ist purer Idealismus, jede Menge Ideenreichtum, gepaart mit großem Können, das sich in einem Extrakt ergiesst, der nur ein Etikett zulässt: The Coyoyte Kings! Die tragenden Säulen der Band sind Robin Barnett (Lead Gesang, Bass, Gitarre), Curtis "Rocket" Johnson (Drums, Gesang) und "Mondo" Mike Cook (Lead Gitarre, Bass)! Was die Drei, unterstützt von dem ein oder anderen Gastmusiker, live und im Studio fabrizieren wird in einem U.S.-Pressezitat folgendermaßen dargestellt: "What sets Coyote Kings apart from other Blues ~ Bluesrock artists? First and foremost, incredible hook oriented songs that still retain the heart and soul of Blues and Roots, the kind you’re still humming when you get home from the show… fueled by not one, but two jaw-dropping guitarists, burning up the stage like a Northwest wildfire… built around a world-class drummer, movin’ and groovin’ everyone near enough to feel it… and finally, a thundering, rock-solid bass, that makes each Coyote Kings song register a 9.4 on the Richter scale." Sehr "blumig", aber dennoch treffend beschrieben. In der Tat ist das Songmaterial, so vielseitig es auch ist, durchweg vom Allerfensten. Die Rhythmustruppe unterlegt das Ganze mit einem großartigen Groove und die beiden Gitarristen überzeugen auf der ganzem Linie mit saustarken Läufen und Duellen. Vor allem "Mondo Mike" ist ein "Killer"-Gitarrist. Was dieser Bursche für endlose, kochende, zündende, aber auch variable Licks und Soli hinlegt, dürfte so manch etabliertem Kollegen ein ehrfurchtsvolles Staunen abringen. Der spielt den ein oder anderen der "berühmten" Zunft locker an die Wand - gar keine Frage! Zusätzliche Würze in die feurigen Gitarren-Arrangements bringen vereinzelte Einsätze von Orgel, Mundharmonika und auch mal einem hervorragend integrierten Saxophon. Dazu ist Robin Barrett ein erstklassiger Sänger, der jederzeit in der Lage ist, seine Stimme den jeweiligen musikalischen Gegebenheiten emotional anzupassen. Mit dem schon etwas "bedrohlich" anmutenden, mächtig kochenden, harten, muskulösen, von einem gewaltigen Groove unterlegten und einer heiß dampfenden "Riff-Tour de force" angetriebenen "bad ass" Power Boogie-/Bluesrocker "Backbone shaker" (kommt fast wie eine Mischung aus ZZ Top und Stevie Ray) beginnen die Coyote Kings ihre fast 62-minütige, fantastische Reise in die Welt des "Rockin' Blues"! Irre, welch eine Energie die Truppe hier freisetzt. Klasse auch die dezenten Harp-/Orgel-Einsätze von Gastmusiker Jim Johnson. Doch was die beiden Gitarristen im Break dieser Nummer abziehen (zwei aufeinander folgende "Hammer"-Soli von fast 2 Minuten Spieldauer, erst von "Mondo Mike" mit einem gnadenlos fetten E-Gitarren-Ausflug, dann Barnett mit einem glühenden Slide-Ritt) ist einfach nur "geil"! Brillanter Hi-Energy Retro Boogie-/Bluesrock, der durch Mark und Bein geht! Dann etwas ganz anderes: Mit "She got the motion" hören wir eine wunderbar lockere, dennoch sehr kaftvolle, froh gelaunte, rhythmische, gut tanzbare, melodische Blues-Rumba, natürlich erneut gespickt mit exzellenten Gitarrenausflügen des Meisters "Mondo-Mike"! Herrlich! Die nächste Station der "Kings" sind die Bayous und eine brodelnde Voodoo-Küche in New Orleans. "Gris Gris" ist ein bärenstarker, voller hinreißender "Creole Vodoo"-Magie steckender Southern-/Swamp-Rocker mit einem packenden Groove, einer prächtigen Melodik und abermals die Swamps geradezu zum Überlaufen bringenden Gitarrenläufen. Hat irgendwie auch etwas von den Buddaheads, doch die Coyote Kings stehen in puncto Spielkultur und Energie der Truppe um Alan Mirikitani in nichts nach! Eine grandiose Nummer! Der goldenen "Stax-Volt"-Ära zollen sie mit dem herrlich rhythmischen "Same old game" Tribut, an das sich nahtlos das traumhaft schöne "Sweet soul music" anknüpft, ein, der Titel sagt es schon, im lockeren Midtempo-Bereich gehaltener, wunderbar melodischer Soul-Blues mit einer faszinierenden Kombination aus exquisitem E-Gitarren- (starkes, würziges Solo) und magischem Saxophon-Spiel. Herrlicher "blue-eyed Soul" für gedämpftes Licht und ein "knisterndes" Tänzchen zu Zweit! So geht die Reise bis zum Ende voller Spannung auf gleichbleibend hohem Niveau weiter. Kaum zwei Songs, die auf diesem Album identisch klingen. Dennoch, ob der fette, von "screaming guitars" und "driving bass lines" angetriebene, fette Bluesrocker "Trouble", der überaus dreckige, raue, stampfende Slow-Blues "Baptize me", die swingende Uptempo Chicago Blues-Jam "I gotta know", die entspannte Ballade "Down with the blues" oder das straight rockende, Stones-lastige "You got it" - alles kommt wie aus einem Guß! Toller satter Sound, eine großartige Produktion, exzellente Musiker, prächtige Songs, viel Abwechslung - "Feelin' lucky" bietet variantenreichen Bluesrock von ganz großer Qualität! "Great grooves, smokin' hot hooks, fine lyrics and blistering guitars make up songs that get stuck in your head"! Und ob wir uns mit diesem Album "glücklich fühlen"...
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