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Rogers Band, Randy - nothing shines like neon [2016]
Völlig unbeschwert, entspannt, losgelöst von jeglichem Major Label- und Mainstream-Druck, legt die texanische Randy Rogers Band mit "Nothing shines like neon" ein neues, wundervolles Album vor. Schon das Album-Cover liefert einen eindeutigen Hinweis auf das, was uns musikalisch erwartet und letztendlich auch voller Bravour geliefert wird. Der in der Dunkelheit grell leuchtende "Neon"-Schriftzug ziert in dieser Art zumeist die urigen, ländlichen, texanischen Honky Tonks und ist den Leuten absolut vertraut, die nach getaner Arbeit oder am Wochenende solche Alkohol-geschwängerten "Läden" und verrauchte "Barrooms" besuchen, um bei herrlicher Countrymusic den Anstrengungen des Alltags zu entfliehen. Und genau diese Musik gibt ihnen die Ranfy Rogers Band hier miot großer Leidenschaft und aus vollem Herzen. Die Band wirkt künstlerisch wie befreit, völlig locker und kreativ wie selten zuvor. Rogers und seine Freunde besinnen sich auf ihre Roots und präsentieren lockere, von herrlichen Melodien bestimmte, reine, tief in den Traditionen verwurzelte, zeitlose, pure Countrymusic, variantenreich, voller stetigem Honky Tonk-Flair, aber auch mal mit dezenten Blues-, Americana-, und Rock-Einflüssen, authentisch durch und durch, dabei stets durchzogen von diesem zwanglosen, ursprünglichen, einzigartigen Red Dirt-Feeling. Es ist eine Wonne, diesen exzellenten Songs zu lauschen. Die Qualität ist sehr, sehr hoch. Die Randy Rogers Band knüpft damit in etwa an die Philosophie des fantastischen, gemeinsamen Projektes von Randy Rogers und seinem Freund Wade Bowen aus dem Vorjahr, "Hold my beer - Vol. 1", an, wenngleich es hier schon etwas erdiger zugeht. Einflüsse des Neunziger Jahre-Countrys sind nicht zu leugnen, aufgesetzter Nashville-Schnickschnack ist keiner zu finden. Altmeister Buddy Cannon, sicher einer der besten Genre-Produzenten überhaupt, hat das Werk wundervoll, auf den Punkt genau produziert. Gleich das erste Stück, "San Antone", eist eine wahre Traum-Nummer. Ach Leute, was kann diese texanische Countrymusic so schön sein. Ein vollkommen lockerer, flockiger, flotter, flüssiger Rhythmus, dazu eine sich hinreissend in unsere Gehörgänge schlängelnde Melodie, Rogers' großartiger, leicht Staub-gegerbter Gesang, klare Acoustic-Gitarren, eine vereinzelt integrierte, surrende Fiddle, wunderschöne, nicht allzu dominante, aber durchaus erdig klingende E-Gitarre (tolles, kurzes Fiddle-/E-Gitarren-Solo in der Mitte), tolle Pedal Steel-Tupfer, ein einsamer, texanischer Honky Tonk-Schuppen in der kargen, staubigen Landschaft vor dem geistigen Auge - fertig ist die pure Countrywonne. Die Randy Rogers Band ist "at the top of their game". Es folgt die nächste "Killer"-Nummer, das fantastische "Rain and the radio", das etwas knackiger, mit ordentlich Soul, einem tollen Groove und voller Southern-Flair daherkommt. Klasse die Instrumentierung aus sehr retro klingendem E-Piano, feiner Orgel-Untermalung in Verbindung mit den vielschichtigen Gitarren (starkes E-Gitarren-Solo im Break). Was für ein Spirit und Feeling. Herrlich diese pure Countrymelodie im Refrain. Ein weiteres Musterbeispiel bester, genauso zeitloser, wie zeitgemäßer und unverfälschter, texanischer Red Dirt-Countrymusic ist der knackige, aber auch schön lockere, abermals ungemein melodische, mit schöner Fiddle, erdiger E-Gitarre und dezent angerockter Countrywürze in Szene gesetzte "Neon Blues". Herrlich! So geht das mit einem "Hit" nach dem nächsten weiter. Ob die großartige, schön "gritty" inszenierte Red Dirt-Countryballade "Things I need to quit", der kernige Roadhouse-Heuler "Takin' it as it comes" mit Jerry Jeff Walker, das flockige, semi-akustisch präsentierte, mit viel Honky Tonk-Feeling ausgestattete, brillante "Look out yonder" mit den feinen Background-Gesängen von Alison Krauss und ihrem "Union Station"-Bandmember Dan Tyminski, das lässige, toll ins Ohr gehende "Tequila eyes" oder die klasse Outlaw Country-Nummer "Actin' crazy", dargeboten im Duett mit Jamey Johnson - die Randy Rogers Band hat den nächsten Entwicklungsschritt getan. Ohne jeden Zweifel: "Nothing shines like neon" ist eines der besten Alben der Randy Rogers Band bis zum heutigen Tag, wenn nicht vielleicht sogar das stärkste überhaupt - auf jeden Fall aber das ausgereifteste und authentischste. Grandioser Texas Red Dirt Country in seiner vollsten Blüte.

Das komplette Tracklisting:

1. San Antone - 3:29
2. Rain and the Radio - 3:49
3. Neon Blues - 3:01
4. Things I Need to Quit - 3:38
5. Look out Yonder (with Alison Krauss & Dan Tyminski) - 3:24
6. Tequila Eyes - 4:17
7. Takin' It as It Comes (with Jerry Jeff Walker) - 3:39
8. Old Moon New - 3:33
9. Meet Me Tonight - 3:14
10. Actin' Crazy (with Jamey Johnson) - 2:47
11. Pour One for the Poor One - 2:27

Art-Nr.: 9076
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
San Antone
Rain and the radio
Neon Blues
Things I need to quit
Look out yonder
Tequila eyes
Actin' crazy

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