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Black Crowes, The - croweology [2010]
2 CD-Set! Was für eine famose Leistung der Black Crowes! Neues Acoustic Doppel-Album der "Krähen", im übrigen erneut mit Luther Dickinson (North Mississippi Allstars) an Bord, zum Preis einer Einzel-CD! Dafür spielte die Truppe über 20 Songs ihres umfangreichen, phantastischen Repertoires noch einmal neu ein - wie gesagt, in akustischen Versionen. Doch was heisst hier akustisch: Sagen wir mal, die Basis ist eindeutig akustisch, aber das ist ein richtig kraftvolles, zündendes, ungemein engagiertes Werk geworden, bei dem die Rhythmus-Sektion aus Drums und elektrischem Bass einen wunderbar erdigen, rootsigen Groove vorgibt und auch mal eine dezente, dreckige, elektrische Lead-Gitarre zum Eisatz kommt. Eigentlich sind es also eher semi-akustische Arrangements, doch, und das ist das Entscheidende, sie unterscheiden sich deutlich von den bekannten Versionen. Es ist faszinierend, was die Band in der Lage ist, mit diesem Material noch einmal für einen Spannungsbogen aufzubauen. Der Funke springt sofort über. Tolle Jammings, tolle Grooves, großartige Melodien, ausgedehnte instrumentelle Breaks, Spielfreude, und viel, viel Seele und Inspiration. Enthält im übrigen eine klasse, bisher unveröffentlichte Coverversion von Gram Parsons' "She" und mit "Cold boy smile" auch ein vollkommen neues Stück. Einfach grandios! Ein zusätzliches Highlight ist die überragende Verpackung und Aufmachung des Albums. Die CDs kommen in einem wundervoll illustrierten, 4-fach aufklappbaren Digipack, bei dem sich, sobal man es auseinanderfaltet, in der Mitte ein Gebilde mit zwei am Lagerfeuer sitzenden, Mesch-gewordenen "Hippie-Krähen" erhebt (3 D-Gimmick-Cover), in der Art, wie bei der legendären, alten Jethro Tull-LP "Stand up". Klasse! So etwas Großartiges bekommt man bei einem Download eben nicht geboten. So etwas sollte Schule machen. Ein extrem reizvolles "Verpackungsplus" zu der eh schon genialen Musik. Tolle Sache für die Fans! Rundherum ein saustarkes Teil!

Kurz nach dem VÖ-Termin, am 13. August 2010, starten die Black Crowes in Milwaukee im übrigen ihre große U.S. "Say goodnight to the bad guys"-Tour, bei der sie jeweils einen 90-minütigen Acoustc-Set und einen 90-minütigen Electric-Set spielen werden. 20 Jahre sind es her, seitdem die Band ihr legendäres Album "Shake your money maker" veröffentlichte - und dieses neue Album und die anschliessende Tour sind eine Art Jubiläumsgeschenk der Band an die Fans. Danach ist erst einmal Schluß. Die Band wird sich nicht trennen, allerdings eine längere Auszeit nehmen. "Croweology" ist also so etwas wie ein "Abschiedsalbum" für eine längere Zeit... - aber das wird sicher nochmal ein Genuß für die Fans.

Aus dem Original-Text zur Produktbeschreibung":
The Black Crowes will release Croweology, its first double album of all acoustic material, on August 3. The release celebrates the 20th year anniversary of the Crowes’ 1990 debut Shake Your Money Maker. Following a tour in support of the album, the band has planned a lengthy hiatus. The members of the Black Crowes parted ways in 2001 and reunited in 2005.
“At this milestone in our career, I feel very fortunate that I have had the opportunity to spend my life making music,” Rich Robinson said in a statement. “It’s been 20 years since we started out on this journey. I would like to extend my deep gratitude to all of our fans who have been there with us along the way. We would not have gotten here without your support. Every night I stand on the stage I feel great pride and respect for what we share with our fans. After this tour we are going to take some much needed time to spend with our families. But for now, we are very much looking forward to a great year of touring. I look forward to seeing all your familiar faces again on the road. See you soon.”
After touring in 2009, The Black Crowes spent time at the Sunset Sound Studios in Los Angeles, recording over 20 songs from their 20-year history. The band arranged acoustic versions of many of their best-loved songs and the band’s catalogue picks."

Das komplette Tracklisting:

Disc 1
1. Jealous Again (5.13)
2. Share The Ride (3.58)
3. Remedy (5.33)
4. Nonfiction (7.53)
5. Hotel Illness (3.38)
6. Soul Singing (4.15)
7. Ballad In Urgency (9.16)
8. Wiser Time (9.33)
9. Cold Boy Smile (Unreleased) (5.35)
10. Under A Mountain (4.43)

Disc 2
1. She Talk s To Angels (6.16)
2. My Morning Song (6.13)
3. Downtown Money Waster (4.17)
4. Good Friday (5.42)
5. Thorn In My Pride (9.35)
6. Welcome To The Goodtimes (4.01)
7. Girl From A Pawnshop (7.08)
8. Sister Luck (5.58)
9. She (Unreleased) (5.31)
10. Bad Luck Blue Eyes Goodbye (7.07)

Art-Nr.: 6990
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Brothers Osborne - pawn shop [2016]
Tolles, in Nashville mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes Debütalbum der Brothers Osborne. Der mit einer prächtigen Stimme gesegnete T. J. Osborne (variiert irgendwo zwischen Radney Foster und Trace Adkins – spielt auch akustische Gitarre) und der großartige Gitarrist und Multi-Instrumentalist John Osborne (neben der E-Gitarre u. a. auch Mandoline, Banjo, Pedal Steel, Mundharmonika), aka Brothers Osborne, legen mit "Pawn Shop" ein bärenstarkes Major Label-Debut vor. Die beiden, im Übrigen auch exzellente Songwriter (sind an sämtlichen Nummern kompositorisch beteiligt – dazu gesellen sich noch viele arrivierte Schreiber wie u. a. Craig Wiseman, Shane Mc Anally, Casey Beathard, Ross Copperman, Sean McConnell, Jessi Alexander) gelten als einer der heißesten neuen, jungen Nashville-Acts. Mit Recht! Ihr abwechslungsreicher, zündender Country und New Country balanciert geschickt zwischen kerniger, alter Outlaw-Tradition und dem modernen Flair des jungen, "wilden" Nashville. Der Opener "Dirt Rich" groovt sofort richtig herrlich mit einer blechernen Banjo-Führung lässig vor sich hin; kurz aufheulende Fiddle und ein erdiges E-Gitarren-Solo machen direkt Appetit auf mehr. Und es folgt eine Ansammlungen esrtklassig inszenierter Nummern ohne jeden Ausfall, die den Zuhörer aufgrund ihrer Variabilität, exzelennten Strukturen und höchster musikalischer Kompetenz regelrecht in ihren Bann ziehen. Klassische Country-Traditionen und (southern)rockige Einflüsse kombinieren die Musiker in einem idealen Verhältnis. Das die beiden darüber hinaus auch Sinn für tolle Melodien haben, beweist zum Beispiel das nostalgisch angehauchte "21 Summer". Das bärenstarke Stück "Stay A Little Longer" ist wohl einer der Auslöser für den derzeitigen Hype um die Brüder. Der Heartland-trächtige, schön rockige Song wartet am Ende mit einem für eine Single völlig überraschenden, ellenlangen, fast improvisiert wirkenden, kernigen, erdigen E-Gitarren-Solo (ungemein versiert, variabel und filigran von John gespielt) auf, wie man es sonst vielleicht nur bei Live-Konzerten von einem Keith Urban oder Brad Paisley geboten bekommt. Mutig, extravagant, fantastisch umgesetzt und umso schöner, dass solche Qualität auch mit entsprechendem Erfolg und Anerkennung von Experten und Fans belohnt wird. Das Lied befindet sich zur Zeit auf Platz 4 der Billboard-Charts und ist, verdientermaßen, wie wir meinen, sogar Grammy-nominiert. Das humorvolle, dezent swampige Titelstück "Pawn Shop" wird von einer markanten Dobro begleitet. Es erinnert ein wenig an Little Big Towns Megahit "Pontoon", nur in einer etwas cooleren und introvertierteren Fassung. Wie schon einige Interpreten zuvor, haben auch die Brüder Osborne ihre Vorliebe zu Rum in einem relaxten, launigen Track ("Rum") verarbeitet. Lee Ann Womack assistiert mit tollen Harmoniegesängen beim knackigen "Loving Me Back". Erneut Heartland Rock-umweht kommt "American Crazy" daher. Toll auch hier wieder Johns brillantes E-Gitarrenspiel. Schön rraditionell geht’s mit dem ganz feinen "Greener Pastures" weiter, das sogar interessant für Line Dancer sein dürfte. Herrlich das frech, im Stile von The Cadillac Three gespielte und rotzig dahinstampfende, knackige "Down Home" mit gurgelnder Orgel und starken Slide-Einlagen. Hat ein schönes Southern-Flair. Ein wenig Cash-inspiriert und mit an Big & Rich zu Anfangstagen reminiszierenden Harmoniegesängen überzeugt das introvertierte "Heart Shaped Locket". Zum Abschluss poltert das rhythmische und auch lyrisch sehr starke "It Ain’t My Fault" in rauer Trace Adkins-Manier aus den Lautsprechern. Klasse hier auch die, von John mit seiner E-Gitarre eingebrachte, leicht psychedelische Note. Ein tolles Ende! Die Brothers Osborne, alias T.J. und John Osborne begeistern mit ihrem Erstling "Pawn Shop" auf ganzer Linie und legen direkt zu Beginn des Jahres die Messlatte in Nashville auf einen ordentlich hohes Niveau. Diese Burschen bringen mächtig Schwung und Frische in die Country- und New Country-Musik von Nashville. Das nehmen wir mit großer Freude wahr. Sie wirken zuweilen ein wenig wie eine erfrischende Kombination aus modernen Montgomery Gentry und Trace Adkins, dem großartigen Eric Church, mit einem Hauch von Radney Foster und Waylon Jennings. Produziert hat Jay Joyce (u. a. Eric Church, Little Big Town, Zac Brown Band, John Hiatt, und, und, und...). Ein prächtiges Album! Vielleicht mit das aufsehenerregendste Debüt seit dem von Chris Stapelton! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dirt Rich - 2:51
2. 21 Summer - 3:34
3. Stay A Little Longer - 5:35
4. Pawn Shop - 2:44
5. Rum - 3:33
6. Loving Me Back (feat. Lee Ann Womack) - 4:19
7. American Crazy - 2:39
8. Greener Pastures - 2:52
9. Down Home - 3:39
10. Heart Shaped Locket - 3:36
11. It Ain't My Fault - 3:36

Art-Nr.: 9075
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Brothers Osborne - port saint joe [2018]
Präsentierten sie schon vor rund 2 Jahren mit "Pawn shop" ein genauso von den Kritikern und Experten, wie auch von den Fans gleichermaßen als außergewöhnlich stark bewertetes, fantastisches Debut, so legen die Brothers Osborne aus dem U. S. Bundesstaat Maryland nun mit "Port Saint Joe" auf einem fast noch höheren Level nach. Welch eine famose Vorstellung von T. J. Osborne (großartiger Lead Gesang, akustische Gitarre) und seinem Bruder John Osborne (guitars, mandolin, pedal steel, harp). Die Beiden imponieren durch überragende Musikalität und bestechendes Songwriting und präsentieren sich dabei, geschickt zwischen Country-Tradition und Moderne hin und her balancierend, ungemein variabel. Exzellent produziert von Jay Joyce (u.a. Eric Church und Little Big Town) hören wir 10 neue, bärenstarke Tracks ohne jeden Ausfall. Die Bandbreite geht von überaus "hippen", zeitgemäss modernen Countryrock-Knallern ala Big & Rich (das über 6-minütige "Shoot me straight" mit famosen Tanz-Grooves und irre starkem E-Gitarren-Solo), über wunderschöne New Country-Balladen (z. B. das herrliche "I don't remember me"), rootsigen, schön bluesigen, rauen, durchaus ein wenig an Chris Stapleton erinnernden Outlaw-Country ("Weed, Whiskey and Willie" - abermals kerniges, packendes E-Gitarrenspiel), Manolinen-getränkten, ein gewisses Zac Brown Band-Flair ausstrahlenden, lockeren, lupenreinen Country ("Tequila again"), traumhafte Retro-Countryrocker im Stil der Nitty Gritty Dirt Band ("Pushing Up Daisies"), bis hin zu dem entspannten, akustisch gehaltenen Finaltrack "While you still can". Was die Burschen auch anpacken - es funktioniert nicht nur, es "kickt" regelrecht, es packt einen einfach. Die Brothers Osborne gehören mit Recht zu den viel beachtetsten und gefeiertsten Newcomern in Nashville. Da ist, in Einklang mit hoher musikalischer Kompetenz und Qualität, eine große Karriere zu erwaten. Ein geniales, zweites Album der Brothers Osborne!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Reigning ACM Duo of the Year’s sophomore album showcases their depth of artistry and growth since the release of debut “Pawn Shop” three years ago.
It’d be easy to expect Brothers Osborne (John and TJ Osborne) to keep releasing songs which continue what they started on their critically and commercially acclaimed debut Pawn Shop but instead, they’ve taken that album and built upon it with Port Saint Joe.
Recorded at producer Jay Joyce’s home on the coast of Florida, the album showcases the next step in their evolution by blending country, rock and blues into the intoxicating stew that is Port Saint Joe. First single “Shoot Me Straight” rocks much like their last single “It Ain’t My Fault” did and served as the perfect bridge single from album to album. The other nine songs — all co-written by John and/or TJ expand from the extended boogie that is “Shoot Me Straight” and we instead get honest musings on life, love and everything in between, whether it’s the evocative “I Don’t Remember Me (Before You)” or the blues-soaked “Weed, Whiskey And Willie.” There’s the mandolin-laced “Tequilla Again,” a song which talks about the voodoo-like power the Mexican spirit has on us every time we go too far with the tasty (yet potent) drink (and also serves as an allegory for a bad romantic relationship).
“A Couple Wrongs Makin’ It Right” is a funky song where it feels like a melding of the band Cake and The Band as if filtered through a twangy jangle. “A Little Bit Of Trouble” is just downright straight out of a Stax Record while the lovely romantic “Pushing Up Daisies” and gentle, acoustic closer “While You Still Can” offer the kind of wisdom and honesty that grounds Brothers Osborne in country music.
There’s not another band doing what Brothers Osborne does in country music (or really any other genre) and their deft blend of their influences and sharp songwriting make Port Saint Joe a wonderfully layered album worthy of repeated trips to the record player to listen to over and over again.
(Matt Bjorke/Roughstock)

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Your Roll - 2:59
2. Shoot Me Straight - 6:24
3. I Don't Remember Me (Before You) - 3:12
4. Weed, Whiskey And Willie - 4:20
5. Tequila Again - 3:31
6. A Couple Wrongs Makin' It Alright - 2:54
7. Pushing Up Daisies (Love Alive) - 3:39
8. Drank Like Hank - 3:09
9. A Little Bit Trouble - 4:04
10. While You Still Can - 3:44

Art-Nr.: 9618
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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