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Crow Band, Bart - desperate hearts [2008]
Welch ein Fortschritt! Großartig! Das zweite Album der texanischen Bart Crow Band ist schlichtweg ein "Countryrock-Hit", der einfach runter geht wie Öl! Als die Truppe mit ihrem klasse Debüt "Finally" vor rund zwei Jahren voller Unbekümmertheit die Texas "Red Dirt"-/Countryrock-Bühne betrat, prophezeiten wir bereits, wie auch einige andere Experten, dass hier einer der vielversprechendsten, neuen Szene-Acts heranwachsen würde ("Texas’ next rising star is born...")! Das Album verkaufte sich tierisch gut, die Single "Wear My Ring" hielt sich über zwanzig Wochen (!) in den Texas Music-Charts ("a song that just won’t go away", äußerte sich seinerzeit Jason Boland dazu) und deren Nachfolger "Driftin’ In The Wind" ergatterte 2007 sogar einen Platz unter den 10 meistgespielten Stücken im Texas Music-Radio. Ein toller Erfolg, der nun mit dem zweiten Album der Band neue Höhen erreichen dürfte, denn dieses Werk ist nochmal um Längen stärker als der Vorgänger! Apropos "Driftin' in the wind": Aufgrund des großen Erfolges entschied sich die Band kurzerhand diesen Song für das neue Album gleich noch einmal einzuspielen, diesmal noch frischer, noch dynamischer, noch besser! Ein Traum-Countryrocker mit einer tollen Melodie, irgendwo angesiedelt zwischen No Justice und besten Restless Heart-Tagen! Man spürt direkt die exzellente Handschrift des neuen Produzenten Mack Damon (bekannt für seine musikalische Vielseitigkeit), der in seinen Rhapsody Street Studios in San Antonio,Texas den Schritt vom zuweilen etwas unausgereift wirkenden "Demotape-Charme" des Erstlings zu einem satten, voller Transparenz steckenden, klaren, moderneren Sound mit Bravour vollzogen hat, ohne der Band dabei ihre Unbekümmertheit, Zwanglosigkeit und Ursprünglichkeit auch nur ansatzweise zu nehmen (in diesem Punkt ist die "Red Dirt"-Fangemeinde eh besonders sensibel). Nein, es stimmt jetzt einfach alles! Bart Crow's humorvoller Kommentar hierzu: "The first time I heard our very first record right off the mixing board I thought it was the best thing that ever happen to the planet. Boy did I have a lot to learn”. Die musikalische "Öffnung" für ein breiteres Publikum wird im Verlauf der weiteren zwölf Stücke konsequent durchgezogen. Es gibt mit dem wunderbaren "St. Valentine" eine Fremdkomposition aus der Feder von Jason Boland (erinnert gar ein wenig an eine texanische Abwandlung des Dylan/Byrds-Klassikers "Mr. Tambourine Man"), ein Stück aus der Feder des Lead Gitarristen Paul Russell ("Back Down" - herrlicher, leicht southern-angehauchter, lockerer Countryrocker mit markantem, flockigem Stratocaster-Spiel und am Ende mit einem starken Retro E-Gitarren-Solo), zwei klasse Nummern aus der Kombination Paul Russell/Bart Crow ("Change" - politischer Text, dezent psychedelisch angehaucht und schön roostig, sowie "Tami“ - lässiger New Country-Rock/-pop, melodisch im Stile von Sister Hazel mit leicht "nasalem" Gesang), doch der übrige Anteil der Songs wurde vom Bandleader im Alleinregie geschrieben. Schnell und deutlich bemerkt man die Weiterentwicklung, die Bart Crow auch beim Songwriting vollzogen hat. Die Stücke wirken viel ausgefeilter, vielseitiger, reifer und auch in Text und Musik deutlich komplexer und frischer strukturiert. Hervorragend die von einer wunderbaren, Gänsehaut erzeugenden Melodie durchzogene Ballade "Hollywood", durchströmt von toller Stratocaster-E-Gitarren-Arbeit und glänzenden, weiblichen Background Vocals von Fallon Franklin, wobei nicht einmal vor einem ganz dezenten Streicher-Einsatz zurückgescheut wird, der aber deutlich durch ein am Ende eingestreutes, vorzügliches E-Gitarren-Solo jeder Zeit in Schach gehalten wird. Auf dem Fuße folgt mit "Understand" ein weiterer "Kracher", der diesmal als erste Single ausgewählt wurde. Das Stück erinnert in seiner Lockerheit an Sachen von No Justice oder Wade Bowen. Bei diesem herrlichen, zum Mitwippen anregendem Gitarren-Rhythmus und dem zum Mitsingen animierenden, eingängigen Refrain, wird selbst der gefühlsmäßig kälteste Eisblock in rasender Schnelle zum Schmelzen gebracht. Wir sind uns sicher, dass dieser Song noch so manche Cabriofahrt auf den texanischen Highways begleiten wird. Absolut hitverdächtig! "Roses" und die texanische, fröhliche Countrynummer "Once A Day" (mit sirenenartigem Fiddle-Spiel von Nick Worley) pendeln irgendwo zwischen Randy Rogers, Pat Green und Django Walker. Der Titelsong "Desperate Hearts" glänzt mit einem recht rockigen Ambiente, wie man es beispielsweise von der Ryan Bales Band oder auch etwas "braveren" (was wir in diesem Zusammenhang alles andere als negativ meinen) Cross Canadian Ragweed her kennt. Das melodische, sehr rhythmisch dargebotene "New York" (klasse Harmoniegesänge) geht ähnlich wie "Understand" wieder direkt in die Beine und das abschließende, traumhaft schöne "Forever" (mit großartiger Steelguitar-Einlage von Bobby Flores) beendet balladesk den Reigen von ausnahmslos herrlichen Countryrock-Stücken, ohne eine einzige Schwachstelle zu offenbaren. Die Songs machen einfach Laune, was auch Kyle Hunt, ein texanischer Musiker-Kollege Crow's, treffend reflektiert: "Bart Crow’s sound reflects his personality, it is what he is, unique, laid back, real and fun. The songs just make you wanna sing along.” In der tat bleiben diese Nummern einfach wunderbar in den Ohren hängen. Bart Crow und seinen Freunden ist mit "Desperate Hearts" ein Riesen-Album gelungen. Dank des neuen Produzenten Mack Damon und einer genauso professionellen wie unbekümmerten, frischen, vor allem Dingen sehr ausgereiften Leistung der Band ist ein weiteres Kleinod texanischer Roots-/New Country-/Countryrock-/"Red Dirt"-Musik entstanden, das die Fans in Windeseile in ihr Herz schließen werden. Hier scheint eine steil nach oben gerichtete Entwicklung angesichts ihres enormen Potenzials (wie bei der Randy Rogers Band) beinahe vorprogrammiert. Die Bart Crow Erfolgsgeschichte geht weiter! Ein tolles Album! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5586
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Driftin' in the wind
Back down
Understand
Sweet imitations
Desperate hearts
Forever

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Daniels Band, Charlie - off the grid: doin' it dylan [2014]
Der außenstehende Musikhörer wird sich vermutlich verwunderlich die Nase rümpfen. Waffennarr und Irakkriegsbefürworter Charlie Daniels versucht sich an Bob Dylan-Songs! Also an Liedern des Mannes, der eigentlich in Musikkreisen als Synonym für die große Protest-, Friedes- und Emanzipationsbewegung der Siebziger-Generation gilt. Man könnte meinen, das wäre fast so ähnlich, wie wenn George W. Bush ein Hörbuch mit Gedichten von Fidel Castro besprechen würde. Aber weit gefehlt.Bei näherem Hinsehen haben die beiden alten Recken doch einiges an Gemeinsamkeiten aufzuweisen. Was viele vielleicht nicht wissen, ist, dass Charlie zu Beginn seiner Musikerkarriere auf drei Alben von Dylan als Studiomusiker den Bass betätigte - das auf dieser CD auch vertretene "Country Pie" (hier als toller Countryfeger im typischen CDB-Stil, der seinem Titel alle Ehre macht) ist von Dylans "Nashville Skyline"-Werk, mit dem Bob sich seiner Zeit auch dem Countrygenre ein wenig nähern wollte. Beide sind ja auch glühende Vertreter des Erzählgesangs. So ist es für Daniels auch ein Leichtes, sich in die Tracks, die ja teilweise 50 Jahre auf dem Buckel haben, hineinzufinden. Sicherlich ist auch der Respekt vor der großen Leistung des Anderen eines der Hauptmotive dieses Projekts. Schon nach wenigen Momenten des herrlichen Openers "Tangled Up In Blue" (Dobro, Fiddle, Honky Tonk Piano-Solo) wird einem die Hingabe klar, mit der Daniels und seine starken Mitmusiker (Pat McDonald, Charlie Hayward, Bruce Brown, Chris Wormer, Shannon Wickline und Casey Wood) an die Sache herangingen. Mit "Off The Grid" ist hier übrigens gemeint, dass es sich um ein rein akustisch eingespieltes Album handelt. Aufgrund der herrlich klar herausgearbeiteten Instrumentalleistungen und der ungemeinen Spielfreude der Beteiligten hat das Album jedoch einen wunderbar kraftvollen Schwung, so dass zu keiner Zeit Momente von Monotonie oder Langeweile aufkommen. Im Prinzip hat man das Gefühl mit auf der großen Terasse von Charlies Farm zu sitzen. Im Hintergrund bruzzeln die fetten Steaks und in der Icebox ist für genügend kaltem Biernachschub gesorgt. Der gute Tennessee-Whiskey steht natürlich auch auf dem Tisch. Dazu musizieren die Herren mit den countrytypischen Instrumenten wie Fiddle, Dobo, Akustikgitarren, Mandolinen, Mundharmonika, etc., ergänzen sich und solieren nach Herzenslust, dass es eine reine Freude ist. Stellvertretend hierfür sei besonders das Mundharmonika-trächtige "I’ll Be You Baby Tonight" genannt, das wirklich dieses unnachahmliche Frontporch-Feeling perfekt rüberbringt. Grandios auch, wie z. B. Fiddle und Mandoline ein keltisch anmutendes Folk-Ambiente bei "Times They Are A Changin’" erzeugen. Traumhaft der funkige Groove (pumpender Bass, starke Percussion, tolles Akustikgitarrensolo, Harmoniegesänge), den die Musiker bei "You Gotta Serve Somebody" loslassen. Einfach großartig. "I Shall Be Released" wird von einem gediegenen "Sweet Melissa"-Flair begleitet (dazu eine herrlich quäkende Südstaaten-Mundharmonika). Das locker fröhliche "Mr. Tambourine Man", das seiner Zeit den Byrds zu Hit und Ruhm verhalf, wird hier von einer klirrenden, folkigen Mandoline getragen. "Hard Rain’s A Gonna Fall" zeigt, dass man auch mit rein akustischen Instrumenten eine dezente psychedelische Atmosphäre erzeugen kann, wenn nur die richtigen Musiker Hand anlegen. Das abschließende "Quinn The Eskimo (The Mighty Quinn)" serviert die Charlie Daniels Band als herrlichen Bluegrass-Cocktail, wobei der Hauptprotagonist nochmals ordentlich seine berühme Fiddle quietschen lässt. Ein fröhlicher Rausschmeißer zum Finale. Mit "Off The Grid - Doin’ It Dylan" huldigt der mittlerweile 77-jährige (!) Charlie Daniels, der sich erst kürzlich von einem leichten Schlaganfall erholt hat, eine der zu Recht mit am meisten gecoverten Musikergrößen unserer Zeit. Ein Paradebeispiel dafür, wie schön Musik auch unter kontroversest anmutenden Bedingungen verbinden kann. Robert Zimmerman alias Bob Dylan wird dieses Werk voller aufrichtiger musikalischer Zuneigung und sicherlich mit Stolz zur Kenntnis nehmen. Klasse! (Daniel Daus)

Tracklisting:

1 Tangled up in blue   4:15
2 Times they are a changin   3:23
3 I´ll be your baby tonight   3:24
4 Gotta serve somebody   5:31
5 I shall be released   4:32
6 Country pie   2:19
7 Mr. Tambourine man   4:31
8 Hard rain´s a gonna fall   4:18
9 Just like a woman   4:24
10 Quinn the eskimo (The Mighty Quinn) 3:44

Art-Nr.: 8513
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Honeybrowne - mile by mile [2008]
Hervorragendes neues Album der Texaner aus Austin, das fünfte und bislang wohl stärkste, die mit ihrem Namen seit nun schon über einem Jahrzehnt für qualitativ hochwertigen, überaus melodischen, flockigen und sehr harmonischen, von einem dezenten "Red Dirt"-Flair durchzogenen Texas Roots-Pop/-Rock/-Countryrock bürgen, der auf angenehmste Art und Weise unsere Ohren umgarnt. Seit ihrem ebenfalls schwer gelobten Vorgänger "Something To Believe In" aus dem Jahre 2005 hat es leichte personelle Umbesetzungen in der Band gegeben, die sich aber in keinster Weise negativ auswirken. Stephen Bres ersetzt Cody Banks am Schlagzeug und der vielseitige Josh Owen zeigt sich für den Gitarrensound und auch einige Tastenparts verantwortlich. Produktionstechnisch hat man diesmal auf das in Austin ansässige Multitalent Mark Addison vertraut, der sowohl beim Songwriting, als auch bei der instrumentellen Umsetzung stark involviert ist (Gitarren, Keyboards). Das Grundgerüst bilden aber nach wie vor Bassist Jake "Bass" Blackwell und natürlich der kreative Kopf der Truppe und Frontmann, Sänger und Gitarrist Fred Andrews, der wiederum allen zehn, auf dem Werk enthaltenen Kompositionen deutlich seinen Stempel aufdrückt. Los geht es mit dem großartigen, lockeren Countryrocker "Help Me Find My Way", der ganz in der Tradition des typischen Bandsounds gehalten wurde, den Honeybrowne schon seit Beginn ihrer Gründung zelebrieren: Schöne, entspannte Drums-, lockere Akustik- und Bariton E-Gitarren--Untermalung, dezente Orgel-Fills - alles in Verbindung mit einer unaufgeregten, aber wunderschönen Melodie a là Eli Young Band, Little Texas, Wade Bowen und vielleicht einem Hauch von Hootie & The Blowfish. Der leicht genäselte Gesang von Fred Andrews lässt einem unweigerlich Sänger wie Ken Block (Sister Hazel) oder entfernt auch Michael Stipe (R.E.M) in den Sinn kommen. Auffällig, dass der neue Gitarrist Josh Owen in seinem Spiel sehr viele Bariton-Töne einfließen lässt, die den Songs ein zusätzliches Retroflair verpassen, ohne allerdings dabei je "altbacken" zu wirken. Bestes Beispiel dafür ist das flockig und sehr harmonisch dahin fließende "Yesterdays News", das so richtig locker in die Beine geht. Absolut radiotauglich! Der Titelsong "Mile By Mile" weist in den Strophen balladeske Züge auf (herrliche, Gänsehaut erzeugende Akkordeonuntermalung), wobei er im Refrain mit zunehmender Emotionalität an Tempo zulegt. Ein echter Ohrwurm! Recht traditionell verwurzelten Country/Countryrock in weitest gehender Bakersfield-Tradition bietet "Bowling Green". Hier setzen Owen und Addison mit filigranen Steel- bzw. Bouzouki-Einlagen nette Zusatzakzente. Ein kleiner Fehler hat sich in der Trackliste eingeschlichen: Anders als auf dem Backcover abgedruckt, folgt zunächst mit "Trouble’s Got A Thing For Me" einer der weiteren Höhepunkte des Albums: Feine E-Gitarren-/Slideläufe, sowie Pianospiel mit etwas Honkytonk vermitteln zum lustigen Text ein bluesiges Barroom-Flair. ehe das schöne "Personal Lullaby" zu hören ist, dem die vor kurzem vollbrachte Vaterschaft von Fred Andrews und Stephen Bres als Inspirationsquelle zu Grunde liegt. Am Ende wird es dann nochmals etwas countrylastiger: "Line Sinker And Hook" (auch mit etwas Heartland-Flair) wird durch schöne weibliche "Backs" von Gastsängerin Alli Russell aufgepeppt und mit "Put That Ring On Your Finger" gibt es einen launig dahinstampfenden, Gitarren-lastigen, sehr würzig rockigen Rausschmeißer (schönes Tambourine-Rasseln am Anfang und Ende), der sicherlich zu viel Stimmung bei den anstehenden Live-Konzerten beitragen dürfte. Ein klasse Abschluss. Fazit: Honeybrowne gehen auch mit ihrem 5. Studioalbum "Mile By Mile" ihren Weg akribisch und konsequent weiter und etablieren sich immer mehr zu einer der beliebtesten Bands des texanischen Music-Circuits. Ein großes Lob an Fred Andrews & Co.! Klasse, lockere, stilvolle "Red Dirt"-flavoured Roots-Pop/-Rock/-Countryrock-Musik mit 100% Wohlfühlfaktor! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5791
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Help me find my way
Yesterday's news
Mile by mile
Love wanted
Line sinker and hook
Put that ring back on your finger

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Merritt, Tift - another country [2008]
Für die Kritiker und Genre-Medien, für ihre Fans sowieso, war und ist Tift Merritt seit ihrem Debut "Bramble rose" aus dem Jahre 2002 DIE neue Roots-/Alternate Country-/Americana-Singer-Songwriterin, deren Stern dermassen hoch und hell über der Szene leuchtet, wie es seit vielen, vielen Jahren weit und breit kein anderer tut.. Nach dem zweiten, ebenso starken Werk "Tambourine" (2004), das ihr sogar eine Grammy-Nominierung einbrachte, nahm sie sich, außer hin und wieder mit ihrer großartigen Band ein paar Gigs zu spielen, eine längere Auszeit und zog sich des öfteren in Länder fernab ihrer Heimat North Carolina zurück, in denen sie kaum einen Menschen kannte. Ein längerer Aufenthalt im französischen Paris und die damit verbundenen Erfahrungen (die Geschichte dazu kann man im Booklet nachlesen) inspirierte sie schließlich zu den meisten Songs ihres neuen, jetzt vorliegenden, treffend mit "Another country" betitelten Werkes, das ihr bis dato emotionalstes und persönlichstes ist, und schlichtweg wieder einmal zu ein Urteil zulässt: Ein Meisterwerk! Was uns diese charismatische Künstlerin beschert, ist ein traumhaft schönes Americana-Album voller Roots-, Alternate Country- und Memphis Soul-Bezüge, mit exquisiten Songs, die einerseits eine unwiderstehliche Frische und Lockerheit ausstrahlen, andererseits jedoch ohne jeden "glamourösen Pomp", trocken und auf den Punkt genau von George Drakoulias (u.a. The Jayhawks, The Black Crowes, Tom Petty) produziert wurden. Die Melodien stecken voller Faszination und bahnen sich, egal ob bei den flotten Nummern oder den so gefühlvollen Balladen, mit all ihrer Magie ihren Weg tief in unsere Gehörgänge um ein musikalisches Hochgefühl der Glückseeligkeit auszulösen. Die großartigen, sie begleitenden Musiker, -neben ihrer Touring-Band sind das beispielsweise die beiden Gitarristen Charlie Sexton und Doug Pettibone (Lucinda Williams)-, umgarnen die immense Aura dieses Ausnahmetalents zu jeder Zeit mit ihrer prächtigen, genauso unaufdringlich wie effektiv eingesetzten Spielkunst, deren Arrangements perfekt auf Tift zugeschnitten sind. Klare, erfrischende Acoustic Gitarren, trockene, würzige, aber nie zu sehr im Vordergrund auftrumpfende Electric Lead-Guitar, fein integrierte Piano- und Orgel-Additionen, eine rootsige, großartige Rhythmusarbeit, wie auch mal eine Mundharmonika, eine Mandoline oder eine genüßlich eingesetzte Pedal Steel bestimmen das jederzeit unbeschwerte, lockere Geschehen. Ob schwungvollere Nummern wie beispielsweise "Something to me" (herrlich flockige Acoustic Gitarren-Riffs, dezente Steel-Fills, eine umwerfend schöne Melodie, dazu ein dezentes, aber ganz großartiges E-Gitarren-Solo von Sexton), das grandiose "Broken" (toller Rootsrocker mit etwas Tom Petty-Feeling, trockene E-Gitarrem-Linien, abermals exzellente, im Hintergrund wimmernde Steel-Fills und eine traumhafte Melodie), "Hopes too high" (wunderbarer, ruhiger, doch locker flotter, frischer, semi-akustischer Alternate Country), "Tell me something true" (eine regelrechte R&B-/Motown-/Roots-Perle, die gar ein gewisses Diana Ross-Feeling verbreitet), und der dreckige, erdige Rootsrocker "My heart is free" (raue E-Gitarren, klasse Solo und wieder einmal eine hinreißende Melodie), oder die hingebungsvollen Balladen wie etwa das lieblich vorgetragene, exzellente Titelstück "Another country" (ruhiges Pianospiel, lockere Melodie, dezente Steelguitar, feinste E-Gitarren-Licks), der wunderschöne "blue-eyed Soul" von "Morning is my destination" (hier lässt gar eine Dusty Springfield grüssen), das fragile, semi-akustische "Keep you happy", oder das langsame, dennoch recht knackig rockende, sehr persönliche "I know what I'm lookin' for" - das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme ganz groß! Ein Sticker auf der Coververpackung untermauert mit "The most accomplished new American female singer-songwriter to emerge in a decade" noch einmal unsere eingangs erwähnte Einschätzung - und mit "Another country" hat Tift Merritt, zumindestens was die jüngere Vergangenheit angeht, den Status und die Bedeutung einer Lucinda Williams, Emmylou Harris, Patty Griffin, Sheryl Crow & Co. endgültig erreicht. Die Americana-Welt liegt ihr zu Füßen!

Art-Nr.: 5493
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Something to me
Broken
Another country
Hopes too high
My heart is free

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Merritt, Tift - home is loud ~ live [2009]
Die wundervolle Tift Merritt und ihre großartige Band (Brad Rice - Gitarre, Danny Eisenberg - Keyboards, Jay Brown - Bass, Zeke Hutchins, mit dem sie mittlerweile verheiratet ist - Drums, und als Gast Greg Readling - Pedal Steel) mit einem fantastischen Live-Album, aufgenommen am 4. Juni 2005 im North Carolina Museum of Art in Raleigh, ihrer Heimat! Welch ein herrliches Konzert, was für ein Charisma! Die Songs sind in ihren Live-Versionen, ohne auch nur im Geringsten etwas an ihrer Schönheit einzubüssen, zum Teil deutlich länger als im Studio, was ein klarer Beleg für die ausgeprägte Spielfreude und Live-Präsenz aller Akteure ist. "Home of loud" war im Spätherbst 2005 in kleiner Auflage schon einmal als "Privatpressung" erschienen, aber im Handumdrehen wieder vergriffen. Das Werk ist nun wiederveröffentlicht worden, in neuem, sehr schönem, 3-fach aufklappbarem Digipack, und mit einem bis dato unveröffentlichten Bonustrack, nämlich dem grandiosen "Bramble rose"! Warum Tift Merritt das absolute "Darling" der aktuellen Americana-/Roots-/Alternate Country-Szene ist, zeigt "Home is loud" in genauso beeindruckender wie bravouröser Art und Weise. Hinreissend! Man kann nur schwärmen...

Die komplette Setliste:

1. Write My Ticket Home (3.45)
2. Your Love Made A U-Turn (3.23)
3. Ain't Looking Closely (6.27)
4. Laid A Highway (5.00)
5. Supposed To Make You Happy (4.26)
6. Neighborhood (4.32)
7. Tambourine (6.51)
8. Shadow In The Way (8.30)
9. When I Crossover (9.02)
10. Bramble Rose (bonus track) (5.27)

Art-Nr.: 6660
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Write my ticket home
Laid a highway
When I crossover
Bramble rose

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Merritt, Tift - live from austin tx ~ dvd [2007]
Die Reihe der großartigen "Austin City Limits"-Veröffentlichungen auf DVD geht weiter! Nach und nach kommen über das amerikanische "New West"-Label in der Serie "Live from Austin TX" ausgesuchte Konzertmitschnitte in den Handel, die in Austin für die berühmte und preisgekrönte US-Live-Fernsehshow "Austin City Limits" aufgenommen wurden - und zwar als DVD, dazu teilweise parallel auch als CD! Im US-Fernsehen wurde seinerzeit jeweils lediglich ein halbstündiger Extrakt der Shows gesendet, die nun veröffentlichten Aufnahmen allerdings sind vollständig und beinhalten somit jede Menge noch niemals zuvor gehörtes und gesehenes Material! Diesmal dürfen wir an einem relativ aktuellen Event teilhaben - und was für einem herrlichen! Das vielleicht größte weibliche Talent der Rootsrock-/Americana-Szene der vergangenen Jahre, Tift Merritt, steht 20. Oktober 2005 auf der Bühne des "KLRU"-Studios und präsentiert mit ihrer hervorragenden Band ein hinreißendes Konzert mit Songs ihrer beiden bis dato veröffentlichten Alben "Bramble rose" und "Tambourine"! Hat dieses Mädel Feuer! Welch eine Ausstrahlung, welch eine Musikalität, welch eine Songwriterin, welch eine Stimme! Sie ist auf dem besten Wege, eine der ganz Große des Genres zu werden. Längst nennen sie die Fans in einem Atemzug mit Lucinda Williams, Kasey Chambers Emmylou, Sheryl Crow & Co.! Völlig zu recht! Ein wunderbares Konzert!

Die komplette Setlist (58 Min. Spielzeit):
1. Stray Paper
2. Virginia, No One Can Warn You
3. Ain't Looking Closely
4. Still Pretending
5. Supposed To Make You Happy
6. Good Hearted Man
7. Neighborhood
8. I Am Your Tambourine
9. Shadow In The Way
10. When I Cross Over

Die DVD, im übrigen im tollen 5.1 Sorround Sound, ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Auch als CD lieferbar (haben wir nicht extra in der Neuheiten-Sektion aufgeführt, ist aber bestellbar über das "reguläre" CD-Programm)!

Art-Nr.: 5341
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 18,90

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Merritt, Tift - tambourine [2004]
Gut 2 Jahre nach ihrem großartigen Debut "Bramble rose" beglückt die wunderbare Tift Merritt aus North Carolina die Roots-/Americana-Welt mit einem neuen Traumalbum! Schon damals bezeichneten wir sie als neuen, hell leuchtenden Stern am Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel, was mit "Tambourine" auf meisterhafte, sehr beeindruckende Weise seine Fortsetzung findet. Dieser Stern leuchtet heute heller, als je zuvor! Mit dem ihr angeborenen Südstaaten-Charme ausgestattet, begibt sich die begnadete Singer/Songwriterin erneut auf eine wunderbare Reise durch die musikalischen Landschaften des "Americana"-Genres. Wieder verzaubert sie uns mit 12 fantastischen Songs, deren Grenzen zwischen Rootsrock, Folk, Country, Countryrock und Alternate Country fließend ineinander übergehen, dabei diesmal aber noch, in Weiterentwicklung zu ihrem Vorgänger, zuweilen mit einer feinen Prise Memphis/Muscle Shoals-Soul, Southern-Gospel-Blues und Good Time Rock'n Roll-Drive ergänzt werden. "Tambourine is a blow-out of gritty defiance and therapeutic honesty, a sexy, energetic roots rock record with healthy doses of Muscle Shoals soul and hints of country", ist auf ihrer Website treffend nachzulesen. Die im Vergleich zum Vorgänger insgesamt etwas flotteren Songs stecken durch und durch voller excellenter Melodien, die den Zuhörer unmittelbar in ihren Bann ziehen. Dazu die frischen Arrangements aus einem herrlichen Gitarrensound und Tift's unwiderstehliche, kräftige, klare, aber gleichzeitig immer rootsig wirkende, reine Stimme. Alles paßt wunderbar zusammen und kommt völlig natürlich, sehr authentisch und voller Herz und Seele rüber. Auch die erlesene Schaar von Musikern, die mit ihr das Album einspielten, trägt natürlich dazu bei. Da haben wir Mike Campbell (Tom Petty's Heartbreakers) an der Lead-Gitarre, Neal Casal (Gitarre), Don Heffington (Emmylou Harris, Lone Justice) am Schlagzeug, Lance Morrison (Bass), eine prächtige Background Gesangs-Fraktion um Gary Louris (Jayhawks) und Maria McKee, sowie als weitere Gäste beispielsweise Benmont Tench (Keyboards) und Robert Randolph (Pedal steel)! Ein paar Songbeispiele: Das Album beginnt mit einer traumhaft schönen, von herrlichen Acoustic-Riffs und ungemein frischem, gefälligem und lockerem Lead-Gitarrenspiel geprägten Rootsrock-/Americana-Rock-Nummer, die irgendwie wirkt, als sei sie in einer gemeinsamen Session der Jayhawks und Sheryl Crow entstanden. "Stray paper" heißt der Song! Einfach herrlich! Enthält ein großartiges, variantenreiches E-Gitarrensolo von Mike Campbell! Weiter geht's mit dem knackigen, schwungvollen, wie Öl runter gehenden, voller Tom Petty-Flair steckenden Rootsrocker "Wait it out". Kann ein sonniges Westcoast-Feeling nicht von der Hand weisen, und wirkt dennoch trocken! Tolle Gitarren, eine bestens integrierte Hammond Orgel und ein guter Drive bestimmen das Arrangement! Es folgt mit "Good heartet man" eine hinreißende Midtempo Americana-Nummer, die voller herrlichem Muscle Shoals-/Memphis-/Gospel-Soul steckt, hauptsächlich ausgelöst durch den tollen Rhythmus, das dezente E-Piano und die bestens integrierten, niemals zu aufdringlich wirkenden Bläser. Sie trifft diesen schmalen Grat zwischen Americana und Southern-/Memphis-Soul traumhaft sicher! Toller, lässiger, dennoch kräftiger, sexy rüber kommender Gesang, entfernt vielleicht sogar ein wenig an Dusty Springfield erinnernd. Das anschließende, flockige Rootsrock-/pop-Stück "Ain't looking closely" ertönt, nicht nur wegen des Background Gesangs von Gary Louris, in allerbester Jayhawks-Tradition, ehe sie mit "Still pretending" eine wunderbar melodische, leicht nostalgisch angehauchte, voller Soul- und Blues-Feeling steckende Ballade vorträgt. Ganz stark auch das groovende, leicht funky angehauchte, rootsige "Your love made a u-turn", die himmlische, schier Gänsehaut erzeugende, mit tollen Acoustic Riffs und herrlich entspannter E-Gitarre ausgestattete Ballade "Plainest thing", der gut abgehende Good Time Roots-Rock'n Roller "I am your tambourine" und der herausragende, lässige, lupenreine Midtempo Countryrocker "Laid a highway"! Welch eine Traumnummer! Eine unnachahmlich schöne Melodie, ein wundervolles, klares, sauberes und frisches Arrangement aus transparenten Gitarren, der flockige Rhythmus - all das jagt einem einen Schauder der Verzückung über den Rücken und erinnert an allerbeste Tage einer frühen Emmylou Harris! So besticht dieses Album durch ein ausgewogen hohes Niveau von vorn bis hinten und weist auch nicht den Hauch eines schwachen Momentes auf! Tift Merritt spielt längst in der obersten Liga der Kasey Chambers, Emmylou Harris, Julie Millers, Lucinda Williams, Sheryl Crows und Linda Ronstadts mit, und zwar ganz vorne! Man kann sich der Schönheit dieser Songs und der charismatischen Ausstrahlung dieser Dame einfach nicht entziehen. Es war das Fazit des Debutalbums und es ist das erneute: Brillant! Eines der Genre-Heighlights des Jahres!

Art-Nr.: 2703
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Mountain - masters of war [2007]
Mountain, obwohl in ihrer Blütezeit gerade mal knapp 3 Jahre existent (gegründet 1969, trennte man sich 1972 schon wieder), gehören zweifelsfrei zu den wenigen, raren, ganz wichtigen Bands ihrer Zeit, die mit ihrem, von unverkennbaren Identitätsmerkmalen geprägten, massiven Power-Bluesrock die damalige und heutige Rockmusik nachhaltig prägten und beeinflussten. Ihr Platz in den Geschichtsbüchern ist ihnen sicher. Songs wie beispielsweise "Mississippi queen" "Nantucket sleighride" und "Theme from an imaginary western" sind unvergessene Meilensteine der Rockmusik! Nach dem Split der Band und vielen anderen Projekten der einzelnen Mitglieder fanden sich nach Leslie West und Corky Laing (Felix Pappalardi wurde 1983 von seiner Frau erschossen) immer wieder einmal zusammen, um unter dem Namen "Mountain" auf Tour zu gehen und das ein oder andere Werk einzuspielen. Auch heute noch sind sie stetig aktiv (Leslie West darüber hinaus mit seinen prächtigen Soloprojekten)! Nun liegt das brandneue Album vor - und was für eines! Irgendwann einmal in den letzten Jahren während der ausgeprägten Tour-Aktivitäten registrierte Leslie West Neil Young's Coverversion von Bib Dylan's "Blowin' in the wind", was ihn dazu veranlasste diesen Song in einer akutsischen Version in den Mountain-Shows zu integrieren. Der Gedanke, ein Tribute-Album, ausschließlich mit Dylan-Songs aufzunehmen, war geboren! Hier ist das Resultat - und "wow", es kann sich wahrlich sehen lassen. Elf ausgesuchte Dylan-Klassiker haben sich Leslie West (schon beim letztjährigen Soloalbum "Blue me" war es sehr auffällig: Der alte Haudegen ist prächtig bei Stimme, röhrt wie in allerbesten Tagen) und Corky Laing vorgenommen, um diesen Songs mit ihrer unverwechselbaren Eigen-Charakteristik den typischen Mountain-Stempel aufzudrücken. Das Material klingt nun fast, als stamme es aus Leslie West's Feder: Massiver, harter, lauter Heavy-Bluesrock voller massiver, fetter Gitarren-Vehemenz! Unterstützt werden sie dabei von ein paar hochkarätigen Gästen, wie beispielsweise Ozzy Osbourne, der sich mit Leslie West im Duett den Lead Gesang bei einer fulminanten, großartigen Version von "Masters of war" teilt, Blues-Gitarrenmeister Todd Wolfe auf 3 Stücken, sowie Gov't Mule's Saitenmagier Warren Haynes mit exzellenter Lead Gitarren-Arbeit bei "Serve someday" und "The times they are a-changing"! Ausgesprochen stark beispielsweise auch die satte Heavy-Version von "Blowin in the wind" mit den glühenden Gitarren, das wunderschöne "This heart of mine", ein kochendes "Subterranean homesick blues" und ein prachtvolles, lautes, krachendes, von psychedelischen Gitarren, massiven Riffs und donnernden Drums umgebenes, von Leslie West inbrünstig "geröhrtes" "Mr. Tambourine Man"! Sehr interessant auch "Like a rolling stone", das Corky Laing völlig alleine interpretiert, lediglich bestehend aus fulminantem Drumming und einer Art Sprechgesang! Dylan-Songs im "Mountain-style"! Tolle Idee, die diese Veteranen perfekt umgesetzt haben! Exzellenter, satter Sound - klasse produziert von West! Ein prächtiges Teil!

Das komplette Tracklisting:
1. Masters Of War - 4.38
2. Serve Somebody - 3:55   
3.   Blowin' in the Wind [Heavy] - 5:37   
4. Everything Is Broken - 4:09   
5. Highway 61 Revisited - 3:27   
6. This Heart of Mine - 3:56   
7. Subterranean Homesick Blues - 4:20   
8. The Times They Are A-Changin' - 4:59   
9. Seven Days - 3:29   
10. Mr. Tambourine Man - 5:31   
11. Like a Rolling Stone - 3:29   
12. Blowin' in the Wind [Acoustic] - 3:56

Art-Nr.: 5128
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Potter, Grace and the Nocturnals - nothing but the water ~ limited edition mit bonus live dvd [2006]
Limited Edition mit Bonus Live-CD! Eine fantastische, neue Band sorgt momentan in den Staaten mit ihrem genauso unbekümmerten und zwanglosen, wie musikalisch überaus versierten, unwiderstehlichen, groovenden, "heißen" Roots-Blues-Mix für mächtig Furore! Nicht nur ihr prächtiges Debut-Album "Nothing but the water", sondern vor allem auch ihre grandiosen Live-Auftritte reißen die einschlägige Presse und Musikerkollegen zu Jubelstürmen hin! Ihre jetzt schon riesige Fanschar wächst in Windeseile, - viel umjubelte Auftritte als Support-Act für Bands wie die North Mississippi Allstars, Big Head Todd And The Monsters, die Derek Trucks Band, die Dave Matthews Band, Buddy Guy und viele andere verzückten die Fans, - ein großartiger Gig im Rahmen des diesjährigen Bonnaroo-Festivals sorgte für erneutes Aufsehen: Die Rede ist von Vermont's Grace Potter and the Nocturnals! Zentrale Figur und Frontfrau des Quartetts ist die erst 22-jährige Grace Potter, offenbar ein musikalisches Naturtalent! Was sie bereits drauf hat, ist alles andere als alltäglich: Eine ungemein starke Songwriterin, eine Virtuosin an der Hammond Orgel und am Piano, Gitarristin, eine überaus charismatische, genauso lockere wie professionelle, durchaus auch von einem gewissen Sex-Appeal begleitete Stage-Performance und eine Wahnsinns-Sängerin mit einer schier atemberaubenden Stimme (Röhre), die Vergleiche zu Aretha Franklin, Janis Joplin, auch Lucinda Williams, vor allem aber zu Susan Tedeschi und Bonnie Raitt unerläßlich macht. Vielleicht klingt ihr Organ auch wie eine Mischung der vorgenannten Hochkaräter, auf jeden Fall aber kann sie mit ihnen locker mithalten, ja stellt sie fast in den Schatten! Sie trifft auch live jeden Ton, und das bei einem unglaublich emotionalen, aus tiefster, inbrünstiger Seele "herausgedrückten", rauen, kraftvollen, dreckigen, aber auch absolut melodischen, schönen, wenn nötig sogar sehr weichen, warmherzigen Gesangsstil! Viel Gefühl und Spirit pur! Doch, und nur so kann es funktionieren, sie hat natürlich auch eine ebenso adäquate, kompetente Band im Rücken, über dessen großartigen Lead-Gitarristen Grace selbst in einem kürzlich geführten Interview euphorisch und stolz zugleich schwärmte: "Our guitarist Scott Tournet is the next Jimmy Page, you heard it here first". Aber auch Bassmann Bryan Dondero und Drummer Matt Burr verstehen ihr Handwerk - ohne jeden Zweifel! Neben den bereits genannten Künstlern auch beeinflußt von so unterschiedlichen alten und jungen Bands wie Led Zeppelin, The Band, Little Feat, JJ Cale, Tom Petty, Norah Jones, Wilco und My Morning Jacket gelingt ihnen eine wunderbare, voller Soul steckende, überaus inspirierte, viel Southern-Flair und Swamp-Feeling versprühende, teils auch dezent Funk-, Gospel- und Americana-tangierte, jammig veranlagte Groove-/Roots-/Blues-/Bluesrock-Musik, von der sofort eine unmittelbare Faszination ausgeht. Selten aggressiv rockend, zumindestens nicht bei den Studiostücken, herrscht eher eine vermeintlich entspannte, ja intime Atmosphäre. Dennoch versprüht die Band jede menge Energie, allein schon durch Potter's fulminanten Gesang! Dazu spürt man zu jeder Minute eine immense Spannung aufbauende, drückende unterschwellige Schwüle! Toller, kompakter Bandsound aus prächtigen Keyboards, exzellenter Percussion, erstklassigen Gitarreneinlagen und groovendem Bass! Starkes E-Piano, Dobro-ähnliche Acoustic-Gitarre, lässige. aber würzige Gitarren-Licks und Grace's inspirierter, herrlicher Gesang bestimmen das großartige, stark an Bonnie Raitt erinnernde Eröffnungsstück "Toothbrush and my table", für das sie sogar schon eine "Jammy"-Nominierung einheimsten. Trotz des relaxten Feelings spürt man sofort diese bereits erwähnte Schwüle und Energie. Klasse Percussion, herrlicher Groove! Etwas flotter, aber immer noch recht lässig, wird's bei dem auf einem tollen Hammond Orgel-Teppich "ausgelegten", von wunderbar würzigen E-Gitarren-Licks begleiteten, voller Southern Soul steckenden, bluesigen Rootsrocker "Some kind of ride". Grace's unwiderstehlicher Gesang, die wohlige Hammond Orgel im Background, wunderbar transparente E-Gitarren-Fills, eine zunächst voller Harmonie steckende Ruhe, die im Verlauf der Zeit jedoch durch ein knackig einsetzendes Schlagzeug eine gewisse Dynamik erfährt, wieder diese spürbare Inspiration, dieser "Soul" und eine traumhafte Melodie geleiten uns anschließend durch die hinreißende Roots-/Blues-Ballade´"Ragged company", gewürzt sowohl mit einem tollen Orgelsolo, als auch mit einem herrlich rootsigen E-Gitarrensolo! Bärenstark! Wie auch das semi-akustische, rootsige, bluesige, flotte "Left behind", der ruhige, aber drückende, viel Gospel-Feeling versprühende, funkig groovende Delta-Blues "Treat me right", das forsche, Slide-getränkte, swampig rockende und brodelnde "Sweet hands", der voller unterschwelliger Power steckende, toll groovende Americana-/Roots-/Bluesrocker "Joey", u.s.w., u.s.w., bis das Album schließlich mit dem famosen, sehr melodischen, voller Southern-/Gospel-Soul steckenden Blues-/Rootsrocker "Nothing but the water" endet, bei dem die Band nochmal ihr ganzes, großes Können offenbart, inklusive toller Orgel-Passagen und großartiger Lead Gitarren-Läufe! Als wenn das noch nicht alles wäre, wird bei dieser limitierten Ausgabe des Albums auch gleich noch eine grandiose, immerhin 36 Minuten lang laufende Live-DVD mit 5 Songs ihres großartigen Konzertes aus dem "Higher Ground Ballroom" in Burlington/Vermont vom 15. Oktober 2005 mitgeliefert. Und live rockt die Band noch deutlich feuriger! Grace's Stimme kommt hier fast noch besser, was nachhaltig beweist, welch begnadete Sängerin sie ist. Unglaublich, wie präzise, kraftvoll, gefühlvoll und dreckig zugleich sie ihre Vorträge bringt! Was für eine Ausstrahlung! Zudem spielt sie Keyboards, Acoustic Gitarre, Tambourine und bewegt sich, als habe sie schon zig Jahre Bühnenerfahrung! Zu hören und sehen (film- und sound-technisch toll in Szene gesetzt) gibt's 3 Songs des Albums ("Joey" - viel mehr Power, als die Studiofassung. die Band weitet den Song gekonnt auf eine Länge von 8 Minuten aus; "Left behind", ebenfalls mehr "Pfeffer" als im Studio; "Nothing but the water" - 10 Minuten-Fassung, zunächst Grace solo, nur mit dem Tambourine bewaffnet, voller Inbrunst und mit purer Magie singend, dann die Band einsetzend, mit herrlichem Groove und einem grandiosen Gitarrensolo des Meisters Scott Tournet), sowie zwei "neue" Stücke ("Here's to the meantime" - swampig, bluesig, rockig, mit glühender Bottleneck/Slide, schönen Acoustic-Riffs und einem guten Drive; "Over again" - bluesiger, dreckiger Rootsrocker mit klasse Hammond-Basis und ausgedehnten Neil Young-/Crazy Horse-like E-Gitarren-Läufen)! "One of the most soulful new bands around", attestiert die große Bonnie Raitt auf dem aufgeklebten Cover-Sticker! Uneingeschränkte Zustimmung! Was steckt in dieser Truppe für ein Potential. "Nothing but the water" ist sicher erst der Anfang! Feinster, jammiger, inspierierter Roots-Blues-Groove-Rock, der, ist man erstmal infiziert, einen nicht mehr loslässt! Die DVD ist im übrigen "code free" und läuft somit auf jedem DVD-Spieler!

Art-Nr.: 4411
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Some kind of ride
Ragged company
Sweet hands
Joey
Nothing but the water

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Selby, Mark - nine pound hammer [2008]
Wow! Nach einigen Acoustic-Ausflügen ist der Mann aus Oklahoma mit einem elektrischen Meisterwerk zurück - und was für eines! Bärenstark! Dreckiger, zündender Roots-/Bluesrock mit ungemein viel "Feeling"! Grandioses Songmaterial, prächtiger Gesang, meisterhaftes Lead-Gitarrenspiel von Selby - und immer eine angenehme, wunderbar hängen bleibende Melodik! Herrlich, wie man den "Staub" in dieser Musik spürt, diese unterschwellige, drückende Schwüle, die Intensität, ebenso wie eine stets präsente, wohl duftende Southern-Brise! Mark Selby gilt, ähnlich wie Tom Hambridge, in der amerikanischen New Country- und Americana-Welt, vor allem auch in Nashville, als einer der angesagtesten Songwriter für die dortigen Größen. Unzählige seiner Songs wurden zu Hits! Doch in seiner "Freizieit" ist es seine Berufung selbst Musik zu machen - und dort gehört seine Liebe eindeutig dem Roots- und dem Bluesrock. Selby ist ein absolutes Allround-Talent. Er ist nicht nur ein "Star" unter den amerikanischen Songwritern, nein, der Mann ist ein großartiger Sänger, ein charismatischer Performer und vor allem ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen versiertes, glühendes Spiel so manchen der vermeintlich etablierten Gitarrenheroes ganz alt aussehen lässt. Für sein neues Werk "Nine pound hammer" hat sich Selby im Sommer 2007 für einige Wochen in die Berge Colorados zurückgezogen um zusammen mit seiner Ehefrau Tia Sellers, ebenfalls eine in Nashville total angesagte und erfolgreiche Songwriterin, an dem neuen Material zu feilen. Herausgekommen sind wahre Songperlen des Roots-/Bluesrock, die Selby ohne jeden aufgemotzten Schnickschnak, erdig, direkt und ungeheuer intensiv mit seinen beiden großartigen Mitstreiten Charles Anderson am Bass und Daryl Burgess am Schalgzeug in Trio-Besetzung eingespielt hat. Was für wunderbare Grooves, welch (bei aller Wahrung des rootsigen "Drecks") herrliche Melodien, was für facettenreiche, mal lockere, mal regelrecht überkochende, glühende Gitarrenläufe! Seine Einflüsse von J.J. Cale über John Hiatt bis hin zu Stevie Ray Vaughan kombiniert er auf grandiose Art und Weise mit seinen eigenen Ideen! Ein kurzes, dreckiges Slide-Lick, trockene E-Gitarren-Riffs, dann eine dumpf, wie ein "Nine pound hammer" donnernde, drückende Bass-Drum in Verbindung mit einem Tambourine, der Drive nimmt zu, Selby's großartiger Gesang setzt ein - und schon ist der baumstarke Opener, das Titelstück, in vollem Gange: Ein gewaltig groovender, toller, kraftvoller, pulsierender Roots-/Bluesrocker von einer Klasse und mit einem Feeling, das sowohl die Freunde eines John Hiatt, eines David Grissom und dessen einstiger Band Storyville, eines Stevie Ray, bis hin zu Gov't Mule (!) begeistern dürfte Brillantes Gitarrenspiel mit Dual-Leads und Parallelgesang, sowie mit herrlich variablen Läufen! Weiter geht's mit dem nicht minder starken, von kochenden Riffs und dezenten Funk-Lines umsäumten Bluesrocker "I should know better", dessen Rhythmus prima in die Beine geht. Irre starkes, vielseitiges, immer wieder von kleinen, versteckten, dennoch markanten Raffinessen geprägtes Gitarrenspiel des Meisters, erneut ein klasse Groove und exzellenter, souliger, weiblicher Background-Gesang sorgen für eine würzige, aufgeheizte Szenerie. Stark auch die kurzen Slidepassagen! Locker, dabei sehr emotional, dennoch kraftvoll und vor allem ungemein erdig (herrliches Desert-Flair), bringt Selby den folgenden, prächtigen Rootsrocker "Cold one closin' in" zu Gehör, dessen großartige Melodie, dieses Americana-mässige "Ghost Town"-Feeling und tollen Gitarrenläufe sich lässig und unwiderstehlich in unseren Ohrmuscheln tummeln. Das Gitarrensolo ist famos! Der nächste Knüller steht mit dem überragenden "Buck-fifty & a flat-head Ford" auf dem Programm: Dreckiger, groovender, rauer, aber wunderbar melodischer, rootsiger Swamp-/Blues-/Southern Rock voller Lynyrd Skynyrd-Flair, aber auch mit Spuren von Little Feat oder den Radiators! Wirbelt den Staub in den Deltas gehörig auf und lässt die Sümpfe brodeln. Tolles Zusammenspiel von trockenem Dobro, kochenden Riffs, groovenden Rhythmen und glühenden Slide-Ausflügen! Und bei dem straighten, fetten "Leveler, reveler" gibt Selby danach einen abgehenden Bluesrocker zum Besten, der Kollegen wie den Buddaheads, Indigenous oder Joe Bonamassa in nichts nachsteht! So geht das munter weiter: Ob auch mal mit einem wunderbaren, hypnotischen Slow-Blues ("Baby I do"), dem dreckigen, irgendwo zwischen ZZ Top und John Lee Hooker angesiedelten, astreinen Bluesrock-Boogie "Sure hope it ain't a train" (was für eine glühende Lead Gitarre), dem AC/DC-like Rock-Kracher "Dangerous game", oder der traumhaft melodischen, wunderschönen Roots-/Blues-Ballade "Guitar in the rain" - Mark Selby zaubert ein Highlight nach dem nächsten aus dem Ärmel! Erstklassig produziert hat das Werk wieder, wie schon seine früheren Alben, sein alter Spezi Brent Maher (in Zusammenarbeit mit Selby selbst), einer der absoluten Star-Produzenten Nashville's! "Nine pound hammer" ist so etwas wie der legitime Nachfolger zu Selby's 2002er-Knüller "Dirt" - und der Meister hat es geschafft die damals schon gewaltig hohe Messlatte nochmal locker zu überspringen. Mitreißender, intensiver und prächtig hängen bleibender Roots-/Bluesrock von meisterlicher Qualität!

Art-Nr.: 5582
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Nine pound hammer
Cold one closin' in
Buck-fifty & a flat-head Ford
Sure hope it ain't a train
Dangerous game
Guitar in the rain

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