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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Green, Pat - wave on wave [2003]
Für "big waves" hat Pat Green, der kultige Texaner aus Waco, bereits mit seinem letzten Album "Three days" gesorgt, das ihm, völlig zu recht, mit "Carry on" einen Riesenhit in den Biillboard-Country-Singles-Charts bescherte, ebenso wie einen Top 10-Erfolg in den Country-Album Charts und nicht zuletzt sogar 2 Grammy-Nominierungen einbrachte. In Texas ist er aus der dortigen Countryszene nicht mehr wegzudenken, gehört dort zu den absoluten Stars. Doch nun scheint das Eis für eine Karriere über die örtlichen Grenzen hinaus endgültig gebrochen. Mit seinem neuen Album "Wave on wave" macht er da weiter, wo er mit "Three days" aufhörte. Vielleicht kann man sein neues Material als noch etwas rockiger einstufen, was dem erdigen Sound sehr gut bekommt. Gleichzeitig sind seine Songs noch kompakter, noch besser geworden. Dabei bewahrt er stets eine gewisse rauhe Grundnote, schafft es parallel dazu aber, seinen zumeist dynamischen Songs eine lässige Coolness, einen großartigen Fluß und wirklich klasse Melodien zu verpassen. Das ist kraftvoller, zuweilen robuster, ordentlich knackiger Guitar-driven, Texas-rockin' Country/New Country voller Energie. Pop Gesülze oder balladeken "Schmalz" sucht man hier vergeblich. Man spürt jederzeit den trockenen, texanischen Staub. Dennoch klingt die Musik von Pat Green nicht zu "fremd" für Nashville-Radio gewohnte Country-Ohren. Hat etwas von Chris Knight, Joe Ely und einem rootsigen Radney Foster, vielleicht auch mal von einem Merle Haggard, dabei aber nie die traditionell verwuzelten Pfade texanischer Countrymusic, z.B. ala Willie Nelson, verlassend. Er bleibt immer in der Country(rock)-Spur! Die Songs stecken zumeist voller Power, sind ausgestattet mit herzhaften, angerockten Gitarrenriffs, oft auch tollen, rootsig, dreckigen Soli und zeichnen sich gleichzeitig durch eine angenehme, lockere Unberschwertheit aus. Aufgenommen hat Green das Material mit seiner 6-köpfigen, großartigen Live-Band, wobei schon einmal 3 Gitarristen gleichzeitig zum Einsatz kommen können. Dazu hören wir Fiddle, Mandoline, Steel, Banjo, Orgel,... - alles, was das Texas Country-Herz begehrt. Los geht's mit dem sehr starken, trockenen, sehr riffigen, fetzigen Uptempo-Countryrocker "Guy like me", eingepackt, ohne das dabei die Melodie zu kurz kommt, in einem Mantel aus dreckig rockenden E-Gitarren, inklusive zweier feuriger (Slide)Gitarren-Soli. Das folgende "Poetry" ist eine knackige Midtempo-Nummer in bester Chris Knight-Manier. Rootsige Basis, starke Melodie, feines Piano, schöne Steel, klasse Fiddle... - alles das läßt ein so markantes, tolles Lonestar State-Feeling entstehen, wie es eben nur die Texaner selbst hinbekommen. Herrliche Mondolinenklänge, ein lässige Banjo in Verbindung mit rhythmischer Acoustic Gitarre und eine dezente Fiddle im Hintergrund bilden den Einstieg zu dem leicht bluesig, swampig wirkenden, aber dennoch wieder typisch texanischen, satten Countryrocker "Wrapped", während das, erneut sehr satte, äußerst knackige, "fleischige" Titelstück "Wave on wave" bereits auf dem Weg ist, verdientermaßen Pat Green's nächster großer Git zu werden. Fettes Drumming, toller Rhythmus, klasse E-Gitarren, eine schöne Hammond im Background und kräftiger Gesang paaren sich mit einer großartigen Melodie! Wirkt trotz seiner Power sehr relaxt! Klasse auch der im Ohr hängen bleibende Countryrocker "California", die etwas an Guy Clark erinnernde Fiddle- und Steel-getränkte Midtempo Singer/Songwriter-Nummer "Sing 'til I stop crying", das flotte, lockere, flockige, wie geschmiert abgehende "All the good things fade away", das voller Radney Foster-Flair steckende "Run" mit seiner schönen Baritone E-Gitarre, und das rootsige, rhythmische, groovende "Elvis", bei dem unter anderem die alten Texas-Haudegen Ray Benson (Asleep At The Wheel) und Willie Nelson gesanglich mit aushelfen. Über 54 Minuten beste Pat Green-Unterhaltung! Rootsiger Texas-Countryrock, der sich die Tür nach Nashville offen läßt, ohne sich dabei im Einheits-Maistream zu verlieren. Pat Green kriegt das prächtig hin! Klasse Album! Laßt die Pat Green-"Welle" auf euch überschwappen...

Art-Nr.: 1986
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Phish - chicago '94 [2012]
6 CD-Set! Klasse 6 CD-Box der legendären Jamrock-Formation mit 2 kompletten Konzerten, die die Band im Jahre 1994 im Chicagoer UIC-Pavillion gegeben hat, und zwar am 16 August 1994 und am 25. November 1994.

Aus der Original-Produktbeschreibung:
Two shows from Phish's 1994 tour from two separate stops at the UIC Pavilion in Chicago that year, June 18 and November 25. Paul Languedoc's stereo soundboard mixes re-mastered by Fred Kevorkian carry the power of these special shows to listeners' ears eighteen years later. The shows are presented here with new artwork by longtime collaborator and Chicagoan Jim Pollock. Chicago '94 contains nearly six hours of music performed at both shows for a total of 43 songs, including material from the UIC sound checks. The 6-CD boxed set is essential listening for any Phish fan.

Disc One
6/18/94 Set I
1. Wilson > (5:11)
2. Rift (5:55)
3. AC/DC Bag > (6:31)
4. Maze (11:22)
5. The Mango Song > (7:26)
6. Down With Disease > (7:15)
7. It's Ice > (8:38)
8. Dog Faced Boy (2:18)
9. Divided Sky (14:34)
10. Sample In A Jar (5:13)

Disc Two
6/18/94 Set II
1. Peaches en Regalia > (4:05)
2. David Bowie (18:27)
3. Horn > (4:07)
4. McGrupp And The Watchful Hosemasters > (9:05)
5. Tweezer > (14:15)
6. Lifeboy (8:23)

Disc Three
6/18/94 Set II
1. You Enjoy Myself > (20:58)
2. Chalk Dust Torture (7:21)
Encore:
3. Bouncing Around The Room > (3:39)
4. Tweezer Reprise (3:19)
Filler - 6/18/94 Soundcheck:
5. All Things Reconsidered (3:34)
6. How Many More Times (3:51)
7. Poor Heart (2:22)

Disc Four
11/25/94 Set I
1. Llama (5:35)
2. Guelah Papyrus (5:46)
3. Reba (14:08)
4. Bouncing Around The Room (3:40)
5. Split Open And Melt (11:15)
6. Esther > (8:49)
7. Julius (7:27)
8. Golgi Apparatus (4:47)

Disc Five
11/25/94 Set II
1. 2001 > (4:51)
2. Mike's Song > (7:23)
3. Simple > (14:23)
4. Harpua > (15:59)
5. Weekapaug Groove > (10:31)
6. The Mango Song > (7:23)
7. Purple Rain > (5:43)
8. Hold Your Head Up (1:06)

Disc Six
11/25/94 Set II
1. Run Like An Antelope (13:11)
Encore:
2. Good Times Bad Times (5:55)
Filler - 11/25/94 Soundcheck:
3. Chicago '94 Soundcheck Jam > (8:23)
4. Dog Log (4:58))

Art-Nr.: 7875
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 33,90

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