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Abbott Band, Josh - front row seat [2015]
Einfach grandios! Die Josh Abbott Band auf dem kreativen Höhepunkt ihrer Karriere. Mit "Front Row Seat" präsentiert das aus Lubbock, Texas, basierende Sextett, bestehend aus Bandleader Josh Abbott (lead vocals, acoustic guitar), Austin Davis (banjo), Preston Wait (fiddle, mandolin, electric/acoustic guitar), Caleb Keeter (lead guitar), Eddie Villanueva (drums) und James Hertless (bass, background vocals) ein Konzeptalbum, das chronologisch das Scheitern von Abbotts erster Ehe aufarbeitet. Das gesamte Werk, sowohl gestalterisch (tolles Cover-Artwork mit 28-seitigem Booklet, das natürlich alle Texte und Infos, sowie Bilder der Band in Theateratmosphäre beinhaltet), als auch musikalisch, wurde als eine Art Theateraufführung inszeniert: Insgesamt 16 Stücke (hier als Szenen bezeichnet), thematisch fünf Akten Exposition, (Schaustellung), Incitation (Ansporn), Intimacy (Vertrautheit), Dissolution (Zerfall) und Aftermath (Folgen) zugeordnet. Der erste Akt charakterisiert den jungen unbekümmerten, noch allein stehenden Abbott, der das Leben genießt, wie es kommt. Die drei Songs "While I'm Young", "I've Beeen Known" und "Live It While You Got It" bieten positiv gestimmten Red Dirt Countryrock, wie man ihn von der Eli Young Band und Randy Rogers Band zu ihren Anfangstagen kennt. Banjo und Fiddle, die im gesamten Album immer wieder eine zentrale Rolle einnehmen, werden relativ zentral und fröhlich eingesetzt. Akt 2 beschreibt die Kennenlernphase, beinhaltet u. a. mit "Wasn't That Drunk" ein fantastisches Duett mit Carly Pearce, die hier auf Augenhöhe, der früheren Gesangspartnerin von Abbott, Kacey Musgraves, in typisch texanischer Manier, bestens die Stirn bietet. Klasse auch das aus der Feder von Jay Clementi, Chase Yudkin und Radney Foster stammende "If It Makes You Feel Good", das Fosters typisch dezent introvertierte, aber überaus melodische Songwriting-Handschrift deutlich offenbart. Toller Song! Im dritten Akt wird dann der Beziehungsverlauf mit den "Crazy Things", die man dann plötzlich in der Retrospektive so gemacht hat, zunächst in positiver Weise gezeichnet. Schön, das von trockenem Banjo und Gypsy-mäßiger Fiddle geführte, sehr eingängige "Kisses We Steel" (starke E-Gitarren/Fiddle-Solo-Kombi). Im Part des bitteren Scheiterns ("This Isn't Easy - Her Song" - mit herrlicher Mandoline) ändert sich die Musik in deutlich nachdenklichere, pessimistischere Sphären, vor allem durch Preston Waits zunehmend trauriger gespielte Fiddle authentisch dargeboten. "Born To Break Your Heart" lautet letztendlich dann Abbotts selbstkritisches Resümee. Der Schlussakt wird dann von einem düsteren Intro eingeleitet, das in die ungemein emotionale Single "Amnesia" übergeht, in der Abbott sich eine Gedächtnislücke herbeiwünscht , um das Geschehene ungeschehen zu machen, bzw. vergessen zu können. Ein starker, melodischer, für Abbott-Verhältnisse rockiger Track, sicherlich der emotionale Höhepunkt des gesamten Werkes. Am Ende sieht sich der Protagonist wieder mit dem Alleinsein konfrontiert. Passend dazu wird der finale Song "Anonymity" dann auch von Josh solo, nur zu Klängen seiner Akustikgitarre performt. Ein mitnehmeder Abschluss. Mit "Front Row Seat" von der Josh Abbott Band erhält der Hörer einen packenden Seelenstriptease ihres Bandleaders, der authentisch (wirklich überhaupt nicht aufgesetzt wirkend) und musikalisch in traditionellem Red Dirt-/Americana-/Country-Ambiente wunderbar in Szene gesetzt wurde (wie bereits angedeutet, ganz viele tolle Saiteninstrument-Einlagen mittels Banjo, Fiddle, Mandoline, Steel-, Akustik- und E-Gitarren). Respekt auch an das Vertriebs-Label Thirty Tigers, das mal wieder keine Kosten und Mühen gescheut hat, solch ein individuelles Werk zu protegieren. "Front Row Seat" der Josh Abbott Band dürfte somit ganz vorne in erster Reihe stehen, wenn es um die besten Country-/Red Dirt-Alben des Jahres geht! Ein beeindruckendes Gesamtkunstwerk! Ganz großer Respekt in allen Belangen Mr. Abbott! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. While I'm Young - 3:20
2. I've Been Known - 4:03
3. Live It While You Got It - 2:47
4. Wasn't That Drunk (with Carly Pearce) - 3:43
5. Kiss You Good - 2:33
6. If It Makes You Feel Good - 3:39
7. Crazy Things - 3:25
8. Front Row Seat - 3:46
9. Kisses We Steal - 3:24
10. Born to Break Your Heart - 3:21
11. Ghosts - 4:15
12. This Isn't Easy (Her Song) - 3:28
13. Intro: A Loss of Memory - 1:26
14. Amnesia - 3:33
15. Autumn - 4:11
16. Anonymity - 4:20

Art-Nr.: 9028
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
While I'm young
I've been known
Wasn't that drunk
Crazy things
Kisses we steal
Born to break your heart
Ghosts
Autumn

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Abbott Band, Josh - she's like texas [2010]
Ungemein frisch, schön knackig, locker, spritzig, aufgenommen in einem glasklaren, saftigen Sound: Die Josh Abbott Band mit einem herrlichen, traumhaft melodischen Countryrock-Juwel, das wie selbstverständlich die Trademarks der goldenen Countryrock-Tage der Siebziger (Poco, Eagles), traditionelle Countrywurzeln und die kernigen, würzigen Charakteristika der rockigen Texas/Oklahoma-Red Dirt-Bwegeung (ala Eli Young Band, Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed, Randy Rogers Band) miteinander vereint. Countryrock lebt - und wie! Ein Konzertbesuch der Randy Rogers Band im "Blue Light", einem kultigen Club in seiner Heimatstadt Lubbock/Texas stellte 2004 so etwas die Initialzündung für Josh Abbott dar, seine musikalischen Talente zu seinem absoluten Lebensmittelpunkt zu machen. Deren Art zu spielen, ihre Bühnenpräsenz und Rogers’Gesang, sowie die Verbundenheit mit dem Publikum faszinierten und motivierten Abbott derartig, dass er sein Studium abbrach und fortan nur noch auf die Karte Musik setzte. "I think I can do that, too", lautete seine Maxime. Sechs Jahre später veröffentlicht er mit seiner Band, bestehend aus Preston Wait (Fiddle, Electric guitar), Edward Villaneva (Drums), Daniel Almodova (Bass) und Gabe Hanson (Electric guitar, baritone, harmonica) mit „She’s Like Texas“ seine bereits zweite CD, nachdem er zuvor schon mit seinem Debüt bei den Kritikern ("they rumble out like a Texas thunderstorm"; "honest songs about real-life emotions with strong harmonies and winsome melodic hooks") und den Radiostationen in und um Texas herum für mächtig Furore sorgte. Das musikalische Konzept von Josh Abbott orientiert sich naturgemäß durchaus an der Randy Rogers Band, wenngleich Abbott und seine Truppe mit diesem Album Rogers & Co. fast schon in den Schatten stellen. Wie bei Rogers spielen variabel eingesetzte Akustik/E-Gitarren (sehr stark Lead Gitarrist Gabe Hanson) und eine markante Fiddle (Preston Wait gleicht fast einem Pendant zu Brady Black) als essentieller Part neben Abbott's charismatischer gesanglicher Präsenz (tolle, überaus angenehme, typisch texanische Red Dirt-taugliche Stimme) die dominierende Rolle. Das Songmaterial ist ohne jede Ausnahme vom Allerfeinsten! Um zu erahnen, was das für die Zukunftsaussichten der Josh Abbott Band bedeuten könnte, braucht man kein Hellseher zu sein, sofern man die Erfolgsstory der Randy Rogers Band verfolgt hat. Für "She’s Like Texas" konnte man zudem den überaus erfolgreichen Produzenten Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Bois D’Arcs, Kyle Bennett Band, Macon Grayson) gewinnen, der den Sound der JAB in noch professionellere und, das meinen wir nur positiv, sehr radiokompatible Bahnen gelenkt hat, ohne dabei auf das nötige rootsige, ursprüngliche, erdige und würzige Ambiente zu verzichten. Damit scheinen die Weichen für den ganz großen überregionalen Wurf gestellt zu sein. Zu der großen Klasse des Albums tragen ohne Zweifel auch die klug ausgewählten Gastmusiker (u.a. Clay und Carla Corn, Gerald Jones und vor allem Virtuose Milo Deering mit seinem unwiederstehlichem Mandolinenspiel) bei, die allesamt bestens mit dem Quintett harmonieren. Dazu kommen wirklich gelungene Guestvocals, zum einen durch die exzellente Kacey Musgraves beim traumhaften Duett "Oh Tonight" (wie eine Session der Randy Rogers Band mit den Wreckers - Musgraves klingt wie Michelle Branch; toll hier auch das bereits erwähnte grandiose Mandolinengeklirre von Milo Deering), zum anderen im Trio mit den Abbott-Kumpeln Trent Willmon und Roger Creager, die sich beim lockeren, dezent grassig angehauchten "End Of A Dead Road" deutlich hörbar mit viel Freude die Gesangsbälle gegenseitig zuwerfen. Ganz stark dieser Song. Das an die Eli Young Band oder No Justice erinnernde, wunderbare "All Of Sudden" mit seinem nicht mehr aus den Ohren weichendem Refrain wurde schon im Vorfeld an die Radiostationen verschickt und erntete bereits höchste Chart-Ehren in den Texas Music-Charts. Die herrlich melodischen "The Walking Out" und "If You’re Leaving (I’m Coming Too)" gehen fliessend ineinander über und versprühen mit ihrem tollen E-Gitarrenrhythmus eine gewisse Heartland-Countryrock-Atmosphäre. Voller Hit-Potential stecken die flockigen "Fall In Love Again" und "She’s Like Texas", beide mit toller Mandolinenuntermalung, weiblichen Harmonies und Fiddle-Solo. "Brushy Creek" glänzt mit einem satten Hill Country-/Hillbilly-Flair, erzeugt durch Banjo und Fiddle, und erinnert mit seinen kernigen E-Gitarren-Riffs (inkl. großartigem Solo) sogar entfernt an eine countryeske Ausgabe von Lynyrd Skynyrd's "Swamp Music". Fröhlichen, knackigen Country mit einem Refrain zum Mitsingen bietet "I Just Wanna Love You". Beeindruckend hier das starke Baritone-E-Gitarren-Spiel von Gabe Hanson. Das Ende der Scheibe gehört dann dem Bandleader (fast) allein, der bei "Let My Tears Be Still" (es geht um einen kurz vor dem Tode stehenden, seine Lebensbilanz ziehenden Kriegsveteranen) zu den traurigen Pianoklängen von Gastmusiker Clay Corn eine emotionsgeladene, unter die Haut gehende Gesangsperformance abliefert und seine ganze vokale Klasse nochmals eindrucksvoll unter Beweis stellt. Josh Abbott und seine Band haben mit "She’s Like Texas" einen tollen Longplayer hingelegt, der nachhaltig die Prognose eines amerikanischen Kritikers untermauert, der sagt: "The next big thing out of this terrific Texas music scene"! Das unterschreiben wir blind! Die CD kommt in einem schönen, 2-fach aufklappbaren Digipack mit ausführlichem, 16-seitigem Booklet, inklusive aller Texte. Hier passt alles! Begeisternder (Red Dirt)-Countryrock, wie wir ihn aus Texas lieben! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Road Trippin - 3:10   
2 All of A Sudden - 3:02   
3 The Walking Out - :32   
4 If You're Leaving (I'm Coming Too) - 3:54   
5 Fall In Love Again - 3:37   
6 She's Like Texas - 3:55   
7 Brushy Creek - 3:22   
8 Oh, Tonight - 3:25   
9 Hot Water - 4:36   
10 I Just Wanna Love You - 3:09   
11 End Of A Dirt Road - 4:09   
12 Let My Tears Be Still - 4:38

Art-Nr.: 6833
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Road trippin
All of a sudden
If you're leaving (I'm coming too)
Brushy creek
Oh, tonight
Hot water
End of a dirt road

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Abbott Band, Josh - small town family dream [2012]
Die Josh Abbott Band macht konsequent dort weiter, wo sie vor zwei Jahren mit dem wunderbaren "She's like Texas" aufgehört hatte. Erneut präsentiert sie uns ein mit durchweg herrlichen, traumhaft melodischen Songs gespicktes Red Dirt Countryrock-Juwel, das, da braucht man wirklich kein Prophet zu sein, am Jahresende in den Rankings der besten und erfolgreichsten Red Dirt-Scheiben 2012 ein gewichtiges Wörtchen mitreden wird. Frisch, knackig, voller Spielfreude und mit exquisiter Musikalität gelingt der Truppe eine Art Konzeptalbum, das das einfache Leben der einfachen Leute in den "small towns" von Texas zum Thema hat. Dabei geht die musikalische Bandbreite von knackigem Countryrock über Americana, Roots, bis hin zu purem Texas-Country. Die Spuren reichen von Steve Earle über Terry Allen (von ihm covert die Band hier mit "FFA" und "Flatland Farmer" zwei ineinander überlaufende Countrysongs), Poco, eine texanische Ausgabe von Tom Petty & the Heartbreaker bis hin zu George Strait, alles ungemein eingängig verschmolzen zu diesem einzigartigen Red Dirt-Sound im Fahrwasser von der Randy Rogers Band, Wade Bowen, der Kyle Bennett Band und der Eli Young Band. Der Eröffnungstrack "Idalou", Josh Abbott's Heimatstadt, beginnt direkt mit einer kraftvollen Instrumentaluntermalung zu Abbot's typischem, leicht genäselten, wunderbar "warmen", angenehmen Gesang, wobei das klirrende Banjo (so ein bisschen Keith Urban-Style) besonders Spaß bereitet. Im Refrain packt Josh aus gegebenem Grund seine gesamte Emotionalität hinein. Die starke E-Gitarren/Fiddle-Kombi im Soloteil und das wieder Urbaneske Banjobreak komplettieren diesen herrlichen, melodischen Auftakt. Der Kraftpegel bleibt auch beim folgenden "I’ll Sing About Mine (The Tractor Song)" auf hohem Level. Der Song stammt aus der Feder des kurzzeitigen The Band Of Heathens-Mitglied Brian Keane (aus seinem auch in unserem Programm befindlichen Album "90 Miles An Hour"), das textlich gegen die oberflächliche und teilweise zu wenig authentische Musik in Nashville Spitzen "schießt". Abbot's Version kommt genau so kräftig wie Keane's, aber dank integrierter Fiddle und Banjo deutlich countrylastiger. Welches Standing Abbott in der Red Dirt Szene besitzt, sieht man vor allem an der prominenten Liste seiner Co-Writer (u.a. Radney Foster, Jay Clementi, Adam Hood, Brandon Rhyder ,Django Walker) und auch an der Gastpräsenz von Pat Green, der mit ihm ein tolles Duett bei der Hymne "My Texas" abliefert, das schon in den Texas Charts ordentlich abgeräumt hat. Das wieder voller (angenehmer) Emotionalität (Powerrefrain) strotzende "Touch" (klasse wieder die auch schon auf Josh's letzter Scheibe mitwirkende Kacey Musgrave, die hier gleich auf fünf Tracks ihre wunderbaren Hamonies einbringt, abenso das filigrane Fiddlespiel Preston Wait's am Ende des Songs) wurde zur aktuellen Single auserkoren und dürfte erneut gute Chancen auf viel Airplay und Chartpräsenz haben. In eine ähnliche Kerbe schlägt das folgende "She Will Be Free" (grandiose Doppel-E-Gitarre/Gypsy-mäßige Fiddle-Kombi als Solo-Teil). Ungewohnt rockig dann "Hotty Toddy", das schon fast in Rolling Stones-Richtung geht. Klasse hier das "Gimme 3 Steps" (Lynyrd Skynyrd)-verdächtige E-Gitarren-Solo. "Dallas Love" ist das Pendant zu "Oh Tonight" vom Vorgängeralbum, wo Abott und Musgrave liebespaarartig zu klirrenden Mandolinen- (wieder von Milo Deering) und Fiddle-Klängen gesangstechnisch harmonieren. Ein echter Ohrwurm! "Hell Gates On Fire" ist den Opfern der gefürchteten texanischen Waldbrände gewidmet. Der mit einer gut passenden Dramatik gespielte Song drückt sowohl Mitgefühl als auch Mut, sich gegen das Schicksal aufzubäumen, aus. Abbott wirkt hier wie viele Musiker nicht aufgesetzt, sondern absolut ehrlich und authentisch (im beigefügten Steck-Booklett, mit allen Texten, des Digipaks wird auch für eine, sich mit dieser Sache auseinandersetztenden Hilfsorganisation hingewiesen). Bei den beiden Abschlusstracks ("Rain Finally Coming Down" und dem Titelstück "Small Town Family Town") kommt, nachdem, wie oben bereits angeführt, das vorangegangene Gros der CD ein Plädoyer für die texanischen "Simple- und Workingmens" beinhaltete, nun der Familienvater wie du, ich und Josh Abbott an die Reihe und somit schließt sich der Kreis dieses in sich stimmigen und musikalisch unglaublich versierten Werkes. Man kann nur hoffen, dass dieser Josh Abbott und seine hochklassige Band, bestehend aus Austin Davis, Preston Wait, Ed Villanueva, Caleb Keeter und James Hertless, sich den Fängen der kommerziellen Begehrlichkeiten noch eine Weile entziehen und uns weiter mit dieser wunderbaren Musik erfreuen können. Angesichts solcher Leistungen ist ein Weg wie der Randy Rogers Band, Eli Young Band oder Wade Bowen allerdings so gut wie vorprogrammiert. Produziert hat erneut Erik Herbst! Diese Band gehört endgültig zu den Besten, die die Red Dirt-Szene zu bieten hat. Herrlich! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Idalou (4.48)
2. I ll Sing About Mine (4.16)
3. Touch (3.28)
4. She Will Be Free (4.17)
5. Hotty Toddy (3.51)
6. FFA (1.01)
7. Flatland Farmer (3.37)
8. My Texas (feat. Pat Green) (3.11)
9. Dallas Love (3.42)
10. Hell s Gates On Fire (4.15)
11. Rain Finally Coming Down (3.41)
12. Small Town Family Dream (4.29)

Art-Nr.: 7774
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Idalou
I'll sing about mine
Hotty Toddy
Flatland farmer
My Texas
Hell's gates on fire
Small town family dream

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Blue Water Highway Band - things we carry [2015]
Neues, hell funkelndes Juwel in den texanischen Red Dirt-/Roots-/Americana-/Countryrock-Gefilden: Die Blue Water Highway Band mit ihrem wundervollen, mit durchweg fantastischen Songs in edlen Melodien bestückten Debütalbum "Things We Carry". Wenn schon ein alter, mit allen Country-Wassern gewaschener Recke wie Multiinstrumentalist und Produzent Lloyd Maines Sätze wie "The Blue Water Highway Band is the best new band that I’ve heard in years. Their vocals are spot on and their writing is smart and thoughtful. They’re very serious and impressive musicians’" von sich zum Besten gibt, kann man mit absoluter Sicherheit davon ausgehen, dass den musikbegeisterten Hörer etwas ganz Besonderes erwartet. Maines ist natürlich auch mit seinem unverwüstlichen und unnachahmlichen Pedal Steel-Spiel auf diesem Werk als Gastmusiker (neben weiteren illustren Leuten wie Cindy Cashdollar, Warren Hood oder John Ginty) mit von der Partie. Die kreativen Köpfe der Band sind Zack Kibodeaux (vocals, acoustic guitar) und Multiinstrumentalist Greg Essington (vocals, guitars, piano, banjo, mandolin, accordion), die den Löwenanteil des Songwritings erledigt haben. Hinzu kommen Catherine Clarke, die mit den typisch texanischen Harmoniegesängen im Stile einer Kacey Musgraves zu gefallen weiß, ein weiterer Alleskönner Zach Landreneau (piano, rhodes, banjo, accordion,, dobro, synth chamberlin) sowie die Rhythmusfraktion, bestehend aus Kyle Smith (bass) und Daniel Dowling (drums, percussion). Produziert hat in einem schön transparenten, unaufdringlichen und ‚organisch‘ gehaltenen Sound, David Butler. Anhand der ganzen aufgeführten Instrumente kann man bereits erkennen, dass viel Wert auf ein überaus variables Musizieren im Americana- und Country-typischen Ambiente gelegt wurde. Das zeigt direkt der hinreissend schöne, von einer traumhaften Melodie geprägte, glasklar in Szene gesetzte Opener "Hard Time Train" mit seinen feinen Mundharmonika-Einlagen und den transparenten Gitarrenklängen. Was für eine tolle Red Dirt-/Americana-/Countryrock-Nummer mit fantastischem Gesang von Zack Kibodeaux. Der Bursche singt wie eine ausdrucksstarke Kombination aus Zac Brown (Zac Brown Band) und Mike Eli (Eli Young Band) mit dem Slang der Braun-Brüder Willy (Reckless Kelly) und Micky (Micky and The Motorcars). Toll hier auch das am Ende einstzende, schnelle, grassig angehauchte Instrumentalfinish, wobei hier vor allem Maines den Bottleneck über sein Paradeinstrument fliegen lässt. Ein weiteres tolles Beispiel ist „Medicine Man“, das mit New Orleansscher Fröhlichkeit vorgetragen wird und dann mittels eingebundener Horn Section mit einer furiosen Dixieland-Bridge noch einen oben drauf setzt. Die wohl radiofreundlichsten Tracks sind das wunderbar melodische, flockig lockere Stück "City Love, City Loose" (gurgelnde Orgel, tolle Harmoniegesänge, klasse Harp-Solo), das viel Southern-Esprit versprühende "How I Broke Your Heart", die beide auch gut in das Repertoire eines Rob Baird passen würden, oder der wunderschöne Titelsong "Things We Carry", der dezent etwas an die einstigen Sons Of The Desert erinnert. Für ganz großartige Momente auf diesem Album sorgen die Texaner zudem mit ein paar herausragenden Balladen, wie zum Beispiel mit dem rootsigen, staubigen "Greytown" (klasse Orgel, tolle Mandolinen-Ergänzungen), dem voller Melancholie schwer seufzenden "My Blue San Antone" (Orgel, Piano, Banjo), dem in Klagemanier gebrachten, folkigen "Voice In Ramah" (live im Studio eingespielt, starkes Mandoline-Solo, klasse Harmonies), oder dem sehr atmosphärisch, in einem klassischen Piano- und Cello-Gewand vorgetragenen, mit fast sakral anmutenden "Ohohoh"-Gesängen umwobenen, ganz feinen "Q To Cortel You", bei denen sich Kibodeaux vor allem als exzellenter Storyteller erweist. Was für ein Talent! Stücke wie das mit einem schöne Gypsy-Flair behaftete "Oh Seraphim!" (klasse Steel, schöne Fiddle), der leicht bluesig stampfende "Working Man"-Song "John Henry" oder das flockige "The Running" (Piano, Orgel, klasse Harmonies von Clarke, prima E-Gitarren-Solo) sorgen immer wieder für viel kontrastreiche Abwechslung. Alles Beschriebene mündet in den glorreichen Abschluss "Highway To Glory", bei dem die Band voller Fröhlichkeit und Intensität noch mal das texanische Countryterrain beackert. Da wünscht man sich im Geiste irgendwo mit den Protagonisten bei einer kühlen Flasche Bier (oder mehreren) zusammen am abendlichen Lagerfeuer mit Blick auf einen Canyon zu sitzen und sich einfach von ihrer stimmungsvollen Musik berauschen zu lassen. Eine großartige Truppe, was für talentierte Jungspunde! Das grandiose Debüt "Things We Carry" der Blue Water Highway Band ist ein Füllhorn mit Stoff für Liebhaber anspruchsvoller Roots-/Country-/Americana-/Red Dirt-Sachen in Richtung von Interpreten wie Rob Baird, der Eli Young Band, den Turnpike Troubadours, Sons Of The Desert, der Josh Abbott Band, Reckless Kelly, Micky and The Motorcars, The Band Of Heathens & Co. Auf den Punkt bringt es die ebenfalls spielerisch sehr versierte Gastmusikern Cindy Cashdollar (Baritone Weissenborn, Lap Steel), die das Treiben der BWHB so zusammenfasst: "Round bounded music, with contemporary drive". Diesem Statement können wir uns nur ehrfurchtsvoll und Kopf nickend anschließen. Ganz sicher einer DER Geheimtipps des Jahres 2015! Tolles Cover Artwork übrigens (mit eingelegtem Textbooklet) wieder mal von den Dodd Sisters (Backstage Design). Eine famose Vorstellung der Blue Water Highway Band! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Hard Time Train - 5:43
2. City Love, City Lose - 4:22
3. Oh Seraphim! - 3:57
4. Greytown - 4:51
5. Medicine Man - 3:48
6. How I Broke Your Heart - 5:00
7. My Blue San Antone - 5:34
8. John Henry - 4:00
9. The Running - 4:36
10. Voice in Ramah - 4:43
11. Q to Cortel You - 3:06
12. Things We Carry - 4:49
13. Highway To Glory - 4:01

Art-Nr.: 8965
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hard time train
City love, city lose
Oh Seraphim!
Greytown
Medicine man
My blue San Antone
The running
Things we carry

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Cheatham, Tom - scars that i'll keep [2011]
Tolle Stimme, prächtige Songs, bärenstarker, herrlich kraftvoller, zupackender und ungemein melodischer, Red Dirt Roots-/Americana-/Countryrock mit einem Hauch von Heartland-Flair, das ist Tom Cheatham! Cheatham, ursprünglich aus Dallas stammend, hatte die letzten 5 Jahre in Austin, Texas verbracht, und zu dieser Zeit auch sein ansprechendes Debüt "Restless Heart" veröffentlicht. Mittlerweile wieder nach Dallas zurückgekehrt, hat er jetzt mit "Scars That I’ll Keep" den Nachfolger parat und der hat es in sich! Obwohl das Debut keinesfalls schwach war, gelingt dem Texaner nochmal eine ultimative, qualitative Steigerung, sicher nicht zuletzt dank der Mitwirkung des im Lone Star State hoch angesehenen Produzenten und Gitarristen Erik Herbst, der ja recht viele tolle Namen (u.a. die Josh Abbott Band; Kyle Bennett Band und die Eli Young Band) zu seinem exklusiven Kundenkreis zählen darf, sowie der exuellenten Begleitmusikern (z. B. Gitarrist Daran Deshazo, Milo Deering an der Mandoline und Pedal Steel, Bob parr am Bass und Drummer Sean McCurley). Cheatham hat alle zehn Tracks selbst komponiert und man darf ihm damit ohne Übertreibung eine wahre Leistungsexplosion attestieren, den das Material ist umwerfend stark. Ein Gesamtwerk, das von vorne bis hinten überzeugt und dank seines Abwechslungsreichtums total kurzweilig ist. Nicht zu vergessen Toms überragendes, markantes, leicht Staub-gegerbtes Gesangsorgan, das fast wie ein kongenialer Mix aus Leuten wie Wade Bowen (nur viel kräftiger), John Mellencamp, Bobby Pinson und The Bois D'Arcs-Frontmann Shawn Wimmer daherkommt. Eine echte Charakterstimme, die alle musikalischen und vokalen Herausforderungen spielend leicht zu bewältigen scheint. Passt "wie eine Eins" zu diesen ungemein knackigen, tighten, so wunderbar im Saft stehenden Songs, die vor tollen Melodien nur so strotzen, denen aber immer auch die nötige Portion "Red Dirt-Grit" an den vermeintlichen Stiefeln klebt. Cheatham setzt auf eine sehr ausgewogene Mischung mit allem, was die Red Dirt-Gemeinde so heiss und innig liebt.. Der Opener "Empty Heart" (nicht nur hier kommt einem ein gut nach virn rockender Chris Knight in den Sinn), "Help Me To Hold On", "Learn To Live" oder "One Good Reason" stehen alle für diesen typischen, prächtig ins Ohr gehenden, rhythmischen, satten Country Rock (mit einer dezenten Brise Heartland-Feeling), der von kräftigen Drums, pumpenden Bässen und hervorragend harmonierenden Akustik- und E-Gitarren getragen wird. Und diese Gitarren sind herrlich satt gespielt, oft mit tollen, zündenden Soli. Für die instrumentellen Farbtupfer sorgen zudem die recht oft eingebundenen, schön passenden Hammond Orgel-Variationen und ab und zu die filigranen Steeleinlagen. Für die ruhigeren Momente kreierte Cheatham mit "Letting Go" (gewisses No Justice meets Robert Earl Keen-Flair) und "Angel" (dürfte besonders der weiblichen Klientel gefallen) zwei wunderschöne Balladen, die live vermutlich das Zucken vieler Feuerzeuge zur Folge haben. Die Southern Rock-Fraktion bekommt ihr "Futter" mittels starker, E-Gitarren-betonter Kracher wie "Forgivness" (sattes E-Gitarren-Solo, heulende Orgel) und dem furios abgehenden "Tonight" (eine Art "Gimme Three Steps" in der Red Dirt-Variante), beide natürlich gewürzt mit den bestens bekannten weiblichen "Ah-ah-ah"- Harmonies, hier toll von Jill Herbst beigesteuert. Zu den Überraschungen des Albums zählen das starke Titellied "Scars That I’ll Keep" (sehr atmosphärisch, introvertiert gespieltes E-Gitarren-Solo) und das wunderbar rootsige Abschlussstück "Lead Me On", das einem beinahe vorkommt, als hätten Reckless Kelly und John Mellencamp eine Symbiose eingegangen. Jedes Stück hat in diesem durchgehend auf hohem Niveau befindlichen Werk seinen ganz besonderen Reiz und auch die Songanordnung ist brillant gewählt. Dieser Mann (kaum zu glauben - noch ohne Major-Labelvertrag!) könnte aufgrund seines Songwriting-Talents, seiner Vielseitigkeit und der charismatischen Stimme auch ganz schnell weit über die Red Dirt-Szene hinaus interessant und vor allem werden. Die texanischen Radiostationen haben angesichts dieser tollen Scheibe jedenfalls schon jetzt eine reichhaltige Auswahl an potenziellen "Hits". Somit hinterlässt Tom Cheatham's Album "Scars ThatI’ll Keep" ganz sicher keine Narben, sondern vielmehr tief beindruckende musikalische Spuren und die freudige Erkenntnis, dass die Red Dirt-Szene um ein weiteres Juwel reicher ist. Einfach klasse, der Mann! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Empty Heart 3:20
2. Forgiveness 3:33
3. Scars That I'll Keep 3:44
4. Help Me Hold On 3:38
5. Letting Go 3:27
6. Learn to Live 3:28   
7. One Good Reason 4:01   
8. Tonight 3:52
9. Angel 4:20
10. Lead Me On 3:59

Art-Nr.: 7601
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Empty heart
Forgiveness
Help me hold on
Letting go
Learn to live
One good reason
Tonight

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Crow, Bart - dandelion [2012]
Bart Crow, jetzt ganz auf Solopfaden, mit dem wohl besten und professionellsten Album seiner bisherigen Karriere! Herrlicher, hoch melodischer, zumeist schön knackiger, flockiger Texas Red Dirt Countryrock vom Allerfeisten! Nach seinem letztjährigen, starken Live-Album, dem insgesamt vierten mit der Bart Crow Band, hat der aus Maypearl bei Dallas stammende Texaner jetzt den nächsten Schritt in seiner Karriere getätigt und firmiert auf seiner neuen Studio-CD "Dandelion" (dt. Löwenzahn/Pusteblume), ähnlich wie Phil Hamilton vor geraumer Zeit, nur noch unter dem eigenem Namen. Die Vorteile liegen natürlich auf der Hand, Crow hat so einen viel größeren Handlungsspielraum, was die Umsetzung seiner musikalischen Visionen angeht, muss sich viel weniger kompromissbereit zeigen als im Bandgefüge, und hat dazu den großen Vorteil, äußerst flexibel bei der Auswahl der Musiker und des Produzenten agieren zu können. In letztgenannter Hinsicht hat er sich für Pat Greens Drummer Justin Pollard entschieden, der natürlich dann auch die Schlagstöcke schwang. Ebenfalls aus Pat Greens Umfeld mit dabei Brett Danaher, der hier tolle Saitenarbeit in Zusammenschluss mit einem weiteren prominenten Gitarristen, David Grissom (Storyville; John Mellencamp, Dixie Chicks, Joe Ely) abliefert. Mit u. a. Michael Ramos (B3, piano, accordian), Kim DeSchamps (Pedal Steel, dobro, banjo, papoose) Brendan Anthony (Fiddle), und Mike Daly (Lap steel guitar) konnte Bart weitere, hochkarätige Instrumentalisten für sein neues Projekt gewinnen. Und dies zahlt sich dann auch spürbar im Ergebnis und der Qualität seiner Musik aus. Es geht viel filigraner, mit viel mehr Feinheiten zu,als früher, auch wenn er seinem bisherigen Stil weitestgehend treu bleibt. Er eröffnet seinen Silberling direkt mit der ersten Single "A Little Bit Of Luck", die klassisch schwungvollen, melodischen Red Dirt-Countryrock bietet. Orgel, Fiddle und Bariton-E-Gitarre gesellen sich zum typisch eingängigen Drums-/Gitarrenrhytmus, im Soloteil liefern sich E-Gitarre und Fiddle einen kurzen Schlagabtausch. Als Lohn gab es sofort eine Top-15 Platzierung zum Einstieg in die Texas Music Charts. Von den insgesamt 14 Tracks mit einer satten Spielzeit von fast einer Stunde hat Bart bis auf zwei Fremdkompostion (Titelstück "Dandelion" mit dezentem Western-Flair und "If I Go, I’m Goin’" im Stile der Josh Abbott Band mit toller Guest-Appearence im Duett von Macy Maloy) fast alle Stücke im Alleingang kreiert. Co-Writer waren lediglich Mando Saenz beim heartlandträchtigen, irisch angehauchten "First Of Fall", Matt Stell (tolle Harpbegleitung von Mark Kazanoff) bei "Cold Heart", Drew Kennedy bei "Better Day" (eines der stäksten Stücke des ohnehin komplett starken Albums - herrliche Melodie, Steel, Fiddle, feine Pianotupfer) und Rob Baird bei "I Miss You" (melodischer, introvertiert vorgetragener Lovesong). Dazwischen immer wieder countryinfizierte Red Dirt-Stücke, die dank Crows tollem Gesang oft Erinnerung an die von Henry Paul angeführten Lieder der Outlaws oder auch von Blackhawk hervorrufen (u.a. "Didn’t Mean To Break Your Herat"). Bei Stücken wie dem Rockabilly-angelehnten "Swing To The Radio" (toll hier Barts fulminanter Schnellsprechgesang) oder dem abschließenden, schon fast etwas grassig abgehaltenen "Thank You", wo fast alles an Saitenistrumenten (u. a. Dobro, Banjo, Ukulele, Papoose) aufgefahren wird, erkennt man dann deutlich Barts Intention, fortan alleine zu wirken. Diese Stücke wären im alten Bandgefüge sicherlich so nicht machbar gewesen. Insgesamt kann man den Schritt von Bart Crow mit "Dandelion" gut nachvollziehen, zumal der sympatische Musiker sich seiner Klasse sehr wohl bewusst ist. Das zeigt seine Entwicklung, seine Reife. Derart talentierte Musiker wie er müssen irgendwann entscheiden, wohin der Weg gehen soll. Seinem bisherigen Stil von bestens ins Ohr gehendem Red Dirt/Country-/Roots-/Americana-Rock/-Pop ist er ja treu geblieben, aber besser war er nie. Mit dieser Produktion eröffnet sich ihm vielleicht auch die Option, sich einmal für ein Major-Label in Nashville zu empfehlen und eventuell in naher Zukunft über die regionalen Grenzen Texas' hinaus (ähnlich der sehr erfolgreichen Eli Young Band, Wade Bowen oder der Randy Rogers Band) einen höheren Bekanntheitsgrad zu erlangen. Wie dem auch sei, "Dandelion" ist ein ganz wunderbares Album geworden, dass all seine bisherigen Fans glücklich machen wird und mit dem er viel neue Freunde hinzugewinnen dürfte. Gratulation und weiter so, Bart Crow! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Little Bit of Luck 2:36
2. Didn't Mean To Break Your Heart 3:54
3. First of Fall 4:38
4. Dandelion 3:52
5. Swing to the Radio 2:51
6. Cold Heart 5:04
7. If I Go I'm Going 4:32
8. Falling For You 3:51
9. Loving You's A Crime 2:45
10. Better Day 5:12
11. Busted 3:40
12. I Miss You 3:24
13. Wasted Time 3:21
14. Thank You 3:36

Art-Nr.: 7920
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Little bit of luck
Didn't mean to break your heart
Dandelion
Cold heart
If I go, I'm goin'
Falling for you
Busted

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Green River Ordinance - fifteen [2016]
Grandioses, neues Album der aus Fort Worth stammenden Texaner! Die Bandmitglieder der Green River Ordinance befinden sich seit Teenager-Zeiten mittlerweile im 15. Jahr ihres Bestehens, was macht also besser Sinn, als ihr neues Werk voller Stolz demnach auch "Fifteen" zu benennen. Der Fünfer hat sich von CD zu CD kontinuierlich gesteigert, der neue Silberling zeigt die Band eindeutig im Zenit ihrer bisherigen Schaffensphase. Sämtliche elf Tracks wurden wie so oft im Kollektiv kreiert, dazu hat man sich wieder in eine alte Holzhütte am Caney Fork River zurückgezogen, wo man laut Frontmann Josh Jenkins fernab von Handyempfang und dem üblichen Stress, einfach mal völlig relaxt in den Fluss springen kann. An diesem für die Band, bestehend aus den weiteren Mitgliedern Denton Hunker (Drums, percussion), Geoff Ice (Bass, Harmonica, bg vocals), Jamey Ice (Lead guitar, banjo, mandolin) und Joshua Wilkerson (Electric guitar, mandolin, piano, bg vocals), heiligen Ort, kommen ihnen die wesentlichen Ideen für ihre so fein konstruierten Songs, wie der Bandleader weiter ausführt. Schon der Auftakt ist bestechend. Der überragende Opener "Keep Your Cool" stampft herrlich lässig in Country Rock-Manier mit quäkender Harmonica, hallender Orgel sowie satten Southern Rock-E-Gitarren vor sich hin, um letztendlich in ein kräftiges, an die Dirty Guv'nahs/Rolling Stones erinnerndes Finish überzugleiten. Ein wirklich cooler Song direkt zu Beginn. Das mit einem wunderbar trockenen, relaxten Banjo unterlegte, flockige, traumhaft melodische, flüssige "Red Fire Night" erscheint, dank einer dominierenden Fiddle, in einem tollen Country-/Americana-Ambiente. Irgendwie kommen einem Blue Rodeo mit einem leichten Red Dirt-Flair in den Sinn. Und so pendeln Green River Ordinance auch im weiteren Verlauf immer wieder zwischen Roots-/Folk-/Countryrock-/Country-beeinflussten, fein instrumentierten (sehr viele kleine eingeflochtene Hinhörer) Tracks wie "Simple Life", "You, Me & The Sea", "Endlessly" (fein akzuentierte Mandoline, klasse Pedal Steel-Gastauftritt von Milo Deering), dem retrobehaften"„Life In The Wind" (hier gibt eine slidende Dobro den Ton an) und eher rockig arrangierten Nummern wie "Maybe It's Time (Gravity)", "Tallahassee" (tolles Southern-/Outlaws-Flair) oder "God Only Knows" hin und her. Am Ende lässt die Band ihr Werk mit dem verletzlich gespielten, für ihre Verhältnisse recht sparsam angelegten "Keep My Heart Open" sanft-melancholisch ausklingen. Mit "Fifteen" präsentiert das Quintett ein bärenstarkes neues Album, das damit den nächsten Schritt zum ganz großen Durchbruch macht. 11 herrliche Songs voller traumhafter Melodien, irgendwo an der Schnittstelle zwischen der frühen Eli Young Band, den kanadischen Blue Rodeo (mit deren countryorientierteren Songs), der Zac Brown Band, Will Hoge, der Josh Abbott Band, Rob Baird und ähnlicher Seelenverwandter. Eine geradezu perfekte Mischung aus Country, Countryrock, dezentem Red Dirt und Americana. Einfach umwerfend! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Keep Your Cool - 4:18
2. Red Fire Night - 3:08
3. Maybe It's Time (Gravity) - 2:51
4. Simple Life - 3:57
5. Tallahassee - 4:31
6. You, Me & The Sea - 3:44
7. Always Love Her - 3:24
8. Endlessly - 3:57
9. Only God Knows - 3:36
10. Life In The Wind - 2:55
11. Keep My Heart Open - 4:59

Art-Nr.: 9100
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keep your cool
Red fire night
Maybe it's time (Gravity)
Simple life
Tallahassee
Endlessly
Only God knows
Keep my heart open

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Green, William Clark - ringling road [2015]
"Rising star" am texanischen "Red Dirt" Roots-/Americana-/Countryrock-Himmel mit einem fantastischen neuen Album. William Clark Green, der heute im texanischen Lubbock lebt, gehört zu jenen dieser großartigen Countryrocker des Lone Star States, die ihre Country- und Rock-Wurzeln noch mit einer wunderbaren Portion Folk-, Roots-, und Americana-Musik kombinieren und dabei schlichtweg exzellente Songs kreieren, die zum einen vor musikalischer Klasse und Raffinesse nur so strotzen, zum anderan aber auch in herrliche Melodien eingebunden sind. Da paaren sich Lockerheit und Flockigkeit, mit Kraft und dieser unwiderstehlichen, unterschwelligen ländlichen Natürlichkeit und Rauheit, die diesen wunderbaren Red Dirt-Charme ausmachen. Green sieht sich selbst beeinflusst von solchen Leuten wie Steve Earle, Rodney Crowell, Lyle Lovett, Townes van Zandt und der texanischen Legende Willis Alan Ramsey. Spuren diser Vorbilder sind ohner jeden Zweifel in seinen prächtigen Songs jederzeit auszumachen, doch Green hat genug Potential um sein ganz eigenes Ding daraus zu kreieren, was im Endeffekt dann eher auf dem Terrain solcher Leute wie Reckless Kelly, Wade Bowen, Will Hoge oder der Josh Abbott Band angesiedelt ist. Nicht ein einziger schwacher Song ist unter den 11 herrlichen Nummern, die überwiegend schön knackig und einem einem tollen Gitarrengewand daherkommen, zu finden. Baumstarker Stoff für die Liebhaber des Genres! Ganz großartig auch die 3-fach aufklappbare, in einem tollen Gimmick-Cover (in der Art einer Zirkusarena mit "eingesteckter" CD) gestaltete Digipack-Verpackung! Ein rundum tolles Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Next Big Thing
2. Sticks And Stones
3. Creek Don't Rise
4. Ringling Road
5. Final This Time
6. Fool Me Once
7. Sympathy
8. Hey Sarah
9. Old Fashioned
10. Going Home
11. Still Think About You

Art-Nr.: 8846
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Next big thing
Sticks and stones
Creek don't rise
Ringling road
Fool me once
Sympathy
Hey Sarah
Still think about you

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Lost Immigrants - pasaporte [2010]
Was die Lost Immigrants offenbaren, ist die pure Texas "Red Dirt"-Countryrock-Wonne! Das ist die richtige Musik "to roll on down the long and winding, dusty Texas country roads". Und wenn wir uns schon nicht vor Ort, sondern in "good old Germany" befinden, so ist es dennoch genau das, was diese Musik assoziiert - lasst uns im Geiste auf den "red dirt roads" unterwegs sein, zwischen Austin, Fort Worth, San Antonio, Abilene und New Braunfels. Herrlich! Nach dem grandiosen Debut "Waiting on judgement day" aus dem Jahre 2006 und dem letztjährigen, famosen Live-Album "Baptized: Live from the Hill Country" folgt nun das zweite Studioalbum - und es ist erneut ein absoluter Knüller. "Pasaporte" nimmt uns mit auf eine von traumhaften Melodien begleitete Reise durch die musikalischen Landschaften des typischen, so unwiderstehlichen und einzigartigen "Red Dirt"-Sounds, wie er zwischen Texas und Oklahoma zu Hause ist, aber auch in die Gefilde klassischer, goldener Seventies-Countryrock-Tage ala Eagles, Poco oder Flying Burrito Brothers, leistet sich auch mal einen Abstecher über traditionelle, pure Country-Pfade, um schließlich auch noch das Terrain großer Southern-Countryrock-Helden der Marke Lynyrd Skynyrd, Outlaws und The Marshall Tucker Band zu streifen. Die Band spielt wie aus einem Guß! Dominiert wird das Ganze zumeist von einem transparenten, vollmundigen Gitarrensound, der vereinzelt mal durch eine Fiddle, eine Orgel oder Klavier, und auch mal durch ein Akkordeon ergänzt wird. Frontmann James Dunning hat eine wunderbare Stimme, die einerseits sehr sauber und harmonisch klingt, andererseits aber auch genau die richtige Portion texanischer Authentizität mit sich bringt, die zu dieser Musik passt. Freunde solcher Bands wie The Pear Ratz, der Kyle Bennett Band, der Josh Abbott Band, Cross Canadian Ragweed oder den zuletzt auch für Furore sorgenden Phil Hamilton & the Backroad Drifters (Phil and the Backroad Drifters Hamilton) werden neben denen der bereits genannte Bezugsgrößen von "Pasaporte" hellauf begeistert sein. Los geht's mit dem wundervollen, flockigen, dennoch knackigen, wie Öl runtergehenden Countryrocker "Song to sing", der mit einem großartigen Gewand aus vielschichtigen Gitarren daher kommt. Deren harmonisches Spiel wird effektiv durch eine klasse Country-Fiddle unterstützt. Unwiderstehlich, wie sich die Melodie dieser "twangy" Nummer in unsere Ohren schraubt. Das ist, sowohl für traditionsbewusste Countryfans, als auch für die Liebhaber klassischer, frischer Countryrock-Klänge, ein absoluter "Hit" - eine potenzielle Nummer 1 der Texas Music-Charts. Im instrumentellen Break gibt's zunächst ein großartiges, kleines Fiddle-Solo, dann eine klasse Lead Gitarren-Einlage des exzellenten Gitarristen Sean Isbell. Flockig lockerer "Red Dirt" Texas-Countryrock in vollster Blüte! Deutlich rockiger, aber nicht minder stark und schon gar nicht wenger melodisch, folgt das riffige, würzige "Rolling stone", ein straighter, voller Southern-Esprit steckender, kerniger Roots-/Americana-Rocker mit einem klasse Groove. Sehr stark die immer wieder einsetzende, raue Wah Wah-/E-Gitarre, die in einem erdigen, feurigen Solo ihren Höhepunkt abliefert. Die nächste Hammer-Nummer! Das anschliessende "Abilene" ist ein hinreissender, traditioneller, honky-tonkin', roadhouse-rockin' Country-Heuler mit einem klasse Drive und großartigem Baritone Lead Gitarren-Spiel, während wir mit dem fast schon episch anmutenden, traumhaften Midtempo-Track "Rose of Tokyo" wieder einen super melodischen, lockeren Countryrocker der Extraklasse geliefert bekommen. Erzählt wird die Geschichte einer vermeintlichen militärischen Auseinandersetzung zwischen China und den USA aus der Sicht von in Japan stationierten Soldaten. Großartig, wie die Band diese Nummer in solch einen vor Harmonie nur so strotzenden, aber fast cineastisch anmutenden Countryrocker packt. Tolles, markantes Drumming, herrliche, transparente Gitarren-Instrumentierung! So jagt weiterhin eine hochkarätige Nummer die nächste: Ob der bluesige, von dreckigen, rauen E-Gitarren umsäumte Southern Rocker "Genevieve" (erinnert mit seinem dezenten Jam-Flair gar etwas an die ebenfalls exzellente The Band Of Heathens), die lässige, traditionelle Outlaw-/Honky Tonk-Countrynummer "Goodbye Seoul", der erdige, mit satten E-Gitarren in Szene gesetzte, wieder sehr melodische Roots-/Southern-/Countryrocker "AM radio", der traumhaft schöne, flüssige, lockere, von einem tollen, hintergründigen Wüsten-/Ghost Town-Flair begleitete Countryrocker "Below" (im übrigen eine Nummer von Slaid Cleaves), oder das dynamisch und schön southern rockende, voller kerniger Cross Canadian Ragweed-mässiger "Red Dirt"-Würze steckende "Rollin' on", das aber auch deutliche Spuren der Outlaws oder der Marshall Tucker Band aufweist, - all diese Songs lassen uns Genre-Fans frohlocken. Wir haben es bereits im Review zum vorigen Live-Album bemerkt, möchten es aber unter dem Eindruck dieses wundervollen, neuen Werkes noch einmal deutlich unterstreichen: Die Lost Immigrants zählen ohne jeden Zweifel zu den besten texanischen Roots-/Americana-/Countryrock-Bands, die in den letzten Jahren auf der Bildfläche erschienen sind. Und "Pasaporte" ist einfach nur super! "Let's drive down the long open highways, while listening to the great music of The Lost Immigrants"...

Die komplette Tracklist:

1. Song to Sing 3:33
2. Rolling Stone 4:02
3. Abilene 3:45
4. Rose of Tokyo 5:48
5. Genevieve 4:43
6. Goodbye Seoul 3:42
7. Am Radio 4:21
8. Below 5:31
9. Red Leather Dress 4:08   
10. Leaving Laredo (or The Night Gilberto Hit the Floor) 5:16
11. Rollin' On 5:00

Art-Nr.: 6953
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Song to sing
Rolling stone
Abilene
Rose of Tokyo
AM radio
Below
Rollin' on

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Musgraves, Kacey - same trailer different park [2013]
Wundervoller, lockerer, flockiger Country/New Country! Klasse Majorlabel-Debüt von Kacey Musgraves! Eines der am meisten mit Vorschusslorbeeren bedachten und mit Spannung erwarteten Alben dieses Jahres dürfte zweifellos "Same Trailer Different Park" von Kacey Musgraves sein. Die 24-jährige aus Sulphur Springs im Osten von Texas stammende Singer/Songwriterin hat bereits mit drei starken Independent-CD-Veröffentlichungen und einer Teilnahme beim "Nashville Star"-Cintest (dort erreichte sie 2007 Platz 7) für ihr junges Alter eine durchaus eindrucksvolle Vita vorzuweisen. Unseren Kunden dürfte sie in erster Linie im Zusammenhang mit der Josh Abbott Band bekannt sein, da lieferte sie mit Bandleader Josh Abbott bei "Oh Tonight" ein hinreißendes Duett ab. Seit sie im letzten Jahr bei Mercury Records einen Major-Contract unterzeichnet hat und die vorab veröffentlichte Single "Merry Go 'Round" (melodischer, ganz dezent folkiger, herrlicher Storytelling-Countrysong mit Piano, Steel, Banjo) sowohl in den Charts direkt mit einer Top-10-Platzierung einschlug, als auch von den Kritikern mit grenzenlosem Lob überschüttet wurde, hagelte es gleich vier Nominierungen für die ACM-Awards, darunter auch zur besten weiblichen Sängerin. Mittlerweile ist nun endlich auch das heiß erwartete, komplette Album !Same Trailer Different Park" erhältlich. Und, um es vorwegzunehmen, es ist, das meinen wir im absolut positiven Sinne, ein recht ungewöhnliches, weil fernab gängiger Chart-Klischees entstandenes Werk. Statt der erwartet, in Nashville derzeit üblichen, kräftigen, poppigen und pompösen Inszenierung, die man vielleicht bei einer solch jungen Künstlerin erwartet hätte, bekommt man ein relativ entspannt gehaltenes, sehr organisches, durchaus traditionell strukturiertes, aber auch von leicht fokigem, bzw. Americana-behaftetem Storytelling geprägtes Countryalbum abgeliefert, das sich allein auf das gesangliche Können der Protagonistin und die feine instrumentelle Umsetzung der involvierten, hervorragenden Musiker beschränkt. Kacey, bei allen Tracks kompositorisch als Co-Writerin eingebunden, hat den Silberling zudem mit den beiden bekannten Songschreibern Luke Laird (u. a. Little Big Town's "Pontoon", Blake Shelton's "Hillbilly Bone") und Shane McAnally ( u. a. Kenny Chesney's "Come Over", The Band Perry's "Better Dig Two") selbst produziert. Ihre markante Stimme bewegt sich irgendwo in Bereichen zwischen Ashley Monroe, Michelle Branch und Miranda Lambert und kann sich auf der meist von Akustikgitarren und Banjo getragenen Untermalung (dazu gesellen sich in der Regel dezentes Drumming, Bass-, Steel-, Bariton-E-Gitarren und Piano-Elemente - überragend dabei der bei allen Saiteninstrumenten involvierte Ilya Toshinsky) wunderbar entfalten. Die klare und transparente Produktion tut ihr Übriges. So wird man immer wieder von einschmeichelnden Melodien mit einem gewissen Retro-Charme umgarnt, etwa wie beim tollen Opener "Silver Lining", oder bei "Keep It To Yourself". Beim vielleicht noch poppigsten Track neben dem o.a. "Merry Go 'Round", "Back On The Map" weht sogar ein leichtes Fleetwood Mac-Feeling durch den Raum (Kacey in der introvertierten Art einer Stevie Nicks singend). Ein wenig "lauter" wird es nur beim fett stampfenden "Blowin‘ Smoke" (der zweiten Single) und dem rhythmisch voranpreschenden "Stupid". Hier wird mal im Stile der Pistol Annies etwas forscher "gerockt". Interessant dürften ihre Live-Auftritte werden. Viele der jetzt sehr zurückgenommen angelegten Stücke haben eine Menge Spielraum, instrumentell noch weiter ausgebaut zu werden. Wie dem auch sei, mit "Same Trailer Different Park" (das Album ist soeben von 0 auf 1 an die Spitze der Billboard Countryalbum-Charts "geschossen") wird Kacey Musgraves insgesamt den hohen Erwartungen in allen Belangen gerecht. Ein für ein Majorlabel-Debüt mutiges, aber prächtig gelungenes Werk einer, das erkennt man sofort, hochbegabten Künstlerin. Hier muss man auch dem Label Mercury Records für seine Risikobereitschaft großen Respekt zollen. Kacey Musgraves hat eine sehr spannende und vermutlich erfolgreiche Zeit vor sich! Klasse, diese junge Texanerin. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Silver Lining - 3:50
2. My House - 2:40
3. Merry Go 'Round - 3:26
4. Dandelion - 3:02
5. Blowin' Smoke - 3:08
6. I Miss You - 3:50
7. Step Off - 3:02
8. Back On The Map - 4:06
9. Keep It To Yourself - 3:16
10. Stupid - 2:37
11. Follow Your Arrow - 3:19
12. It Is What It Is - 3:46

Art-Nr.: 8109
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Rosehill - crooked thoughts [2012]
Prächtiger Nachfolger des großartigen, mit einem schönen Red Dirt-Feeling agierenden Country-/New Country-/Countryrock-Duos aus Cypress, Texas! Nachdem die beiden texanischen Langzeitfreunde Mitch McBain und Blake Myers mit "White Lines And Stars" vor zwei Jahren für viel Furore gesorgt hatten, gibt es jetzt den heiß ersehnten Nachschlag. "Crooked Thoughts" heißt das neue Werk, das nahtlos an die hervorragende Qualität des Vorgängers anknüpft. So gibt es auch nur marginale Veränderungen. Wie schon zuvor, begab man sich auch jetzt unter die "Fittiche" von Jay Clementi (Producer) und Radney Foster (Executive Producer), die auch beim Songwriting den beiden wieder aktiv zur Seite standen. Lediglich im Co-Writer- und Musikerbereich gab es Personalwechsel, die aber dem Stil und Konzept des Duos treu blieben. Radney Foster gab dem Wunsch der beiden, musikalich etwas eigenverantwortlicher zu handeln, was sehr gut gelingt und die beeindruckende Weiterentwicklung der beiden demonstriert. Produtzent Jack Clementi dagegen ist bei fast jedem Track auch kompositorisch involviert (Foster nur bei zweien). Das neue Werk bietet aber weiterhin die höchst bewährte Mischung aus wunderbar melodischem, durchaus schön knackig und auf den Punkt gebrachtem (New-) Country / Countryrock, durchzogen einer schönen Brise trockenet Red Dirt und wunderber frischer, lockerer Westcoast-Anleihen. McBain und Myers wechseln sich wie gewohnt beim Leadgesang ab und liefern dazu hinreissend schöne Harmoniegesänge. Man bekommt wunderbar melodische und eingängige Tracks in Hülle und Fülle geboten, das ist Wolfühlmusik par excellence. Herrlich relaxt direkt der eröffnende dezent country-folkige Titeltrack "Crooked thoughts" mit toller Mandoline-, sowie schöner Akustik- und E-Gitarrenuntermalung - dazu diverse Steel-Zutaten. Es folgt die erste Single "When The Flame Goes Out" (ein Lied über gescheiterte Beziehungen), die bereits starke Radiopräsens und hohe Platzierungen in den Texas Music Charts aufweisen kann.. Ganz stark (auch vom Text) ist die Country-Ballade "The Bible And The Gun", eines der beiden von Radney Foster mitgeschriebenen Stücke. Hier spielt natürlich die von Foster geliebte Baritone-E-Gitarre eine tragende Rolle und versprüht sehr viel wohltuende Atmoshäre. Klasse auch die beiden, mit viel Eagles-Flair durchzogenen Stücke "All Wrong But Just Right" (flockiger Countryrocker - erinnert gar ein wenig an "New Kid In Town") und "Ready To Fall" (feine Mandoline, Orgel, Baritone-E-Gitarren-Solo - dezente "Tequilla Sunrise"-Note). Sehr schön auch das im Stile der Sons Of The Desert gebrachte "Shotgun Out Of Town" (klirrende Mandoline, prima E-Gitarren-Untermalung, Steel, Orgel, "tighte" Drums). Voller Retroklänge steckt der langsame, ideal fürs Tanzparkett (auch für Nicht-Tänzer) geeignete Schwofer "Believe Me". Eine Art Countryvariante des aus der Jugend so bekannten Klammerblueses". Einen Hauch von Louisiana versprüht das mit einem tollen Akkordeon untermalte "That’s How I’m Going Out" (dazu viel Steelguitar-"Leiern", starkes E-Gitarren-Solo). "Racing The Sun" bietet wieder viel atmosphärischen, knackigen (New)Country und Countryrock (klasse Gitarren, leicht bluesig), ebenso das finale "Go", bei dem Radney Foster wieder omnipräsent ist (vor allem im Refrain), obwohl er kompositorisch und instrumentell nicht involviert war. Hochemotionaler Stoff zum Ausklang. Blake Myers und Mitch McBain alias Rosehill bieten auch auf "Crooked Thoughts" durchgehend überaus hochwertige Kost und beweisen erneut ihr Talent sehr angenehm und auf musikalisch hohem Niveau zu unterhalten. Toller Stoff für Freunde von Bands mit mehrstimmingen Gesängen wie Sons Of The Desert, Warren Brothers, Carolina Rain, Doc Walker, Love And Theft, Little Big Town (ohne die Mädels), oder gar von den Eagles, Restless Heart, sowie texanischen Interpreten der Marke Radney Foster, Wade Bowen, Josh Abbott Band & ähnlichem. Ganz großes Kompliment an Rosehill! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Crooked Thoughts - 3:36
2. When the Flame Goes Out - 4:18
3. Did You Ever Turn Around - 3:31
4. The Bible and the Gun - 3:53
5. All Wrong But Just Right - 3:45
6. Shotgun Out of Town - 3:57
7. Playing for Pride - 3:14
8. Ready to Fall - 3:59
9. Believe Me - 3:16
10. That's How I'm Going Out - 3:49
11. Racing the Sun - 3:20
12. Go - 3:28

Art-Nr.: 7982
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crooked thoughts
When the flame goes out
The bible and the gun
Shotgun out of town
Playing for pride
Racing the sun
Go

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Ryan, Mike - night comes falling [2012]
Der Quell hoch talentierter Musiker aus dem Red Dirt-Umfeld in Texas sprudelt unaufhörlich weiter. Gut so! Einer der neuen Hochkaräter der Szene ist der junge Mike Ryan aus Denton/Texas, der mit "Night Comes Falling" ein tolles Red Dirt Country-/Countryrock-Album im allerbesten Stil solcher Kollegen wie Rob Baird, Randy Rogers Band, No Justice, Josh Abbott Band , Eli Young Band, Bart Crow, Wade Bowen & Co. hinlegt. Klasse Songs, wunderbare Melodien! Es ist schon wirklich verrückt, wie viele eigenständige junge Künstler diese Musiksparte immer wieder neu hervorbringt! Mike Ryan hat nach seinem abgeschlossenen Studium an der University of North Texas sich musikalisch Stück für Stück weiterentwickelt. Nachdem er 2010 den "95.9 The Ranch Pickin’ Party" Singer/Songwriter-Wettbewerb unter 80 Mitbewerbern für sich entscheiden konnte, ging es zunächst für eine EP ins Studio. Ryan gab selbstkritisch zu, dass er übernervös war und das Endergebnis trotz erster Single-Erfolge in den Texas Music Charts noch nicht das "Gelbe vom Ei" war. Mittlerweile ist er beim führenden Szene-Label Smith Entertainment unter Vertrag und für seinen ersten Longplayer "Night Comes Falling" passt dann aber auch alles zusammen. Mike ist an sechs der insgesamt elf Tracks kompositorisch beteiligt, aber auch bekannte Songwriter und Musiker wie Adam Hood, Blue Sanders, Billy Montana, Drew Copeland (Sister Hazel), Casey Twist (Stoney LaRue Band) und Clint Igersol haben neue Titel für ihn beigesteuert. Nicht zu vergessen das eher noch "unbeschriebene Blatt" Devin Kleinfelder, der bei vier sehr starken Stücken involviert war. Aus seiner alleinigen Feder stammt "Should I", das Lied mit dem wohl größten Hitpotential auf diesem Album (Flair der typischen Lynyrd Skynyrd-Balladen, Refrain mit hohem Wiedererkennungswert, emotionale Steelbegleitung, 2 tolle E-Gitarren-Soli, schöne weibliche Background Vocals von Kylie Rae Harris). Ryan setzt auf seinem CD-Debüt auf Abwechslung und viel Atmosphäre bei durchgehend angenehmen Melodien. Der herrlich flockige, melodische Opener "The Cold One" liegt dabei irgendwo zwischen Rob Baird und Randy Rogers. Die von Jeremy Watkins in allen Variationen gespielte Fiddle und die Steelguitar von Roger Ray verbreitet hier, wie auch bei diversen anderen Tracks ("Prettiest Girl At The Dance", "Holding On") eine dezente, unterschwellige, rurale Countrynote. Ryan hat für sein junges Alter eine sehr anpassungsfähige Stimme und weiß in allen Tempi zu überzeugen. Stark zum Beispiel "Dance With The Angels", das mit ein wenig düsterem "The Thunder Rolls"-Flair daherkommt (Klasse Slidefills, fettes E-Gitarren-Solo). Gelungen auch immer wieder, wenn Ryan vom leitenden Grundschema des Albums zwischen Country und Red Dirt abweicht und mit kleineren Überraschungen aufwartet. "Baby Blue Jeans" ist ein richtig schön dreckiger, rhythmischer Countrystomper (E-Slide-/Fiddle-Solo), bei "My Heartbreak" setzt ein aufs Gemüt gehendes Cello und eine spanisch anmutende Akustikgitarre atmosphärische Akzente und "Little Too Long" groovt bluesig schwer im Stile der Allman Brothers bei gleichzeitiger Stratocasterbegleitung im Stile eines Robert Cray. Der hier recht kompakt gebrachte Song (E-Gitarren- und E-Piano-Solo nur sehr kurz) dürfte live sicher zu einigen Improvisationsausflügen einladen. Der Titelsong "Night Comes Falling" bietet dagegen wieder luftige Leichtigkeit zwischen Marshall Tucker und den Eagles, ebenfalls getragen von einer beschwingten Stratocaster- und Steelbegleitung, schön hier vor Allem das relaxte E-Gitarren-Solo. Am Ende beweist Mike beim sparsam instrumentoerten "Only All The Time" (nur Akustikgitarre, Hand Drums und Fiddle) noch einmal seine schon erstaunlichen Gesangsqualitäten (in introvertierter Manier eines Randy Rogers). Fazit: Tolles Newcomer-Debüt eines außerordentlichen, sehr vielseitigen Talents, mit jeder Menge Potential. Für Mike Ryan ist mit "Night Comes Falling" noch lange kein Ende in Sicht. Ganz im Gegenteil. In Zukunft ist von ihm noch so einiges zu erwarten! Und dass der Bursche schon erheblich mehr Selbstbewusstsein getankt hat, kann man an folgendem Statement von ihm über seine Produzenten Wayne Foster und Eric Delegard erkennen: "They say the first day you release your album ist the day you start thinking about the next album. For the last six to eight months I’ve been thinking about 'Night Comes Falling'. I don’t have any themes or any solid ideas, but ask me again in a month, and that will probably have changed." Auch wir sind absolut sicher, dass der nächste Streich von Mike Ryan irgendwann in naher Zukunft in Angriff genommen wird. Doch jetzt erfreuen wir uns erst einmal am vorzüglichen Debut. Starker Typ dieser junge Texaner! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. The Cold One - 3:27
2. 57 Songs - 3:39
3. Dance With an Angel - 3:28
4. Baby Blue Jeans - 2:50
5. Should I - 3:34
6. Prettiest Girl At the Dance - 3:25
7. My Heartbreak - 4:05
8. Little Too Long - 3:24
9. Holding On - 3:37
10. Night Comes Falling - 3:46
11. Only All the Time - 4:53

Art-Nr.: 8029
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The cold one
57 Songs
Dance with an angel
Should I
Prettiest girl at the dance
Little too long
Holding on

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Steadman Band, Brandon - recovery [2014]
Ganz feiner, frischer, unbekümmerter und hoch melodischer, knackiger Country/Countryrock/Red Dirt von der in Arlington/Texas beheimateten Brandon Steadman Band aus dem Hause Smith Entertainment! Auch Brandon Steadman stammt, wie so oft in hiesiger Szene, aus einem musikbegeisterten Haus. Während seine Mutter für Randy Travis und Clay Walker schwärmte, galten dir Vorlieben von Brandons Vater solchen Bands wie Lynyrd Skynyrd und Boston. Dieser kaufte ihm mit 12 schließlich die erste klassische Gitarre, welche aber erst intensiv genutzt wurde, als ihn die ältere Schwester mal mit ins berühmte Antone’s in Austin genommen hatte.
Brandon, unterdessen 17 Jahre alt, wechselte nun auf eine "richtige Gitarre" um. Von da an versuchte er in kürzester Zeit so viele Griffe wie möglich zu erlernen. Der Startschuss für die Brandon Steadman Band fiel dann auf der "South Of The Border Party" im ansässigen Sigma Chi House. Brandon traf bei einem weiteren Schul-Gig zufällig Kevin Lorensen, der bereits auf eine reichhaltige Erfahrung, was die Mitwirkung in dieversen Bands anging, zurückgreifen konnte. Man beschloss recht schnell, das erste Album "Front Seat Row" in Austin aufzunehmen. Mit diesem Werk im Rücken gelang es Steadman aus dem College-Zirkus auszubrechen und in ganz Texas aufzutreten. Unzählige Gigs formten in den nächsten Jahren ihn und seine Musiker. Eine weitere Begegnung mit Joey Green (Joey Green Band - mal bezeichnet als "Fort Worth’s best kept secret") brachte dann den endgültigen Durchbruch. Obwohl beide grundsätzlich verschiedene Charaktere waren, harmonierten sie und ergänzten sich in ihrer musikalischen Zusammenarbeit bestens. Steadman dazu: "We really had different styles - writing, personality and everything, so the fact that we became such good friends is a mystery to me. But that’s exactly what the band needed to get the next album in motion". Mit neuem Management und dem in Red Dirt-Kreisen arrivierten Smith Entertainment-Label im Rücken schmiedeten die beiden dann das jetzt brandaktuelle Werk "Recovery". Green übernahm die Produktion, Teile beim Songwriting und er glänzt vor allem mit seiner vorzüglichen E-Gitarrenarbeit (dazu kamen noch die Keyboard-Parts, Percussion und Background Vocals). Steadman konzentrierte sich auf den Großteil der Kompositionen, natürlich den Gesang (großartig) und spielt Akustikgitarre. Den Rest des Line-ups bilden besagter Kevin Lorensen am Bass, Randy Gray als weiterer Gitarrist, Brandon Morris an den Drums, Roger Ray an der Pedal Steel (ganz vorzügliche Vorstellung), sowie die wunderbaren Harmoniegesänge einbringende Ashley Lee. Die 11 Tracks bieten wunderbar erfrrischenden, klassischen, unverbrauchten Red Dirt Country und Countryrock mit solch herrlichen Arrangements und Melodien, wie wir sie von vielen Bands (zum Beispiel Eli Young Band, Bart Crow Band) in ihrer Frühphase kennen. Brandon hat eine überaus angenehme Stimme, die dann mit der Rhythmusfraktion und Green, sowie Grays E-Gitarrenarbeit und Rays erhabenen Steel-Fills perfekt harmoniert. Manchmal klingt es so, als wenn der frühere Keith Urban eine Red Dirt-Scheibe aufnehmen würde. Ganz stark wird es immer, wenn, wie bei "Fort Worth Line", Ashley Ley recht prägnant beim Gesang dazu stößt. Das ähnelt und erinnert ein wenig an die erfolgreiche Kooperation von Josh Abbott und Kacey Musgraves auf den letzten Alben der Josh Abbott Band. Sehr schön auch das retro-folkig angehauchte "Leaving Austin", wobei einem spontan Rob Baird spontan in den Sinn kommt. Was für eine großartige Melodie. Das sind alles richtige Ohrwürmer. Den Großteil bilden aber schön rockig, flockig und melodisch nach vorn gehenden Lieder der Marke "Stupid Girl" (wohl am hitverdächtigsten), "Already Gone" (schöne E-Baritongitarrenarbeit), "Stronger Than The Whiskey" (Southern-trächtiges E-Gitarren-Solo, Orgelhall, Mitsing-Refrain), oder das abschließende,schön kräftige, aber dennoch lockere "Who Do You Think You Are" (wieder solch eine herrliche Melodie, klasse E-Gitarren/Steel-Solo-Kombination). Die Brandon Steadman Band und ihr neues Werk "Recovery" stellen eine absolute Bereicherung für die Red Dirt-Szene dar. Das ist noch weitgehend unverbrauchte Musik, hoch talentiert, fernab irgendwelcher Zwänge, dabei hoch professionell in Szene gesetzt. Perfekter Stoff für Liebhaber solcher Acts wie beispielsweise Bart Crow, die Eli Young Band, Rob Baird, Cody Gill Band, Casey Donahew Band & Co.! Klasse Scheibe! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. All I'm Asking - 3:12
2. Without Saying Goodbye - 4:10
3. Hey Hey Tonight - 2:50
4. Fort Worth Line - 4:19
5. Leaving Austin - 4:12
6. Stupid Girl - 3:25
7. Already Gone - 2.52
8. Stronger Than the Whiskey - 3:13
9. Days & Nights - 4:00
10. When I See You Again - 3:34
11. Who Do You Think You Are - 3:13

Art-Nr.: 8548
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All I'm asking
Hey hey tonight
Fort Worth line
Leaving Austin
Already gone
Stronger than the whiskey
Who do you think you are

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Thieving Birds - gold coast [2013]
Vor zwei Jahren lieferte einer der besten, neuen Red Dirt-Acts der jüngeren Vergangenheit ein brillantes Debut ab, nun kommen die Thieving Birds mit dem oft so schweren Nachfolger. "Gold cost" heißt die Scheibe - und Leute, die Band knüpft mit ihrer außergewöhnlichen Klasse nahtlos an den Vorgänger an. Grandos schon der Auftakt: Kuhglocken-Drums, ein, trotz allen Drucks, lässig groovender E-Gitarrenrhythmus im Stile der Stones, dazu der charismatische Gesang von Frontmann Ace Crayton, dreckiges Skynyrd'sches E-Gitarren-Solo in "Gimme Three Steps"-Manier und fertig ist der herrliche Opener "In The Summer", ein Stück, das in dieser Art auch gut in das Repertoire der The Dirty Guv'nahs passen würde. Das ziemlich harsch dahin polternde "Because My Baby Smiled" hat ein wenig Roadhouse Rock-Flair, Craytons kräftiger, herausposaunender Gesang kommt voller Inbrunst. Das ziemlich aggressiv vorgetragene "Black Canyon Boom" bietet Southern Rock mit dezent psychedelischer Note der absoluten Extraklasse. Stark dabei die E-Gitarrenarbeit von John Seidler, dessen Vorliebe für Gibson-Les Paul-Klänge bei seinen Soli offensichtlich ist. Mit "Brother Ryan" (Red Dirt-mäßssg, klasse E-Baritonführungsspiel und -solo) und dem mit Countryflair behafteten, sehr melodischen "Reasons" wird dann vorübergehend eine etwas ruhigere Schiene gefahren. Hier erinnert Craytons Stimme immer wieder an die von Randy Rogers. Beim southern-bluesigen "In Your Arms" groovt, stampft und shuffelt es wieder, dass es eine wahre Freude ist (toll auch hier wieder Craytons wuchtiger Gesang und die satte Rhythmusgebung durch Drummer Beau Brauer und Bassist Rody Molder). Das rootsige "As Good As It Gets" hat sogar einen unterschwelligen CCR-"Born In The Bayou"-Touch. Ganz großer "Sport" ist der Seventies-inspirierte Slow-Blues "Graveyard Love", wo sich psychedelische Elemente a la Led Zeppelin, progressive Töne Marke Pink Floyd und entspannte Southern Blues-Gitarren zu einem phänomenalen, atmosphärischen Gebräu vermischen. Wunderbar passend dazu auch die gurgelnde Orgel von Gastmusiker Tommy Young. Die abschließenden "December’s Favorite Daughter" und "When I Arrive" bieten melodischen, klassischen, sowie unbekümmert und gitarrenbetont verlaufenden Red Dirt-Rock, etwa im Stile der Randy Rogers Band zu Anfangstagen (nur gänzlich ohne deren Fiddle-Note). Es ist immer wieder eine Freude, diese nachrückenden, hochtalentierten Newcomerbands aus dem schier unendlich scheinenden Fundus der südlichen Sphären der Staaten entdecken zu können. Die Thieving Birds reihen sich mit ihrem zweiten Werk "Gold Coast" nahtlos in den Reigen solcher junger, großartiger Acts wie Whiskey Myers, Statesboro Revue, The Dirty Guv'nahs, The Vegabonds oder Blackberry Smoke ein. Was für ein Pracht-Album! Viel Druck, sehr saftiger, satter Sound (produziert hat übrigens Erik Herbst - Eli Young Band, Josh Abbott Band, Casey Donahew Band u.v.m.) , fette Drums, tierische, raue Gitarrenlinien, klasse Melodien und jede Menge Southern Rock-Flair! Die Red Dirt Rock-/Countryrock- und Southern Rock-Gemeinde darf jubeln! "Hammer"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. In the Summer - 3:30
2. Because My Baby Smiled - 2:48
3. Black Canyon Boom - 3:27
4. Brother Ryan - 4:04
5. Reasons - 3:40
6. In Your Arms - 4:27
7. You Gotta Believe Me - 3:44
8. As Good as It Gets 3:54
9. Graveyard Love - 5:38
10. December's Favorite Daughter - 3:34
11. When I Arrive - 3:36

Art-Nr.: 8275
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
In the summer
Black canyon boom
Reasons
In your arms
You've gotta believe me
Graveyard love
December's favorite daughter

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Watson, Aaron - real good time [2012]
Ach, ist das schön ein Countryfan zu sein. Das sind die Alben, die wir so lieben, die man jedem als Referenzwerk vorspielen kann, der beginnt, sich für Countrymusic zu interessieren. Das ist die Musik, mit der man zum "Countrymusic-Junkie" werden kann. Wunderbar! Auslöser dieser "Glücksgefühle" ist das neue Werk von Aaron Watson mit dem bezeichnenden Titel "Real good time". Der Texaner, geboren und aufgewachsen in Amarillo, heute zu Hause in Abilene, gehört im heimatlichen Lone Star State längst zu den ganz Großen der Countrymusic. Völlig zu Recht! "Real good time" demonstriert das in beeindrucknder Art und Weise - es ist ein Werk, dass die Countryfreunde auch weit über die Grenzen Texas' hinaus vollends begeistern wird. Mit dieser Msuik hätte es Watson endlich verdient, den ganz großen Durchbruch zu schaffen. Das ist unverfälschter, schnörkelloser, authentischer Texas Honky Tonk, Outlaw Country und Pure Traditional Country, dem der "Red Dirt"-Staub spürbar an den Stiefeln haftet. Ehrlich, rein, erfrischend unverbraucht, voller Inspiration, Herz und Seele! Aaron Watson, dem man in seiner Heimat übrigens nach einem gleichnamigen Song von ihm liebevoll den Sptznamen "Honky Tonk Kid" verpasst hat, hat sich in den letzten Jahren mit etlichen großartigen Alben und seinem ausgedehnten Touring (200 Gigs pro Jahr sind gar nichts) stets weiter entwickelt, blieb dabei aber immer seiner "real Country"-Linie treu. Wie selbstverständlich schafft er es mit durch und durch traditionell verwurzelter Countrymusic ohne befremdliche, aufgesetzte Pop-Attitüden den Zahn der Zeit zu treffen und auch das junge texanische Publikum in Scharen zu begeistern. Das ist es, was Nashville so sehr fehlt. Reinen Country zu produzieren und dennoch "hip" zu sein. Aaron Watson zeigt lässig und cool, wie man's macht. Das Album ist gefüllt mit der satten 18 Songs. 13 davon sind brandneue Stücke, 5 sind "alte" Klassiker seiner bisherigen Karriere, die er aber für dieses Album noch einmal in ganz neuen Versionen eingespielt hat - das besagte, kultige "Honky Tonk Kid" beispielsweise im Duett mit Willie Nelson. Doch "good old Willie" ist bei weitem nicht der einzige Gast, den Aaron als Gesangspartner gewinnen konnte, aber dazu im Verlauf des Reviews mehr. Gleich mit dem Eröffnungstrack, dem Titelstück, gibt es kein Halten mehr. Was für eine fantastische Nummer! Flottes Acoustic Gitarren-Picking, eine grandios gespielte, elektrische Lead-Gitarre kommt hinzu (überhaupt bietet das Album immer wieder herausragendes Gitarrenspiel, u.a. von Brent Mason und David Grissom), die Fiddle surrt, es entsteht eine hinreissende Melodie. Aaron's starker Gesang setzt zusammen mit der dynamisch agierenden Rhythmusfraktion ein und bringt den Song nun richtig in Schwung - ein herrlicher, mächtig Stimmung machender, "dance florr filling" Uptempo Honky Tonker, der einen packt und nicht mehr los lässt. Und wenn Aaron singt: "So cast away all our cares in the world, like a worm on a hook on a cane pole line, let your hair down, kick your feet up, let a country boy show you a real good time", sieht man sie direkt vor seinem geistigen Auge, die in einem texanischen Roadhouse zur stimmungsvoll aufspielenden Band ausgelassen tanzenden Cowgirls und Cowboys - toll! Von ähnlichem Kaliber ist der temporeiche, "angerockte" Countryfeger "Summertime girl", mit seiner surrenden Fiddle, den schönen Pedal Steel-Fills und den würzigen, ein staubiges "Red Dirt"-Flair vermittelnden E-Gitarren. Dann das überragende "July in Cheyenne": ene geradezu traumhaft melodische, bewegende, voller Western-Feeling steckende, lockere Midtempo-Countrynummer zu Ehren des professionellen Bullriders Lane Frost, der bei einem Rodeo in Cheyenne/Wyoming tödlich verunglückte. Pedal Steel, Acoustic Gitarre und Fiddle sorgen gemeinsam mit Aaron's tollem Gesang (erinnert hier im Timbre ein wenig an Gary Allan) für eine hinreissend harmonische Inszenierung. Vor allem die wunderbaren instrumentalen Breaks lassen einen die ganzen Emotionen dieses Liedes spüren. Ehrliche, natürliche Countrymusic, wie man sie schöner kaum spielen kann. Bärenstark beispielsweise auch die von Chuck Pyle komponierte Coverversion des einstigen Chris LeDoux-Hits "Cadillac cowboy" (gab's auch von der Nitty Gritty Dirt Band auf deren "Partners, Brothers and Friends"-Album aus dem Jahre 1985, dort allerdings unter dem Titel "Other side of the hill"), den Aaron hier gemeinsam mit dem PBR-Champion Justin McBride vorträgt, wie auch das Cover der Stevie Nicks-Nummer "Leather and lace" (Nicks sang diesen Song seinerzeit zusammen mit Don Henley), den wir hier im Duett mit der fabelhaften Elizabeth Cook hören (wundervolle Begleitung aus Pedal Steel, Mandoline und transparenten Gitarren). Wie man ordentlichen Outlaw Country spielt, demonstriert Watson zusammen mit seinen Kumpels Pat Green und Josh Abbott (Josh Abbott Band) mit dem Waylon-beeinflussten, großartigen "Texas boys" und das zunächst sehr traditionell beginnende, dann aber kräftig und herzhaft rockende, sogar mit einer kleinen "kick-ass" Rap-Phase garnierte "Hey y'all" versetzt noch einmal die "junge Texas Cowboy-Meute" in Hochstimmung. Doch was man auch herauspickt, dieser Aarom Watson und seine beteiligten Musiker begeistern in jeder Hinsicht mit einer voller Spielwitz und Frische steckenden Countrymusic, wie man sie heute leider nur noch viel zu selten geboten bekommt. Unter all diesen Stücken ist nicht ein einziger Durchhänger - ganz im Gegenteil. Die erste Single übrigens, "Raise your bottle", erreichte sofort die Nummer 1 der Texas Music Charts! Oh ja, Mr. Watson, dieses Album bereitet einem wirklich eine gute Zeit, denn "Real Good Time" ist "Real Good Countrymusic" - und zwar verdammt gute!

Das komplette Tracklisting:

1. Real Good Time (2.23)
2. Summertime Girl (3.44)
3. Lips (3.48)
4. Turn Around (3.35)
5. July In Cheyenne (Song For Lane's Momma) (4.22)
6. Cadillac Cowboy (3.06)
7. Fish (2.23)
8. Leather And Lace (3.54)
9. Raise Your Bottle (3.32)
10. Texas Boys (3.44)
11. Nowhere Fast (3.02)
12. Deer Blind (2.41)
13. Hey Y'all (My Contribution To Ruining Country Music Country Song! Ha!) (3.51)
14. Barbed Wire Halo (4.25)
15. Reckless (3.42)
16. Off The Record (3.35)
17. I Don't Want You To Go (2.54)
18. Honky Tonk Kid (4.13)

Art-Nr.: 7960
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Real good time
Summertime girl
July in Cheyenne
Cadillac cowboy
Raise your bottle
Texas boys
Barbed wire halo

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