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Atlanta Rhythm Section - anthology - greatest & latest [2007]
Da werden die vielen Anhänger der kultigen Southern Rocker hellhörig: Jawohl, die Atlanta Rhythm Section meldet sich zurück, und zwar mit einem neuen Album. Am Start ist die aktuelle Besetzung der Band um den neuen Sänger Andy Anderson, den eingefleischte Kenner allerdings bereits seit den Neunzigern kennen dürften, denn schon damals tauchte er immer wieder mal im Line-Up der Truppe auf. Der Albumtitel "Anthology - Latest & greatest" dürfte zunächst für etwas Irritation sorgen, da er natürlich ein weiters "Greatest hits"-Album suggestiert, doch das ist es nicht. Was ARS hier vorlegen, ist ein reines Cover-Album, das etwa zur einen Hälfte aus vollkommen neu eingespieltem, alten ARS-Songs besteht, zur anderen aus ihren Versionen bekannter Klassiker diverser, seelenverwandter Rock-Größen. Zum einen werden mit "So Into You", "Spooky", "I’m Not Gonna Let It Bother Me Tonight", "The Ballad Of Louis Malone" und dem gelungenen "Sleep With One Eye Open" (ein Song , der bislang nie veröffentlicht wurde, mit rootsig-psychedelischem, aber typisch, melodischem ARS-Flair) einige markante Tracks/-Hits aus vergangenen Zeiten aufpoöiert. Die Besetzung mit Dean Daughtry (Keyboards, Drums) als einzigem Original-Mitglied, dem bereits erwähnten Ronnie Hammond-Ersatz Andy Anderson (Vocals) und David Anderson (Guitars, Bass, Drums) erscheint zwar recht minimalistisch, der einzigartig anmutende Keyboard- und Gitarren-lastige, typische ARS-Sound wurde aber sehr authentisch (vor allem Barry Bailey’s damaliges Les Paul-Spiel wird von David Anderson sehr gut weiterentwickelt) und durchaus zeitgemäß klingend eingefangen. Klasse besonders das relaxt groovende "Spooky" mit gleich drei eingebundenen, fetten E-Gitarren-Passagen. Zum anderen hat die Band ein paar hochkarätige Rock-Klassiker (u. a. "Hold On Loosely" von 38 Special, "The Boys Are Back In Town" von Thin Lizzy, "Love Hurts", vor allem bekannt durch Nazareth, oder auch "Help Is On The Way" der australischen Little River Band) eingespielt und versucht, diesen Songs eigenen Stempel aufzudrücken, was ihr prima gelingt. Stark auch die Fassungen von weiteren Stücken wie Lynyrd Skynyrd's/J.J.Cale's "Call Me The Breeze" in einer ordentlich abgehenden Version mit tollem Gitarren-Drive, die sich durchaus mit der Skynyrd'schen messen kann, dem Bachman Turner Overdrive-Klassiker "Takin’ Care Of Business", der Anderson’s rauem Stimmorgan mit seinem Blues-Rock-Ambiente sehr entgegenkommt, oder das furios dargebotene ZZ-Top-Mini-Medley "Sharp Dressed Man“/“Gimme All Your Lovin’", das durch Daughtry’s klasse Orgel- und Honkytonk-Piano-Spiel zusätzlich aufgepeppt wird. Am Ende gibt es als Bonus noch zwei Live-Tracks ("Imaginary Lover" und "Champagne Jam"), eingespielt in der aktuellen Live-besetzung (Dean Daughtry, Steve Stone, Andy Anderson, Justin Seeker, Jim Keeling, Alan Accardi) mit bewährter Routine und in gewohnter Atlanta Rhythm Section-Qualität. Vielleicht wäre ein Album mit komplett neuem Material wünschenswerter gewesen, aber immerhin: Einfach schön mal wieder etwas „Neues“ von den Burschen zu hören! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4959
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Tritt, Travis - live & kickin' ~ dvd [2004]
Vor ein paar Wochen mit der Veröffentlichung seines großartigen neuen Albums "My honky tonk history" angekündigt - jetzt ist sie da, die Live-DVD! Travis Tritt live in concert, das ist ehrllicher, bodenständiger, handgemachter, straighter, sowohl von großer Energie und Kraft angetriebener, als auch voller Gefühl steckender Honky Tonkin' Southern rockin' New Country der absoluten Extraklasse! Aufgenommen im Jahre 2002 während seiner "Strong enough"-Tour im historischen Tivoli Theatre in Chatanooga/Tennessee (eine tolle Halle mit viel Esprit) beweist "Georgia son" Tritt mit seiner ausgezeichneten Band (alles großartige, bestens aufeinander eingespielte Musiker, insbesondere der sehr starke Lead-Gitarrist Wendell Cox, Drummer Dave Northrup und der fantastische Steel-Gitarrist Steve Sturm), welch ein klasse Live-Performer er ist. Das er das "Southern Rock-Herz" auf dem rechten Fleck trägt, kommt live fast noch mehr rüber, als bei seinen Studioalben. Er lebt das Outlaw-Image, und man kauft es ihm auch auf der Bühne ab! Die Chemie zwischen Band und Publikum stimmt, die Atmosphäre und Stimmung ist prächtig. Immer wieder geht Tritt während seines Auftritts auf die Örtlichkeit der Show (Chatanooga) ein, was den Zuhörern sichtlich gefällt! Die Setlist (19 Tracks) ist vom Feinsten! Dabei pendelt er ausgewogen zwischen seiner "rockin' side" und seinen so wunderbaren Balladen hin und her! Wie es sich gehört, geht es natürlich mit einer standesgemäß fetzigen, "rowdy" Outlaw-Southern-Country-Honky Tonk-Rock-Nummer los: "Put some drive in your country" bringt das Publikum in dieser "smokin' version" mit fetter Slidegitarre, inklusive eines großartigen, glühenden Solos, gleich ordentlich in Schwung, und mit dem schnellen, dynamischen, wieder voller Southernflair steckenden Honky Tonk Rock'n Roller "Time to get crazy" (klasse Fiddle, klimperndes Piano, zündende E-Gitarre und eine herrliche Steel bestimmen das Arrangement) setzt er sogar noch einen drauf! Dann mit "I'm gonna be somebody" die erste, dieser verhalten, aber voller Herz rockenden, wundervollen, inspirierten. Balladen! Tritt ist einfach ein klasse Sänger! Wieder sind die Southernroots spürbar! Toller Gitarrensound! Weiterhin sehen und hören wir starke Versionen von u. a. "Where corn don't grow" (locker, melodisch, mit toller Steelguitar), "Old habits", "Livin' on borrowed time", "Love of a woman", "Ten feet tall and bullet proof", "Country club", "It's a great day to be alive" (mit feinem Dobro), "Modern day Bonnie and Clyde" und zum Abschluß der Show eine gewaltig rockende, fast qualmende Coverversion des Atlanta Rhythm Section-Klassikers "Homesick", wie in ARA wahrscheinlich selbst nie besser gespielt haben. Das ist purer, klassicher Southernrock in Reinkultur! Etwa in der Mitte des Sets beweist Tritt seine ganze Klasse, auch als ausgezeichneter Acoustic-Gitarrist, bei einer 3 Songs umfassenden Acoustic-Performance - nur er und seine Gitarre auf der Bühne! Sehr stark! Er spielt dabei seinen Riesenhit "Anymore", "Country ain't country" und eine ganz hervorragende Version des Charlie Daniels-Klassikers "Long haired country boy", bislang auf keinem Triit-Album veröffentlicht. Eine tolles, rund 90-minütiges Konzert! Travis Tritt und seine Band in Bestform! Klasse gefilmt! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Player abspielbar!

Art-Nr.: 2808
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 17,90

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