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Donahew Band, Casey - double-wide dream [2011]
"Traumhaft"! "Double-Wide Dream" ist der nächste, großartige Countryrock-Streich der Casey Donahew Band! Casey Donahew und seine Mannen zählen schon seit Anbeginn ihres musikalischen Treibens zu den Aktivposten der Red Dirt-Szene. Vier Studio-Alben in fünf Jahren (plus einer Live-Scheibe) und eine unbändige Bühnenpräsenz mit ca. 12-15 Gigs im Monat hat die Fanbase kontinuierlich wachsen und ihren Beliebtheitsgrad stetig steigen lassen. Wenn der aus dem Süden von Forth Worth stammende Casey im Billy Bob’s Texas zu seinem obligatorischen Heimspiel antritt, ist der Laden (wie auch zunehmend andere Locations um Texas und Oklohama herum) immer ausverkauft. Die mittlerweile sechsköpfige Band, bestehend aus Frontmann Casey Donahew (Gesang, Gitarre), James Soto (Lead-Gitarre), Josh Moore (Fiddle), Donte ‚TAZ’ Gates (Drums), Steve Stone (Bass) und A.C. Copeland (Keyboards), ist aber trotz der zunehmenden Publikumsakzeptanz immer auf dem Boden geblieben. "I think we're just believable. We're not trying to be somebody we're not. We're just normal guys, you can tell. And people see that and respond to it", so die kurze Analyse des Bandleaders zur Beliebtheit des Sechsers. Mit dem von Erik Herbst (Eli Young Band, Kyle Bennett Band) produzierten Vorgänger “Moving On”, der immerhin sogar auf Platz 28 der nationalen Billboard Country Charts landete und in Texas viel Airplay der Radiostationen mit sich brachte, hatte man ganz starken Stoff abgeliefert und die Messlatte für das Nachfolgewerk verdammt hoch gelegt. Aber wie das bei diesen Burschen aus der Red-Dirt-Szene so Gang und Gäbe ist, spornt dieser zunehmende Leistungsdruck eher an und lässt dabei sogar unvermutete Kräfte frei werden. So auch hier auf "Double-Wide Dream", das wieder von vorn bis hinten vollstens überzeugt und wie aus einem Gus aus den Lautsprechern kommt. Einfach klasse! Ja, man kann schon sagen, dass Casey Donahew (der übrigens von seiner Frau Melinda gemanagt wird) mittlerweile mit den Großen der Red Dirt-Zunft auf Augenhöhe agiert. Donahew hat diemal selbst produziert und sämtliche Tracks mit zum Teil einigen Co-Schreibern wie JB Patterson (JB & The Moonshine Band), Steven Rice und Aaron Copeland komponiert. Die CD beginnt mit "Let You Go", einem typisch schwungvollen Red-Dirt Rocker (kratzige E-Gitarren-Rhythmus, polterndes Drumming, feines E-Gitarren-Solo), der sofort mächtig Laune macht, allerdings unmittelbar danach durch das Titelstück (klasse Baritone-E-Gitarrenarbeit von James Soto) gleich nochmal getoppt wird. Ist zugleich die erste Single und in den Texas Music Charts bereits dabei die Leiter ganz nach oben zu rklettern. Aber die Casey Donahew Band kann natürlich auch ruhig. Mit "Give You A Ring", "I’d Give Anything" und dem saustarken Skynyrd-infizierten "Could Be My Time" (typische E-Gitarren, weibliche Harmonies), hat man diesbezüglich drei wunderbar entspannte, herrlich melodische Lieder an Bord, die allerdings immer von vollen, saftigen Gitarren durchzogen sind. Ähnlich wie Brady Black bei der Randy Rogers Band, hat Josh Moore neben Bandleader Casey Donahew mit seinem wohl dosierten und songdienlichen Fiddlespiel auch diesmal wieder nicht unerheblichen Anteil am typischen Sound des Sextetts. Aber auch der neue Keyboarder A.C. Copeland weiß mit sehr variablenm Piano- und Orgelspiel zu überzeugen. Dazu beweist Soto ein ums andere Mal, dass er zu den richtig guten E-Gitarristen der Szene zu zählen ist. Zu den weiteren Stimmungshöhepunkten des Silberlings zählen das launige Uptempo-Stück "One Star Flag", das zu einer einer echten Texas (Live-)Hymne avancieren könnte (wiehernde Fiddle, klimperndes Honky Tonk-Piano) und das abschließende "White Trash Story - II (The Deuce)", quasi der E-gitarrenlastige Nachfolger des Titeltracks des Debütalbums von 2006. Die Casey Donahew Band hat mit "Double-Wide Dream" einen weiteren großen Schritt vollzogen, um bei den ganz großen der Red-Dirt-Zunft und darüber hinaus ähnlich wie der Randy Rogers Band, Eli Young Band, Wade Bowen & Co. mitzumischen. Das Zeug dazu haben sie ohne jeden Zweifel. Es bleibt also spannend. Der große Musiktraum der Casey Donahew Band nimmt mit "Double-Wide Dream" weiter seinen Lauf. Texas Red Dirt-Countryrock vom Feinsten! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Let You Go - 3:33
2. Double-Wide Dream - 3:29
3. Give You a Ring - 3:41
4. Running Through My Head - 3:39
5. Regrets - 4:24
6. One Star Flag - 3:06
7. I'd Give Anything - 3:48
8. Let's Not Say Goodbye Again - 2:55
9. Could Be My Time - 4:28
10. White Trash Story -- II (The Deuce) - 3:50

Art-Nr.: 7608
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Let you go
Double-wide dream
Give you a ring
Running through my head
Let's not say goodbye again
Could be my time

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Donahew Band, Casey - moving on [2009]
Prächtiger "Red Dirt"-Countryrock voller Leidenschaft, herrlicher Melodien, würziger Instrumentierung und mit einem ungemein erfrischend klingendem Sound. Die aus Burleson/Texas stammende Casey Donahew Band gilt, obwohl sie bereits schon drei CDs veröffentlicht hat, in hiesigen Red-Dirt-Kreisen noch immer als so etwas wie ein gut behütetes Geheimnis der Szene. Das muß sich, und wird sich sicher auch, mit ihrem von Erik Herbst (u.a. Eli Young Band, Macon Greyson, Kyle Bennett Band) hervorragend produziertem, vierten Werk "Moving On" schlagartig ändern. Die Scheibe ist ein Knüller und meistert den gar nicht so einfachen Spagat zwischen radiofreundlicher Melodik und anspruchsvoller, überaus kompetenter instrumenteller Umsetzung, genau wie auch den zwischen erdigem, unbekümmertem, rootsigen Texas Roots-Staub und traditionell verwurzelter Nashville-Kompatibilität als wäre es das natürlichste von der Welt. Das ist richtig klasse! Leader der Band ist, wie der Name es schon vorgibt, Casey Donahew, der als Sänger, Gitarrist und Songschreiber klar den Takt vor gibt. Begleitet wird er von Steve Stone (Bass), Donte “Taz“ Gates (Drums), Josh Moore (Fiddle) und John “JZ” Zaskoda (Electric guitars), alles großartige Musiker. Gemanagt wird das Quintett von Casey’s Frau, Melinda. Laut eigener Aussage bezeichnet die Band ihren Stil als "Pure Texas Country" und sieht sich beeinflusst von Interpreten wie Pat Green, Cross Canadian Ragweed, Jack Ingram und Robert Earl Keen, wobei hier aber auch Acts wie No Justice, die Randy Rogers Band, die Eli Young Band, Wade Bowen, die Tommy Gallagher Band oder Zack Walther and The Cronkites genannt werden können. Dieses "Pure Texas Country", wie sie ihre Musik nennen, muß man allerdings schon um das Wörtchen "Rock" ergänzen, denn die Casey Donahew Band weist wirklich alle Mermale einer klassischen Countryrock-Formation auf und lässt durchaus auch Erinnerungen an die goldenen Tage des "vintage Countryrocks" der Siebziger aufkommen. Zudem gilt die Trupper als heiß begehrter Live-Act, die das Publikum mit langen, ausgedehnten Sets und unbändiger Energie (in ihrer Live-Präsenz vergleicht man sie sogar mit der Power Springsteen's) mitreisst. Los geht's mit der ersten Single des Albums, dem beeindruckenden, dynamischen, lockeren, aber sehr knackigen Countryrocker "Ramblin' kind", der nicht nur aufgrund des Songtitels unterschwellige Parallelen zu Dickey Betts' "Ramblin' Man", bzw. der "Brothers and sisters"-Ära der Allman Brothers aufweist. Dazu kommen natürlich die typischen, unwiderstehlichen "Red Dirt"-Anlagen, wie man sie so eben nur in Texas spielt. Beinhaltet zwei exzellente, jeweils wechselnde Solo-Passagen zwischen Fiffle und elektrischer Lead Gitarre (zunächst heulende Fiddle/E-Gitarren-Solo dann in umgekehrter Reihenfolge E-Solo mit anschließendem Fiddle-Konter), wobei die flinken Finger von Gitarrist John Zaskoda in einer Würze ind Lockerheit über die Saiten gleiten wie einst bei Dickey Betts oder Hughie Thomasson (The Outlaws). Der Song ist ein richtiger Leckerbissen für die Countryrock- und "Red Dirt"-Enthusiasten. Wenn das kein Riesen-Hit in den Texas Music-Charts wird...! Auch im weiteren Verlauf strotzt die CD geradezu vor erfrischend gutem, voller toller Melodien bestücktem, tollem Songmaterial: Herrlich beispielsweise die beiden super melodischen "Next Time" (mit southern-typischem E-Gitarren-Spiel) und "Breaks My Heart" (mit Steel, Fiddle und schönem E-Gitarren-Solo), das flockige "California" (starker "Red Dirt"-Countryrock mit einem Hauch von Westcoast), das rootsig stampfende, grandiose, gitarrenbetonte "Nowhere Fast" , das im Fahrwasser von Cross Canadian Ragweed befindliche, rockige "Burn This House Down" (feines Southern-Flair, starke Drums), oder die mit wohl dosierten Streicherpassagen verzierte Ballade "Angel", welche allesamt auf Grund ihrer Eingängigkeit wohl kaum von den Radiostationen ignoriert werden dürften. Die Band hat natürlich, wie in Red Dirt-Kreisen üblich, das gesamte Material selbst komponiert und in Eigenregie eingespielt, wobei allerdings auch einige wenige, auserwählte Gastmusiker Akzente setzen. Hier drückt besonders der agile Multiinstrumentalist Milo Deering mit Pedal Steel (stark u.a. bei der famosen, recht traditionell in Szene gesetzten, flockigen, lupenreinen New Country-Nummer "Strong Enough" mit ihrer frappierenden Nähe zu der nicht unter zu krigenden, gerade wieder mit einem glänzenden Album aufwartenden Nitty Gritty Dirt Band), Mandoline (das wunderbare "Let Me Love You") und Dobro ("Break Me Down") seinen markanten Stempel auf. Am Ende geht mit dem Titelstück "Moving On" (inkl. eines klasse Hiddentracks, der nach etwas 5.14 Minuten einsetzt) noch mal so richtig die Post ab. Der ein wenig an Charlie Daniels' "Trudy" erinnernde, als traditioneller Countrystomper in Cross Canadian Ragweed-Manier abgewandelte Song (Donahew's frecher Gesang im Stile von Cody Canada ist klasse), besticht durch seine klug ineinander verschachtelten Tempovariationen und seine instrumentellen Finessen (schön klimperndes Piano, wiehernde Fiddle, starkes E-Gitarren-Solo, prima Orgel) und dürfte einen atmosphärischen Vorgeschmack auf Casey Donahew's kommendes Live-Programm abgeben. "Moving On" von der Casey Donahew Band bietet insgesamt eigentlich alles, was eine starke "Red-Dirt"-Countryrock-Scheibe ausmacht. Ein hohes Maß an Kreativität und eine hervorragende Instrumentierung als Bestandteil authentischer, abwechslungsreicher und eingängiger Songs für das gesamte Spektrum der Klientel - und das noch ohne jede Schwachstelle. Eines der vielleicht besten "Red-Dirt"-Countryrock-Veröffentlichungen des Jahres 2009! Wir sagen respektvoll: "So kann's weitergehen", Jungs! "Move On, Casey Donahew Band"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Ramblin' Kind - 3:33   
2 Next Time - 3:31   
3 Breaks My Heart - 3:52   
4 California - 3:27   
5 Nowhere Fast - 3:32   
6 Let Me Love You - 3:48   
7 Burn This House Down - 3:58   
8 Break Me Down - 3:50   
9 Strong Enough - 3:27   
10 Broken - 3:32   
11 Angel - 4:31   
12 Moving On - 9:59 (incl. hidden track)

Art-Nr.: 6605
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ramblin' kind
Next Time
Breaks my heart
Let me love you
Burn this house down
Strong enough
Broken

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Donahew, Casey - all night party [2016]
Hammerstarkes 6. Studioalbum von Casey Donahew! Herrlich, wie diese Songs ins Ohr gehen und losrocken. Das ist satter, knackiger Countryrock ala Cross Canadian Ragweed, Reckless Kelly, Will Hoge oder der frühen Eli Young Band, offeriert dabei aber auch eine gewisse Nashville New Country(rock)-Kompatibilität, was wir an dieser Stelle als ausschließlich positiv verstanden haben wollen, denn auf die momentan in Music City angeagten, hippen Mainstream-Spielereien wird gänzlich verzichtet. Hier wird schnörkellos geradeaus und mit absolut traumhaft schönen Melodien das "Country" gerockt" - und der unwiderstehliche, rootsige, staubige, texanische Red Dirt-Spirit ist dabei allgegenwertig. Die angesprochene Nashville-Kompatibilität ist eine logische Konsequenz des Aufnahmeprozesses, denn "All night party", eingespielt ohne Casey's übliche Casey Donahew Band, wurde in Nashville mit dortigen Genre-Größen aufgenommen. Nachdem die beiden Vorgänger "Double-Wide Dream" und "StandOff" unter den Top-10 der Country Billboard Charts gelandet waren, geht der beliebte, aus der Nähe von Fort Worth stammende Künstler damit nun den Weg, den zuvor auch andere Interpreten wie die Randy Rogers Band, Wade Bowen oder die Eli Young Band aus dem Red Dirt-Zirkel beschritten haben. Er begab sich für die Einspielung seines neuen Werkes "All Night Party" quasi in die 'Höhle des Löwen'. Im Gegensatz zu seinen o. a. Kollegen, hat er sich aber nicht von einem Major-Label vereinnahmen lassen, sondern mit dem solventen und großzügigen Thirty Tigers Vertriebslabel im Rücken, das Donahew schon lange begleitet, die Variante einer Eigenproduktion gewählt, um jederzeit die Oberhand über seine Musik zu behalten und seine kontinuierlich, in gesundem Maße, gewachsene, mittlerweile aber doch immense Fan-Basis (vor allem in Texas) nicht vor den Kopf zu stoßen. Dieser Spagat, ist ihm, um es vorwegzunehmen, prächtig gelungen. Er hat mit Josh Leo einen exzellent zu ihm passenden Produzenten engagiert und mit der Creme de la Creme der Nashville-Studiomusiker (Nir Z - drums, Steve Mackay - bass, Tony Harrell - keyboards & accordion, Bobby Terry -acoustic guitat & banjo, Kenny Greenberg und Rob McNelley - guitars, sowie Aubrey Haynie - fiddle & mandolin) ein Star-Ensemble gefunden, das sich wunderbar auf seine Art zu Musizieren einließ und gleichzeitig mit seinem ungemeinem handwerklichen Können ganz neue Ebenen eröffnete. Leo und sein Team haben an Donahews Sound nur marginal und ganz unmerklich gefeilt und ihm einfach nur deutlich mehr Frische, Drive, Kraft, Saft und Klasse beschert. Der fluffige, dennoch sehr knackige und eingängige Opener "Kiss Me" stellt für Donahew, mit seiner ersten, national veröffentlichten Single, ebenfalls ein Novum dar. Ein sehr melodischer und von einer markanten Banjo-Linie untermalter Red Dirt-Song, der auch in den Radiostationen Nashvilles auf offene Ohren stoßen sollte (lustig: seine texanische Live-Begleitband musste sich, laut einem Interview, extra ein Banjo für diesen Song neu zulegen). Auch das vom Hitschreiber-Duo Jon Nichols und Craig Wiseman kreierte sommerlich launige "That Got The Girl" (grooviges Piano und Orgel) dürfte große Chart-Ambitionen haben. Ansonsten belässt es der Protagonist bei seinen Eigenkompostionen, in seiner ureigenen Art zu performen: Mit "What Cowboys Do" gibt es einen kraftvollen Red Dirt-Countryrocker mit Western-Appeal, "Feels This Right" und die Fortsetzung seiner White Trash-Lieder, "White Trash Bay" bieten ebenfalls wunderbar knackigen Stoff, "College Years" ist eine sehr melodische, euphorische Rückbesinnung an alte Zeiten, die grandiose, hinreissend in Szene gesetzte Tex-Mex-Ballade "Josie Escalido" kommt in toller Gestaltung mit Mariachi-Trompeten, Akkordeon, Mandoline und spanischer Akustikgitarre, und der fantastisch ins Ohr gehende "Country Song" ist einfach nur die pure Countryrock-Wonne. Den absoluten Kracher gibt es dann mit "Going Down Tonight" als Rausschmeißer am Ende. Ein wüster, dreckiger und angriffslustiger Southern Rocker, bei dem der auch ansonsten alles überragende E-Gitarrist Kenny Greenberg (was für großartige und auf den Punkt gebrachte Einlagen und Soli) und seine Mitstreiter nochmal alles aus sich herausholen. Grandios hier auch die an Bekka Bramlett erinnernden sexy und frech gesungenen Uuh und Aah-Backs (die ausführende Dame ist in den Credits leider nicht genannt) - was für eine Rakete. Toller Song! Casey Donahews Trip nach Nashville ist exzellent gelungen. Mit "All Night Party" könnte diesmal der ganz große nationale Wurf gelingen. Versient hätte er es wirklich. Ein wunderbarer Kompromiss aus knackigem, ehrlichen New Country(rock) und traditionellem Donahew-typischen Texas Red Dirt. Das vielleicht beste Album des Texaners bisher. Große und lange Donahew-Feier-Nächte dürften damit vorprogrammiert sein! "So let's party all night long (with Casey Donahew)"! (Daniel Daus / Jürgen Thomä)

Das komplette Tracklisting:

1. Kiss Me - 3:28
2. Country Song - 3:08
3. College Years - 3:04
4. What Cowboys Do - 3:50
5. Feels This Right - 3:18
6. That's Why We Ride - 3:03
7. That Got the Girl - 3:36
8. Josie Escalido - 5:20
9. White Trash Bay - 3:09
10. Going Down Tonight - 3:18

Art-Nr.: 9257
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Kiss me
Country song
College years
What cowboys do
That's why we ride
Josie Escalido
Going down tonight

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Kent, John David - before the sun comes up [2013]
Ganz starkes Album dieses Texaners, der mit tollen, melodischen Songs und einem satten Sound zwischen erdigem "vintage Countryrock" und knackigem New Country voller Red Dirt-Esprit aufwartet.. Auch wenn vermutlich, bis auf wenige Insider, John David Kent kaum jemand kennt, hat dieser Bursche aus Greenville, TX doch eine mehr als beachtliche Vita vorzuweisen. Schon mit 16 Jahren als tragendes Mitglied der Alternativ-Rock-Band "Radish" (zusammen mit Ben Kweller und Ryan Green, John David Kent agiert hier noch als Drummer) Inhaber eines Major Label-Deals, sowie mit Auftritten in den legendären Late Night Shows von Connan O’Brian und David Letterman bedacht, einigen Singleerfolgen/Konzerten in Europa (unter anderem auf der Hauptbühne beim bekannten Reading Festival), sprechen für eine bereits bewegte musikalische Vergangenheit. Nachdem er und Kweller sich dafür entschieden, getrennte Wege zu gehen, um sich auf ihre eigenen Solo-Karrieren zu fokussieren (John David formte vorher noch vorrübergehend die Band "Pony League"), bot sich ein drastischer musikalischer Stilwechsel für Kent förmlich an. Und da Texaner bekannterweise mit Country und Red Dirt tief verwurzelt sind, erweist sich sein Schwenk in Richtung dieser Genres (auch aufgrund seiner angehm rauchigen Stimme) als folgerichtig. Nach einer EP und seinem Debüt von 2011 legt John David Kent jetzt mit "Before The Sun Comes Up" beim immer stärker aufkommenden Label "Thirty Tigers" (u.a. Casey Donahew Band, Jason Isbell, The Statesboro Revue) einen überaus starken Nachfolger hin. Auch hier sind zunächst wieder grundlegende Veränderungen bezüglich des Vorgängeralbums zu bemerken. John David Kent tauschte seine Begleitband zugunsten von Bruder Tony Kent (Drums), Randall Fuller (Bass) und dem starken Gitarristen Colton Gilbreath komplett aus. Auch die Produktion gab er diesmal aus den eigenen Händen, und zwar in die von Dwight A. Baker, der hier auch noch einige Percussion-Elemente und Harmonie-Gesänge beisteuert. Alles sehr gute Entscheidungen. Die Band harmoniert perfekt mit ihm (vor allem die grandiose E-Gitarrenarbeit von Gilbreath macht richtig Laune) und auch Baker hat deutlich mehr Struktur in seine Musik gebracht. Das Paket "John David Kent plus radiotauglichen, texanisch und Red Dirt angehauchtem New Country" ist nun absolut stimmig. Die CD startet direkt mit einem saustarken, schön rau gehaltenen Redneck Country-/Southern Rocker "Country Twang". John Davids cooler Gesang und die typisch swampig rockenden E-Gitarren machen gleich richtig Dampf. Jason Aldeans "My Kinda Party" oder "Brantley Gilberts "Kick It In The Sticks" kommen einem hier in den Sinn, wenngleich, trotz aller Nashville-Kompatibilität, Kents Nummer deutlich erdiger, natürlicher und Red Dirt-rockiger köingt. Toller Auftakt! "Last Call" ist ein weiterer Track, der in diese Kerbe schlägt. Als Single wurde (eigentlich völlig untypisch) das Lied ganz am Ende des Silberlings, "Until We Turn Around" ausgewählt. Der etwas poppige und treibende Gitarrenrhythmus im Stile eines Keith Urban und der flockige Gute-Laune-Refrain bieten dann aber die schlüssige Begründung für das "Warum". Auch das wunderbar melodische Titelstück "Before The Sun Comes Up" ist ähnlich strukturiert. Dazwischen gibt es einen klasse Dreierpack ("Fight For You", "Little Less Lonely" und "Leaving Without You"), bei dem der uns ebenfalls gut bekannte Musiker Jeff Allen kompositorisch involviert ist. Allesamt variable Midtempotracks, immer durch schöne E-Gitarrenarbeit, hallende Orgel (klasse Gastmusiker: John Ginty), starke Refrains (mit hohem Wiedererkennungswert) und Kents angenehmen Gesang verziert. Das wunderbar atmosphärische "You Struck A Nerve" (schöne Tempo- und Stimmungswechsel, "Uhuhuh"-Harmonies), das bluesige "Should’ve Just Let Me Go" (klasse Akustikgitarrenuntermalung, Bariton-E-Gitarre, fettes E-Gitarren-Solo, großartiger Powerrefrain) und das einen stimmungsreich in seine Jugend zurückversetzende "Free To Drive" (herrliche, euphorisierende Melodie, toller authentischer Gesang von Kent, abermals saugute Gitarrenarbeit von Gilbreath, absolut Hit-tauglich), ergeben den Rest eines Albums mit durchweg hervorragendem Songmaterial. Zu letztgenanntem Stück passt auch die schöne Coveraufmachung, bei der John David mit einer netten jungen Dame in einen roten Mustang bei einer Spritztour fototechnisch begleitet wird. Seine Musik ist der geradezu ideale Begleiter für solche Gelegenheiten. Hut ab! John David Kent legt mit seinem zweiten Longplayer eine gehörige Schüppe drauf und hat ganz klar, ähnlich wie die Eli Young Band, Wade Bowen, Cory Morrow oder No Justice, etc. das Potential, weit über Texas hinaus für Furore zu sorgen. Wer diesen John David Kent noch nicht kennt und auf recht unverbrauchten, sich nicht unbedingt an die Charts anbiedernden, aber umso stärkeren New Country und Countryrock in beschriebenem Maße steht, sollte mit "Before The Sun Comes Up" diese musikalische "Bildungslücke" "stante pede" schließen. Ein (noch) echter Geheimtipp des Jahres 2013! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Country Twang - 3:46
2. Before The Sun Comes Up - 3:24
3. Fight For You - 3:06
4. Little Less Lonely - 3:29
5. Leaving Without You - 4:17
6. Last Call - 3:27
7. Struck a Nerve - 3:41
8. Should've Just Let Me Go - 4:11
9. Free to Drive - 4:38
10. Until We Turn Around - 3:29

Art-Nr.: 8366
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Country twang
Before the sun comes up
Fight for you
Little less lonely
Struck a nerve
Should've just let me go
Free to drive

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Lively, Mason - stronger ties [2018]
Prächtiges, wunderbar vielseitiges Debut des hoch talentierten, jungen Texaners Mason Lively (der Bursche ist gerade mal zwanzig Jahre alt, performt aber schon wie ein "alter Haudegen"), dem mit "Stronger ties" gleich ein satter Volltreffer gelingt. Dem aus Victoria/Texas stammenden jungen Mann gelingt eine extrem gut ausbalancierte Mischung aus kernigem, rootsigem Country, Countryrock, Americana und diesem wunderbaren, in Texas und Oklahoma beheimateten, tollen, angerauten Red Dirt-Sound. Sofort kommen einem Kollegen wie Pat Green, die Casey Donahew Band, Wade Bowen, die Randy Rogers Band, aber auch New Country-Artists wie Dierks Bentley und Eric Church in den Sinn, von all denen sich Spuren in Lively's Musik wiederfinden. Die Songs stecken voller Energie, mal richtig rockig, mal locker flockig, sind variabel, sehr melodisch, und doch mit einer rootsig erdigen Grundnote und zuweilen auch einem Hauch von Southernflair versehen. Erstklassig produziert hat Texas-Maestro Pat Manske, der auch gleich noch eine Vielzahl hochkarätiger Gäste wie Bukka Allen (keyboards), Reckless Kelly's Cody Braun (Fiddle) und Pedal Steel-As Lloyd Maines mit ins Studio gebracht hat. Eine erstklassige Figur gibt auch Lead Gitarrist Carson Popp ab, der mit teils schön satten Soli glänzt. Schon der erdige, abwechslungsreich arrangierte, southern-fueled Opener "Heavy troll", ein fetter Countryrocker mit viel Power und klasse E-Gitarren-Licks, setzt einen ersten Glanzpunkt. Doch das ist bei weitem nicht der einzige, denn es geht munter so weiter: Zum Beispiel mit dem leicht folkig und rootsig angehauchten, Fiddle-, Mandolinen-, und Banjo-betonten, aber auch mit fetter E-Gitarre aufwartenden "Early grave", der herrlich lockeren, wieder mit einem Hauch von Souther-Roots versehenen Red Dirt-Countrynummer "Worry about nothing" (tolle Melodie, dezente Banjo-Untermalung, hintergründige Orgel, feine Mundharmonika und großartige E-Gitarre), dem ebenso flockigen, von hinreißenden Pedal Steel Guitar-Linien Lloyd Maines' durchzogenen "Hard to let go", dem furiosen, dabei durchaus traditionell verwurzelten "Rockin' Country"-Knaller "Roleplay", das darmatisch anmutende, äußerst dynamisch, mit viel Drive intonierte "Ballad of the broken heart" (kenige E-Gitarre mit tollem Solo), dem gut nach vorn gehenden Red Dirt-Countryrocker "Lonely comes back around", bis hin zu der wundervollen, lupenreinen Country-Ballade "Angel wings", bei der Lloyd Maines mit seiner Pedal Steel erneut einen großen Auftritt hat. Keine Frage, Mason Lively gelingt ein beeindruckend starkes Debut, das ihm, sowohl in der texanischen Country- und Countryrock-Szene, aber auch in der Red Dirt-Community eine Menge Gehör verschaffen wird. Wenn der junge Bursche so weiter macht, steht er möglicherweise vor einer großen Zukunft. Richtig klasse, dieses Album!

Das komplette Tracklisting:

1. Heavy Toll - 4:01
2. Early Grave - 3:34
3. Worry About Nothing - 3:45
4. Hard To Let Go - 3:56
5. Roleplay - 3:05
6. Right Back To You - 3:49
7. Ballad Of The Broken Heart - 3:04
8. Lonely Comes Back Around - 2:27
9. Worth The Fall - 3:17
10. Angel Wings - 4:03

Art-Nr.: 9683
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Heavy toll
Worry about nothing
Hard to let go
Roleplay
Ballad of the broken heart
Lonely comes back around
Angel wings

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Mike and the Moonpies - mockingbird [2015]
Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizität und und Genretreue um Längen voraus. Ein weiteres, herausragendes Beispiel dafür: Mike and the Moonpies, ein klasse Sextett aus Austin/Texas, das mit einer wunderbaren Mischung aus traditionellem Country, Honkytonk, Outlaw Country und Countryrock, gepaart mit ein wenig Americana-Einflüssen und dem, der Heimat der Truppe geschuldeten, herrlichen Red Dirt-Flair ganz groß auftrumpft. Kopf von Mike and the Moonpies ist Mike Harmeier, der sämtliche Stücke geschrieben hat, singt (klasse Stimme, erinnert ein wenig an Phil Hamilton) und Gitarre spielt. Ihm assistieren auf dem bereits dritten Album der Band, "Mockingbird" (es handelt sich um die besonders in Texas weit verbreitete, sogenannte Spottdrossel, bei Ornithologen beliebt wegen ihres lauten, komplexen und lang anhaltenden Gesangs), Kyle Ponder (drums, percussion), Preston Rhone (bass), Catlin Rutherford (guitar), Zachary Moulton (steel guitar) und John Carbone (piano, organ). Produziert hat Harmeier dieses feine Werk zusammen mit Michael Kincaid, Bandleader der hochgehandelten, texanischen Insidercombo What Made Milwaukee Famous. Aufgenommen wurde das Ganze in den legendären Cedar Creek Studios in Austin, das Engineering übernahm John Silva, der für seine Zusammenarbeit mit The Trishas bekannt ist. "Mockingbird" ist ein ganz wunderbares, erfrischendes, unbekümmertes,. ja ganz hinreissendes, von immenser musikalischer Qualität geürgtes zehn Stücke umfassendes Kleinod, das mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Komplexität aufwartet. Sämtliche Tracks bewegen sich im Drei- bis Vier-Minuten-Bereich, sind aber mit sehr vielen, auf den Punkt gebrachten instrumentellen Feinheiten gespickt. Freunde schöner Bariton-E-Gitarren im Zusammenspiel mit reichhaltig eingesetzter Pedal Steel und schöner Klavierbegleitung, garniert mit etwas Fiddle und Mandoline, werden hier ihre helle Freude haben. Die Band hat sich von der Basis her eher der traditionellen Country-Schiene verschrieben, aber dies mit unerhörtem Facettenreichtum. Die CD beginnt mit der ersten Single, "Smoke 'Em If You Got 'Em", ein flockiger, dehr melodischer Midtempo-Countrysong, der auch ganz gut bei traditioneller ausgerichteten Red Dirt Acts wie Wade Bowen, John D. Hale oder der Casey Donahew Band ins Repertoire passen würde. Mit "Say It Simply" folgt ein lupenreiner Honky Tonker. Herrlich rein, herrlich "echt"! Hier heult die Steelgitarre, surrt die Fiddle und klimpert das Piano, dass es eine wahre Freude ist - dazu eine wunderbare, schön "old school" klingende Country-E-Gitarre. Die melancholisch anmutende Ballade "I Don’t Love You" kommt danach in einem Duett. Hier singt die von Ray Wylie Hubbard in höchsten Tönen gelobte Singer/Songwriterin Carson McHone die zweite Strophe und bildet im weiteren Verlauf einen tollen Kontrast zu Harmeier. Der knackige, rhythmische Titelsong "Mockingbird" (Reminiszenzen zu Steve Earles „Guitar Town“ kommen in den Sinn) wird durch eine tolle Mandoline getragen, gespielt vom hier ebenfalls viele Akzente setzenden Gastmusiker Wesley Holtsford (fiddle, mandolin). Klasse vor allem die Steel-/Mandolinen-/E-Gitarren-Kombination im schmucken Soloteil. "Never Leaving Texas" ist ein humorvoller, textlich mit schöner Selbstironie versehener, sowie erneut urig instrumentierter "Lonestar-Schwofer". Der wohl markanteste Track "South First Blvd" wird von herrlich entspanntem Southern-Esprit durchzogen, wie man es von der anfänglichen The Marshall Tucker Band kannte (tolle, typische E-Gitarren). Grandios hier, die nach dem E-Gitarren-Solo-Part völlig überraschend einsetzende, fantastische Saxofon-Einlage von einem weiteren Gast, Joseph Serrato. Herrlich! Das Alkohol-geschwängerte und voller Selbstmitleid besungene Klagelied "One Is The Whiskey" wird von einer dazu passenden, weinenden Steelgitarre und sanften Streichereinheiten "melancholisiert"."Delilah" nimmt dann nochmals Fahrt auf. Fiddle, Honkytonk-Piano und Bariton-E-Gitarre (kurze Twin Einlage) geben sich in rhythmischer Bakersfield-Manier die Klinke in die Hand. Klasse! Die beiden wieder sehr ruhig gehaltenen Balladen "A Song In Here" (herrliches Mandolinengezirpe, inkl. Solo) und traurige "Miserable Man" (schöne, bedrückende Piano Moll-Töne, stöhnende Trompeten am Ende) zum Ausklang, lassen den Hörer mit Harmeier förmlich mitleiden. Man merkt, dass die Band durch zahlreiche Auftritte, wie unter anderem in bekannten Locations wie der Gruene Hall in New Braunfels oder dem Billy Bob’s in Fort Worth, zu einem sehr versiert spielendem Gefüge zusammengewachsen und gereift ist, das mit relativ unspektakulär wirkenden Mitteln, ein Höchstmaß an musikalischer Effizienz zu Stande bringt. Eine Truppe, die man schon nach wenigen Liedern in sein Herz eingeschlossen hat. Vor allem, wie gesagt, auch ein willkommener Gegenpart zum mittlerweile unsäglichen Trend in Nashville, Country zugunsten kommerzieller Interessen immer mehr von der Popmusik vereinnahmen zu lassen. Harmeier & Co. zeigen mit ihrem "Mockingbird" solchem Ungebahren völlig die kalte Schulter und verteidigen, ähnlich wie es dem besungen Vogel nachgesagt wird, vehement und furchtlos ihr Country-Revier. Jason Boland & The Stragglers oder Eleven Hundred Springs lassen sich von einer ähnlichen Philosophie leiten. Hier dürfen Countrymusic-Liebhaber (aller Couleurs) noch in reinstem, mit allen typischen instrumentellen Zutaten, vertonten Liedgut baden, wie es so authentisch wohl nur noch in texanischen Gefilden möglich ist. Mike And The Moonpies, eine Band, die es zu entdecken gilt und von der man dann nicht mehr loskommt. Großartige Red Dirt Countrymusic, regelrechte Suchtgefahr! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Smoke 'Em If You Got 'Em - 3:47
2. Say It Simply - 3:11
3. I Don't Love You - 4:30
4. Mockingbird - 3:35
5. Never Leaving Texas - 4:05
6. South First Blvd - 3:24
7. One Is The Whiskey - 4:37
8. Delilah - 3:44
9. Song In Here - 2:53
10. Miserable Man - 4:00

Art-Nr.: 8992
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smoke 'em if you got 'em
Say it simply
Mockingbird
Never leaving Texas
South first blvd.
One is the whiskey
Miserable man

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No Justice - 2nd avenue [2010]
Vier Jahre hat's gedauert, bis No Justice aus Stillwater/Oklahoma, eine der mittlerweile gefragtesten "Red Dirt" Countryrock-Institutionen des Lone Star States mit einer immensen Fanbase im Rücken, endlich ein neues Studioalbum vorlegen. Nun ist es mit "2nd avenue" da, und es ist, wie auch nicht anders zu erwarten, ein klasse Teil geworden. Dabei haben sich No Justice prima wieterentwickelt und sind für das neue Werk, sowohl aufnahmetechnisch und logistisch, als auch musikalisch, durchaus neue Wege gegangen, ohne ihre eigene Identität auch nur im geringsten aufzugeben und ihre grundsätzlichen Countryrock-Pfade zu verlassen. Sie sind bei einem neuen, auf Nashville fokusierten Label unter Vertrag und haben das Album auch dementsprechent in "Music City" aufgenommen - und zwar erstklassig produziert von Dexter Green (u. a. Colective Soul). Dabei ist der Sound deutlich rauer als früher ausgefallen und vor allem in puncto Dynamik haben die Jungs nochmal eine ordentliche Schippe draufgelegt. Kurzum: Die Band hat ganz klar die toughere, rockigere Route gewählt - was ihr allerdings ebenfalls sehr gut zu Gesicht steht. Dabei behält sie in ihren durchweg großartigen Songs ihre so geschätzte , wunderbare Melodik ohne Einschränkungen bei. Das ist kraftvoller, knackiger, zumeist ordentlich abgehender, dynamischer Countryrock mit der genau richtigen Portion staubigem, authentischem Texas "Red Dirt grit", den es braucht. Damit befinden sie sich prinzipiell auf dem Terrain solcher Kollegen wie beispielsweise der Casey Donahew Band, Kyle Bennett Band, Britt Lloyd Band, von Phil Hamilton (Phil and the Backroad Drifters Hamilton), Wade Bowen, Cross Canadian Ragweed & Co., doch No Justice ziehen absolut ihr eigenes Ding durch. Sie sind eine tolle Live-Truppe (200 Gigs im Jahr sind normal) und prächtig aufeinander eingestellt. No Justice-Sänger Steve Rice sagt zum Stil und zum Charakter des neuen Albums: "The band s Country leanings were certainly a fit for Nashville, while the No Justice sound had developed over the years into a well-balanced compound of roots, red dirt, country and blues. We appeal to just about anybody, from 5-year olds to 50-year olds, from cowboys to punk rock chicks.' Genau das kommt rüber. Das Material ist einfach klasse - genauso simpel und geradeaus, wie abwechslungsreich. Es ist rootsig, würzig, rau, auch durchaus mal poppig, aber immer rockig, erdig und mit viel Drive und Schwung in Szene gesetzt. So klingen sie beispielsweise auch ein ums andere Mal wesentlich mehr "southern-fried" als bei ihren beiden vorigen Studio-Veröffentlichungen. Bester Beleg dafür ist der harte, brennende, von drückenden Riffs dominierte, astreine Southern-Rocker "WW III" mit seinem fast schon jammig wirkenden. schwülen Percussion-Groove. Rice singt rau und dreckig, die E-Gitarren, inklusive einer rauen, kleinen Dual Guitar-Attacke, machen richtig Dampf. Wirbelt eine Menge texanischen "Red Dirt"-Staub auf. Passt klar in die Richtung der härteren Nummern von Cross Canadian Ragweed und beinhalted sogar dezente Spuren von The Black Crowes oder auch Zach Williams (Zach & The Reformation Williams). Auch das fetzig rockende, von starken Gitarrenlicks dominierte "Love song" passt in die Southern-Ecke. Ansonsten dominieren überwiegend kernige, dynamische, sprtzige, knackige Geradeaus-Countryrocker mit viel Drive das Geschehen. Solche Vollgas-Nummern wie zum Beispiel der mächtig nach vorn gehende Opener "Goin' nowhere" (melodischer Power-Countryrock vom Feinsten, klasse Gitarren-/Orgel-Instrumentierung, kurzes, feuriges Slide-Intermezzo), das von schnellen, krachenden Drums nach vorn gepeitschte Titelstück "2nd avenue" (knalliger, zeitgemässer "Red Dirt"-Countryrock/-pop mit Nashville-Kompatibilität und jeder Menge Hit-Potenzial), oder das wieder sehr melodische, aber furios abgehende "Just get going". Balladen, obwohl deutlich in der Minderheit, gibt es natürlich auch ein paar. Zum Beispiel der wunderbare, von herrlichen Gitarrenlicks geprägte, sehr melodische, von Tempo zwar zurückgenomme, dennoch durchaus knackige Countryrocker "5 more minutes" oder das erfrischende, mit feinen Acoustic Gitarren-Riffs, dezenten E-Gitarren-Fills und einem unaufdringlichen Cello in Szene gesetzte Abschlußstück "Heart on a chain", das zwar einen flotten Rhythmus hat, dennoch sehr balladesk enspannend und locker rüberkommt. Ein weiteres Highlight, und das unterstreicht einmal mehr die vorhandene Vielseitigkeit, erleben wir mit der großartigen, semi-akustischen, swampigen, mit tollen Handclaps und exzellentem Dobro-Spiel (Gast: Mike Daly) arrangierte Roots-, Delta Country Blues-Nummer "Coming up the river", mit ihrem deznten Credence Clearwater Revival-/John Fogerty-Spirit und der hintergründigen Gospel-Note (erstklassiger, herzhafter Background-Gesang von Rebecca Lynn Howard). Fazit: Wieder mal ein tolles Countryrock-Album von No Justice, ein wenig fetziger als zuvor, aber mit allem, was das Quuintett schon immer augezeichnet hat: Klasse Melodien, starke Songs - und dieser unwiderstehliche, texanische "Red Dirt"-Charme. Weiter so, Jungs!

Das komplette Tracklisting:

1 Goin Nowhere - 3:46   
2 WW III - 3:22   
3 2nd Avenue - 3:40   
4 5 More Minutes - 3:49   
5 Just Get Going - 3:00   
6 Coming Up the River - 2:56   
7 Love Song - 3:39   
8 Gone Ain't Far Enough - 4:04   
9 Broken Heart Tattoo - 2:53   
10 Heart On A Chain - 3:30

Art-Nr.: 6989
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Goin' nowhere
WW III
2nd avenue
5 more minutes
Coming up the river
Love song
Broken heart tattoo

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No Justice - america's son [2012]
4. Studioalbum der beliebten Red Dirt Countryrock-Institution aus Stillwater, OK. Und wieder ist es ein durchgängig überaus hörenswertes, erstklassiges Teil geworden, das allerdings im Vergleich zum Vorgänger "2nd Avenue" wieder mehr auf ihren ursprünglichen, etwas mehr country-infizierten, nicht ganz so "harten" Sound der anfänglichen Werke fokussiert ist. Hängt vermutlich auch damit zusammen, dass No Justice nach einem kurzen Ausflug in andere Gefilde wieder zum führenden Szene-Label Smith Entertainment zurückgekehrt sind. Kaum eine andere Band, außer vielleicht der Eli Young Band, ist in der Lage, im gesamten Verlauf des Bestehens (seit 2001) und der produzierten Alben, so viele Ohrwürmer am Fließband abzuliefern, wie die Mannen um Steve Rice, den charismatischen Songwriter und Bandleader. Der Sänger mit der markanten Wohlfühlstimme hat sich auch auf "America’s Son" wieder richtig ins Zeug gelegt und sowohl starke neue Stücke kreiert, aber auch einige den Kennern der Band und anderer Künstler der Red Dirt-Szene bereits geläufige Titel modifiziert, neu arrangiert und neu eingespielt - und das in vortrefflicher Manier. Das aktuelle Line-up von No Justice besteht mittlerweile aus Armando Lopez (percussion), Bryce Conway (keyboards), Cody Patton (lead guitar, vocals) und Justin Morris (bass, vocals), die beiden Letztgenannten waren diesmal auch beim Songwriting mit drei Tracks involviert. Produziert hat erneut Dexter Green. Aber auch einige interessante Gäste trugen zum vortrefflichen Gelingen des Werkes bei. So glänzt beispielsweise ex Drive-By Truckers-Mann Jason Isbell (Jason and the 400 Unit Isbell) beim herrlich flockigen Opener "Never Gonna Be Enough" mit einem klasse Slide-Anschluss an Patton's E-Gitarren-Solo. Das folgende "Life’s Too Short" entpuppt sich als lupenreiner Southern-Rocker. Geht ganz schön ab. Wunderbar auch die schönen Harmoniegesänge von Countrysängerin Elizabeth Cook, die vortrefflich mit Steve's wohlig rauchigem Organ zusammenpasst. Herrlich auch bei dem Countryschwofer "Songs On The Radio" (klasse Mandolinen- und Gitarrenuntermalung, erneut tolles Slide-Solo). Der launige, deftig voranpreschende Heartland-Rocker und gleichzeitig die e Single "Shot In The Dark" hat es sofort in die Top-10 der Texas Music Charts geschafft (das komplette Album übrigens zum ersten Mal auch in die Billboard Charts). Das nicht, wie sonst oft üblich, mit überzogenem Patriotismus angereicherte Titelstück "America’s Son" (hier sehr angenehm, sogar etwas melancholisch) wird, wie meistens bei No Justice, von einem ins Ohr gehenden E-Gitarren-Führungsriff bestimmt. Die Orgel gurgelt und hallt wunderbar im Einklang mit Rice's unverwechselbarem Gesang und Cook's netten Harmonies. Dazu gibt es wieder ein schönes E-Gitarren-Solo von Cody Patton. Ebenfalls sehr hitverdächtig. Kommen wir zu den bekannten Liedern. "Give You A Ring" und "Let’s Not Say Goodbye Again" hat Steve Rice zusammen mit Casey Donahew (Casey Donahew Band) geschrieben und der hat die beiden Tracks auf seiner im letzten Jahr erschienenen CD "Double-Wide Dream" bereits veröffentlicht. Donahew's auch sehr gelungenen Versionen sind im Vergleich ursprünglicher, während No Justice mehr auf Eingängigkeit bedacht sind. Ihr Vorteil: Steve Rice ist einfach der um Längen bessere Sänger und so haben No Justice in der finalen Bewertung die Nase doch leicht vorn. "Red Dress" ist ein Fan-Favorit vom Zweitwerk der Band. Hier neu aufgelegt mit besser herausgearbeiteten Vocals von Rice, instrumentell variiert und mit verbessertem Sound. Vom gleichen früheren Silberling stammt das abschließende "Walk Away". Diesmal assistiert die großartige Rebecca Lynn Howard Steve Rice bei den Harmoniegesängen, aber deutlich mehr in den Vordergrund abgemischt als Cook bei den Tracks zuvor. Was die beiden hier gesanglich abliefern ist ganz großes "Kino", ja Gänsehaut pur (auch tolle Pianobegleitung). Und wenn Patton dazu noch zwei grandiose E-Gitarren-Soli (vor allem das zum Ausklang des Liedes) loslässt, brechen alle Dämme. Ein absoluter Killersong! Da ist man nur noch hin und weg. Ein Ohrwurm der Extraklasse und ein Hammerabschluß eines großartigen Albums. "America’s Son" festigt den Rang des Stillwater-Fünfers als eine der hochwertigen Konstanten der Red Dirt-Szene. No Justice sind auch mit ihrem 4. Studio-Longplayer erneut gnadenlos gut! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Never Gonna Be Enough - 3:44
2. Life's Too Short - 3:17
3. Songs On the Radio - 4:24
4. Red Dress - 5:15
5. Shot In the Dark - 3:15
6. Run Away With Me - 4:15
7. America's Son - 4:02
8. Give You a Ring - 3:52
9. Let's Not Say Goodbye Again - 3:29
10. Don't Walk Away - 5:25

Art-Nr.: 8030
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Never gonna be enough
Life's too short
Songs on the radio
Red dress
Shot in the dark
America's son
Let's not say goodbye again

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Steadman Band, Brandon - recovery [2014]
Ganz feiner, frischer, unbekümmerter und hoch melodischer, knackiger Country/Countryrock/Red Dirt von der in Arlington/Texas beheimateten Brandon Steadman Band aus dem Hause Smith Entertainment! Auch Brandon Steadman stammt, wie so oft in hiesiger Szene, aus einem musikbegeisterten Haus. Während seine Mutter für Randy Travis und Clay Walker schwärmte, galten dir Vorlieben von Brandons Vater solchen Bands wie Lynyrd Skynyrd und Boston. Dieser kaufte ihm mit 12 schließlich die erste klassische Gitarre, welche aber erst intensiv genutzt wurde, als ihn die ältere Schwester mal mit ins berühmte Antone’s in Austin genommen hatte.
Brandon, unterdessen 17 Jahre alt, wechselte nun auf eine "richtige Gitarre" um. Von da an versuchte er in kürzester Zeit so viele Griffe wie möglich zu erlernen. Der Startschuss für die Brandon Steadman Band fiel dann auf der "South Of The Border Party" im ansässigen Sigma Chi House. Brandon traf bei einem weiteren Schul-Gig zufällig Kevin Lorensen, der bereits auf eine reichhaltige Erfahrung, was die Mitwirkung in dieversen Bands anging, zurückgreifen konnte. Man beschloss recht schnell, das erste Album "Front Seat Row" in Austin aufzunehmen. Mit diesem Werk im Rücken gelang es Steadman aus dem College-Zirkus auszubrechen und in ganz Texas aufzutreten. Unzählige Gigs formten in den nächsten Jahren ihn und seine Musiker. Eine weitere Begegnung mit Joey Green (Joey Green Band - mal bezeichnet als "Fort Worth’s best kept secret") brachte dann den endgültigen Durchbruch. Obwohl beide grundsätzlich verschiedene Charaktere waren, harmonierten sie und ergänzten sich in ihrer musikalischen Zusammenarbeit bestens. Steadman dazu: "We really had different styles - writing, personality and everything, so the fact that we became such good friends is a mystery to me. But that’s exactly what the band needed to get the next album in motion". Mit neuem Management und dem in Red Dirt-Kreisen arrivierten Smith Entertainment-Label im Rücken schmiedeten die beiden dann das jetzt brandaktuelle Werk "Recovery". Green übernahm die Produktion, Teile beim Songwriting und er glänzt vor allem mit seiner vorzüglichen E-Gitarrenarbeit (dazu kamen noch die Keyboard-Parts, Percussion und Background Vocals). Steadman konzentrierte sich auf den Großteil der Kompositionen, natürlich den Gesang (großartig) und spielt Akustikgitarre. Den Rest des Line-ups bilden besagter Kevin Lorensen am Bass, Randy Gray als weiterer Gitarrist, Brandon Morris an den Drums, Roger Ray an der Pedal Steel (ganz vorzügliche Vorstellung), sowie die wunderbaren Harmoniegesänge einbringende Ashley Lee. Die 11 Tracks bieten wunderbar erfrrischenden, klassischen, unverbrauchten Red Dirt Country und Countryrock mit solch herrlichen Arrangements und Melodien, wie wir sie von vielen Bands (zum Beispiel Eli Young Band, Bart Crow Band) in ihrer Frühphase kennen. Brandon hat eine überaus angenehme Stimme, die dann mit der Rhythmusfraktion und Green, sowie Grays E-Gitarrenarbeit und Rays erhabenen Steel-Fills perfekt harmoniert. Manchmal klingt es so, als wenn der frühere Keith Urban eine Red Dirt-Scheibe aufnehmen würde. Ganz stark wird es immer, wenn, wie bei "Fort Worth Line", Ashley Ley recht prägnant beim Gesang dazu stößt. Das ähnelt und erinnert ein wenig an die erfolgreiche Kooperation von Josh Abbott und Kacey Musgraves auf den letzten Alben der Josh Abbott Band. Sehr schön auch das retro-folkig angehauchte "Leaving Austin", wobei einem spontan Rob Baird spontan in den Sinn kommt. Was für eine großartige Melodie. Das sind alles richtige Ohrwürmer. Den Großteil bilden aber schön rockig, flockig und melodisch nach vorn gehenden Lieder der Marke "Stupid Girl" (wohl am hitverdächtigsten), "Already Gone" (schöne E-Baritongitarrenarbeit), "Stronger Than The Whiskey" (Southern-trächtiges E-Gitarren-Solo, Orgelhall, Mitsing-Refrain), oder das abschließende,schön kräftige, aber dennoch lockere "Who Do You Think You Are" (wieder solch eine herrliche Melodie, klasse E-Gitarren/Steel-Solo-Kombination). Die Brandon Steadman Band und ihr neues Werk "Recovery" stellen eine absolute Bereicherung für die Red Dirt-Szene dar. Das ist noch weitgehend unverbrauchte Musik, hoch talentiert, fernab irgendwelcher Zwänge, dabei hoch professionell in Szene gesetzt. Perfekter Stoff für Liebhaber solcher Acts wie beispielsweise Bart Crow, die Eli Young Band, Rob Baird, Cody Gill Band, Casey Donahew Band & Co.! Klasse Scheibe! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. All I'm Asking - 3:12
2. Without Saying Goodbye - 4:10
3. Hey Hey Tonight - 2:50
4. Fort Worth Line - 4:19
5. Leaving Austin - 4:12
6. Stupid Girl - 3:25
7. Already Gone - 2.52
8. Stronger Than the Whiskey - 3:13
9. Days & Nights - 4:00
10. When I See You Again - 3:34
11. Who Do You Think You Are - 3:13

Art-Nr.: 8548
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
All I'm asking
Hey hey tonight
Fort Worth line
Leaving Austin
Already gone
Stronger than the whiskey
Who do you think you are

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Thieving Birds - gold coast [2013]
Vor zwei Jahren lieferte einer der besten, neuen Red Dirt-Acts der jüngeren Vergangenheit ein brillantes Debut ab, nun kommen die Thieving Birds mit dem oft so schweren Nachfolger. "Gold cost" heißt die Scheibe - und Leute, die Band knüpft mit ihrer außergewöhnlichen Klasse nahtlos an den Vorgänger an. Grandos schon der Auftakt: Kuhglocken-Drums, ein, trotz allen Drucks, lässig groovender E-Gitarrenrhythmus im Stile der Stones, dazu der charismatische Gesang von Frontmann Ace Crayton, dreckiges Skynyrd'sches E-Gitarren-Solo in "Gimme Three Steps"-Manier und fertig ist der herrliche Opener "In The Summer", ein Stück, das in dieser Art auch gut in das Repertoire der The Dirty Guv'nahs passen würde. Das ziemlich harsch dahin polternde "Because My Baby Smiled" hat ein wenig Roadhouse Rock-Flair, Craytons kräftiger, herausposaunender Gesang kommt voller Inbrunst. Das ziemlich aggressiv vorgetragene "Black Canyon Boom" bietet Southern Rock mit dezent psychedelischer Note der absoluten Extraklasse. Stark dabei die E-Gitarrenarbeit von John Seidler, dessen Vorliebe für Gibson-Les Paul-Klänge bei seinen Soli offensichtlich ist. Mit "Brother Ryan" (Red Dirt-mäßssg, klasse E-Baritonführungsspiel und -solo) und dem mit Countryflair behafteten, sehr melodischen "Reasons" wird dann vorübergehend eine etwas ruhigere Schiene gefahren. Hier erinnert Craytons Stimme immer wieder an die von Randy Rogers. Beim southern-bluesigen "In Your Arms" groovt, stampft und shuffelt es wieder, dass es eine wahre Freude ist (toll auch hier wieder Craytons wuchtiger Gesang und die satte Rhythmusgebung durch Drummer Beau Brauer und Bassist Rody Molder). Das rootsige "As Good As It Gets" hat sogar einen unterschwelligen CCR-"Born In The Bayou"-Touch. Ganz großer "Sport" ist der Seventies-inspirierte Slow-Blues "Graveyard Love", wo sich psychedelische Elemente a la Led Zeppelin, progressive Töne Marke Pink Floyd und entspannte Southern Blues-Gitarren zu einem phänomenalen, atmosphärischen Gebräu vermischen. Wunderbar passend dazu auch die gurgelnde Orgel von Gastmusiker Tommy Young. Die abschließenden "December’s Favorite Daughter" und "When I Arrive" bieten melodischen, klassischen, sowie unbekümmert und gitarrenbetont verlaufenden Red Dirt-Rock, etwa im Stile der Randy Rogers Band zu Anfangstagen (nur gänzlich ohne deren Fiddle-Note). Es ist immer wieder eine Freude, diese nachrückenden, hochtalentierten Newcomerbands aus dem schier unendlich scheinenden Fundus der südlichen Sphären der Staaten entdecken zu können. Die Thieving Birds reihen sich mit ihrem zweiten Werk "Gold Coast" nahtlos in den Reigen solcher junger, großartiger Acts wie Whiskey Myers, Statesboro Revue, The Dirty Guv'nahs, The Vegabonds oder Blackberry Smoke ein. Was für ein Pracht-Album! Viel Druck, sehr saftiger, satter Sound (produziert hat übrigens Erik Herbst - Eli Young Band, Josh Abbott Band, Casey Donahew Band u.v.m.) , fette Drums, tierische, raue Gitarrenlinien, klasse Melodien und jede Menge Southern Rock-Flair! Die Red Dirt Rock-/Countryrock- und Southern Rock-Gemeinde darf jubeln! "Hammer"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. In the Summer - 3:30
2. Because My Baby Smiled - 2:48
3. Black Canyon Boom - 3:27
4. Brother Ryan - 4:04
5. Reasons - 3:40
6. In Your Arms - 4:27
7. You Gotta Believe Me - 3:44
8. As Good as It Gets 3:54
9. Graveyard Love - 5:38
10. December's Favorite Daughter - 3:34
11. When I Arrive - 3:36

Art-Nr.: 8275
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
In the summer
Black canyon boom
Reasons
In your arms
You've gotta believe me
Graveyard love
December's favorite daughter

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Williams, Zane - texas like that [2015]
Der beliebte Singer/Songwriter aus Abilene, Texas mit seinem 5. Album. Und wieder ist es ein brillantes Werk allerfeinster, genauso klassisch fundamentierter wie moderner, texanischer Country-- und New Country-Musik, zum Teil mit einem Hauch von Americana und Red Dirt, auf allerhöchstem Niveau geworden. ''Texas Like That'' lautet der Titel seines neuen Albums, das wieder, wie schon der Vorgänger, in enger Zusammenarbeit mit Tom Faulkner entstanden ist, der hier als Produzent und stark involvierter Musiker seinen Stempel mit aufsetzt. Der zehn Stücke umfassende Silberling enthält alles, wofür ihn seine Sympathisanten und Fans, die sogenannten Zaniacs, lieben: ehrliche, handgemachte Countrymusik mit viel Texas-Flair, vom flotten Honkytonker, über New Country- und Red Dirt-Anleihen, bis hin zur emotional gestrickten Ballade voller US-typischem Pathos. Aufgenommen wurde dieses ganz feine Werk in Erik Herbsts "Panhandle House"-Studio mit vielen tollen Musikern, wie der bereits o. a. Tom Faulkner, Milo Deering, Shayne Green, Mike Horn, David DeShazo, Nate Coon, sowie die starke Background-Sängerin Kylie Rae Harris, etc. Sämtliche Beteiligungen an den allesamt von Zane geschriebenen Stücken sind bezüglich der vielen kleinen instrumentellen Feinheiten im Cover-Artwork des Klapp-DigiPaks detailliert beschrieben, so dass man die wunderbare Atmosphäre, die bei den Aufnahme-Sessions mutmaßlich mit im Raume schwebte, ein wenig besser nachvollziehen kann. Williams beginnt seine neue Kreation mit dem durch einen flockigen Banjo-Hintergrund locker sprudelnden, wunderschönen '"Feelin' Free"'. Ein dennoch durchaus knackiger Countrysong, der durchaus in Nashville Eindruck hinterlassen könnte (und solch eine Musik täte Music-City so gut...), sofern man sich dort mal wieder an weniger auf den ausschließlichen Kommerz zielenden Stoff herantrauen würde. Sehr stark hier der E-Gitarren-/Fiddle-Schlagabtausch zwischen Boo Massey und Mike Horn am Ende des Liedes. ''Throwback'' ist ein ruppiger rauer, fast in der schroffen Manier eines Trace Adkins abgehandelter New Country-Song, der lässig mit einem dezenten Redneck-Touch vor sich hin stampft. Dobro, Fiddle, E-Gitarren, quäkige Harmonika funken immer wieder zwischen Zanes coolen Gesang. Mit dem vorzüglichen, flüssigen, hoch melodischen ''Summer Rain'' folgt die erste balladeske Nummer, begleitet von Kylie Rae Harris' tollen Harmoniegesängen, die dann auch bei weiteren Stücken dieser Machart, wie dem fantastischen ''Jayton And Jill'' (erinnert an die Chemie zwischen Josh Abbott und Kacey Musgraves, hat aber auch etwas von dem frühen Steve Earle und Chris Knight) oder ''Kansas City Sunrise'' zum Tragen kommt. Bei diesen nachdenklich, introvertiert wirkenden Tracks kommt einem bei Zanes Gesang immer wieder unweigerlich die Stimme von Radney Foster (zum Teil zum Verwechseln ähnlich) in den Kopf, mit dem er ja auch schon in früherer Zeit Berührungspunkte hatte. ''She Is''' ist das melodische Midtempostück (sehr schöne Akustik-/ E-Gitarrenarbeit, Harmonies KRH), das durchaus auch für mutige Radiostationen außerhalb des Lonestar States geeignet wäre. Ein Hauch von Red Dirt/New Country bieten das kauzig polternde ''Just Gettin' Started'' (klasse Dobro -Führungsriff von Deering, vorzügliche E-Gitarren) und das tempomäßig schön verschachtelte ''Love Is On Our Side'' (Radney Foster-, Josh Abbott-, Casey Donahew Band-Flair). Der passende Song für seine vielen Konzertbesucher ist sicher ''Here's To You'', ein herrlich traditionell gehaltener Countryschunkler, bei dem im Verlauf des Liedes so fast alles, was im Genre an Saiteninstrumenten gerne genutzt wird, zum Einsatz kommt. Gerade das von vielen Solowechseln geprägte Ende findet man häufig auch im Bluegrass-Bereich vor. Ein herrlich launiger Live-Stimmungsmacher. Am Ende gibt es mit dem Titelsong ''Texas Like That'' noch einmal eine typische Hommage an seinen Heimatstaat. Dem Pathos-umwehten Gesang/Text von Williams verleihen die filigran eingesetzte Akustikgitarre, Dobro, Steel, quietschende Fiddle und Bariton-E-Gitarre den emotionalen Zusatzgeschmack. Sicherlich ein potentieller Hit in den texanischen Radiostationen, der ihm jede Menge weiterer Sympathien einbringen wird. Ein durchaus auch für 'Non-Zaniacs' und Nicht-Texaner ergreifender Abschluss. Zane Williams bietet mit seinem 5. Longplayer ''Texas Like That'' authentischen, ehrlichen Texas Countrystoff der beschriebenen Machart, der sehr gekonnt zwischen Tradition und Moderne ausbalanciert wurde. Nicht zuletzt auch ein Verdienst seiner bestens funktionierenden Teamarbeit mit Tom Faulkner und den übrigen Klassemusikern. Eine bärenstarke Vorstellung! Texas-"Mucke" dieser Art ist und bleibt ein absoluter Hochgenuss! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Feelin' Free- 4:03
2. Throwback - 2:34
3. Summer Rain - 4:12
4. She Is - 3:01
5. Just Gettin' started - 3:08
6. Jayton and Jill - 3:34
7. Here's to You - 3:16
8. Kansas City Sunrise - 4:00
9. Love Is on Our Side - 3:44
10. Texas Like That - 4:24

Art-Nr.: 8835
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Feelin' free
Throwback
Summer rain
Jayton and Jill
Here's to you
Love is on our side
Texas like that

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