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Ashton, Gwyn - prohibition [2006]
Gnadenlos starke neue Scheibe des australischen Gitarren-"Monsters" Gwyn Ashton, der mit "Prohibition" sein bis dato vielleicht bestes Werk vorlegt! Bärenstarker, raubeiniger Bluesrock, voller Dreck, Würze und Stil! Prachtvolles Songmaterial, das seine immense Vielseitigkeit von Einflüssen (Stevie Ray Vaughan, Rory Gallagher, Mississippi-Blues, Texas-Blues, Seventies British-Blues, Classic Boogie-Blues-Rock) voller elektrisierender Emotionen unter einen Hut bringt! Unglaublich direkt aufgenommen, baut diese Musik mächtig Druck auf und geht direkt in die Knochen! Jede Menge raue, kochende Slide-Läufe, aber auch fulminante, powernde und sehr virtuose, zuweilen sogar herrlichen Southern-Charme verbreitende E-Gitarren-Soli sorgen für ein dermaßen intensives Saiten-Feuerwerk, wie man es in einer solchen Inbrunst und Klasse wahrlich nicht "an jeder Straßenecke" geboten bekommt! "Every element of the blues is encapsulated here and played with amazing dexterity and power. Old Strats, Teles, National resonators, Fender tweed amps, fuzz boxes and his ancient Echoplex are driven to the extreme, guaranteed to satisfy the most discriminating taste in guitar-led blues", schreibt das Label zu "Prohibition" und bringt damit diese vielschichtige, massive und ungemein dominante Gitarren-Präsenz des Meisters hervorragend zum Ausdruck! Fast überflüssig zu erwähnen, daß Gwyn's Gesangsleistungen (rau, dreckig, intensiv, klar, sympathisch und melodisch zugleich) hinter seinen Gitarrenfähigkeiten kaum zurückstehen! Dazu hat der Bursche wieder einmal fantastische Mitstreiter an Bord, wie u.a. Ted McKenna (Ian Gillan, Alex Harvey, Rory Gallagher) an den Drums, Chris Glen am Bass und Don Airey (heute Deep Purple) an den Keyboards! Es passt einfach alles! 58 1/2 Minuten "rougher", krachender Gitarren Blues-Rock'n Roll liegen vor uns, aber schon diese "Granate" zum Auftakt mit dem Titel "Ball & chain" bringt den geneigten Fan ob seiner Würze, seiner unwiderstehlichen Slide-Vehemenz, einfach seiner ganzen Klasse, schier um den Verstand: Ein prächtiger, aus großartigen Drums- und Bass-Rhythmen angetriebener "Blues-Motor" als herrlich groovende Basis, in die sich nach ca. 30 Sekunden eine ungemein massive, laute und dreckige Slide-Gitarre regelrecht "hineinsägt", um mit ihrer gnadenloser Kraft, ihrer Schwüle und ihrer knorrigen Härte diesem famosen, "roughen" Swamp-Blues-Groove-Rock-Hammer ihren unbarmherzigen Stempel aufzudrücken. Dazu Ashton's bärenstarke, klare, raue, dreckige "Röhre" und als Ergänzung im Hintergrund zuweilen eine bestens integrierte Bluesharp! Selten hört man eine dermaßen intensive und "monströs brüllende" Slide, und dennoch bleibt der Song nicht nur in den Knochen stecken, sondern auch auf angenehmste Weise in den Gehörgängen hängen! Welch ein Knüller! Weiter geht's mit "Ain't my style", einem exzellenten, durchaus melodischen, dennoch voller Ecken und Kanten steckenden, rohen Shuffle-Boogie-Bluesrocker, der einmal mehr mit grandiosen Gitarrenläufen aufwartet, gefolgt von dem klassischen, sehr dynamischen Uptempo-Bluesrocker "Get up, get over it", dessen gewaltige, vielschichteige Gitarren-Dominanz (neben der kochenden Slide sorgen Baritone-Klänge gar für ein gewisses Sixties Surf-Flair) den Genre-Liebhaber erneut in einen berauschenden Taumel der musikalische Freude stürzt. Ein ganz dezenter Bo Diddley-Rhythmus in Verbindung mit schön dreckigen Southern-Swamp-Blues-Indikatoren bestimmen das Geschehen des wieder prächtig groovenden Titelsongs "Prohibition"! Klasse Bluesharp, roher, verzerrter Gesang, krachendes Schlagzeug, treibender Bass und "thunderous" Slide bilden eine ebenso elektrisierende wie raue, aber durchaus eingängige Einheit. Hat mächtig Biß! Das anschließende "The road is my religion", eine sehr melodische, voller Roots- und Classic Southern Rock-Flair steckende "On The Road"-Ballade, beschreibt in beeindruckender und geradezu photographisch authentischer Weise das Leben unterwegs. Eine quasi autobiographische Preisung des Musikerlebens und des Tourings, das nicht nur für Gwyn Ashton das tägliche Lebenselexier bedeutet. Grandiose, fette, glühende Lead Gitarre mit viel Southern-Charme! Irre stark! Genau wie die beherzte Coverversion des Rory Gallagher-Klassikers "Secret agent", der von einem fulminanten Gitarren-Donnerwetter geprägte Retro-Bluesrocker "Come on/Don't walk, run", die zweite herrliche, mit schönen Acoustic-Riffs und toller Piano-Untermalung beginnende, im Verlauf sich aber immer elektrischer und kraftvoller entwickelnde, mit würzigen E-Gitarren-Läufen durchzogene Bluesrock-Ballade "Castaway", der straighte, direkte und krachende, von AC/DC-like Riffs gesteuerte Blues-/Rock-Boogie-Feger "Back to you", bis hin zu der seeligen Stevie Ray Vaughan-Verbeugung "Rest in paradise (for Stevie)" zum Ausklang dieses Pracht-Werkes! Abschließendes Fazit, kurz und bündig: Das Teil ist ein Hammer!!!

Art-Nr.: 4076
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Ball & chain
Ain't my style
Prohibition
The road is my religion
Come on/Don't walk,run!
Back to you

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Back Door Slam - roll away [2007]
Überragend! Ein "Killer"-Album! Packend! Die Musik der Siebziger ist "alive and well"! Es geht nicht anders, als zu Beginn unseres Reviews ein paar Presse-Zitate zu bringen, denn wer auch immer von der schreibenden Zunft einmal mit dieser Band konfrontiert wude, den scheint es, genau wie uns, "gepackt zu haben": "I heard the spirit of Jimi Hendrix" (Patrick McDonals/Seattle Times), "A red hot young trio, specializing in gritty blues-rock with unexpected conviction and authority for someone so young" (George Varga/San Diego Tribune), "This album is a grenade launcher; it's an incendiary device, it's a melodic, melancholy, effervescent cannon ball set of music" (Jason Hood/Time Out Music) usw.! Und Leute, bei dieser Truppe kann man schon ins Shcwärmen geraten: Die Rede ist von Back Door Slam, einem blutjungen Trio von der Isle Of Man um den famosen, gerade mal 20 Jahre alten Sänger und Gitarristen Davey Knowles (der Bursche klingt "like the precocious nephew of the late Stevie Ray Vaughan and Rory Gallagher"), das aber mit einer Klasse und Versiertheit aufspielt, als handele es sich um "alte Haudegen" aus den frühen Siebzigern mit zig Jahren Erfahrung auf dem Buckel! Das ist die eine Seite, die andere ist ihre zwanglose, jugendliche Unbekümmertheit, die das Material, obwohl so retro, in einer wunderbaren Frische erscheinen lässt. Musikalisch überaus ausgefuchst und kompetent, ja geradezu brilliant, haben sie sich dem klassischen Bluesrock jener goldenen Siebziger-Tage verschrieben und präsentieren mit "Roll away" ein mitreißendes Album mit deutlichen Referenzen an solche Größen wie Free, Bad Company, Led Zeppelin , Cream, Ten Years After, Peter Green's Fleetwood Mac, B.B.King, Howlin Wolf, Hendrix und Stevie Ray, ohne dabei ihre Eigenständigkeit je aus den Augen zu verlieren. Krachenden, kochenden, schnörkellosen, straighten Rockern und ungemein inspirierten Bluesnummern, steht die ein oder andere hinreißende, bluesige, auch mal mit einem dezenten Folk-Touch versehene, progressiv angehauchte Classic Rock-Ballade gegenüber. Klar im Mittelpunkt steht der bereits erwähnte Songwriter (bis auf ein ein grandioses, groovendes,"rollendes", dreckiges Cover von Blind Joe Reynolds' "Outside woman blues" stammen alle Songs aus seiner Feder), Sänger (tolle Stimme mit sehr viel Gefühl) und begnadete Gitarrist Davy Knowles, dem man bereits attestiert: "Hier wächst ein neuer 'guitar-hero' heran"! Seine voller Virtuosität und Vielseitigkeit steckenden Giatrrensoli sind ein wahrer Ohrenschmaus! Doch Knowles, und das macht eben eine solch klasse Band aus, weiß auch mit Drummer Ross Doyle und Bassmann Adam Jones eine bestechend gut arbeitende Rhythmusfraktion hinter sich, auf die er sich zu jeder Sekunde verlassen kann. Bärenstarkes Songmaterial! Sehr variabel arrangiert, hin und wieder schöne, viel Spannung aufbauende Wechsel zwischen "laut" und "leise"! Prächtige Melodik! Bluesige, dampfende Riffs im Geiste von Hendrix, glühende Gitarrelinien und -soli, wie auch die Spuren eines Alvin Lee, Stevie Ray Vaughan und jungen Clapton vereinen sich in dem von tollen Rhythmen und knisternder Spannung geprägten "driving" Bluesrocker "Come home", der den grandiosen Auftakt dieses Meisterwerks bildet. Man mag es kaum glauben, dass dies ein Song aus dem Jahre 2007 ist, so authentisch verwurzelt ist er in den Late-Sixties oder frühen Siebzigern. Und genaus dieser Eindruck zieht sich durch das gesamte Album! Es geht weiter mit dem famosen "Heavy on my mind", einem erdigen, straighten, klassischen Rocker, durch den sich Zeppelin-'sche Riffs, ein deutliches Cream-Flair und ein wunderbares Blues-Feeling ziehen, gewürzt mit einem wieselflinken, tierischen, fetten Gitarrensolo Knowles'! "Gotta leave" dann wiederum ist ein geradezu traumhafter, genauso entspannt und relaxt wirkender, wie inspirierter, von glühenden, ausgedehnten, variablen, glückseeligen Gitarrenläufen durchsetzter Slow-Blues und mit dem akustisch/elektrisch arrangierten, getragenen "Stay" gelingt ihnen eine, von einem schönen psychedelischen Retro-Progressive-Feeling durchzogene, mystisch und dramaturgisch anmutende, epische Seventies Ballade, die aus einer ganz frühen, gemeinsamen Session der Moody Blues und Led Zeppelin's entsprungen sein könnte. Brodelnde Grooves und Rhtyhmen bestimmen dann wieder das dreckig und satt rockende, mit fetten Gitarrenläufen garnierte "Too late", während man das phantastische "It'll all come around" wohl als eine der besten Bad Company-Nummern bezeichnen muß, die Paul Rodgers & Co. in ihrer Blütezeit nie geschrieben haben: Straight, simpel, knackig, rau, bluesig, melodisch, gespickt mit herrlich flinken, würzigen Gitarrenläufen! Wunderbar auch die herrlich ins Ohr gehende, leicht folkig angehauchte Retro-Classic Rock-Ballade "Too good for me", die mit ihren exzellenten Mandolinen- und Lap Steel-Fills (ebenfalls Davy Knowles) gar eine Brücke in zeitgemäße Roots-/Americana-Gefilde zu schlagen scheint! Den Abschluß des Albums bildet dann wieder ein richtiger Kracher, nämlich der kochende, mit tollem Gesang und fulminanten Gitarrenläufen aufwartende, drückende Bluesrocker "Real man"! Es ist alles gesagt zu Back Door Slam - nur noch so viel: Solche Bands sichern den Geist der Siebziger in der heutigen (Blues)Rockmusik! Noch einmal: Überragend!

Art-Nr.: 5087
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Come home
Heavy on my mind
Gotta leave
It'll all come around
Too good for me
Real man

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Blindside Blues Band - keepers of the flame [2008]
Ein wahrer Gitarren-Orkan der Mannen um "Killer-Gitarrist" Michael Onesko erschüttert die Welt des Classic Power-/Heavy Bluesrocks! Welch eine Wucht! Die californische Blindside Blues Band zelebriert schon seit Jahren ("Keepers of the flame" ist bereits ihr sechstes Album) eine von den Kritikern begesiternd gefeierte, inbrünstige und laute, von einem gewaltigen Gitarren-Bombardement bestimmte, Seventies-orientierte Classic Rock-/Bluesrock-Mischung (die Betonung liegt auf "Rock"), die voller loderndem Feuer (der Album-Tritel passt einfach) und ausgelassener Spielfreude klar und deutlich im Fahrwasser solcher Legenden wie Montrose, Cream, Deep Purple, Mountain, Pat Travers, Rory Gallagher, Jimi Hendrix, Robin Trower & Co. angesiedelt ist (jüngere Beispiele wären vielleicht auch Joe Bonamassa und Philip Sayce) - und sie machen das in einer Klasse und in einer Qualität, die man gar nicht hoch genug bewerten kann. Das sind echte Profis (Onesko ist ein alter Genre-Hase, der schon jahrelang mit Leuten wie Mike Varney, Aynsley Dunbar, Rick Derringer, Glenn Hughes, Leslie West und vielen anderen zusammengearbeitet hat), die mit Herz und Seele ihrer Leidenschaft fröhnen. Zusammen mit dem zweiten Lead-Gitarristen Scott Johnson brennt Onesko ein Feuerwerk ab, das das Wort "Gitarrenschlacht" wahrhaftig verdient. Immer wieder liefern sich die beiden ellenlange, wirbelnde Duelle, peitschen sich gegenseitig zu neuen Höchstleistungen an, die schließlich in einem massiven, geradezu monströsen Gitarren-Donnerwetter münden. Die vielen längeren Stücke lassen den beiden dafür jede Menge Freiraum. Dabei entwickelt die gesamte Band eine ungeheure Dynamik, die durch die ebenso starke Rhythmusfraktion permanent forciert wird. "Keepers of the flame" besteht aus 77 Minuten Volldampf-Power. Das sind 8 exzellente Eigenkompositionen, vorwiegend von Onesko geschrieben, 3 grandiose Coverversionen und einer 13-minütigen "hidden" Instrumental Gitarren-Salve! Von den Eigenkompositionen irgendwelche Tracks hervorzuheben, wäre den anderen gegenüber nicht gerechtfertigt. Ob beispielsweise das mächtig rockende Titelstück "Keepers of the flame", das von glühenden Gitarenlinien durchzogene "Sonic love" oder das von überfallartigen Gitarrenattacken geprägte "Bad luck" - Onesko und seine Freunde lassen uns kaum Zeit zum Luftholen. Eingehen muß man kurz auf die 3 Coverversionen, denn ob sie sich Deep Purple's "Maybe I'm a Leo" (durch die Eingliederung von 2 weiteren Gastgitarristen wird hier aus sage und schreibe 4 "Rohren" geschossen), Robin Trwoer's "Hannah" (Gast-Gesang von Davey Pattison aus dem Trower-Clan), oder den Uriah Heep-Klassiker "I wanna be free" vornehmen - es hat den Anschein als wollten sie mit ihrer Power die Originale "ungespitzt in den Boden rammen"! Irre! "Keepers of the flame", in übrigen aufgenommen in den renommierten californischen Prairie Sun Studios nahe San Francisco, ist "a powerful, heavy, mindblowing, in-your-face, dual six-string assault", dessen Folge wohl erst einmal die totale Erschöpfung von Mensch und Material sein dürfte. Egal, es macht mächtig Laune! "Keep the Rock alive", heißt es auf der Rückseite des Covers, ein Credo, dem sich die Blindside Blues Band mit Leib und Seele verschrieben hat!

Art-Nr.: 5475
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Keepers of the flame
Sonic love
Lonesome road
Back stabber
I wanna be free
Bad luck

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Bonamassa, Joe - a new day yesterday ~ live [2004]
Joe’s grandioses Abschlusskonzert einer 60 Gigs umfassenden Tour in Ft. Wayne, Indiana vom 21.12. 2001 jetzt auf CD! Gab es auch schon mal als Bonus-DVD zu der mittlerweile nicht mehr erhältlichen, limitierten Ausgabe seines zweiten Albums "So, it's like that"! Nicht nur in den Staaten, sondern auch dank fleißigen Studioschaffens und regelmäßiger Präsenz in Europa, hat sich Joe Bonamassa mit seinen Spielgefährten Kenny Kramme (Drums) und Eric Czar (Bass) zu einem überaus beliebten Act in der globalen Blues-Rock-Szene gemausert. Kräfteraubende Shows für Band und Zuschauer auf technisch allerhöchstem Niveau sind dabei das Erfolgsrezept. Ein wohl dosierter Mix aus traditionellen Coverversionen, die aber oftmals dank fetter, groovender, jamartig ausgedehnter Gitarrenarrangements kaum wiederzuerkennen sind, und modern gehaltener Eigenkompositionen, lässt sowohl das Herz altgedienter Bluesfreunde, als auch das des hinterher rückenden Nachwuchses höher schlagen. Bonamassa und Co. betreiben Akkordarbeit im wahrsten Sinne des Wortes. Dieses Werk transportiert die völlig unverkrampfte, nicht von Starallüren geprägte Atmosphäre bestens herüber. Vom Intro, einer slidegetränkten Gitarrenorgie, geht es über Interpretationen von Rory Gallagher ("Cradle Rock"), Clapton ("Steppin’ Out"), Jeff Beck ("Rice Pudding"), Jethro Tull ("A New Day Yesterday") und Free ("Walk In My Shadow") bis zum abschließenden "Don’t Burn Down That Bridge" (mit dezentem Cream-Charakter) richtig zur Sache. Die Hütte kocht! Joe’s strapaziöses Behandeln von Plektron und Saiten seines Arbeitsgerätes, Kenny’s Trommelwirbel im Hintergrund und Eric’s knackig pulsierender Bass setzen Maßstäbe in Sachen Blues-Rock-Trio. Selbst bei ezwas ruhigeren Nummern wie "Miss You, Hate You, "Colour & Shape" oder dem leicht an "Stormy Monday Blues" erinnernden "If Heartaches Were Nickels", hat das Publikum aufgrund eingepasster, intensiver Instrumentalpassagen, kaum Zeit zum Durchatmen. Begeisterte "Joe-Joe-Joe"-Rufe des enthusiastischen Publikums sind der verdiente Lohn für ein beispielloses Blues-Rock-Spektakel, gespickt mit filigranster Gitarrenkunst. "A New Day Yesterday Live" heißt knappe 72 Minuten Mitfiebern bei "Smokin’ Joe", wie er leibt und lebt. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3117
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Bramhall II & Smokestack, Doyle - welcome [2001]
68 1/2 Minuten intensivste, variationsreiche Rock/Bluesrock-Power vom Allerfeinsten! Doyle, weitestgehend zum Dunstkreis von Stevie Ray Vaughan zählend, geboren in Dallas, aufgewachsen in Austin, war sein ganzes Leben mit dem texanischen Rock'Roll und Blues konfrontiert. Der Mitbegründer und ex-Frontmann der leider viel zu kurzlebigen "Arc Angels" und neben Jimmie Vaughan ehemalige Touring-Gitarrist der "Fabulous Thunderbirds" liefert mit seiner neuen Band "Smokestack" ein großartiges Beispiel ab, wie klassischer Rock mit 70's-Reminiszensen und Bluesrock heute klingen muß. Er vereinigt hier all seine vielseitigen Talente auf bewundernswerte Weise: herausragendes Songwriting, hervorragender Gesang mit der nötigen Portion "Soul" und meisterhaftes Gitarrenspiel. Ja, er ist wirklich ein wahrer "Guitarslinger". Man hört die Einflüsse von Jimi Hendrix, britischem Bluesrock ala Rory Gallagher, Free oder Led Zeppelin, sogar mal einen Tom Petty-Riff (bei "Soul shaker" muß "American girl" Pate gestanden haben), etwas Southernflair und natürlich die von Stevie Ray Vaughan. Es gelingt ausgezeichnet, all das zu einer Einheit mit den eigenen Ideen zu verbinden. Trotz klarer Songkonzepte gibt es auch immer wieder Platz für ausgedehnte Soli. Alle sind unüberhörbar hervorragende Musiker. Spielfreude, Energie und die "Hitze" dieser Musik sind immer spürbar. Wahrscheinlich sind sie in der Lage sich live in einen richtigen Rausch zu spielen. Großartige Produktion! Ein prächtiges Album!

Art-Nr.: 1051
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Chambers, Sean - trouble & whiskey [2017]
Fetter Bluesrock-Gitarrenzauber pur! 4 lange Jahre hat es gedauert, bis der famose, ehemalige Gitarrist des legendären Hubert Sumlin mit dem Nachfolegwerk zum bärenstarken 2013er-Release "The Rock House Sessions" auf den Markt kommt, doch das Warten hat sich gelohnt. Die Bluesrock-Welt und auch die Gitarren-Enthusiasten werden begeistert sein. "Trouble & whiskey" steht seinem Vorgänger in nichts nach. Was Sean Chambers und seine Mitstreiter (großartige Quartett-Besetzung) hier abliefern, ist zündender, von mitreissendem Gitarrenspiel geprägter, kraftvoller, satter Bluesrock vom Allerfeisten. Nicht umsonst kürte das renommierte britische "Guitarist Magazine" den Saitenhexer aus Fort Myers/Florida unlängst als einen der "Top 50 blues guitarists of the last cenmtury". Chambers kann es locker mit allen Größen des Genres aufnehmen, von Johnny Winter bis Stevie Ray Vaughan. Er ist nicht nur ein begnadeter Gitarrist, sondern auch ein klasse Sänger. Das Album punktet mit durch und durch hervorragend strukturiertem Songmaterial, bietet aber zudem immer genügend Freiraum für Chambers, seine außergewöhnlichen Gitarrenkünste unter Beweis zu stellen. Seine Soli (auch Slide) sind stets ungemein zielgerichtet und gleichzeitig voll ungebremster Spielfreude in den Songs untergebracht - glühende, teils schön ausgedehnte Läufe voller Virtuosität, immer schön erdig, dreckig, rau und herrlich unbekümmert, und dennoch, ohne übermütiges "Gefrickel" auf den Punkt gebracht. Er macht das fantastisch. Das Album startet mit dem von kochenden Riffs durchzogenen, klassischen Gitarren-Bluesrocker "I need your lovin'", der sich unbeirrt straight und dreckig im Bewusstsein des Zuhörers festsetzt. Robert Johnson meets ZZ Top! Klasse Groove! Und die ersten beiden Soli des Meisters hinterlassen unmittelbar einen tiefen Eindruck. Was für ein starker Auftakt. Beim folgenden "Bottle keeps staring at me" demonstriert Chambers auf beeindruckende Art und Weise seine Slide-Künste. Ein Slideguitar-rockin' Blues der Extraklasse mit Reminiszensen an George Thorogood und Konsorten. Welch ein Feuer! Packende Lead Gitarren-Läufe begleiten den famosen, voller Energie steckenden, "drinkin'" Slow Blues "Trouble & whiskey", der den Zuhörer mit seiner Direktheit, der herausragenden Instrumentierung aus Lead Gitarre und schöner Orgel-Untermalung, sowie seiner großartigen Melodie geradezu magisch einfängt. Die beiden virtuosen, schön satten, fingerfertigen Gitarrenausflüge begeistern auf der ganzen Linie. Hat ein schönes, dezentes Southern-Flair. Grandios auch das dezent funky wirkende, dennoch lockere "Cut off my right arm", der klassische, mächtig groovende, voller satter Gitarrensoli steckende Bluesrocker "Handyman" (an der zweiten Lead Gitarre hören wir hier als Gast den ebenfalls fantastisch aufspielenden Jimmy Bennett), oder das finale, rhythmische "Gonna groove", bei dem der Songtitel Programm ist. Zudem brennt Chambers bei der glühenden Vollgas-Coverversion von Rory Gallagher's "Bullfrog Blues" ein fulminantes Slide-Feuerwerk ab. Was Sean Chambers und seine großartige Band hier auch anpacken, der Funke springt unmittelbar über. Ein prachtvolles Gitarren Bluesrock-Werk, das die Genre-Enthusiasten von vorn bis hinten begeistern dürfte.

Das komplette Tracklisting:

1. I Need Your Lovin' - 3:40
2. Bottle Keeps Staring at Me - 4:05
3. Trouble & Whiskey - 5:06
4. Travelin' North - 3:40
5. Cut off My Right Arm - 4:45
6. Bullfrog Blues - 4:31
7. Sweeter Than a Honey Bee - 4:23
8. Handyman - 5:53
9. Be Careful with a Fool - 4:53
10. Gonna Groove - 3:15

Art-Nr.: 9410
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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I need your lovin'
Bottle keeps staring at me
Trouble & whiskey
Cut off my right arm
Sweeter than a honey bee
Handyman
Gonna groove

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Duarte Group, Chris - my soul alone [2013]
"Smoking Bluesrock grooves" und endlose, zündende, glühende, begeisternde Gitarrenläufe des "guitarslingers" aus Texas. "My soul alone", sein brandneues Album, ist erneut ein "Killer"-Teil. Abermals aufgenommen in klassischer Trio-Besetzung (am Bass: Steve Evans, an den Drums: Aaron Haggerty), begibt man sich auf einen packenden, ja begeisternden, abwechslungsreichen Trip durch die Landschaften des texanischen Bluesrocks, streift auch mal dezent jazziges und psychedelisches Terrain, vor allem aber auch den erdigen southern-rockin' Blues. Das wundert wenig, ist Duarte doch ein bekennender Freund und Fan der Tha Allman Brothers Band. Die Chris Duarte Band besticht mit blendender Spielfreude und erzeugt über die üppige Distanz von mehr als 74 Minuten immer wieder ein wunderbar lockeres, lässiges, dennoch sehr kraftvolles, zuweilen auch ordentlich kochendes Jam-Feeling. Immer wieder sind die Songs von den begnadeten Gitarren-Hooklines des Meisters geprägt, ganz zu schweigen von dessen atemberaubenden Soli. Auffällig ist die oft parallele Melodienführung, die im übrigen durchweg klasse ist, von Stimme und Lead-Gitarre. Das bringt zusätzliches Feuer. Bärenstark beispielsweise das Titelstück "Leave my soul alone", das wie eine brodelnde Mischung aus Rory Gallagher, Johnny Winter und Stevie Ray Vaughan kommt - rau, dreckig, aber, dem Titel entsprechend, voller Soul. Genau so stellt man sich einen packenden, wunderbar groovenden, souligen Slow-Bluesrocker vor, der in seinem Verlauf stetig an Power gewinnt. Die Nummer ist meisterhaft inszeniert, die Gitarrenläufe sind brillant. Oder die wunderbar melodische, sehr stark gesungene Siuthern Rock-/Bluesrock-Ballade "Blue Jean Outlaw". Die "Allmans" lassen deutlich grüßen, genau wie Warren Haynes' Gov't Mule, in dessen Repertoire diese Nummer ebenfalls vorzüglich passen würde. Duarte's Gitarrensoli brennen, sind virtuos, dreckig, leidenschaftlich, melodisch! Unterschwellig fühlt man eine ganz dezente Psychedelic-Note. Tolles Drumming im übrigen. "Can't shut me out" hingegen ist ein furioser, kompromissloser, klassischer, straighter Bluesrocker, den die Protagonisten schnörkellos aus den Lautsprechern "nageln". Es ist die helle Freude. Duarte "verbiegt" die Saiten seines Arbeitsgerätes nach allen Regeln der Kunst, erneut verbunden mit ein paar psychedelischen Effekten. Egal, welchen Song man sich herauspickt, es gibt keinen Ausfall. Die Chris Duarte Group ist nicht nur voll in der Spur, sondern liefert mit "My soul alone" eines der besten Alben ihrer bisherigen Karriere ab. Eine super Scheibe!

Das komplette Tracklisting:

1. Show Me That You Want It - 4:37
2. Yes, It's You - 3:21
3. Take Me Now - 4:57
4. A Dollar Down and Feeling Low - 8:20
5. I Bucked It Up - 5:47
6. Outta My Way - 4:05
7. Leave Me Soul Alone - 7:07
8. Sweet Little Girl - 4:21
9. Lazy Afternoon - 11:11
10. Can't Shut Me Out - 4:09
11. Blue Jean Outlaw - 8:45
12. Carelessness - 7:23

Art-Nr.: 8083
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Show me that you want it
Yes, it's you
Take me now
Outta my way
Leave my soul alone
Can't shut me out
Blue jean outlaw

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Elmore, Jason & Hoodoo Witch - upside your head [2010]
"Jason Elmore & Hoodoo Witch carry on the tradition of guitar-slinging Texas Blues Rock"! Und wie sie das tun! "Jason Elmore is the hottest new guitar hero, deep from the heart of Texas"! Yeah! Saustarkes Debut dieses "masterful guitarslingers" aus Denison/Texas, der sich mit seiner Truppe Hoodoo Witch (klassische Trio-Besetzung) aufmacht, die texanische Bluesrock-Szene ordentlich aufzumischen. Voller Herz und voller Selle, voller Leidenschaft und voller Biss, voller Enthusiasmus und voller Frische beackern sie das Terrain zwischen Stevie Ray Vaughan (ein amerikanischer Fan bemerkte gar in einem Statement "The new SRV has arrived") und Johnny Winter, zwischen Freddie King und Muddy Waters, zwischen Too Slim and the Taildreggers und ZZ Top, zwischen Joe Bonamassa und den Buddaheads, Led Zeppelin und Rory Gallagher, aber auch zwischen Sonny Landreth und The Allman Brothers Band. Vielseitig, aber sie bringen das prächtig unter einen Hut und es passt einfach wunderbar zusammen. Elmore ist nicht nur ein Wahnsinns-Gitarrist, dessen mitreissende Riffs und Soli ihm tiefste Bewunderung und Ehrfurcht entgegenbringen, nein, er ist auch ein fabelhafter Sänger und exzellenter Songwriter. Die Bandbreite des durch und durch bärenstarken Songmaterials geht von mächtig abgehenden Volldampf-Boogies, über kochenden Roadhouse-Blues, brodelnde Texas-Shuffles, herrlich groovenden Midtempo-Bluesrock, flüssigen Southern-Bluesrock, "gritty" Roots-Blues, schwülen Delta-Blues, bis hin zu seeligem, wundervollem Slow-Blues(rock). Und auch für vorzügliche Melodik hat Elmore ein gutes Händchen. Schon gleich zu Anfang gibt's eine absolute "Killer"-Nummer: "Dusk till dawn" heisst das Stück, ein baumstarker, fetter, dreckiger, Slide-getränkter, Southern-rooted Boogie voller zündender Bottleneck-Ausflüge. Elmore und seine Jungs sind sofort auf Betriebstemperatur und der Saitenkünstler rührt mit seiner Slide ein mächtig dampfendes Voodoo-Gebräu an. Man ist sofort von dieser Musik gefesselt. Zeppelin-mässige Riffs eröffnen den anschliessenden, klassischen, mit einem Schuss Funk-Blues gewürzten Rocker "Big money grip". Nicht nur hier fällt auf, wie großartig auch Elmore's Rhythmus-Fraktion "Hoodoo Witch" (Beau Chadwell - Drums, Chris Waw - Bass) auftritt, die den Protagonisten eine geradezu perfekte Basis verschafft. Die Nummer hat ein klasse Feeling. Mit dem folgenden "All it does is rain" präsentieren uns die Jungs nun einen ganz herrlichen Slow-Blues, eingehüllt in einen wunderbaren Rhythmus, eine exzellente Melodie und einen großartigen, aus vielseitigen. transparenten Gitarren bestehenden Mantel traumhafter Riffs, Licks und Soli. Faszinierend das immer wieder wieselflinke, erdige, satte, ungemein virtuose Gitarrenspiel des Meisters. Das ausgedehnte, über 3-minütige, mit schönen Wah Wahs angereicherte, überaus abwechslungsreiche Solo ist pure Gitarren-Magie. Ganz groß! Der kernige Rocker "Drag me down" kommt dann wieder mit klassischen Riffs zwischen Taste und Led Zeppelin (ohne dabei das "down home Texas-Feeling zu vernachlässigen) und die anschliessende "schwaze Witwe" ("Black widow") macht mit ihrem beherzten Auftreten die Roadhouses zwischen Texas und Oklahoma unsicher. Einen weiteren Texas Bluesrock "Killer"-Shuffle voller Southern-Flair (Stevie Ray Vaughan meets ZZ Top) bekommen wir mit dem prachtvollen "Road to ruin" serviert - klasse E-Gitarren-Riffs, ein scharfer Groove, starker Gesang, eine prima Melodie und natürlich wieder ein fulminantes, die Herzen der Saiten-Enthusiasten höher schlagendes Solo inklusive. Es folgen mit dem rauen, schnellen "6 foot down" ein explosiver "Volle Kanne"-Slide-/Delta-/Swamp-Boogie (glühende Slide-Attacken ohne Ende) und mit dem tollen "Dracula bite" ein straighter, riffiger, Blues-based Classic-Rocker (das Gitarren-Solo sprüht nur so vor flüssigem Southern-Flair), ehe mit dem wunderbaren "Evil woman" wieder ein eher zurückgenommener Midtempo-Bluesrocker auf dem Programm steht, der aber vor innerer Stärke und Energie nur so strotzt. Im richtigen Moment wartet Elmore erneut mit einem zündenden Gitarrensolo auf, das stetig an Kraft gewinnt, um den Song schließlich wieder in den ursprünglichen, lässigen Mojo-Groove zurückzugeleiten. Klasse hier auch die gut abgestimmte Orgel-Untermalung von Gastmusiker Shawn Phares. Eine Knüller-Nummer! Doch was soll man weiteres über einzelne Tracks erzählen, das komplette Album ist schließlich ein 56 1/2 Minuten währender, absoluter Bluesrock-"Hit"! Produziert hat das Werk im übrigen, zusammen mit Jason Elmore, Jim Suhler (Jim Suhler & Monkey Beat, George Thorogood), der zudem bei einigen Songs als zweiter Gitarrist mit von der Partie ist. Jason Elmore & Hoodoo Witch mit einem Debut, das keine Wünsche offen lässt. "Upside your head" ist nicht mehr und nicht weniger als ein waschechter Genre-Knüller. Einfach famos! "No tricks, just straight up rockin' kickass Blues"!

Das komplette Tracklisting:

1. Dusk Till Dawn 4:13
2. Big Money Grip 3:39
3. All It Does Is Rain 6:20   
4. Drag Me Down 3:37
5. Black Widow 3:36
6. Road to Ruin 4:45
7. 6 Foot Down 2:38   
8. Dracula Bite 5:14
9. Evil 6:00
10. Wash My Hands of You 4:11
11. Red River Valley 2:26
12. World of Trouble 3:34
13. Nobody Knows 3:32
14. That's the Way It's Got to Be 2:57

Art-Nr.: 6894
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Dusk till dawn
All it does is rain
Road to ruin
6 foot down
Dracula bite
Evil woman
Nobody knows

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Fish, Samantha - runaway [2011]
Ein neuer Stern am Bluesrock-Himmel - und was für einer! Ist das Genre, vor allem auch das der "guitarslinger", zumeist eher den männlichen Kollegen vorbehalten, so geht hier eine junge Künstlerin ans Werk, die so manchem der etablierten Herren das Fürchten lehren dürfte. Das 22-jährige Multitalent Samantha Fish aus Kansas City im U. S. Bundesstaat Missouri. Die junge Dame ist eine famose Songwriterin, eine großartige, emotionale Sängerin und eine begnadete Gitarrsitin. Nicht ein Riff, nicht ein Lick, geschweige denn eines der zahlreichen, meisterhaften Soli (Ausnahme ist die zweite Gitarre von Mike Zito bei "Push comes to shove"), stammt von einem anderen Gitarristen. Alles, aber auch alles veranstaltet die Saitenzauberin höchst selbst. Diese junge Frau beherrscht ihr "Brett". "Runaway" ist das erste Album von Samantha - und es ist gleich ein absolutes Bluesrock Vorzeige-Werk geworden. Problemlos tritt sie in die Fußstapfen solcher Kollegen wie dem jungen Joe Bonamassa oder Kenny Wayne Shepherd, erinnert manchmal auch ein wenig an die frühe Susan Tedeschi, wenngleich sie stimmlich auf einer etwas anderen Ebene liegt. Samantha Fish gelingt eine nahezu perfekte Synthese zwischen lupenreinen Blues-Traditionen, Roots- und Classic Rock. Das geht von scharfkantigem, fettem, Riff-getriebenem Swamp-Blues wie dem kochenden Opener "Down in the swamp" (saustarkes Gitarrensolo), über mächtig Drive aufbauende Boogies wie dem abgehenden "Runaway" (wieder ein "heisses" Gitarrensolo), Wah Wah- und Slide getränkte, wie eine Lokomotive dampfende und groovende, massive Bluesrocker wie dem drückenden "Money to burn", Stones-kompatible Gitarrenrocker wie dem prächtigen "Push comes to shove" (der großartige Texaner Mike Zito, der das Album im übrigen auch erstklassig produzierte, steuert hier, wie gesagt, die zweite Gitarre bei und singt mit Samantha im Duett), bis hin zu solch "schwummrigem", jazzigem Bar Slow-Blues wie dem einfühlsamen "Feelin alright". Alle Songs stammen aus der Feder von Samantha, ausser der brillant in Szene gesetzten Coverversion von Tom Petty's "Louisiama rain" aus dessem legendären "Damn the torpedos"-Album (bringt sie herrlich rootsig). Das komplette Material besticht durch exzellente Songstrukturen und wunderbare Melodik. Und live ist diese Dame auch ein "Knaller". "Solch eine Leidenschaft habe ich zuletzt vor rund 30 Jahren bei Rory Gallagher gesehen", ließ sich unlängst ein begeisterter Fan entlocken. Wenn das mal kein Kompliment ist. Bärenstarkes Debut eine grandiosen Bluesrockerin, von der wir mit Sicherheit in Zukunft noch eine Menge hören werden.

Das komplette Tracklisting:

1. Down In The Swamp (4:13)
2. Runaway (6:12)
3. Today's My Day (3:44)
4. Money To Burn (5:53)
5. Leavin' Kind (3:57)
6. Otherside Of The Bottle (4:23)
7. Soft And Slow (3:53)
8. Push Comes To Shove (4:31)
9. Louisiana Rain (5:05)
10. Feelin' Alright (5:05)

Art-Nr.: 7372
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Down in the swamp
Runaway
Money to burn
Leavin' kind
Otherside of the bottle
Push comes to shove

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Gallagher, Rory - notes from san francisco [2011]
2 CD-Set! Unverzichtbar für die Fans dieses unvergessenen Gitarrengottes! Dieses 2 CD-Set beinhaltet ein bislang nie veröffentlichtes, in San Francisco aufgenommenes Studioalbum aus dem Jahre 1978, das Rory seinerzeit wegen seiner Meinung nach nicht zufriedenstellender Abmischung aus dem Verkehr zog (jetzt wurden die Aufnahmen von Rory's Bruder und seinem Neffen neu überarbeitet) und auf der CD2 einen ebenfalls bislang unveröffentlichten Live-Mitschnitt vom Dezember 1979 aus dem Old Waldorf von San Francisco. Der Sound der beiden CDs ist absolut in Ordnung! Historisch bedeutende, musikalische Dokumente aus dem Fundus dieses begnadeten Blues Rock'n Roll-Gitarristen.

Ein informatives U.S.-Review im Original:

It's surprising, considering the interesting back-story on the studio portion of this posthumous Rory Gallagher release, that there are no notes on the actual packaging to chronicle its eventual appearance in 2011, nearly 33 years after being recorded in December,1977. According to the press release though, Gallagher clashed with producer Elliot Mazer about the mix on these dozen tunes and not only shelved the tapes, but broke up his long time band after the San Francisco session ended. Out went keyboardist Lou Martin and drummer Rod de'Ath, replaced by skinsman Ted McKenna (bassist Gerry McAvoy remained) to strip down the sound for his next phase. About half these songs such as "Mississippi Sheiks," "Fuel to the Fire," "Brute Force & Ignorance," "Cruise on Out" and "Overnight Bag" appeared on 1978's Photo Finish in different performances. Some like the closing "Out on the Tiles" and "B Girl" will be new to all but the most ardent Gallagher followers. The guitarist apparently mentioned to his brother Donal shortly before his death that he'd like the tapes to be released someday if they were remixed, which is exactly what Donal's son Daniel did in 2011, resulting in these long lost tracks finally seeing the light of day. Despite Gallagher's reservations, everything here is up to his usual high standard and he obviously respected the material enough to re-record the bulk of it with a different band and producer later that year. Electric violin on "Mississippi Sheiks" is a new twist on both Gallagher's blues/rock style and the song, which helps differentiate this version from the more famous one that appeared on Photo Finish. Saxophone, played by Martin Fiero, enhances two cuts, also bringing a unique groove, especially to the lumbering "Brute Force and Ignorance." The package includes a December 1979 live show, also recorded in San Francisco, that finds Gallagher and his two piece in typically fine fettle. They revisit the Taste-era chestnut "Bullfrog Blues" and tear into the rarity "I'm Leavin'" with their notoriously paint peeling approach. He digs back some years for a tough take on "Tattoo'd Lady" but most of the set is derived from his mid-late 70s albums Top Priority, Photo Finish and Calling Card. A closing breathless "Sea Cruise" is probably a nod to Jerry Lee Lewis on whose album that appeared on with Gallagher guesting. It caps off a roaring, electrifying show that, along with the studio disc, makes a worthwhile addition to any Gallagher lover's collection. Even lacking detailed liner notes this is a keeper and an important historical document in Rory Gallagher's short but eventful career. ~ Hal Horowitz, Rovi

Disc 1
1 Rue the Day - 4:26   
2 Persuasion - 4:45   
3 B Girl - 4:42   
4 Mississippi Sheiks - 5:56   
5 Wheels Within Wheels - 3:40   
6 Overnight Bag - 4:46   
7 Cruise On Out - 5:19   
8 Brute Force & Ignorance - 5:45   
9 Fuel To the Fire - 5:43   
10 Wheels Within Wheels [Alt. Version] [Alternate Take][Version] - 3:55   
11 Cut a Dash [bonus track] - 3:49   
12 Out On the Tiles [bonus track] - 4:22   

Disc 2
1 Follow Me [Live] - 6:25   
2 Shinkicker [Live] - 3:42   
3 Off the Handle [Live] - 7:01   
4 Bought and Sold [Live] - 4:43   
5 I'm Leavin' [Live] - 4:35   
6 Tattoo'd Lady [Live] - 6:49   
7 Do You Read Me [Live] - 6:11   
8 Country Mile [Live] - 3:51   
9 Calling Card [Live] - 5:51   
10 Shadow Play [Live] - 5:11   
11 Bullfrog Blues [Live] - 5:38   
12 Sea Cruise [Live] - 3:39

Art-Nr.: 7376
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Johnson, Jay Jesse - i've got an ax to grind [2008]
"I've got an ax to grind" - welch ein treffender Albumtitel! Und wie dieser Bursche seine "Axt" wetzt - baumstark! Connecticut's Jay Jesse Johnson, seit über 25 Jahren einer der profiliertesten "guitarslinger" des amerikanischen Mittelwestens legt nach dem starken "Strange imagination" nun sein zweites Soloalbum vor und untermauert damit den extrem positiven Eindruck des Vorgängers noch einmal nachhaltig, ja legt vielleicht sogar "noch einen oben drauf"! Erneut brilliert Johnson mit einer harten, kochenden, "grinding" Bluesrock-Scheibe voller großartiger, "fetter" Songs, gespickt mit tollen Grooves und rauschenden, zündenden Gitarrenläufen, die immer wieder eindrucksvoll die ganze Klasse dieses Ausnahmekönners unter Beweis stellen. Doch bei aller, zweifellos vorhandenen, Gitarrenpräsenz des Meisters (wirklich jeder Song enthält eines dieser glühenden, spieltechnisch über jeden Zweifel erhabenen Soli), versteht er es seine Dominanz nie bis zum Exzess auszuleben, sondern seine musikalischen Mitstreiter jederzeit gleichberechtigt und absolut bedeutend mit einzubeziehen. Das geht auch gar nicht anders bei dieser hochkarätigen Band, die es wirklich in sich hat: Neben ex-House Of Lords-Drummer B.J. Zampa und Bassist Ed Corvo (bei einigen Tracks zupft Setve Shore den Bass) gelang Johnson für sein neues Album nämlich für einige Tracks die zusätzliche Verpflichtung des klasse Organisten Matt Zeiner, vielen Southern Rock-Fans sicher ein Begriff durch seine Tätigkeit in der Dickey Betts Band, und vor allem des großartigen, bekannten Rock-Shouters Charlie Huhn, der auch schon für Foghat, Ted Nugent und Gary Moore in Mikro gegrölt hat! Huhn bereichert immerhin die Hälfte der Songs mit seinem beherzten, inbrünstigen, dreckigen Lead-Gesang, und das kommt, obwohl auch Johnson selbst beileibe kein schlechter Sänger ist, richtig gut! Wie übrigens das Zusammenspiel der gesamten Truppe, die durchweg die passende Balance zu dem satten, kraftvollen und sehr virtuosen Power-Gitarrenspiel ihres "Leaders" herstellt. Der bearbeitet sein Gerät nach allen Regeln der Kunst. Die Spuren der "üblichen Verdächtigen" wie Jimi Hendrix, Robin Trower, Stevie Ray Vaughan, Johnny Winter, aber auch von ZZ Top, Foghat oder britischen Retro-Größen wie Cream und Rory Gallagher sind immer wieder spürbar, doch Johnson versteht es seine Einflüsse voller Idealismus in sein eigenes Songmaterial zu transportieren, ohne dabei wie eine "abgehalfterte" Kopie zu wirken. Im Gegenteil: Das hervorragende Songmaterial wirkt überaus lebendig und steckt voller Frische und Feuer. Es reicht von krachenden, straighten Rockern, über swampige, kochende Shuffles, Hendrix-behafteten Rock-Blues, bis hin zu psychedelisch, sphärisch angehauchte Slow Blues-Balladen der Marke Robin Trower. Los geht's zum Beispiel mit einem recht entspannten, dennoch irgedwie "knisternden", swampig bluesigen Intro aus Bluesharp und verspielter Acoustic Slide. Doch mit den "cool" angesagten Worten "Play that damn guitar" setzt Sekunden später auch schon die "amtlich vorgeschriebene" Power ein: Dynamische, flüssige, aber sehr fette Riffs bei im Spiel bleibender Bluesharp, die starke Rhythmus-Fraktion entwickelt einen klasse Groove und Mr. Huhn vervollständigt das Ganze mit seinem leicht heiseren, intensiven, ktaftvollen Gesang. "Cradle to the grave" heißt die Nummer, ein prächtiger, etwas funkig angehauchter, voller Boogie-Drive steckender Bluesrocker! Furios, quirlig und fett "heizt" der Mesiter bei zwei höllischen Ausflügen über sein "Brett"! Power pur! Große Klasse! Mit anhaltend hoher Energie geht es weiter: Charlie Huhn's und Johnson's abwechselnder Lead-Gesang bestimmen den klasse hängen bleibenden, irgendwo zwischen Stevie Ray und Cream-kompatiblen Seventies Retro-Klängen angesiedelten, präszise wie ein Uhrwerk laufenden, tollen Bluesrock-Knaller "It ain't easy", abermals ausgestattet mit einem klar akzentuierten, aber voller Spielwitz steckenden, feurigen Gitarrensolo. Anschließend steht mit dem starken "Big bad rhythm" ein klasse gesungener und mit meisterlichen Gitarrenritten gespickter, schön groovender Shuffle-Bluesrock auf dem Programm, ehe man sich mit dem von wunderbaren Hammond Orgel- und Keyboard-Klängen unterstützten, epischen, fast ein wenig zwischen dezentem Pink Floyd-Flair und schönem Robin Trower-Feeling hin und her schwankenden "Sittin' by the riverside" (tolle, leidenschaftliche Gitarrenläufe) auf eine exzellente Reise in die Regionen des Seventies Progressive-Blues begibt - kraftvoll, durchaus melodisch und voller "Saft"! So geht das munter weiter, beispielsweise mitt dem satt und knackig rockenden "Demons" (was für ein "guitar assault"), dem riffig rockenden Retro-Kracher "What goes around", dem gnadenlos rockenden Titelstück "I've got an ax to grind" (ein furioser, straighter, rotziger, ass-kicking Blues Rock'n Roller voller krachender Riffs und lodernder Leads mit Bezügen zu ZZ Top, AC/DC und Foghat), dem großartigen, von herrlichen Gitarren umgebenen und mit schönem Hammond-Spiel verfeinerten, kräftigen, traditionellen Slow Blues-Jam "Spell of winter", dem swingenden "Resrless soul", bis das Werk schließlich mit dem monströs und heavy pumpenden Rocker "Cold world" ebenso stark endet, wie es knapp 63 Minuten zuvor begonnen hatte. Es gibt nichts zu deuteln: Jesse James Johnson gelingt mit seinem zweiten Album einmal mehr ein prächtiger Wurf! Handfester, genauso kompakter und straighter, wie spielfreudiger und lebendiger Gitarren-Bluesrock ohne Fehl und Tadel! Großes Kompliment, Mr. Johnson! Also Jay, "take your ax and grind it - we love it"...

Art-Nr.: 5621
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cradle to the grave
It ain't easy
Big bad rhythm
Sittin' by the riverside
I've got an ax to grind
Spell of winter

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Knowles, Davy & Back Door Slam - coming up for air [2009]
Aus Back Door Slam werden nun Davy Knowles & Back Door Slam. Der begnadete, blutjunge Gitarrenzauberer und Sänger Davy Knowles (er ist gerade mal 22 Jahre alt) rückt nun, zumindestens marketing- und namenstechnisch, noch mehr in den Mittelpunkt, zumal seine, allerdings erstklassigen, Begleitmusiker nicht mehr die selben wie vor zwei Jahren sind. Doch das ist weitestgehend egal und eher zweitrangig. Wichtig ist einzig und allein: Der Nachfolger zum prächtigen "Roll away" von 2007 ist da, heißt "Coming up for air", und ist erneut ein Knüller! Exzellenter, 70s-based Bluesrock/Classic Rock voller Herz und Seele, zuweilen mit einem leicht rootsigen Anstrich. Der Bursche spielt wie eine hinreißende Mischung aus Robert Cray, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher, und bringt mit seinen Songstrukturen und seinem stimmlichen "Vibe" immer wieder mal Paul Rodgers und Free in Erinnerung. Da passt es ins Bild, dass der alte Humble Pie-Haudegen Peter Frampton das Album produzierte. Baumstark!

Das komplette Tracklisting:

1 Coming Up for Air - 4:36   
2 Riverbed - 3:38   
3 Mistakes - 4:15   
4 Hear Me Lord - 6:03   
5 Amber's Song - 3:12   
6 Tear Down the Walls - 5:01   
7 You Can't Take This Back - 4:52   
8 Country Girl - 4:28   
9 Keep on Searching - 5:06   
10 Saving Myself - 3:11   
11 Taste of Danger [with Jonatha Brooke] - 4:09

Art-Nr.: 6430
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Coming up for air
Riverbed
Amber's song
Tear down the walls
You can't take this back
Taste of danger

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Suhler, Jim & Monkey Beat - tijuana bible [2007]
Meisterhafte, texanische Gitarren-/Roots-/Bluesrock-Musik in Vollendung! Was für ein grandioses Album! Der begnadete Gitarrenhexer aus Dallas/Texas und seine famose Combo "Monkey Beat" zählen seit mehr als 15 Jahren zu dem Besten, was die Texas Bluesrock-Szene zu bieten hat. Vielen ist Suhler sicher auch als Lead-Gitarrist von George Thorogood's Destroyers ein Degriff (er spielt dort seit 1999), doch vor allem mit seiner eigenen Band hat er sich weltweit unter den Kennern der Szene eine Menge Anerkennung erspielt und eine riesige, loyale Fangemeinde aufgebaut. Warum das so ist, beweist voller Nachdruck das neue, mitreißende Werk "Tijuana bible", das erste mit "Monkey Best" seit rund sechs Jahren! Jim Suhler, diesbezüglich bereits mit Auszeichnungen überhäuft und Dauergast in diversen "Top Guitarists"-Listen, gilt als einer der virtuosesten, vielseitigsten und angesehensten "Gitarreros" des texanischen Bluesrocks. Seine Einflüsse reichen von Freddie King, Johnny Winter, Stevie Ray Vaughan und Rory Gallagher, über AC/DC und ZZ Top, bis hin zu J.J.Cale und The Allman Brothers Band! Das lässt schon vermuten wie vielfältig die Elemente sind, die Suhler zu seinen eigenen Indikatoren vereint. All das, seine überragenden Fähigkeiten als Gitarrist, die Gabe wirklich phantastische Songs zu schreiben und sein hervorragendes Gesangstalent sind das Fundament einer spannungsgeladenen Brücke zwischen krachenden Riff-Rockern, brodelnden Texas-Shuffles, traditionellem, emotionalem Retro Slow-Blues, dreckigem Roots-Rock'n Roll, schwülem Swamp-Blues, groovendem Southern-Blues, straighten, klassischen Bluesrockern, knackigen Boogies und countryfiziertem Roots-/Blues-/Rock - alles garniert mit herrlichen, von einer immensen Fingerfertigkeit geprägten, genauso lockeren, wie fulminanten und powernden Lead Gitarren-Soli und explosiven, glühenden, "dirty" Slide-Attacken! Doch noch etwas sticht als überaus bemerkenswert hervor: Dieses großartige, abwechslungsreiche Songmaterial besticht mit zum Teil traumhafter Melodik, schraubt sich wohlwollend in unsere verwöhnten Roots-/Blues-/Rock-Ohren und hinterlässt damit einen tiefen Eindruck! Toll! Prächtige, dreckige, rootsige, kratzige Riffs und ein hinreißender, rollender rockin' Texas-Groove bilden die Basis des grandiosen Eröffnungs-Bluesrockers "Tijuana bible"! Gleich eine Nummer, die einen nicht mehr loslässt! Tolles, ein im Hintergrund zu erahnendes, unterschwelliges Border-Flair und messerscharfe, feurige Gitarrensoli vom Meister! Als wäre es Magie, fängt man unweigerlich an rhythmisch mitzuwippen! Genial! Wie auch der folgende, von glühenden Slide-Läufen (teilweise tolle Slide-/Gesang-Parallelarbeit) und forschem Drumming angetriebene, raue Bluesrock-Boogie "Devil in me"! Dann die erste von 3 glänzend integrierten Coverversionen (die 13 übrigen Tracks stammen aus Suhler's Feder): Elvin Bishop's gefühlvoller, klassischer Retro Slow-Blues "Drunken hearted boy" in einer wunderbar inspirierten Fassung, begleitet von einem großartigen Slide-Solo des Original-Autors Elvin Bishop "himself"! Die beiden übrigen Coverversionen sind zum einen ein knochentrockener, straighter, krachender Power-Riff-Ritt des alten AC/DC-Klassikers "Up to my neck in you" (fettes, wie geschmiert abgehendes Gitarrensolo) und zum anderen ein gewaltiges Remake von Rory Gallagher's "I could've had religion", vollgepackt mit furiosen Slide-Läufen und einer starken Bluesharp! Doch zurück zu den brillanten Suhler-Nummern: Umwerfend stark beispielsweise auch der unwiderstehlich melodische, von saftigen, vielschichtigen E-Gitarren und Slides umgebene, herrlich ins Ohr gehende, fette Midtempo Retro-(Blues)Rocker "Long hot summer", der sowohl auf den Spuren solcher Bands wie Free und Bad Company wandelt, aber auch ein tolles, rootsiges Southern Rock-/Swamp-Feeling vorweisen kann. Herausragend das brodelnde Slide-Solo vom Protagonisten! So folgt ein "Killer"-Track dem nächsten: Ob das dynamisch abgehende "Black sky" mit seinem markanten Bass-/Drums-Drive, der klasse Melodie und den furiosen Gitarrenläufen, die geradezu traumhaft melodische, von wundervollen, genauso lockeren, wie kraftvollen, transparenten Gitarrenlinien bestimmte Bluesrock-Ballade "Deep water lullaby", zu der Gastgitarrist Joe Bonamassa ein exzellentes Solo beisteuert (feine Acoustic Gitarren-/Piano-Fills; schöner, dezenter Hall in der Stimme Suhler's), der brillante, mit unaufdringlichen Bläser-Fills, glühender Slide und exzellenter Background-Hammond Orgel instrumentierte Retro Pyschedelic-Bluesrocker "Years of tears" (was für eine prima Melodie, welch ein starkes, ausgedehntes Slide-Solo), der dreckige, schön funky groovende Southern-/Swamp-Blues "Po' lightnin'" mit seinen sumpfigen Slide-Läufen (Background-Gesang: Wet Willie's Jimmy Hall), der furiose, abgehende Blues-/Southern-/Boogie-/Roots-Rock'n Roller "Border Rock", usw., usw.! Es ist schon fast "beängstigend", auf welch hohem Niveau Jim Suhler und seine phantastische Crew ihr Ding durchziehen! Es gibt nicht den Hauch einer Schwächephase - und das bei einer satten Spielzeit von über 71 Minuten und 16 Songs! Produziert haben übrigens Jim Suhler selbst und Tom Hambridge! Toller, exakt auf den Punkt gebrachter, knackiger, würziger Sound! Gitarren-Enthusiasten, Rootsrock-Fans, Bluesrock-Fanatiker: "This album is a pure killer"! Ihr werdet dieses Album feieren- wir jedenfalls tun es! Begeisternd!

Art-Nr.: 4980
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Tijuana bible
Devil in me
Long hot summer
Deep water lullaby
Po' lightnin'
Border Rock

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Virgil & the Accelerators - the radium [2011]
"The Radium" ist das Debutalbum von einer der aufregendsten und vielversprechendsten, jungen Bands des Gitarren Bluesrock-/Classic Rock-Circuits: Virgil & the Accelarators aus Großbritannien. Eine phänomenale, blutjunge Truppe mit einem "Monster-Guitarslinger", die dermassen stark und "abgebrüht" auftrumpft, als seien sie schon zig Jahre im Geschäft. Dabei sind sie alle gerade mal um die 20. In etwa bewegen sich Virgil & the Accelerators auf dem Terrain, das aktuell auch Davy Knowles & Back Door Slam und vor allem The Brew beackern - und das mindestens auf dem gleichen, unglaublich hohen Niveau. Die einschlägige Presse liegt ihnen jetzt schon zu Füßen und Fans, die ihre Konzerte gesehen haben, bekommen, überwältigt von den Eindrücken des gerade Erlebten, meistens nur noch ein staunendes, schlichtes "I'm speechless" heraus. Klassischer Blues und Rock verschmelzen sich bei der Band in einem recht ausgewogenen Verhältnis, vielleicht mit leichten Tendenzen in Richtung Rock. Doch der Blues ist allgegenwärtig. Ihre Musik strotzt nur so vor Kraft, Power und Spielfreude. Sie hat ein deutliches, in den Seventies fundamentiertes Retro-Basement, wirkt dabei aber dennoch aif der Höhe der Zeit. Auf Grund der exzellenten Songstrukturen und einer stets ausgezeichneten Melodik, bleibt das Zeug prächtig hängen. Das funktioniert natürlich nur, wenn die Musiker die entsprechenden handwerklichen Voraussetzungen mitbringen - und das tun sie. Ihre formadiblen Fähigkeiten sind über jeden Zweifel erhaben. Virgil's Bruder Gabriel McMahon (18) am Schlagzeug (der Bursche bedient seine "Schießbude" zuweilen wie ein Irrwisch - der junge Keith Moon kommt einem sponatn in den Sinn) und Bassist Jack Timmis (21) zeichnen für die großartige, tighte Rhythmusarbeit verantwortlich (Timmis sorgt zum Teil auch für einen, den dominierenden Gitarrensound wunderbar unterstützenden Orgel-Background). Sie bereiten damit die Grundlage für die große Entfaltung ihres herausragenden Frontmannes Virgil McMahon (19). Virgil besticht nicht nur mit einer eindrucksvollen Gesangs-Performance, nein, er ist vor allen Dingen ein sagenhafter Gitarrist. Ein "Wunderknabe" an den 6 Saiten. Tolle, packende Riffs, ein wahres Lead Gitarren-Feuerwerk und fantastische Soli in allen Variationen, dazu viel Gefühl - es gibt nichts, was dieser Bursche nicht drauf hat. Er braucht sich nicht im Geringsten hinter den Großen der Szene, wie z. B. Joe Bonamassa, zu verstecken. Der Kerl ist ein Saitenhexer par excellénce. Er selbst scheint beeinflusst von solchen Leuten wie Rory Gallagher, Peter Green, Jimmy Page, Jimi Hendrix, Stevie Ray Vaughan und Gary Moore, in der Musik findet man zudem durchaus Spuren solcher Helden wie Cream, Free, Led Zeppelin, Rolling Stones und Robin Trower. Doch mit wem man Virgil und seine Accelerators auch vergleicht - einerseits passt es, andererseits haben sie längst ihren eigenen Stil gefunden. Los geht's mit dem famosen "Working man": Ein 1-minütiges Intro an der akustischen Gitarre eröffnet die Nummer, doch dann rockt die Band mit einem wunderbaren, unvergleichlichen, einen sofort packenden Groove los. Ein bärenstarker Bluesrocker nimmt Fahrt auf, der sofort das gane Potential der Band aufzeigt. Was für eine exzellente Gitarrenarbeit. Das ist zeitloser, kraftvoller Bluesrock zum "mit der Zunge schnalzen". Mit viel Power und durchaus hart kommt der raue, straighte Riffrocker "Backstabber" daher, der aber gleichzeitig prächtig ins Ohr geht. Toller, intensiver Gesang von Virgil und ein paar prickelnde Gitarrenritte sorgen für jede Menge Feuer. Von ähnlichem Kaliber sind auch die viel Dynamik entfaltenden Kracher "Bad girl" und "Cold hearted woman". Ganz stark auch das toll groovende "Low down and dirty" Startet zunächst mit wuchtigen, wunderbaren, stark an Paul Rodgers' Free erinnernden Power-Riffs und mündet schließlich in einer brillanten, mitreissenden, gut 3-minütigen, ungemein variabel gestalteten Gitarrenschlacht, die sich anhört, als sei eine ganze Armee von Gitarristen am Start. Furiose Lead-Läufe, brodelnde Wah Wah-Sequenzen, spannende Tempowechsel und herrliche Twin-Leads - es ist alles dabei. Eine Hammer-Nummer! Sehr stark auch der klar strukturierte, bluesige, von wunderbar groovenden Riffs geprägte Seventies Classic-Rocker "88", bei dem der Funke erneut sofort überspringt. Tolle Melodik, erstklassiger Gesang, fulminantes Gitarrenspiel, glühende Soli! Zum Ende dieses fantastischen Albums holt Virgil McMahon nochmal alles raus, was er drauf hat. "Silver giver" ist ein von Virgil's Gitarrenspiel dominiertes, wunderschönes Instrumental. Ein hinreissender Slow-Blues, weitestgehend recht ruhig in Szene gesetzt, im Verlauf aber deutlich an Kraft zunehmend, um gegen Ende wieder in ruhigere Gewässer zurück zu finden. Virgil begeistert während der knapp 9 Minuten dieser Nummer mit geradezu faszinierendem Gitarrenspiel. Er demonstriert seine grenzenlose Variabilität und Virtuosität, seine umwerfende Technik, seine Fingerfertigkeit, sein immenses Feeling. Schön hier die dezente Orgel-Untermalung. Was für ein toller Abschluß dieses brillanten Albums. "Play it loud and enjoy" empfehlen die Jungs ihren Fans im Coverbooklet. Oh ja, dem sollte man umbedingt folgen. Bringt den Lautstärke-Regler auf einen amtlichen Pegel, und ihr werdet eure helle Freude haben. "Virgil & the Accelerators will blow you away"...

Das komplette Tracklisting:

1. Working Man 6:35
2. Refuse To Believe 3:24
3. Backstabber 3:02
4. 88 3:54
5. Racing With Life 3:57
6. The Storm 2:39
7. Low Down And Dirty 6:16
8. Bad Girl 2:56
9. Fell To The Floor 4:38
10. Cold Hearted Woman 3:40
11. Silver Giver 8:49

Art-Nr.: 7832
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Working man
Backstabber
88
Low down and dirty
Bad girl
Cold hearted woman
Silver giver

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