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Bowen, Wade - same [2014]
Herrlich! Wade Bowen zeigt sich auf seinem neuen, "self-titled" Album in absoluter Höchstform! Was dieser aus Waco, Texas stammende Red Dirt-/Roots-/Countryrock-Singer/Songwriter auch kreiert, es gelingt immer. Aber was er jetzt auf seinem, zwölf wunderbare Stücke umfassenden, neuen Werk abliefert, ist schon mehr als allererste Sahne. Nach zuletzt kleineren Flirts mit dem Nashville-Genre und dem Vertrag bei BNA Records (nun übergegangen in Columbia Nashville), ist der beliebte Musiker mittlerweile wieder in Eigenregie tätig. Der Qualität tut dies jedoch keinen Abbruch, ganz im Gegenteil, Wade sprüht nur so vor Energie, Frische und Ideen, wirkt im wahrsten Sinne des Wortes regelrecht befreit. Und wer hier irgendwo den "Spartrumpf" vermutet, befindet sich ebenfalls auf dem Holzweg. Das Album ist von der Produktion (Justin Niebank), den Co-Writern und Komponisten neben Bowen (u. a. Rodney Clawson, Jedd Hughes, Jeremy Spillman, Scooter Carusoe, Travis Meadows, Ashley Ray, Lori McKenna, Rob Dipiero, Dylan Altman), den herausragenden Musikern (Fred Eltringham, Tony Lucido, Trigger Hippy-Gitarrist Tom Bukovac, der ehemalige Black Crowes-Gitarrist Audley Freed, Tim Lauer, Russ Pahl, Jonathan Lawson, Justin Niebank, Wes Hightower) und den klangvollen Gästen wie Vince Gill, Sarah Buxton, Will Hoge, Sean McConnell, Randy Rogers und Schwager Cody Canada, auf einem absoluten Top-Major-Niveau angesiedelt. Was diese ganze Mannschaft an fantastischem Songmaterial, grandiosen Melodien und vorzüglichen Arrangements, an erfrischendem, locker rockendem, von diesem unwiderstehlichen Red Dirt-Feeling durchzogenen Americana-/Countryrock auf den Punkt bringt, löst schlichtweg Begeisterung aus. Die CD startet mit sofort der ersten Single "When I Woke Up Today", einem überaus dynamischen, knackigen, herrlich eingängig melodisch dahinfließenden Rocker, dessen Einflüsse von klassischem Reckless Kelly-Sound bis hin zu Tom Petty reichen. Man ist sofort gefangen von den tollen Gitarren, dieser Melodik und dieser zwanglosen Frische. Das ist zeitloser Texas-Countryrock von höchster Qualität. Wird ganz sicher ein Riesen-Hit in den Texas Music Charts. Es schließt sich das ebenfalls wunderbar melodische, lockere, mit schönen E-Gitarren (ganz feines Kurz-Solo) bestückte "Sun Shines On A Dreamer" aus der Feder von Jedd Hughes an. Beeindruckend! Und es geht mit einem Highlight nach dem nächsten weiter. Es folgen die herrlich melancholische Ballade "My California" mit hinreißenden Harmoniegesängen von Sarah Buxton, das brillant dahinfließende, mit einem schönen Southern Soul-Vibe versehene "Watch Her Drive" (grandiose Southern-E-Gitarren-Passage am Ende) und das entspannte "Hungover" (Piano-/Steel-/Fiddle-Tupfer). Bei dem nächsten, potentiellen Texas-Chart-Hit "West Texas Rain" gibt sich der große Vince Gill mit seinem unverwechselbaren Harmoniegesang die Ehre und beim flotten Roots-Rocker "When It‘s Reckless" ist die Handschrift von Will Hoge unverkennbar (er ist zudem mit schönen mit Harmonies vertreten). „Long Enough To Be A Memory“ (schöne Tempowechsel, dezente Heartland Rock-Note), die Harp-verzierte Südstaaten-Ballade "Sweet Leona" (erinnert weitläufig an Dickey Betts‘ "Mr. Blues Man"), oder das schwungvoll Latino-durchtränkte "Welcome Mat" (Santana-angelehnte E-Gitarrentöne) sind dann Vorboten für das launige Southern Rock-Feier-Stück "Honky Tonk Road" (natürlich mit Honky Tonk-Piano, tolle Twin Lead-Riffs, 2 kernige E-Gitarren-Soli), bei dem sich Wade, Randy Rogers, Cody Canada und Sean McConnell gesangstechnisch die Klinke in die Hand geben. Auch höchst hitverdächtig. Auf dem längsten Stück zum Ausklang des Werkes (über sechs Minuten) zeigt Bowen eindrucksvoll, wie man eine gefrierende Psychedelic-Atmosphäre erzeugen kann, auch ohne übermäßig die Nervenstränge seiner Audienz zu strapazieren: Mit "I’m Gonna Go" verabschiedet Wade den Hörer nochmals mit einem Klassestück, das einen restlos gefangen nimmt. Wade Bowen macht mit seinem neuen Album allerbeste Werbung in eigener Sache. Ein Werk auf dem absoluten Höhepunkt seiner Schaffenskünste. Ganz große Red Dirt-/Countryrock-Schule! Einfach toll! Ein Meilenstein in 2014! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. When I Woke Up Today - 3.22
2. Sun Shines On A Dreamer - 4.13
3. My California - 4.45
4. Watch Her Drive - 6.25
5. Hungover - 4.33
6. West Texas Rain - 4.15
7. When It's Reckless - 3.13
8. Long Enough To Be A Memory - 4.30
9. Sweet Leona - 4.21
10. Welcome Mat - 3.26
11. Honky Tonk Road - 3.44
12. I'm Gonna Go - 6.04

Art-Nr.: 8710
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
When I woke up today
My California
Watch her drive
When it's reckless
Long enough to be a memory
Sweet Leona
Honky Tonk road

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Brothers Osborne - pawn shop [2016]
Tolles, in Nashville mit viel Vorschuss-Lorbeeren bedachtes Debütalbum der Brothers Osborne. Der mit einer prächtigen Stimme gesegnete T. J. Osborne (variiert irgendwo zwischen Radney Foster und Trace Adkins – spielt auch akustische Gitarre) und der großartige Gitarrist und Multi-Instrumentalist John Osborne (neben der E-Gitarre u. a. auch Mandoline, Banjo, Pedal Steel, Mundharmonika), aka Brothers Osborne, legen mit "Pawn Shop" ein bärenstarkes Major Label-Debut vor. Die beiden, im Übrigen auch exzellente Songwriter (sind an sämtlichen Nummern kompositorisch beteiligt – dazu gesellen sich noch viele arrivierte Schreiber wie u. a. Craig Wiseman, Shane Mc Anally, Casey Beathard, Ross Copperman, Sean McConnell, Jessi Alexander) gelten als einer der heißesten neuen, jungen Nashville-Acts. Mit Recht! Ihr abwechslungsreicher, zündender Country und New Country balanciert geschickt zwischen kerniger, alter Outlaw-Tradition und dem modernen Flair des jungen, "wilden" Nashville. Der Opener "Dirt Rich" groovt sofort richtig herrlich mit einer blechernen Banjo-Führung lässig vor sich hin; kurz aufheulende Fiddle und ein erdiges E-Gitarren-Solo machen direkt Appetit auf mehr. Und es folgt eine Ansammlungen esrtklassig inszenierter Nummern ohne jeden Ausfall, die den Zuhörer aufgrund ihrer Variabilität, exzelennten Strukturen und höchster musikalischer Kompetenz regelrecht in ihren Bann ziehen. Klassische Country-Traditionen und (southern)rockige Einflüsse kombinieren die Musiker in einem idealen Verhältnis. Das die beiden darüber hinaus auch Sinn für tolle Melodien haben, beweist zum Beispiel das nostalgisch angehauchte "21 Summer". Das bärenstarke Stück "Stay A Little Longer" ist wohl einer der Auslöser für den derzeitigen Hype um die Brüder. Der Heartland-trächtige, schön rockige Song wartet am Ende mit einem für eine Single völlig überraschenden, ellenlangen, fast improvisiert wirkenden, kernigen, erdigen E-Gitarren-Solo (ungemein versiert, variabel und filigran von John gespielt) auf, wie man es sonst vielleicht nur bei Live-Konzerten von einem Keith Urban oder Brad Paisley geboten bekommt. Mutig, extravagant, fantastisch umgesetzt und umso schöner, dass solche Qualität auch mit entsprechendem Erfolg und Anerkennung von Experten und Fans belohnt wird. Das Lied befindet sich zur Zeit auf Platz 4 der Billboard-Charts und ist, verdientermaßen, wie wir meinen, sogar Grammy-nominiert. Das humorvolle, dezent swampige Titelstück "Pawn Shop" wird von einer markanten Dobro begleitet. Es erinnert ein wenig an Little Big Towns Megahit "Pontoon", nur in einer etwas cooleren und introvertierteren Fassung. Wie schon einige Interpreten zuvor, haben auch die Brüder Osborne ihre Vorliebe zu Rum in einem relaxten, launigen Track ("Rum") verarbeitet. Lee Ann Womack assistiert mit tollen Harmoniegesängen beim knackigen "Loving Me Back". Erneut Heartland Rock-umweht kommt "American Crazy" daher. Toll auch hier wieder Johns brillantes E-Gitarrenspiel. Schön rraditionell geht’s mit dem ganz feinen "Greener Pastures" weiter, das sogar interessant für Line Dancer sein dürfte. Herrlich das frech, im Stile von The Cadillac Three gespielte und rotzig dahinstampfende, knackige "Down Home" mit gurgelnder Orgel und starken Slide-Einlagen. Hat ein schönes Southern-Flair. Ein wenig Cash-inspiriert und mit an Big & Rich zu Anfangstagen reminiszierenden Harmoniegesängen überzeugt das introvertierte "Heart Shaped Locket". Zum Abschluss poltert das rhythmische und auch lyrisch sehr starke "It Ain’t My Fault" in rauer Trace Adkins-Manier aus den Lautsprechern. Klasse hier auch die, von John mit seiner E-Gitarre eingebrachte, leicht psychedelische Note. Ein tolles Ende! Die Brothers Osborne, alias T.J. und John Osborne begeistern mit ihrem Erstling "Pawn Shop" auf ganzer Linie und legen direkt zu Beginn des Jahres die Messlatte in Nashville auf einen ordentlich hohes Niveau. Diese Burschen bringen mächtig Schwung und Frische in die Country- und New Country-Musik von Nashville. Das nehmen wir mit großer Freude wahr. Sie wirken zuweilen ein wenig wie eine erfrischende Kombination aus modernen Montgomery Gentry und Trace Adkins, dem großartigen Eric Church, mit einem Hauch von Radney Foster und Waylon Jennings. Produziert hat Jay Joyce (u. a. Eric Church, Little Big Town, Zac Brown Band, John Hiatt, und, und, und...). Ein prächtiges Album! Vielleicht mit das aufsehenerregendste Debüt seit dem von Chris Stapelton! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Dirt Rich - 2:51
2. 21 Summer - 3:34
3. Stay A Little Longer - 5:35
4. Pawn Shop - 2:44
5. Rum - 3:33
6. Loving Me Back (feat. Lee Ann Womack) - 4:19
7. American Crazy - 2:39
8. Greener Pastures - 2:52
9. Down Home - 3:39
10. Heart Shaped Locket - 3:36
11. It Ain't My Fault - 3:36

Art-Nr.: 9075
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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McConnell, Sean - same [2016]
“From a very young age, I just knew that I was gonna spend my life making music”, sagt Sean McConnell, hoch talentierter und sicher einer der vielversprechendsten jungen Singer-Songwriter der aktuellen Americana-Bewegung, der trotz seiner jungen Jahre schon einige "Credits" vorweisen kann. So haben bereits gestandene Leute der texanischen Red Dirt-Szene (u.a. Wade Bowen & die Randy Rogers Band), aber auch Berühmtheiten aus seiner Wahlheimat Nashville (geboren wurde McConnell in Boston/Massachusetts), wie etwa Tim McGraw, Brad Pasiley und David Nail seine Songs aufgenommen, doch dieser exzellente Vollblutmusiker ist nicht nur ein famoser Songwriter, sondern auch ein ebenso herausragender Interpret. Sean McConnell ist aufgewachsen in einer durch und durch der Musik verfallenen Familie und erkannte sehr schnell, dass auch für ihn nichts anderes als Musikmachen in Frage kam. “My mom was a singer and my dad was a guitar player and songwriter. They’d play in coffeehouses and I’d go along and watch them perform, and seeing that lifestyle showed me that music was an option. And seeing my dad painstakingly writing songs had a huge influence on me, and gave me license to feel like I could enter into that world", sagt er rückblickend zu seiner Entwicklung. Wie seine Eltern, lebt auch Sean seine Musik voll aus. Er ist den "old-fashioned" Weg der harten Arbeit gegangen, mit endlosem Touring und Spielen in Cafès und Bars, von den Coffeehouses in Harvard Square/Massachusetts bis zu den Bier- und Whiskey-getränkten Honky Tonks und Roadhoses in Texas - er hat alles durch und sich mittlerweile eine richtig große, loyale Fanbase aufgebaut. Seine bislang in Eigenregie veröffentlichten Alben waren dementsprechend sehr erfolgreich und haben ihm dank der vorzüglichen Qualität bereits jede Menge Aufmerksamkeit und ein großes Standing unter den Kollegen eingebracht. Die bereits erwähnten Songwriter-Credits belegen das eindrucksvoll. Nun liegt sein neues Werk vor, ein geradezu meisterhaftes Album, das McConnell hoffentlich den absoluten Durchbruch beschert. Was für ein bravouröses, im übrigen sehr persönliches, autobiographisches Teil! Was für Songs! Welch eine Melodik! Sean McConnell's wunderbarer Gesang erinnert im Timbre ein wenig an Keith Urban, der ja bekanntlich auch eine klasse Stimme hat, wenngleich McConnell's Musik ansonsten mit der des Nashville-Superstars nicht viel gemeinsam hat, jedenfalls nicht mit dessen aktueller. Nein, Sean McConnell und seine exzellenten Mitstreiter (Danny Rader - guitars, banjo, mandolin; Tony Lucido - bass; Jason Lehning - keyboards und Ian Fitchuk - drums; Lehnung und Fitchuk haben das Album auch produziert) speilen einen fantastischen, von natürlichen Country-Strömungen unterwanderten, von geradezu traumhaften Melodien bestimmten und einem Hauch von texanischem Red Dirt-Flair umwehten Singer-Songwriter-/Roots-/Americana-/Countryrock, dessen Klasse, Songqualität, Schönheit, mitunter auch kleinen, musikalischen Roadtrips gleichenden Strukturen, ursprünglicher "Grit", Spielfreude und hinreissende Arrangements voll ins Herz der geneigten Americana-Gemeinde trifft. Vergleiche zu nennen ist nicht leicht, doch im weitesten Sinne bewegt sich McConnell auf dem Terrain solcher Kollegen wie Will Hoge, der frühen, noch nicht so Nashville-glatten Eli Young Band, Green River Ordinance oder Rob Baird. Los geht's mit dem flotten, knackigen, dabei wunderbar flüssigen, von einem schönen Keyboard-Riff eingeleiteten, ansonsten mit feinen Gitarren und adäquaten Keyboard-Ergänzungen bestimmten Country-/Americana-Rocker "Holy days", der den Gere-Fan mit seiner prächtigen Melodik und dem wie geölt laufenden, rootsigen Americana-Drive unmittelbar gefangen nimmt. Die Nummer "kickt" sofort, der Funke springt über. Und es geht so weiter, nein, wird vielleicht sogar noch besser. Das erdige "Ghost town" ist eine wahre "Killer"-Nummer. Ein knackiger, dynamischer, erneut hoch melodischer Roots-/Americana-Rocker mit würzigen Gitarrenriffs und fantastischem Gesang von Sean, so das man seinen alten "amerikanischen Schlitten" aus der Garage holen möchte, das Radio auf eine amtliche Lautstärke gedreht, und zusammen mit McConnell und den Jungs die endlosen, von rotem Staub umsäumten Highways zwischen Nashville und Texas entlangcruisen möchte - jedenfalls vor seinem geistigen Auge. Herrlich! Will Hoge lässt grüßen. Locker, flockig, flüssig, ergänzt mit grassigen Instrumentenfills (Banjo-Untermalung, feine akustische Gitarren, dazu eine exzellente Bariton E-Gitarre) geht es bei dem tollen "Bottom of the sea" zu. Auch diese Nummer ist eine Wonne für die Americana-Ohren. Dann das schöne, ruhige, lockere, man mag es kaum sagen - wieder von einer hinreissenden Melodie und einer wunderbaren, transparenten Instrumentierung (klasse Acoustic-Gitarre, herrliches Mandolinen-Picking, unaufdringliche, hintergründige Orgel) bestimmte "Beautiful rose". Großartig hier zudem der toll passende Harmonie-Gesang von Alyssa Bonagura. So geht es munter weiter, bis die Scheibe schließlich mit der kraftvollen, brillanten Americana-Ballade "Babylon" endet. Akustische Gitarren, dezente Mandoline, hintergründige Orgel, schöne E-Gitarre, eine begnadete Melodie - Americana-Herz, was willst Du mehr. Es gibt nicht die Spur eines schwächelnden Momentes auf diesem Album. Sean McConnell liefert mit diesem Werk sicher ein absolutes Highlights des Americana-Jahres 2016 ab. Das wird sich in so manchem Jahresend-Ranking deutlich niederschlagen. Das ist die ganz große Singer-Songwriter-Schule. Meisterhaft! "Just amazing"!

Das komplette Tracklisting:

1. Holy Days - 3:47
2. Ghost Town - 3:55
3. Bottom Of The Sea - 3:21
4. Beautiful Rose - 3:46
5. Hey Mary - 2:41
6. Best We've Ever Been - 3:30
7. Queen Of Saint Mary's Choir - 3:59
8. Running Under Water - 4:09
9. One Acre Of Land - 3:27
10. Babylon - 4:25

Art-Nr.: 9220
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Holy days
Ghost town
Bottom of the sea
Beautiful rose
Best we've never been
Queen of Saint Mary's choir
Babylon

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Musgraves, Kacey - golden hour [2018]
Drittes Album der großartigen Kacey Musgraves! MIt diesem, erneut hervorragenden Werk, gelingt es Kacey unter Beibehaltung aller Country-Indikatoren, ihren Sound ein wenig zu erweitern, mit folkig-poppigen Strömungen anzureichern, ohne dabei auch nur ansatzweise im üblichen Nashville Countrypop-Kitsch zu versinken. Ganz im Gegenteil. Was wir hören, sind 13 wundervolle Songperlen mit sehr feinen Melodien, meist gehalten in einem entspannten, lockeren Ambiente, geprägt von exzellenten Songwriter-Qualitäten (bei allen Tracks ist Kacey kompositorisch involviert). Damit erinnert sie durchaus ein wenig an einige ihrer großen Vorbilder, wie etwa Carole King, Emmylou Harris und auch Dolly Parton. Die Songs fangen den Zuhörer regelrecht ein. Kein Frage, auch mit Album Nr. 3 geht die Erfolgsgeschichte von Kacey Musgraves auf höchstem Level weiter. "Just beautiful" - einfach schön!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

It’d have been easy for Kacey Musgraves to continue to make the same kind of albums full of clever wordplay and traditional country influenced songs but for her to continue to grow as an artist, she looked to stalwarts like Carole King, John Hiatt, Emmylou Harris and Dolly Parton to craft Golden Hour, a record that is 100% Kacey but mostly unlike anything we’ve heard from her before. And this is a good thing.
The opening tracks “Slow Burn” and “Lonely Weekend” showcase Musgraves blending all sorts of sonic influences that makes Golden Hour both contemporary and classic 70s singer/songwriter all at the same time. Songwriter/producers Ian Fitchuk (Drew Holcomb, Sean McConnell) and Daniel Tashian (Josh Turner, Patty Griffin) bring those indie influences into the Musgraves stew but they’ve made everything better by their presence. Innovative production choices ("Oh, What A World"), disco throwbacks (“High Horse”) and elegant, lyrically rich ballads (“Rainbow”) showcase the diversity. This isn’t to say that Musgraves doesn’t know she’s releasing a record on a Nashville-based label (MCA Nashville) as she’s still writing with the same writer collective that made up the majority of Same Trailer, Different Park and Pageant Material on half of the album's tracks. The warmest songs on the record include “Butterflies,” “Wonder Woman,” and “Rainbow.” Each song co-written with those A-list songwriters.
There’s clearly an intent by Musgraves, Fitchuk, and Tashian to harness the golden-soaked memories of the 70s as if they were married to Dolly Parton or Lee Ann Womack vocal on songs like “Love Is A Wild Thing,” a beautiful, somewhat melancholic ballad about finding love when you least expect it. “Happy & Sad” is as song with beautiful honesty in the vocal and lyrics as Musgraves clearly wasn’t comfortable about falling in love (with her new husband, singer/songwriter Ruston Kelly). She had built walls to prevent that kind of love and he somehow knocked them out.
There ARE some potential country radio singles on this record, if radio will even play them. I could see “Velvet Elvis” being a radio ditty while “Wonder Woman,” “Butterflies” and “Lonely Weekend” are all worthy potential mainstream country radio hits but Musgraves (who has constantly challenged mainstream country radio with progressive lyrics and a defiant attitude towards their lack of support with female artists). “High Horse” is the best Katy Perry song Katy Perry never wrote, with a disco pop feel, a song which could be a pop radio hit if given a chance and it’s practically begging for a dance club remix for the dance charts and future Drag Queen performances. The closing pair of tunes in “Golden Hour” and “Rainbow” (a McCartney-like song which is waiting to be synched to a film scene and soundtrack) showcase this record well and truly make the album one of the best I’ve heard in the past couple of years.
If you’re willing to sit and digest Golden Hour, you’ll consistently be surprised and delighted by Golden Hour. To me, it’s the best album of Kacey Musgrave’s career to date.
(Matt Bjorke / Roughstock)

Das komplette Tracklisting:

1. Slow Burn - 4:06
2. Lonely Weekend - 3:46
3. Butterflies - 3:39
4. Oh, What A World - 4:01
5. Mother - 1:18
6. Love Is A Wild Thing - 4:16
7. Space Cowboy - 3:36
8. Happy & Sad - 4:03
9. Velvet Elvis - 2:34
10. Wonder Woman - 4:00
11. High Horse - 3:33
12. Golden Hour - 3:18
13. Rainbow - 3:34

Art-Nr.: 9603
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Rogers Band, Randy - same [2008]
Eine der texanischen Vorzeige-Bands in Sachen "Red Dirt"-rooted Countryrock meldet sich mit dem nächsten, großartigen Album! Die Randy Rogers Band in Bestform! Erneut produziert von Radney Foster! Die Randy Rogers Band ist ja seit geraumer Zeit über die Red-Dirt-Bewegung hinaus in der ersten Liga des Countryrocks angekommen, was letztendlich mit dem Erhalt eines Major-Deals auch verdientermaßen belohnt wurde. Der Befürchtung, dass ein gewisser "Nashvillefaktor" auf den Stil des Quintetts Einfluss nehmen könnte, wurde bereits mit dem starken Vorgängeralbum "A Matter Of Time" (immerhin Platz 8 in den Country Billboard Charts) und der so typischen Unbekümmertheit dieser texanischen Paradetruppe, erfolgreich getrotzt. Schön, dass ihr Label auch weiterhin keine Anstalten macht, auf ihr immer noch erhaltenes, ursprüngliches Flair einzuwirken. So konnte die Randy Rogers Band mit dem neuen, nach sich selbst benannten Silberling, konsequent ihren Weg weitergehen. Die nötige Rückendeckung wird vermutlich auch durch ihre stetig gewachsene Fanbasis gewährleistet, nicht zuletzt Dank des immer noch immensen jährlichen Konzertprogramms, das die Truppe abspult und ihr den Status als eines der Top 10- "Must-See Acts" in 2007 einbrachte, vergeben durch kein geringeres Magazin, als den Rolling Stone. Das neue Album knüpft nahtlos an den starken Vorgänger an. Wie bereits oben erwähnt, hat wieder Radney Foster am Sound der Band Hand angelegt, einige Gitarrenparts beigesteuert, sich diesmal beim Songwriting aber etwas im Hintergrund gehalten. Lediglich das recht fröhliche, flockige, auf positiver Energie basierende "Let It Go" wurde von ihm zusammen mit Randy komponiert. Rogers pflegte erneut die bewährte Zusammenarbeit mit den Komponisten des Vorgängers wie Gary Nicholsen, Stephony Smith, George Ducas und Clint Igersoll. Neu dabei als Partner ist Sean McConnell, der auch schon beim kürzlich erschienenen Klassewerk von Rogers-Spezi Wade Bowen involviert wurde. Etwas stärkeren Einfluss konnten auch seine Bandkollegen John Richardsen und Geoffrey Hill geltend machen, die sich immerhin für drei Tracks ("Wicked Ways" - mit dezentem Charlie Daniels-Flair, "When The Circus Leaves Town" - Southern E-Gitarren-Intro, E-Gitarren-Solo, Marshall Tucker-mäßiger Ausklang, "Break Even" - dezent psychedelisch, sehr atmosphärisch) verantwortlich zeigten und damit zusätzlich das vorhandene, großartige, bandinterne Potential untermauerten. Dass man sich in der Szene versteht, beweist die Tatsache, dass mit Micky Brown (Micky and The Motorcars) ein weiterer Frontmann der Red Dirt-Szene sich als Co-Writer zur Verfügung gestellt hat (bei "Didn’t Know I Could"). Am bewährten Mix aus Roots-, Country-/Southern-Rock, Red-Dirt- und dezent grassigen Zutaten (hervorragend Gastmusiker Eric Borash, der mit diversen Gitarren, incl. Steel, Mandoline und Dobro herrliche, auf den Punkt gebrachte Akzente setzt; grandios das grassige Instrumentalfinish bei "In My Arms Instead") in Verbindung mit wunderbaren Melodien und variablen Tempovariationen (sehr schön angeordnete Trackliste) wurde nur punktuell gefeilt. Im Vordergrund steht natürlich der trockene, beruhigende, leicht genäselte Gesang von Randy Rogers (oft in der Manier eines Storytellers). Manchmal entdeckt man sogar gewisse Ähnlichkeiten zu Tim McGraw ("One Woman", "Didn’t Know You Could", "When The Circus Leaves Town", "This Is Goodbye"). Hier bietet es sich für den Superstar fast an, auch einmal einen Rogers-Song zu covern, wie es vor geraumer Zeit Kollege Kenny Chesney auf einem seiner letzten Alben praktiziert hat. Der Countryfaktor wird, wie immer, besonders durch den Fiddlevirtuosen Brady Black gewahrt, der diesmal bei fast allen Stücken wohl dosiert und betont songdienlich agiert. Blendend natürlich auch E-Gitarrist Geoffrey Hill, der neben vielen Fills auch einige freche Soli hinzaubert. Als Stimmungsmacher dienen dann zwischendurch (immer sehr gut vom Timing platziert) Lieder wie "Better Than I Ought To Be", "Lonely Too Long", "By Myself A Chance" oder "Let It Go", die durch ihre Rhythmik, die klasse Instrumentierung und teilweise selbstironische, augenzwinkernde Texte zu gefallen wissen. Insgesamt gesehen wurde beim aktuellen Werk im Vergleich zum Vorgänger nur in Nuancen geändert, jedoch letztendlich wiederum qualitativ eine kleine Schüppe draufgelegt. Man braucht sich um den Erhalt des Status Quo (was in Major-Sphären ja nicht immer einfach ist) sicherlich keine Sorgen zu machen. Die Erfolgstory der Randy Rogers Band geht ohne Zweifel weiter! Klasse! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 Wicked Ways - 4:20   
2 Better Than I Ought to Be - 2:51   
3 Lonely Too Long - 3:19   
4 One Woman - 4:05   
5 Never Be That High - 3:42   
6 Didn't Know You Could - 3:58   
7 In My Arms Instead - 5:18   
8 When the Circus Leaves Town - 4:22   
9 Buy Myself a Chance - 3:41   
10 Break Even - 4:58   
11 Let It Go - 3:31   
12 This Is Goodbye - 3:25

Art-Nr.: 6023
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Lonely too long
Never be that high
Didn't know you could
In my arms instead

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Young, Brett - ticket to L .A. [2018]
Zweites Album von Brett Young. Nachdem das Debüt mit Platz 2 ja schon an der Pole-Position der Billboard Country Charts gekratzt hatte, gab es eigentlich beim Nachfolger keinen Grund, irgendetwas am funktionierenden Erfolgsrezept zu ändern. Dass Brett schöne Lieder komponieren kann, hatte der Erstling bereits eindrucksvoll gezeigt. Auch hier war er wieder kompositorisch in zehn von insgesamt dreizehn Tracks involviert. Zur Seite standen dazu noch prominente Co-Songwriter wie Ross Copperman, Ashley Gorley, John Nite, Shane McAnally, Hillary Lindsay und selbst Musiker wie Charles Kelly von Lady Antebellum, Gavin DeGraw (auch mit Keyboard-Beteiligung und Vocals beim großartigen „Chapter“ präsent) oder Sean McConnell ließen es sich nicht nehmen, Ideen mit einzubringen. Selbst in Sachen Produktion und Mix mit Dann Huff und Justin Niebank wurde alles richtig gemacht. Ich denke, gerade Erstgenanntem ist es zu verdanken, dass die vielen schönen Gitarrenparts (Huff, Ilya Toshinsky, Derek Wells) in Form von Slide und kurzer präziser Soli und auch der Steel-Einsatz von Könner Paul Franklin, ein Abdriften in allzu poppigere Gefilde wie bei so manchen Kollegen maßgeblich verhindern. Trotzdem gehen die allesamt höchst-eingängigen Stücke, samt der wunderbaren Wohlfühlstimme des Protagonisten, natürlich runter wie gut gekühlter, süffiger Weißwein. Eine Scheibe bei der man sowohl herrlich abschalten kann, als auch jede Sommerparty geschmackvoll im Hintergrund beschallen kann. Mir persönlich gefallen neben dem Slide-unterlegten Titelsong besonders Sachen wie „Let It Be Mine, das „New Kid In Town“-umwehte „Where You Want Me“ oder „The Ship And The Bottle“, die allesamt ein gediegenes Eagles-Flair verbreiten. Auch der schnippige, dezent retro-mäßig umgarnte Schwofer „Reason To Stay“ mit seinem sich hyper-melodisch ins Ohr bohrenden Refrain und den klar gespielten Akustik- und E-Gitarren ist einfach zum Dahinfließen. Bei der Auswahl der richtigen Single möchte man hier wirklich kein Entscheidungsträger sein. Fazit: Mit „Ticket To L.A.“ hat Brett Young endgültig den Fahrschein in Richtung Nashville-Top-Interpret gelöst. Die spannende Frage hier lautet letztendlich nur, ob es diesmal für Platz 1 reichen wird. Wir drücken die Daumen. Ein absolutes Juwel des Mainstream New Country! (Daniel Daus / Sounds of South / www.sounds-of-south.de)

Das komplette Tracklisting:

1. Ticket To L.A. - 3:29
2. Here Tonight - 3:36
3. Catch - 3:16
4. 1, 2, 3 Mississippi - 3:26
5. Let It Be Mine - 3:36
6. Where You Want Me - 3:40
7. Used To Missin’ You - 3:50
8. Change Your Name - 3:33
9. Chapters (feat. Gavin DeGraw) - 3:57
10. The Ship And The Bottle - 4:29
11. Reason To Stay - 3:10
12. Runnin’ Away From Home - 3:08
13. Don’t Wanna Write This Song - 3:48

Art-Nr.: 9746
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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