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Cooder Graw - love to live by ~ ep [2016]
6-Track EP! Da sind sie wieder! Und wie! Nach ein paar Jahren Pause melden sich Cooder Graw, diese fantastische Country-/Traditional Country-/Countryrock-Truppe aus West Texas zurück. Zwar "nur" mit eine 6 Songs umfassenden EP, aber was für einer starken. Das Sextett um den großartigen Songwriter, Sänger, Frontmann Matt Martindale macht ansatzlos dort weiter, wo sie mit Alben wie "Shifting gears" oder "Wake up" vor mehr als 10 Jahren aufhörten. Ist das herrlich, diese unbeschwerte, völlig zwanglose Mischung aus Pure Texas Country, Red Dirt Country, Traditional Country, Mexican Boder Country und flockigem Countryrock zu hören, die so erfrischend losgelöst von dem zuweilen allzu aufgesetzten Nashville-Pomp daher kommt. Wenn diese Truppe in den Honky Tonks und Roadhouses des Lone Star States auftritt, dann "brennt" die Country-Hütte. Herrlich! Nehmen wir beispielsweise das großartige Eröffnungsstück "Hello from hell": Das ist wundervoller Texas Country aus dem Grenzgebiet zu Mexiko. Die schöne mexikanische Acoustic Gitarre, das Akkordeon, die Melodie, der Groove - man sieht in fast vorm geistigen Auge, den roten Staub der texanischen "Borderline". Oder der von einer tollen Dynamik angetriebene, dezent southern eingefärbte, tierische Red Dirt-Countryrocker "Virginia Slims & Little Kings", dessen Wurzeln zwar durch und durch traditionell sind, der aber auch wunderbar nach vorn rockt. Saustark hier das kernige E-Gitarren-/Fiddle-Solo im Break, das schließlich in geradezu traumhaftes Parallelspiel mündet. Eine grandiose Nummer! All das sind Musterbeispiele für die mitreissende Countrymusic von Cooder Graw. Sehr stark auch das Titelstück "Love to live by", eine fantastische, von jeder Menge Honky Tonk-Feeling geprägte, Steelguitar-getränkte Texas Country-Ballade der Extraklasse. Die Steel wird ergänzt durch prächtig klimperndes Klavier und feinste E-Gitarren-Klänge. Auch das lässige, knackige, flotte, dabei herrlich lockere, wunderbar melodische Countrystück "Heart of breaking up" mit seinem tollen Gewand aus (Baritone) E-Gitarre und Pedal Steel ist ein absoluter "Hit". Codder Graw sind zurück mit einer Knüller-EP! Texas Country at its best in all seinen Facetten auf der Schiene solcher Seelenverwandter wie Jason Boland & The Stragglers, Mike and the Moonpies, Eleven Hundred Springs, Cody Johnson, James Lann, und wie sie alle heißen. Super Teil!

Das komplette Tracklisting:

1. Hello From Hell - 3:16
2. Virginia Slims & Little Kings - 4:33
3. Love to Live By - 3:55
4. Mexican Blues - 3:44
5. Heart of Breaking Up - 3:32
6. Adam and Eve - 3:49

Art-Nr.: 9145
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 10,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hello from hell
Virginia Slims & Littel Kings
Love to live by
Heart of breaking up

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Mike and the Moonpies - mockingbird [2015]
Es bleibt dabei: Die Countrymusic aus Texas ist der aus Nashville in Puncto Authentizität und und Genretreue um Längen voraus. Ein weiteres, herausragendes Beispiel dafür: Mike and the Moonpies, ein klasse Sextett aus Austin/Texas, das mit einer wunderbaren Mischung aus traditionellem Country, Honkytonk, Outlaw Country und Countryrock, gepaart mit ein wenig Americana-Einflüssen und dem, der Heimat der Truppe geschuldeten, herrlichen Red Dirt-Flair ganz groß auftrumpft. Kopf von Mike and the Moonpies ist Mike Harmeier, der sämtliche Stücke geschrieben hat, singt (klasse Stimme, erinnert ein wenig an Phil Hamilton) und Gitarre spielt. Ihm assistieren auf dem bereits dritten Album der Band, "Mockingbird" (es handelt sich um die besonders in Texas weit verbreitete, sogenannte Spottdrossel, bei Ornithologen beliebt wegen ihres lauten, komplexen und lang anhaltenden Gesangs), Kyle Ponder (drums, percussion), Preston Rhone (bass), Catlin Rutherford (guitar), Zachary Moulton (steel guitar) und John Carbone (piano, organ). Produziert hat Harmeier dieses feine Werk zusammen mit Michael Kincaid, Bandleader der hochgehandelten, texanischen Insidercombo What Made Milwaukee Famous. Aufgenommen wurde das Ganze in den legendären Cedar Creek Studios in Austin, das Engineering übernahm John Silva, der für seine Zusammenarbeit mit The Trishas bekannt ist. "Mockingbird" ist ein ganz wunderbares, erfrischendes, unbekümmertes,. ja ganz hinreissendes, von immenser musikalischer Qualität geürgtes zehn Stücke umfassendes Kleinod, das mit einer ungeheuren Leichtigkeit und Komplexität aufwartet. Sämtliche Tracks bewegen sich im Drei- bis Vier-Minuten-Bereich, sind aber mit sehr vielen, auf den Punkt gebrachten instrumentellen Feinheiten gespickt. Freunde schöner Bariton-E-Gitarren im Zusammenspiel mit reichhaltig eingesetzter Pedal Steel und schöner Klavierbegleitung, garniert mit etwas Fiddle und Mandoline, werden hier ihre helle Freude haben. Die Band hat sich von der Basis her eher der traditionellen Country-Schiene verschrieben, aber dies mit unerhörtem Facettenreichtum. Die CD beginnt mit der ersten Single, "Smoke 'Em If You Got 'Em", ein flockiger, dehr melodischer Midtempo-Countrysong, der auch ganz gut bei traditioneller ausgerichteten Red Dirt Acts wie Wade Bowen, John D. Hale oder der Casey Donahew Band ins Repertoire passen würde. Mit "Say It Simply" folgt ein lupenreiner Honky Tonker. Herrlich rein, herrlich "echt"! Hier heult die Steelgitarre, surrt die Fiddle und klimpert das Piano, dass es eine wahre Freude ist - dazu eine wunderbare, schön "old school" klingende Country-E-Gitarre. Die melancholisch anmutende Ballade "I Don’t Love You" kommt danach in einem Duett. Hier singt die von Ray Wylie Hubbard in höchsten Tönen gelobte Singer/Songwriterin Carson McHone die zweite Strophe und bildet im weiteren Verlauf einen tollen Kontrast zu Harmeier. Der knackige, rhythmische Titelsong "Mockingbird" (Reminiszenzen zu Steve Earles „Guitar Town“ kommen in den Sinn) wird durch eine tolle Mandoline getragen, gespielt vom hier ebenfalls viele Akzente setzenden Gastmusiker Wesley Holtsford (fiddle, mandolin). Klasse vor allem die Steel-/Mandolinen-/E-Gitarren-Kombination im schmucken Soloteil. "Never Leaving Texas" ist ein humorvoller, textlich mit schöner Selbstironie versehener, sowie erneut urig instrumentierter "Lonestar-Schwofer". Der wohl markanteste Track "South First Blvd" wird von herrlich entspanntem Southern-Esprit durchzogen, wie man es von der anfänglichen The Marshall Tucker Band kannte (tolle, typische E-Gitarren). Grandios hier, die nach dem E-Gitarren-Solo-Part völlig überraschend einsetzende, fantastische Saxofon-Einlage von einem weiteren Gast, Joseph Serrato. Herrlich! Das Alkohol-geschwängerte und voller Selbstmitleid besungene Klagelied "One Is The Whiskey" wird von einer dazu passenden, weinenden Steelgitarre und sanften Streichereinheiten "melancholisiert"."Delilah" nimmt dann nochmals Fahrt auf. Fiddle, Honkytonk-Piano und Bariton-E-Gitarre (kurze Twin Einlage) geben sich in rhythmischer Bakersfield-Manier die Klinke in die Hand. Klasse! Die beiden wieder sehr ruhig gehaltenen Balladen "A Song In Here" (herrliches Mandolinengezirpe, inkl. Solo) und traurige "Miserable Man" (schöne, bedrückende Piano Moll-Töne, stöhnende Trompeten am Ende) zum Ausklang, lassen den Hörer mit Harmeier förmlich mitleiden. Man merkt, dass die Band durch zahlreiche Auftritte, wie unter anderem in bekannten Locations wie der Gruene Hall in New Braunfels oder dem Billy Bob’s in Fort Worth, zu einem sehr versiert spielendem Gefüge zusammengewachsen und gereift ist, das mit relativ unspektakulär wirkenden Mitteln, ein Höchstmaß an musikalischer Effizienz zu Stande bringt. Eine Truppe, die man schon nach wenigen Liedern in sein Herz eingeschlossen hat. Vor allem, wie gesagt, auch ein willkommener Gegenpart zum mittlerweile unsäglichen Trend in Nashville, Country zugunsten kommerzieller Interessen immer mehr von der Popmusik vereinnahmen zu lassen. Harmeier & Co. zeigen mit ihrem "Mockingbird" solchem Ungebahren völlig die kalte Schulter und verteidigen, ähnlich wie es dem besungen Vogel nachgesagt wird, vehement und furchtlos ihr Country-Revier. Jason Boland & The Stragglers oder Eleven Hundred Springs lassen sich von einer ähnlichen Philosophie leiten. Hier dürfen Countrymusic-Liebhaber (aller Couleurs) noch in reinstem, mit allen typischen instrumentellen Zutaten, vertonten Liedgut baden, wie es so authentisch wohl nur noch in texanischen Gefilden möglich ist. Mike And The Moonpies, eine Band, die es zu entdecken gilt und von der man dann nicht mehr loskommt. Großartige Red Dirt Countrymusic, regelrechte Suchtgefahr! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Smoke 'Em If You Got 'Em - 3:47
2. Say It Simply - 3:11
3. I Don't Love You - 4:30
4. Mockingbird - 3:35
5. Never Leaving Texas - 4:05
6. South First Blvd - 3:24
7. One Is The Whiskey - 4:37
8. Delilah - 3:44
9. Song In Here - 2:53
10. Miserable Man - 4:00

Art-Nr.: 8992
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Smoke 'em if you got 'em
Say it simply
Mockingbird
Never leaving Texas
South first blvd.
One is the whiskey
Miserable man

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