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Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

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Bunzow, John - darkness and light [2002]
John Bunzow - hmm, vielen wird der Name vielleicht nichts sagen, doch der Bursche ist ein "alter Hase" im Geschäft. Und all ihr Rootsrock-/Alternate Country-/Americana-Rock-Freunde, all ihr Buddy Miller, Steve Earle und Chris Knight-Anhänger: "Darkness and light" wird einen Ehrenplatz in eurer CD-Sammlung neben den genannten Herren einnehmen. Ein großartiges Album, mit dem wir John Bunzow hoch erfreut im erlauchten Kreis der Rootsrock-Helden willkommen heißen. "The most exciting new singer/songwriter I've heard in years", sagt zum Beispiel Dwight Yoakam's Gitarrist und Produzent Pete Anderson über Bunzow. Tatsächlich ist er ein begnadeter Songwriter, dessen Titel schon Patty Loveless, die Nitty Gritty Dirt Band oder auch Jack Ingram aufgenommen haben. Aber er ist auch ein ebenso starker Sänger mit einer "staubigen", etwas kehligen, erdigen, aber höchst angenehmen Stimme und ein grandioser Gitarrenspieler, dessen ein oder anderes rasantes Solo zeigt, daß er sein Handwerk wirklich versteht. Zuletzt hat er in den Touring-Bands von Chris Knight und Allison Moorer die Lead-Gitarre gespielt. Ohnehin hat er schon unzählige Jahre "on the road" auf dem Buckel. Und das Merkt man! "Darkness and light" vermittelt trotz der Studio-Aufnahme viel Live-Flair. An den Songs scheint kaum mit technischem Schnickschnack gearbeitet worden zu sein, so direkt und ursprünglich roh klingen sie. Der Sound ist erdig, staubig, trocken und "schwül", herrlich rootsig eben! Bunzow's rockiger, Alternate Country kommt dem eines Buddy Miller und Chris Knight sehr nahe, doch drei/vier seiner Songs haben eine dezente, bluesige Note, die das Rootselement zusätzlich betont. Dazu hat er ein Händchen für die richtigen Melodien. Das paßt alles wunderbar zusammen. Mit dem riffigen, rhythmischen, voller Swamp-Country-Groove ausgestatteten Americana-Rocker "Love is the only rescue", tolles E-Gitarrensolo inbegriffen, startet das Album. Anschließend eröffnen feinste, flüssige Riffs aus Acoustic- und dezenten E-Gitarren das lässige, herrliche "Long gone leavin' train", dessen tolle Melodie sofort ins Ohr geht. Als dann noch das schnelle, knochentrockene Schlagzeug einsetzt, befinden wir uns in einem traumhaften, foltten Vorzeige-Rootsrocker, der keine Wünsche offen läßt. Tolle Percussion (Shaker) und eine klasse Orgel runden die Sache ab. Nach der klasse Midtempo Rootsrock-/Alternate Country-Nummer "Straight into the sun" mit starkem Gitarrensolo am Ende, dem bluesigen "Muddy water under the bridge", der gefühlvollen Ballade "Pieces on the ground" (Allison Moorer - background vocals), kommt mit "Desolation road" eine wahre Knüller-Nummer. Gnadenlos guter Geradeaus-Rootsrock/Countryrock, der richtig "kracht" und abgeht, was das Zeug hält. Eine antastische Melodie, starker Gesang und tolle, dreckig rotzige, satte Gitarrensoli, bei denen Bunow zeigt, was er kann, machen den Song zu einer echten "Granate". Steve Earle und Buddy Miller dürfen da ruhig applaudieren. Die Nummer ist schon fast allein das Geld für die Scheibe wert. Aber keine Angst, auch der noch folgende Rest kann sich wahrlich sehen lassen. Unter den Musikern: Chad Cromwell: drums, Richard Bennett: zusätzliche Gitarren, Tim Lauer: keyboards, Dan Dugmore: steel usw.! Ein Rootsrock/Alternate Country/Americana-Rock-Album der Kategorie 1, das einen John Bunzow präsentiert, der zu einem der ganz Großen des Genres werden könnte. Das Potential dazu scheint er zu haben. Stark!

Art-Nr.: 1433
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,87

In folgende Titel können Sie reinhören:
Straight into the sun
Desolation road

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Cam - untamed [2015]
Tolles Major-Debütalbum der aus Kalifornien stammenden Cameron Ochs, die aber unter ihrem schlichten Künstlernamen Cam firmiert. Fünf Jahre hat die hübsche, quirlig-gelockte Blondine laut eigener Aussage an Zeit in ihre elf Songs investiert. Und 'Gut Ding braucht Weile' heißt es ja auch im Volksmund, was hier absolut zutrifft. "Untamed" heißt ihr Erstwerk und ist unter der Regie der in Countrykreisen nicht so geläufigen Tyler Johnson und dem eher in Pop-Gefilden bekannten Jeff Bhasker (Beyonce, Bruno Mars) entstanden. Die talentierte 32-jährige hat sämtliche Stücke in Zusammenarbeit mit verschiedenen, z. t. namhaften Co-Autoren wie Casey Beathard, Jeremy Spillman, Phil Vassar oder Luke Laird kreiert, aber auch mit vielen, in Nashville eher nicht so geläufigen Mitschreibern, wie Zachary Werner, Anders Mouridsen, David Manzoor und Nathalie Murphy, wobei natürlich auch Tyler Johnson (fast alle Lieder) und Jeff Bhasker (2 Songs) stark involviert waren. Übrigens ist Mrs. Ochs keine Unbekannte auf dem Gebiet. Sie hat früher schon Künstlerinnen wie Maggie Rose und Miley Cyrus mit Stücken versorgt. Auch bei den Musikern macht es die Mischung. Die eine Hälfte bildete die erlesene Nashville-Studio-Elite mit Koryphäen wie Tom Bukovac, Glen Duncan, Tony Lucido, Russ Pahl, der Rest setzt sich vorwiegend aus aus weniger frequentierten Musikern wie u. a. Dan Needham, Joeie Canaday, Kris Donegan, Douglas Charles Stowalker, Anders Mouridsen oder Alex Salbian zusammen, wobei natürlich auch hier Johnson und Bhasker eine ebenfalls tragende Rolle spielten. Das lässt die Musik von Cam insgesamt sehr frisch und spürbar unverbraucht klingen. Der eröffnende Titelsong "Untamed" startet mit Grillenzirpen und einer, einen heranrauschenden Zug simulierenden Harpeinlage, die dann in einen mit Banjo-Rhythmus (dazu viel Mundharmonika) unterlegten, knackigen New Country-Feger mündet. Die Nummer macht direkt Laune und ist hitverdächtig. Dies gilt aber auch für fast alle anderen Tracks, wobei hier aber auf die in Nashville zur Zeit üblichen effekthascherischen Pop-Anbiederungen fast gänzlich verzichtet wurde, wie zum Beispiel das folgende "Hangover On Heartache" mit seiner markanten Refraintitelzeile und das atmosphärische "Mayday". Ausgewählt als Single wurde das großartige, aber eher Single-untypische "Burning House", das sehr zurückgenommen (eine klare Akustikgitarre dominiert) und mit herrlichen Violinen- und Celli-Klängen instrumentiert wurde. Ein, ohne jeglichen Anflugs von Kitsch, unter die Haut gehender Song. Klasse! Belohnt direkt mit Platz 4 in den Billboard Country Single-Charts. Geht doch, Nashville, möchte man da fast sagen! Das, wie der Titel es schon suggeriert, unterkühlt wirkende "Cold In California" überrascht mit einem kurzen Bass-Solo, statt der sonst hierfür vorgesehenen Instrumente wie E-Gitarre, Fiddle oder Steel. "My Mistake", ein flottes, tanzbares Countrystück (schöne leierige Steelfills, klasse Bouzouki-Spiel von Glen Duncan) und das frech gesungene, gypsy-folkige "Runaway Train" lassen das Tempo wieder anziehen. Herrlich das Honky Tonk-Piano-Intro zu "Half Broke Heart", das als cool groovender, sehr melodischer Banjo-Countryshaker weiterverläuft. Auch das von Claps und ansteckenden Harmoniegesängen bestimmte "I Want It All" ist ein potentieller Hitkandidat, der auch bei ihren Konzerten aufgrund des leicht merkbaren Chorus zum Mitsingen animieren wird. Macht unglaublich Laune! Beim mit typisch coolem Erzählgesang von Statten gehenden "Country Ain't Never Been Pretty" (herrliche Retro E-Gitarren-Fills) sieht man vorm geistigen Auge, wie sich "die Ochs" sexy und lasziv auf der Bühne bewegt (hat ein bisschen countryeskes "Leave Your Hat On"-Flair). Darüber hinaus eine schöne, textlich augenzwinkernde Nummer! Den tollen Abschluss bildet das grandiose "Village", das im Singer-Songwriter-Stil der Extra-Klasse dargeboten wird und einen wieder absolut gefangen nimmt. Stark. Erinnert an Großtaten von Lori McKenna. Cam, alias Cameron Ochs überzeugt mit ihrem Debüt "Untamed" auf ganzer Linie. Die Dame vereint in sich sowohl das Talent von poppigeren Interpretinnen wie Carrie Underwood, LeAnn Rimes und Kellie Pickler, als auch tiefergründigerer Musikerinnen der Marke Carolyn Dawn Johnson, Allison Moorer oder besagter Lori McKenna. Die Musik und der klare, transparente Sound wirken frisch und unverbraucht, ja ansteckend. Einer der vielversprechendsten Einstiege des Jahres 2015 in Nashville. Wir ziehen den Hut und konstatieren:Yes, we Cam! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Untamed - 3:30
2. Hungover On Heartache - 3:13
3. Mayday - 3:36
4. Burning House - 3:51
5. Cold in California - 3:10
6. My Mistake - 3:20
7. Runaway Train - 2:57
8. Half Broke Heart - 3:04
9. Want It All - 3:08
10. Country Ain't Never Been Pretty - 3:36
11. Village - 3:55

Art-Nr.: 9056
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Cook, Elizabeth - this side of the moon [2004]
Es ist schon verrückt! Vor rund 2 Jahren lieferte die wunderbare Elizabeth Cook mit "Hey y'all" ihr sowohl in der Presse als auch bei den Countryfans hoch gelobtes, herzerfrischendes Major-Debut ab, doch der ganz große kommerzielle Erfolg blieb aus und so war sie ihren Deal bei der Plattenfirma genauso schnell wieder los, wie sie ihn bekommen hatte. Völlig unverständlich in Anbetracht der Tatsache welches Potential in der jungen Dame steckt! Doch Elizabeth Cook ließ sich überhaupt nicht beirren und schon gar nicht unterkriegen, schrieb weiter fleißig Songs und legt nun zur großen Freude ihrer vielen Fans (und denen, die es noch werden wollen) mit "This side of the moon" ein brandneues, wieder ganz herrliches Album vor, diesmal eben im Eigenvertrieb! Ihr neues Material ist vom Grundsatz her noch etwas traditioneller orientiert, als es beim Vorgänger der Fall war. Von den Zwängen des Majorlabels nun vollends befreit, lebt sie ihre Liebe zur Countrymusic aus und spielt die Songs genau so, wie sie sie spielen möchte und wie sie auch sein sollen: ehrlich, authentisch, ursprünglich und voller Herz! Ein gewisser Alternate Country- und dezenter Roots-Touch sind dabei unverkennbar, doch das kommt sehr gut rüber. Der Sound ist unaufdringlich und charmant retro. Produktionstechnischer Bombast ist ein Fremdwort! Und ihre wunderbare, kräftige Stimme (zuweilen meint man sie höre sich an wie eine Mischung aus Pam Tillis, Kelly Willis und Loretta Lynn) klingt so rein und frisch, wie wir es vom Vorgängeralbum kennen. Tolles Songmaterial von vorn bis hinten, wobei sie bis auf eine Ausnahme an allen Liedern kompositorisch beteiligt ist, bzw das ein oder andere gänzlich allein geschrieben hat. Zudem hat sie großartige Musiker mit an Bord, wie zum Beispiel Greg Morrow (drums), Dan Dugmore (steel), Tom Bukovac (electric guitar), Steve Gibson (electric guitar), Glen Duncan (fiddle), Richard Bennett (electric guitar), Al Perkins (Steel), Fats Kaplin (accordion), usw.! Elizabeth beginnt das Album mit dem wunderbaren, traditionellen, von klimperndem Piano, feinen Gitarren, Steel und Fiddle begleiteten Roadhouse-/Honky Tonk-/Country-Stück "Cupid", das sogleich einen herrlichen Countrytwang vermittelt. Weiter geht's mit dem fröhlichen, flotten Steeguitar-getränkten, frischen "Funny side of love", gefolgt von der hingebungsvollen, puren Countryballade "Before I go that far" und dem voller Traditon, Schwung und Pep zugleich aus dem Lautsprecher fließenden, mit einer feinen Baritone E-Gitarre angereicherten, sehr melodischen "Here's to you", sowie der etwas nostalgisch angehauchten, sehr schönen Honky Tonk-"Schnulze" "This side of the moon" (welch eine "lonesome" Steel wir da hören...)! Bei dem großartigen "Ruthless" kommt dann, obwohl diese Nummer grundsätzlich eine Ballade ist, Elizabeth's etwas rockigere, ungeschliffenere Seite zum Vorschein. Ist eine tolle, sehr rootsige Alternate Country-/Americana-Nummer mit einer klasse Melodie und erdiger, fast dreckiger E-Gitarre in der Tradition von Lucinda Williams oder Allison Moorer! Ähnlich rootsig, mit trockenen, knackigen Drums, ergänzt durch Mandolinen- und Orgelklänge, wieder von einer prima Melodie durchzogen, präsentiert sie das großartige "Alone down here", um dann mit "All we need is love" wieder eine stimmungsvoll beschwingte, frische, flotte, lupenreine Countrynummer zum Besten zu geben. Wie gesagt, es ist nicht nachvollziehbar, daß die Labels solche Leute wie Elizabeth Cook fallen lassen, doch die Mühlen der Industrie mahlen grausam und ohne Gnade! Uns kann's eigentlich egal sein, solange uns Elizabeth weiterhin mit solch feinen CDs versorgt, obwohl sie sicher den Zugang zu einem größeren Publikum verdient hätte. Ein tolles Album mit einem herrlich klassischen Countrysound und einem wunderbaren Twang! Kommt im schönen Digipack!

Art-Nr.: 2676
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Cupid
Here's to you
This side of the moon
Alone down here
All we need is love

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Cook, Elizabeth - welder [2010]
Großartiges Werk von Elizabeth Cook, mit dem sie einerseits durchaus wieder auf den Spuren traditioneller Countryklänge, wie sie es auf dem 2007 erschienenen Vorgänger "Balls" zelebrierte, wandelt (ihre Einflüsse von Dolly Parton sind eindeutig spürbar), sich andererseit aber immer mehr in Richtung Roots, Americana und Alternate Country entwickelt. Dabei lässt sie sich offenbar sehr stark von der großen Lucinda Williams inspirieren, deren Terrain sie, wie auch das solcher Kolleginnen und Kollegen wie Buddy & Julie Miller, Allison Moorer, Rodney Crowell und Rosanne Cash, immer wieder äusserst kompetent betritt. Cook verfügt über eine immense Ausstrahlung. Dazu ist das Songmaterial einfach große Klasse. Highlights, wie beispielsweise der rockige, spröde Rootsrocker "El Camino" mit seinem satten "All I wanna do"-Groove (nur viel "dreckiger" und nicht so poppig wie bei Sheryl Crow - dafür ungemein "cool"), die wunderbare Americana-Ballade "Not California" mit ihren feinen Steelguitar-Fills (Background Gesang: Rodney Crowell), der freche, raue, Party-taugliche, stimmungsvolle Roadhouse Country-Tonker "Yes to booty", die staub trockene Ballade "Blackland farmer" (ein baumstarkes Frankie Miller-Cover), das straight rockende, von kernigen, satten E-Gitarren-Riffs getragene "Rock N Roll man", die schöne, flotte, traditionelle Countrynummer "Snake in the bed" oder der gemeinsam mit Dwight Yoakam vorgetragene, urige Barroom Honky Tonker "I'll never know", zeigen überaus eindrucksvoll, welch grenzenloses Potenzial in der Singer/Songwriterin aus Wildwood/Florida steckt. Begleitet wird sie von einer exzellenten Band, angeführt von ihrem Ehemann Tim Carroll (Gitarren, Banjo, Harmonica, Background Gesang). Produziert hat das Album niemand geringeres als Don Was. Eindeutig Elizabeth Cook's bislang abwechslungsreichstes, individuellstes und innovativstes, aber vielleicht auch ihr natürlichstes Werk - und ganz klar eines ihrer besten! Tolle Scheibe - weit weg vom Nashville-Mainstream!

Die komplette Tracklist:

1 All the Time - 2:53   
2 El Camino - 2:43   
3 Not California - 3:52   
4 Heroin Addict Sister - 4:01   
5 Yes to Booty - 2:04   
6 Blackland Farmer - 2:35   
7 Girlfriend Tonight - 3:09   
8 Rock n Roll Man - 3:11   
9 Mama's Funeral - 4:00   
10 I'm Beginning to Forget - 3:08   
11 Snake in the Bed - 2:05   
12 Follow You Like Smoke - 3:35   
13 I'll Never Know - 2:51   
14 Til Then - 3:05

Art-Nr.: 6918
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 9,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
El Camino
Not California
Yes to booty
Blackland farmer
Rock N Roll man
Mama's funeral
Snake in the bed

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Court Yard Hounds - same [2010]
Seit gut 3 Jahren haben sich die Dixie Chicks nun schon eine Auszeit genommen. Vor allen Dingen Frontfrau Natalie Maines widmete sich zuletzt lieber ihren Kindern, als ein komplettes, neues Album aufzunehmen und auf Tour zu gehen. Die beiden übrigen "Chicks" Marty MaGuire und Emily Robison allerdings waren "heiss" auf neue Musik und liessen ihrer Kreativität freien Lauf. Herausgekommen ist ein großartiges Sideprojekt der beiden, das unter dem Namen "Court Yard Hounds" firmiert und nun, just zu einem Zeitpunkt, als die Dixie Chicks wieder erste gemeinsame Aktivitäten bekannt gaben (sie gehen im Juni zusammen mit Keith Urban und den Eagles auf Tour), mit einem hervorragenden Debutalbum aufwartet. Ein wirklich starkes Teil! Traditionellen Country darf man hier allerdings nicht erwarten. Vielmehr verfolgen die Court Yard Hounds in etwa den Weg, den auch die Dixie Chicks mit ihrem bislang letzten Album "Taking the long way" bereits einschlugen - und zwar noch konsequenter und progressiver. Das heisst, es geht in Richting Americana / Alternate Country! Genauer gesagt ist das Werk eine sehr filigrane und abwechslungsreich in Szene gesetzte Mixtur aus Roots-, Folk-, Country-, Blues,-, Pop-, Rock- und Singer-Songwriter-Zutaten. Die beiden Mädels (Emily Robison hat fast alle Songs geschrieben, übernimmt bis auf einen Track den Lead-Gesang und spielt neben dem standesgemässen Banjo auch noch akustische und elektrische Gitarre, Dobro und Pump-Organ; Marty MaGuire spielt Fiddle, Viola und Mandoline) und ihre exzellenten Begleitmusiker (u. a. Audley Freed - guitars, Martin Strayer - guitar, piano, Mike Finnigan - organ, piano, J. J. Johnson - drums und Lloyd Maines - pedal steel) liefern ein mehr als eindrucksvolles Dokument ihrer musikalischen Fähigkeiten ab. Möchte man Vergleiche anstellen, so fallen einem Namen wie Sheryl Crow, die jüngsten Arbeiten von Rosanne Cash und Allison Moorer, Lucinda Williams, Shelby Lynne, Carrie Newcomer, Mary Chapin Carpenter, Lynn Miles, u.s.w. ein, wenngleich die Court Yard Hounds ihrem Songs sehr deutlich eine ganz eigene Identität verleihen. Auch das unterstreicht ihr großes Talent und ihre Kreativität. Zu den Höhepunkten zählen u.a. das locker flockige, wunderbar melodische, rootsige, ein wenig Tom Petty-Feeling verbreitende "I miss you" (starkes Fiddle-Spiel, wunderbare Steelguitar-Einlagen von Lloyd Maines, dem Vater von Natalie Maines), das trockene, folkige "Skyline", der knackige, flotte Roots-/Pop-Song "The coast" (erinnert klar an Sheryl Crow), der prächtige, von einem großartigen, bluesigen Groove getragene, erdige Rootsrocker "Delight (Something new under the sun)" (starker Gitarren-Auftritt des ehemaligen Saitenkünstlers von Cry Of Love und The Black Crowes), der schöne Folkrock-Song "See you in the spring" (feines Duett mit Jakob Dylan), das grassig und keltisch beginnende, dann aber satt rockende "Ain't no son", oder auch die wunderbar melodische, knackige, von tollem Banjo- und Piano-Spiel begleitete, leicht swampig groovende Alternate Country-Nummer "It didn't make a sound". Ein innovatives Sideprojekt der "Chicks" Emily Robison und Marty MaGuire, das sich wirklich sehen, bzw. hören lassen kann. Die Court Yard Hounds mit einem ganz vorzüglichen Debut!

Das komplette Tracklisting:

1 Skyline - 4:20   
2 The Coast - 3:04   
3 Delight (Something New Under the Sun) - 4:34   
4 See You in the Spring - 4:51   
5 Ain't No Son - 4:39   
6 Fairytale - 4:05   
7 I Miss You - 3:49   
8 Gracefully - 4:28   
9 April's Love - 3:23   
10 Then Again - 3:20   
11 It Didn't Make a Sound - 3:48   
12 Fear of Wasted Time - 4:10

Art-Nr.: 6903
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

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Detour Band - jukebox blown [2002]
Großartiges neues Album von Detour, sicher eine der herausragenden Americana-/ Roots-/ Countryrock-/ New Country Bands aus dem erweiterten deutschsprachigen Raum. In über 20 Jahren hat sich diese internationale Band um die fantastische Sängerin Natalie Shelar aus Tucson/Arizona (USA) und den ebenso starken Gitarristen und Sänger Jean-Marie Peschiutta (Frankreich) in die Herzen vieler Genre-Fans gespielt. Zur aktuellen Besetzung gehören darüber hinaus Manni Hollaender am Bass und der etatmäßige Drummer von Dave Kincaid's Roots-/Gitarrenrock-Band "The Brandos", Tom Engels, beide aus Deutschland! Was die Vier mit "Jukebox blown" abliefern, ist ein wirklich prächtiges Alternate Country- /New Country- /Americana-Werk voller gezielt ausgewählter Coverversionen auf höchstem musikalischen Niveau, wie man es selbst im Heimatland des Americana wahrlich nicht alle Tage zu hören bekommt. Aber kein Wunder, spielt doch mit der tollen Sängerin Natalie Shelar eine Amerikanerin eine zentrale Rolle bei Detour. Herrlich frisch und locker kommen die zumeist flotten Songs rüber. Sie beackern die ganze Americana-Bandbreite von rootsigem Rock über wunderbaren Alternate Country, klassischen Countryrock, auch mal einen Bluegrass-Titel, pure Honky Tonk-Nummern, Cajun, bis hin zu lupenreinem New Country. Einige Stücke werden auch von Jean-Marie Peschiutta gesungen, ebenso ein prima Sänger, doch die Überzahl geht auf das Konto von Natalie. Tolle Melodien! Großartige Musiker! Klasse Instrumentierung aus allen Arten von Gitarren, Mandoline, Pedal-Steel, Geige, Akkordeon usw.! Viele Größen zählen zu ihren Freunden (Vince Gill, Steuart Smith, jetzt bei den Eagles, Julian Dawson), mit den beiden letzteren haben sie schon sehr oft zusammen gespielt, Peschiutta und Smith spielten lange in der Band von Julian Dawson, beeinflußt sind sie von Gram Parsons, Albert Lee, Steve Earle, John Hiatt, Linda Ronstadt und von traditioneller Bluegrass-Musik, und und und... - all das drückt sich in der hervorragenden musikalischen Kompetenz aus. Los geht es mit einer tollen Uptempo-Version der Allison Moorer-Nummer "Think it over", die ungemein frisch rüberkommt. Toller Gesang, klasse E- Gitarren und eine prima Steel-Begleitung bringen einen sogleich in die richtige Americana-Stimmung. Es folgen der dynamische, pure Honky Tonk/Roadhouse-Heuler "Honky Tonk hell" wieder mit großartiger E-Gitarre, im übrigen eine Ted Roddy-Nummer, und das so wunderbar lockere, flotte, frische, sonnige, semi-akustische Countryrock-Stück "It's only love" mit transparenten Gitarren, feiner Fiddle und schönem Akkordeon, bis dann eine klasse. rockige Version von John Hiatt's "Real fine love" aus dem Lautsprecher tönt. Prächtig gelungen sind auch die astreine Swing-Nummer "Up up up" von Dan Hicks, der tolle "Cajun Blues", das Kasey Chambers Coverstück "I'm a little bit lonesome" in bester Hank sr.-Tradition, die excellente Ballade "The way I am", eine flotte New Country-Version der Steve Earle-Nummer "You're still standing there" und der Uptempo Country-Knaller "Nothing can stop me", von Buddy Miller geschrieben. Den Abschluß bildet eine französisch gesungene Nummer, das schöne "Marjolaine". Die Produktion ist top! Roots-/Country-/Americana vom Feinsten! Ein tolles Album!

Art-Nr.: 1873
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,00

In folgende Titel können Sie reinhören:
Think it over
Honky Tonk hell
It's only love
The way I am
Nothing can stop me

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Earle, Steve - the low highway [2013]
Exzellentes, neues Album des Americana-/Alternative Country-Pioniers, eingespielt mit seiner Touring-Band den Dukes (& Duchesses), inkl. Gattin Alison Moorer. Es ist ein typisches Earle-Album geworden, das mit der Variabilität der Songs aber dennoch etwas ganz Besonderes darstellt. Wunderbar rootsig, oft in einem sehr trockenen stripped-down Full Band-Arrangement dargeboten, rau, erdig, kantig, sich geschickt in den verschiedensten Nischen des Alternate Country bewegend, oft recht ruhig, dazwischen aber auch mal dreckig rockig ("Calico County"), auch mal , zumindestens was die E- Gitarrensounds betrifft, mit einem fast an die legendären Byrds erinnernden Retro-Countryrocker ("21st. Century Blues") oder mit einem irisch folkigen, grassigen Stück (Warren hellman's Banjo) und feinen, melodischen Storytelling-/Americana-Nummern ("The low highway", "Remember me"). Egal, was Earle und seine Band auch spielen, die Songs sind erstklassig. Die einschlägige Presse ist mal wieder Voll des Lobes - völlig zu Recht!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Over the past 27 years Steve Earle's music has journeyed all across the Americana spectrum: country, rock, folk, Beatlesque psychedelia, topical folk songs, etc. He's even done a covers record of Townes Van Zandt songs to pay tribute to his late mentor and friend. His very best offerings are those he's recorded with his Twang Trust production partner, Ray Kennedy. They're together here. Over 12 songs, Earle does what he does best: he tells stories that get under the skin and into the bones. Backed by the Dukes (& Duchesses), his road band, the title track's first-person vignette captures the strangeness and contradiction of America from a small vantage point, a first-person narrative about traveling. His world-weary voice brings the listener into the meld of fiddle, strummed acoustic guitars, and whining pedal steel and keeps her there, seeing it all through his eyes. "Calico County" is a straight-up rocker with whomping electric guitars, Fender Rhodes, bass, and drums. "Burnin' It Down" is the other side of the roaming romantic of "I Ain't Ever Satisfied," defeated, angry, bewildered about what happened to those dreams and his town. Allison Moorer's accordion lends a poignant undercurrent to the guitars. "After Mardi Gras," written for Lucia Micarelli's character in the HBO series Treme, is delivered with a gentle swing, and a tender violin solo by Eleanor Whitmore. This contrasts with the barroom boogie of "Pocket Full of Rain," driven by Moorer's piano, fiddle, and a strolling upright bassline by Kelly Looney. "Down the Road, Pt. 2" is a roiling trucker country number, infused with the spirit of Bill Monroe thanks to Earle's mandolin. The closer, "Remember Me," a slow, 4/4 Americana number, is a plea from a father to his child; it's one of the most moving, poetic songs in Earle's catalog. The singer is accompanied only by his acoustic guitar in the first half, before Will Rigby's loose-tuned snare and bass drum, accompanied by upright bass, mandolin, and pedal steel, enter. The song is a testament of familial faith, an offering of unwavering love with a lone request: that the protagonist not be forgotten no matter life's turns. The Low Highway is Earle the storyteller without any agenda save for getting the songs right, telling stories, and recording songs that will resonate as deeply live as they do here. This may be his most consistent offering since El Corazón.
(Thom Jurek, Rovi)

Das komplette Tracklisting:

1. The Low Highway - 3:59
2. Calico County - 2:58
3. Burnin' It Down - 2:57
4. That All You Got? - 3:00
5. Love's Gonna Blow My Way - 2:49
6. After Mardi Gras - 4:04
7. Pocket Full of Rain - 3:14
8. Invisible - 4:18
9. Warren Hellman's Banjo - 1:47
10. Down the Road, Pt. 2 - 2:36
11. 21st Century Blues - 3:40
12. Remember Me - 4:34

Art-Nr.: 8134
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Earle, Steve - the low highway ~ limited deluxe edition cd & dvd-set [2013]
Limitierte Deluxe-Edition mit Bonus-DVD! Die DVD enthält eine Dokumentation aus dem Studio ("Making of ' The Low Highway'"), den Videoclip zu "Invisible", sowie eine spezielle 24/96 High Resolution Analog Audio-Aufnahme des kompletten Albums.

Exzellentes, neues Album des Americana-/Alternative Country-Pioniers, eingespielt mit seiner Touring-Band den Dukes (& Duchesses), inkl. Gattin Alison Moorer. Es ist ein typisches Earle-Album geworden, das mit der Variabilität der Songs aber dennoch etwas ganz Besonderes darstellt. Wunderbar rootsig, oft in einem sehr trockenen stripped-down Full Band-Arrangement dargeboten, rau, erdig, kantig, sich geschickt in den verschiedensten Nischen des Alternate Country bewegend, oft recht ruhig, dazwischen aber auch mal dreckig rockig ("Calico County"), auch mal , zumindestens was die E- Gitarrensounds betrifft, mit einem fast an die legendären Byrds erinnernden Retro-Countryrocker ("21st. Century Blues") oder mit einem irisch folkigen, grassigen Stück (Warren hellman's Banjo) und feinen, melodischen Storytelling-/Americana-Nummern ("The low highway", "Remember me"). Egal, was Earle und seine Band auch spielen, die Songs sind erstklassig. Die einschlägige Presse ist mal wieder Voll des Lobes - völlig zu Recht!

Hier noch ein Original U.S.-Review:

Over the past 27 years Steve Earle's music has journeyed all across the Americana spectrum: country, rock, folk, Beatlesque psychedelia, topical folk songs, etc. He's even done a covers record of Townes Van Zandt songs to pay tribute to his late mentor and friend. His very best offerings are those he's recorded with his Twang Trust production partner, Ray Kennedy. They're together here. Over 12 songs, Earle does what he does best: he tells stories that get under the skin and into the bones. Backed by the Dukes (& Duchesses), his road band, the title track's first-person vignette captures the strangeness and contradiction of America from a small vantage point, a first-person narrative about traveling. His world-weary voice brings the listener into the meld of fiddle, strummed acoustic guitars, and whining pedal steel and keeps her there, seeing it all through his eyes. "Calico County" is a straight-up rocker with whomping electric guitars, Fender Rhodes, bass, and drums. "Burnin' It Down" is the other side of the roaming romantic of "I Ain't Ever Satisfied," defeated, angry, bewildered about what happened to those dreams and his town. Allison Moorer's accordion lends a poignant undercurrent to the guitars. "After Mardi Gras," written for Lucia Micarelli's character in the HBO series Treme, is delivered with a gentle swing, and a tender violin solo by Eleanor Whitmore. This contrasts with the barroom boogie of "Pocket Full of Rain," driven by Moorer's piano, fiddle, and a strolling upright bassline by Kelly Looney. "Down the Road, Pt. 2" is a roiling trucker country number, infused with the spirit of Bill Monroe thanks to Earle's mandolin. The closer, "Remember Me," a slow, 4/4 Americana number, is a plea from a father to his child; it's one of the most moving, poetic songs in Earle's catalog. The singer is accompanied only by his acoustic guitar in the first half, before Will Rigby's loose-tuned snare and bass drum, accompanied by upright bass, mandolin, and pedal steel, enter. The song is a testament of familial faith, an offering of unwavering love with a lone request: that the protagonist not be forgotten no matter life's turns. The Low Highway is Earle the storyteller without any agenda save for getting the songs right, telling stories, and recording songs that will resonate as deeply live as they do here. This may be his most consistent offering since El Corazón.
(Thom Jurek, Rovi)

Das komplette Tracklisting:

1. The Low Highway - 3:59
2. Calico County - 2:58
3. Burnin' It Down - 2:57
4. That All You Got? - 3:00
5. Love's Gonna Blow My Way - 2:49
6. After Mardi Gras - 4:04
7. Pocket Full of Rain - 3:14
8. Invisible - 4:18
9. Warren Hellman's Banjo - 1:47
10. Down the Road, Pt. 2 - 2:36
11. 21st Century Blues - 3:40
12. Remember Me - 4:34

Art-Nr.: 8135
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 20,90

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Fairchild, Shelly - ride [2005]
Nashville's Mädels sind wieder eine Macht! Schon lange nicht mehr war weiblicher Country so präsent wie in diesen Tagen! Gut so! Noch bedeutender ist jedoch die Tatsache, daß sich die "neue" Damenbewegung wieder klipp und klar zum Country bekennt, statt sich mit überzogenen, oft allzu bombastischen Pop-Strömungen zu beschäftigen. "Back to the roots" und dennoch modern, heißt die Devise! Neuestes Paradebeispiel dynamischer Nashville-Frauenpower ist die äußerst attraktive Shelly Fairchild mit ihrem überragenden Debut "Ride"! Fantastische, sehr frische, gleichzeitig duckvolle, von der Southern-Schwüle des Mississippi Deltas durchsetzte, wunderbar melodische New Country-/Countrymusic mit durchaus traditioneller Basis, immer leicht angerockt und mit einem dezent rootsigen Touch versehen. Herzhafte E-Gitarren vereinen sich mit herrlichen Acoustic Gitarren, Dobros, Mandolinen, Fiddles, Steelguitars und einer immer knackigen Rhythmussektion. Das hat richtig Würze! Dazu besitzt Shelly eine ganz wunderbare, ungemein kraftvolle, voller Energie steckende, klare Stimme, fast wie eine powernde Kombination von Trisha Yearwood, Pam Tillis und Patty Loveless, aber mit dem Feuer ihres "Mississippi-Delta"-Blutes. Das Shelly Fairchild sich selbst voller Bescheidenheit als ein "simple, small-town Misssissippi girl" charakterisiert, spricht für ihren Charme. Immerhin hat sie es sofort geschafft, ist aber auch kein Wunder bei ihrer Klasse, direkt für ihre erste CD einen Major-Label-Deal zu ergattern, von den etablierten Songwritern der Szene sofort mit vollstem Vertrauen und dementsprechend gutem Songmaterial bedacht zu werden, ganz zu schweigen von den vielen in das Werk involvierten erstklassigen Musikern. Diese Entwicklung kommt allerdings auch nicht ganz zufällig. Shelly stammt aus einer musikbegeisterten Familie. Bereits in der High School sammelte sie erste Bühnenerfahrungen,
gefolgt von Anstellungen im Theater, sowie in großen Musicals, was letztendlich in einer fundierten Ausbildung ihrer Stimme mündete. Auch großes kompositorisches Talent darf man Mrs. Fairchild attestieren, was sie bei vier der insgesamt elf Songs dieses Silberlings eindrucksvoll beweist. Durchaus interessant vielleicht auch, daß die berühmte Motorrad-Marke Harley Davidson sie mittlerweile als Werbeträgerin an sich gebunden hat, was absolut nachbollziehbar ist. Mit ein wenig Verzögerung ist ihr großartiger Erstling (die Veröffentlichung wurde mehrere Male verschoben) mit dem zum gerade geschilderten Sachverhalt passenden Titel "Ride" nun endlich erhältlich. Schon ab der ersten Note des mit einer sexy-bluesigen Stimme vorgetragenen Openers "Kiss Me" spürt man förmlich, wie es in diesem feurigen schwarzhaarigen Vulkan brodeln muß, bis er letztendlich seine heiße Song-Lava eruptionsartig in die musikalische New-Country-Landschaft ablassen kann. Eine glühende, voller Southern Soul steckende, unter die Haut gehende, angerockte Ballade mit tollem Banjo- und Dobro-Picking, aber auch schön satten E-Gitarren und einer wunderbaren Melodie. Ein klasse Sound! Ihre Produzenten, Country-Veteran Buddy Cannon (Kenny Chesney, Reba McEntire, George Jones) sowie Kenny Greenberg (Edwin McCain, Allison Moorer, The Mavericks), im übrigen einer der gefragtesten Studio-Gitarristen der Szene und hier natürlich mit an Bord, haben ein sehr atmosphärisches, lockeres, und doch ungemein knackig abgemischtes Gesamtwerk hinbekommen. Man spürt oft die heiße, schwüle Luft des Mississippi-Deltas durch die Songs strömen. Sehr stark sind beispielsweise die temporeichen Stücke wie "Ready To Fall" (ein klasse New Country-Rocker) oder ihre
erste Single "You Don’t Lie Here Anymore" (voller Biker-Flair steckender Counmtryrock mit frischer Mandoline und herzhaften E-Gitarren), wo Shelly mit einer rotzfrechen "Röhre", sehr angenehm eine Art zurückhaltende Aggressivität versprüht. Toll! Herausragend auch ihr "dreckiger" Vortrag bei "Down Into The Muddy Water" mit glühender Slide, rockigen Rhythmusgitarren, Honkytonk-Piano, fetzigen Drums und fetten, aber nie nervenden Bläsereinsätzen, sowie einem filigranen Greenberg-E-Gitarren-Solo. Genial auch dieser locker, flockige Southern-Honkytonk-Blues "I’m Goin’ Back", ein rhythmischer Footstomper mit herrlichen Harmonika-Fills. Das sie es auch etwas ruhiger beherrscht, zeigen solch brillante Stücke wie die zweite Single "Tiny Town" (wunderbar melodischer, sehr satt instrumentierter New Country mit toller Steel, Fiddle, fetter E-Gitarre und kraftvollem Rhythmus), "Eight Crazy Hours" oder "Fear Of Flying" (herrlich frische, kraftvolle Country-Ballade im 3/4-Takt), wobei ihre innere Power dennoch stets gewahrt bleibt. Ein Vulkan eben! An den sinnbildlichen Vergleich anknüpfend, kann man nur auf viele weitere musikalische Nachbeben dieses Niveaus hoffen! Dafür: Good luck, Shelly! Dein Debut jedenfalls ist ein Knüller! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3250
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Helm, Amy - didn't it rain [2015]
Famos! Levon Helm's (The Band) so hoch talentierte Tochter Amy mit einem wahrhaft brillanten Album! Die großartige Singer-Singwriterin ist ja bereits ein "alter Hase" in der Szene, obwohl "Didn't it rain" ihr Debut als Solo-Künstlerin darstellt. So erzielte sie bereits überwältigende Anerkennung als Mitglied der hoch eingeschätzten Alternate Country-Formation Olabelle und durch ihre langjährige, ausgiebige Arbeit mit ihrem Vater, vor allem bei dessen berühmten "Midnight Rambles". Amy bietet auf ihrem Album 12 bärenstarke Songs zwischen Roots, Americana, Blues, Soul, Southern, Gospel, Folk und Alternate Country, die geprägt sind von tollem Songwriting und umwerfender Musikalität, sowohl von ihr mit ihrem hinreissenden, ja geradezu charismatischen, "soulful" Gesang, als auch von den herausragenden Fähigkeiten der beteiligten Musiker. Ein dominierende Rolle spielt dabei ihr ex-Bandkollege von Olabelle, Byron Isaacs (ein Drittel ihrer aktuellen Live-Band "The Handsome Strangers"), der den Bass bedient, ebenfalls mit ein paar Gitarreneinsätzen überzeugt, der vor allem aber das Album produzierte und damit für den so ungemein transparenten, klaren, wunderbar auf den Punkt gebrachten, herrlich "gritty" rüberkommenden, exzellenten Sound sorgte. Weiterhin mit an Bord sind der hervorragende Gitarrist Daniel Littleton und Drummer David Berger, sowie als Gäste bei einzelnen Stücken solche Hochkaräter wie u. a. Keyboarder Bill Payne (Little Feat), die beiden Gitarristen Larry Campbell und Chris Masterson, Keyboarder John Medeski, sowie Carolyn Leonhart, Elizabeth Mitchell, Catherine Russell, Teresa Williams und Allison Moorer, allesamt mit Background Gesang. Ein besonderes Highlight ist noch das Mitwirken ihres am 19. April 2012 verstorbenen Vaters Levon Helm am Schlagzeug bei 3 Tracks, was für die The Band-Ikone seinerzeit die letzten musikalischen Sessions bedeutete. Eröffnet wird dieses grandiose Album mit einer packenden Version des Traditionals "Didn't it rain", dem Titelstück also. Kommt in einem vorzüglichen, bluesigen und souligen Southern-/Gospel-Gewand mit einem großartigen "driving groove", tollen Slidguitar-Momenten, dezenten, fast psychedelisch anmutenden Gitarrenspielereien und prächtiger Percussion. Welch ein Spirirt, was für ein Feeling! Hat entfernt etwas von den semi-akustischen Arbeiten der North Mississippi Allstars. Weiter geht's mit der traumhaft melodischen, schön retro und klassisch gehaltenen, erneut mit viel Southern Soul infiltrierten Roots-/Americana-Nummer "Rescue me", die wunderbar erdig und groovy, wie aus einem Guß aus den Lautsprechern fließt. Starke Basslinien ziehen sich durch diesen tollen Song, dazu hören wir herrlich lockeres Klavierspiel von Little Feat's Billy Payne, feinste E-Gitarren-Fills und großartige Background-Gesänge von Catherine Russell und Carolyn Leonhart. Es folgt eine wunderschöne Coverversion von Sam Cooke's "Good news" (klasse Slide-Gitarre), ehe Amy (sie singt hinreissend) die filigrane, großartige, "stripped down" inszenierte Ballade "Deep water" vorstellt, lediglich begleitet von vielschichtigen, unaufdringlichen Gitarren und einer hintergründigen "Pump-Organ". Dann mit "Spend our last dime" das erste Stück, bei dem Levon Helm am Schalgzeug sitzt - und schon klingt die Nummer wie einer der klasischen The Band-Tracks aus deren guter, alter Zeit. Ein herrlicher, Country-orientierter Rootsrocker mit tollen Gitarren. Genial auch der dynamische, staubige Roadhouse-/Americana-/Roots-/Alternate Country-Rocker "Heat lightning", bei dem sich die beiden exzellenten Gitarristen Larry Campell und Chris Masterson mit einem packenden, Dual-Solo zu gegenseitigen Höchstleistungen anstacheln. Welche Nummer man sich auch heraussucht, jede für sich hat etwas ganz Besonderes. Neben den unzweifelhaften Einflüssen ihres Vaters, kann man Amy's Musik im weitesten Sinne vielleicht auch mit der von Buddy & Julie Miller vergleichen, wenngleich sie ihre ganz eigene Note hat. Wie dem auch sei, "Didn't ist rain" ist ein meisterhafter Beleg für Amy Helm's herausragende Musikalität. Einge große Americana-Scheibe einer fantastischen Künstlerin.

Das komplette Tracklisting:

1. Didn't It Rain - 3.45
2. Rescue Me - 4.07
3. Good News - 3.40
4. Deep Water - 4.08
5. Spend Our Last Dime - 2.39
6. Sky's Falling - 3.59
7. Gentling Me - 4.27
8. Roll Away - 3.57
9. Sing To Me - 3.55
10. Roll The Stone - 4.08
11. Heat Lightning - 3.29
12. Wild Girl - 4.09

Art-Nr.: 8922
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Didn't it rain
Rescue me
Good news
Deep water
Spend our last dime
Gentling me
Roll away
Heat lightning

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Johnson, Carolyn Dawn - room with a view [2001]
Lange, lange mußte man auf das Erscheinen dieses Albums warten. X-mal wurde es verschoben, doch jetzt ist es da! Endlich! Das Resultat: es ist ein herausragendes Album geworden! Carolyn Dawn Johnson, in Alberta/Kanada geboren und aufgewachsen, jetzt in Nashville lebend, reiht sich in die lange Riege hochtalentierter Kanadierinnen (siehe z.B. Shania Twain, Terri Clark usw.) ein, die sich anschicken in Nashville Karriere zu machen. Und sie wird es schaffen! Längst ist sie als Songschreiberin etabliert. Allen noch in Erinnerung ist Chely Wright's Hit "Single white female", der aus Carolyn's Feder stammt. Ihre Debut-CD ist so wunderbar, wie ein angenehmer, frischer Wind in einer lauen Sommernacht. Was für eine Stimme! Was für Songs! Was für tolle Melodien! Auf unglaublich hohem Niveau gelingt ihr ein modernes Country-Album, mit dem sie ohne Pop-Schnickschnack exakt den schmalen Grat zwischen Tradition und New Country des 21. Jahrhunderts trifft. Nehmen wir vielleicht einmal die guten Momente einer Lee Ann Womack, Patty Loveless, Kim Richey, Allison Moorer und Trisha Yearwood, mischen das mit dem excellenten Songwriting (sie hat alle Songs geschrieben oder mitgeschrieben) und Carolyn's toller Stimme, dann haben wir vielleicht so etwas wie den Sound ihres Debut-Albums. Allein der erste Track "Georgia", ein von einer wunderbaren Melodie geprägtes, sehr knackiges Midtempo-Stück mit einem tollen Arrangement (feine Akustik-Gitarren, knackige Drums, Orgel, ein herrliches Akkordeon, heulende Steel und eine fette E-Gitarre) ist schon das Geld wert. Doch das ist nur ein Beispiel. Es gibt keinen schwachen Song! Fetzige Titel, viele Midtempo-Nummern und ein paar Balladen wechseln sich ab. Nicht umsonst ist sie in Kanada für 10 "Canadian Country Music Association Awards" nominiert. Wenn sie so weitermacht, kommen irgendwann auch die Grammys. Mit der ersten Single "Complicated" stürmt sie momentan die Nashville-Charts. Der Beweis, daß in Music City auch noch echte Klasse eine Chance hat. Ein brilliantes Debut einer zauberhaften Künstlerin und ein absoluter Höhepunkt des Jahres. Herrlich!

Art-Nr.: 1515
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,36

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Kendall, Jeannie - same [2003]
"Jeannie Kendall carries on the tradition", heißt es zusammenfassend in einem Artikel eines US-Country-Journalisten über das Debutalbum von Mrs. Kendall. Jawohl, das tut sie - 100%ig! Kendall, Kendall... der Name kommt euch irgendwie bekannt vor.. - klar: Jeannie Kendall ist die eine Hälfte des in den 70iger und 80iger Jahren so erfolgreichen und Grammy-ausgezeichnteten, berühmten Country -Vater/Tochter-Duo's "The Kendalls". Wer erinnert sich nicht an Hits wie "Heaven's just a sin away", "Pittsburgh stealers", I'm already blue"oder "Thank God for the radio"! Niemlas zuvor hat Jeannie Kendall ein eigenes Album veröffentlicht. Nach dem Tode ihres Vaters im Jahre 1998, die Aufnahmen zu einem akustisch orientierten Album der Kendalls hatten bereits begonnen, machte Jeannie erst einmal eine lange Pause, bis sie schließlich jetzt die damalige gemeinsame Idee wieder aufgriff. Herausgekommen ist ein zauberhaftes Debut von großer musikalischer Klasse. Traditioneller, purer, Bluegrass-orientierter Acoustic-Country, herrlich frisch und rein, voller bestechend schöner Melodien, vollkommen entspannt und locker dargeboten. Damit bewegt sie sich in etwa in den musikalischen Gefilden von Alison Krauss, der aktuellen Dolly Parton oder der Stevens Sisters. Und sie kann mit diesen Leuten locker mithalten. Niemals war ihre Stimme besser! "She sings like an angel", schwärmt man in Amerika. Eine wunderbare Instrumentenvielfalt aus akustischen Gitarren, Mandolinen, Dobros, Fiddles, Acoustic Bass und dezenter Percussion bestimmt das Geschehen und erzeugt einen glasklaren Sound. Kein Wunder, bei diesen Musikern! Mit dabei z. B. die kompletten Union Station-Musiker von Alison Krauss auf 4 Tracks, Dan Tyminski, Ron Block, Rob Ickes, Stuart Duncan, Larry Franklin, Barry Bales, Adam Steffrey, Kenny Malone...usw.! Immer wieder hören wir neben Jeannie's brillanter Lead-Stimme auch traumhafte Harmonien, bei denen sie unterstützt wird von Leuten, wie Rhonda Vincent, Alison Krauss, Carl Jackson, Ricky Skaggs, Allison Moorer, DeAnna Cox, und auf zwei Stücken auch ihrem Vater Royce Kendall, dessen Passagen, wie oben erwähnt, bereits 1998 eingespielt wurden. Bei der absoluten Traumnummer "Timeless and true love", einem fantastischen, puren Acoustic Honky Tonk-Stück, hat es sich sogar Superstar Alan Jackson nicht nehmen lassen, mit ihr ein Duett zu singen. Was für ein herrliches Stück, was für eine Melodie. Sowohl Jeannie als auch Alan Jackson singen je eine Strophe solo, um sich dann bei dem Refrain wunderbar zu ergänzen. Ihre Stimmen passen prächtig zusammen. Allein dieser Track ist schon das Geld für die CD wert, doch das Album bietet auch ansonsten keinerlei Schwächen. So zum Beispiel das wunderbare, rhythmische Eröffnungsstück "That's what your love does to me", der herrliche Country-Waltz "Love chooses you" mit seinen tollen Gitarrenpassagen, das frische, locker flockige "I wonder where you are tonight" mit seinem transparenten Zusammensoiel aus Gitarren und Mandoline, das Dobro-getränkte Laurie Lewis-Stück "Old friend", oder die traurige Country & Western-Nummer "Just a memory"! Alle Tracks sind sehr relaxt und bewegen sich zumeist im Midtempo-Bereich. Hektisches Bluegrass-Geschrammel gibt es nicht! Jeannie Kendall erzeugt mit ihrer sauberen Stimme und ihrer Musik ein wunderbar behagliches Gefühl. Ein gutes Gläschen Wein, am Kaminfeuer sitzen, von den Traditionen Amerikas träumen, und Jeannie Kendall zuhören - das ist es! Traditioneller Acoustic-Country vom Allerfeinsten! Zum Geniessen...

Art-Nr.: 1837
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,50

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Timeless and true love
Old friends

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Moorer, Allison - blood [2019]
"Destined For a Slew of Americana Awards", resümiert ein amerikanischer Kritiker über Allison Moorer's grandioses, neues Album "Blood". Wie recht er damit hat! Die exzellente Singer/Songwriterin und Schwester von Shelby Lynne veröffentlicht dieses autobiographische Werk parallel zu ihren ebenfalls gerade veröffentlichten Buch "Blood: A Memoir". In dem Album reflektiert sie musikalisch und textlich, umgesetzt in 10 herausragenden, bewegenden Songs, das Trauma vom tragischen, gemeinsamen Tod ihrer Eltern, als ihr und Shelby's Vater in ihrer Jugend zunächst ihre Mutter und dann sich selbst erschoss. Diese schlimmen Umstände, die einst die Welt der beiden Teenager-Schwestern zum Einsturz brachte, versucht Allison Moorer mit diesem großartigen Werk aufzuarbeiten. Das Album vereint Moorer wieder mit ihrem langjährigen Produzenten Kenny Greenberg, der darüber hinaus auch Bass, E-Gitarre, akustische Gitarre und Pedal Steel spielt. "Blood" spannt einen thematischen Bogen von Familie, über Liebe, Trauma, Trauer, bis hin zur Verarbeitung, Weiterleben und Hoffnung. Die mit großartigen Melodien ausgestatteten Songs sind, dem textlichen Inhalt entsprechend, oft recht "stripped down" instrumentiert, viel mit akustischer Gitarre und dezenten anderen Instrumenten, dann aber ertönen hin und wieder auch mal etwas rockigere "Full Band"-Tracks, die das musikalische Gesamtpaket so aufpeppen, dass es von vorn bis hinten nicht nur passt, sondern den Zuhörer richtig mitnimmt. Ob der durchaus kraftvoll in Szene gesetzte, wunderbare Opener "Bad weather", das mit akustischer Gitarre und geradezu "bedrohlich" anmutenden Fiddle-Parts bestückte, düstere "Cold cold earth" (diese Nummer gab es übrigens als "hidden track" in einer anderen Version schonmal auf Moorer's 2000er Album "The hardest part"), der raue, kantige, fette Rootsrocker "The rock and the hill", das sehr schöne, spartanisch instrumentierte "Set my soul free", das sehr melodische, lockere, voller feiner Gitarren steckende, rootsrockige "The ties that bind", das mit Stones-ähnlichen Riffs kommende "All I wanted (thanks anyway)", oder auch das wunderschöne, nur mit Piano, E-Gitarre, und ganz am Ende unauffälliger Percussion inszenierte "Heal" - all das ist exquisite Americana-Musik der absoluten Oberklasse. Ausgereifter, emotionaler und hingebungsvoller hat man Allison Moorer noch nicht gehört. "Blood" ist ein durch und durch exzellentes Werk, das, wie gesagt, geradezu dafür gemacht ist, den ein oder anderen Award einzuheimsen.

Das komplette Tracklisting:

1. Bad Weather - 4:26
2. Cold Cold Earth - 3:20
3. Nightlight - 4:18
4. The Rock and the Hill - 3:39
5. I'm the One to Blame - 2:28
6. Set My Soul Free - 3:08
7. The Ties That Bind - 3:54
8. All I Wanted (Thanks Anyway) - 3:33
9. Blood - 4:08
10. Heal - 3:04

Art-Nr.: 9917
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Bad weather
Cold cold earth
The rock and the hill
Set my soul free
The ties that bind
All I wanted (thanks anyway)
Heal

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Moorer, Allison - crows [2010]
1998, als Allison Moorer mit ihrem wundervollen Debutalbum "Alabama song" (inkl. ihres auch auf dem unvergessenen "The horse whisperer"-Soundtrack vertretenen Songs "A soft place to fall") als eine der vielversprechendsten "New Voices" Nashville's gefeiert wurde, galt sie als so etwas wie "Country's next big thing" und die kommende Diva des Contemporary Country. Doch nichts davon ist eingetreten. Allison Moorer blieb vielmehr stets sie selbst und baute auf ihre immense Wandlungsfähigkeit und Vielseitigkeit. Sie vertraute ihrem eigenen, auf äusserst hohen Qualitätsansprüchen basierenden Stärken und wurde ihnen, egal, was sie auch anpackte, immer voll und ganz gerecht. Nach einigen prachtvollen Rootsrock- und Americana-Alben, sowie zuletzt einem stark von Dusty Springfield inspirierten Werk, sind die Country-Einflüsse mit ihrem nunmehr siebten Studioalbum "Crows" endgültig dahin. Es ist ein großartiges Werk geworden, vollgepackt mit 13 dezent rootsig angehauchten, auch mal mit einem leicht jazzigen und/oder bluesigen Esprit unterwanderten, zumeist recht ruhigen (es gibt nur 3 Uptempo-Tracks), intelligenten, edlen Singer-/Songwriter-/Pop-Nummern, manchmal voller Retro-Flair, etwa an der Schnittstelle zwischen Bobby Gentry und Laura Nyro, dann wieder sehr zeitgemäss in den Sphären, die auch einer Norah Jones recht nahe kommen. Es sind Stücke voller melancholischer Schönheit in sehr intimer Atmosphäre, denen Moorer mit ihrer leicht heiseren, durchaus etwas bluesigen, unwiderstehlichen Stimme, trotz manch düsterer Stimmung, eine Menge Sex-Appeal verpasst. Das ist ganz große Singer-Songwriter-Kunst! Allison Moorer festigt mit "Crows" ihren Status als eine der vielseitigsten amerikanischen Singer-Songwriterinnen, die auf wirklich jedem Terrain zu Hause ist, auf eindrucksvollste Art und Weise. Produziert hat das Album im übrigen R.S.Field!

Die komplette Songliste:

1 Abalone Sky - 3:37   
2 Goodbye To The Ground - 4:02   
3 Just Another Fool - 2:46   
4 The Broken Girl - 3:36   
5 Should I Be Concerned - 4:44   
6 When You Wake Up Feeling Bad - 2:40   
7 Easy In The Summertime - 4:12   
8 The Stars & I (Mama's Song) - 3:11   
9 Still This Side Of Gone - 4:05   
10 Like The Rain - 3:46   
11 Sorrow (Don't Come Around) - 3:57   
12 It's Gonna Feel Good (When It Stops Hurting) - 3:34   
13 Crows - 3:57

Art-Nr.: 6781
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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