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Angel Band - bless my sole [2010]
Großartiges Sextett um die drei exzellenten Sängerinnen Kathleen Weber, Aly Paige und Nancy Josephson, die sich in der Roots-/Americana-/Alternate Country-Szene in den vergangenen Jahren eine riesige Fangemeinde erspielt haben. Die "Angel Band" spielt eine erdige Mischung aus Roots-, Folk-, Country,-Americana-, Blues-, Soul-, Grass-, TexMex-, und Gospel-Elementen, weit ab vom Glamour Nashville's. Sehr kraftvoller Gesang, wobei sich die Drei beim Lead-Gesang ausgewogen untereinander abwechseln, mit tollen Harmmonies, eingepackt in sehr rootsigen, ungeschliffenen, natürlichen Arrangements, mal akustisch, mal semi-akustisch, und mal von feurigen, dreckigen E-Gitarren durchzogen. Von rauen Roots-/Americana-Rockern bis zu grassigen Sachen ist alles vertreten, was das Americana-Herz begehrt. Sehr abwechslungsreich! Wirkt zuweilen wie eine tolle Mischung aus den Indigo Girls, weiblichen CSN&Y, The Band, Patty Griffin, Mary Chapin Carpenter, ein paar Lucinda Williams'- und folkig bluesige Bonnie Raitt-Splitter eingestreut, und sehr rootsigen Dixie Chicks. Apropos: Chicks: Co-produziert, und ein paar exzellente Lap Steel- und Gitarren-Einlagen eingestreut hat Natalie Maines' Vater, die texanische Toots-Ikone Lloyd Maines. Neben der äusserst kompetenten Begleitband der Damen, tritt auch der legendäre Roots-Gitarrist David Bromberg mit ein paar bemerkenswerten Einlagen in Erscheinung (er ist mit Angel Band-Sängerin Nancy Josephson verheiratet), ebenso wie Bukka Allen am Akkordeon. Die Angel Band ist in der jungen Vergangenheit schon bei fast allen großen, renommierten Genre-Festivals aufgetreten, vom Merlefest bis Bonnaroo, wo sie jeweils begeistert gefeiert wurde. Hört man "Bless my sole", weiss man warum! Nancy Josephson sagt über die Musik der Band: “Our songs speak to who we are as a band: strong, grateful and full of power.” Und Engel lügen bekanntlich nicht! Prächtiger, vielseitiger, hochklassiger Roots-/Americana-Stoff!

Das komplette Tracklisting:

1 Hope is On the Way - 3:58   
2 Same Boat - 3:29   
3 Didn't See It Coming (When the Levee Broke) - 4:35   
4 King of Nothing - 4:35   
5 Long Gone Got Away Lucky - 4:14   
6 (I Feel) Lucky - 3:51   
7 Boots of Guadalupe - 4:31   
8 Fly Away Home - 4:26   
9 Don't Let Me Down - 3:41   
10 Black Tar Sway - 3:27   
11 Deeds We Have Done - 3:28   
12 Go Ahead and Go - 4:49   
13 Bless My Soul - 6:00

Art-Nr.: 7035
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Hope is on the way
Didn't see it coming (when the levee broke)
Long gone got away lucky
Boots of Guadalupe
Fly away home
Go ahead and go

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Barefoot Servants - 2 [2005]
"Rock'n Roll will never die", rief einst ein gewisser Neil Young in die Welt hinaus - und er wird für immer recht behalten, solange solche Bands wie die Barefoot Servants der klassischen Rockmusik immer wieder neues Leben einhauchen. "The 'Barefoot Servants 2 - CD' is like a shoot od fresh blood", bringt es ein begeisterter U.S.-Fan auf den Punkt. Es wird immer wieder leichtfertig von sogenannten "Alben des Jahres" gesprochen, doch diese CD wird in einem solchen Ranking für 2005 auf jeden Fall ein gewichtiges Wörtchen mitreden! "Barefoot Servants, Barefoot Servants..., hmm, da gab's doch mal eine 'Supergroup' gleichen Namens Mitte der Neunziger, die seinerzeit mit einem gewaltig dampfenden Rock-/Bluesrock-/Rootsrock-Album für mächtig Furore sorgten", wird sich vielleicht mancher dunkel erinnern - und jawohl, um genau diese Barefoot Servants handelt es sich! Sie sind wieder da! 1993 aus "Spaß an der Freud'" von vier gestandenen Rock-Veteranen ins Leben gerufen, nämlich den beiden Gitarristen Jon Butcher (bekannt als Frontmann der Hardrocker von Jon Butcher Axis) und Ben Schultz, Drummer Ray Brinker und dem berühmten Weltklasse-Bassisten Leland Sklar (u.a. Jackson Browne, James Taylor, Crosby Stills & Nash, Bonnie Raitt, Lyle Lovett, Don Henley und Phil Collins), verlor man sich nach einem von Fans und Kritikern gleichermaßen umjubelten, fulminanten Debut von 1994 und einer kurzen Tour infolge der vielen anderen musikalischen Verpflichtungen schnell wieder aus den Augen. 2004 trafen sich Jon, Ben und Lee erneut, nahmen den neuen Drummer Neal Wilkinson mit ins Boot, und beschlossen spontan dieses großartige Projekt von damals neu aufleben zu lassen. Und hier ist sie nun, die zweite Platte - 11 Jahre nach dem Debut! Das Resultat: Genauso ein Knüller wie damals! Voller Intensität steckender, ungemein vielseitiger, die pure Power ausstrahlender, geschickt die Brücke zwischen Retro und zeitgemäßer Aktualität schlagender, kochender "American Guitar Roots-Rock", -bluesig, rau, dreckig, druckvoll-, etwa zur Häfte "volle Kanne" krachend elektrisch in Szene gesetzt, und zur anderen Hälfte semi-akustisch, wobei auch dort jederzeit eine voller dichter Schwüle steckende, pure Energie durchdringt! Hier sind fantastische, über jeden Zweifel erhabene Profis am Werk, die sich in diesem mitreißenden Sideprojekt voller Hingabe verwirklichen und ihren ureigenen Rock-Instinkten freien Lauf lassen. Spaß, Spielfreude und ein hohes musikalisches Niveau stehen in einem homogenen, sehr beeindruckenden Einklang! Faszinierend Jon Butcher's dreckiger, heiserer, offenbar sehr Alkohol-resistenter, intensiver, kraftvoller Gesang, dazu sein Hendrix-beeinflußtes E-Gitarrenspiel, die ungemein vielseitigen Instrumental-Beiträge des zweiten Gitarristen Ben Schultz, das prächtige, variable Drumming von Neal Wilkinson und Lee Sklar's unwiderstehliche Bassläufe! Und trotz der rauen, schwülen und dreckig rootsigen Note glänzen die Songs mit durchwg straken Strukturen und abslout hängen bleibender Melodik! Man spürt entfernte Einflüsse von Led Zeppelin, den Faces, von Rod Stewart's früher Folkrock-/Blues-Phase, Crazy Horse, Hendrix, ein gewisses Westcoast-Flair, bis hin zu zeitgemäßen Roots-/Americana-Klängen und swampig anmutendem Delta-Feeling! Ein paar Songbeispiele eines Albums ohne jede Schwachstelle: Mächtig Drive, jede Menge Power und eine wunderbarer "Mitgröl-Chorus" zeichnen den ungemein dynamischen und knalligen Opener "Pharaoh's house" aus, der gleich ordentlich Stimmung in die Bude bringt. Ein richtiger Rock'n Roll-Heuler mit morz Gas gebenden Drums, satten E-Gitarren-Riffs und -Hooklines, einer klasse Melodie und glühenden Bassläufen! Weiter geht es mit dem herrlichen, melodischen, semi-akustischen, sehr intensiv gesungenen "I don't care at all", einem, eine spürbare "Hitze" ausstrahlenden, dennoch irgendwie lockeren Rootsrocker mit dezent folkig anmutendem Blues-Flair! Tolles Arrangement aus Acoustic- und Electric-Gitarren in Verbindung mit einer großartig eingesetzten Mundharmonika! Brillant auch der folgende, sehr trockene, sparsam instrumentierte, durchaus ruhige, dennoch wieder eine ungeheure Intensität ausstrahlende, wunderbare Westcoast-/Roots-/Bluesrocker "Crazy". Einfach herrlich die Addition einer würzigen, leise im Hintergrund agierenden, elektrischen Slide-Gitarre zu der staubigen Acoustic-Basis, womit ein verdammt bluesiges Feeling erzeugt wird. Großartige Percussion und eine klasse Melodie kommen hinzu! Ganz stark auch der, erneut auf einer akustischen Basis aufgebaute, trockene Midtempo-Rootsrocker "Take my breath away" mit seiner drückend schwülen Atmosphäre, den dezenten E-Gitarren-Fills, dem klasse Drumming, der starken Harp und der wunderbaren Melodie. Klingt dreckig, rau, bluesig, rootsig, und doch so herrlich ins Ohr gehend! Weitere Knüller sind der dampfende, mit klassischen Retro-Riffs und wildem, glühendem E-Gitarren-Georgel verzierte Power-Rocker "When the day comes", der flotte, roughe, semi-akustisch/-elektrisch instrumentierte Roots-/Classic-Rocker "Rude boy", die wundervolle, akustische, staubige Roots-Ballade "Bells of St. Mary's" mit ihrem herrlichen Dobro-Spiel, das dynamische, ein wenig an alte "Rod Stewart-Maggie May"-Tage erinnernde "Brown Penny", der riffige, melodische, von glühenden E-Gitarren angetriebene Rocker "Dog days", wie auch der gewaltig laute, von einer mächtigen E-Gitarren-Dröhnung eingeleitete, fette, "ass-kicking" Heavy-Bluesrocker "Crack the sky", dessen gewaltige Power eine Brücke von Hendrix über Led Zeppelin bis zu den heutigen Gov't Mule zu schlagen scheint. Die Gitarren machen einen morz Spektakel und Lee Sklar rockt am Bass als gäbe es kein Halten mehr! Die "alten Säcke" der Barefoot Servants erteilen so manchem jungen "Heißsporn" einmal mehr eine gehörige Lehrstunde in Sachen purer, zeitloser Roots-/Blues-/Rock-Intensität - wie eine "heilende" Injektion in manchmal allzu monotone, ausgelatschte Rock'n Roll-Stagnation! Mögen sie noch lange solchen Spaß an ihrer Musik haben! Ein Bomben-Teil!

Art-Nr.: 3630
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Pharaoh's house
Crazy
When the day comes
Take my breath away
Bells of St Mary's
Crack the sky

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Bishop, Bonnie - soft to the touch [2005]
Kurz vor Ablauf eines an Highlights wirklich nicht armen Musikjahres 2005, darf die große Roots-/Americana-/Countryrock-/Alternate Country-/Roots-Blues-/Texas Singer-Sngwriter-Gemeinde mit Bonnie Bishop's neuem Meisterwerk "Soft To The Touch" noch einmal in begeisterndem Jubel ausbrechen! Schon bei ihrem Debüt "Long Way Home" wurde die aus Houston/Texas stammende Bonnie von den Kritikern mit Lob überschüttet. Statements wie "eine junge Lucinda Williams" oder ein "weiblicher Chris Knight" machten schnell die Runde. Die Single des Albums "Sweet On The Down Low" schaffte es sogar, über 6 Monate in den Texas Music Charts zu verweilen. Das bescherte ihr Auftritte in allen angesagten texanischen Musiktempeln, wie z. B. dem ‚Billy Bob’s’, mit Größen wie beispielsweise Randy Rogers, Radney Foster, Jack Ingram oder Ray Wylie Hubbard. Mit ihrem neuen, geradezu packenden Werk "Soft To The Touch“ nun dürfte Bonnie noch einen erheblichen Schritt weiter nach vorn machen. Die Szene hat ein neues, höchst talentiertes Gesicht in ihren Reihen! Beheimatet bei der Smith Music Group (u. a. auch das bisherige Label der Randy Rogers Band, von Stoney LaRue, der Mike McClure Band und vielen anderen aus der Red Dirt-Clique) gelingt ihr ein Album, welches dank ihrer unglaublich starken, kraft- und gefühlvollen Gesangsleistung (viele Stücke sind im übrigen live "eingesungen"), ihrem offenbar im Blut liegenden Gespür für großartiges Songwriting (es gibt mit ihrer grandiosen, gewaltig rockenden u. bluesigen Fassung von Gillian Welch's "Stillhouse" lediglich eine Fremdkomposiotion), ihrer exzellenten Begleitband (mit Einbindung einiger hochkarätiger texanischer Gäste aus der einschlägigen Texas-Szene, wie u. a. Walt Wilkins - Acoustic Guitar und Harmonies, Harry Stinson - Drums, der legendäre Danny Flowers - E-Gitarre und Slide, und vor allem ex-Joe Ely-, Mellencamp-, Storyville-, Dixie Chicks-Gitarrenzauberer David Grissom) ohne Übertreibung als eine der absoluten musikalischen Genre-"Perlen" des Jahres 2005 gewertet werden muß! Der zwölf Songs, mit einer Spielzeit von über 50 Minuten, umfassende Longplayer strotzt geradezu vor wunderbarer Melodik, ist einerseits glasklar und sauber produziert, bewahrt andererseits aber alle authentischen Ecken und Kanten, wirkt erdig und "rough", völlig unbeschwert und lässt einen die raue, staubige, texanische Luft förmlich "durch die Ohren" einatmen. Ursache hierfür dürfte sein, dass der Fokus neben der überaus rootsigen Basis zusätzlich auf einem gewissen Blues-Feeling liegt. Dazu lommt einer gesunde Portion Red-Dirt-Atmosphäre, viel Americana-Flair und ein stetiger, dezenter, unterschwelliger Country-Touch!
Egal, ob satt rockend oder etwas zurückhaltender, die Stücke wirken trotz aller Kraft und teilweise ordentlicher Power insgesamt recht relaxt. Bonnie’s Stimme passt sich erstaunlich variabel der Stimmung der jeweiligen Songs an, mal aggressiv, mal kratzig, mal voller Melancholie, mal zart und zerbrechlich. Neben den bereits anfangs erwähnten Vergleichen kommen einem auch die unterschiedlichsten Referenzgrößen in den Sinn, wie z.B. Allison Moorer, in Ansätzen gar eine junge Janis Joplin, Bonnie Raitt und vor allen Dinegn auch Tift Merritt! Das macht sie so vielseitig und gleichzeitig so eigenständig! Durchweg sämtliche Nummern begeistern!
Viermal bereichert der bereits genannte David Grissom als Gitarrist Bonnie's großartige Musik: Auf "Trains" (ein herrlich flockiger, lässiger, überaus melodischer Countryrocker), dem traumhaften, rootsig, bluesigen. Slide-getränkten "Soft To The Touch", der starken Roots-/Americana-Rock-Pop-Nummer "Give It To Me" und bei dem krachenden Rootsrocker "Something The Doctor Didn’t Ordered" (letzteres von ihm übrigens auch mitgeschrieben und produziert). Herrlich hier das satte Drums-Intro und das fette, satt rockende E-Gitarren-Führungsriff. Mit dieser Mischung aus bluesigem Touch und rockiger Melodie lebt hier für kurze Zeit fast das legendäre Storyville-Feeling wieder auf. Ansonsten jagt vom klasse Opener "Love Never Knows" (schöner, polternder Fußtrommelrhythmus, tolle Tempovariationen, poppiger, aber sehr angenehmer Refrain), über die voller Herzblut steckenden, in emotionaler Singer/Songwriter-Tradition gebrachten "Brent Rollins" (erinnert an eine lebhafte Lori McKenna), das lockere "The house that Jack built" und "Red Moon" (großartige Akkordeonbegleitung), bis zu dem starken, schwül groovenden Swamp-Blues-Rocker "He took me to the river" (herrlich rauchige Stimme von Bonnie, prächtiges Slide-Spiel) ein Höhepunkt den nächsten! Zum Abschluss hören wir dann mit dem 7.45 Minuten langen "Fallen Angel" nochmal eine absolute "Killer"-Ballade: Sehr entspannte Atmosphäre, Bonnie haucht ihren Text ganz zart und sehr gefühlvoll, glänzender Instrumentalabschluss durch toll harmonierendes Zusammenspiel von Akustik- und E-Gitarren! Nach dem Ausklingen der letzten Akkorde weiß man, dass mit Bonnie Bishop ein weiteres texanisches Ausnahmetalent auf dem Weg steil nach oben ist! Ihr neues Album " Soft ToThe Touch“ berührt nicht nur, es fesselt geradezu! Wir als Bärchen-Redaktion konstatieren: Ein echter "Touchdown", Bonnie! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3883
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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Trains
The house that Jack built
Soft to the touch
Stillhouse
Fallen angel

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Bruton, Stephen - spirit world [2002]
Viertes Album dieses großartigen Gitarristen aus Austin, Texas! Über dreißig Jahre ist er im Geschäft, zählt weit über die Grenzen von Texas hinaus zu den anerkanntesten Gitarrenspielern, tourte über 15 Jahre lang als Lead-Gitarrist in der Band von Kris Kristofferson, war mit Bonnie Raitt und Bob Dylan unterwegs und veröffentlichte erst 1993 sein erstes Solo-Album! Doch alle Alben zeigen auch die songschreiberischen Talente von Bruton. So vereint er auf "Spirit world" sehr geschickt all seine Fähigkeiten, die er sich nach über drei Jahrzehnten im Rock-Geschäft angeeignet hat, und liefert ein sehr abwechslungsreiches Album zwischen Rootsrock, Bluesrock, Americana und moderner Singer/Songwriter-Tradition ab. Hin und wieder rockt er ordentlich ab, dann wieder klingt alles sehr flockig, und entspannt, manchmal sogar ein wenig "schwebend", wie bei dem hervorragenden Eröffnungsstück "Yo Yo", mit seinem wunderbar melodischen Refrain. Das Songwriting ist erstklasig. Ein ums andere Mal streut Bruton ausgesprochen versierte Gitarrensoli ein, die seine ganze Klasse und Fingerfertigkeit unter Beweis stellen. Insgesamt ist der Sound nicht mehr ganz so texanisch, wie bei seinen Vorgängeralben, sondern klingt etwas mehr nach dem sonnigen, kalifornischen, klassischen Westcoast-Stoff. Das liegt zum einen daran, daß die Aufnahmen zu "Spirit world" in L.A. stattfanden, zum anderen aber auch maßgeblich am Co-Produzent Mark Goldenberg, der ja lange Jahre mit Linda Ronstadt und Jackson Browne zusammenarbeitete. Manchmal spürt man sogar dezente Parallelen zum modernen Eric Clapton. Der Sound ist glasklar, die musikalische Mischung stimmt, die Giatrrenarbeit ist vom Feinsten, die Songs sind stark, mal rockt es, mal ist es entspannt - was will man mehr! Stephen Bruton versteht sein Handwerk - ganz ohne Zweifel!

Art-Nr.: 1056
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,78

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Teach me how to stay
Make that call

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Bullens, Cindy - dream # 29 [2005]
Fantastisches, neues Album der großartigen Singer/Songwriterin, mit dem sie in prächtiger Manier den 2001 auf "Neverland" eingeschlagenen Weg fortführt: Kerniger, erdiger, von einem grandiosen Songwriting geprägter Rootsrock, /Americana-Rock, dessen Spannbreite von bluesigen Klängen zum Alternate Country bis hin zu krachenden Heartland Rockern reicht, durchzogen von faszinierender Melodik! Dynamisch, intensiv, kraftvoll und doch voller Gefühl besticht Cindy mit 11 neuen Songs, die sich vorwiegend durch einen von schön satten E-Gitarren dominierten, rohen Sound auszeichnen. Da gibt es sehr rockige Titel, bei denen die Stones als Einfluß unüberhörbar sind, dann erleben wir Songs in bester Steve Earle- oder John Hiatt-Manier, hören funkig, bluesige Grooves, wie auch traumhaft schöne Balladen, denen aber neben den wunderbaren Melodien dennoch nie der rootsige "Dreck" und schon gar nicht Cindy's natürliche, raue Energie fehlt, die einfach in ihrem "Rock'n Roll"-Blut steckt. Immer mehr "erholt" sie sich von ihrem schweren Schicksalsschlag aus dem Jahre 1996, dem Verlust ihrer 11-jährigen Tochter, und man spürt in ihrer Musik zunehmend die wiedergewonnene positive und optimistische Lebenseinstellung. Unterstützt wird Bullens von einer Crew erstklassiger Musiker, wie George Marinelli (Bonnie Raitt, Bruce Hornsby) an der Gitarre, Dennis Burnside an den Keyboards, Gary Tallent (E-Street Band) am Bass, der tollen Drummerin Ginger Cote, sowie ein paar Gästen, wie Dlbert McClinton und Elton John, mit dem sie, seit sie vor x Jahren mal in dessen Touring Band arbeitete, eine innige Freundschaft verbindet. Das Titelstück ist es, bei dem dieser Sir Elton John mit wirklich tollem Klavier-"Gehämmer" auftaucht, ein herrlicher, ungemein dreckiger, rauer Groove-, /Blues-, /Honky Tonk-, /Boogie-Rocker, der einen richtig "packt"! Unvorstellbar, wie rau der noch spielen kann, wenn man ihn mal läßt! Als Opener des Albums hat Cindy allerdings das bärenstarke "Oriental silk" ausgewählt: Wundervolle, vielschichtig eingesetzte, parallel gespielte E-Gitarren, ein trockenes E-Piano in Verbindung mit einem leicht psychedelisch wirkenden Mellotron, ein herrlich knackiger Background aus direktem, exakt auf den Punkt gebrachtem Drumming und groovenden Basslinien schrauben sich in einem gepflegten Midtempo und der Kombination aus staubigem Rootsflair und prächtiger Melodik tief und nachhaltig in unsere Sinne! Im Anschluß daran gleich der nächste "Hit": "Jellico highway" ist eine wahrhaft traumhafte, rootsige Americana,- /Alternate Country-Nummer in bester Chris Knight-/Steve Earle-Tradition, bei der man neben der großartigen Melodie und dem lockeren Rhythmus den "texanischen Staub" zu jeder Sekunde zu spüren glaubt, ehe mit dem lauten, kantigen, ungemein rauen "Boy of broken hearts" ein tierischer, voller Stones-Riffs steckender Gitarren Rootsrock-Kracher aus den Boxen schallt, der Biß hat und richtig "knallt"! Toll! Wie auch die sehr frische, mit wundervoller, etwas halliger, "vollsoundiger" Slide/Steel angereicherte, durchaus knackige, Americana Rock-Ballade "Paper & glass", das entspannte, semi-akustische, fast ein wenig hymnische "Mockingbird hill", der abgehende, mit toller Mundharmonika und satten E-Gitarren ausgestattete, fetzige Rootsrocker "7 days", das wunderbar bluesig dreckige, groovende "This ain't love" mit Gastsänger Delbert McClinton, wie auch das ruhigere, gediegene "Too close to the sun"! Produziert wurde das Album, wie schon der Vorgänger, von Steve Earle's "Twangtrust"-Kumpel Ray Kennedy und Cindy selbst! 51 1/2 Minuten lang erstklassiger, schnörkelloser, knackiger Roots-/Americana-Stoff, wie ihn die Genre-Fans lieben. Was hat diese Frau für ein Potential!

Art-Nr.: 3372
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Jellico highway
Box of broken hearts
Paper & glass
Dream 29 (One true love)
7 days

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Cochran, Tammy - where I am [2007]
Neues Album der sympathischen, ausdrucksstarken Sängerin aus Nashville! Tammy Cochran's Leben war bis jetzt immer wieder von "Ups and Downs" geprägt. So musste Sie beispielsweise den Verlust ihrer beiden Brüder durch eine unheilbare Krankheit, wie auch eine gescheiterte Ehe verkraften. Ihre musikalische Karriere startete vor einigen Jahren mit der Single "Angels In Waiting" (die den Tod ihrer Brüder behandelt) von ihrem Debütwerk wie ein Paukenschlag, doch nach dem unverständlicherweise mäßigen kommerziellen Erfolg ihres nachfolgenden Albums "Life Happened", wurde ihr damaliger Majorlabel-Vertrag schnell wieder aufgekündigt. Mittlerweile ist die auch sozial stark engagierte, attraktive Blondine bei einem kleinem Independent-Label gelandet und präsentiert uns jetzt mit "Where I Am" quasi eine Bestandsaufnahme ihrer aktuellen Schaffensphase. Musikalisch gesehen ist ihre neue CD nicht so weit weg vom Vorgänger, das heißt feiner, von viel Gefühl geprägter, emotionaler New Country-/Country-Pop! Tammy, das ist ein Novum und unterstreicht auch diesbezüglich ihr Talent, ist diesmal kompositorisch komplett in alle Songs involviert (mit diversen Co-Writern wie Patricia Gray, Tommy Polk, Verlon Thompson und Steve Bogard) und reflektiert naturgemäß viel Persönliches in ihren, wie immer intelligent strukturierten Texten. "This Is the album I always wanted to do, where I could share things about myself that I never get to when I’m onstage entertaining. I have always gotten a huge positive reaction during my shows to songs that I have written myself, and the tunes here are an extension of that. I put a lot of personal feelings and real life experiences into these songs", so die kurze Analyse der Künstlerin selbst. Die Stücke bewegen sich fast alle im entspannten Midtempo- und Balladen-Bereich, sind wunderbar mit allen Country-typischen Zutaten (u. a. viel Steelguitar, Mandoline, Banjo und schöne, klare Piano-Untermalung) versehen, wobei die beiden Produzenten Mark Thompson und Anita Cochran (nicht mit Tammy verwandt) neben ein paar prominenten Musikern, wie Steve Turner (Drums), der brillant spielende Tony Harrell (Piano, Organ) und Mike Johnson (Steel) auch den Löwenanteil der instrumentellen Arbeit übernommen haben. Ein wenig vom Leitfaden des Albums abdriftend sind vielleicht die etwas poppig angehauchten Nummern wie der Opener "So Long" (erinnert stark an Chely Wright-Stücke), "And More" (gute Slide E-Gitarren-Arbeit, schönes E-Gitarren-Solo) und das abschließende, flockige, herrlich melodische "Chemistry" (lockere E-Gitarre a la Vince Gill, glasklare Piano-/Orgel-Begleitung, Steel-Tupfer), das fröhliche, frische "The Ride Of Your Life" (klasse Steel-, Banjoarbeit, starkes Baritone-E-Gitarren-Spiel) und das bluesige "As Soon As I’m Over You" im leichten Bonnie Raitt-/Wynonna-Ambiente (sehr kräftige Gesangs-Performance von Tammy). Center des Werkes ist natürlich der autobiografische Titeltrack "Where I Am", ein traditioneller Countrysong mit recht emotional vorgetragenem Feeling, der auch als einzigster mit Text abgedruckt ist. Tammy Cochran hat sich mit "Where I Am" in recht persönlicher Art und Weise zurückgemeldet. Ein schön instrumentiertes Album, das vom Zuhörer immer die ihm gebührende Aufmerksamkeit abfordert und dementsprechend einen tiefen Eindruck hinterlässt. Bester Stoff für die Anhänger ausdrucksstarker Interpretinnen wie Chely Wright, Martina McBride (ihre balladeske Seite), Reba McEntire, Wynonna, LeAnn Rimes & Co.! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4982
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
So long
And more
Nobody's home
The ride of your life
Where I am
Chemistry

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Cummings, Albert - someone like you [2015]
Prächtiges, neues Album des begnadeten Gitarrenvirtuosen, Sängers und Songwriters aus New England, der einst durch die Inspiration von Stevie Ray Vaughan zur Gitarre und zur Bluesrock-Musik fand. Was wir hier vorfinden, ist abermals hingebungsvoll und voller Leidenschaft dargebotener "soulful", rootsy Bluesrock vom Allerfeinsten, präsentiert in 12 großartigen Songs. Für die Aufnahmen ging Cummings diesmal nach Los Angeles, um sich dort mit dem Grammy-dekorierten Produzenten David Z (u.a. Buddy Guy, Prince, Gov't Mule) zusammen zu tun. Für die Aufnahmesessions trommelten die beiden eine mitreissende Band aus einigen der besten Musiker der Southern California-Szene zusammen, um zumeist in Quartettbesetzung dieses exzellente Werk einzuspielen. Neben Cummings waren das Reggie McBride am Bass, Tony Braunagel an den Drums (eine wahrhaft famos aufspielende Rhythmus-Fraktion), sowie der herausragende Keyboarder Mike Finnigan (u.a. Bonnie Raitt). Die Truppe agiert geradezu perfekt zusammen. Vor allen Dingen die wunderbaren Orgel- und Piano-Ergänzungen von Finnigan zu Cummings' famosem Gitarrenspiel begeistern. Das Songmaterial, mal dampfend und kochend, mal locker und lässig, ist baumstark, wobei Cummings insgesamt diesmal noch ein wenig bluesiger wirkt als bei seinen letzten Alben. Gleich die erste Nummer, "No doubt", ist ein "Killer"! Ein drückender, treibender Groove, wie eine sich unaufhaltsam ihren Weg durch sumpfighe Swamplandschaften bahnende Lokomotive, bildet die Basis dieses mächtigen Bluesrockers, vollgepackt mit rauen, vor Kraft nur so strotzenden, glühenden Lead Gitarren-Linien. Cummings singt klasse und sein kochendes, fulminantes Solo ist eine Pracht. Dazu passen Finnigan's Orgel-Fills wie eine Eins. Der "Blues-Train" ist im Rollen und die Band auf Betriebstemperatur. Baumstark! Voller Seele, locker und intensiv zugleich, kommt das anschließende, erneut exzellent vorgetragene und wunderbar instrumentierte "I found you". Abermals gesegnet mit einem klasse Groove und einer starken Melodie, sorgt das Zusammenspiel aller beteiligten Musiker für die pure Midtempo-Bluesrock-Wonne. Als Gast wirkt hier, wie bei 2 weiteren Stücken, als zweiter Gitarrist Jimmy Vivino mit. Super beispielsweise auch der gut nach vorn gehende, von fulminanten, brennenden Gitarrenläufen durchzogene Shuffle "Up your sleeve", das etwas funky angehauchte (tolles Drumming), mit meisterhaften Gitarrenlinien versehene "Movin' on", oder die hinreissend melodische, schön flockige, etwas rootsig in Szene gesetzte Ballade "So strong". Bei dem 7-minütigen, ungemein inspirierten, Slow-Blues "Little bird" ziegt Cummings dann schließkich seine ganze, uneingeschränkte Gitarren-Brillanz. Unglaublich starkes, virtuoses Gitarrenspiel, sehr locker zelebriert und doch voller Würze, dominiert diese herausragende Nummer, begleitet von großartigen Piano-Klängen. Was der Meister hier an den 6 Saiten aufzieht, ist phänomenal. Keine Frage, Albert Cummings ist mit dieser "L.A.-Clique" ein super Album gelungen. Allerbester Gitarren-Blues, -Bluesrock und -Roots-Blues auf höchstem Level. Rock on, Albert!

Das komplette Tracklisting:

1. No Doubt - 4.35
2. I Found You - 4.27
3. Up Your Sleeve - 4.27
4. Movin' On - 4.47
5. So Strong - 5.01
6. Finally In Love - 3.51
7. Make Up Your Mind - 4.17
8. Little Bird - 7.04
9. Meatlocker - 3.42
10. I'm In Love With You - 3.43
11. Old Dog - 3.23
12. Stay Away From My Sister - 2.39

Art-Nr.: 8918
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
No doubt
I found you
Up your sleeve
Movin' on
So strong
Little bird
Old dog

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Cummings, Albert - working man [2006]
Zündende, variable und satte Gitarrenläufe überall, ein toller Sänger, großartiges Songmaterial - mit "Working Blues" etabliert sich der sympathische, in Williamston/MA geborene, jetzt im U.S.Bundesstaat New England lebende Gitarrenvirtuose Albert Cummings endgültig in der ersten Riege der Bluesrock-Gitarrenzauberer - und das sicher nicht auf den hinteren Plätzen! Tolles Teil! Sehr oft, und sicher nicht ganz zu unrecht, mit dem großen Stevie Ray Vaughan verglichen, gelingt Cummings in Trio-Besetzung mit den beiden fantastischen Mitstreitern Dave Smith am Bass und Steve Potts am Schlagzeug ein herrliches, genauso geradliniges, wie abwechslungsreiches, kraftvolles, knackiges Bluesrock-Album, sowohl mit klassischen Retro(rock)-Anlagen, als auch mit dezenten, aber überaus angenehmen Roots-, zuweilen gar Countryrock-Bezügen. Das kommt nicht von ungefähr, denn Cummings erlernte bereits im jungen Alter von 12 Jahren das Banjospielen und sah seine Zukunft zunächst im Bluegrass-Metier. Im weiteren Verlauf seiner Jugend entdeckte er für sich jedoch die Musik eines gewissen Stevie Ray Vaughan, die ihn dermaßen packte, daß er fortan beschloß das Banjo in die elektrische Gitarre einzutauschen. Er lernte schnell, sein Gitarrenspiel entwickelte mehr und mehr eine Qualität die seinem großen Vorbild in nichts nachstand. Seine erste Band "Swamp Yankee" machte sich in den Neunzigern einen guten Namen im "Northeast Blues Circuit" und im Jahre 1999, für ihn ging ein Traum in Erfüllung, nahm er sogar ein viel beachtetes Album mit Stevie Ray's "Double Trouble" als Backing Band auf! Das jedoch ist Vergangenheit, jetzt liegt sein aktuelles Werk im CD-Spieler, und wir stellen fest, Cummings war nie besser als heute. Zudem sprüht seine neue, eingangs bereits erwähnte Rhythm Section nur so vor Spielfreude und Groove-Feeling, sodaß sich die alten "Double Trouble"-Jungs schon mal ehrfürchtig verbeugen dürften. Aufgenommen wurde das Album in den berühnten "Ardent"-Studios von Memphis/Tennessee unter der Regie von Produzenten-Ass Jim Gaines, der der Scheibe einen großartigen, exakt auf den Punkt gebrachten, knackig satten Sound verpasste. Auch ein gewisses Southern Soul-Feeliing, das diese Studios versprühen, ist durchaus spürbar. Die Songs bestechen durch erstklassige Strukturen und klasse Melodien, was allerdings den spiel- und improvisationsfreudigen, ausgedehnten Gitarrenausflügen des Meisters keinen Abbruch tut. Jeder Song steckt voller mitreißende Gitarrensoli, deren Funke sofort überspringt. Leidenschaftlich, virtuos, gefühlvoll, fett rockend, abwechslungsreich, filigran, kraftvoll - er hat alles drauf! Hat richtig Feuer! Das Album startet mit einer fantastischen, herrlich schwülen, drückenden, voller unterschwelligem Roots- und Countryflair steckenden, vor allen Dingen aber ordentlich groovenden, rhythmischen Bluesrock-Version von Merle Haggard's Country-Klassiker "Workin' Man Blues"! Tolle, leicht funkige Riffs und zwei ausgedehnte, ordentlich kochende und immens fingerfertig vorgetragene Gitarrensoli (letzteres mit klasse Wah Wah-Effekten) in bester Stevie Ray Vaughan-Maier sorgen für mächtig Dampf! Brillant! Dies ist jedoch die einzige Coverversion des Albums. Es folgen ausschließlich Eigenkompositionen von Cummings - doch die haben es nicht minder in sich. So beispielsweise der grandiose, riffige, "Texas Style"-rockin' Boogie-Blues "Say you love me" mit seiner tollen Melodie und den abermals sehr variablen, "fleischig" fetten Gitarrenläufen, die uns, mal lang gezogen, dann wieder überaus schnell gespielt, auf ganzer Linie begeistern. Der Bursche weiß, was er seinem "Brett" abverlangen kann. Das ist nicht wenig, doch Cummings kitzelt alles heraus! Starke Gesangsleistung obendrauf! Das folgende "I feel good" ist ein klasse, knackiger, nie überladener, straighter Midtempo-Bluesrocker mit einem dezenten Southern-Anstrich der Marke "Kentucky Headhunters going Blues", trockenes, dreckiges Gitarrensolo inklusive (die Finger des Meisters fliegen nur so über die Saiten)! Mit tollen Basslines und starken, würzigen Gitarrenläufen ausgestattet, begegnet uns im Anschluß daran der seelige Funk-Groove-Bluesrocker "Girls to shame", der sich im Verlauf der Zeit zu einem klassischen, herrlich nach vorne gehenden Boogie entwickelt, vollgepackt mit glühenden Soli! Nach dem wunderbaren Slow-Blues "Let me be" (in Cummings' filigranen und kraftvollen, sehr virtuosen Gitarrenläufen steckt ebenso viel Emotion, wie in seinem großartigen Gesang), folgt mit dem traumhaften, bluesigen, recht locker, aber überaus knackig und sehr melodisch in Szene gesetzten "Feeling end" gar eine "Hammer"-Nummer, die mit ihrem klassischen Retro-Flair sehr an die frühen Bad Company erinnert. Entwickelt einen prima Drive voller satter Riffs! Zudem erinnert Cummings' Art zu singen hier sehr an den famosen Paul Rodgers! Bärenstark! Wie auch der abgehende, swingende Roadhouse Blues-Boogie "Party right here" (da läßt gar Hank Williams jr. grüßen), das mächtig grovende, funkige, mit großartigen Wah Wah-Klängen versehene "I'm free", das entspannte "First day", der massive, schwerblütige, kochende, von elektrisierenden Starkstrom-Gitarren durchzogene, die pure Energie freisetzende Bluesrocker "Rumors", bis hin zu der traumhaft melodischen, von einem gewissen Americana-Feeling durchsetzten, wundervollen Ballade "Last dance", bei der er wie der männliche Gegenpart zu Bonnie Raitt in ihren besten Zeiten klingt! Die Gitarren- und Bluesrock-Freunde von den Buddaheads bis Stevie Ray Vaughan, von Scott Holt bis Mark Selby, von Walter Trout bis Chris Duarte, von Albert King bis Bonnie Raitt, usw., usw. werden an "Working man" ihre helle Freude haben! "Another blues guitar virtuoso" vom Allerfeinsten!

Art-Nr.: 4365
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Workin' man blues
Say you love me
Feeling end
Rumors

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Curfman, Shannon - what you're getting into [2010]
Viele Bluesrock- und Gitarrenfreunde werden sich erinnern: "Loud Guitars, Big Suspicions" heisst das sensationelle Debut, mit der sich 1999 die damals erst 14-jährige Gitarristin, Sängerin und Songwriterin Shannon Curfman in die Blues-, Roots-, und Gitarrenrock-Szene katapultierte. Die ganze Welt feierte die aus Fargo, North Dakota stammende Teenagerin, wie den aus dem gleichen Ort kommenden Jonny Lang, als das neue weibliche Wunderkind des Bluesrocks. Heute, elf Jahre später, Curfman wird in 5 Monaten 25, legt sie ihr neues Album "What you're getting into" vor - und wieder wird sie von der Musikpresse und den Fans gleichermassen bejubelt. "Smokin' hot", "Phenomenal all the way through", "Barn burnin' blistering Blues'n Twang" oder "This young lady can rock the blues with her vocals and guitar work, and is second to none", sind nur einige der unzähligen anerkennenden Zitate über Shannon und ihr neues Album. Absolut nachvollziehbar, denn Shannon ist in der Tat eine erneute Meisterleistung gelungen. Was wir hören, ist erstklassig in Szene gesetzter, fetter, dampfender Blues-based Rock und. Rockin' Blues mit klassischen Wurzeln, aber ungemein zeitgemäss und durchaus modern umgesetzt. Fleischige, laute Gitarrenriffs, glühende, furiose Soli und großartige Grooves bestimmen das Geschehen. Da ist richtig Feuer im Gebälk! Shannon Curfman ist gereift, als Persönlichkeit, wie auch als Gitarristin (immer wieder streut sie vorzügliche, raue, majestätische, handwerklich überaus bemerkenswerte Soli ein) und als Sängerin (ihre, voller Intensität steckende, kraftvolle "Röhre" ist wie gemacht für den Blues und den Rock), doch ihre jugendliche Leidenschaft ist geblieben. Ihre Einflüsse reichen von Robert Johnson, Jimi Hendrix, Buddy Guy, Stevie Ray Vaughan, Bonnie Raitt, Sheryl Crow und Led Zeppelin, bis hin zur jungen Bluesrock-Generation der Marke Joe Bonamassa & Co.. Und genau jener, zur Zeit (völlig zu Recht) gewaltig abgefeierte Bluesrock-Held Joe Bonamassa ließ es sich nicht nehmen, die junge Dame bei deren großartiger, druckvoller Coverversion von Eric Clapton's "The core", sowohl gesanglich im Duett, als auch gitarrentechnisch (brillantes, wieselflinkes, furioses Solo) zu unterstützen. Starke Sache! Neben zwei weiteren Coverversionen, einer tierischen Fassung von Peter Green's "Oh well", das sie voller Inbrunst vorträgt und mit rauen Gitarrenritten würzt, sowie Brian May's (Queen) "Dragon attack", aus dem sie einen drückenden Gitarren-Bluesrocker macht, hat Curfmann alle weiteren Nummern zusammen mit diversen Co-Autoren selbst komponiert. Das Songmaterial besticht durch Kompaktheit, straighte, direkte Riffs, mächtige Gitarrenwände und viel Power. Die immer wieder eingestreuten Soli sind einfach klasse und zeigen das ganze Talent dieses "female guitarslingers". Klasse auch das teils hervorragende, viel Dampf produzierende Slide-Gitarrenspiel. Los geht's mit dem starken, kochenden, lauten und straighten Bluesrock-Kracher "What you're getting into", der eingepackt ist in massive, fette E-Gitarren-Riffs und glühende Slides. Das kernige Solo im Break bedeutet pures Gitarrenfeuer. Bleibt, wie das gesamte Songmaterial, prima hängen. Eine grollende Hammond Orgel im Hintergrund, effektvoll eingesetzte E-Gitarren, ein funky groovender, swampiger Southern-fueled Rhythmus, in der Mitte ein fettes, heisses E-Gitarren-Solo, viel Biss, erstklassiger, intensiver Gesang - das sind die Zutaten des anschliessenden, mit viel Schärfe gewürzten, brodelnden Blues-/Groove-Rockers "Free your mind" - und so folgt eine klasse Nummer der nächsten. Beste Beispiele: Das fetzig rockende "All I have" mit seinem melodischen Refrain, das die Swamps des Südens mit der schwüler Slide-Gitarre ordentlich aufwühlende "Heaven is in your mind" , das einerseits lockere, andererseits sehr intensive, rhythmische, wieder ein wenig Southern-Esprit verbreitende "Curios", oder der das Album abschliessende Volldampf-Bluesrocker "Strange"! "Loud Guitars, Big Suspicions" war gestern, "What you're getting into" ist heute - und wieder ist das Ergebnis "top-shelf"! Gratulation an Shannon Curfman zu diesem tollen Album! "That girl keeps rockin' the Blues"... - Yeah!

Das komplette Tracklisting:

1 What You're Getting Into - 3:25   
2 Free Your Mind - 3:04   
3 The Core - 6:21   
4 Heaven is In Your Mind - 3:28   
5 All I Have - 3:54   
6 Curious - 3:36   
7 Oh Well - 5:10   
8 What Would Mama Say - 3:26   
9 Dragon Attack - 3:37   
10 Strange - 4:53

Art-Nr.: 6805
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
What you're getting into
Free your mind
The core
Heaven is in your mind
All I have
Strange

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Dixie Chicks - taking the long way [2006]
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4122
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Dixie Chicks - taking the long way ~ expanded edition mit bonus dvd [2006]
CD/DVD-Set! Die DVD ist "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar! Ein halbes Jahr nach der Veröffentlichung des aktuellen Dixie Chicks-Albums "Taking the long way" erscheint nun eine neue "Deluxe"-Ausgabe dieses großartigen Werkes! Neben der normalen CD enthält die Edition eine zusätzliche (Live)-DVD mit höchst interessantem und überaus lohnenswertem Material. Zunächst erleben wir einen sehr introvertierten, wundervollen, am 24.5.2006 in den Sony Music Studios von New York City mitgeschnittene Live-Auftritt der Damen, der einmal mehr ihre ganze Klasse und ihr Charisma untermauert. Eine herrliche, akustische Performance im Full Band Arrangement (in der Begleitband spielt unter anderem David Grissom die akustische Gitarre) von rund 23 Minuten Spieldauer mit exzellenten Versionen von "The long way around" (sehr knackig, flott, tolle Harmonien, großartige Fiddle von Martie), "Easy silence" (sehr intim und entspannt, sehr melodisch, toll gesungen), "Voice inside my head" (knackig, rootisg, Emily spielt eine starke Lap Steel-Gitarre) - diese 3 Stücke sind vom aktuellen Studioalbum und werden live n einer deutlich rootsigeren Americana-beeinflußten Version gespielt - , "Truth No. 2" (klasse Banjo von Emily) und dem fantastischen "Wide open spaces"! Anschließend sehen wir noch den offiziellen Video-Clip zu "Not ready to make nice", sowie eine interessante Unterhaltung von den 3 Mädels und Produzent Rick Rubin über das Album! Das ganze Set komt in einem edlen, 3-fach aufklappbaren Digipack mit 24-seitigem Booklet, umhüllt von einem schönen Schuber mit Prägedruck-Aufschrift! Tolles CD-/DVD Combo-Set, das selbst für die, die die Scheibe bereits haben, aufgrund der prächtigen DVD allemal noch zusätzlich lohnend erscheint!
Hier nochmal der Review zur "normalen" CD:
4 Jahre sind seit ihrem wundervollen Album "Home" vergangen! Was ist in der Zwischenzeit mit den Dixie Chicks nicht alles passiert? Erst die Jubelarien über "Home", dann Natalie Maines "Anti-Bush"-Äußerungen während eines Konzertes in London - sie wurden attackiert, geradezu "geächtet", aus dem Nashville-Radio verbannt, ihre Musik wurde aus den Playlists gestrichen. Ein ganzes "System" versuchte sie abzustrafen, doch ihre Fans standen immer hinter ihnen, wie auch unzählig viele Musiker-Kollegen, unter denen die Dixie Chicks ihr eh schon hohes Standing noch mehr untermauerten. Nach der vielumjubelten "Top of the world"-Tour legten sie eine Pause ein, sorgten allesamt für Familienzuwachs, und begannen langsam sich auf ihr "Comeback" vorzubereiten, das sie schon seinerzeit, während ihres Konflikts mit den Medien, als "Trennung von Nashville" ankündigten. Nun liegt "Taking the long way" vor, und es ist, dies vorab, ein Meisterstück geworden! Die Dixie Chicks präsentieren sich in jeder Hinsicht stärker und ambitionierter als je zuvor, puschen sich regelrecht zu neuen Höhen, sowohl als Songwriter, als auch als Performer! Ein traumhaftes Album! Und es kommt, wie sie es angekündigt hatten: Ihre Country-Wurzeln und Texas-Roots nie verlierend und stets wahrend, entfernen sie sich weitestgehend vom Nashville-Mainstream, hin zu äußerst niveauvollem, rootsigem Alternate Country/ Americana/ Countryrock-/pop mit einer gepflegten Portion Singer/Songwriter-Mentalität. Das bekommt ihnen ganz hervorragend, macht sie variabler und "unberechenbarer" als je zuvor! Dabei haben sie nichts, aber auch gar nichts, von ihren faszinierenden Melodien eingebüßt! Voller traumhafter Schönheit, musikalisch herrlich arrangiert und dominiert von Natalie Maines' charismatischem, unverwechselbarem Lead-Gesang in Verbindung mit Martie Maguire's und Emily Robison's wundervollen Harmonien, schleichen sich die 14 Songs mit all ihrer Magie unwiderstehlich in das Innerste unserer Ohren und unserer Sinne. Vom bluegrassigen Touch des Vorgängers ist nichts mehr zu spüren. Die Musik ist, trotz aller Emotionen und Gefühle, sehr knackig und durchaus kraftvoll in Szene gesetzt. Produzenten-Genie Rick Rubin, der ja beispielsweise auch die berühmte "American Recordings"-Reihe von Johnny Cash umsetzte, hat das Album in einen fantastischen, exakt auf den Punkt gebrachten, trockenen, aber herrlich transparenten Sound gepackt, die die famosen Musiker bestens ins richtige "Licht" rücken. Unter denen befinden sich solch illustre Namen wie die "Heartbreakers" Benmont Tench (Keyboards) und Mike Campbell (Guitars), Lloyd Maines (Pedal Steel, Mandolin), Red Hot Chili Peppers-Drummer Chad Smith, Lenny Castro, Larry Knechtel, Marvin Etzioni, Gary Louris (Jayhawks), John Mayer, Bonnie Raitt, Keb 'Mo', und, und, und! Alle Tracks wurden von den Chicks selbst komponiert, jeweils mit der Unterstützung solcher Kollegen wie Dan Wilson (ex-Semisonic), Gary Louris (ex-Jayhawks), oder auch Keb 'Mo' (das voller Southern Soul steckende, Gospel-bluesige, mit tollem E-Piano garnierte, wunderbare "I hope"), Sheryl Crow (die großartige, knackige Pop-Rock-Ballade "Favorite year"), und Crowded House's Neil Finn (das etwas schwebende, balladeske, dennoch wieder sehr knackige, von schöner Geige und Banjo geprägte "Silent house")! Ein paar weitere Highlights eines Albums, das man auch komplett als ein einziges Highlight betrachten muß: "The long way around", ein traumhafter, von schönen Acoustic Gitarren-Riffs eingeleiteter, herrlich flockiger, schwungvoller, wundervoll melodischer Countryrocker, der auch auf "Wide open spaces" einen zentralen Platz hätte einnehmen können (tolle, würzige E-Gitarre, dezente Steel-Einlagen von Natalie's Vater Lloyd Maines, schönes Banjo, trockenes Drumming), das grandiose, ideal zwischen staubigen Texas-Roots und pop-rockigem "Bombast" (was hier in keinster Weise negativ geneint ist - ganz im Gegenteil, denn es drückt die ganze Dramaturgie dieser Nummer aus) hin und her schwankende, genauso emotionale, gefühlvolle, wie von unbändiger Kraft gekennzeichnete "Not ready to make nice", in dem die Dixie Chicks die Geschehnisse der Vergangenheit aufarbeiten und deutlich zum Ausdruck bringen, daß sie noch lange nicht soweit sind zu "verzeihen" (Natalie Maines singt hinreißend), der erfrischende, mit toller Mandoline ergänzte, wunderschöne, melodische, lockere Americana-/Countryrocker "Everybody knows" (mitgeschrieben von Gary Louris, was diesem Song ein gepflegtes Jayhawks-Flair verpasst), die großartige, rootsige Alternate Country-/Countryrock-Ballade "Bitter end", das furios, fast rotzig und ungemein staubig, im besten Texas Roadhouse-rockin'-Stil abgehende, von Mike Campbell mitkomponierte "Lubbock or leave it" (toller Banjo- und Schlagzeug-Drive), das Slide-/Lap Steel-getränkte, melodische, schön kraftvolle, epische "Voice inside my head" usw., usw.! Das ist genau die richtige Antwort, die die Dixie Chicks ihren Kritikern geben konnten: Ein Album von einer solchen Brillanz! Ganz groß! Unsere tiefste Verneigung der Anerkennzng! "Taking the long way" wird als Meilenstein in die Geschichte der Dixie Chicks eingehen!

Art-Nr.: 4626
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 21,90

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DuBose, Clay - these days [2005]
"These days I don’t worry about the future or the past, I’m alive and learning to enjoy the ride…these days". Diese Zeilen aus dem Refrain des Titelsongs aus Clay DuBose's neuen Album "These Days" geben exakt die positive Stimmung wieder, die sich wie ein roter Faden durch das gesamte Projekt hindurch zieht. Heißt in etwa soviel wie, "was schert mich Gestern und Morgen , ich lebe hier und jetzt, und will musikalisch machen, was mir heute Spaß bereitet". Und DuBose weiß, wovon er redet, denn er hat schon einiges erlebt. Geboren in Frankreich als Sohn eines im Militärdienst arbeitenden, weltweit gereisten Elternpaares, war für ihn schon in frühster Kindheit klar, dass er Musiker werden möchte, als man schließlich in Texas ansässig wurde. Mit seiner ersten Band schien es auch sofort steil nach oben zu gehen, aber ein in Aussicht gestellter Development Major Deal zerplatzte wie eine Luftblase. Clay ging nach Los Angeles und lernte den Ausnahmegitarristen Will Ray (The Hellecasters) kennen und nahm eine 7-Song-EP auf. Ein zunächst geplantes Komplett-Album scheiterte am Bankrott des Labels. Erst diverse Trips nach Nashville und die Bekanntschaft mit Ron Reynolds, sowie die Zusammenarbeit mit Robert Weingartz, Chef des Independant Labels
Lazy River Records, brachten mit seinem Debüt "Rewriting History" endlich einen Durchbruch mit jeder Menge Aufmerksamkeit in der Szene. Die Scheibe war in allen genretypischen Charts vertreten und das Doors-Cover von "Love Me Two Times" lief die lokalen Radiostationen rauf und runter. Auch der Start von "These Days" begann schon recht verheißungsvoll: Einstieg auf Platz 14 in den AMA/R&R Charts, was bisher keinem Künstler eines Independant Labels vorher gelungen ist. Kein Wunder, denn die Scheibe hat es in sich! Countryfreunde aufgepasst - diesen Mann gilt es zu entdecken! Clay DuBose, im übrigen ausgestattet mit einer tollen, warmen, gleichzeitig ein wenig rebellisch eirkenden, frischen Stimme begeistert mit einer großartigen Musik, deren Bandbreite von purem, traditionnellem Honky Tonk, Tex-Mex-Klängen, herrlichem Sixties-Retro-Flair, auch mal leichten Southern-Feeling, Bakersfield-Sound, bis hin zu einem dezenten Rockabilly-Flair reicht. Grob umfasst, spielt sich das Geschehen in etwa an der Schnittstelle der Mavericks, der Derailers und Dwight Yoakam ab. Eine Platte mit einem herzerfrischenden, klaren Sound! Musikalisch erste Sahne, dank einer grandiosen Besetzung von Instrumentalisten wie u. a. dem bereits erwähnten Gitarren-Zauberer Will Ray, der kompletten Combo der Derailers mit Brian Hofeldt, Ed Adkins, Scott Mathews, sowie Augie Meyers und Big John Mills, Garth Hudson (The Band) am Piano und Akkordeon beim Dylan Cover "I Threw It All Away"), Danny Timms (Bonnie Raitt, Los Lobos), Rami Jaffee (The Wallflowers) oder Dusty Wakeman (Dwight Yoakam, Lucinda Williams). Tolle Lieder, wie gesagt, manchmal mit swingendem 60er-Flair und Rockabilly-Touch in der Tradition von Roy Orbinson, Elvis oder eines Buck Owens ( "Captivated" - eine wunderbar schnulzige Balölade, das knackige, gut abgehende "Big Scary Heart" oder "Crack In The Armor"), nicht zuletzt auch dank der starken Einflussnahme der o.a. Derailers. Herrlich auch "No Accident" (tolles Duett mit Carmen Mejia), mit leichter
Memphis-Atmosphäre durch fulminantes Saxophonspiel von Sam Levine; der prachtvolle Uptempo-New Country-Knüller "Fork In The Road“ bekommt aufgrund genialer Stratocaster-Bearbeitung von Will Ray (in Hughie Thomasson-Manier) einen wunderbaren Outlaws-Southern-Touch der Marke "Ghost Riders", die fetzigen Nummern wie "These Days" oder das lockere, sehr melodische "Street Sage", mit seinen fantastischen Gitarrensoli, besitzen zum Storytelling-Style noch einen satten Drive, oder auch der pure, traditionelle Roadhouse Honky Tonker "Long lonely life! Um es auf den Punkt zu bringen: Clay DuBose und alle Beteiligten präsentieren sich in absoluter Bestform! Das Album dürfte schon jetzt zu den Geheimtipps des Jahres 2005 zählen! Schöner Digi-Pack, dessen feines, innen liegendes Booklet sämtliche Texte beinhaltet. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3048
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Long lonely life
Life of the party
Fork in the road
Big scary heart
Street sage

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Gill, Vince - these days [2006]
4 CD Box-Set! Ausschließlich neues Material! Genial! Ist es Mut, Abenteuerlust, ist es Experimentierfreude oder einfach nur das Resultat eines nie versiegenden Quells endloser Ideen und guter Songs? Wohl von allem etwas und noch viel mehr! Egal, in jedem Fall ist es so etwas wie Vince Gill's "Masterpiece", das grandiose Output eines der ganz Großen Nashville's, eines der ganz Großen des Country, New Country, der alles erreicht hat, was es zu erreichen gibt und nun, ausgestattet mit allen Freiheiten und ohne jeden kommerziellen Hintergedanken seiner Kreativität freien Lauf läßt! 4 CDs, 43 brandneue Songs, die die ganze Tiefe von Gill's fantastischer Songwriter-Kunst widergeben (nicht ein einziger Song, den er nicht geschrieben, bzw. mitgeschrieben hat), sein unglaubliches Gitarrenspiel demonstrieren, einen außergewöhnlichen Sänger mit einer phänomenalen Stimme und einem unvergleichlichen Wiedererkennungswert, wie er einem selten begegnet, offereieren, die eine Persönlichkeit voller musikalischer Ästhetik zeigen, die zu leiner Zeit ihrer Karriere ihre multidimensionalen, voller variabler Interessen steckenden musikalischen Vorstellungen vernachlässigt hat, aber auch nie ihre Roots - und die sind eindeutig "country"! "These days" ist ein sehr exquisites, opulentes, prima aufgemachtes 4 CD-Set zu einem überaus attraktiven Preis (schöner Zug des Labels)! In einem Papp-Schuber stecken ein gewaltiges, dickes, 66-seitiges, mit allen Songtexten ausgestattetes Booklet, sowie 4, mit sehr schönen, der jeweiligen Thematik entsprechenden Covern versehenen Digipack-CDs, die alle ein bestimmtes Motto zum Inhalt haben. CD 1 nennt sich "Workin' on a big chill" und ist "The Rockin' Record", vollgepackt mit 10 starken, knackigen New Country-/Countryrock-Songs, teils mit bluesigen und schön rootsigen Ansätzen, gespickt mit rollen E-Gitarrenläufen und einigen bärenstarken Soli vom Meister, CD 2 ist "The Groovy Record" mit dem Titel "The reason why", mit 13 wunderbaren, von großartigen Melodien gekennzeichneten, teilweise recht poppigen, aber niemals unangenehm aufgesetzt wirkenden Balladen, CD 3 heißt "Some things never get old" mit der Bezeichnung "The Country & Western Record", mit 10 absolut traditionellen, puren, vollkomen reinen, unverfälschten Countrysongs in bester George Jones-/Merle Haggard-Manier, und die CD 4, mit dem Titel "Little brother", ist "The Acoustic Record", die, das sind die Roots von Vince, einen erstklassigen Mix von 10 Bluegrass Nummern und lupenreinen, äußerst frischen, glasklaren, Bluegrass-flavoured Acoustic Country-Songs zum Inhalt haben! Jede einzelne CDs steckt voller herrlicher Songperlen, wie beispielsweise das dezent bluesige, mit würzigen E-Gitarren durchzogene, drückende "Cowboy up" (mit Gretchen Wilson als Gast) von der "Rockin' Record", die wundervoll melodische, schön flockige, entspannte und sehr frische Ballade "No easy way", von der "Groovy Record", die Steelguitar-getränkte, lupenreine Honky Tonk-/Barroom-/Traditional Country-Nummer "Out of my mind" (mit Patty Loveless als Gast), oder der herrliche, von tollem Dobrospiel (Jerry Douglas) und großartiger Mandoline geprägte Acoustic Country-Waltz "A river like you", mit Tochter Jenny Gill als Gast! Apropos Gäste: Jede Menge Freunde und Wegbereiter seiner langen und erfolgreichen Karriere haben ihn mit gesanglichen Duett-/ bzw. Background-Auftritten unterstützt, als da wären Emmylou Harris, Rodney Crowell, Patty Loveless, Alison Krauss, Gretchen Wilson, Bekka Bramlett, Bonnie Raitt, Phil Everly, Sheryl Crow, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, Amy Grant, Katrina Elam, Del McCoury, Guy Clark, usw.! Welch eine CD-Box! Ein absoluter Meilenstein in der Karriere von Vince Gill!

Art-Nr.: 4529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 29,90

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Goodwin, Carly - same [2004]
Wunderschöne, reine Countrymusic! Wir hatten es ja an anderer Stelle bereits erwähnt: Das ablaufende Jahr 2004 bescherte uns eine stattliche Anzahl ungemein vielversprechender, neuer Country-Talente, vor allen Dingen bei den "Mädels"! Diesem Trend folgend setzt die hübsche Carly Goodwin mit ihrem herrlichen Debut-Album nun nochmal ein vakantes Ausrufezeichen! So muß "pure female Country" einfach klingen! Schon im zarten Alter von 7 Jahren wurde das früh erkannte Talent der in Glens Falls/New York geborenen und in Los Angeles aufgewachsenen Carly durch professionellen Gesangsunterricht gefördert. Von da an trat sie immer wieder bei öffentlichen Veranstaltungen auf und entwickelte sich schnell zu einer viel beachteten Performerin. Früh entdeckte sie ihre Liebe zur Countrymusic! Sie selbst bezeichnet ihre Einflüsse als sehr weitreichend und nennt solch illustre Künstler wie die Beatles, die Eagles, Bonnie Raitt, Sheryl Crow, wie auch Patty Loveless, Garth Brooks, Trisha Yearwood und die Dixie Chicks als diejenigen, die sie am meisten beeindrucken. Über die Stationen Utah, Montana und Michigan landete Carly schließlich vor rund 2 Jahren in Nashville, wo sie ein Freund ihrer Großeltern mit mehreren etablierten Songwriter-Größen bekannt machte. Einer davon war der in der Szene höchst beliebte und geschätzte "alte Hase" Carl Jackson, der von ihr schlichtweg begeistert war und sofort mit ihr zusammenarbeiten wollte. Gesagt, getan! Jackson produzierte nicht nur Carly's hinreißendes Debut, er tritt auch als Musiker und Songwriter in Erscheinung! Was wir hören sind anspruchsvolle, frische, unverfälschte, von einer unwiderstehlichen Melodik und Lockerheit geprägte, mit einem gewissen Appalachian-/Mountain-Feeling versehene, wundervolle, pure Countrysongs, eingepackt in einem großartigen, semi-akustischen Full Band-Arrangement, die zuweilen etwas an die aktuelle Patty Loveless oder an eine sehr traditionell ausgerichtete Sara Evans (wie zu Zeiten deren ersten Albums) erinnern. Neben der Basis aus knackigen Drums und Bass bestimmen Dobros, Banjos, Steelguitars, Fiddles und Akustik Gitarren das Geschehen, immer mal wieder ergänzt durch ein feines Piano oder recht unaufdringlich agierende E-Gitarren - alles dargeboten von ausgezeichneten Musikern, wie z.B. Randy Kohrs (Dobro), Mike Johnson (Steel), Chris Wood (Drums), Catherine Marx (Piano), Aubrey Haney (Fiddle), Jeff King (E-Gitarre), usw. - und eben Carl Jackson (Akustik Gitarre, Banjo, Background Gesang)! Carly erfährt in den USA, vor allem auch unter den Musikerkollegen, bereits eine große Anerkennung. Das demonstrieren nicht nur die beiden klasse Duette mit Willie Nelson, mit dem sie dessen Klassiker "Crazy" in einer äußerst gelungenen Neufassung präsentiert, und ex-Nash Rambler Jon Randall bei der lupenreinen Honky Tonk-Nummer "Until then"! Das Album startet mit dem flotten, von großartigem Banjo und Dobro dominierten "Just another mountain" und läßt anschließend gleich einen richtigen Knüller folgen. "New night dawning" besticht durch eine wunderbare Frische, dieses bereits angesprochene Mountain-Flair und eine schier traumhafte Melodie. Was für eine feine, lockere, flotte "Pure Country"-Nummer! Tolle, dezent grassige Instrumentierung mit schöner Fiddle, Dobro und klasse Akustik-Gitarren - dazu Carly's herrlicher Gesang! "Beautiful way" ertönt in bester Patty Loveless, bzw. traditonell orientierter Martina McBride-Manier - knackig, frisch, mit feiner Baritone-E-Gitarre, toller Steel und wieder einer großartigen Melodie! Sehr stark auch der traditionelle, Steelguitar-getränkte Waltz "Was it as hard to be together", eine Carl Jackson/Rebecca Lynn Howard-Nummer (erinnert gar ein wenig an die frühen Tage von Emmylou Harris), das locker flockige, wie ais einer reinen, klaren Bergquelle entsprungenes Bächlein aus den Lautsprechern fließende "High on a mountain", das sehr knackige, mit einem guten Drive und klasse E-Gitarren-Picking ala früher Hot Band oder Vince Gill/Rodney Crowell versehene, traditionelle Uptempo-Stück "Destination heartache", das von herrlicher Steel dominierte, pure, wunderschöne "Still too blue" oder auch die prächtige Country-Ballade "Baby come back home"! Carly Goodwin liefert gleich mit ihrem ersten Album ein kleines Country-Meisterwerk ab, und das ohne Major-Label. Wünschen wir ihr den best möglichen Erfolg, denn genau das ist der musikalische Rahmen, den Nashville bräuchte um wieder in traditionellere Bahnen zurück zu finden, ohne dabei auf einen gewissen Pep verzichten zu müssen. Excellent, Carly, ein super Debut!

Art-Nr.: 2952
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
New night dawning
Beautiful way
High on a mountain
Still too blue
Baby come back home

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Howard, Rebecca Lynn - no rules [2008]
Was hat dieses Persönchen für eine Wahnsinns-Stimme! Großartiger, eine Menge Energie freisetzender New Country (vor allem durch dieses Organ) mit vielen Rock-, Pop-, Soul-, Gospel- und Blues-Momenten voller Leben und Abwechslung! Fantastisches Songmaterial! Die 29-jährige, im Osten von Kentucky groß gewordene Rebecca Lynn Howard erlernte das Singen schon in frühester Kindheit in einer schwarzen Gospel-Kirche. Bis heute hat sie in ihrer Karriere bereits Beachtliches erreicht. So ist sie immerhin schon 2-fache Grammy-Gewinnerin und gehört zu den etabliertesten Songwriterinnen der modernen Country-Szene. Ihre ersten beiden Werke waren noch typische Nashville Mainstream-Produktionen, doch das wird den hohen Ansprüchen der vielseitigen Künstlerin schon lange nicht mehr gerecht. Howard, deren Songwriter-Credits über zweihundert selbst geschriebene Stücke beinhalten, darunter für Leute wie Reba McEntire, Patty Loveless oder Trisha Yearwood, wechselte zum neuen "Saguaro Records"-Label und erhielt dort alle nur erdenklichen Freiheiten, ihre ganze Kreativität, künstlerische Vielfalt und vor allem ihr großes Können ohne Zwänge und Grenzen auszuleben, was auch gleich in dem Album-Titel "No rules" dokumentiert wird. Speilend leicht und traumwandlerisch sicher bewegt sie sich mit ihren 14 neuen Songs (inkl. dreier Fremdkompositionen) in Soul-, Gospel-, Blues-, R&B-, Rock-, Pop- und Country-Gefilden hin und her, wobei sie die Grenzen äußerst geschickt ineinander fließen läßt und dabei niemals das Gefühl vermittelt, von einem Genre abrupt ins andere "geschubst" zu werden. Das Album startet mit einer bärenstarken, soulig-bluesrockigen Interpretation des alten Temptations-Klassikers "Skakey Ground"! Fette Drums, ein pulsierender Bass, heulende Orgel-Klänge des auch im weiteren Verlauf der CD überragend agierenden Keyboarders Gordon Mote, tolle Wah Wah E-Gitarren-Begleitung (George Marinelli, u.a. Bonnie Riatt, Bruce Hornsby), soulige Harmoniegesänge, sowie die freche "Power-Röhre" der Protagonistin hauchen dieser alten Nummer fulminantes, neues Leben ein. Da dürfen sich eine Bonnie Raitt und Susan Tedeschi schon mal ehrfurchtsvoll verneigen. Ganz große Klasse! Fast noch eine Schüppe drauf legt sie dann beim folgenden "New Twist on An Old Groove": Der Song prescht klasse los, Rebeccas Gesang ist noch eine Spur "rotziger" und angriffslustiger, dazu wird noch eine bluesige Harp integriert. Herrlich! Bei der folgenden Coverversion von Aretha Franklin's "Do Right Woman- Do Right Man" darf jeder selbst entscheiden, ob sie der "Queen Of Soul" das Wasser reichen kann. Wir meinen, dass Mrs. Howard sich mit dieser Fassung wahrlich nicht zu verstecken braucht. In die gleiche Kerbe wie "New Twist On An Old Groove" schlägt das voller Southern-Soul steckende "Soul Sisters". Hier erhält Rebecca sogar noch weitere vokale Unterstützung von der genauso furios röhrenden Gastsängerin Angela Hacker. Nachdem die ersten vier Stücke ganz im Zeichen des Soul und Blues stehen, bringt die junge Dame dann peu à peu die bereits o.a. Musikstile behutsam mit in ihr Repertoire ein, wobei immer wieder auf eine abwechslungsreiche Tempogestaltung der einzelnen Lieder wert gelegt wurde. Weitere Highlights in einem durchgehend starken Werk ohne Schwächen sind beispielsweise noch das temperamentvolle "Just Let It Burn" (ein rootsiger, abgehender New Country Roadhouse-Feger), das sicher auch einer Wynonna sehr gut zu Gesicht stehen würde, der zusammen mit Radney Foster komponierte, von trockenen, satten Stones-like Gitarrenriffs geprägte Countryrocker "Sing ‚'Cause I Love To" (schöne Fiddle-Einlagen), die wunderschöne, lockere, ein wenig an Trisha Yearwood erinnernde Countrynummer "The Life Of A Dollar", oder das als eine Art fulminanter "Rausschmeißer" im Country-/Roots-/Roadhouse-Rock-Still fungierende, dynamische "Throw It Down", bei dem mit viel Electric-Slide, heulender Orgel und klimperndem Honkytonk-Piano noch mal so richtig Dampf abgelassen wird. Am Ende verneigt man sich dann innerlich vor den tollen Musikerleistungen, der knackigen Produktion und der grandiosen Gesangsleistung dieser jungen Dame. Rebecca Lynn Howard hat mit "No Rules" eindrucksvoll bewiesen, dass es fatal wäre, sie in ein musikalisches Korsett zu pressen. Sie hat viel zu viel Talent, um als Nashville-Beauty der Majors aufgerieben zu werden. Sie ist Vollblut-Musikerin durch und durch, hat sich alles "von der Pike auf" erarbeitet. Eine großartige Künstlerin, die weiß, was sie will und ihren musikalischen Willen mit Hilfe ihres neuen Labels auf "No rules" eindrucksvoll durchsetzt. Mutig, beherzt, ungeheuer sympathisch und mit großem Können! Klasse! (Daniel Daus)

Die Tracklist:

1 Shakey Ground - 3:42   
2 New Twist on an Old Groove - 3:48   
3 Do Right Woman, Do Right Man - 3:22   
4 Soul Sisters - 3:35   
5 What Dying Feels Like - 4:22   
6 Better Someday - 3:54   
7 Just Let It Burn - 2:48   
8 As One as Two Can Be - 4:12   
9 Sing 'Cause I Love To - 4:20   
10 Real Love - 4:01   
11 I'm Over You - 4:03   
12 The Life of a Dollar - 3:20   
13 We're in This Love Together - 3:17   
14 Throw It Down - 2:51

Art-Nr.: 5873
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Shakey ground
Better someday
Just let it burn
As one as two can be
Sing cause I love to
I'm over you

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