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Capps, Brian - walk through walls [2005]
Brian Capps dürfte vielen Leuten noch aus seiner Zeit bei den Domino Kings bekannt sein, deren Mitbegründer und langjähriger Bass-Spieler er war, eine Band, die sich mit ihrer energiegeladenen und rebellisch anmutenden Mischung aus Country-, Honkytonk-, und Rockabilly-Musik in Szenekreisen, und darüber hinaus, einen immer größer werdenden Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. Inzwischen weilt der Singer/Songwriter aus Springfield, Missouri auf Solopfaden und liefert jetzt mit "Walk Through Walls" sein Debütwerk ab. Es ist ein klasse Teil geworden! Charakterisiert wird er von vielen als eine Mischung aus einem jungen Elvis, Buddy Holly und, rein äußerlich, mit der Ähnlichkeit zu einem gewissen James Dean, wobei musikalisch seine charismatische, emotionale Direktheit, sein Enthusiasmus, aber auch die ausstrahlende Wärme als Markenzeichen angeführt werden. Streng genommen hat er sich zur hausgemachten Konkurrenz für seine Vorband entwickelt, denn im Grunde genommen führt er konsequent den einstmals beschrittenen Weg mit seiner Ursprungstruppe fort. Ebenfalls mit an Bord am Elektrik-Bass und als Produzent ist Lou Whitney, der ja auch bereits für die Domino Kings am Mischpult tätig war und immer noch ist. Auch auf "Walk through walls" geht es um knackigen, schwungvollen, teils gut tanzbaren Country-Rockabilly, gewürzt mit traditionellen Country-Roots, klassischem Rock’n’Roll, Bakersfield-Sound, einer würzigen Prise Roots-/Americana-Rock und jeder Menge Roadhouse-Anleihen, wobei im geistigen Auge ausgelassen feiernde Anzugträger an einem vorüber fliegen, die leichtfüßig, in ihren schwarzen Lackschuhen und gelierter Haarpracht, ihre in Petticoats bekleideten Partnerinnen im Zwei-Viertel-Takt elegant übers Parkett schwingen - wohlgemerkt alles ausgesprochen Country orientiert! Neben Anleihen der bereits erwähnten Künstler, wie Domino Kings, Elvis und Buddy Holly, verarbeitet Capps auch Stilelemente solcher Leute wie Dave Alvin, den Mavericks, den Derailers oder dem jungen Johnny Cash und streut zuweilen sogar eine ordentliche Portion, schmissiges NRBQ-/Rockpile-Feeling ein! Dann geht, unterstützt von dreckigen, fetten Gitarren ordentlich die Post ab! Die zehn auf dem Album befindlichen Stücke wurden ohne großen technischen Firlefanz aufgenommen. Capps transportiert auch im Studio eine erstaunliche Live-Atmosphäre in seine Kompositionen. Es geht größtenteils flott geradeaus, mit der einen oder anderen Verschnaufpause. Eine gewisse Dynamik bleibt aber auch hier fortwährend existent. Stark beispielsweise die leicht countryinfizierte Nummer "The Devil To Pay" im Outlaw-Erzählstil eines Johnny Cash. Richtig fetzig wird’s bei Liedern wie "Next Time" (tolle Melodie, herrliche klarer Countryrock-/Rockabilly-Sound), "True Liar" (Rockpile, Al Anderson und NRBQ lassen grüßen), oder "Standing On A Rock", wo in astreiner Retro-Manier abgerockt wird, verbunden mit prächtigen Gitarren-Einlagen. Überhaupt muss man hier den Leadgitarristen D. Clinton Thomas einmal heraus heben, der in fast jedem Song knackige Soli der hohen Retro-Schule abliefert. Wunderbar auch der Titelsong "Walk Through Walls", eine Art locker dahinfließende Mischung aus Creedence-Clearwater-Revival-Flair, kombiniert mit einem relaxtem Rockabilly-Rhythmus, wobei am Ende noch mal ein CCR-typisches E-Gitarren-Riff den Ausklang bildet. Super auch der Opener "The bottom", der herrlich dreckig, bissig und rootsig rüber kommt - stünde ebenfalls bestens einem Dave Alvin zu Gesicht! "Dark As A Dungeon" ist ein typischer Elvis-Heartbreak-Song, mit einer Art Coolness vorgetragen, die auch Dwight Yoakam zum Stilmittel erkoren hat. Brian Capps ist mit seiner ersten Solo-Scheibe ein kurzweiliges, flottes Werk gelungen, dass man Anhängern der beschriebenen Interpreten und Genres blindlings empfehlen kann. (Dem Rest vielleicht auch als überraschenden Coup in der Hinterhand, beim heimischen Date mit einer sich plötzlich als Elvis- oder Retro-Fan outenden weiblichen Schönheit...!) Scherz beiseite: Das ist knackiger, uriger, rootsiger, handgemachter, melodischer, schwungvoller Retro-Rockabilly-Country-Rock'n Roll vom Feinsten - und zwar ohne jeden Zweifel! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3448
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
The bottom
Next time
The devil to pay
True liar
Walk through walls

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Domino Kings, The - some kind of sign [2005]
Seit nunmehr über einem Jahrzehnt beglücken die Domino Kings um den herausragenden "master guitar twang banger" Stevie Newman nun ihre Fans und zählen mit fast 200 Gigs im Jahr zu den wohl vielbeschäftigtsten Live-Acts des U.S.Mittelwestens! Kein Roadhouse und kein Honky Tonk-Schuppen ist vor ihnen sicher! Jetzt sind sie, mit zwei neuen Leuten an Bord, zurück (der zweite Lead Gitarrist Richie Rebuth und Bassist David Sowers) und liefern mit "Some kind of sign" ihr bis dato vielleicht bestes Album ab! Großartiger, einen in jeder Hinsicht gefangen nehmender, viel Schwung und Drive vermittelnder, rockin' Retro Honky Tonk-/Hillbilly Country/Rockabilly-fueled Country/Countryrock mit einem wunderbaren Texas Roots-/Alternate Country-Charme, der trotz seiner unverkennbar tief verwurzelten, reinen Country-Traditionen eine ungemein zeitlose, würzige und peppige Frische verbreitet. Groß geworden ist "Kopf" Newman, nicht nur ein begnadeter Gitarrist, sondern auch ein ebenso starker Sänger, mit der Musik von Merle Haggard, George Jones, Bill Monroe, der Carter Family und Johnny Cash, aber auch Leute wie Foster & Lloyd, die Wagoneers, die Desert Rose Band, Rodney Crowell und Steve Earle bezeichnet er als seine Einflüsse. Natürlich transportiert er all diese Anlagen in die Musik der Domino Kings, addiert noch seine Liebe zum klassischen Rockabilly- und Surf-Sound hinzu, und schon haben wir diesen ganz eigenen, faszinierenden Domino Kings-Countryrock, der nicht nur die Anhänger der Mavericks, Derailers oder von Dwight Yoakam vollends begeistern dürfte. Prägnant sind die wunderbaren, transparenten Gitarren! Es ist ein wahrer Ohrenschmaus, wenn die beiden Lead Gitarristen Newman und Rebuth zu ihren fulminanten Soli ansetzen. In vielen Stücken erleben wir herrliche Duelle, voller Lebendigkeit und Frische! Quirlig, versiert und sehr kompetent, mal klar und sauber, dann wieder rootsig und würzig, ziehen sie konsequent ihren frischen Gitarrensound durch das komplette Album! Dazu ein ungemein starkes Songwriting (ebenfalls vorwiegend von Newman) und herrliche Melodien - alles ergänzt sich auf wunderbare Weise! Knackig, schön frisch und retro zugleich, starten sie voller Schwung mit dem begnadeten, mitreißenden, ein gewisses Buddy Holly-/Bobby Fuller-Flair ausstrahlenden Rockabilly-Countryrocker "Some kind of sign", dem Titelstück! Geht runter, wie geschmiert und nistet sich mit seiner tollen Melodie sofort tief in den Gehörgängen ein. Saustark das wieselflinke, satte, wechselseitige Gitarrensolo der beiden Gitarrenspieler, kurzzeitig sogar mit wunderbaren Twins! Ebenso flott und schwungvoll fahren sie mit dem lockeren Honky Tonk Countryrocker "Walk away if you want to" fort, wieder mit toller Melodie, klasse Gitarren und dezentem Rockabilly-Touch. Doch hier dominieren eindeutig die traditionellen Countryelemente! Wäre auch einem Dwight Yoakam wie auf den Leib geschrieben! Beim anschließenden "A million miles from here" hingegen schalten die Jungs einen Gang zurück, ohne jedoch die durchweg knackige Note zu verlieren. Was für eine wundervolle, melodische Retro Country-Ballade, ausgestattet mit einem leichten California-/Bakersfield-Flair! Tolle Gitarren, inklusive feiner Baritone Guitar und eines starken Solos, sowie einmal mehr eine großartige Melodie, bestimmen die Szenerie! Weiter geht's mit dem klasse, Tex-Mex swingenden, traditionellen Roadhouse Honky Tonker "Pain in my past", ehe mit "Dark side of the moon" ein starker, recht rauer, satter und riffiger Texas Roots-/Countryrocker, inklusive eines kräftigen, würzigen Gitarrensolos, folgt. Große Klasse auch der semi-akustische, "Finger snippin'" Rockabilly-Swing "Don't want to do that again", die traditionelle, sowohl voller frühem Cash-, als auch voller Yoakam-Feeling steckende, lupenreine, "cheatin'" Roadhouse/Honky Tonk-Country-Nummer "It's all over but the crying", der herrliche Midtempo Gitarren-Countryrocker "Lying next to me", wie auch der, ein wenig an "BR5-49" erinnernde, flotte, mit toller "hawaiian" Lap Steel angereicherte Old School Country-Song "Every night about this time"! Leider ist, und das ist vielleicht das einzige, kleine Manko, nach gut 32 Minuten schon Schluß, doch dafür gibt es absolut keinen Ausfall! So sei es ihnen verziehen! Die Domino Kings präsentieren sich mit ihrem neuen Album ohne Frage auf dem Höhepunkt ihres bisherigen Schaffens! Produziert hat die Scheibe, wie auch schon die vergangenen, Lou Whitney! Wundervoll!

Art-Nr.: 3447
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Some kind of sign
Walk away if you want to
A million miles from here
Dark side of the monn
It's all over but the crying

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Rose, Whitney - rule 62 [2017]
Einfach wunderbar, dass wir in Zeiten zunehmender Verschmelzung von Pop und Country in Richtung Pop, die uns vor allem aus der Hochburg Nashville entgegen schwappt, noch mit solch traditionsbewussten und unbeschwert aufspielenden, jungen Künstlerinnen und Künstlern bereichert werden, wie der jungen Kanadierin Whitney Rose. Ein Segen für die Countrymusic! Längst haben das immense Potenzial der jungen Dame nicht nur eingefleischte Fans (leider noch viel zu wenige) erkannt, nein, auch unter den Musikerkollegen genießt sie ein immenses Standing. Vor allem Raul Malo (The Mavericks) ist von ihr begesitert und produziert mit dem neuen Album "Rule 62" nun schon ihr drittes Werk. Und das Malo, nicht nur als Produzent, sondern auch als Begleitmusiker (zusammen mit ein paar weiteren Mavericks-Compadres) die Finger mit im Spiel hat, hört man klar raus, wenngleich Rose weitaus traditioneller und honky-tonkiger unterwegs ist, als Malo und seine Freunde. Wie dem auch sei, Whitney Rose geht konsequent und voller Leidenschaft den Weg der durch und durch traditonellen Countrymusic in all ihren Facetten, voller Honky Tonk-Attitüde, mit viel nostalgischem Flair, einem Hauch von Fifties und Sixties, aber auch mit jeder Menge Wüsten- und Mexican-Flavour und viel, viel Twang. Bis auf 2 Nummern stammen alle Tracks aus der Feder von Whitney Rose. Schon ab der ersten Nummer, dem prächtigen, lupenreinen Honky Tonker "I don't want half (I just want out)" schlägt das Herz der Liebhaber des traditionellen Country höher. Und es geht stetig so weiter. Großartige Tracks wie zum Beispiel der ordentlich nach vorn gehende, voller Wüstenflair steckende Countryfeger "Arizona" (klasse Saxophon-Fills, tolles E-Gitarren-Solo von Marty Stuart's Meistergitarrist Kenny Vaughan), die wundervolle, rührige Ballade "You never cross my mind" (schönes Outlaw-Feeling ala Kris Kristofferson, feine Backup-Vocals von Raul Malo, herrliche Pedal Steel), das erneut von einem klassischen Wüsten-/Ghost Town-Feeling geprägte und mit einem Hauch von Nostalgie inszenierte "You don't scare me" (The Mavericks lassen grüßen), die wunderbar flockige Traditional Country-Nummer "Tied to the wheel", die schöne, relaxte Outlaw-/Trucker Country-Nummer "Trucker's funeral", oder der mit toller Bariton E-Gitarre, Pedal Steel, Piano und Fiddle in Szene gesetzte, pure Honky Tonker "Wake me up in Wyoming" sind wahre Perlen zeitloser Countrymusic. Keine Frage, Whitney Rose ist ein fulminant leuchtender Stern am Traditional Country-Himmel der jungen Generation. So etwas braucht diese Musik! Einfach klasse!

Das komplette Tracklisting:

1. I Don't Want Half (I Just Want Out) - 3:05
2. Arizona - 3:57
3. Better to My Baby - 3:11
4. You Never Cross My Mind - 3:59
5. You Don't Scare Me - 4:08
6. Can't Stop Shakin' - 4:19
7. Tied to the Wheel - 4:39
8. Trucker's Funeral - 4:54
9. Wake Me in Wyoming - 3:25
10. You're a Mess - 3:45
11. Time to Cry - 3:57

Art-Nr.: 9529
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
I don't want half (I just want out)
Arizona
You never cross my mind
You don't scare me
Tied to the wheel
Trucker's funeral
Wake me in Wyoming

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