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Cowboy Mouth - voodoo shoppe [2006]
Was für eine dampfende, scharfe, überschäumende "Hi-Energy Guitar-driven American Power-Rock'n Roll"-Hammer-Scheibe des grandiosen Quartetts aus New Orleans! "Voodoo shoppe" ist bereits das elfte Album der Anfang der Neunziger gegründeten Truppe um den fantastischen Drummer und Sänger Fred LeBlanc (spielte einst bei der unter den Fans sehr beliebten Gitarren-Rootsrock Band "Dash Rip Rock") und den beiden Gitarristen Paul Sanchez und John Thomas Griffith (ex-Red Rockers)! Komplettiert wird das momentane Line-Up durch die hervorragende Bassistin Sonia Tetlow! Viele Irrungen und Wirrungen bezüglich diverser Label-Verträge (die Band hatte einst einen großen Hit mit "Jenny says", doch der seinerzeitige Major-Deal ging aufgrund nicht erfüllter Verkaufszahlen dennoch flöten) brachte die Band nie aus dem Konzept. Nie ließ man sich in irgend eine Schublade pressen, immer ging man kosequent den eigenen Weg, daß zu speilen, was man selbst liebt! Diese Ehrlichkeit und Authentizität übertragt sich auf die Fans- und eine große, treue Fanschar wissen sie wahrlich hinter sich! Ihre Live-Shows in den Staaten gelten als begeisternde Rock'n Roll-Happenings! Wie auch ihre mitreißende, unvergleichliche Musik! Deren Geheimnis verbirgt sich hinter den vielen Attributen und Einflüssen, die sie in der Lage sind, wie keine andere Band unter einen Hut zu bringen und in ein einzigartiges, kochendes "Gebräu" zu verwandeln: Purer, amerikanisch traditioneller Gitarren-Rock, rotzig punkige Modern Rock-Power (allerdings ohne die "jungen", Teenie-mäßigen "Green Day"-Attitüden), knackiges Rootsrock-Flavour, sogar mal einen dezenten Alternate Country-Tupfer, Post-Grunge-Feeling, drückende Louisiana Swamp-Atmosphäre, bluesige Rock-Splitter, Southern-Spirit, wunderbare Funk-Grooves und sogar spielfreudige Jam-Anlagen - unwiderstehlich, "and it's pure fun"! Feuer, Dynamik, Wucht und Ohrwurm-trächtige Melodik paaren sich mit viel Niveau, exzellenter Musikalität aller Beteiligten, prächtigem Songwriting und blindem Spielverständnis! Bemerkenswert dabei zudem, und das ist ein weiteres,besonderes Merkmal der Musik von Cowboy Mouth, ist die vordergründige Simplizität der Songs, ihre Eingängigkeit, die jedoch permanent durchzogen ist von ungemein kreativen, perfekt ausgeloteten Gitarrenlinien, raffinierten Strukturen und jeder Menge kreativer Finessen. Was für herrliche Hooklines! Los geht's mit dem genialen, explosiven, punkigen Power-Kracher "Joe Strummer"! Die Gitarren riffen und rocken was das Zeug hält. Toller Text (der Hauptakteur schießt seine Freundin in den Wind, da sie trotz ihres hippen Outfits nicht einmal weiß, wer Joe Strummer und The Clash sind), die Riffs fliegen einem voller "Speed" um die Ohren und die Melodie ist einfach nur grandios! Und es geht weiter straight nach vorne: Auf "Misty falls" tobt sich die Band mit wunderbar knackigem Power-Roots-Rock/-Pop aus, durchzogen von überschäumenden Gitarren, gekemmzeichnet von erfrischender, zwangloser Spielfreude und nicht mehr aus den Gehörgängen weichen wollenden Ohrwurm-Refrains. Die Rock'n Roll Party ist in vollem Gange! Die Hütte brennt! Wie sagt es gleich das amerikanische "Cake-Magazine" im Hinblick auf ihre begeisternden Live-Shows? "An schlechten Tagen blasen sie einfach das Dach über Eurem Kopf Richtung Himmel, an guten Tagen retten sie schlichtweg Eure Seele". Leute, da ist was dran! Weiter geht's mit dem Fetzer "Winds me up" (abgehender Gitarren-Riff-Rock'n Roll - direkt, präzise, fett), gefogt von dem, vom Tempo her etwas langsameren, dennoch wieder sehr massiven, mit einem leicht bluesigen Sixties-/Fifties-Nostalgie-Touch ausgestatteten, von tollen, saftigen Parallel-Gitarren durchzogenen "Hole in my heart"! Strahlt einmal mehr eine gewaltige Energie aus und besticht durch eine prächtige Melodie! Mit einem ungemein coolen, funkigen Swamp-Jam-Groove begegnen uns Cowboy Mouth auf dem Titelstück des Albums, "Voodoo shoppe", das man live, im Rahmen einer abgefahrenen "Voodoo-Party", der ungebremsten Spielfreude freien Lauf lassend, sicher wunderbar ausdehnen kann. Tolles Drumming, saustarker Gesang, bravouröses, virtuoses Gitarren-Picking! "Slow down" und "This much fun" (sicher ein Leitmotto des Albums) sind dann wieder herrliche, mächtig abgehende, melodische Hi-Energy Rock'n Roll-Feger, die einfach nur zum Mitsingen/-rocken anfeuern und auf den Zuhörer pure Magie ausüben. Klasse jeweils, die kurzen Gitarrensoli! So zieht sich das ohne jeden Ausfall bis zum Ende durch, bis das Album mit dem schönen "The avenue" locker, melodisch und etwas entspannter endet, als man es ansonsten gewohnt ist. Zwei der zwölf Songs wurden übrigens erst nach der Zerstörung ihrer Heimatstadt durch den Hurricane Katrina eingespielt, was ihrer ungetrübten Liebe zu New Orleans und dem Trotz gegenüber jeder Naturgewalt Ausdruck verleihen soll. Ein Teil der Einnahmen aus den CD-Verkäufen gehen zudem an die "Cowboy Mouth Hurricane Relief Foundation", die Einheimische unterstützt, die durch die Verwüstung all ihr Hab und Gut verloren haben. Sound und Produktion des Album sind vom Allerfeinsten! Also, Leute: Bringt die Lautstärke Eurer Anlage auf einen amtlichen Pegel und laßt der Energie freien Lauf. "Voodoo-Shoppe" ist Gute Laune pur! Eine herzerfrischende, powernde Rhythm'n Groove-/Rock'n Roll-Party par excellence!

Art-Nr.: 4056
Gruppe: Musik || Sparte: Rock
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Misty falls
Winds me up
Hole in my heart
Voodoo shoppe
This much fun
I told ya

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Hervorragendes "Real Country"-Debüt von Six Sanchez. Der in Austin geborene und in Zentral-Texas aufgewachsene Musiker veröffentlicht sein erstes Solo-Album unter der Regie von Trent Willmon. Sanchez, zu einer Karriere als Countrykünstler animiert und unterstützt von seinem Vater, hatte früher schon einmal mit seiner Ex-Band Lost Wolf und dem Song "She's Gone" einen Top-10-Hit in den Texas Music-Charts zu verzeichnen. Unter den Fittichen von Trent Willmon, der alle Stücke mit diversen Co-Writern (u. a. Brandon Lay, Chris Cavanaugh, Larry McCoy und Adam Yarger) komponiert und produziert hat, überzeugt der Protagonist auf ganzer Linie. Im besonderen Fokus dürfte die erste Single "Dance In The Rain" (knackig stampfender Countryrocker mit viel Drive) stehen, bei der kein geringerer als Shooting Star Chris Stapleton kompositorisch involviert war. Six beweist sein Talent in dieser Hinsicht bei der wunderbar Pathos-getränkten Ballade "Talkin' With My Hands". Einzige Fremdkreation ist das aus der Feder von Jeff Bates , Ben Hayslip und Rusty Tabor stammende "You Can't Take It With You" (auch eine schöne Ballade mit weinender Steel und Bariton-E-Gitarre). Seine kräftige Stimme ist durch und durch "real country". Ebenso seine Musik, die eine wunderbare Synthese aus klassischem, traditionellem Country ala George Strait & Co. darstellt, aber auch Elemente neo-traditioneller Kollegen wie Blake Shelton, Jon Pardi und anderer Nashville-Kollegen enthält, ohne dabei zu sehr dem Mainstream von Music City zu verfallen. Einen weiteren, nicht unerheblichen Teil am Gelingen des Werkes, haben die grandios aufspielenden und zusammenwirkenden Musiker Brian Pruitt (drums), Steve Bryant (bass), Carl Miner (acoustic guitar, banjo), die beiden filigranen E-Gitarristen JT Corenflos und Justin Ostrander, der omnipräsente Scotty Sanders (steel guitar), David Dorn (keys) und Russell Terrell (bgv). Und so zünden auch alle anderen Tracks wie die beiden flockigen Opener "She's Got Her Country On" (klasse Banjo-Untermalung) und das launig groovende "Broken Heart" (Orgel, Piano, klasse zweigeteiltes Southern E-Gitarren-Solo), die beiden saustarken relaxten Southern Soul-Stücke "Blue Collar" sowie "Old Soul" (mit tollen E-Gitarren), die fulminant, in Bakersfield-Manier abgehende Uptemponummer "My Thang", das southern-blues-rockige "One Of Those" (knarzende Bariton- und Slide-Gitarre, gurgelnde Orgel) und das melancholische Titelstück am Ende, als überaus kurzweiliger Mix. In Anlehnung an das allseits bekannte, gegenseitige Abklatschen, nach einer gelungenen Aktion mit einem 'Gimme Five', kann es bei uns nach dem starken Debüt "'Till The Last One's Gone" des texanischen Durchstarters eigentlich nur heißen: "Gimme Six... Sanchez"! Klasse Scheibe! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. She's Got Her Country On - 2:49
2. Broken Heart - 2:50
3. Blue Collar - 3:44
4. Talkin' With My Hands - 3:40
5. My Thang - 3:01
6. Old Soul - 3:56
7. Dance in the Rain - 3:25
8. You Can't Take it With You - 3:48
9. One of Those - 3:17
10. 'Till the Last One's Gone - 3:22

Art-Nr.: 9514
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She's got her country on
Blue collar
Talkin' with my hands
Old soul
Dance in the rain
You can't take it with you
'Till the last one's gone

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