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Alaina, Lauren - wildflower [2011]
Wunderbarer Country/New Country/Country-Pop der Zweitplatzierten der aktuell abgelaufenen "American Idol"-Staffel im Fahrwasser von Carrie Underwood, Taylor Swift und Lady Antebellum. Die hübsche, junge Dame hat eine sehr schöne, sympathische, leicht heisere Stimme, die ungemein angenehm rüber kommt. Glücklicherweise haben, trotz des poppigen Ambientes, die Countryelemente bei Lauren's Debut eine doch recht bedeutsame Gewichtung. Das Songmaterial ist klasse, wobei man auf eine gut abgestimmte Balance zwischen Up- und Midtempo-Nummern und ein paar kraftvollen Balladen geachtet hat. Mit am Start ist die 1A-Studiogarde Nashville's. Produziert hat Byron Gallimore (u. a. Faith Hill, Tim McGraw, Sugarland). Gratulation an Lauren für ihr wirklich feines Debut!

Die komplette Songliste:

1 Georgia Peaches - 3:07
2 Growing Her Wings - 3:01
3 Tupelo - 3:39
4 The Middle - 3:56
5 Like My Mother Does - 4:07
6 She's a Wildflower - 3:38
7 I'm Not One of Them - 3:18
8 The Locket - 5:10
9 Eighteen Inches - 3:44
10 One of Those Boys - 2:42
11 Funny Thing About Love - 3:57
12 Dirt Road Prayer - 4:14

Art-Nr.: 7604
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Georgia peaches
Growing her wings
Tupelo
The middle
I'm not one of them

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Band Perry, The - same [2010]
Großartiges Debut der Geschwister Kimberly, Reid und Neil Perry aus Mobile/Alabama, kurz und knapp The Band Perry benannt, die sich schon seit frühester Kindheit mit Hingabe der Musik verschrieben haben. Die Eltern machten es möglich. "Daddy rocked us to sleep with the Rolling Stones; Mama woke us up with Loretta Lynn. So we get it honest.", sagt Kimberly Perry. "We bleed the bright red blood of American music", fügt sie stolz hinzu. Immer und immer wieder sangen die Geschwister gemeinsam in ihrem Elternhaus, feilten an ihren tollen "3-part-harmonies", fingen früh an Songs zu schreiben und spielten schließlich in diversen Bands. Offiziell begannen die Drei im Jahre 2005 zusammenzuarbeiten und nahmen mit großem Erfolg an der "New Faces Of Country"-Tour des selben Jahres teil. 3 Jahre später traf die Band zufällig auf den Manager von niemand geringerem als Garth Brooks, Bob Doyle. Der war begeistert von dem, was er da hörte und beorderte das junge Trio umgehend ins Studio, um mit ihnen an Aufnahmen zu feilen. Diese Aufnahmen wiederum erhaschten die Aufmerksamkeit der großen Label-Manager Scott Barchetta und Jimmy Harnen - und nun nahmen die Dinge ihren Lauf. Die Band Perry gilt nun als einer der vielversprechendsten neuen Acts in Nashville. Warum das so ist, beweist ihr beeindruckendes, mit 11 großartigen Songs bestücktes Debut. Das ist allerbester, erfrischend, aber auch bereits erstaunlich reif in Szene gesetzter New Country, Contemporary Country, Country-Pop auf einem beachtlich hohen Niveau. Natürlich sind die Songs poppig, teils auch ein wenig angerockt, doch die Musik der "Perrys" ist darüber hinaus zu jeder Zeit absolut "country" - und das ist gut so. Instrumente wie Mandoline, Fiddle, Banjo, Dobro, akustische Gitarre und vor allem auch eine wunderbare Steelguitar sind von entscheidender Bedeutung und unterstreichen die Countryseele der Songs. Sie ergänzen sich stets perfekt mit der schön knackigen Rhythmus-Sektion und den würzigen E-Gitarren. Dazu verfügt Frontfrau Kimberly Perry über eine tolle, kraftvolle Stimme mit einem überaus ausdrucksstarken, "fiery, sultry vocal-style". Flotte, dynamische Uptempo-Nummern, angenehme Midtempo-Songs und die ein oder andere herrliche Country-Ballade stehen in einem absolut ausgewogenen Verhältnis. Alle Nummern bestechen mit hervorrageden Melodien. Zuweilen erinnert das ein wenig an die ersten Scheiben der Dixie Chicks, die frühen Alben von Sugarland, aber auch ein wenig an Lady Antebellum. Sicher keine schlechten Vergleiche - und die Band Perry hat absolut das Zeug dazu, sich in die Erfolgsriege der vorgenannten Referenzbands einzureihen. So ist die Single "If I die young", eine traumhaft schöne Ballade in einem tollen, semi-akustisch/elektrischen Gewand, soeben in die Top 10 der Billboard Country-Singles-Charts eingestiegen, mit deutlicher Tendenz nach oben. Gratulation an die Geschwister zu einem vorzüglichen Debutalbum. So kann's weitergehen, ihr "Perrys". Es bereitet der Country-/New Country-Welt jede Menge Freude, Euch zuzuhören...

Das komplette Tracklisting:

1 You Lie - 3:36   
2 Hip To My Heart - 3:00   
3 If I Die Young - 3:44   
4 All Your Life - 3:52   
5 Miss You Being Gone - 2:56   
6 Double Heart - 3:38   
7 Postcard From Paris - 3:36   
8 Walk Me Down the Middle - 4:01   
9 Independence - 3:37   
10 Quittin' You - 3:20   
11 Lasso - 4:25

Art-Nr.: 7147
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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You lie
If I die young
Miss you being gone
Postcard from Paris
Independence

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Bush, Kristian - southern gravity [2015]
Jennifer Nettles hat es getan. Jetzt zieht auch die andere Hälfte des mega-erfolgreichen Sugerland-Duos - Kristian Bush - mit einem Soloalbum nach und zwar einem ganz tollen. Inspiriert zu seinen Songs wurde Kristian durch Reisen um die ganze Welt, die er in den letzten Monaten getätigt hatte. Herausgekommen sei ein Fülle an Eindrücken und Ideen (in Kooperation mit vielen namhaften Songwritern wie Jeff Cohen, Rodney Clawson, Tim Owens, Scooter Carusoe, Paul Overstreet, Bob DiPiero, etc.), so der Protagonist, die zum einen, auf seinem Debüt ''Southern Gravity'' jetzt reflektiert werden, aber auch noch zu Genüge Stoff für weitere Werke bieten werden. Da darf man sich schon jetzt freuen, denn seine brandaktuelle Scheibe macht schon jetzt richtig Laune. Im Gegensatz zu Nettles, die sich unter der Regie von Rick Rubin (auch dank ihrer grandiosen Charakterstimme) eher sperrigem Singer-/Songriter-Liedgut verschrieben hatte, präsentiert Kristian (sein sehr angenehmes Vokalorgan bewegt sich in Sphären von Billy Currington, JT Hodges, Glenn Frey) auf seiner CD eher die Leichtigkeit des (New) Country-Daseins (wie man es schon an Titeln wie ''Flip Flops'', ''Feeling Fine California'', ''Sending You A Sunset'', ''Sweet Love'' oder ''House On A Beach'' deutlich vor Augen geführt bekommt), aber auch knackigen Countryrock und ein paar Americana-Anleihen. Die Mischung stimmt! Eine Scheibe voll immenser Frische, ungemein eingängig, voller positiver Energie, ja ein Werk, das für die Radiostationen geradezu prädestiniert ist und jede Cabriofahrt oder Poolparty bereichern wird. Man merkt schon nach wenigen Songs, dass man es hier mit einem absolut ausgeglichenen, zufriedenen, sehr angenehmen Menschen zu tun hat, der über seine Lieder relativ simple, aber auch durchaus mal kritische Botschaften transportiert. Zu den einzelnen Tracks gibt es im umfangreichen Faltbooklet (mit allen Texten) und jeweils kurze Statements/Zusammenfassungen von ihm. Ein gutes Beispiel ist seine erste Single '"Trailer Hitch'" (erreichte immerhin Platz 25 der Billboard Country-Charts) mit einem wunderschön relaxten Reggae-Groove, wo er fragt, warum alle Leute danach streben, reich sterben zu wollen (... I've never seen a hearse with a trailer hitch...), als ihr Dasein mit den einfachen Dingen des Lebens zu genießen. Das Tom Petty-verwandte ''Make Another Memory'' und das euphorisch-fröhliche ''Light Me Up'' hatten zuvor eröffnet. Grandios der Titelsong ''Southern Gravity'': Von ganz dezenten Untertönen des berühmten Band-Songs ''The Weight'' getragen, macht besonders die im Southern Rock verwurzelte Hintergrund E-Gitarrenarbeit, inkl. eines schönen Solos, Spaß. Hier ist vornehmlich Andrew DeRoberts (neben einigen anderen Saitenkünstlern, wie etwa Peter Stroud, Troy Lancaster) zu nennen, der auch bei anderen Titeln immer wieder klasse Fills und Soli einstreut. Das launige, Sommerstimmung verbreitende ''Flip Flops'' kommt im Kenny Chesney-Stil. Klasse hier, die auch in anderen Stücken immer wiederkehrenden Pedal Steel-Fills (gespielt von Justin Schipper, Dan Dugmore), die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Werk ziehen. In eine ähnliche Kerbe schlagen weitere Nummern wie ''Giving It Up'' (herrlicher Banjorhythmus von Ilya Toshinsky), ''Feeling Fine California'' (mit typischer Westcoast-Note, klasse Harmoniegesänge von Megan und Rebecca Lovell, großartige E-Gitarren-Arbeit) und das Heartland-trächtige ''Sending You A Sunset'' (hier zirpt mal Kristians durch Sugarland bekannte Mandoline). Ein wenig nachdenklich stimmen Lieder wie das lässige ''Waiting On An Angel'' (wieder klasse Harmonies der Lovell-Sisters, schönes Slidehuitar-Spiel von DeRoberts) oder der abschließende Aussteiger-Song ''House On A Beach'' (tolle klare Akustikgitarre von leiernder Steel begleitet – dezentes Seventies-Flair), die am Ende aber in eine positive Stimmung münden. Kristian Bush serviert uns mit seinem Erstwerk ''Southern Gravity'' ein wundervolles New Country-Werk, das, wie gesagt, eine ungeheure Frische ausstrahlt und gerade auch musikalisch voll zu überzeugen weiß. Es wird mehr als deutlich, welch ein großartiger Songwriter Bush ist (das Album enthält nicht eine einzige schwache Nummer), und welche Bedeutung er auch für Sugarland hatte. Bei dem unzählige Hits abwerfenden Country-Duo gehörte die Lead-Stimme weitestgehend Jennifer Nettles, doch Kristian ist ebenfalls ein hervorragender Sänger, der eigentlich auch früher schon viel mehr Songs für sich hätte in Anspruch nehmen dürfen (müssen). Um die 300 Stücke hat Kristian Bush laut eigener Aussage noch im Köcher, da darf man sich schon jetzt, falls nur annähernd das Niveau gehalten werden kann, auf reichhaltigen Nachschub freuen. Wer mit Kollegen wie Kip Moore, JT Hodges, Kenny Chesney, Luke Bryan (sein "Spring Break"-Stoff) und z. T. auch einem klassischem Keith Urban gut kann, der bei auch bei Bush aufs Beste bedient . Mit seinem ''Southern Gravity'' dürfen die warmen Tage endlich eingeläutet werden. Exzellentes Solo-Debut! Bestnote! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Make Another Memory - 3.12
2. Light Me Up - 3.33
3. Trailer Hitch - 2.50
4. Southern Gravity - 4.12
5. Flip Flops - 3.42
6. Giving It Up - 3.51
7. Feeling Fine California - 4.24
8. Waiting on an Angel - 3.15
9. Walk Tall - 3.58
10. Sending You a Sunset - 3.57
11. Sweet Love - 3.44
12. House on a Beach - 3.50

Art-Nr.: 8829
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 14,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Make another memory
Trailer hitch
Southern gravity
Flip Flops
Feeling fine California
Walk tall
Sweet love

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Buster Jiggs - heartache jubilee [2009]
Buster Jiggs sind zurück! Und wie! Mit ihrem neuen Album "Heartache Jubilee" präsentieren sie ihren so wunderbar lockeren und so herrlich melodischen Countryrock schwungvoller, spielfreudiger und knackiger denn je. Es ist eine Wonne! Bereits im Jahre 2005 hatten wir anlässlich ihres starken Debüts von einem neuen, hell leuchtenden Sterne am texanischen Countryrock-Himmel berichtet, doch dann wurde es erst einmal recht still um die Band aus Hondo/Texas, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass man mit dem klasse Sänger Will Dodson und dem guten Lead-Gitarristen Brett Kastner (beide aus familiären Gründen) zwei nicht unerhebliche Verluste zu beklagen hatte. Doch nicht nur wir hatten schon beim Erstling das gesangstechnische Potential der Rhythmus-Gitarristin Kristin Muennink erkannt, die ohne jeden Zweifel schon immer das Zeug dazu hatte auch als Lead-Sängerin in der ersten Reihe zu stehen. Keine Frage, ihre grosse Zeit in der Band ist nun gekommen. So macht Bassist Cody Scherer keinen Hehl daraus, dass Kristin, nachdem man diverse vermeintliche Frontmänner vergeblich getestet hatte, die hunderprozentig richtige ist und der Band einen echten Motivationsschub voller Innovation und Drive in eine neue, richtige Richtung geben würde. Und das tut sie überaus eindrucksvoll! Kristin hatte beim Vorgänger schon den Löwenanteil des Songwritings übernommen, wie gesagt, die komplette Gitarrenrhythmusarbeit übernommen und mit hervorragenden Harmoniegesängen ihr vokales Talent unterstrichen. "Heartache Jubilee" verdeutlicht nun nachhaltig, über welch großartige, sehr prägnante Frontqualitäten Muennink verfügt. Ihre Stimme ist auf den knackigen, melodiebetonten Sound der Band hervorragend abgestimmt. Auch die zweite Neubesetzung eines vakanten Postens war ein absoluter Volltreffer! Lead-Gitarrist Heath Childs ist ein Könner ersten Grades, der dem ausgeschiedenen Brett Keltner in wirklich nichts nachsteht. Saitentechnisch agiert er sogar noch ein Stück variabler, streut immer wieder prächtige Soli ein und singt zudem klasse Harmonies. Mit der renomierten Smith Entertainment Group haben Buster Jiggs (der Name stammt übrigens aus einem Gedicht des Western-Poeten Gail Gardner, "The Sierry Petes - or Tying a Knot In The Devil’s Tail", und so ist auch ein rotes, mit einer Gitarre bestücktes, grinsendes Teufelchen mit einem Knoten im Schwanz zum Logo der Band geworden) jetzt auch ein starkes Label im Rücken. Für die Produktion wurde, wie auch schon beim Erstling, mit Joseph Deeb, dem Gitarristen von Micky and The Motorcars, wieder prominente Unterstützung gewonnen, der auch ein paar starke Slide- und Acoustic-Parts übernahm. Sämtliche Songs bestechen durch ihre quicklebendige und instrumentell hochwertige Einspielung. Ihre mit Ohrwurmqualitäten bestückten Melodien verströmen jede Menge positive Energie. Bassist Cody Scherer und Drummer Scott Muennink (Kristin's Ehemann) verrichten eine knackige Rhythmusarbeit, Kristin, Deeb und Childs ergänzen sich hervorragend in den untermalenden Gitarrenläufen und bereiten Childs immer wieder Raum für tolle, wunderbar ins Ohr gehende, aber auch mal sehr erdige, auf den Punkt gebrachte Lead-Gitarren-Passagen. Gastmusiker Mark Hallman bringt sich sehr sparsam mit einigen, den Songstrukturen angepassten Orgel-Parts ein (hervorragend vor allem bei der hinreissend schönen Countryrock-Ballade "Pretty White Wings", die neben ihrer wundervollen Melodie auch mit einem traumhaften E-Gitarren-Solo aufwartet). Über allem schwebt dann noch die erstaunlich angenehme Stimme Kristin Muennink's (vielleicht wie eine Mischung aus Patty Loveless, Fleetwood Mac’s Christine McVie und Sugarland's Jennifer Nettles), die bereits einen hochcharismatischen Eindruck hinterlässt. Mit ihr ist man, was den Gesang betrifft, in der männerdominierten Red-Dirt-/Americana-/Countryrock-Szene, darüber hinaus regelrecht in eine Nische gestoßen, denn allzu oft warten solche Künstler nicht mit weiblichem Lead-Gesang auf. Vom flockigen, lockeren, großartigen Opener "She’s Gonna Break Your Heart" (zwei starke E-Gitarren-Passagen), über das stampfende "Once Again" (klasse E-Gitarren- und Slidekombinationen), dem bereits erwähnten Ohrwurm "Pretty White Wings", dem rockigen Roots-//Red Dirt-Knaller "Madhouse" (herrlich angriffslustiger Gesang Muennink's, fettes, dreckiges E-Gitarren-Solo) und den countrylastigen "Heart Of Mine" (Marshall Tucker-Flair) und "Down Country Lovin’ (beide prima tanzbar, mit wunderbar knackigen E-Baritone-Gitarrenklängen und flotter Rhythmusarbeit) lässt das komplette Werk keine Wünsche offen. Extrem hoher Melodie- und Gute Laune-Faktor garantiert. Kein schwacher Song! Wundervoller, sich nachhaltig in den Gehörgängen festsetzender, unbeschwerter, Gitarren orientierter, "Red Dirt"-angehauchter Countryrock, wie er in solch einer Spielfreude, Selbstverständlichkeit und Natürlichkeit eben nur in Texas entstehen kann. Auch die goldenen Countryrock-Tage aus den Siebzigern kommen einem in Erinnerung. Große Klasse! Buster Jiggs mit Kristin Muennink an der Front, dieses "Experiment" geht bei "Heartbache Jubilee" voll auf! Fortsetzung in jedem Fall Pflicht! Die CD kommt in einem schlichten, aber von den Mueninks sehr geschmackvoll gestalteten Digi-Pack. Erneut "teuflisch guter Stoff"! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1 She's Gonna Break Your Heart - 3:18   
2 Addicted to You - 3:16   
3 Ain't It Sweet - 3:31   
4 Once Again - 3:35   
5 You Don't Have to Be Lonely - 3:38   
6 Pretty White Wings - 4:17   
7 Heart of Mine - 3:33   
8 When I'm Dreamin' - 3:33   
9 Madhouse - 3:05   
10 Everything You Need - 3:38   
11 Down Country Lovin' - 3:09

Art-Nr.: 6590
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
She's gonna break your heart
Addicted to you
Once again
Pretty white wings
Heart of mine
Madhouse

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Clark, Brandy - big day in a small town [2016]
Zweites, mit Hochspannung und viel Vorschusslorbeeren bedachtes Album der Singer/Songwriterin Brandy Clark, die man ohne jeden Zweifel zu einer der beachtenswertesten Country-Künstlerinnen des heutigen Nashville zählen muss. Vollkommen zu Recht, wie das exzellente, neue Werk untersctreicht. Modern und klassisch zugleich ist die Scheibe ein Musterbeispiel für "jungen" New Country auf höchstem Niveau. Die 40-Jährige, ursprünglich aus Morton, Washington, stammende Künstlerin, präsentiert mit "Big Day In A Small Town" diesmal ein als Art Konzeptalbum aufgebautes Werk, das in elf sympathischen Anekdoten das Kleinstadtleben mit all seinen Klischees und Facetten beleuchtet. Brandy Clark hatte zu Anfang ihres musikalischen Treibens, nachdem sie eine Basketballkarriere aufgegeben hatte und zugunsten der Musik nach Nashville gezogen war, zunächst große Erfolge als Songlieferant für bekannte Acts der Szene wie Sheryl Crow, Miranda Lambert ("Mama’s Broken Heart"), The Band Perry ("Better Dig Two"), Reba McEntire, LeAnn Rimes, Billy Currington, Darius Rucker oder Kacey Musgraves ("Follow Your Arrow") zu verzeichnen. Diverse Nominierungen (u. a. bei den Grammys) und für letztgenannten Song sogar ein CMA-Award, ließen keinen Zweifel an ihren kreativen Qualitäten aufkommen. Seit 2012 konzentriert sich Clark nun auch auf ihre eigene Karriere als Interpretin. Nach einer EP und ihrem, von Kritikern mit Lob überschütteten Major-Debüt "12 Stories", das in kommerzieller Hinsicht allerdings noch nicht die erwartete Resonanz erfuhr, soll jetzt mit "Big Day In A Small Town", für das ihr Warner Bros. Top-Produzent Jay Joyce (u. a. Little Big Town, Eric Church, Carrie Underwood) zur Seite stellte, der endgültige Durchbruch geschafft werden. Die spannende Frage war hier, ob das Gespann Joyce, der ja in letzter Zeit mit seinen sehr modernen 'nnovationen viel Kritik der herkömmlichen New Countryklientel auf sich zog, und die eher in Richtung klassischer Vorbilder Marke Patsy Cline oder Reba McEntire gestrickte Protagonistin zusammen überhaupt harmonieren würden. Um es vorweg zunehmen, es hat prächtig funktioniert, da sich Joyce der eher traditionell ausgerichteten Akteurin weitestgehend untergeordnet hat und nur an einigen wenigen "Stellschrauben", im Vergleich zum Vorgänger, marginal gedreht hat. Das Ergebnis ist ein prächtiger Mix, bzw. Kompromiss aus einigen sehr eingängigen, herrlichen New Country-Tracks mit Hit-Ambitionen, so wie die melodischen Opener "Soap Opera" (chorales Intro, Banjounterlegung, E-Gitarren-Kurz-Solo) und dem flockigen "Girl Next Door" (beide mit Sugarland-Flair) oder der humorvolle groovige Country Rocker "Broke" und das flotte "Love Can Go To Hell" (ein wenig Fleetwood Mac goes Country), sowie, gerade im zweiten Teil des Albums, einer schönen Inszenierung altbewährter, klassischer Countrymusic mit dem typischem, breitgefächerten Storytelling, wie ihn zum Beispiel Kacey Musgraves in letzter Zeit so vortrefflich und erfolgreich praktiziert hat. Die bedankt sich übrigens bei Brandy für ihre, bereits o. a. Dienste, in dem sie bei dem großartigen, traditionellen "Daughter" ihren feinen Harmonie-Gesang mit einbringt. Die von Lori McKennas Handschrift gezeichnete Hommage an das schwere Leben allein erziehender Mütter "Three Kids No Husbands" oder der Saloon-Heuler "Drinkin' Smokin' Chheatin'" (ganz allein aus Brandys Feder - die auch die übrigen Tracks, naturgemäß mit diversen Co-Writern wie u. a. schwerpunktmäßig Shane McAnally und Jessie Jo Dillon, kreiert hat), sind weitere Exemplare aus der "guten alten Zeit" des Genres. Mit "Homecoming Queen", "You Can Come Over" (schöne, Procul Harum-mäßige Orgel) und dem abschließenden, melancholischen, den Verlust des Vaters beklagenden "Since You've Gone To Heaven", wurden ein paar atmosphärische Balladen eingeflochten, die den ausdrucksstarken Gesang Clarks vortrefflich dokumentieren. Eingespielt haben das Werk gestandene Musiker u. a. wie Fred Eltringham, Dave Roe, John Deaderick (setzt viel Akzente an den diversen Keys), Forest Glen Whitehead, Jay Joyce, Keith Gattis und Rob McNelley. "Big Day In A Small Town" präsentiert Brandy Clark als "komplette" Künstlerin, die sowohl als exzellente Songschreiberin, großartige Sängerin, und auch als Instrumentalistin (Akustik-Gitarre) voll zu überzeugen weiß. Mit Jay Joyce, diesmal als feinfühligem Produzenten an ihrere Seite, könnten jetzt die großen Erfolge bevorstehen. Verdient hätte sie es ohne jeden Zweifel. Ein tolles Album.einer ganz großartigen Künstlerin. (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Soap Opera - 3:27
2. Girl Next Door - 4:31
3. Homecoming Queen - 3:07
4. Broke - 3:39
5. You Can Come Over - 3:53
6. Love Can Go to Hell - 3:57
7. Big Day in a Small Town - 3:43
8. Three Kids No Husband - 3:14
9. Daughter - 3:19
10. Drinkin' Smokin' Cheatin' - 2:57
11. Since You've Gone to Heaven - 4:31

Art-Nr.: 9191
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Coburn, Candy - rev it up [2007]
Tolles Debüt des Temperamentbündels aus Kentucky mit einer knackigen, vorwiegend sehr dynamischen, abgehenden New Country-Scheibe, die so manch arrivierten Damen der Marke Terri Clark, Jo Dee Messina, einer frühen Patty Loveless und Co. mal so richtig zeigt, wie man völlig unbekümmert und zwanglos auf traditionellen Fundamenten aufbauend einen ordentlichen "Country-Dampf" produzieren kann.! Candy Coburn blickt in den Staaten bereits auf eine etwa sieben Jahre währende Karriere zurüc und hat sich vor allem als Songwriterin und durch ihre Energie geladenen Konzerte einen sehr guten Namen erarbeitet. Der Support von bekannten Interpreten wie u.a. Pat Green, Big & Rich, Blake Shelton, Josh Turner, Little Big Town, Hot Apple Pie und Rodney Crowell, eine eigene Tour als Headliner, wie auch ihre Präsenz in diversen TV-Shows, hat ihre Fangemeinde konstant und kontinuierlich anwachsen lassen. Den endgültigen Durchbruch hätte sie längst verdient.Vielleicht gelingt er ihr bereits mit dem großartigen "Rev It Up" - das Potenzial dazu hat dieses Album auf jedem Fall! Sehr schön knackig produziert von D Scott Miller, wird sie unterstützt von glänzenden Musikern der ersten Nashville-Garde (u. a. Mike Rojas, Greg Morrow, Chris Leuzinger, John Willis, Kenny Vaughn, Mike Brignardello, Mike Johnson). Der Titelsong geht gleich in die Vollen und "brettert" herrlich countryrockig mit wohl dosierter Aggressivität (Marke Shelly Fairchild, Shannon Brown) los. Ein klasse "Footstomper" mit schönem Southern-Flair, inklusive erstklassiger E-Gitarren-Arbeit und quietschender Fiddle. "My Lucky Life" folgt als froh gelaunter, leicht poppiger Countrysong, in etwa nach dem Erfolgsstrickmuster von Sugarland, mit typisch Twang-betonter Gesangsführung. Im Stile der angesagten Diven wie Faith Hill, Lee Ann Womack oder Martina McBride beweist Candy dann bei zwei Stücken ("Nothin New" und "Even In The Hard Times"), dass sie auch im Power Balladen-Bereich mithalten kann. Ansonsten geht es aber, wie gesagt, durchweg flott zur Sache. Obwohl sämtliche Stücke einer traditionellen Basis entspringen (Fiddles, Steelguitar, E-Gitarren und Acoustic Gitarren bilden die vorherrschende Instrumentierung), wirken sie dank der spielerischen Klasse der oben genannten Akteure, der knackigen Produktion und den mit hohem Wiedererkennungswert gestalteten Refrains überaus modern. Dazu erhält Candy bei der furiosen Uptemponummer "Hard To Be Good In Texas" prominente Unterstützung von Jon Randall, mit dem sie ein prima Duett abliefert. Stark hier die Instrumentalpassage am Ende mit herrlichem fetzigem Pianogeklimper. Weitere Highlights sind das richtig gut abgehende "Hall Of Fame" und "Rockin A Mile A Minute", bei dem der Titel eigentlich schon alles aussagt. Ein klasse, southern-rockiger Country-Roadhouse-Feger a la Eve Selis. "Waitin For The Light To Change" und "31derful" bieten dann nochmals Chart taugliche, sehr angenehmn New Country-Sound, erneut in Richtung Sugarland. Zum Abschluss des Albums gibt es dann als Bonustrack noch ein weiteres Duett, das aus tragischen Gründen in die Geschichtsbücher eingehen dürfte: Der alte Klassiker "Fire On The Mountain" von The Marshall Tucker Band seht auf dem Programm, den Candy im Duett zusammen mit dem einstigen Original-MTB-Gitarrist George McCorkle, der das Lied auch komponierte, in einer tollen Country-/Honky Tonk-Fassung präsentiert. Dieses Stück dürfte eine der letzten veröffentlichten Aufnahmen von McCorkle sein, der am 29. Juni 2007 an Krebs verstarb.Das Stück geht mit diesem Hintergrundwissen ganz besonders unter die Haut. Insgesamt ist "Rev it up" ein tolles, abwechslungsreiches und auch kurzweiliges New Country-Werk einer sympathisch wirkenden Künstlerin (welche Frau trägt denn heutzutage schon ein Lynyrd-Skynyrd-T-Shirt auf dem Cover-Titelbild?) mit jeder Menge Countryrock im Blut, von deren Temperament man sich zusätzlich auch in einem kurzen, beigefügten Videoclip überzeugen kann. Lasst Euch von Candy's Musik mal so richtig auf Touren bringen! Hoher Gute Laune-Faktor ist garantiert! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5229
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Rev it up
My lucky life
Hall of fame
Big dreams in a little town
Waitin' for the light to change
31derful

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Daniels, Joey - take me off the market [2005]
Feines Debütalbum der aus Creston, British Columbia stammenden, sehr talentierten Kanadierin! Joey Daniels kommt, wie so viele Countrysängerinnen, aus einer musikalisch vorbelasteten Familie. So hatten ihr Vater und ihr Großvater beispielsweise eine eigene Radioshow. Joey begann frühzeitig im Kirchenchor, sang auf Hochzeiten und städtischen Events. Bereits im Alter von 9 Jahren gründete sie die erste Rockband mit ihren beiden Brüdern. Man coverte Hits von Gruppen wie Bon Jovi und Heart. Ihren ersten Song schrieb sie mit sechzehn! Mittlerweile längst die Liebe zur Countrymusic entdeckt, produzierte ihr Bruder Jason schließlich vor einiger Zeit ein Demoband und "Big3NashvilleRecords"-Chef Bill Edwards bot der hübschen Dame mit den blonden, engelsgelockten Haaren nach einem Vorsingtermin sofort einen Plattendeal an, wobei er sogar zum Teil selbst die Arbeit als Produzent mit übernahm. Das Label betrieb einen recht hohen Aufwand für die Newcomerin. Nicht nur äußerlich mittels eines reichhaltig bebilderten, bunten Booklets mit allen Texten und vielen Fotos der sehr sympathisch und bodenständig wirkenden Künstlerin, sondern auch durch die beiden weiteren, sehr prominenten Produzenten James Stroud (Toby Keith, Tim McGraw) und Mark Bright (Rascal Flatts, Blackhawk), sowie viele erstklassige Musiker der Nashville-Studio-Musiker-Gilde. U. a. Bryan Sutton, Tom Bukovac, Paul Franklin, Steve Nathan etc. gelten als klares Indiz dafür, dass man große Stücke auf Mrs. Daniels hält. Zurecht, wie das gesamte Album beweist. Sofort fliegt einem beim Opener "Crazier Than Usual", ein feiner, recht traditionell ausherichteter New Country-Song, ein Honkytonk-Piano und ein Slide-Riff entgegen; knackige Rhythmus-Gitarren, ein schönes Tempobreak machen bei der gut tanzbaren Nummer richtig Lust auf mehr. Von der Stimme her, wenn man den reinen Song ohne jegliche Infos vorgesetzt bekäme, würde man meinen, Shania Twain, die auch neben Linda Ronstadt und den Pretenders als Vorbild von Joey genannt wird, hätte sich vom popdominierten Sound abgewandt und zu ihren Country-Roots zurückbesonnen. Viele Ähnlichkeiten zwischen beiden Kanadierinen treten auch im weiteren Verlauf der CD immer wieder ans Licht. "Swinging Door" und "Kiss-N-Tell" sind schön flotte Uptempo-Nummern, erstgenannte etwas poppiger, vielleicht in Richtung einer jungen Patty Loveless oder Sugarland zielend, dank eines leichten Southern-Twangs ala Jennifer Nettles, zweitgenannte durch klasse Mundharmonika-Einlagen mit eher bluesiger Country-Note. Balladeske Stücke gibt es eine gute Handvoll der insgesamt 13 Songs (9 von Joey und ihrem Bruder Jason Pennock geschrieben/4 Fremdkomopositionen), wobei hier das atmosphärische "I’ll Be Your Whiskey" aus der Feder von Brett James und die Power-Ballade "Do It Again" (schönes, filigranes E-Gitarren-Solo, gespielt von Guy Walker) besonders zu gefallen wissen. Ein besonderes Highlight ist aber ohne Zweifel ein Stück, geschrieben vom ebenfalls recht bekannten Hitlieferanten Monty Criswell: Das herrlich melodische, aber auch recht angriffslustig vorgetragene "Hands On You" wird von einem rockigen E-Gitarren-Riff getragen und auch ansonsten von feiner Gitarrenarbeit begleitet. An den Saiten kein geringerer als "Mr. Guitar" Brent Mason persönlich! Toller Song! Das Joey es auch immer wieder sporadisch gerne mal traditionell mag, lässt das Titelstück und auch das abschließende "Without You" vermuten. "Take Me Off The Market" ist wieder eine tanzbare Nummer, die von der Art der integrierten Steel-Elemente an diverse Uptemponummern der "Pirates Of The Mississippi" zu erinnern scheint, "Without You" ist dann ein richtiger Saloon-Honky Tonk-Heuler im Midtempobereich mit richtig sägenden Fiddeln und jammernden Steel-Fills. Insgesamt überwiegen aber die modernen, knackigen New Country-Elemente. Auf dem Terrain fühlt sich Joey laut eigener Aussage auch am wohlsten. Also, wenn die PR-Maschine hier mal richtig ins Rollen gerät, könnte mit dem bisher noch ungeschliffenen Rohdiamanten Joey Daniels mal eine fette Konkurrenz für Shania, Faith, Jo Dee & Co. heranwachsen. Es wäre ihr zu gönnen! Prima Auftaktalbum, Mrs. Daniels! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 3626
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Crazier than usual
Swinging door
Kiss-n-tell
I'll be your whiskey
If you love me

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Evans, Sara - stronger [2011]
Sara Evans is back! Nach fast sechsjähriger Abstinenz kehrt eine der großen, mit unzähligen CD-Verkäufen und zig Auszeichnungen prämierten Sängerinnen der New Country-Szene mit einem neuen Studioalbum zurück. Obwohl sie nicht völlig untätig war (es gab neben Fernsehaktivitäten auch das eine oder andere schöne Duett mit Leuten wie Pat Green oder Brad Paisley) hatte es in der Zwischenzeit lediglich zu einer Greatest Hits-Kompilation gereicht, Schlagzeilen hatte sie aber eher durch den öffentlich ausgetragenen Scheidungskrieg mit ihrem Ex-Ehemann Craig Schelske gemacht. Seit sie mit dem früheren Quaterbeck der Alabamy University Jay Barker verheiratet ist, haben sich die Wogen jedoch wieder geglättet und damit scheint Sara auch wieder den Kopf für ihre eigentliche Passion frei bekommen zu haben. Der Titel des neuen Werks "Stronger" ist jedenfalls äußerst passend gewählt. Man erlebt eine Sara Evans so stark wie lange nicht. Ja, ihre Musik wirkt spürbar befreit. Fünf der zehn durchgehend starken Kompositionen hat sie dabei als Co-Autorin mitgestaltet. Das Album wird durch "Desperately" eröffnet, ein Song, der mit einem swampigen Banjo-Intro startet, aber dann durch ein poppiges Ambiente, mit einem sehr fluffigen Refrain Marke Sugarland abgelöst wird. Geschrieben übrigens mit ihrem Langzeit-Mitkomponisten Marcus Hummon, der auf allen ihrer bisherigen Werken vertreten ist. Klasse! Ganz großes New Country-"Kino" bietet dann der Titelsong "A Little Bit Stronger", der ihr von Lady Antebellum-Sängerin Hillary Scott (und Luke Laird sowie Hillary Lindsey als Co-Autoren) beigesteuert wurde: Tolle E-Gitarrenarbeit, zunächst entspannter Gesang, der dann von einem Powerrefrain abgelöst wird, Steelguitar-Fills, Mandolinengezirpe, voluminöse Gitarrenläufe, klasse Solo am Ende, alles was, eine mitreißende Powerballade des Genres auszeichnet. Das Lied ist auch Bestandteil des Soundtracks zum Film "Country Strong" mit Gwyneth Paltrow und Tim McGraw als beteiligte Schauspieler. Der alte Rod Stewart-Song "My Heart Can’t Tell No" wurde mit einem Hauch von Melancholie in eine schöne, typische Countryballade (mit heulenden Steel-Fills) umgewandelt. "Anywhere" kommt wie ein Beweis für die Rückkehr zu Saras neu gewonner Fröhlichkeit daher. Ein rhythmischer, mit Banjo, E-Gitarren und Orgel-Pfeifen durchzogener Track mit euphorischem Refrain, der einfach nur gute Laune verbreitet. Eine emotionale Ballade im Stile der ‚Grand Dames’ der Szene ist "Alone". Eine traurige Fiddle und filligranes Dobrospiel dominieren dieses unter die Haut gehende Lied. Grandiose, quirlig gespielte Akustikgitarrenarbeit zieht sich wie ein roter Faden durch "Ticket To Ride" (hierbei handelt es sich aber nicht um eine Coverversion des Beatles-Klassikers). Die dazu kommende E-Gitarre ähnelt ein wenig Keith Urban zu seiner The Ranch-Zeit. Am Ende des Stückes brilliert Sara mit der ganzen Kraft ihrer Stimme und wird dann von einer tollen Instrumentalpassage abgelöst. Stark! Peppigen New Country-Stoff bietet dann "Life Without Losing", der Refrain hat ein wenig Stevie Nicks-Flair. "Frau verliert ihren betrunken fahrenden Ehemann bei einem Verkehrsunfall" lautet die Thematik von "What That Drink Cost Me", verpackt in eine weitere typische emotional besungene Countryballade, durchtränkt mit Steel, Fiddle und Mandoline. "Wildfire" erinnert mit seiner leicht blumigen Retro-Note an Sachen von Little Big Town. Den zweiten ganz großen Höhepunkt der CD (neben dem Titelsong) hat sich Sara für’s Ende aufgespart. Und zwar eine Bluegrass-Version ihres wohl größten Hits "Born To Fly" (damals "Video of the year"). Herrlich, da sieht man sie vorm geistigen Auge auf der Veranda einer schönen Villa sitzen und singen, umkreist von den ganzen Klassemusikern, die ihre Finger über die ganzen verwendeten Saiteninstrumente (Banjo, Dobro, Akustikgitarre) fliegen lassen und dazu einen grandiosen, stampfenden (Percussion)Groove erzeugen. Einfach phänomenal gespielt und ein großartiger Abschluss zugleich! Mit "Stronger" ist Sara Evans ein tolles Comeback gelungen. Ein echtes Major-Album, mit erstklassigen Songschreibern, tollen Musikern (das bekannte Who-Is-Who der Nashville- Studiomusikergilde, das sich hier wohl ganz besonders ins Zeug gelegt hat) und einer augenscheinlich wieder erstarkten Protagonistin. Im Klappbooklet sind dazu schöne Fotos einer strahlenden Künstlerin und alle Texte abgebildet. Produziert haben der junge, ehrgeizige Nathan Chapman, Urgestein Tony Brown und Marti Frederiksen. Sara Evans’ Rückkehr mit "Stronger" unter die großen weiblichen New Country-Interpretinnen Nashvilles ist überaus eindrucksvoll gelungen! Bestnote dafür von uns! (Daniel Daus)

Die komplette Songliste:

1 Desperately - 3:13   
2 A Little Bit Stronger - 5:02   
3 3. My Heart Can't Tell You No - 4:33
4 Anywhere - 4:06   
5 Alone - 3:26   
6 Ticket To Ride - 4:23   
7 Life Without Losing - 3:43   
8 What That Drink Cost Me - 4:00   
9 Wildfire - 3:39   
10 Born To Fly [Bluegrass Version] [Version] - 3:35

Art-Nr.: 7300
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 7,90

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Lady Antebellum - same [2008]
Prächtiges Major-Debut dieses neuen, hoch talentierten New Country-Trios, bestehend aus Hillary Scott (Tochter von Countrysängerin und Grammy-Gewinnerin Linda Davis), Charles Kelley (Bruder des Singer/Songwriters Josh Kelley) und Dave Haywood, die einen herrlich knackigen, erfrischenden, peppigen Gitarren-orientierten, voller Hit-Potenzial steckenden Sound präsentieren, der in etwa zwischen Sugarland und Little Big Town anzusiedeln ist, vielleicht noch ein wenig Country-orientierter. Die erste Single "Love Don't Live Here" ist bereits unter den Top-15 in den Billboard Country-Singles-Charts anzutreffen, und der Weg weist weiter nach oben. Produziert haben das Album die bekannte Songwriterin Victoria Shawund Paul Worley! Fast scheint es so, als sei es dem Trio gelungen, besetzungsmässig in eine Marktlücke zu stossen, denn außer Trick Pony (um die es seit dem Ausscheiden von Heidi Newfield sehr ruhig geworden ist) gibt es kaum eine vergleichbare Konstellation (eine Frau, zwei Männer) von solcher Qualität. Haywood und Kelley sind bereits seit Schultagen eng befreundet, Hillary traf Charles 2006 bei der Produktion eines Musikspots in Nashville, beide kamen ins Gespräch und vereinbarten, es mal mit dem gemeinsamen Komponieren zu versuchen. Man stellte schnell fest, dass die Chemie stimmt und lotete mit einigen, wenigen Songs und ein paar anschließenden, selbst gebuchten Gigs die Chancen aus, als Dreier-Formation bestehen zu können. Die Reaktionen der Fans war begeistert. Und dann ging alles rasend schnell. Lady Antebellum (der Name resultiert aus dem Ergebnis eines Spaßfotos vor einem südstaatlichen Herrenhaus) wurden als Opening-Acts für renomierte Interpreten wie Kenny Chesney, Carrie Underwood, Tim McGraw, Alan Jackson, Josh Turner und Little Big Town gebucht, spielten in der berühmten Grand Ole Opry und sind mittlerweile auch als Support für Martina McBrides Arena Tour 2008 verpflichtet worden. Diese musikalischen Konstellationen passen auch prima zusammen, denn Lady Antebellum spielen modern und knackig, haben ihre Roots aber unüberhörbar in den Traditionen des klassischen Country. Das Nashville Lifestyles-Magazin bezeichnete sie kürzlich als "the next big thing" in Nashville, und das erscheint durchaus plausibel. Das Debutalbum jedenfalls ist ein Volltteffer! Das Trio (übrigens bei den ACM-Awards in der Sparte "Best New Group" nominiert) präsentiert durchweg hervorragende, sehr selbstbewusste, offensive, in Eigenregie komponierte Songs (zehn von elf) voller jungem Elan und toller Melodien, eingespielt mit der fantastischen Musikern aus der ersten Garde von Nashville's Studiocracks (u.a. Mike Rojas, Chad Chromwell, Craig Young, Jason Gambill, Bruce Bouton, Paul Worley, Larry Franklin), die vor allem auch durch ihren Abwechslungsreichtum glänzen. Es wurde ein exzellenter Mix aus wunderbar countryrockigen Uptemponummern ("Love Don’t Live Here", "Lookin’ For A Good Time" "I Run To You", "Love’s Lookin’ Good On You", "Slow Down Sister"), sehr melodischen und atmosphärischen Midtempotracks ("Long Gone", "Home Is Where The Heart Is", "Things People Say") und einigen sehr schönen, emotionalen Power-Balladen ("All We’d Ever Need", "Can’t Take My Eyes Of You", "One Day You Will") mit dezenten, aber nicht übertriebenen Streichereinsätzen gewählt, wobei fast jedes Lied aufgrund der eingängigen Gestaltungen großes Hitpotenzial aufweist. Von der Stimme her liegt Hillary Scott irgendwo im Bereich zwischen Sugarland-Sängerin Jennifer Nettles und Michelle Branch von The Wreckers. Charles Kelley dürfte die Frauenherzen mit seiner warmen, rauchigen Charakter-Tenorstimme massenweise zum Schmelzen bringen. Beide wechseln sich in einem gut abgestimmten Verhältnis an der Front ab, spielen sich ab und zu mal im Duett die Bälle zu oder unterstützen den anderen mit wunderbaren Harmoniegesängen. David Hawwood erweist sich dazu als außerordentlich guter Gitarrenspieler (Electric- und Akustik-), weiß aber auch mit schönen Mandolinenfills zu gefallen und steuert obendrein manchmal exzellent passende Harmonies bei. Hier bewegen sich "Lady A." (Spitzname der Fans) schon jetzt auf einem Niveau, das allerhöchste Anerkennung verdient. Die Produktion ist knackig, glasklar und sehr zeitgemäß auf den Punkt gebracht. Man braucht wirklich kein Prophet zu sein um Lady Antebellum schon jetzt eine vielversprechende Zukunft vorauszusagen. Das mit dem "nächsten großen Ding" könnte also durchaus Wirklichkeit werden. Sugarland haben hier vielleicht ein wenig die Richtung vorgegeben, Lady Antebellum die ‚musikalische "Spur" gekonnt aufgenommen! Das ist ohne Wenn und Aber durch und durch toller, moderner, knackiger, gleichzeitig aber auch traditionsbewusster New Country voller Frische und Pep! Diese Drei machen richtig Freude! Fazit: Debüt super gelungen - weiter so, "Lady A"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5611
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Nettles, Jennifer - playing with fire [2016]
Zum Superstar wurde Jennifer Nettles mit Sugarland. Jetzt legt sie mit "Playing with fire" ihr neues Solo-Akbum vor, das sie, wie kaum anders erwartet, in prächtiger Form zeigt. Die großartige Singer-Songwriterin glänzt mit 11 hervorragenden Songs, bei denen sie, bis auf zwei, auch stets kompositorisch involviert ist. Unterstützt wird sie bei 7 Nummern von ihrer langjährigen Freundin Brandy Clark, die in Nashville mittlerweile ebenfalls als ganz "heißes Eisen" unter den neuen Songwritern und Interpreten gilt. Sehr oft sind die Lieder stark fundamentiert im Country, gleichzeitig aber sehr modern arrangiert, dann wieder sind sie eher poppiger Natur. Das Ergebnis ist poppiger Country im allerbesten Sinne des Wortes, dargeboten auf einem überaus hohen Level. Die Synthese aus klassischer, handgemachter Country-Instrumentierung und modernem "Programming" gelingt hier ausgezeichnet, stärkt aber eben den etwas poppigen Eindruck. Doch, wie gesagt, das Songmaterial ist exzellent - ja, vom allerfeinsten, was bei diser Songwriter-Elite auch wirklich kein Wunder ist (neben Jennifer und Brandy Clark sind noch solche Leute wie beispielsweise Holly Williams, Lori McKenna und Shane McAnally involviert). Aber veredelt wird das Ganze durch Jennifer ganz großen Trumpf, ihren herausragenden, charismatischen Gesang. Ihre hinreissend kraftvolle, klare Stimme mit dem umwerfenden Südstaaten-Charme ist einfach eine "Wucht". Sie verbindet sich mit den wunderbaren, prächtig ins Ohr gehenden Melodien der Stücke zu ganz großartigen, kleinen Songperlen. Energie-geladene Uptempo-Kracher wie etwa das Titelstück "Playing with fire", lockere Midtempo-Lieder wie das feine "Three days in bed", oder edle, emotionale Balladen wie das kräftige, wunderschöne "Unlove you" halten sich in etwa die Waage. Insgesamt ist das eine wirklich fabelhafte Vorstellung der ex Sugarland-Frontfrau. Ein tolles Album! Riesen-Kompliment!

Das komplette Tracklisting:

1. Playing With Fire - 3:04
2. Unlove You - 3:54
3. Hey Heartbreak - 3:33
4. Drunk In Heels - 3:20
5. Stupid Girl - 3:38
6. Three Days In Bed - 3:41
7. Sugar - 2:55
8. Chaser - 3:27
9. Starting Over - 4:13
10. Salvation Works - 3:51
11. Way Back Home - 3:31

Art-Nr.: 9171
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Nettles, Jennifer - that girl [2014]
Glänzendes Solo-Album der Stimme von Sugarland, Jennifer Nettles! Sie liefert eine ganz starke Vorstellung ab. Es exsistieren nur wenig Parallelen mit den teils schmissigen, poppigen New Country-Hits von Sugarland, dafür wundervoll variantenreiche, charismatisch interpretierte Songs zwischen Roots, Country, Soul, Americana und Rock. Sonst hätte so ein Solo-Album vermutlich auch wenig Sinn gemacht. Trotzdem eine mutige Entscheidung, sich solch einer Herausforderung zu stellen. Aber wer mit einem derartigen Stimmorgan wie Jennifer Nettles gesegnet ist, dem braucht auch vor etwas variableren Aufgabenstellungen wirklich nicht bange zu sein. Und so bewältigt die 39-jährige, aus Georgia stammende Sängerin die elf Stücke ihres ersten Eigenwerks mit Bravour. Sie hat bis auf den Abschlusstrack sämtliche Stücke selbst mit einigen Co-Writern wie u. a. Mike Reid, Sara Bareilles ("Love Song"), Philip Sweet, etc. geschrieben. Auch die Auswahl der "nicht-üblichen" Musiker der Nashville-Garde (Smokey Hormel, Matt Sweeney, Jason Lader, Ian McLagan, Chad Smith, Lenny Castro, Alex Acuna, dazu jede Menge Streich-, und Hornblasinstrumente), zeugen von einem mit Bedacht gewähltem Richtungswechsel. Die CD beginnt mit dem wunderschönen "Falling", das nach einem zunächst nur mit Akustikgitarrenuntermalung stattfindenden Beginn sich nach dem ersten Refrain (Drums, Piano, Orgel und E-Gitarre setzten ein) zu einer wunderbar melodischen Nummer steigert, die noch am ehesten weitläufige Bezugspunkte zu Sugarland aufweist. Auf ganz sparsam gehaltenen Songs (hier dominieren fast nur Akustikgitarre und Ihre Stimme) wie "Me Without You", "This Angel" (gewisses Heart-Flair) oder "Thank You" kann Nettles ihre vokale Voluminösität so richtig entfalten und das macht sie erwartungsgemäß brillant. Geradezu Grammy-verdächtig! Das Titelstück groovt herrlich relaxt, man hat fast das Gefühl, dass der Song live im Studio eingespielt wurde. Das spontane Beifall-Händeklatschen am Ende des Liedes könnte ein Indiz dafür sein. Der eigentlich etwas ernstere Text von "Jealousy" (es geht um eine Frau, die sich fragt, warum sie ihre Eifersucht nicht in den Griff bekommt) und die "smoothige", lockere Akustik-Pop-Umsetzung stehen in krassem Gegensatz zueinander. Wunderbar der bluesig-soulig umgesetzte Lovesong "This One’s For You" (E-Gitarre, E-Piano, Bläser), mit einer hoch-emotionalen Nettles-Gesangsperformance. Die folgende, temporeichste Nummer des Werkes, "Know You Wanna Know", wurde mit dem wohl prominentesten Co-Autor, Richard Marx, kreiert: Launiger Roadhouse-Country-Rock-Stoff, wie man ihn auch von einer Eve Selis kennt. Mit dem bluesigen "Good Time To Cry" (erinnert phasenweise an den Eagles-Song "Take It To The Limit", Gesang von Jennifer ein wenig in Lucinda Williams-Manier) und der furiosen, souligen Fassung des alten Bob Seger-Klassikers "Like A Rock" (herrliche, Memphis-artige Bläser-Einlagen) gibt es nochmals zwei richtige Kracher zum Abschluss des Silberlings. Produziert hat übrigens der große Meister Rick Rubin (u.a. Johnny Cash, ZZ Top), der ja für seinen großartigen, erdigen und direkten Sound bekannt ist. Jennifer Nettles begibt sich mit ihrem ersten Solo-Album "That Girl" auf ganz eigene Pfade. Und das ist gut so. Das Mädel zieht ohne "Wenn und Aber" ihr eigenes Ding durch. Ganz tolle Scheibe. Gratulation, Ms. Nettles! (Daniel Daus)

Das homplette Tracklisting:

1. Falling - 3:23
2. Me Without You - 3:37
3. Moneyball - 3:13
4. That Girl - 4:00
5. This Angel - 3:31
6. Jealousy - 3:51
7. This One's For You - 3:45
8. Know You Wanna Know - 3:06
9. Thank You - 4:11
10. Good Time To Cry - 4:27
11. Like A Rock - 4:23

Art-Nr.: 8442
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

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Pinson, Bobby - songs for somebody [2007]
Zweitwerk des sympathischen Blondschopfes! Die Major-Ehe RCA/Pinson war trotz eines überragenden Debüts leider nur von kurzer Dauer. Daher erscheint der Nachfolger "Songs For Somebody" konsequenterweise jetzt auf dem Independent Label "Cash Daddy Records" (die Vermutung liegt nahe, dass es Pinsons eigenes Label ist, denn sein gerade geborener Sohn heißt "Cash"). Als Songwriter nach wie vor in Nashville überaus gerne gesehen (Pinson hat unzählige Songs für etablierte Interpreten wie Sugarland, Toby Keith, LeAnn Rimes, Trent Tomlinson und viele andere geschrieben), erschien er in den Augen der Major-Bosse als Musiker mit seiner kantigen Art offensichtlich zu wenig massenkompatibel. Der Vergleich mit einer ähnlichen Entwicklung wie seiner Zeit der eines Steve Earle in Nashville liegt nahe, mit dem Pinson u. a. auch immer wieder in einem Atemzug genannt wird, wenn es um die Charakterisierung seiner Musik geht. Die gute Nachricht in jedem Fall: Der gebürtige Texaner geht weiterhin konsequent seinen Weg, seine zweite CD steht dem Vorgänger in nichts nach. Marginale Änderungen wie das äußere Erscheinungsbild (jetzt im "modischen" Kurz-Haarschnitt, die strohig herabhängenden Haare und der Cowboyhut sind verschwunden), die Produktion (diesmal in Eigenregie, vormals zusammen mit Joe Scaife), sowie die leicht abgespeckte Musiker-Mannschaft (der Korpus vom Debüt mit Troy Lancester, Billy Panda, Mark Hill, Mike Rojas, Russ Pahl und Brian Pruitt ist aber erhalten geblieben), sind ein Zeichen für Frische in Kombination mit Kontinuität, bei weiterhin hohem Qualitätsanspruch. Und so verbindet Pinson erneut seine intelligenten und lebensnahen Texte (“I put myself into the character of that guy who's made some mistakes but lived to learn from them. My music allows me to carry other peoples pain on my shoulders with hopes that the weight of their world might get a little lighter three minutes and twenty seconds at a time.”) mit einer auf Country-Traditionen befindlichen, rockig rootsigen Americana-nahen New Country-Basis. Ruhige Storytelling-Songs ("Back In My Drinkin’ Days", das melancholische "If I Met God Tonight", "This Close To Heaven" oder das traurige "If I Don’t Make It Back", welches auch von Tracy Lawrence auf seinem letzten Werk interpretiert wurde), bei denen Bobby's rauchig kratziges Stimmorgan bei wunderschön zurückhaltender Instrumentierung mit Akustik- und E-Gitarre, ganz dezent Piano, Orgel, Steel oder Mandoline (diesmal komplett ohne Streicher) unnachahmlich zur Geltung kommt, wechseln in gut dosierter Form mit rockigeren und etwas temperamentvolleren Liedern, die dann meist von Pinson's eigenwilligem Humor begleitet werden. Das an Jack Ingram erinnernde "Just To Prove I Could", das von einem dezenten U2-E-Riff getragene "Don’t Think I Don’t Think About It", das southern-swampige "Right To Be Wrong" (fast wie für Van Zant auf den Leib geschrieben), das poppige, mit einer Prise Heartland-Touch versehene "I Probably Will", das recht flotte, ein wenig an Big & Rich angelehnte "Past Comin’ Back" oder das von den Van Zant-Brüdern bereits auf ihrem New-Country-Debüt-gecoverte "Takin’ Up Space" beweisen, dass Bobby auch bei flotteren Nummern eine gute Figur abgibt. Hervorragend, wie bereits erwähnt, die Instrumentierung auf höchstem Niveau, bei der es einfach Spaß macht zuzuhören. Mit "Songs For Somebody" hat Bobby Pinson in einer schwierigen Situation einen exzellenten Nachfolger hingelegt. Das spricht schon für sich. Leute mit Vorliebe für eine gewisse musikalische Eigenständigkeit werden erneut voll auf ihre Kosten kommen. Der John Deere-Traktor mit dem Flugzeug-Motor (mit dem sich Pinson einst verglich) läuft weiter auf vollen Touren... (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4923
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Just to prove I could
Don't think I don't think about it
If I met God tonight
This close to heaven
Takin' up space

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Rimes, LeAnn - family [2007]
Ursprünglich plante LeAnn Rimes als Nachfolger ihres vor zwei Jahren veröffentlichten, großartigen Werkes "This woman", gleichzeitig ihre Rückkehr zur Countrymusic, auch in den USA wieder einmal ein Pop-Album zu präsentieren. "Whatever we wanna" war bereits eingespielt, erschien aber schlußendlich nur in Europa, da sich LeAnn entschied in Amerika erneut auf Material zurückzugreifen, das deutlich näher an ihren Country-Roots liegt! Kluge Entscheidung, denn was LeAnn mit "Family" gelungen ist, bedeutet nicht weniger als ein absoluter Meilenstein ihrer Karriere! Ein ganz großes Album und ein gigantischer Schritt in ihrer Weiterentwicklung, nicht als Sängerin, da ist sie unbestrittene Weltklasse, sondern als "wahre" Künstlerin! Der Grund dafür ist, das LeAnn auf "Family" erstmals Songs präsentiert (und das ausschließlich, sieht man mal von den beiden Bonustracks ab), die sie in Co-Operation mit anderen Songwritern selbst geschrieben hat. Das sie eine phänomenale Sängerin ist weiss man, doch welches beachtliche Potenzial in ihr auch als Songwriterin steckt überrascht schon ein wenig, denn das Material (12 Songs, ohne die beiden bereits erwähnten Bonustracks) bewegt sich von vorn bis hinten auf einem beängstigend hohen Niveau! Rimes tangiert darüber hinaus eine riesige Bandbreite von Musikstilen, die sie sehr gekonnt zu einem überaus homogenen, viel Kontinuität, aber auch viel Kreativität ausstrahlenden Gesamtwerk verknüpft. Was dabei herausgekommen ist, ist eine mitreißende, teils geradezu "explosive", temperamentvolle, würzige, heiße, kraftvolle Mischung aus Country, Roots, Americana, Blues, Pop und Rock, "auf den Punkt genau performt" und frei von jeglichen, aufgesetzten, glamourösen "Dance-Pop"-Spielereien. Und irgendwie mündet das Ganze immer wieder in ihren Countrywurzeln! Einfach klasse! Ein zurückhaltendes, semi-akustisches Intro eröffnet das Titelstück "Family", gefolgt von einer bereits eine unterschwellige Dynamik andeutenden Bass-Drum, übergehend in einen immer noch etwas abwartend wirkenden, bereits aber äußerst würzigen, bluesigen, leicht southern-swampigen Rhythmus, LeAnn's phantastischer, kraftvoller, intensiver, hier ebenfalls herrlich Blues-behafteter Gesang setzt ein - und plötzlich "explodiert" diese Nummer regelrecht, das Tempo wird schlagartig erhöht, fette E-Gitarren steigen ein - und "flugs" befinden wir uns mitten in einem fulminant abgehenden, prachtvollen Roots-/Americana-/Countryrocker - melodisch, eingängig, aber voller Feuer! LeAnn Rimes in absoluter Top-Form! Ein grandioser Auftakt des Albums und gleichzeitig der Beginn jeder Menge weitere Power-Nummern: Das wiederum sehr southern-bluesige, mit rootsiger, Dobro-ähnlicher Acoustic Gitarre, einem trockenen Banjo und erdigen E-Gitarren garnierte, dynamische "Nothing better to do" (klettert bereits in großen Schritten die Billboard Country Singles-Charts nach oben), der knackige, sehr kräftige, mit toller Steelguitar, satten E-Gitarren und einer prächtigen Melodie ausgestattete New Country-/Countryrock-Knüller "Good friend and a glass of wine" (strahlt erneut ein leicht rootsiges, aber auch sehr sonniges, fröhliches Ambiente aus), das ungemein straight nach vorn rockende, dabei wunderbar ins Ohr gehende, wieder voller satter E-Gitarren steckende "Something I can feel" (hat etwas von den aktuellen Sugarland-Sachen), wie auch das wunderbare, flotte, knackige von klaren, transparenten Gitarren und Steel bestimmte "Doesn't everybody", unterbrochen von den beiden herrlichen, kräftig und emotional, aber ohne jeden "aufgesetzten Schmalz" vorgetragenen Balladen "Fight" und "I want you with me" (sehr erfrischend, großartige Steelguitar, Mandoline, wunderbare Melodie)! So geht's mit einem Highlight nach dem nächsten weiter: Ob der voller Southern-Soul steckende, schön "dreckige", riffige Rootsrocker "Nothing wrong" (kernige Stones-Rhytmen, starke Orgel-/Slide-Begleitung), die rootsige, Americana-behaftete, großartige Country-Ballade "Pretty things" (feine Gitarren aller Art, dazu Steelguitar und schöne Keyboard-Ansätze), oder der starke, recht raue Delta-Countryrocker "Upper hand"... - schwache Songs sucht man vergebens! Im Anschluß an die 12 "Basistracks" des Albums gibt's als Bonus noch die beiden Duette mit Jon Bon Jovi, "Till we ain't strangers anymore" (von dessen "Lost highway"-Album) und Reba McEntire, "When you love someone like that" (aus Reba's "Duets"-Werk)! LeAnn Rimes bezeichnet ihr neues Album stolz als das für sie selbst vielleicht wichtigste ihrer bisherigen Karriere. Wir bezeichnen es schlichtweg als ihr stärkstes! Ungemein selbstbewußt, sehr gereift, auf einem neuen Höhepunkt ihrer Entwicklung angelangt - LeAnn Rimes ist endgültig erwachsen geworden! Eine große Künstlerin!

Art-Nr.: 5314
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Steel Magnolia - same [2011]
Schon im Vorfeld der Veröffentlichung dieses Debutalbums überaus erfolgreiches New Country-Duo, bestehend aus Meghan Linsey und ihrem Boyfriend Joshua Scott Jones. Die beiden trafen sich vor einiger Zeit in Nashville während einer Karaoke-Show und landeten schließlich bei dem in der amerikanischen Countryszene sehr renommierten "Country Music Television"-Contest "Can you duet", den sie auch prompt gewannen. (Ihre Vorgänger bei diesem Wettbewerb waren übrigens Joey + Rory.) Die Folge davon war ein Major-Deal bei Scott Barchetta's "Big Machine"-Label (auch beispielsweise die Heimat von Taylor Swift). Dann ging es Schlag auf Schlag: Ihr Top 5 Breakout-Hit "Keep on lovin' you" erzielte über eine Million Downloads, Steel Magnolia's neue Single "Just by being you (Halo and wings)" ist bereits unter den Top 5 der am meisten geschauten Videos auf CMT, sie waren mit Brad Paisley unterwegs auf dessen "H20 World Tour" und ernteten überall Anerkennung für ihre großartigen Performances, gipfelnd in zwei Nominierungen als "Duo of the year" für die "Academy of Country Music Awards". Nun ist ihr komplettes Debutalbum endlich da. Steel Magnolia bieten eine sehr knackig in Szene gesetzte, moderne, aber auch klassisch fundamentierte Mainstream New Country-Musik auf der Höhe der Zeit. Ihre Gesangsleistungen sind klasse. Kraftvoll und dynamisch übernehmen oft beide in ein und demselben Stück abwechselnd den Lead-Gesang. Im weitesten Sinne zielt ihre Musik in etwa auf das Klientel in der Schnittstelle zwischen Jason Aldean, Sugarland, Lady Antebellum, Keith Urban, Billy Currington, Rascal Flatts & Co.! Produziert wurde das Album von Dann Huff! Ein sehr vielversprechender Erstling mit jeder Menge Hit-Potenzial!

Das komplette Tracklisting:

1 Ooh La La - 3:28   
2 Keep On Lovin' You - 3:02   
3 Just By Being You (Halo and Wings) - 4:00   
4 Edge of Goodbye - 4:25   
5 Bulletproof - 3:49   
6 Not Tonight - 4:15   
7 Last Night Again - 3:54   
8 Without You - 3:27   
9 Rainbow - 4:30   
10 Eggs Over Easy - 3:55   
11 Homespun Love - 3:18   
12 Glass Houses - 4:05

Art-Nr.: 7276
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Sugarland - bigger [2018]
Darauf haben die Fans sehnsüchtig gewartet. Ihre Auszeit ist vorüber. Jennifer Nettles und Kristian Bush, alias Sugarland, sind mit einem neuen Studioalbum zurück - und zwar in allerbester, altbekannter Stärke. Die 11 erstklassigen Tracks auf "Bigger" sind ein Musterbeispiel dafür, wie gelungen eine Synthese aus New Country und Pop klingen kann, ohne das dabei das Niveau auf der Strecke bleibt. Hier reiht sich ein potentieller Hit mit tollen Refrains und Melodien an den nächsten - mal voller Energie und mit Tempo, mal eingehüllt in wunderbare Balladen. Sehr starkes "Comeback"-Album, dass sich durchaus eher an den Frühwerken Sugarland's, als an den späteren Werken orientiert, wenngleich etwas poppiger. Doch das tut der Sache hier, wie gesagt, keinen Abbruch". "Bigger" ist tatsächlich richtig "big" - ein neuer "Knaller" von Sugarland.

Das komplette Tracklisting:

1. Bigger - 3:25
2. On A Roll - 3:01
3. Let Me Remind You - 3:45
4. Mother - 3:48
5. Still The Same - 3:38
6. Lean It On Back - 3:39
7. Babe [feat. Taylor Swift] - 3:35
8. Bird In A Cage -
9. Love Me Like I'm Leaving - 5:26
10. Tuesday's Broken - 3:14
11. Not The Only - 4:54

Art-Nr.: 9638
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Neuheit || Typ: CD || Preis: € 15,90

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