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Bryna, Laura - trying to be me [2008]
Mit Laura Bryna betritt eine sehr interessante Persönlichkeit den New Country-Sektor in Nashville. Die fotogene, aus Mount Airy, Montana stammende Sängerin mit einem Faible für Kleidung des italienischen Modedesigners Roberto Cavalli, ist trotz einer schon immer bestehenden Leidenschaft für Countrymusik (sie ist von klein auf großer Patsy Cline-Fan) doch eher über Umwege im Genre gelandet. In ihrer Kindheit hatte sie zunächst zwei Schicksalschläge zu verkraften: Ihr Vater starb bei einem Autounfall und ihr Bruder musste im Alter von 13 Jahren aufgrund eines Gehirnaneurysmas sechs Monate im Koma verweilen. Seit dieser Zeit engagiert sie sich sehr stark für kranke Kinder in einer sogenannten "Make A Wish-Foundation", der auf diesem Album mit "Make A Wish" auch ein Song gewidmet ist. Über verschiedene Gesangsprojekte an der High School landete sie zudem in einer afrikanischen Gesanggruppe, die diverse US-Staaten bereiste, um Großstadt-Kindern Lebenserfahrungen zu vermitteln. Es folgte ein Kunststudium, sowie eine Anstellung beim Musical "Rasputin". Nach ihrer Promovierung gab sie sich dann ihrer eigentlichen Passion hin und zog nach Nashville. Auch dort schrieb sie sich sofort an der Bellmont Universität ein und hatte das Glück, ein Praktikum, sowohl bei Sony und als auch bei Dreamworks, absolvieren zu können. Dies verschaffte ihr die nötigen Kontakte, u.a. zu Clint Black, der sie für sein Equity Music Label verpflichtete und auch mit ihr zusammen durch die Konzerthallen des Landes tourt. Das zwölf Stücke umfassende Album ist ein typisches New Country-/Countrypop-/Contemporary Country-Einsteigerwerk für eine Künstlerin, der man für die Zukunft von Seiten des Labels einiges zutraut. Hier wurde an nichts gespart. Die Songwriter zählen zum "Who-Is-Who" der Szene (u.a. Liz Rose, Tony Mullins, Tony Martin, Mark Nesler, Aimee Mayo, Chris & Hillary Lindsey, Monty Powell und sogar interessante Musiker wie Keith Urban (!), Jennifer Hanson oder Sherrie Austin), und auch von den Musikern her wird mit exzellenten Leuten wie Ilya Toshinsky (von Bering Strait), Brent Mason, Greg Morrow, Eddie Bayers, Paul Leim, Jeff King, Larry Franklin, Mike Rojas und vielen anderen aufgewartet, die eigentlich so alles an Instrumenten einbringen, was sich im Genre großer Beliebtheit erfreut (Fiddle, Banjo, Mandoline, Dobro, Piano, etc.). Gewählt wurde wie eigentlich bei allen momentan angesagten Interpretinnen ein wohl dosierter Mix aus flotten, fröhlichen und radiotauglichen Uptempo-Nummern ("Life Is Good", "Mabye She Fell", "Out The Window", "According To The Radio" - mit coolem Urban-typischem Banjo-Rhythmus), satten, ausdrucksstarken Balladen im Stil der großen Nashville-Diven Marke Chely Wright, Martina McBride, Faith Hill oder einer poppigen LeAnn Rimes ("Room 228", "Make A Wish", "640 Battlefield Dr., "She Can’t Save Him", "Smoke From A Bridge You Burned") und einigen mehr traditionell trocken, teilweise bluesig dahin rockenden Countrynummern in Sphären zwischen Wynonna, Jo Dee Messina und Trick Pony, bei denen sich die hervorragenden E-Gitarristen wie Brent Mason oder Jeff King auszeichnen ("Set It On Fire", "Same Dog", "No Man’s Land"). Auffällig ist die vokale Bandbreite, mit der sich Laura den unterschiedlichen Stücken jeweils glänzend anpasst. Manchmal klingt sie rotzig frech wie eine Heidi Newfield (ex-Trick Pony), mal bölkt sie aggressiv grimmig im Stile einer Wynonna Judd, dann klingt sie plötzlich jungenhaft wie eine Jo Dee Messina/Carrie Underwood oder auch in den balladesken Momenten zart und gefühlvoll wie eine Chely Wright oder LeAnn Rimes. Man merkt sofort, dass man es mit einer fundiert ausgebildeten Sängerin zu tun hat. Die Produktion von Roger Sarchet ist zeitgemäß knackig und auch die Songs sind in einem sehr gut gewählten Verhältnis zueinander abgestimmt, so dass man von einem recht kurzweiligen Werk sprechen kann. Mit "Trying To Be Me" hat Laura Bryna eine erste vielversprechende "Duftmarke" in Nashville gesetzt. Man darf auf den weiteren Verlauf ihrer Karriere gespannt sein. Typischer, angesagter, moderner Damen-New Country mit Chart-Ambition! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5546
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 15,90

In folgende Titel können Sie reinhören:
Life is good
Room 228
Same dog
640 Battlefield Dr.
No man's land

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Jones, George & Friends - 50th anniversary tribute concert ~ 2 dvd-set [2007]
2 DVD-Set! Live! Im Jahre 2004 feierte die große Countrymusic-Legende George Jones, damals stolze 73 Jahre alt, sein 50-jähriges Bühnenjubiläum! Aus diesem Anlaß fand Ende 2004 im Roy Acuff-Theatre in Nashville/Tennessee ein großartiges, denkwürdiges "50th anniversary concert" statt, bei dem sich neben George Jones selbst (er performte 2 Songs alleine, sowie einige Duette), ein "Who is Who" der größten, heutigen Country-Stras Nashville's einfand um eine Vielzeahl der bedeutendsten Hits von "The Possum" live aufzuführen. Was für ein klasse Konzert, und was für Namen standen dort auf der Bühne: U.a. Alan Jackson, Randy Travis, Vince Gill, Trick Pony, Lorrie Morgan, Trace Adkins, Sammy Kershaw, Kenny Chesney, Emmylou Harris, Tanya Tucker, Martina McBride, Kris Kristofferson und viele mehr, die sich alle mit ihren vorzüglichen Interpretationen klassischer Jones-Nummern vor ihrem großen Vorbild verbeugten. Begleitet wurden die einzelnen Künstler von einer "Hausband", die, dem Anlaß entsprechend, ebendalls aus der absoluten "Creme" Nashville's bestand: Eddie Bayers, Stuart Duncan, Paul Franklin, John Hobbs, Brent Mason, Nichael Rhodes und Bruce Watkins! Klar, daß damit ein wunderbares Konuzert, im übrigen moderiert von Reba McEntire, gewährleistet war, das es nun, seinerzeit mitgeschnitten für den amerikanischen Sender "PBS", auf einer tollen Doppel-DVD zu bewundern gibt. Filmtechnisch und soundmäßig (high def. 5.1.surround sound) erstklassig in Szene gesetzt ist das Teil ein wahres Fest für die Freunde traditioneller Countrymusic!

Hier die Auflistung der auftretenden Künstler mit den jeweiligen Songs, die sie spielen:

DVD 1
1. Alan Jackson - I'm A One Woman Man
2. Aaron Neville - The Grand Tour
3. Randy Travis - Onec You've Had The Best
4. Randy Travis & George Jones - A Few Ole Country Boys
5. Trick Pony - The Race Is On
6. Vince Gill - If My Heart Had Windows
7. Lorrie Morgan - A Picture Of Me Without You
8. Trace Adkins - Same Ole Me
9. Sammy Kershaw - You're Still On My Mind
10. Shelby Lynne - Why Baby Why
11. Shelby Lynne & George Jones - Take Me
12. Uncle Kracker - Window Up Above
13. Kenny Chesney - I Always Get Lucky With You

DVD 2
1. Kenny Chesney - Tennessee Whiskey
2. Emmylou Harris - One Of These Days
3. Amy Grant - Bartender's Blues
4. Tanya Tucker - Walk Through This World With Me
5. Joe Diffie - White Lightning
6. George Jones - I Must Have Done Something Bad
7. Connie Smith & George Jones - Golden Ring
8. Kris Kristofferson - Why Me
9. Martina McBride - Just One More
10. Harry Connick jr. - She Thinks I Still Care
11. Wynonna & George Jones - We're Gonna Hold On
12. George Jones - He Stopped Loving Her Today

Als Bonus gibt es zusätzlich noch die beiden Musikvideos zu "50000 Names" und "The Cold Hard Truth"!

Die DVDs sind "code free" und somit auf jedem DVD-Spieler abspielbar!

Art-Nr.: 4939
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: DVD || Preis: € 17,90

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Lady Antebellum - same [2008]
Prächtiges Major-Debut dieses neuen, hoch talentierten New Country-Trios, bestehend aus Hillary Scott (Tochter von Countrysängerin und Grammy-Gewinnerin Linda Davis), Charles Kelley (Bruder des Singer/Songwriters Josh Kelley) und Dave Haywood, die einen herrlich knackigen, erfrischenden, peppigen Gitarren-orientierten, voller Hit-Potenzial steckenden Sound präsentieren, der in etwa zwischen Sugarland und Little Big Town anzusiedeln ist, vielleicht noch ein wenig Country-orientierter. Die erste Single "Love Don't Live Here" ist bereits unter den Top-15 in den Billboard Country-Singles-Charts anzutreffen, und der Weg weist weiter nach oben. Produziert haben das Album die bekannte Songwriterin Victoria Shawund Paul Worley! Fast scheint es so, als sei es dem Trio gelungen, besetzungsmässig in eine Marktlücke zu stossen, denn außer Trick Pony (um die es seit dem Ausscheiden von Heidi Newfield sehr ruhig geworden ist) gibt es kaum eine vergleichbare Konstellation (eine Frau, zwei Männer) von solcher Qualität. Haywood und Kelley sind bereits seit Schultagen eng befreundet, Hillary traf Charles 2006 bei der Produktion eines Musikspots in Nashville, beide kamen ins Gespräch und vereinbarten, es mal mit dem gemeinsamen Komponieren zu versuchen. Man stellte schnell fest, dass die Chemie stimmt und lotete mit einigen, wenigen Songs und ein paar anschließenden, selbst gebuchten Gigs die Chancen aus, als Dreier-Formation bestehen zu können. Die Reaktionen der Fans war begeistert. Und dann ging alles rasend schnell. Lady Antebellum (der Name resultiert aus dem Ergebnis eines Spaßfotos vor einem südstaatlichen Herrenhaus) wurden als Opening-Acts für renomierte Interpreten wie Kenny Chesney, Carrie Underwood, Tim McGraw, Alan Jackson, Josh Turner und Little Big Town gebucht, spielten in der berühmten Grand Ole Opry und sind mittlerweile auch als Support für Martina McBrides Arena Tour 2008 verpflichtet worden. Diese musikalischen Konstellationen passen auch prima zusammen, denn Lady Antebellum spielen modern und knackig, haben ihre Roots aber unüberhörbar in den Traditionen des klassischen Country. Das Nashville Lifestyles-Magazin bezeichnete sie kürzlich als "the next big thing" in Nashville, und das erscheint durchaus plausibel. Das Debutalbum jedenfalls ist ein Volltteffer! Das Trio (übrigens bei den ACM-Awards in der Sparte "Best New Group" nominiert) präsentiert durchweg hervorragende, sehr selbstbewusste, offensive, in Eigenregie komponierte Songs (zehn von elf) voller jungem Elan und toller Melodien, eingespielt mit der fantastischen Musikern aus der ersten Garde von Nashville's Studiocracks (u.a. Mike Rojas, Chad Chromwell, Craig Young, Jason Gambill, Bruce Bouton, Paul Worley, Larry Franklin), die vor allem auch durch ihren Abwechslungsreichtum glänzen. Es wurde ein exzellenter Mix aus wunderbar countryrockigen Uptemponummern ("Love Don’t Live Here", "Lookin’ For A Good Time" "I Run To You", "Love’s Lookin’ Good On You", "Slow Down Sister"), sehr melodischen und atmosphärischen Midtempotracks ("Long Gone", "Home Is Where The Heart Is", "Things People Say") und einigen sehr schönen, emotionalen Power-Balladen ("All We’d Ever Need", "Can’t Take My Eyes Of You", "One Day You Will") mit dezenten, aber nicht übertriebenen Streichereinsätzen gewählt, wobei fast jedes Lied aufgrund der eingängigen Gestaltungen großes Hitpotenzial aufweist. Von der Stimme her liegt Hillary Scott irgendwo im Bereich zwischen Sugarland-Sängerin Jennifer Nettles und Michelle Branch von The Wreckers. Charles Kelley dürfte die Frauenherzen mit seiner warmen, rauchigen Charakter-Tenorstimme massenweise zum Schmelzen bringen. Beide wechseln sich in einem gut abgestimmten Verhältnis an der Front ab, spielen sich ab und zu mal im Duett die Bälle zu oder unterstützen den anderen mit wunderbaren Harmoniegesängen. David Hawwood erweist sich dazu als außerordentlich guter Gitarrenspieler (Electric- und Akustik-), weiß aber auch mit schönen Mandolinenfills zu gefallen und steuert obendrein manchmal exzellent passende Harmonies bei. Hier bewegen sich "Lady A." (Spitzname der Fans) schon jetzt auf einem Niveau, das allerhöchste Anerkennung verdient. Die Produktion ist knackig, glasklar und sehr zeitgemäß auf den Punkt gebracht. Man braucht wirklich kein Prophet zu sein um Lady Antebellum schon jetzt eine vielversprechende Zukunft vorauszusagen. Das mit dem "nächsten großen Ding" könnte also durchaus Wirklichkeit werden. Sugarland haben hier vielleicht ein wenig die Richtung vorgegeben, Lady Antebellum die ‚musikalische "Spur" gekonnt aufgenommen! Das ist ohne Wenn und Aber durch und durch toller, moderner, knackiger, gleichzeitig aber auch traditionsbewusster New Country voller Frische und Pep! Diese Drei machen richtig Freude! Fazit: Debüt super gelungen - weiter so, "Lady A"! (Daniel Daus)

Art-Nr.: 5611
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 16,90

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Newfield, Heidi - what am i waiting for [2008]
Heidi Newfield is back! Sie war der tragende Teil des beliebten und sehr erfolgreichen Trios Trick Pony, das zuvor drei richtig gute Alben hingelegt hatte. Trotzdem entschloss sich Heidi Newfield neue Pfade zu betreten und eine Solo-Karriere in Angriff zu nehmen. Nachdem der Vertrag bei Curb Records unter Dach und Fach war und Heidi mit dem alt gedienten Tony Brown (George Strait, Reba McEntire, Brooks & Dunn) auch noch den passenden Produzenten gefunden hatte, ging die Dame mit der explosiven Charakterstimme voller Elan an die Arbeit und fortan sprudelten die Ideen. Mit ihrem Solo-Debut "What Am I Waiting For" dürfen wir uns nun am endgültigen Resultat erfreuen. Und um es vorwegzunehmen, es ist ein Prachtteil geworden. Auch die Trick Pony-Fans können aufatmen. Während der verbleibende Rest mit Ira Dean und Keith Burns einfach keinen adäquaten Ersatz zu finden scheint (und sich scheinbar auch endgültig getrennt hat), geht Heidi den einst zu dritt beschrittenen Weg mit sehr viel Geschick weiter, ohne dabei allerdings ihre vielseitigen musikalischen Wurzeln zu vergessen, was dem neuen Werk damit naturgemäß aber eine viel persönlichere Note verleiht. Die Tücher zu ihren einstigen Weggefährten sind offenbar nicht vollends zerschnitten, wie die Tatsache, dass beide beim Titeltrack, sowie Ira Dean bei einen weiteren Song, kompositorisch beteiligt sind, untermauert. Das Album wird mit einer bärenstarken, höchst interessanten und sehr mutig ausgewählten Nummer eröffnet, die sogleich Heidi's große Vielseitigkeit und ihr großes Talent belegt. "Can’t Let Go“ ist ein nach vorne preschender rockiger Countrysong, geschrieben von Randy Weeks, den einst Alternate Country-/Americana-Göttin Lucinda Williams auf ihrem berühmten "Car wheels on a gravel road"-Album bekannt machte. Heidi Newfield trägt ihn mit ihrer typischen, rotzige Röhre vor, untermalt mit einer kratzigen Akustikgitarre (klasse Ilya Toshinsky), begleitet mit einer bluesigen Harp (kann Heidi ja auch fantastisch spielen) und toller E-Gitarrenarbeit von dem großaritgen Kenny Greenberg. Hat ein rootsiges Americana-Feeling, durchaus auber auch den "Pep", der bei der Trick Pony-Gemeinde ankommt. Deren "PourMe" oder auch "Big River" kommen da direkt wieder in Erinnerung.. Das anschließende "When Tears Fall Down" beinhaltet eine weitere Überraschung. Ein schöner, melodischer New Country-Song (mit Steel-Einlagen), bei dem aber auch dezent poppige Elemente eingebaut wurden. Heidi's Gesang hat einen schönen Drive und erinnert gar ein wenig an Stevie Nicks. Center-Song des Werkes ist "Johnny And June", das vorab auch schon als Single veröffentlicht wurde. Ein Stück voller Zitate über das Cash-Ehepaar, garniert mit Heidi’s emotionaler Gesangsperformance im Refrain. Da kann eigentlich nur ein Hit bei rauskommen. Beim Titelsong und dem folgenden "Love Her And Lose Me" wird dann wieder mehr auf ruhigere Töne gesetzt. Hier kann man sich wunderbar an den hervorragenden Musikerleistungen und dem exzellenten Gesang der Protagonistin erfreuen. Das wunderschöne, herrlich erfrischende, sonnige, flockige "Cry Cry ('Til The Sun Shines)" pendelt genüßlich zwischen einem lässigem Groove in den Strophen und rhythmischem Temperament mit purer Lebensfreude im Refrain hin und her. Filigrane E-Gitarren-Arbeit von Kenny Greenberg und die Piano-/Orgel-Klänge von Steve Nathan und Reese Wynans geben dem Song einen wunderbaren Rahmen. Ein echter "Sommer-Hit!". Aus der Feder von Lori McKenna stammt die schöne, ohne jeden Kitsch dahin gleitende Countryballade "Wreck You". Heidi's Stimme lässt Assoziationen an eine Julie Roberts aufkommen. Richtig aggressiv und sogar ein wenig psychedelisch geht es bei "Nothin’ Burns Like A Memory" zur Sache. Heidi schreit ihre im Text formulierte Wut förmlich heraus und verleiht dem Stück samit ein sehr authentisches Flair. Bei "All I Wanna Do" kann man sich vom Vorgänger wieder erholen. Mrs. Newfield agiert bei dieser Slow-Country-Nummer ganz im Stile der großen Diven der Zunft. Hier zeigt sich, dass sich Heidi auch locker mit Kolleginnen wie Reba McEntire oder Martina McBride messen kann. Den Abschluss bildet mit "Knocked up" dann wieder ein Stück, das auch auf jedem Trick Pony-Album seine Berechtigung gehabt hätte. Die Nummer ist ein toller, frecher New County-Song mit Redneck-Touch, bei dem Heidi nochmals mit dreckiger Röhre und ihrem starken Harpspiel zu glänzen vermag. Die Refrainzeile "Knocked Up, shame, shame, I’m gonna ruin my family name", bietet sich regelrecht dazu an, aus vielen Kehlen mitgegrölt zu werden. Ein starkes Finish! Fazit: Heidi Newfield hat mit "What Am I Waiting For" alles richtig gemacht. Zum einen hat sie ihre ganze Vielseitigkeit wesentlich deutlicher ins Licht gesetzt als je zuvor und zum anderen ihre sicherlich immer noch reichhaltig vorhandenen Trick Pony-Anhängerschaft mit im Boot belassen und in keinster Weise "vergrault". Im Gegenteil! Die Trick Pony-Gemeinde werden dieses Werk lieben und Heidi wird darüber hinaus viele neue Fans hinzugewinnen. Eine klasse Leistung! So warten wir schon jetzt gespannt und mit Freude auf ihre weiteren Werke. "Rock on", Heidi! (Daniel Daus)

Das komplette Tracklisting:

1. Can't Let Go - 3:28
2. When Tears Fall Down - 4:13
3. Johnny & June - 3:38
4. What Am I Waiting For - 4:21
5. Love Her And Lose Me - 4:16
6. Cry Cry (Til The Sun Shines) - 3:19
7. Wreck You - 3:48
8. Notin' Burns Like A Memory - 2:53
9. All I Wanna Do - 4:14
10. Knocked Up - 3:30

Art-Nr.: 5872
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Angebot || Typ: CD || Preis: € 8,90

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Trick Pony - on a mission [2002]
Klasse! Die "jungen Wilden" von Trick Pony sind wieder da! Powerfrau Heidi Newfield, die mit ihrer frechen. coolen, energiegeladenen, aber auch gefühlvollen "Röhre" die Cowboys auf Touren bringt, sowie ihre beiden Mitstreiter Keith Burns und Ira Dean geben wieder ordentlich Gas! Sie machen nahtlos da weiter, wo sie mit ihrem letztjährigen Debut begonnen haben. Heißer, frecher, peppiger, powernder, gitarrenorientierter Rockin' Honky Tonk- /Roadhouse-Country, der richtig Spaß macht - überwiegend "straight forward" gespielt. Da kann man kaum ruhig sitzen bleiben, die Beine beginnen automatisch zu wippen. Was zusätzlich bemerkenswert ist: sie lassen sich nicht von ihrem Weg abbringen, verzichten völlig auf modische Pop-Strömungen, bleiben ihrer puren, toughen, Countrymucke treu. Vielleicht könnte man sie als so etwas, wie die legitimen Nachfolger der in den späten Achtzigern und frühen Neunzigern so bekannten Highway 101 um Paulette Carlson bezeichnen. Von den 12 Tracks gibt es lediglich 3 Balladen, doch auch die sind überaus gelungen. Los geht's mit dem Titelstück! Fetziges Schlagzeug, dynamische Akustik-Gitarren-Licks, gemischt mit beherzten E-Gitarren-Riffs, guter Drive, Heidi's starker Gesang, und schon sind Trick Pony ("On a mission") auf ihrer rockin' Honky Tonk-Mission! "I'm on a mission, I got a cause, I'm gonna hit every rockin' little honky-tonk bar", heißt es im Text! Damit ist die Marschroute festgelegt! Cool rockend, mit dezentem Rockabilly-Touch, machen sie dann auf "Nobody ever dies of a broken heart" weiter. Wunderbarer, schneller Schlagzeug-Drive, klasse Gitarrenbegleitung, eine starke Melodie und Miss Newfield's Power-Voice bringen die Gäste eines jeden Honky Tonk-Schuppens in Wallung. So geht es mit sehr gelungenem Songmaterial bis zum Ende (die CD schließt mit dem melodischen, knackigen Countryrocker "Fast horde", inklusiver toller Lead-Gitarre) weiter. Keine Durchhänger! Erwähnenswert ist noch, daß sie sich für einen Track erneut, wie schon bei ihrem Debut (damals war es Johnny Cash) eine lebende Country-Legende ins Studio geholt haben, der sie auf diese Art und Weise ihre Anerkennung und Hochachtung zollen. Diesmal haben sie usammen mit keinem Geringeren als Willie Nelson dessen "Whiskey river" in einer klasse, rohen, rockigen Version neu eingespielt. Trick Pony sind auf dem richtigen Weg und bringen weiterhin frischen Wind nach Nashville! "On a mission" ist eine herrliche, fetzige, rocking Country-Party ohne Kompromisse! Allerbester Hillbilly Rock! Macht einfach Laune...


Art-Nr.: 1714
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Trick Pony - r.i.d.e. [2005]
Endlich! Nach ihren ersten beiden, tollen CD-Veröffentlichungen, mit denen sie so viel frischen Wind in die Nashville-Szene brachten, haben Trick Pony nach großem Hin- und Her, was Veröffentlichungsrechte anging, bei Curb Records eine neue musikalische Heimat gefunden. Und nun ist ihr lang ersehntes, drittes Werk "R.I.D.E"., für das sie direkt auf dem Cover ihre eigene Definition gleich mitliefern, nämlich "Rebelliuos Individuals Delivering Entertainment", auch erhältlich! Höchst erfreulich: Das Trio, bestehend aus dem energiegeladenen weiblichen "Gesangs-Hurricane" Heidi Newfield, dem ruhenden Pol Keith Burns (Gitarre, Gesang), und dem Paradiesvogel Ira Dean (Bass, Gesang), hält weiter an seinem bisherigen Erfolgskonzept fest und überzeugt dabei wieder auf der ganzen Linie. Songs, egal
ob traditionell angehaucht oder modern dargeboten, sollen dem Zuhörer in erster Linie gute Laune bereiten, und das wird ohne Kompromisse über den gesamten Verlauf dieses Longplayers durchgezogen, bis auf eine einzige, dem traurigen Anlaß entsprechende, Ausnahme. Wieder wurden, wie bereits bei den früheren Alben praktiziert, zwei Legenden des Country mit integriert, diesmal die Herren George Jones und Kris Kristofferson. Erstgenannter wurde in zwei kleine, spaßige Kurzinterviews, geführt von Heidi, als Song-Intro einbezogen, wobei sein Statement "I love Trick Pony" sich mittlerweile zum "Running Gag" für Werke der Band zu entwickeln scheint, Kristofferson hingegen spricht Texteile des emotional geladenen gospelhaltigen Vortrages, den Heidi ihrer vor kurzem verstorbenen Mutter am Ende der CD gewidmet hat ("Maryann’s Song"). singt fast Los geht’s aber mit dem spaßigen, knackigen Anti-Drinking-Song "Ain’t Wastin’ Good Whiskey On You", ein schöner, purer Countryrocker mit Roadhouse- /Honky Tonk-Touch und leichtem Retro-Flair, gefolgt vom flotten, Rockabilly-trächtigen "What’s Not To Love", mit klasse Fiddle- und Gibson-typischem E-Gitarren-Solo. Beide Nummern sind recht traditionell, aber wieder ungemein druckvoll und frisch in ihrer Performance. Die erste Single, der alte Bonnie-Tyler-Gassenhauer "It’s A Heartache", wurde New-Country-konform melodiös aufbereitet, und hält sich momentan seit Wochen in den oberen Sphären der Billboard-Country-Single-Charts. "I Didn’t" und "The Bride" sind zwei der typischen Trick Pony-Stücke, die einfach so herrlich locker ins Ohr fließen und jede Menge an positiver Energie verströmen. Ganz wunderbar auch "Sad City", eine Art Sonnenuntergangs-Ballade. Spürbar erwärmendes Westcoast-Feeling der Marke Eagles unhüllt uns hierbei. Besonderes Bonbon: Mit eingebunden ist "Hootie & The Blowfish"-Frontmann Darius Rucker, der einen klasse Gesangspart beim Duett mit Ira Dean (der singt fast im Stil von Don Henley) abliefert. Ganz stark auch "Senorita" aus der Feder der Los Lonely Boys, ein Stück voller rhythmischem Tex-Mex-Esprit, garniert mit herrlich spanischer Akustikgitarre und Santana-mäßigem E-Gitarrenspiel. Ein Highlight! Beim Songwriting wurden neben ein paar gut gewählten Fremdkompositionen, wieder viele namhafte Co-Writer eingebunden wie z. B. David Lee Murphy (der auch schon beim Vorgänger "The Mission" mitgewirkt hatte), Sherrie Austin, Billy Dean, Jeffrey Steele und Anthony Smith. Smith steuert hier mit "Hillbilly Rich" wieder so einen richtig "hippen", schwülen Southern-angehauchten Countryrocker bei, bei dem er sich auch für die Mitproduktion und ein glanzvolles Banjospiel verantwortlich zeigt. "Once A Cowboy" gibt es bereits auf Jeffrey Steele’s starkem "Outlaw"-Album, und wurde hier mit Heidis weiblichen Lead-Vocals als Verifizierung schlichtweg gecovert. Ganz tolle Nummer! Ebenfalls in Zusammenarbeit mit Steele entstand das durch Brian Setzer inspirierte, energiegeladene Power-Rockabilly-/Honky Tonk-Stück "Cry Cry Cry", das durch zwei Drummer und einer Horn-Section im Big-Band-Stil eine ernorme Wucht entfaltet. War zunächst für Heidi geplant, wurde dann aber doch für Ira Dean als Hauptakteur umgeschrieben. Wie sagte neulich Sängerin Heidi Newfield, die sich auf "R.I.D.E." wieder in vokaler Bestform präsentiert: "I’m never going to be Celion Dion, I’m a honky-tonker, down to the core and we’re a honky-tonk band"! Widerspruchslos unterschrieben, mit dem Zusatz: "aber eine richtig Gute, die jede Menge frohe Laune verbreitet", wie ihr drittes Album einmal mehr höchst eindrucksvoll unter Beweis stellt. Ein ganz starker Ritt, Trick Pony!

Art-Nr.: 3019
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 17,90

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Trick Pony - same [2001]
Jawohl, das hatte Nashville mal wieder nötig! Das macht richtig Freude! Dieses großartige Trio um Energiebündel Heidi Newfield (Gesang, harmonica, acoustic guitar) bringt absolut frischen Wind und neuen Pepp in die US New Country-Szene, wie schon lange keine Band mehr. Bis auf drei Songs übernimmt Heidi den Lead-Gesang, doch es sei hier erwähnt, daß auch ihre beiden Mitstreiter Ira Dean und Keith Burns ganz ausgezeichnete (Lead)-Sänger sind. Miss Newfield hat eine klasse "freche" Countrystimme und einen energiegeladenen Gesangsstil, der einen mitreißt. Die Musik von Trick Pony ist überwiegend fetzig, knallig, ins Bein gehend, knackig, manchmal rockabilly-infiziert, honky-tonkig, frisch, unverbraucht und "tough"! Doch auch die wenigen Balladen überzeugen durch unglaublich viel Gefühl und die herausragende Songqualität. Track 4 "Every other memory" ist eine intensive Powerballade, die das Wort "Power" auch wirklich verdient. 13 excellente Songs, ohne jeden Durchhänger! Der Opener "Pour me" klettert in den Billboard Country-Single-Charts unaufhörlich Richtung Spitze. Enthält eine "coole", fetzige Coverversion von Johnny Cash's "Big river", bei der es sich sowohl Johnny Cash sebst, als auch Waylon Jennings nicht nehemen ließen, Duett-Gesangsparts mit zu übernehmen. Klasse! Diese Band und dieses Album haben wirklich Herz und Seele. Sie könnten Nashville's nächster ganz großer "Big Shot" werden. Eine herrliche CD! Viel Erfolg, Trick Pony....

Art-Nr.: 1653
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 12,90

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Various Artists - the songs of hank williams jr. ~ a bocephus celebration [2003]
Hochinteressanter neuer "Stoff" für die Fraktionen der Southernrocker und Countryfreunde gleichermaßen! Hank Williams jr. ist zweifellos einer der populärsten und markantesten Vertreter klassischer und zeitloser Outlaw-Country-Musik! Wie bei kaum einem anderen war und ist seine typische "rowdy" Countrymusic geprägt von der Verschmelzung der puren Country- und Honky Tonk-Traditionen mit rohen Southern-Roots und einer gediegenen Portion Blues- und Rock-Würze. So hat es sich eine wirklich hochkarätige Delegation aus den Bereichen Southern Rock, Country und Countryrock nicht nehmen lassen "Bocephus" mit diesem großartigen Tribute-Album ihre musikalische Anerkennung zu dokumentieren. Auf 16 Tracks, von denen bis auf 2 (lediglich Alan Jackson's "The blues man" und "A country boy can survive" von Chad Brock sind bereits veröffentlicht) alle exklusiv für dieses Album neu eingespielt wurden und anderweitig nicht erhältlich sind, beglücken uns die verschiedenen Bands und Künstler mit ihren Versionen diverser Hank-Jr. Titel. Und das machen sie überwiegend in prächtiger Manier. Hier gibt's dampfenden Southernrock, genauso wie ganz großartige, traditionelle Outlaw-Country- und Honky Tonk-Nummern. Ein kurzer Überblick! Zunächst die beteiligten Bands aus dem Southernrock-Umfeld: Lynyrd Skynyrd geben sich beispielsweise die Ehre mit einer brandneuen Aufnahme des Klassikers "Born to boogie". Wow, und die hauen ordentlich rein! Eine kochende, pure Southernrock-Nummer allererster Güte, mit krachenden Riffs, bärenstarkem Klavier-Geklimper und feurigen Gitarrenduellen. Das macht richtig Appetit auf die neue Skynyrd-CD. Dann ist Georgia Satellites' Dan Baird mit von der Partie. Er steuert eine höllische Version von "Whiskey bent & hell bound" bei. Typisch dreckige, dampfende Satellites-Riffs, sein toller Gesang, das bluesige Boogie-Flair und ein glühendes Gitarrensolo machen diese Nummer zu einem echten Knaller in bestem Yayhoos-Stil. Ewige Zeiten gab's nichts Neues von der Marshall Tucker Band. Das ist jetzt vorbei! Sie präsentieren eine prima Countryrock-Version von "All my rowdy friends have settled down" und die alten Kempen von 38 Special steuern den Rocker "If it will it will" bei. Dann kommen wir langsam zu den Vertretern der Country- und New Country-Szene: Montgomery Gentry zum Beispiel spielen eine großartige, herrlich knackige Version des Honky Tonk-Countryrockers "Women I've never had" mit wunderbarem Piano-, Steel- und E-Gitarren-Wechselspiel. Trick Pony laden mit "All my rowdy friends are coming over tonight" zu einer rasanten, fulminanten, rockenden Country-Party ein. Geht wunderbar ab! Mit toller Blues-Harp, klasse Gitarrenläufen und einer Menge Southern-Flair! Außerdem sehr gelungen ist die satte Uptempo-Version von "Family tradition", die Aaron Tippin präsentiert, oder auch die beiden wunderbaren "Pure" Country-/Honky-Tonk-Nummern "Major moves" von John Michael Montgomery und "Eleven roses" von Trace Adkins, beide mit schöner Steelguitar. Ebenfalls eine ganz großartige Version gibt es von "Heaven can't be found", interpretiert von einem gewissen Dusty Drake. Ein neuer Name, der aufhorchen läßt. Traditioneller Country in bestem Alan Jackson-Stil vom Allerfeinsten. Tolle Stimme! Klasse auch Tracy Lawrence mit seiner Version von "Outlaw women", herrlicher New Country voller Outlaw-Southern-Flair mit schöner Slide-Gitarre. Ansonsten hören wir noch Songs von Blake Shelton, Andy Griggs und Hank jr. selbst, zusammen mit all seinen Freunden, die ihn auf diesem Tribute würdigen. Immer wieder erstaunlich, zu welch großer Form so manche Interpreten doch bei solchen Tribute-Alben auflaufen. Auch dieses Hank-jr.-Tribute macht da keine Ausnahme. Kompliment an die Künstler! Über 63 Minuten beste Southernrock-/ Country-/ Countryrock-/ New Country-Unterhaltung mit hohem Spaßfaktor!

Art-Nr.: 1772
Gruppe: Musik || Sparte: Rock; Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 18,90

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Young, Chris - same [2006]
Debüt-Album des diesjährigen "Nashville-Star"-Gewinners Chris Young! Anders als in hiesigen Gefilden kann man beim Sieger dieses Wettbewerbs eigentlich blindlings davon ausgehen, dass sich dieser auch über einen längeren Zeitraum im Business rund um Music City etablieren wird. Der Grund dafür ist einfach die entsprechend hohe Qualität, die alle, die sich letztendlich bei diesem Contest durchsetzen, vorweisen können. Zudem können sie meistens auch auf eine fundierte musikalische Ausbildung zurückblicken. Im Fall von Chris Young gewährten bereits die Eltern ihrem Sprössling jegliche Unterstützung um auf musikalischem Terrain Fuß fassen zu können. Der aus Murfreesboro, Tennessee stammende Sänger und Songwriter absolvierte schon zu Universitätstagen rund 150 Gigs im Jahr und wagte es, irgendwann sogar ein festes Engagement quasi in der "Höhle des Löwen" anzunehmen, nämlich dem berühmten Honkytonk-Club in Arlington, dort, wo man dem Nashville-Country im Allgemeinen eher distanziert gegenübersteht. Doch Young schaffte es dort problemlos mit vier wöchentlichen Auftritten sein Publikum regelmäßig zu begeistern. Rein äußerlich an eine Mischung aus Brad Paisley und Chris Cagle erinnernd, setzten Chris und sein Produzent, der erfahrene Buddy Cannon (Kenny Chesney, Sara Evans, John Michael Montgomery etc.) auf eher traditionellen New Country-Werte, die aber von den beteiligten Musikern derartig knackig und fett eingespielt werden, dass es eine wahre Freude ist. Der erst 21-jährige Young versteht es fast wie ein Chamäleon in farblicher Hinsicht, seine Stimme, (meistens im Bariton-Bereich liegend und für sein Alter bereits erstaunlich reif klingend), immer wieder zu verändern und der Stimmung der jeweiligen Stücke optimal anzupassen. Hier und da hört man mal einen Blake Shelton, Randy Travis, Buddy Jewell oder einen Trace Adkins heraus, ohne das es den Anschein erweckt, Young habe kein eigenes Profil. Gleich das erste Stück wurde von einem überaus prominenten Trio komponiert: Trick Pony-Bassist Ira Dean, Klasse-Musiker und Songwriter David Lee Murphy sowie Hit-Erfolgsgarant Kim Tribble erschufen mit "Beer Or Gasoline" einen kraftvollen, satten Countryrocker mit stampfendem E-Gitarren-Rhythmus, der mit jeder Menge Liebe zum Detail (integriertes Banjo, Dobro und Mandoline, Soli :Fiddle / Dobro) glänzt. "You’re Gonna Love", "Drinkin’ Me Lonely" (der Song, mit dem Young die Herzen des "Nashville Star"-Publikums eroberte - erste Single - übrigens von ihm selbst mitkomponiert), sowie "Flowers" decken den eher gemäßigteren Teil des Werkes ab. Ansonsten dominiert jedoch bei allen Songs eine sehr zeitgemäße, überaus knackige Performance. Immer wieder hören wir starke Gitarrenparts von so etablierten Klasse-Leuten wie Kenny Greenberg oder Pat Buchanan, kombiniert mit Fiddle, Honkytonk-Piano, Steelguitar oder Mundharmonika, zum Teil ein wenig funkig-rockig präsentiert wie Chris Cagle das des öfteren tut, oder aber mit coolem "Sprechgesang" der Marke Trace Adkins modernisiert. Richtig flott geht es bei den Boogie-mäßigen "White Lighning Hit The Family Tree" (erinnert vom Flair an den Chuck-Berry-Klassiker "C’est La Vie") oder "Lay It On Me" (starkes Piano, krachende Drums, Fiddle-/Harp-/E-Gitarren-Solo) zu, während "I’m Headed Your Way, Jose" auf humorvolle Weise den Grenzkonflikt USA/Mexico in konträrer Weise auf die Schippe nimmt (..."Here’s the keys to my Chevrolet, you can have the house and bills I pay, welcome to the good ol’ U.S.A, Im headed your way, Jose."). Eine passende Baritone-E-Gitarre und typische Trompeten vermitteln hier diese herrliche Border-Atmosphäre. "Who’s Gonna Take Me Home" schließlich lässt dann mit krachendem Schlagzeug-Tusch am Ende diese Klasse-Albums noch einen tollen, kräftigen Country-Rocker mit coolem Southern-Flair ausklingen! Insgesamt kann man dem Newcomer ein kurzweiliges, sehr lebhaftes Debüt attestieren. Man merkt förmlich, dass der Junge "heiß" war, sich auf seiner ersten Scheibe zu präsentieren. Gelingt es Chris Young in Zukunft noch weiter sein Profil zu schärfen, dürfte einem weiteren "jungen Wilden" in Nashville eine große Karriere bevorstehen. (Daniel Daus)

Art-Nr.: 4542
Gruppe: Musik || Sparte: Country
Status: Programm || Typ: CD || Preis: € 13,90

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